Archive for the ‘Paraschoth’ Category

Schabbat Schalom

Oktober 26, 2012

An diesem Schabbat lesen wir die Paraschat „Lech lecha“ .

Im Wochenabschnitt „Lech lecha“ dreht sich alles um unseren Vorvater Awraham. Auf ihn bezieht sich in den Prophetenbüchern eine besondere Mitzwa (Gebot), und zwar des Betrachtens: „Schauet auf den Felsen, aus dem ihr gehauen seid, auf die Brunnenhöhle, aus der ihr gegraben. Schauet auf Awraham, euren Vater, und auf Sarah, die euch geboren“ (Jeschajahu 51,1-2). „Schauet“, betrachtet, überlegt. Es besteht eine besondere Notwendigkeit, von Awraham, und auch von Sarah(!), von beiden gemeinsam zu lernen. Warum? Weil sie „der Fels, aus dem wir gehauen“ und „die Brunnenhöhle, aus der wir gegraben“ sind. Das ist unser Ursprung, daraus sind wir entstanden, dort kommen wir her.

Gut Schabbes!

Schabbat Schalom!

Dezember 10, 2010

Zusammenfassung der Paraschat Wajigasch.

Gut Schabbes an alle Leser!

Paraschat Re’e

August 6, 2010

Parascha Zusammenfassung

Die Parascha Re´e beschäftigt sich in erster Linie mit dem Götzendienst (Avoda Sara).

Der Götzendienst ist im Judentum eine sehr schwere Verfehlung und man darf auch unter Todesandrohung einem Götzen nicht dienen.
Der Götzendienst ist damit, neben Mord und Unzucht, eine Verfehlung, die auch unter Todesandrohungen, nicht begangen werden darf.
Das nennt sich im Judentum Kiddusch HaSchem (Heiligung des Namen Gottes, wenn ein Jude wegen seines Glaubens den Tod wählt). Alle anderen Mitzwot sind außer Kraft gesetzt, wenn es um das Leben eines Juden geht.

Unsere Parascha beginnt mit den folgenden eindrucksvollen Worten, welche Mosche an sein Volk richtet: „Siehe, ich lege heute vor euch Segen und Fluch! Den Segen (werdet ihr erhalten), wenn ihr auf die Gebote G“ttes, welche ich euch heute befehle, hören werdet. Und den Fluch, wenn ihr auf die Gebote G“ttes nicht hören werdet, sondern von seinem Weg abweichen und fremden Götzen, welche euch unbekannt sind, zuwenden werdet!“

Wieder einmal wird dem Volk seine Aufgabe im heiligen Lande eingeschärft, was bedeutet, dass alle Formen des Götzendienstes zu beseitigen sind, um eine Kultur des reinen G“ttesdienstes gedeihen zu lassen.

[…]

Allen Schabbat Schalom!

Paraschat Matot – Mas’ej

Juli 8, 2010

Die an diesem Schabbat gelesene Paraschat Matot – Masej beschließt das Buch Bamidbar.

Raw Ciner beschäftigt sich mit dieser Doppelparaschat.

Moab hatte Angst vor den Bnej Israel (Kinder Israels) und verbündete sich deshalb mit dem Volk Midjan. Sie boten Bil’am auf, um die Bnej Israel zu verfluchen. Als dies nichts fruchtete, gab Bil’am ihnen einen hinterhältigen Rat, um die Bnej Israel via Unzucht zum Dienst des Götzen Ba’al Peor zu bringen. Dies führte zum Tod von 24’000 Juden.

[…]

Dann folgen die Gesetze der Nedarim (Schwüre) und die 40 Routen der Wüstenwanderung der Israeliten:

Raw Ciner zu Parschat Matot-Mass’ej

Ein Mensch erklärt etwas als verboten und nach dem Gesetz der Torah wird es damit auch verboten! Eine Uebertretung wird dem Genuss eines (unkoscheren) Hamburgers gleichgesetzt! Wir sind alle mit dem Gedanken vertraut, dass Stöcke und Steine mir die Knochen brechen können, aber Worte mir niemals etwas anhaben können. Im geistigen Bereich, in dem wir leben (der von der scheinbaren Wirklichkeit des Materiellen verdeckt wird) haben die raum- und zeitlosen Worte mehr Macht als körperliche Handlungen. Unsere Worte schaffen eine Wirklichkeit, welche bewirkt, dass eine Tat, die wir gegen unser selbst ausgesprochenes Verbot begehen, für uns im geistigen Bereich schädlich und gefährlich wird.

[…]

Schabbat Schalom!

Paraschat Behaalotcha

Mai 27, 2010

„Und es geschah, wenn die Lade aufbrach …“

Mit anderen Worten: diese Passage stellt ein eigenes Buch dar und teilt Bamidbar in drei Bücher. Das macht zusammen mit den anderen vier Büchern der Tora sieben. Aber es bleibt uns noch immer zu entdecken, warum ausgerechnet diese Stelle so besonders bekennzeichnet wurde. Sehen wir uns zuerst die beiden Verse an: Moses‘ Anrufung des Ewigen, sich zu erheben, wenn die Lade aufbricht und einzukehren, wenn sie sich niederlässt, erweckt den Eindruck, Moses habe das Aufbrechen und Niederlassen der Lade bestimmt. Dem widerspricht jedoch das vorher Erwähnte, dass sie nur auf das Gebot des Ewigen vor ihnen herzog.
Die Sifrei weisen auf diesen Punkt hin:

Warum sollen wir nicht weinen, wenn die Milch verschüttet ist?

„Pessach Scheni“, das „Zweite Pessach“ wird am Vierzehnten des Monates Ijar gefeiert. Der Ursprung dieses Halbfesttages ist faszinierend. Am ersten „Geburtstag“ des Auszuges aus Ägypten, als fast alle Juden mit der Vorbereitung des Lammes für die jährliche Opferdarbringung zum Pessachfest beschäftigt waren, kam eine Gruppe sich gerade in Unreinheit befindender Juden zu Moses.

Schabbat Schalom!

Ich habe noch einen wunderschönen Auszug eines Kommentars zur Paraschat von Rabbiner Ehrenberg aus Berlin, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Von Rabbiner Yitzhak Ehrenberg
[…]

„Und Aharon tat also“ (Bamidbar 8,3) – Unsere Weisen sel. A. sagten, er hätte nichts verändert, er tat genau, was G“tt ihm gebot, ohne Veränderungen.

Der Gaon Rabbi Zwi Hirsch Levin sel. A., Rabbiner und Rabbinergerichtsvorsitzender (Aw Beit Din), wurde einmal von David Friedländer (einer der größten Gelehrten zu der Zeit) gefragt, weshalb er nicht einverstanden damit sei, verschiedene Gesetze und Bräuche, die nicht mehr zeitgemäß sind, zu ändern.

Der Berliner Rabbiner antwortete ihm mit einer Fabel: Ein Händler mietete einen Kutschfahrer, der ihn mit seinen Waren zum Markttag von Berlin nach Leipzig fahren sollte. Er hat mit dem Kutscher eine Vereinbarung getroffen: Wenn er ihn nicht rechtzeitig an sein Zielort bringt, wird er nicht bezahlt, wenn er jedoch rechtzeitig am Ort ist, wird er den Kutscher großzügig entlohnen.

Die beiden waren mit den Bedingungen einverstanden und haben einen Vertrag unterschrieben. Es war im Winter, in der Mitte des Monats Tewet, es fing an zu schneien und der Kutscher hat sich verirrt. Letztendlich haben sie es nicht rechtzeitig zu den Marktzeiten geschafft. Beide gingen vor das Rabbinergericht (Din Tora). Das Urteil lautete: Der Kutscher bekommt keine Entlohnung, da er den Händler nicht rechtzeitig an sein Ziel gebracht hatte, und somit die Bedingungen des Vertrages nicht erfüllt habe.

Der Kutscher fragte den Rabbiner, worauf sein Urteil basiere. Sagte ihm der Rabbiner: „Dies ist das Gesetz der Tora (Din Tora).“ Fragte der Kutscher: „Sag mir bitte, wann wurde die Tora dem Volk Israel gegeben, zu welcher Zeit und in welchem Monat?“ Antwortete der Rabbiner: „Weißt du es denn nicht? Das Fest des Erhaltens der Tora ist am sechsten Siwan.“ Der Kutscher schrie: „Die Tora wurde am sechsten Siwan gegeben, wenn die Wege in gutem Zustand sind und es nicht schneit. Anhand der Tora, die am sechsten Siwan gegeben wurde, verurteilst du mich wegen etwas, das mitten im Winter geschehen ist, und die Wege in schlechtem Zustand sind. Ich bin völlig sicher, wenn Mosche die Tora im Tewet gegeben hätte, wäre das Urteil ganz anders ausgefallen!“

So lautete die Antwort des Berliner Rabbiners an David Friedländer.

Der Talmud lehrt uns, dass die Tora noch vor der Erschaffung der Welt entstand. Die Tora ist unabhängig von Zeit und Ort. Die Tora ist ewig und sie wurde den Menschen für alle Zeiten gegeben, um ihre Eigenschaften und Seelen zu verbessern. Die Menschen heute ähneln in ihren Eigenschaften den Menschen vor tausenden Jahren, die Zeit hat den Menschen und seine Eigenschaften nicht verändert, z. B. Liebe, Hass, Neid, Begierden usw.

Die Tora ist das Vollständigste, das den Menschen zum Vollkommenen weist, und die Tora warnt uns – nichts wegnehmen und nichts zugeben.
[…]

Acharei-Kedoschim – Die Liebe zu G-tt und den Mitmenschen

April 22, 2010

Liebe deinen Nächsten

von Dr. William Stern

Dieser Wochenabschnitt enthält das Gebot, das große Berühmtheit erlangt hat: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (Lev. 19, 18). Für den modernen Menschen hört sich diese Ermahnung manchmal nur wie ein frommer Wunsch an, ohne tiefere Bindung an die Realität des Lebens. Er denkt: „Wie kann erwartet werden, dass man eine Person trotz ihrer augenfälligen Unzulänglichkeiten wirklich liebt?“

Ein Heide kam einst zu dem berühmten Hillel mit dem Ersuchen, ins Judentum aufgenommen zu werden (Schabbat 31a). „Lehr mich die Tora, während ich auf einem Fuße stehe.“ verlangte er. Der weise Hillel erwiderte: „Was du nicht willst, dass man dir tu‘, das füg‘ auch keinem andern zu. Dies ist die ganze Tora, alles übrige ist Kommentar. Jetzt geh‘ hin und lerne!“

Hillel zog es vor, die Vorschrift der brüderlichen Liebe in negativer Form auszudrücken: „Tue nicht anderen an, was dir selbst verhasst ist.“ Weshalb lehrte er ihn nicht dieses Gebot in der einfachen, positiven Form, wie es in der Tora steht: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“?

Sidra Acharei Mot

Die Vorschriften für Jom Kippur, diesem grossen, weissen Fasttag, an dem sich jeder Jude von seinen Sünden reinigt, bilden das Abschlussthema zu den Reinheitsvorschriften, die in dem Abschnitt dieser Woche beendet werden.

Deinen Nächsten lieben, wie dich selbst

Trotz seiner Vertrautheit ist dieser Text in Formulierung und Inhalt rätselhaft. Zuerst ist er der menschlichen Natur entgegengesetzt. Der Mensch ist, wie unsere Weisen feststellten, sich selbst am nächsten. Rabbi Akiva formulierte diese fundamentale menschliche Charakteristik als religiöse Regel: „Dein Leben hat vorrang vor dem deines Mitmenschen.“ Wie kann dann die Tora verlangen, daß wir unseren Nächsten wie uns selbst lieben, ohne Rücksicht auf seine Handlungen? Raschbam beantwortet diese Schwierigkeit, indem er die Anwendung des Textes limitiert:

„Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst“ – wenn dein Nächster gut ist, aber wenn er böse ist: „Die Furcht des Ewigen ist der Abscheu vor dem Bösen.“
(Sprüche 8, 13)

Mit anderen Worten: liebe alle Menschen, die sich wie Menschen benehmen.

Schabbat Schalom!

Paraschat Tasria-Mezora

April 16, 2010

Im Abschnitt Tasria steht die Brith Mila, die Beschneidung, der Knaben am 8. Tag im Mittelpunkt. Die Brith Mila ist ein Zeichen des Bundes eines Juden mit HaSchem. Es ist das erste Gebot das Abraham von Gott erhielt.

Eine sehr gute Beschreibung, was die Brith Mila für Juden bedeutet findet ihr hier.

Sidra Tasria – Und am achten Tag soll er beschnitten werden

Sidra Metzora – Das Gesetz für den Aussätzigen

„Dies ist das Gesetz über den Mezora-Aussätzigen“

Sidra Schemini

April 8, 2010

An den mir Nahen will ich geheiligt werden

Am Ende der Parascha geht es darum, welche Tiere wir essen dürfen.

Zu Kaschruth einige Links:

Speisegesetze

Das hebräische Wort „Kaschruth“ bedeutet „rituelle Eignung“ und stammt von dem Wort „kascher“ (Jiddisch: „koscher“), – „erlaubt, tauglich, geeignet“ -, ab.

Schabbat Schalom.

Sidra Tzaw

März 25, 2010

Der Schabbes vor Pessach wird Schabbat haGadol (der große Schabbat) genannt. An diesem Schabbat wird uns in der Haftara mitgeteilt, dass HaSchem uns den Propheten Elijahu schicken wird, der auch an den Sederabenden eine Rolle spielt. An diesem Schabbat bereiten wie uns ernsthaft auf Pessach vor.
Mit dem Auszug aus Ägypten begann die Geschichte des jüdischen Volkes.

Zum Wochenabschnitt:

Friedensopfer

Es gibt drei Arten von Friedensopfern: Todah – Dank; Neder – Gelübde, Nedawah – freiwillige Gabe.

Schabbat Schalom!

Sidra Wajikra

März 19, 2010

Nechama Leibowitz schreibt sehr richtig, dass die Opfergesetze wie ein Buch mit sieben Siegeln sei und versucht deswegen die Ansichten von Chazal besser darzulegen.

Chabad geht besonders auf die Opferung von Tieren ein und erläutert was es für den Menschen bedeutet.

Schabbat Schalom!

Das Tier auf dem Altar zu opfern bedeutet, unsere Seele und unsere Persönlichkeit auf falsche Verhaltensweisen zu überprüfen und dann etwas dagegen zu tun. Es geht um das Tier in jedem von uns. Das wahre und höchste Opfer ist das Selbstopfer.

Sidra Wajachel

März 12, 2010

Sidra Wajachel

Chabad fasst die Paraschot Wajakhel und Pekudej zusammen, weil diese praktisch eine Wiederholung der Paraschot Teruma und Tezawe bedeuten.

„Und es versammelte Mosche die ganze Gemeinde der Bne Israel und sprach zu ihnen: Dies sind die Dinge die G´tt zu machen geboten hat. Sechs Tage soll Arbeit verrichtet werden, aber am siebten Tag soll euch ein Heiligtum sein, Schabbat Schabbaton für G´tt, wer an ihm Arbeit verrichtet, soll hingerichtet werden. Ihr sollte kein Feuer in all euren Wohnstätten am Tage des Schabbat anzünden.“

Die Verdopplung des Schabbats in Schabbat Schabbaton versteht Rabbi Jakow Zwi Meklenburg als eine Aufforderung zur Ruhe für den Körper und der Seele eines Menschen.
Wer den Schabbat einhält, wird wissen, wie wichtig und erholsam es ist, auch seiner Seele Ruhe zu gönnen.

Hier findet ihr die 39 verbotenenen Tätigkeiten am Schabbat.

Schabbat Schalom!

Parascha Sidra Ki-Tissa

März 5, 2010

Auch dieses Mal wird wieder aus zwei Thorarollen gelesen.
In einer liest man die Parascha Ki Tessa, und in der zweiten liest man für den Maftir „Parascha Para“, den Abschnitt über die rote Kuh.
Para Aduma dient als Vorbereitung zu Pessach.
Das Zerbrechen der Bundestafeln.

Gut Schabbes!

Parascha Sidra Trumah – Die Bundeslade und ihre Stangen

Februar 19, 2010

In dieser Parascha bekommt Mosche die Anweisung für den Bau des Mischkan (Tabernakel).

Zum Kommentar:

Die Bundeslade ist der erste Einrichtungsgegenstand des Stiftszeltes. Dies ist das Thema des folgenden Midrasch:

„Und sie sollen machen eine Lade aus Akazienholz.“ Was steht vorher geschrieben? „Sie sollen mir Hebe bringen.“ Und dann: „Und sie sollen machen eine Lade aus Akazienholz.“ So wie die Tora vor allem anderen kam, wurde auch bei der Herstellung des Stiftszeltes vor allen anderen Einrichtungsgegenständen die Bundeslade gefertigt. So wie das Licht vor allem anderen Schöpfungen geschaffen wurde, wie es heißt (Gen. 1,3): „Und Gott sprach: Es werde Licht“, ist es auch im Fall des Stiftszeltes. Die Tora, die „Licht“ genannt wird, wie es heißt: (Sprüche 6,23): „Denn eine Leuchte ist das Gebot, die Belehrung ein Licht“ – ihre Bestandteile gingen allen anderen Einrichtungsgegenständen voraus.

Trumah

Wer darüber hinaus weitere Kommentare lesen möchte, dem empfehle ich, natürlich Raschi und die fünf Kommentarbände von Samuel Hirsch.

Die hat jetzt der Verlag Morascha neu aufgelegt.

Schabbat Schalom

Der wöchentliche Toraabschnitt Kommentiert von Nechama Leibowitz

Februar 12, 2010

Sidra Mischpatim – Zwei Hilfstaten

So du triffst auf den Ochsen deines Feindes, oder auf seinen Esel, der irre geht, bringe ihm denselben zurück.
So du siehst den Esel deines Hassers, erliegend unter seiner Last, und du wolltest unterlassen, es ihm leichter zu machen: mache es ihm leichter mit ihm.
(23, 4-5)

Wer weiter lesen möchte, kann es hier tun.

Leider weiß ich immer noch nicht, wie ich einen Hyperlink setzen kann. Vielleicht hat der eine oder andere alte Bloghase einen Tipp für mich.

edit: Wie ihr seht, habe ich es herausgefunden.

Ich wünsche euch einen erholsamen Schabbat.