Giur

Die Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum

Zur Klärung des Themas Konvertierung – oder Judaisierung – nach den Maßstäben des toratreuen Judentums muss man die wesentlichen
Grundsätze des Begriffes „Gijur“ in dieser Hinsicht bestimmen. Dieser
Begriff beinhaltet nämlich zwei Bereiche, die sich in vier Unterbegriffe
aufteilen, und zur Klärung dieses Themas muss unbedingt das
Verwechseln dieser Begriffe, die das Wesen des Übertritts ausmachen,
verhindert werden. Anders lässt sich ihr Wahrheitsgehalt nicht erfassen.

[…]

Gute allgemeine Auskünfte bei Fragen zum Giur findet man bei
Talmud.de.

Was mir auffällt, ist, dass manche gern einen Giur machen möchten, aber es in deren Stadt keine jüdische Gemeinde oder Synagoge gibt.
Dazu muss man sagen, dass es so kaum möglich ist, zu konvertieren. Denn erstens braucht man einen Rabbiner, der den ganzen Giur begleitet und sich ein Bild von den Kandidaten machen kann und zweitens ist neben dem Synagogengang, das jüdische Leben sehr wichtig. Denn wie will man jüdisches Leben kennen lernen, wie will man sonst praktisch lernen, wie man jüdisch lebt? Ohne diese Praxis ist ein Giur unmöglich. Wenn man keine andere Möglichkeit hat, muss man in eine Stadt ziehen, in der es eine jüdische Gemeinde gibt, in der jüdisches Leben stattfindet. Am besten sollte man in eine Stadt ziehen, in der die Gemeinde recht groß ist, wo es die Möglichkeit gibt, koscher leben zu können etc.

Man muss wissen worauf man sich einlässt, denn einige machen sich ein bestimmtes Bild nur aus Büchern, die der Realität nicht standhält.

Ein Giur ist ein recht langer Weg, der jedem Kandidaten einiges abverlangt wie Durchsetzungs- und Durchhaltevermögen und vor allem viel Geduld. Meistens dauert ein Giur einige Jahr. Mit zwei Jahren muss man aber mindestens rechnen.

Wenn sich jemand entschließt, Jude oder Jüdin werden zu wollen, braucht er zunächst eine Grundlage theoretischen Wissens, damit er oder sie weiß, was es vor allem praktisch bedeutet, Jude zu sein. Es ist sehr wichtig, sich die Zeit zu nehmen, die man benötigt, um entscheiden zu können, ob man bereit ist, die Mitzwot auf sich zu nehmen, ob man bereit ist, sein Leben als Jude zu leben; mit allen Konsequenzen. Man tritt einem Volk bei, aus dem man nicht wieder „austreten“ kann, wie es in anderen Religionen der Fall ist.

Wenn ihr von irgendwem hört, man könne nicht Jude werden oder man sei auch trotz Giur kein vollwertiger Jude, lasst sie schwätzen, denn das ist eine beliebte Falschdarstellung des Judentums:

  • Kodex der Halacha, „Jore Dea“,
    Kapitel 268, Paragraf 12: „Selbst wenn der Proselyt rückfällig geworden ist und sogar Götzen gedient hat, ist sein Status wie der eines abtrünnigen Juden, dessen Heirat gültig ist.“
  • „Jisrael af al pi schechata, Jisrael hu.“ Ein Jude bleibt ein Jude, auch wenn er sündigt. (b Sanhedrin 44a)

Das Judentum schätzt Gerim sehr hoch ein, es ist ausdrücklich verboten, den Ger an seine nichtjüdische Zeit zu erinnern. Da Chazal das so betonen mussten, legt nahe, dass es nötig war und leider immer noch ist.

Hier einige Beispiele wie das Judentum Gerim sieht:

  • Auch die Seelen von Konvertiten waren am Sinai dabei. (Talmud – Shavuot 39a)
  • Auch darf man einen Konvertiten nicht mehr daran erinnern, dass er Nichtjude gewesen ist. Man gilt im Judentum als Konvertit als neugeboren:

    „Wenn einer umgekehrt ist, sage keiner zu ihm: Gedenke deiner früheren Taten! Wenn ein Nachkomme von Proselyten ist, sage keiner zu ihm: Gedenke des Tuns deiner Väter“ (Baba Mezia, 58b).“

  • Wer das Recht eines Fremdlings beugt, hat gleichsam das Recht G´ttes gebeugt.

    (Chagiga 5a)

  • „Hat jemand Buße getan, so darf man nicht zu ihm sagen: Denke an deine früheren Taten. Stammt jemand von Proselyten, so sage man nicht zu ihm: Denke an die Taten deiner Vorfahren, denn es heißt: einen Fremdling (ger) sollst du nicht kränken und nicht bedrücken (Ex. 22: 20).

Berühmte Konvertiten:

Der Meschiach kommt aus einer Gerimfamilie (aus der Familie Davids, dessen Mutter eine Gioret war).

Der Vater Rabbi Akivas (Yosef), der Kommentator Onkolos oder der Prophet Ovadiah waren Gerim.

Onkelos, Schmaja, Awtaljon, Rabbi Akiwa, Rabbi Me’ir – waren Gerim oder Nachfahren von Gerim.

———————————-

Grundlagen sind zunächst erst einmal Bücher. Später wird dieses Wissen vertieft.

Daher werden den meisten Giurkandidaten folgende Bücher empfohlen:

Einen Siddur, einen Tanach und evtl. noch verschiedene Machsorim (Siddurim für die Feiertage) benötigt man zuerst.

Ansonsten sind diese üblich:

  • Wie Juden leben: Glaube – Alltag – Feste von Israel M. Lau
  • Kizzur Schulchan Aruch von Josef Karo
  • Jüdisches Leben – Heute Eine Einführung zum jüdischen Wandel in der modernen Welt von Rabbiner Chajim Haelvy Donin
  • Jüdisches Gebet heute von Rabbiner Chajim Haelvy Donin
  • Kommentar zum Pentateuch von Raschi.

Eventuell auch den Hirschkommentar zur Thora

  • BRAUN Zwi: Zeitlos aktuell. Gedanken zum Wochenabschnitt
  • und

  • „Drei Minuten Ewigkeit“

Die letzten beiden Bücher behandeln jeweils die Paraschoth und verschiedene Kommentare zum Wochenabschnitt.

Später sollte oder könnte man sich noch folgende Bücher zulegen:

  • Raw B. Posen (Hg.): Hilchos Schabbos: Vorschriften über die 39 verbotenen „Melachot“
  • KAGAN Jisroel M.: Chofez Chajim
  • Erich Fromm: Ihr werdet sein wie Gott
  • S.R. Hirsch: „Horeb, Versuche über Jisroels Pflichten in der Zerstreuung“

Diese Bücher sind alle nicht besonders billig, aber man sollte sich diese nach und nach zulegen.

Bekommen kann man diese Bücher teilweise über Amazon, aber vor allem unter folgenden Internetseiten:

http://www.literaturhandlung.de/

http://www.morascha.ch/

http://www.doronia-shop.de/

Fragen von Gerim oder diejenigen, die sich im Giur befinden, können gern gestellt werden.

74 Antworten to “Giur”

  1. aussengälender Says:

    also um es mal angeführt zu haben, die jüdische identität wird u.u. hinterfragt werden.
    es wird oft nach der ketuba (ehevertrag) der eltern verlangt zb. bei beitritt zu einer gemeinde, vor einer hochzeit oder (soll vorkommen) bei einer beerdigung und wenn sich der „begleitende“ rabiner mit den jahren durch fehltritte den namen versaut, was sehr oft vorkommt, steht man oder frau vor unannehmlichkeiten.
    der schwere aber sicherste weg zum giur führt über israel. ein dokument mit segen des rabinats in israel ist dermaßen akzeptirt das keiner nen muks macht. dort lernt man auch das nötige iwrit, tora und blabla leichter usw (macht einen ger einem galutjuden der kein iwrit spricht überlegen)
    mit großem respekt vor allen die diesen weg gehen,
    BE HAZLAZCHA!

  2. yael1 Says:

    In Israel geht der Giur schneller, aber es wird doch immer schwieriger (nicht die Zeit). Aber London und noch einige andere werden immer von Oberrabbinat in Israel anerkannt.

  3. aussengälender Says:

    über giurim und sonstige PAPIERE habe ich so einiges an erfahrung. es scheint alles davon abhängig zu sein auf wehn du so triffst. über london kann ich nichts sagen aber die entscheidung giur ist so einschneidend und leider (unseren unfähigen rabienern sei dank) wackelig.
    wie gesagt ich kenne etliche fälle bei denen leute in
    zores geraten sind die mir als zeugen solcher probleme
    die haare zu berge stehen lies. alles deutsche Fälle.
    es hat wie gesagt große vorteile über israel zu gehen,
    hast du zb eine ketuba mit isr. rabanut ist alles ok wenn nich und eine menge „rabis“ sagen dir nein nein
    nicht nötig leiden u.u. deine kinder oder enkel noch darunter. manch ein „rabi“ in der galut macht ne parnuse daraus.😉

  4. Misspoem Says:

    Schalom!
    Ich will schon lange konvertieren. Ein orthodoxer Rabbiner der Inder Nähe liegenden Gemeinde hat mir einpaar Bücher zum durchlesen für einen bestimmten Zeitraum aufgegeben und mich gebeten danach einen Termin mit ihm auszumachen. Die Zeit ist leider vorbei und ich habe noch nicht einmal die Hälfte der Bücher durch. Was soll ich tun?

    • yael1 Says:

      Ich würde ihn an deiner Stelle kontaktieren und ihm sagen, dass du noch nicht alle Bücher durchgehen konntest und ob man trotzdem einen Termin machen könnte.

  5. Ben Says:

    Yael, sind Sie selbst konvertiert?

    B„H„

    Falls ja oder falls nein, kann man Sie trotzdem zum Thema Giur Fragen und kontaktieren, wenn es nur kleine Fragen sind und nicht solche, die man einen Rabbi fragen sollte?

    • Yael Says:

      Ja, ich habe vor fast 10 Jahren meinen Giur abgeschlossen. Wenn du Fragen hast und ich sie beantworten kann, kein Problem.

      • simon Says:

        Ich wollte frage bei welchem rabbiner du dein Giur gemacht hast und wo? in deutschland? ich mache meinen giur gerade in Stuttgart aber das ist mir alles viel zu streng! Ich mache mir schon seit jahren gedanken ob das orthodoxe Judentum wirklich richtig für mich ist!! Ich bin jetzt schon seit drei jahren bei meinem Rabbi und lerne und lebe auch jüdisch. Aber das konservative judentum spricht mich aus verschiedeneb gründen mehr an!! ich weiß wohl,dass das orthodoxe rabbinat keine entscheidungen von einem konservatievem beit din annerkennt aber hat man nicht auch das recht nach isreal einzuwandern, wenn man zum konservatieven judentum konvertiert ist?? also ich kenne sogar persönlich leute, die lieberal zum judentum konvertiert sind und jetzt als isrealische staatsbürger in isreal leben!! könntest du meine Fragen beantworten??

      • Yael Says:

        Ich habe in Hamburg den Giur gemacht, den Rabbiner gibt es dort nicht mehr.
        Es ist richtig, dass man mit jedem Giur Aliyah machen kann, nur das Oberrabbinat anerkennt keine liberalen Giurim. D.H. du wirst von der Seite nie als Jude anerkannt werden, wenn du z.B. in Israel heiraten willst, geht das nicht.

      • VroniMarroni Says:

        Ich habe in der Brochüre einer konservativen Gemeinde in Israel gelesen, dass das Innenministerium die Giurim anerkennt, das Rabbinat aber nicht. Das bedeutet: Einwandern und Pass bekommen kann man mit einem konservativen Giur, heiraten in Israel aber nicht.

        Falls dir das Orthodoxe zu streng ist (was ich gut verstehen kann, da es wirklich sehr einschneidend ist und viele wichtige Beziehungen (Familie) empfindlich stören kann), könntest du dir auch überlegen, einfach Sympathisant zu bleiben…

      • David Says:

        Hallo Yael,

        da es ja kaum Leute gibt die Erfahrung über einen eigenen Giur besitzen wäre es super interessant wenn ich dir eine E-Mail schicken dürfte und ein paar Fragen stellen könnte🙂

        Man kann zwar schon recht viel über das Thema lesen aber Erfahrungsberichte bzw. Antworten von Personen die einen Giur gemacht haben sind halt eben doch etwas ganz anderes.

        Ich würde mich freuen🙂

      • Miriam Says:

        Simon, wen es für Dich noch relevant ist, können wir uns gerne mal besprechen, wie man in Stuttgart Giur macht und wie man mit der Pseudo-Strenge des „Herrn“ dort umgeht!

    • Yael Says:

      @David,

      wenn du Fragen hast, beantworte ich sie gern. Das ist kein Problem.

      • esther Says:

        Yael, nur zur ergänzenden Info: das Oberrabbinat hier hat meinen liberalen Giur beim Bet Din (2004) in London problemlos anerkannt!
        Liebe Grüsse und shabbat shalom

      • Eliyah Says:

        Esther, sorry, aber wenn das stimmt, dass das Rabbanut deinen liberalen Giur anerkannt hat, dann ist das m.E. ein Skandal.

      • Yael Says:

        Das ist dann wohl eine der Ausnahmen. Gibt es Gründe dafür, warum sie das taten?

      • Rachel Says:

        Hallo ihr Lieben, wem darf ich zu meinem anstehenden Gijur ein paar Fragen stellen? Ich bin grade dabei den Antrag an das Bet Din zu erstellen … und es fällt mir so schwer.

  6. Lilith Says:

    Schalom liebe Yael!
    Weist du zufällig getan werden muss um in einem Kibbutz zu konvertieren?
    Und was ist ein MASA Formular? =)

    Danke im Vorraus!

    • Yael Says:

      Ob man konvertieren darf wird vor Ort entschieden. Das war so im Kibbutz Yavne. Die meisten haben vorher einen Ulpan Iwrith gemacht, da man vor einem Giur schon eine Weile in Israel leben soll. Das ist der Stand von 2000. Ob sich das geändert hat, weiß ich leider nicht. Das Masa Formular kenne ich nicht.

  7. Angelika (Anschi) Handelsman Says:

    Du schreibst etwas weiter oben: Das Judentum schätzt Gerim sehr hoch ein, es ist ausdrücklich verboten, den Ger an seine nichtjüdische Zeit zu erinnern. Da Chazal das so betonen mussten, legt nahe, dass es nötig war und leider immer noch ist.
    Leider ist es noch immer so, dass das Rabanut u.U. eine Gioret nicht anerkennt etc.
    Ich habe soeben meine Scheidungspapiere vom Rabanut erhalten. (Bin vor ueber 23 Jahren in Israel „uebergetreten“) Dort hat man ganz einfach an Stelle meines richtigen Namens „Anschi die Uebergetreten“ reingeschrieben, das Feld „Tochter von“ hat man ganz einfach frei gelassen.
    In meiner Heiratsurkunde stand uebrigens bei Name: „Naomi bat Abraham“ (Naomi ist mein juedischer Name, Tochter Abrahams werden alle „uebergetretenen“ genannt).
    Mir ist bereits bei der – total erniedrigenden – Scheidungszermonie aufgefallen, dass die mich beim Rabanut andauernd „Anschi ha Gioret“ nannten. Das hat mich ehrlich gesagt schon sehr „gewurmt“, aber ich waere ehrlich gesagt niemals darauf gekommen, dass das auch so in meinen offiziellen Scheidungsdocumenten vermerkt sein wird.
    Sonnige Gruesse aus Israel.
    Anschi

  8. Angelika Handelsman Says:

    Hallo Yael,
    ja, mich auch. Du glaubst gar nicht wie sehr mich das verletzt hat. Ich hab echt eine richtige Wut im Bauch. Ich habe auch vor an das Rabanut einen entsprechenden Brief zu schreiben. Davor muss ich allerdings noch etwas „runterkommen“.
    Schoenen Abend noch.
    Shalom.
    Anschi

    • Yael Says:

      Mach das auf jeden Fall. Ich frage mich sowieso, ob der Get halachisch in Ordnung ist, wenn man den jüdischen Namen nicht benutzt und hinten auch noch „die Uebergetretene“ schreibt.

      • Eliyah Says:

        Das Rabbanut in Jerusalem ist der Vorhof zur Hölle. Wer keine Protektia oder Kombina hat, der hat oft verloren. Orthodoxe Rabbiner in Israel wehren sich gegen die Arbeit des Rabbanut, vor allem was ihren Umgang mit Konversionen angeht. Lass Dir besser mit Hilfe eines anderen Rabbiners von deinem Exmann einen koscheren Get ausstellen, unabhängig vom Rabbanut. Du willst ja nicht riskieren, dass wenn Du noch mal ein Kind bekommst, dieses zum Mamser wird.

      • Arie Folger Says:

        In einem Get verwendet man den oder die Namen, die tatsächlich genützt werden. Wenn der jüdische Namen quasi nie verwendet wird, ist er halachisch kaum Name zu nennen (was auch der Grund ist, dass es hochst fragwürdig ist, an der Bar oder Batmizwa einem einen jüdischen Namen auswählen zu lassen, sei es denn dieser Name wird nachher auch benützt, mindestens für ein Teil des Bekanntenkreises). Solche unbenützte Namen werden in einem Get nicht erwähnt.

        Ein Ger der sich scheiden läßt wird in dem Get nur Ben / Bat Awraham Awinu genannt, wenn er oder sie einigermasse nach der Halacha lebt,denn erst dann ist Stammvater Awraham ein stolzer Vater dieser Person. Hat der Ger oder die Gijoret mittlerweile aufgehört, den Schabbat einzuhalten, dann schreibt man HaGer / HaGijoret.

        Alte orthodoxe Übertritte werden in der Regel nicht in Frage gestellt, sei es denn es gibt tatsächliche Gründe zu bezweifeln, ob der Kandfidat *nie* ernsthaft das Joch der Mizwot auf sich nam, denn in so einem Fall war der Gijur ein Betrug und nie rechtsgültig. Wie aber Yael schreibt, sind ernsthafte Proselyten, die mit der Zeit leider und unerwarteterweise von der Praxis der Tora abgerutscht sind, vollwertige Juden.

        [Leider gibt es aber in Israel auch politische Spannungen und Bürokratische Strukturen, mit denen Menschen am falschen Moment in Berührung kommen, und das Oberrabbinat Israels ist, wie das Mißrad haPnim und eine Reihe andere Regierungsinstitutionen in diesem Hinsicht keine Ausnahme.]

      • Yael Says:

        Danke für Ihre Erklärung.

  9. Angelika Handelsman Says:

    Liebe Eliyah, (was fuer ein wunderschoener Name)
    leider hab ich in meimem Exmann nicht den richtigen „Partner“ mir geinsam mit ihm von einem anderen Rabanut ein neues Scheidungsformular ausstellen zu lassen (ohne seine Einwilligung geht das ja sowieso nicht). Ich musste bereits um diesen Get zu bekommen auf alles verzichten (Haus, gemeinsam angeschafftes Vermoegen etc.) und musste auch in dem Scheidungsvertrag zwischen uns mein ok geben fleissig Alimente an ihn zu bezahlen, um ueberhaupt die Einwilligung von ihm fuer den Get zu erhalten. .Zum Glueck – oder besser gesagt leider – werde ich im Alter von 50 Jahren keinen Kindern mehr das Leben schenken koennen, daher gesehen werde ich mich wohl oder uebel mit dem vorhandenen Get zufrieden geben. Was nicht heissen soll, dass ich die Angelegenheit auf sich beruhen lassen werde, Manchmal ist es besser „Chacham“ und nicht „zodek“ zu sein. Ich habe aber nach wie vor das Ziel vor Augen mich mit dieser Angelegenheit an die Oeffentlichkeit bzw. an das Rabanut zu wenden,zeh lo jaavor be shtika. Im Moment geniesse ich erst mal meine „neu gewonnene Freiheit“. Kommt Zeit kommt Rat.
    Ha col tov.
    אנג’י

    • grossomodo Says:

      Na wusch! Da hätte ich aber lieber meinen Giur als ungültig erklären lassen, anstatt mich von einem Typen so erpressen zu lassen…

  10. Shoshana Says:

    Grossomodo-

    das ist ja Unsinn. Erstens, ist das ungültig-erklären eines Status eine allerletzte Lösung, wenn überhaupt nichts anderes mehr geht. Zweitens: hätte sie ihre Giur für ungültig erklären lassen, hätte sie vielleicht Probleme mit der Staatsbürgerschaft bekommen.

    @ Angelika Handelsman

    Es tut mir leid, daß Du so schlechte Erfahrungen gemacht hast. Ich würde trotzdem nicht verallgemeinern. Rabbanut hat unzählige Rabbiner angestellt, die sich mit Zivilprozessen beschäftigen, da gibt es solche und solche…
    Vielleicht solltest Du Dich mit Rabbi Farber von ITIM in Verbindung setzen, denn ich würde Dir – ganz unabhängig von Kindern – empfehlen, Deinen Get formal in Ordnung bringen zu lassen.
    „XX ha’gioret“ ist sicher nicht zulässig in einer Teuda, sonst hätte man Dich doch schon als „XX ha’gioret“ verheiratet… noch nie habe ich so etwas gehört. Empörend und beschämend für orthodoxe Juden.

    http://eng.itim.org.il/

  11. grossomodo Says:

    Ich bin schockiert vom Verhalten dieses Mannes, und ich nehme an, dass Angelikas Bitterkeit in erster Linie gegen ihren Ex geht und erst in zweiter Linie gegen das Rabbinat.

    Was das Rabbinat da geschrieben hat, ist zwar nicht schön, aber sei’s drum. Aber dass Männer sich für den Get bezahlen lassen oder sich dank Get um Alimente drücken, ist für mich das Letzte vom Letzten. (Und ja, natürlich kann man auch auf das Rabbinat sauer sein, dass dies möglich macht, anstatt den Typen einzusperren, bis er sagt „rotze ani“.)

  12. esther Says:

    Ja klar, der Rabbiner, der den giur begleitet hat, ist vom Rabbanut anerkannt, ebenso wie das Bet din in London. Somit gab es keine Probleme. Also, kein Grund, von „Skandal“ zu sprechen.

    • Yael Says:

      Verstehe ich das jetzt richtig: Das heißt, der liberale Beth Din in London ist in Israel anerkannt?

      • esther Says:

        Ja, so ist es, ob nur im Zusammenhang mit in Israel anerkannten Rabbinern oder generell, kann ich nicht sagen. Du lebst in Berlin?

      • Yael Says:

        Mich wundert das ein wenig, weil normalerweise das isr. Rabbinat keinen liberalen Giur anerkennt.
        Arbeitet denn das orthodoxe mit dem Liberalen zusammen?
        Übrigens bin ich quasi auch mit über das Londoner Beth Din konvertiert. Zu meiner Zeit war Dayan Ehrentreu auch der Vorsitzende des Beth Dins in München wie damals in London.

        Ich lebe seit 8 Jahren in Berlin. Dass das schon so lange her ist, erschreckt mich geradezu. Das war doch erst gestern.

  13. Angelika Handelsman Says:

    @Arie Folger, vielen herzlichen Dank fuer Deinen Beitrag. Das macht schon irgendwie einen Sinn was Du da erklaerst. Ich habe mich zwischenzeitlich mit meinem Get „abgefunden“, im Prinzip ist es auch wirklich nicht wichtig wie man mich „nennt“… was bedeutet schon ein Name. Es gibt viel wichtigere Dinge im Leben. Zarich tamid lirot et ha tov we lo lechapes et ha ra. In diesem Sinne, Shavua tov und nochmals vielen Dank. :>אנג’י הגיורת

  14. Maya Says:

    Shalom, seit 17 Jahren fahre ich 2-3x jährlich nach Israel und ziehe in Erwägung dort zu leben. Da mir die jüdischen Traditionen nun schon sehr nahe sind möchte ich auch konvertieren. Lieberal oder konservativ, nicht aber orthodox. Mir ist wichtig, dass der Giur dann für die Aliya anerkannt wird (jüdische Hochzeit nicht so wichtig). weiß jemand hier, welche Synagogen in Berlin einen Alyiatauglichen Giur machen? Vielleicht Andreas Nechama im Hüttenweg? Dort geh ich nämlich seit einem Jahr hin…

    • Yael Says:

      Aliyah kannst du immer machen, da ist es nicht wichtig, ob man liberal oder orthodox konvertiert ist, weil das der Staat (Innenministerium) regelt. Man wird aber nur mit einem orthodoxen Giur vom israelischen Oberrabbinat als Jude oder Jüdin anerkannt. Es gibt wohl Ausnahmen, wie oben von einer Userin geschrieben (London),aber das sind wirklich nur Ausnahmen.
      Das sind die Unterschiede: Aliyah ja, Anerkennung durch das Oberrabbinat bei einem liberalen Giur nein.
      Wende dich mal direkt an Nechama. Der kanns dir bestätigen.

    • Arie Folger Says:

      Aliya kann man zwar auch ohne orthodoxe Gijur machen, aber wenn man später Kinder hat, werden die darunter leiden, weil sie nicht heiraten können.

      • Eliyah Says:

        Genau, man ist nicht Fleisch und nicht Fisch. Und die Kinder leiden wirklich. Liberaler Giur ist eine Kostümjudenveranstaltung.

  15. Eliyah Says:

    Falsch: Aliyah nur mit Konservativem oder Orthodoxen Giur und einem Jahr nachgewiesener Mitgliedschaft in einer mind. konservativen Gemeinde. Liberaler Giur wird nicht anerkannt. Auch kein Moshichisten-Giur. Und wer keinen orthodoxen Giur macht, ist kein Jude. Das sagt nicht nur das Rabbinat, das sagen sogar unreligiöse Israelis. Ich würde immer dringend von einem liberalen oder reform oder auch konservativen Giur abraten. Entweder man macht es richtig, oder man lässt es. Die Traditionen kann man auch ohne Giur schön finden.

    • Yael Says:

      Esther hat oben was anderes berichtet, ihr liberaler Giur wurde vom Rabbinat anerkannt. Ich blick da aber eben nicht durch.

      • Eliyah Says:

        Das London Beith Din ist ein orthodoxes Beith Din und wird in Israel sowohl vom Innenministerium und vom Rabbanut anerkannt. Es ist sogar eines der am meisten respektierten der Welt, genau wie deren Hechsher (KLBD). Wenn Esther der Meinung ist, dort einen liberalen Giur gemacht zu haben, dann hat sie entweder sich oder das Beith Din getäuscht. Oder sie war bei einem anderen Beith Din aus London und hat das Rabbanut getäuscht. Ein Freund von mir hat lange im Sochnut gearbeitet und Aliyah-Anträge bearbeitet. Er hat mir eindeutig bestätigt, dass ein liberaler Giur nicht für die Aliyah ausreicht. Wenn es also stimmt, was Esther sagt, dann war es ein Fehler und ein Einzelfall.

  16. Eliyah Says:

    Nachtrag: Einen Giur zu machen um Aliyah-Rechte zu bekommen finde ich schon fast ekelhaft. Wenn die jüdische Hochzeit nicht so wichtig ist, was ist dann überhaupt wichtig am Judentum ausser die „Sal Klita“ und der israelische Pass? Das ist doch armselig. Man kann auch nach Israel als Gast kommen und sich ein Arbeitsvisum besorgen. Das ist viel leichter als in Deutschland und ehrlicher.

    • zaddik Says:

      Was ist mit Wahrheit? Was ist mit HaShem? Konversionen sollten alleine aus religiösen Gründen stattfinden!

      Wer halachisch, also orthodox konvertiert und religiös lebt und das mit religiöser Kleidung nach außen zeigt, also eine Bekishe, einen Bart, Payes etc. trägt, der braucht sich später keine Sorgen zu machen ob sein Übertritt anerkannt der nicht anerkannt wird…

      • Miriam Says:

        Siehe meine Antwort weiter unten. Die hat es versehentlich nicht an diese Stelle gesetzt.

  17. Finja Says:

    Hallo ihr Lieben! Ich war nun zwei mal in meinem Leben in Israel und werde aufgrund meiner Begeisterung in diesem Sommer für weitere 6 Wochen dorthin fahren. Bei meinem letzten Besuch hatte ich zum ersten mal Kontakt zum Judentum und diese Erlebnisse haben irgendendetwas in mir verändert. Momentan weiß ich noch nicht was, aber es hat den Wunsch in mir geweckt mehr über das Judentum an sich und in Bezug auf mich herauszufinden.. ich wohne in Hamburg, hier gibt es eine jüdische Gemeinde. Was sind die ersten Schritte? Kann man zum Gottesdienst? Zum Shabbat? Oder ist das nur Juden und Jüdinnen vorbehalten? Auf welche Weise könnte ich sonst etwas in das jüdische Leben hineinschnuppern? Liebst aus Hamburg!

    • Yael Says:

      Jeder kann an einem Gottesdienst in der Synagoge teilnehmen.
      Dazu rate ich dir, dich an die Gemeinde zu wenden, wie das Prozedere mit einer Teilnahme abläuft. Manche Gemeinden wollen, dass man sich anmeldet, andere wiederum nicht.
      Wie ich gerade seh, hat Eliyah auch schon geantwortet.

      http://www.jghh.org/de/

      • Lea Luisa Says:

        Liebe Yael,
        Nach drei Jahren in Israel ziehe ich im nächsten Monat nach Berlin und möchte gerne mit meiner Giur beginnen. Kannst du mir einen Rabbiner empfehlen an den ich mich wenden kann? Du würdest mir sehr weiterhelfen.
        Deine Lea

      • A.mOr Says:

        Schalom liebe Lea!
        Yael ist derzeit sehr beschäftigt, daher erlaube ich mir an ihrer Statt nur kurz auf den link von Rabbi Arie Folger hinzuweisen (nur etwas weiter unten, bedankt beim Rebben!). Dort solltest Du alle Information und Hilfe finden, die Du zunächst benötigst. Bin selbst nicht der richtige Ansprechpartner in derlei Angelegenheiten, und möchte Yael entschuldigen, die dieser Tage nur sehr selten in den blog sieht.
        Erfolg und Segen Dir!
        A.mOr.

        PS/ der link hier nochmal.
        http://www.ordonline.de/
        Und wenn Du in Berlin bist, dann bitte auch diesen link beachten.
        http://www.jg-berlin.org/en.html
        Dort findest Du auch Adressen, Kontaktmöglichkeit usw.
        Rabbi Ehrenberg ist sicher auch ein guter Ansprechpartner, aber ich hörte, daß er sein Amt niederlegen wird? Zumindest scheint er aktuell noch sein Amt zu erfüllen.
        http://www.jg-berlin.org/en/judaism/rabbis/rab-y-ehrenberg.html

      • Yael Says:

        Liebe Lea,

        tut mir leid, dass ich erst heute antworte, ich bin zurzeit krank.

        Für einen orthodoxen Giur kommt in Berlin nur Rabbiner Ehrenberg in Frage.

        Viel Glück.

        Wenn ich etwas für dich tun kann, wenn du dann in Berlin sein wird, melde dich über meine Seite „Kontakt“.
        Kol tuv!

        @alle

        wenn jemand einen Kommentar mit mehr als 2 Links schreibt, landet der immer in der Warteschleife. Ich kann diese zurzeit nicht zeitnah freischalten.

  18. Eliyah Says:

    In Hamburg gibt es eine Gemeinde und einen tollen Rabbiner. Man kann auch die Synagoge als Nichtjude besuchen. Man sollte sich aber vorher in der Gemeinde anmelden. Der Rabbiner hat eine Sprechstunde jeden Mittwoch morgen, in der man sich über Giur informieren kann. Mehr dazu hier: http://www.jghh.org/de/gemeinde/rabbinat

  19. Arie Folger Says:

    ORD kontaktieren. http://www.ordonline.de

  20. Eliyah Says:

    Ich suche für ein Buchprojekt Menschen, die in Deutschland konvertiert haben oder den Giur abgebrochen haben. Wenn hier jemand Lust hat, mit mir über seine Erlebnisse und Erfahrungen zu sprechen, dann soll sie oder er sich bitte von Yael meine Email-Adresse geben lassen. Das Buch wird bei einem grossen Verlag nächstes Jahr im Sommer erscheinen. Danke!

    • A.mOr Says:

      Hi Eliyah!
      Will ich mal etwas petzen,
      und dann siehe/kontaktiere auch folgende?

      http://www.noa50.blogspot.de/
      Da gibt’s sicher noch viel mehr, aber das erstmal auf die Schnelle
      mit freundlichen Grüßen
      A.mOr.

      • A.mOr Says:

        Hoppa, ein link verschwunden!😯
        Oj gewolt, wird schon gut sein, oder besser!🙂
        😳 Yael, Verzeihung, werde es demnächst stets berücksichtigen. Versprochen!!😉
        Gutes Genesen!

        (das ausgerechnet ich mich hier bei gijur einschalte… balagan!😀 )

    • Miriam Says:

      Lass Dir von Jael meine E-Mailadresse geben. Ich kann Dir sicherlich einiges erzählen…

  21. Eliyah Says:

    A.mOr, mein Freund. Was meinst Du mit „ausgerechnet ich“? Und Yael, sorry, dass ich Dich ungefragt als Vermittlerin eingesetzt habe. Ich kann noch nicht so ganz öffentlich und mit email-Adresse hier auftreten.
    Refua Shlema!

    • A.mOr Says:

      Eliyah, chawer, weil ich keine Aaahhnuung habe von dem Thema nicht, nuja, nur sehr wenig…🙄
      Eben das „wie hat was zu laufen und wohin“ etwa.
      Und kenne selbst auch nur wenig von ‚giurim‘.
      Nuja, wir (Du nicht;-) leben zwar immerhin in Ger-Mania, nicht?😉

  22. Miriam Says:

    Wenn man sich aber nach außen hin orthodox gibt, sich aber nicht an die Gebote hält, dann ist so ein Giur auch nicht viel wert. Ich kenne mehrere solcher Pseudo-Orthodoxen und finde so etwas ziemlich abstoßend.

    Ich bin berufstätig und kann es mir einfach nicht erlauben, meinem Chef oder einem Klienten nicht die Hand zu geben oder gar eine Kopfbedeckung zu tragen. Aber ich befolge trotzdem die Mizvot. Was ist nun besser: Einer, der nach außen hin nur so tut als ob, oder einer, dem man seine Orthodoxie nicht ansieht?

  23. Arie Folger Says:

    Ich empfehle herzlich alle ORD-Rabbiner. Meine Wenigkeit eingeschloßen. Mich können Sie direkt mittles meines Blogs erreichen. Oder die Blogherrin von Yaelmyblog kann unsere gegenseitige Emailadressen an einander weiterleiten.

  24. Eliyah Says:

    Jael, gibst Du mir bitte Miriams Mail-Adresse? Danke!

  25. Miriam Says:

    Und/oder mir die von Eliyah.

  26. eliyahh Says:

    Liebe angehende Konvertiten und liebe Yael, die mir diese Eigenwerbung hoffentlich gestattet! Ich habe ein Buch über das Konvertieren geschrieben, das allen angehenden Konvertiten viele Tipps und allen anderen humorvolle Einsichten in das Leben eines solchen gestattet. Ich selbst bin nicht bei Facebook, mein Buch aber schon: https://www.facebook.com/pages/Eliyah-Havemann-Wie-werde-ich-Jude-Und-wenn-ja-warum/642626359132490

  27. J.j. Gelbstein-Havemann Says:

    Tolles Buch zu dem Thema!

    http://www.facebook.com/pages/Eliyah-Havemann-Wie-werde-ich-Jude-Und-wenn-ja-warum/642626359132490
    http://www.randomhouse.de/Buch/Wie-werde-ich-Jude-Und-wenn-ja-warum/Eliyah-Havemann/e454556.rhd

  28. KiruvMedia Says:

    Wenn Deutsche Juden werden:


    🙂

  29. Leila Butschko Says:

    Liebe Menschen mit Giur und Aliya Erfahrung oder Wissen!
    Ich mache grade einen Reform Giur in Berlin. Mein halbes Leben schon bin ich jede freie Zeit in Israel und fühle mich jüdisch, daher der Schritt. Zwar möchte ich aktuell nicht nach Israel ziehen, aber irgendwann möchte ich das tun. WIe kann ich nun herausfinden, ob der Reform Giur (Beit Din von der jüdischen GEmeinde zu Berlin) für die Alyia anerkannt ist? Bei der Jewish Agency? Bei der israelischen Botschaft? (Ob es dann für Heirat, Kinder etc anerkannt ist oder nicht ist mir nicht ganz so wichtig.)
    Herzlich
    Maya Leila

  30. Hermion Nuru Says:

    Hallo Yael!

    Also, ich habe schon seit langem den Plan zu konvertieren.
    Bloß habe ich das Problem das ich erst 12 Jahre alt bin.
    Ich habe mich seit geraumer Zeit mit Tanach, Talmud, Thora, etc beschäftigt, und wäre theoretisch bereit dazu. Da ich orthodox konvertieren möchte, habe ich dort angerufen. Diese meinten ich könne keinen Giurprozess durchlaufen, weil ich das nicht ernst meine, und weil ich keinen Schabbat halten könne, weil ich nicht koscher leben würde, etc. Das stimmt aber alles nicht! Ich würde jedes der 613 Gebote einhalten (bis auf das opfern natürlich, dafür gehe ich in die Synagoge). Das war jetzt vor den hohen heiligen Feiertagen. Da ich zwar jüdische Abstammung habe, die allerdings so weit zurück liegt, das sie nicht zählt, sollte ich den werten Herrn Rabbiner anrufen, um dies mit ihm zu klären. Aber falls man dies nicht akzeptieren sollte, wäre hier die Frage: Steht in der Halacha, das man dafür erwachsen sein muss, und was meint man im jüdischen Glauben mit ,,Erwachsen sein“( etwa die Religionsmündigkeit mit 13?)?

    • eliyahh Says:

      Man kann auch mit 12 konvertieren, aber die Rabbiner werden dich lange hinhalten. Da Du als 12jährige üblicherweise bei Deinen Eltern wohnst, die weder Schabbat noch Kaschrut halten, wird es für Dich tatsächlich schwer, die Gebote zu halten. Zu behaupten, du würdest jedes der 613 Gebote halten beweisst, dass Du noch nicht so weit bist. Es ist unmöglich, alle zu halten, schon alleine deshalb, weil viele schlicht nicht mehr relevant sind. Ausserdem bist Du kein Übermensch und machst in jedem Fall Fehler, wie jeder andere Mensch auch. Sonst müsstest Du am Yom Kippur nicht umkehren und um Vergebung bitten. Und das ist auch eines der 613 Gebote. Wie soll man es halten, ohne ein anderes vorher gebrochen zu haben?
      Du hast Zeit. Gehe in die Synagoge, befreunde Dich dort mit anderen, sei nicht so überfromm und habe Geduld. Wenn Du 15 oder 16 bist, kannst Du konvertieren. Richtig wichtig wird das sowieso erst, wenn Du heiraten willst.

  31. eliyahh Says:

    Ein liberaler Giur wird eigentlich nicht anerkannt. Aber sofern die Gemeinde unter dem Dach der ZWST in Deutschland geführt wird, könntest Du Glück haben.
    Ich rate dringend davon ab, einen solchen Giur zu machen und dann nach Israel zu gehen. Lieber ehrlich nichtjüdisch sich um eine Arbeitserlaubnis bemühen oder eben so konvertieren, dass es keine Probleme gibt, weder halachisch noch gesellschaftlich.

  32. Liliane Lilli Gensberg Says:

    yael kann ich dich vielleicht kontaktieren. habe einige fragen.danke

  33. Sa Ma Says:

    Hallo und danke für den tollen Blog!
    Hat jemand Erfahrung mit einem Giur in Frankfurt und München bzw. hat etwas darüber gehört? An welche Gemeinden/Rabbiner kann man sich wenden? Angeblich kann man in Frankfurt nur in einer Synagoge konvertieren(?).
    Würde mich sehr über eine Antwort freuen, danke!!
    LG,
    Sara

  34. Arie Folger Says:

    Ja, ich habe Erfahrung (weil ich während drei Jahren in diesen zwei Gemeinden respektiv dafür zuständig war). Wenden Sie sich an das Rabbinat, Rabbiner Julian Chaim Soussan und Rabbiner Avichai Apel, die ein hervorragendes Team bilden.Ich glaube zu wissen, dass Gijurim in erster Linie im Aufgabenbereich von Rabbiner Apel fallen.

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