Jom ha-sikaron

Schon wieder in ein Jahr vorbei und die Hohen Feiertage stehen wieder vor der Tür.

Heute mache ich einen kleinen Ausflug was wir an Rosch HaSchana besonderes essen.

Symbole für das neue Jahr sind unter anderem Kürbis, Mangold, Poree, Datteln und Möhren.
Diese werden gegessen, da sie im Überfluss wachsen (Talmud, Horajot 12a)

Jaakow ben Ascher schrieb dazu:
„Jeder Ort hat sein Brauch, so wie in Aschkenas gewöhnt ist, bei Beginn der Mahlzeit Süßapfel mit Honig zu essen und dabei zu sagen: „Du mögest uns ein süßes Jahr erneuern.“ (Tur, Orach Chajim 583)

Der Grund warum wir an Rosch HaSchana runde Challot essen, ist der, dass „die runde Form als Symbol für die ewige Wiederkehr im Leben die Hoffnung ausdrückt, dass das kommende Jahr ein vollständiges, von keiner Tragödie unterbrochenes, sein werde.“ (A.Kolatsch, Jüdische Welt verstehen“, 1996, S. 272)

Auch das Brot wird beim Segen nicht in Salz, sondern in Honig getunkt.

Die Schehechejanu-Früchte sind meistens Äpfel, Trauben und Granatäpfel.
Der Granatapfel ist sehr beliebt, da er viele Kerne enthält, die symbolisch für die Mitzwot stehen, die wir im kommenden Jahr vollbringen wollen.

Besonders zu Rosch HaSchana beliebt ist der Möhrenzimmes.

Dafür gibt es zwei Gründe:

1. das jiddische „Mehren“ bedeutet nicht nur Möhren, sondern auch „vervielfachen“, was die Hoffnung für ein produktives Jahr ausdrückt.
2. in Scheiben geschnittene Möhren haben wegen ihrer goldenen Farbe wie Münzen ausgesehen.

Und zum Schluss ein kleiner Schofarsong.

Schanah towah umetukah!

6 Antworten to “Jom ha-sikaron”

  1. Yael Says:

    Die Kommentarfunktion ist wieder offen.

    Ich hoffe, ihr hattet ein ruhiges und erholsames Rosch HaSchana.

    Danke an alle für die Wünsche per Mail.

  2. Yael Says:

    Ich habe eine sehr nette Mail erhalten, die ich hier gern veröffentliche:

    „ich habe die schrecklichen Aussagen von Menschen gelesen und es stockt mir der Atem. Auch meinem Mann ist das so widerwärtig was Menschen über Israel und die Juden aussprechen.
    Wir haben nun Unterschriften gesammelt wegen dem angestrebtem Urteil (Beschneidung) Es ist so traurig und überhaupt nicht zu verstehen das die Deutschen nichts aber auch gar nichts gelernt haben aus ihrer eigenen Geschichte.Alle Angriffe auf Israel sowie auf die Juden sind für uns persönlich wie Messerstiche in unserem Herzen. Die Menschen die das Volk und Israel verwerfen tun mir leid denn sie vielleicht in Zukunft dafür keinen Segen mehr erwarten?
    Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie nur das Beste und ein gutes Rosch Ha Schana mit Gruß aus der Schweiz.“

  3. A.mOr Says:

    Yael schalom!
    Die Nachrichten aus Frankreich sind nicht so gut. Die Granaten-Attrappe auf den jüdischen Supermarkt ist vielleicht doch mehr, als nur ein „Bubenstreich“, …

    Unter diesen Artikel (ich weiß, vergib mir Teure!😳 ) ein kleines musikalisches Stück. Tehillim 27 – der Inhalt zählt! ב“ה

    Eingeschrieben und gesiegelt.

  4. esther Says:

    Eine klitzekleine Korrektur:

    Der Yom HaSikaron ist in Israel der Tag vor dem YomHaatzmaut. An diesem Tag gedenken wir der zivilen und militärischen Opfer der Kriege und des Terrors seit der Staatsgründung.

  5. A.mOr Says:

    esther Du hast recht. Der Inhalt zählt! Deswegen bestehen wir!

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