Umfrage im Auftrag der EU über Antisemitismus

Das folgende habe ich bei Hagalil gefunden.

Im Auftrag der Europäischen Union (EU) wird derzeit eine Umfrage über Antisemitismus in Deutschland durchgeführt. Konkret geht es darum, dass hier lebende Juden sich zu eigenen Erfahrungen mit Antisemitismus und zur eigenen Wahrnehmung dieses Problems äußern.

Hier gehts direkt zur Umfrage.

Leitet das bitte an andere Juden und Jüdinnen weiter.

45 Antworten to “Umfrage im Auftrag der EU über Antisemitismus”

  1. erna Says:

    Erna alias zirkuma, auch wenn Sie mit einem anderen Nick kommen, werden Ihre Kommentare nicht freigeschalten. Bemühen Sie sich daher nicht länger.
    Yael

  2. Lydia Says:

    User Mahagoni auf Hagalil:

    „Es geht beim Beschneidungsverbot nicht um Religion, sondern um das von Strafrecht garantierte Recht auf sexuelle Selbstbestimmung.
    Der Verstoß gegen dieses Recht bei Kindern wird im Gesetz ‘sexueller Mißbrauch’ genannt.
    Niemand hat das Recht, Kindesmißbrauch zu begehen, auch niemand, der meint aus Tarnungsgründen zusätzlich die Religion mißbrauchen zu müssen.
    Kein Richter und kein Staatsanwalt kann daran vorbei, denn diese sind an Recht und Gesetz gebunden.
    Und kein Parlament kann sexuellen Missbrauch legalisieren.
    Basta.“

    Antwort Bloggerin Yael:

    „ch hoffe, es kommen viele Menschen. Angesichts der Hasses wie es z. B. Mahagoni hier zelebriert, ist es wichtiger denn je.“

    Also ich kann im Beitrag des Users Mahagoni keinen Hass erkennen. Wieso ist es Hass, wenn jemand eine andere Auffassung bezüglich der jüdischen Beschneidung bei Kindern hat. Also für mich macht die obige Argumentation schon Sinn.

    Bin ich ergo auch ein Juden-Hasser?

    Das ist sehr wohl provokant gemeint. Ich habe so langsam dieses ewige Gegeifere satt. Seht Ihr denn nicht, dass Ihr aus einer Mücke einen Elefanten macht? Bis jetzt war ich der Meinung, dass ein Kompromiss zum Wohl Aller gefunden werden kann.

    Aber ich habe mich wohl geirrt. Einige Juden gefallen sich in der Opferrolle. Weil man/frau/elefant ja so herrlich davon profitiert.

    Ihr könnt mich ja jetzt von Eurem Blog werfen. Da ich ja offensichtlich Euren heiligen Gral entweiht habe.

    Aber ich habe so einiges gelernt hier:

    1. Juden sind Menschen (Danke A.mOr und Ari)
    2. Juden sind die besseren Menschen (Ihrer Ansicht nach)
    3. Ich bin ein schlechter Mensch (da deutsch-deutsch und anti-religiös)
    4. Mit Juden kann man/frau/alien auch viel Spass haben (Dank an A.mOr und Ari nochmals)

    5. Macht es Gut und Danke für den Fisch (Ist koscher)

    Chesmond aka Lydia.

    P.S: Bin keine Drama Queen😉

    P.P.S: In Wirklichkeit sind wir Alle nur eine Horde Affen. Mehr oder weniger intelligent zwar, aber trotzdem benehmen wir Uns so. Ich habe nicht mehr viel Hoffnung in die Menschheit. Traurig für mich das zu sagen. So jetzt noch viel Spass.

    • Yael Says:

      Ach ja, Beschneidungen als „sexuellen Missbrauch“ zu titulieren, zeigt keinen Hass. „Beschneidungen als „sexuellen Missbrauch“ zu titulieren, verharmlost nicht den wirklichen sexuellen Missbrauch an Kindern? Überlegen Sie mal wie sich Kinder fühlen müssen, wenn ihr sexueller Missbrauch mit Beschneidungen verglichen werden. Das macht also alles für Sie einen Sinn? Wie sind Sie denn eigentlich drauf?

      „Aber ich habe mich wohl geirrt. Einige Juden gefallen sich in der Opferrolle. Weil man/frau/elefant ja so herrlich davon profitiert.“

      Merken Sie eigentlich nicht, dass das genau das Argument ist, dass man von Nazis und rechten Idioten kennt? Wollen Sie ernsthaft mit denen in einen Topf geschmissen werden?

      „Ich habe so langsam dieses ewige Gegeifere satt.“

      Und ich habe das Gegeifere satt, Juden würden sich in der Opferrolle gefallen. Wissen Sie was Sie da eigentlich sagen? Glauben Sie wirklich Opfer zu sein mache Spaß, erhebe jemanden? Glauben Sie Rabbi Alter macht es Spaß mit einem zertrümmerten Jochbein Opfer zu sein und er profitiere davon, wochenlang nur mit einem Stohhalm essen zu können? Glauben Sie seiner Tochter machte es Spaß mit dem Tote bedroht zu werden? Glauben Sie, ihr mache es Spaß, wenn Sie jetzt mit Angst auf die Straße gehen muss? Glauben Sie, den jüdischen Schülerinnen, die diese Woche als „Judentussen“ tituliert wurden, macht es Spaß ein Opfer zu sein? Sie sagen, diese Menschen profitieren davon? Gehts denn noch unverschämter? Merken Sie überhaupt noch was?? Juden sind heute wieder vereinzelt Opfer und die spielen keine „Opferrolle“, wie Sie hier mal eben dreist behaupten und gefallen tut es denen, die darunter leiden müssen, ganz sicher nicht! Was erdreistet man sich eigentlich, wenn man solche Sätze von sich gibt?! Vielleicht denken Sie einmal darüber nach. Das wäre endlich ein Anfang, damit Sie sich nicht als ein Opfer von anderen Juden fühlen. Denn genau hier liegt der Hase im Pfeffer: Sie tun so, als wären Sie ein Opfer der Juden.

      „1. Juden sind Menschen (Danke A.mOr und Ari)“

      Für diese Erkenntnis brauchen Sie wirklich andere? Vorher waren in Ihren Augen Juden also keine Menschen? Oder wie soll man das anders verstehen?

      „2. Juden sind die besseren Menschen (Ihrer Ansicht nach)“

      Zu dieser Unverschämtheit muss man eigentlich nichts mehr sagen. Überlegen Sie erst einmal, was Sie über mich von sich geben. Ich habe dergleichen nie behauptet und das kann kein Mensch belegen, auch Sie nicht. Juden sind Menschen wie alle anderen, einschließlich mit Fehlern. Muss man das ernsthaft jemanden sagen? Weiß man das nicht von ganz alleine?

      „3. Ich bin ein schlechter Mensch (da deutsch-deutsch und anti-religiös)“

      Hat zwar niemand behauptet, aber wenn Sie meinen, bitte schön.

      „4. Mit Juden kann man/frau/alien auch viel Spass haben (Dank an A.mOr und Ari nochmals)“

      Wow, mit Juden kann man Spaß haben? Was für eine Erkenntnis für Sie, gelle? Das Gegenteil zu behaupten, ist genauso meschugge wie Ihre neue Erkenntnis, Juden sind Menschen.

      Ich zwinge niemanden, hier zu lesen oder gar zu kommentieren. Wenn es Ihnen nicht passt, können Sie jederzeit gehen. Das ist mein Blog, ich schreibe hier, worüber ich denke, dass es sich lohnt, ich schreibe über jüdisches Leben und Religion und ich schreibe über Dinge, die andere interessieren könnten. Ich schreibe ganz sicher nicht für Sie persönlich. Geduld hatte ich mit Ihnen zur Genüge. Jeder hat sich mit Ihnen sachlich abgegeben, auch wenn Sie – wir hier – polemisch schrieben, was Sie wahrscheinlich selber nie bemerkt haben, was das eigentlich traurige ist. Und dann ausgerechnet alles unter diesem Artikel.
      Wenn Sie sich bei Chajm auch so gebärdet haben, vor allem wie jetzt hier, kann ich gut verstehen, dass er Sie auf Spam gesetzt hat. Oder wie hier bei einem Blogger Carsten:

      „chesmond sagt:
      18. Juli 2012 um 21:04

      Tja Carsten, so wie es aussieht kommen jetzt die ganzen Fundis von Chajms Blog rüber zu Deinem Blog.

      Aber genau das können halt die Fundis nicht. Weil man immer an ihren Fundamenten gräbt… Und damit Ihr so schön gebautes Ideenhaus einzustürzen droht.“

      Ja, alle sind Fundis. Geschenkt.

      Leben Sie wohl, so jemanden kann ich hier wirklich nicht länger gebrauchen.

      • Yael Says:

        Ich weiß, dass das ziemlich hart klingt, aber mich hat das wirklich zuerst sprachlos gemacht. Ich hätte das so nicht erwartet und bin sehr enttäuscht.

      • A.mOr Says:

        Habe eben auch etwas abgeschickt, ist aber „verschwunden“ (also nicht auf mod), hoffe, Du findest es noch „irgendwo“?

        Yael, ich stimme Dir in Deiner Beurteilung zu, und habe es Chesmond an einem Beispiel mal etwas ausführlicher versucht zu erklären.
        Es ehrt Dich allerdings sehr noch dieses kleine Nachwort!😉

      • A.mOr Says:

        😉 ach ja, morgen ist „bebeln“ angesagt, mach Dich fein, ich komm als Schlunz und bring noch so einen mit (oder der vielmehr mich?)!😎

      • Yael Says:

        Ich hoffe, ihr beiden seid gut nach Hause gekommen. Ich habe mich sehr gefreut, dich kennengelernt und Ari mal wieder gesehen zu haben.
        PS: Die Kommentarfunktion ist wieder offen.

      • A.mOr Says:

        Hoff ich auch für Ari!😉
        War molto toffte, und jepp!!😀
        Schreib Dir noch später – lajla tow.

      • Aristobulus Says:

        Yepp, war sehr schön (obwohl mir von den 800 km hinterm Volant die Knochen sausen), und wir haben als Dreierminjan das Weltgebäude unter Dach und Fach gebracht😀

  3. Lydia Says:

    Ich würde gerne auf obigen Kommentar antworten, wenn ich noch darf. (dieser Beitrag ist ein Test, ob Kommentar von mir noch durchgestellt werden. Falls ja gehe ich auf Ihren Beitrag ein Yael)

    • Yael Says:

      Ich schalte momentan erst jeden Kommentar frei, wenn ich ihn gelesen habe. Das habe ich, da es gegebenen Anlass nötig ist, schon geschrieben. PS: Beleidigungen werden nicht mehr freigeschaltet.

    • Aristobulus Says:

      Lydius, Chesmond, oder wie auch immer:
      Juden des Kindesmissbrauchs zu beschuldigen, des rituellen zumal, ist reinster und originalster Judenhass, der mal wieder mit scheints moderner Worthuberei die blood libels des Mittelalters hochkocht (jene Gerüchte, das Juden Kinder für rituelle Zwecke schlachteten), eindeutig und ohne jeden Zweifel!, da beißt die Maus überhaupt keinen Faden ab.
      Mehr muss ich dazu nicht sagen.

      Dass Du auf dieses hinterletzte Zeug reinfällst, wundert mich äußerst.
      Weil Du darauf reinfallen willst?!

      Du hast keine Ahnung, was Judenhass ist, kolportierst ihn jedoch weiter. Das gibt mir sehr zu denken

      „Bis jetzt war ich der Meinung, dass ein Kompromiss zum Wohl Aller gefunden werden kann.“

      Bitte? Ein Kompromiss zwischen Juden und Nichtjuden grad wegen der Beschneidung, die AUSSCHLIESSLICH Juden betrifft?
      Warum sollen wir unser Mäntelchen immer nach Eurem Wind hängen müssen? Gibt’s sonst ’ne Strafanzeige?

      Und die Floskel „man/frau/elefant“ hast Du nicht zu benutzen, denn das ist meine.

      -Allen sonst schawua tov, a gite schwue, a fajne woch.

      • A.mOr Says:

        Aristobulus!
        Hab’s nicht gelesen vorher, hatte auch was geschrieben (es wurmlocht irgendwo?, vielleicht taucht es in 2000 Jahren wieder auf?)
        Nu, in kürzer sagst Du es schon treffender, habe mich an einem „Fallbeispiel“ etwas rumgemüht…
        Hoffe, es hilft trotzdem weiter (sollte es noch vor den nächsten 2000 Jahren auftauchen), mir werden sehn.

        !שבוע טוב

  4. A.mOr Says:

    A gite schwue ale! ב“ה

    Hi Chesmond,
    (Deins vom September 8, 2012 um 02:32 – und vorsicht Worte!)
    möchte Dir sagen, daß ich Yael komplett zustimme.

    Es ist eine Unverschämtheit (eher noch Boshaftigkeit), die Brit Mila (Beschneidung) mit „sexualisiertem Mißbrauch an Kindern“ gleichzusetzen, ich bin wirklich froh für Dich, daß Du das offenbar nicht erkennst, auch wenn es bedrückend ist, daß Du dieser „Meinung“ von ‚Mahagoni‘ folgen kannst.

    Traurig ist es für die Kinder (und den Umgang mit ihnen), die Opfer sexualisierten Mißbrauchs wurden. Das hat einen „Rattenschwanz“, und ich möchte es Dir ein wenig aus meiner Sicht erläutern.

    Alleine, das sollte Dir zu denken geben: die Absicht und Motive des „Täters“ (und, damit möchte ich sicher nicht sagen, daß ein Mohejl ein „Täter“ sei, Du aber siehst, welchen Konflikt ein Mensch bekommt, wenn er dieser These jenes ‚Mahagoni‘ konsequent folgt, und die Dinge sachlich beleuchtet. Ist der Moheijl ein Täter so wie der Kindesvergewaltiger?)

    Wenn ‚Mahagoni‘ (hab’s nicht gelesen, meine Info ist nur aus diesem Strang) die Brit Mila also gleichstellt mit „sexualisierten Mißbrauch an Kindern“, dann unterstellt sie/er/es dem Mohejl („religiösen Beschneider“), daß jener im Auftrag (denn er wird beauftragt/er macht seine Arbeit!) von Vergewaltigern und Kinderschändern arbeitet.

    Es mag schon Psychopathen gegeben haben, die andere dazu zwingen, an ihrer Statt einen sexualisierten Gewaltakt auszuführen (das hat es schon gegeben!), aber es ist eher untypisch, daß ein Vergewaltiger seine Tat nicht selbst ausführt.
    Du siehst, schon rein „technisch“ hinkt hier was gewaltig.

    Zu den Motiven und die Folgen.
    Der Vergewaltiger von Kindern weiß, daß er/sie etwas übles und falsches tut, und er/sie tut es trotzdem, stellt die eigene (kranke) „Lust“ über die Gesundheit des Kindes.
    Dem/der TäterIn (meist sind’s männliche) ist es selbst in der Regel gleichgültig, daß das Kind erheblichen Schaden nimmt.
    Der Schaden an dem Kind geht weit über den tatsächlichen Akt hinaus!
    Kinderseelen sind deshalb so empfindlich, weil ihnen das Bewußtsein des Erwachsenen fehlt, welches das eine vom anderen unterscheiden kann. Das Kind hat einfach nicht die bewußte Fähigkeit eine an ihm/ihr begangene Vergewaltigung (oder sonstiges Mißhandeln) abzugrenzen aus einer Orientierung „richtig&falsch“ heraus. Diese befindet sich schließlich erst im Entstehen.

    Die Tat (die Taten) ist (sind) aber für das Kind derart traumatisch, daß die Erinnerung daran selbst häufig aus dem Bewußtsein verdrängt wird (ins Unterbewußtsein/das Geschehene ist eben nur scheinbar „weg“/wir sprechen von Amnesie). Dieses Verdrängen ist ein „instinktiver Überlebensreflex“, das schlimm Erlebte kann nicht von dem kindlichen Bewußtsein ertragen werden, also wird’s verdrängt/„vergessen“.

    Ein „Leiden(sdruck)“ aber bleibt, die traumatische Erfahrung hat Folgen (übrigens auch -möge sie vollständig genesen!- für die Tochter des Rabbi Alter und dessen Frau, vollständige Genesung!), die sich vielseitig auswirken (können).
    Da wären schlimme Alpträume/Schlaflosigkeit, Konzentrationsmangel (zB in der Schule), selbstverletzendes Verhalten, beizeiten ein Erinnern an schreckliche Dinge die ’scheinbar‘ mit dem eigenen Leben nichts zu tun haben (und die „Erinnerungen“ können durchaus ganz andere „Bilder“ sein als das tatsächlich vorgefallene), da wären körperliche Erkrankungen, für die es scheinbar keine Ursache gibt (psychosomatische Erkrankungen), die aber sehr schlimm wirken können (bis hin zu tödlich), Selbstmord-Gedanken, da wäre das Unwohlsein in bestimmten Situationen, die man sich nicht erklären kann, die aber einfach da sind, um nur einiges zu nennen.

    ZB werden Kinder mit solcher Erfahrung trotz der Amnesie wahrscheinlich Probleme haben in ihren Liebesbeziehungen (auch schon zu den Eltern hin/die übrigens natürlich auch die Täter sein könnten, so wie in aller Regel Mißbrauchstäter aus dem näheren Umfeld kommen/für das Kind also die Zwickmühle schlechthin)…

    Um es auf einen kurzen Nenner zu bringen:
    der seelische (psychische) Schaden an dem Kind ist so schwer, daß es mit aller Wahrscheinlichkeit ein Leben lang darunter (mehr oder weniger) schwer zu leiden hat, und es wird sehr wahrscheinlich immer wieder „aus der Rolle fallen“, man redet teils auch von „Anpassungsstörungen“, es wird sich nur schwer in die Gesellschaft einfügen können, es wird Schwierigkeiten haben als Jugendlicher/Erwachsener gesunde Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen, dieses Kind wird es im Leben ungleich schwerer haben als andere, die solches nicht erleben mußten. Dieses Kind wird wahrscheinlich scheitern!
    Darüber hinaus besteht die Gefahr, daß dieses Kind später selbst zu einem üblen Täter wird.

    Das, so lang es vielleicht als Text schon scheint, ein sehr kurzer Überblick über das Leiden des Kindes für’s restliche Leben und die wahrscheinlich schlimmen Folgen.
    Die „seelische Verrohung“, die auch daraus resultieren kann, vererbt sich unter Umständen über die (noch so gut gemeinte) Erziehung auf die eigenen Kinder.
    Hier zu Heilen ist eine sehr schwere Aufgabe für den Heiler, dem professionellen oder auch den Familienangehörigen und näheren Freunden (oder sonstige mit solchen Fällen befaßte), und diese/r (Heiler/sonstige) wiederum muß sehr starke Nerven haben, um nicht selbst am Mitleid alleine (!) schwer zu erkranken.
    Verstehst Du ein wenig die Dimension, von der ich nur vereinfacht spreche?

    Willst Du mir/uns also via ‚Mahagoni‘ erklären, daß es das ist, was jüdischen Kindern durch die Beschneidung am achten Tag zu erwarten haben vom Leben? (Cholile!)

    Oben schrieb ich auch „Motive“ beim Täter und schwoff ab.
    Welche Motive hat ein Kindesvergewaltiger? Überleg es Dir selbst.
    Sind das auch die Motive von einem Mohejl? Was denkst Du?
    Und dann überleg Dir nochmal, was jener ‚Mahagoni‘ über „die Juden“ sagt mit seiner Gleichstellung. Klickert es jetzt bei Dir?
    Übrigens, beliebtes Motiv bei der ‚antisemitischen Karikatur des Juden‘: der Jude als Kindermörder, Kindesmißhandler…

    Kannst Du nun erkennen, daß ‚Mahagoni‘ durchaus den ‚Antisemitismus‘ befördert mit seiner Gleichstellung? Es geht eben hierbei nicht um „eine andere Auffassung bezüglich der jüdischen Beschneidung bei Kindern“ (übrigens, selbstredend ‚Kinder‘).

    Wenn er sagt, daß er Beschneidung doof findet, gut, soll er, auch wenn’s ihn im Prinzip nichts angeht (und warum jetzt plötzlich?).
    Wenn er aber in seiner „Begründung“ das Judentum mit dem „sexualiserten Mißbrauch an Kindern“ gleichstellt, dann ist das entweder ein Idiot (unwahrscheinlich, der kann schreiben) oder zu 99% ein Antisemit. So einfach. Und meine Begründung hast Du soeben gelesen.
    Und hat ‚Mahagoni‘ mal einen Juden gefragt, ob er darunter leidet beschnitten zu sein?
    Wetten nicht!?
    (…und, selbstverfreilich, Moslems ließen sich auch fragen, oder kritisieren immerhin.
    Macht ‚Mahagoni‘ nicht? Warum? … )

    Nu, das es nicht zuviel Text wird, obwohl ich sonst noch auf einige andere Sachen aus Deinem letzten Schreiben eingehen würde, aber laß ich’s mal so.
    Mich wundert es, daß Du Dir so „komische Schuhe“ anziehst, so halb zu „uns“ rüberblinzelnd, als wenn wir das von „einem wie Dir“ erwarten würden?
    Wen sprichst Du eigentlich an mit dem Theater? (Mit allem Respekt!)

    Daher schnell dazu noch.
    Du seist „schlechter“ als „deutsch-Deutscher“ als wer? ZB Juden??
    Scusi, das ist doch Blödsinn, wie kommst Du darauf, warum erzählst Du uns das gerade?
    Abgesehen davon ‚verbietet‘ es unser Judentum, daß wir Nichtjuden als minderwertig ansehen oder sie gar hassen. Nimm’s als „Lektion in Judentum“.

    „Liebe Deinen Nächsten“, wie die Christen es „ihrem“ Jesus zuschreiben, es ist von ihm direkt aus dem Tanach („jüdische Bibel“) und gelebten Judentum entlehnt, denn er war zuallererst ein Rabbi, ein Jude!

    Erinnerst Du Dich noch, als Du in Paul einen Juden erkannt haben wolltest?
    Darauf reagiertest Du mit etwas der Art „ihr empfindlichen Juden!“. Er sagt, er ist keiner. Und dann kommst Du noch mit diesem „Paul in die Fresse“ (‚Deine‘ „Trio-Satire“).
    Reichlich seltsam, wenn ich das hier jetzt aufschreibe…

    Inzwischen, weil ich darauf nicht näher einging, habe ich Paul gegenüber ein schlechtes Gewissen, denn solchen nicht ganz klar als Humor auffaßbaren Angriff hätte ich lieber angeprangert, und Paul hat solches nicht verdient!
    Und dazu, ihn könntest Du ja mal fragen, ob er sich auch als „deutsch-Deutscher“ gegenüber weiß der Lydia „schlechter“ fühlt?

    Falls Du Paul (oder andere „deutsch-Deutsche“ hier) fragen wollen solltest, kleiner Tip von mir, entschuldige Dich vorher bei Paul, wenn’s Dir nicht zuviel wird…

    ~ * ~

    Lieber Paul,
    ich für meinen Teil möchte Dich um Verzeihung bitten, daß ich das an der Stelle nicht klar benannt habe, sondern witzelnd (mit meiner eigenen „Trio-Antwort“) quasi darüber hinweg ging, zwar nichts für den Schaden tat, aber ihn auch nicht klar abwehrte.
    (öhm, biste morgen auf’n Bebelplatz?)

  5. Lydia Says:

    Wisst Ihr was? Eigentlich wollte ich auf Eure Beiträge eingehen und mich erklären bzw. gewisse Behauptungen/Interpretationen klarstellen.

    Aber so in mich hineingehört habe ich gar keine Lust mehr zu.

    Ich hatte zeitweise den Eindruck, dass ein paar von Euch ganz in Ordnung und liebenswert sind (Damit meinte ich z.B: A.mOr und Aristobulus). Zumindest haben die beiden einen grossen Sinn für Humor (auch die dunkleren Spielarten von Humor Ironie und Sarkasmus). Ich habe angefangen Euch zu mögen und wollte mehr über Euch wissen.

    Aber jetzt nach all den Anfeindungen und Empörungen habe ich dazu kein grosses Verlangen mehr.

    Ich denke es ist das Beste Ihr lebt in Eurer Parallelwelt und ich in meiner. Denn das ist es was Ihr wollt. Eine Parallelwelt errichten in Deutschland. Oder ihr könnt auch sagen: Ein Kibbuz oder ein Ghetto. Wie es Euch beliebt.

    Wenn ich so in mich hineinhöre habe ich keinen Hass in mir. Ich weiss sehr wohl, wie es ist ständig angefeindet zu werden. Ich war selber mal Opfer eines körperlichen Übergriffs (1 Woche Aufenthalt in der Intensivstation, schweres Schädelhirntrauma mit inneren Blutungen, seitdem kein Geruchssinn mehr)

    Aber was ich empfinde ist:
    Ich will mit Juden nix mehr zu tun haben. Wie mit allen anderen religiösen Fanatikern. Und das ist mein gutes Recht. Ihr könnt mir vielleicht verbieten hier zu posten, aber meine Gedanken gehören mir. Ich bin kein Judenhasser aber inzwischen ein Juden-apathiker.

    Tja tut mir leid A.mOr. Ich fand Dich sympathisch. Zu dumm, dass eine Religion zwischen uns steht.

    Chesmond.

    P.S: Ich werde weiterhin The Big Bang Theory anschauen, weil ich den jüdischen Humor so mag😉

    • Yael Says:

      Dass Sie nicht hassen, haben wir mitbekommen, aber leider haben Sie selber einige antisemitische Vorurteile verinnerlicht, ich denke, nach Ihrem Postings gestern, haben Sie die noch mehr verinnerlicht als man annahm.
      Ich lebe sehr gut zwischen Nichtjuden, ich habe mit Nichtjuden kaum Probleme, die dass Sie da einen Keil dazwischen schieben wollen (von wegen Getto, das nicht Juden erfunden haben), kann ich mir nur daraus erklären, dass sie in einer Umgebung leben, die Ihnen einige Ressentiments eingeimpft hat.
      Wenn man jemanden mag, steht auch keine Religion dazwischen. Daher kann man Ihnen das nicht ganz abnehmen.
      Vielleicht kommt eines Tages bei Ihnen noch die Einsicht, dass Sie mit einigen Klischees über Juden durch Ihr Leben gehen. Denn nicht auf die Religion kommt es, sondern auf den Menschen. Man kann jemanden sympathatisch oder unsympathisch finden, dass an einer Religion festzumachen, zeigt meiner Meinung nach Ihre Unreife. Ich dachte eigentlich Sie haben etwas gelernt, zumindest konnte man diesen Eindruck gewinnen. Schade, dass sich Ihre Denke doch nicht grundlegend geändert hat.
      Wie auch immer: Leben Sie wohl und das meine ich wie es schreibe.

      • Aristobulus Says:

        Liebe Yael,
        Deine Antwort ist sehr gelassen und würdig… viel würdiger, als es dem Lydius zusteht. Danke.

        Ohne Dir widersprechen zu wollen: Wir waren mitten im Gespräch mit ihm, grad A.mOr auf sehr herzliche Art, und Lyduis bleibt kurz weg, kommt wieder und knallt uns hier Antisemitismen vor den Latz. Noch immer wird freundlich geantwortet, denn der wird nicht als irgend ein Provokateur und als irgend ein in-den-Rücken-Faller gesehen, sondern man ‚kennt‘ einander.
        Wieder bleibt er weg, kommt wieder und setzt eins drauf:

        „…Eine Parallelwelt errichten in Deutschland. Oder ihr könnt auch sagen: Ein Kibbuz oder ein Ghetto“

        Dafür bestand keine Veranlassung, nicht wegen des Themas, nicht wegen eines anderen Themas!, und nicht wegen des Tons hier, am allerwenigsten deswegen. Aber er feindet plötlich hier herum. Zumal er überhaupt keine Ahnung von einem Kibbuz hat; bitte?, Kibbuz?!, woher kommt das nun?, und was hätte ein Kibbuz wohl mit einem Ghetto zu tun?
        Ment er das venezianische oder gar das Warschauer Ghetto?
        Nein, die interessieren ihn nicht. Er nimmt Beides als judenfeindliche Schlagworte und dreht sie hier gegen uns ohne Grund. Was soll das? Was ist das bloß für ein aufgehetzter, ahnungsfreier Typ…

        wenn mich einer fragt: Dieser Lydius mit seinen Fantasienamen, die viel mehr versprechen, als sie halten, ist selber völlig haltlos, er probiert mal dies mal jenes, aber nichts richtig, er kokettiert, hasst dann plötzlich. Wir überlegten gestern zu dritt im Café, wer der wohl sei. Ein Student?, vermutete ich.
        Nö… der ist wohl ein Schüler der präpotenten Art, der Erwachsene ohne Grund provozieren will.
        Wenn er’s immerhin klüger angestellt hätte. Wozu? – Der Versuch ist so peinlich dämlich.

  6. Lydia Says:

    Na Ari, das würdest Du gerne wissen. Damit Du Deinen Stolz befriedigen kannst, den Gefallen tu‘ ich Dir aber nicht.

    A.mOr war schon recht nahe dran, aber du Ari du kannst nur Leute beleidigen und verunglimpfen, so wie Du es mit Silke getan hast.

    Du musst ja recht frustriert und bösartig sein. Vielleicht hat es mit der Krankheit Deines Sohns zu tun? Ist nur so ne Vermutung. Oft machen ein Schicksalschläge bittter…

    —————————–

    Das war Ihr letzter Beitrag hier. Wer ein persönliches Schicksal als Pseudoargument benutzt, um jemanden zu verletzen, hat sich selbst ins Abseits gestellt. Da Sie mit Juden auch „nichts mehr zu tun haben“ wollen, ist das sicher in Ihrem Sinne.
    Yael

  7. Lydia Says:

    Mal ’ne persönliche Frage Aristobulus:

    Glaubst Du noch an Gott seit dem Dein Sohn den Autounfall hatte?

    (Ich kann es nicht).

    • Aristobulus Says:

      Welch eine unverschämte, sinnlose Frage. Du wagst es nur so völlig anonym und online. Als real-Kohlenstoff-Figur würdest Du Dir daraufhin eine fangen.

      Bei mir bist Du auf .ignore.

      • Lydia Says:

        Das stimmt nicht. Ich hätte Dir diese Frage auch real gestellt. Wenn Du mir dann eine gelangt hättest, bitte schön.

        Ich kann Schmerz aushalten. Du auch?

      • Lydia Says:

        Und wieso sollte Diese Frage sinnlos sein? Sie macht sehr wohl Sinn. Na dann frag mal Deinen Sohn, ob er noch an Gott glaubt, nach diesem Verkehrsunfall. Er wäre nicht der Erste, der von Seinem Glauben abfiel, nach so einem Schicksalsschlag. Helmut Schmidt zB glaubt auch nicht mehr an Gott, nachdem er Seine Frau verlor.

        Diese Frage macht mehr Sinn als Du denkst.

        Sie ist geradezu zentral. Mit oder ohne Geruchssinn.

        Vielleicht hast Du noch nicht tief genug in den Abgrund geblickt Ari, um die Schwärze zu sehen, die nach dem Tod lauert.

        Ich aber habe es. Es ist wie wenn jemand einen Lichtschalter ausknipst. Oder ein Film abblendet. Danach ist nichts, nur Schwärze.

        Wo also ist Dein Gott Aristobulus. Wo?

      • Aristobulus Says:

        Wo ist deine Arschlöchigkeit, Lydia? Wo?
        In jedem deiner sogenannten Worte, und sie stinkt mehr, als du es aushältst. Dass du dich selber überhaupt noch erträgst, [gelöscht, Yael, bitte keine Schimpfworte].
        Also kippst du deinen Inhalt hier hinein, pathetisches Zeug, mithin deine Arschlöchigkeit, denn was Anderes ist da nicht.
        Was bist du bloß für ein pathetischer Widerling, [gelöscht, Yael bitte keine Schimpfworte].

        Geh mir aus der Sonne

        – und wenn du mir irgendwann begegnen solltest, wo du mir gegenüberstehst, erfährst du, wie sich ein kleines Arschloch am Boden fühlt.

  8. MrSpock Says:

    @Aristobulus:

    „Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“

    F. Nietzsche.

  9. Yael Says:

    Ich bitte euch nicht mehr auf „Lydia“ einzugehen. Er wird hier nicht mehr schreiben.

  10. MrSpock Says:

    @Yael:

    Glaubst Du Zensur ist eine Lösung? Meiner Erfahrung nach macht das solche Leute nur noch wütender….

    • Yael Says:

      Naja, es ist hier ja ein privater Blog wie alle Blogs, in dem man zulassen kann, wen man möchte oder auch nicht.
      Ich habe, abgesehen von Antisemiten, noch nie jemand auf Spam gesetzt. Wenn er, also Lydia noch was schreiben möchte, was sich nicht länger auf diese Auseinandersetzung bezieht, habe ich kein Problem. Aber diese Polemik bringt niemanden weiter und mich nervt es langsam richtig. Ein Wort gibt das andere Wort und endet nur noch mehr im Chaos.
      Ich mag einfach nicht mehr. Gesagt ist eh alles.

  11. Yael Says:

    Was habt ihr eigentlich am Sonntag in Berlin noch gemacht? Habt ihr euch noch was angesehen?

    Ich war mit mit ein paar Leutschen beim Bürgerfest des Bundespräsidenten. Das war das erste Mal, dass das ein Bundespräsident ein Fest für alle Bürger veranstaltet hat. Bellevue ist schon sehr beeindruckend, der Park riesig groß.
    Man musste durch eine Sicherheitsschleuse. Ich werde schon ständig ausgelacht, weil ich immer „piepe“. Egal ob auf dem Flughafen oder beim „Offenen Tag der Bundeswehr“ und und und, ich „piepe“ immer. Ich habe schon zu meiner Mutter gesagt, wahrscheinlich bekam ich als Kind ein künstliches Hüftgelenk und sie hat es mir verschwiegen.😀 Irgendwie ist es schon merkwürdig.
    Jetzt fällt mir ein: Beim Flug nach Wien habe ich mal nicht „gepiept“.😉

    Ich hoffe, Berlin hat euch gefallen, auch wenns nur kurz war.

    • Lydia Says:

      Bei Dir ‚piepts‘ wohl.😉😀

      Sorry ist nicht bös‘ gemeint. *duckt sich* (Mist ich konnt‘ es mir nicht verkneifen..)

    • Aristobulus Says:

      Yael, wir suchten einen Ort am Wasser, um da A.mOrs Köstritzer Schwarzbier zu trinken, aber überall waren Baustellen und irgend ein Berliner Gauklerfest, das zwar zum Schein Klezmermusik spielte, aber Eintritt verlangte. Wir landeten dann auf dem schwellenden Grün vorm Berliner Dom (ausgerechnet) und beredeten das Weltgeschehen, wobei der A.mOr dann einer für Gehörlose Bettelnden smart in Gebärdensprache antwortete, woraufhin sie sofort floh🙂, die konnte hören und keine Gebärdensprache und sie ward ertappt, seltsames Berlin.
      Dann chauffierte ich mit Instinkt zurück, nie nach Karte, immer nach Gefüüühl, denn ’ne Straße gibt’s immer, merkwürdigerweis‘ meist die fast richtige.

      Ins Bellevue, hm, wär’n wir wohl mitgekommen, Du hattest es erwähnt!, jetzt fällt’s mir ein, ich hatte es wohl wegen Schlafmangels und Berliner Luftschock überhört.
      Jedenfalls ist die Luft dorten besser als früher, als es nach Gummi, Braunkohle und Kampher stank (Kampher, auch so’n Wort, und nach Karbol hatte es gestunken, nach Broilern, auch nach bröckelndem Beton, sofern der je riecht, was er aber tat, damals).
      Unter Den Linden riecht es jetzt scheint’s nur nach mittelreichen Leuten, nach Touristen und nach dem Birchermüsli, das mich für den Tag ernährte. À propos, Du hattest ein feines Parfum😉, das riss es raus.
      Ich habe 800 km chauffiert an dem Tag, uh, deftig und mehr als guttut.

      Gut‘ Nacht!

    • A.mOr Says:

      Yael, Du tolle Frau!
      Du fragst, was wir noch taten als Du den Bundespräsidenten vom Lande Deutschlande in seinem Palaste besuchtest, oj, *gähn*, Du ärmste!
      Nu, wir hatten nichts mehr spektakuläres, gingen Bücher einkaufen und lächelten die Berliner Mädels an, dann gingen wir schwimmen, un tsiganermejdls sprangen uns hinterher, ja lauerten uns schon am Wege auf und verfolgten uns, da kam die eine uns taub und stumm und ich sprach sie gebrochen mit brochen auf Gebärde an, und siehe da, stumm war sie, und ging. Ojweh, sie wollte nicht mit uns schwimmen, sondern lieber hörende lesen lassen, was sie nicht sprechen wollte.
      Dann standen wir noch etwas auf der Wiese trockneten außen, was innen genäßt wurde von ein paar Schlucken Bier, ach, die Sonne schien, wunderbar, so übten wir etwas Kung Fu, und zwei Mongolinnen nebenan sahen zu uns rüber und wunderten sich, ob wir chinesische Juden seien, und warum wir nur so tibetanisch dabei aussähen.

      Eine kleine wunderbare Reise mußte ich stock und steif dann noch ganz alleine gehen, ein Abenteuer um ein abzuwenden ein größ’res Ungeheuer, das wär gewesen nicht geheuer, so suchte ich und suchte, denn wollte nicht zum öffentlichen Haßpinkler werden (man weiß es nicht!), ’ne Stelle für kleine Intimität in der großen Stadt voll modernden Gemäuers, kaum erträglichen Abgaßstau der Autos zart aufgelockert durch den Geruch von plattgetretenden Pferdeäpfeln, hin und wieder Blütenduft und Wiese. Und fand. Beinahe hätte ich mich rückwegs verlaufen, aber der Angstschweiß vom großen Ari, den ich alleine unter den allgegenwärtigen tsiganermejdls und allerlei anderem bunten Volks zurückließ lag mir so im Wind, daß ich quasi nur meiner Nase hinterherschlendern mußte, unendlich befreit, wunderbar!
      Alsdann kam die Zeit der müden Knochen knackten, scheppern vermeinte ich zu vernehmen, so ließen wir uns ein auf weiteres Flanieren, mal hier mal da zum Schein verlaufen, wo’s gerad‘ ging die Spuren lassen zum automobile und fahrn. Adé Berlin, Du bist ’ne feine Tante voller Menschen, Pferdeäppeln, Juden und Tsiganern, modernden Gebäuden und unerträglichem Autoabgaßunspaß, ’ne Synagoge die bald den Himmel kratzt, ojgwalt!, und allerlei.
      Wetten, der Orje kann Dir das alles noch viel besser erklären?

      Danke auf jeden Fall für Deine Einladung! Habe die Zeit, vor allem auch mit Dir (trotz auch mancher trauriger Themen, wie eben den inzwischen hier und dort bekannten schäbigen Angriffs auf den Rabbi und dessen Tochter mitten in dieser lieblichen Stadt, wo kommt da nur das böse Volk her!) sehr genossen! Du bist toffte, aber so richtig! Schöne Grüße nach Bärlin!
      Dir von jemanden irgendwo aus den wilden Gefilden sonstwo, weiß der A.mOr und die Yael und der Aristobulus erst, der weiß das! Und das ist auch gut so! Besser als schwul sein, aber das ist nur meine persönliches vermuten, in aller Bescheidenheit!
      Schwimmen im Menschenmeer von Berlin, watt willste meer?

      Oj Pferdemist! Aristobulus war schneller! Dat gibt zoress!😛
      Aber, stimmt: Yael, Du riechst so gut!😀

      • Aristobulus Says:

        lol!, die Pferdeäpfel, stimmt, die vergaß ich, aber irgendwas mit Gerüchen wollte ja doch in die Tastatur, und da warnse auf der Straße, auf dem Hinweg in der französischen und auf dem Rückweg noch mehr in der Glinka-, die Straße(n) mein ich. Jedoch die Pferde sah man nirgends. Oder Migranten.
        Derweil ich Dir, lieber A.mOr, laufend was über’s Berlin des achtzehnten Jahrhunderts in die Ojren sagte, wajss ich worumm?!, ist längst vorbei, hingegen Du sahst die Damen, und eine mit Beinen bis zum Himmel wonk Dir zu, sagtest Du, aber ich blickte hinfort auf’s Gestein. 🙂

      • A.mOr Says:

        Richtig, Du erklärtest mir die Berliner Gesteine, oj, ich weiß noch warum, wir wandelten alte Wege, so war’s, sie waren würdig erläutert zu sein, würdiger und schöner, daß Du den Teil der Wanderung übernahmst, und interessiert öffnete ich das eine Ohr, um es schneller durch’s andere wieder entfleuchen zu lassen😉 denn ich hatte doch nur Augen, Du sagst es doch, für sie, die da wonk auf zwei Beinen bis in den Himmel, so war’s!

        Sie wonk, hm, das war doch die, die heftig mit den Armen wedelte und uns was zurief, aber wir konnten’s nicht verstehen! So schaute ich verblüfft zu ihr herüber während Du steinisch weiter verklärtest, nach altem Gestein roch es und ich schaute zu ihr rüber wie sie wonk und wedelte mit den Armen und *patsch*!
        Da stand ich im Pferdeapfel, oj, das hat gut gerochen, und es wurde klar, nachdem ich sie schließlich verstand, sie erklärte sich doch, daß ich nicht hätte sie verblüfft ansehen sollen, sondern vor mir des Weges, so hatte sie doch extra, freundlichst berlinerisch geschrien: „Vooorsicht Pferdeapfel!“

        Wären ihre Beine kürzer gewesen, dann hätte ich nicht so sehr zu ihr aufsehen müssen, dann hätte ich vielleicht gesehen, was da des Weges kam. Nu, es schien die Sonne.

        So war’s doch!🙄

      • Aristobulus Says:

        So war’s, die große Artemis ist Zeuge😀

  12. Lydia Says:

    🙂

  13. Yael Says:

    Es gibt ein interessantes Buch:

    http://endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=7564:antisemitische-auffassungen-auf-facebook-%E2%80%93-eine-fallstudie-zum-thema&Itemid=618

    Leider recht teuer. Das würde mich schon mal interessieren, denn ich bin nicht bei Facebook, bekomme die Problematik nur am Rande mit.

    Auch sehr interessant, was meine Skepsis gegenüber Wikipedia wieder bestärkt.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/streit-um-und-bei-wikipedia-antisemitismus-online-11885396.html

  14. Yael Says:

    Sarcelles – Bei einem Anschlag auf einen jüdischen Supermarkt in Frankreich ist am Mittwoch ein Mensch leicht verletzt worden. Zwei schwarz gekleidete, maskierte Unbekannte hätten eine «schwache Granate» auf den Supermarkt in der Pariser Vorstadt Sarcelles geworfen.

    http://www.blick.ch/news/ausland/ein-verletzter-bei-anschlag-auf-juedischen-supermarkt-bei-paris-id2039952.html

  15. Yael Says:

    http://www.morgenpost.de/berlin/article109512056/Generalsekretaer-des-Zentralrats-der-Juden-bedroht.html

    • Aristobulus Says:

      …kann man leider nur als Abbonent lesen, Yael. Was steht denn drin?

      • A.mOr Says:

        Aristobulus schalom!

        „Die Botschaft des Staates Israel verurteilt aufs Schärfste den verbalen Angriff auf den Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stefan Kramer, auf seinem Heimweg von der Synagoge. Die Drohungen gegen ihn sind nur der jüngste Vorfall einer Reihe antisemitischer Angriffe in den vergangenen Wochen, darunter der tätliche Angriff auf Rabbiner Alter in Friedenau und die Pöbeleien gegen eine Gruppe jüdischer Schülerinnen auf dem Schulweg in Charlottenburg.

        Wir haben vollstes Vertrauen in die rechtsstaatlichen Institutionen und sind sicher, dass diese dafür Sorge tragen werden, dass solche Vorkommnisse sich nicht wiederholen und jüdisches Leben in Sicherheit gewährleistet ist.

        Wir stehen an der Seite unseres Freundes Stefan Kramer und seiner Familie.

        (Botschaft des Staates Israel, 27.09.12)“

      • Yael Says:

        Gestern ging das noch ohne Abo.

        http://www.abendblatt.de/newsticker/dpa_nt/infoline/brennpunkte_nt/article109501715/Mitglied-des-Zentralrats-der-Juden-in-Berlin-bedroht.html

      • A.mOr Says:

        Einmal die Bedrohung gegen Stefan Kramer,
        zum anderen die Weigerung des Taxifahrers, die Familie zur Synagoge zu fahren und sie vorher zum Aussteigen zu bewegen.

        Und was steckt dahinter? „Nur“ der Antisemitismus des Taxifahrers? Oder hatte dieser Information, daß es gefährlich sein könnte in Begleitung von Juden in der Nähe von Synagogen dieser Tage? Oder allgemein in der Nähe von Synagogen?
        Auch Israel muß gerade an den Hohen Tagen vermehrt mit mörderischen Angriffen rechnen.
        Ist dies nun auch die Situation in deutschen Ballungszentren, derzeit -wie’s aussieht- va in Berlin? Verabreden sich „Hobby-Dschihadisten“ zum „Judenverprügeln…“ da, wo man vermeintlich viele finden wird?

        schabat schalom (ale.hem).

      • Aristobulus Says:

        Nu ja… mitten in Europa dieses:
        http://www.timesofisrael.com/explosion-rocks-jewish-community-center-in-malmo-sweden/

        Trotzdem a gitn Schabbojs

  16. Yael Says:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/antisemitismus-gewalt-gegen-juden-in-deutschland-a-871133.html

    „So judenfeindlich sind die Deutschen“

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/antisemitismus-gewalt-gegen-juden-in-deutschland-a-871133.html

    „Antisemitische Angriffe Beleidigungen, Randale, Prügel“

    http://www.bild.de/regional/muenchen/mobbing/opfer-juedin-alexandra-in-schuele-27498376.bild.html

    „Da ist ja der Scheiß-Jude“ oder „Hier stinkt‘s nach Jude.“ So wird Jüdin Alexandra Tetzl (21) von einer Mitschülerin immer wieder übelst beleidigt. Und keiner hilft ihr…

    „Ich sagte, dass ich Jüdin bin.“ Das hat Fatme H.* (23) nicht gefallen. „Sie sagte, mein Leben wäre so viel wert wie bei Adolf Hitler.“

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