Gegen Barbarismus und archaische Bräuche

Eine Satire zur Diskussion rund um das Thema ‚Beschneidung‘

Von A.mOr.

Wir stellen fest.
Es ist die Pflicht Deutschlands das Kindeswohl zu schützen!
Nicht die Eltern dürfen entscheiden, wie sie ihre Kinder erziehen, sondern Deutschland über alles darf und muß entscheiden, wie Eltern ihre Kinder zu erziehen haben, nämlich gar nicht!

Folglich muß sämtlichen Zeugern und Gebärenden (Eltern) die Erziehungsberechtigung entzogen werden. Eltern sind ein barbarisches und archaisches Modell, die in einer modernen und fortschrittlichen Welt nicht mehr toleriert werden dürfen!

Konsequenterweise bedeutet es, daß es an Stelle der Eltern nur noch staatlich geprüfte deutsch-deutsche Erzieher geben darf, die Deutschlands Kinder im Sinne von deutschem Recht und Ordnung zu erziehen haben bis zur Mündigkeit der Kinder, derzeit auf 18 Jahre verordnet.
Diese mögen danach zu staatlich geprüften deutsch-deutschen Erziehern erzogen werden.
Eine win-win-Situation also.

Man sollte überdies noch einen lustigen Nebeneffekt zelebrieren, denn es wird, wie Menschen so sind (und Juden erst!), Widerständler geben, die partout nicht darauf verzichten werden, den von ihnen geborenen Kindern ihr eigenes archaisches und barbarisches Behüten aufzuzwingen.
Diese müssen äußerst hart verhindert werden, sie sollen erjagt und erlegt werden, man möge sie ausstopfen und ins Museum verbringen, damit die deutschen und deutsch erzogenen Kinder aus ihrer Geschichte lernen, daß Menschen in Deutschland sich einst als Eltern begriffen und das äußerst rückständige und grausame Ritual pflegten, ihre Kinder nicht nur zu zeugen und zu gebären, sondern auch erziehen und behüten zu wollen.

Es dürfte den Kindern Deutschlands noch den angenehmen Nebeneffekt ergeben, daß solches jagen, erlegen und ausstopfen Aggressionen abbaut, so daß sehr ausgeglichene Menschen -potentielle Friedensnobelpreisträger allesamt!- daraus hervorgehen.

Deutschland, ein leuchtendes Beispiel in der Welt!

Man möge also -grob gezeichnet- mit der Umsetzung folgenden Plans beginnen:
1 – Entmündigung der Eltern und Ersetzung durch staatlich geprüfte deutsch-deutsche Erzieher.
2 – Jagd auf widerständige Eltern.

Ich empfehle, daß die Jagd auf die Juden an erster Stelle zu erfolgen habe.
Wenn der Widerstand dieser äußerst halsstarrigen Sorte Mensch gebrochen ist, sollte es leichter fallen, die noch übrigen Widerständler zu erlegen.

Auch empfehle ich die Rodung von Wäldern, Häusern, Felsen, Bergen und Steinen von Weisen und sonstigen Hindernissen, die der Flachheit Deutschlands im Wege sind, auf daß sich keine Widerständler dort verstecken können.
Auch das hat einen äußerst guten Nebeneffekt, denn sodann können die deutsch-deutschen Kinder sich ungehindert in aller Pracht ansehen und in ihrer flachen Welt spazieren gehen, ohne lästiges Treppensteigen.
Freiheitlicher, gleichheitlicher und brüderlicher geht’s nicht mehr!

3 – alle sind zufrieden.
4 – der Plan möge auf die übrigen Länder der Welt ausgeweitet werden.

PS/
Leseempfehlung für nächste Woche:
„Wie mich die Weltenscheibe überrollte“
(Ein Erlebnisbericht aus Absurdistan.)

155 Antworten to “Gegen Barbarismus und archaische Bräuche”

  1. zrwd Says:

    Liebe Yael, es geht nicht um das Recht sich beschneiden lassen zu dürfen, sondern um die Freiwilligkeit einer Entscheidung in Eigenverantwortung. Entscheidet sich ein volljähriger Bürger für die Beschneidung im Sinne des Judentum, so mag er es tun. Niemand wird es ihm verbieten. Nicht länger jedoch dürfen Eltern in diesem Sinne über die Köpfe ihrer Kinder entscheiden. Das ist auch gut so!

    • Aristobulus Says:

      Unsinn, mehrfacher.
      Jüdische Eltern entscheiden übrigens nicht „über die Köpfe ihrer Kinder“, sondern über deren Vorhaut – auch’n Unterschied.

      Und „verboten“ ist gar nichts. Wissen Sie nicht, wie hierzulande das Rechtssystem funktioniert? Es gibt Gerichtsurteile. Andere Gerichte urteilen anders. Dann wird der Fall bei Bedarf in nächsten Instanzen höherer Gerichte verhandelt – und ein Gerichtsurteil ist natürlich kein Gesetz.
      Gesetze werden vom Bundestag gemacht (Legislative). Gerichte legen die Gesetze aus (Judikative), sie machen sie nicht!, und Gerichte erlassen nun mal keine Verbote.

    • Yael Says:

      Eltern entscheiden immer über die Köpfe ihrer Kinder hinweg, welche Religion sie haben, in welche Schule, Kita sie gehen, wie sie sozialisiert werden etc. Von der Illusion, Eltern sollten nicht über ihre Kinder ohne deren Einwilligung entscheiden, sollte man sich verabschieden. Mit der Realität hat das nichts zu tun.

      • Paul Says:

        Ach yael, Du verstehst abert auch nichts. Dabei hat es Aristobulus doch schon erklärt. @zrwd (zu recht weit daneben) ist doch nur dagegen, dass die Eltern „über die Köpfe ihrer Kinder entscheiden“.
        Ich denke, dagegen bist Du auch.🙂
        Mir reicht es schon, wenn die Eltern über die Vorhaut ihrer Kinder entscheiden dürfen. :-))

        Ach so, vielen Dank, dass Du es A.mOr. ermöglicht hast seinen Beitrag bei Dir zu veröffentlichen.

        Die ganze „fachkundige“🙂 Diskussion von „Juristen“ und „Ärzten“ sowie „Religionswissenschaftlern“ hier in Deutschland war teilweise so absurd, dass man wirklich annehmen konnte wir befinden uns in Absurdistan.
        Es ist immer das selbe: wenn es gegen die Juden geht, dann kommen alle aus Ihren „Löchern“.

    • Paul Says:

      Lieber zrwd,
      „Entscheidet sich ein volljähriger Bürger für die Beschneidung im Sinne des Judentum, so mag er es tun. Niemand wird es ihm verbieten.“
      Noch nicht! Aber das werden wir ganz schnell ändern! Wir werden den Juden ihre Flausen schon austreiben.
      Wart’s ab!

    • Yael Says:

      PS: Das Judentum beschneidet numal am 8. Tag, daher wäre das sehr wohl ein Verbot, denn ohne Beschneidung kein Judentum, auch wenn das manche nicht kapieren wollen. Es wird eh anders kommen, egal was die Mehrheit dazu nun meint oder nicht, denn die Mehrheit darf nicht über Gesetze entscheiden, wenn dadurch eine Minderheit benachteiligt würde. Und das würde sie.

      • A.mOr Says:

        Mal abgesehen, von „Mehrheit“ kann wohl keine Rede sein, sogar Umfrage-Ergebnisse, die unter 50% „Beschneidungsgegner“ ermittelt haben wollen werden dann wiederum als „Mehrheit“ verkauft.
        Insgesamt geht es wohl viel eher um „Lauterheit“, wer lauter schreit hat recht (träumen se…😉 )

      • Lydia@web.de Says:

        Tja kommt halt immer darauf an, welcher Umfrage man/frau Glauben schenkt:

        http://www.welt.de/politik/deutschland/article108278298/Thema-Beschneidung-spaltet-die-Meinungen.html

        Ich denke die hier ist repäsentativ. Und was Mehrheiten anlangt: Es gibt auch relative Mehrheiten

        Bsp: 46% dagegen, 35 % dafür, Rest enthält sich. Nur ein Beispiel.

        Bei obiger Umfrage ist eine absolute Mehrheit (56%) für das Kölner Urteil. Es kommt halt auch immer auf die Fragestellung an.😉

      • A.mOr Says:

        Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!😉
        Aber „repräsentativ“ ist wohl der abschließende Satz dieser Darstellung:
        „Deutschland ist nun das einzige Land, in dem Beschneidungen bestraft werden können.“

        Gratulation!
        Oder, wie ich’s oben ausdrücke:
        „Deutschland über alles!“

  2. codinenc Says:

    Werter Genosse A.mOr,

    Ihr Vorschlag gefällt mir, aber ich finde er geht noch nicht weit genug. Dem Kindeswohl zuliebe und auch um der (geistigen) Unversehrtheit willen, sollten Kinder ab 18 Jahren selbst entscheiden, ob sie überhaupt erzogen werden wollen. Kinder müssen ein Mitspracherecht haben und sie können schliesslich nichts dafür, dass sie dieses aufgrund ihrer Minderjährigkeit noch nicht wahrnehmen können. Deutschland, das einzigste Land, das aus seiner Geschichte gelernt hat und darauf zu Recht stolz sein kann, weiss was für Kinder am Besten ist. Die religiösen Reaktionäre, die auf längst überholten Bräuchen bestehen, möchte ich hiermit eindringlich ermahnen: „Vorhaut statt Vorlaut!“ Und hoffe damit zutiefst, dass sie diese, ihnen ganz eigene Halsstarrigkeit und Uneinsichtigkeit endlich aufgeben mögen, ansonsten können wir nämlich auch ganz andere Saiten aufziehen, nicht wahr, lieber Genosse?

    Wider dem Archaismus und sonstiger Barbarei!

    Codinenc

    PS: Was mich verwundert, Genosse, ist, dass nur in Deutschland diese so wichtige Diskussion in diesem Ausmasse stattfindet. Sollten die anderen Länder nicht fortschrittlich genug sein oder sich gar der Dringlichkeit der Abschaffung dieser rückständigen und barbarischen Verstümmelungen nicht bewusst sein? Warum sind deren Bevölkerungen so gelassen und sachlich bei dem Thema, sofern es denn überhaupt aufkommt? Das ist mir ganz unerklärlich. Vielleicht liegt es daran, dass diese ihre eigene Geschichte nicht so kritisch reflektiert haben wie wir? Sehr komisch…wenigstens scheinen die Volksgenossen aus Österreich mit uns mitzuziehen… obwohl das ja auch wiederum komisch ist. Oder nicht?

  3. Paul Says:

    codinenc, bravo!
    Wie sagte meine Oma immer?
    „Das rechte Wort, zur rechten Zeit, bringt Freude und Begaglichkeit.“
    Vielen Dank für die Freude und Behaglichkeit, die dein Beitrag mir bereitet hat.

    Zu Deinem PS erlaube mir den Hinweis auf einen abgewandelten Spruch aus der vorrevolutionären Zeit: „Von Deutschland lernen heist siegen lernen.“
    Dies ist die kommunistische Adaption von. „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“; die wir aber hoffentlich überwunden habe.
    Obwohl, wenn ich die Grünen über die notwendige Vorreiterrolle Deutschlands beim Klimawandel reden höre, dann bin ich mir nicht so ganz sicher, ob wir diese Haltung überwunden haben. Aber das ist schon wieder ein neues Thema.:-D

  4. A.mOr Says:

    Lieber zrwd,
    zunächst einmal möchte ich (Dir) erklären: die Satire hat nicht Yael geschrieben.
    Diese Tatsache wird in der Überschrift des Artikels durch den Zusatz „Von A.mOr“ symbolisiert.

    Zugegeben, solch ein Geniestreich wäre Yael durchaus zuzutrauen, yippiyayey!

    Also:
    Lobeshymnen, Liebeserklärungen, Beschwerden, Kritik, Rotz oder Blumen, Visitenkarten, Schlüpfer, OP-Termine…, alles bitte an mich.😉

    Ein seltsame Welt in der wir leben!
    Die einen rasieren sich glatt mit Vorhaut dran, die anderen lassen sich den Bart stehen mit Vorhaut ab. Und was es sonst noch so gibt. Verstehe einer die Welt!
    Ist sie rund, so wird sie sich einfach weiter drehen. Ist sie jedoch platt, dann kommt’s zu Komplikationen, so meinen die Weisen wenigstens. Und die müssen’s wissen, nicht?
    Fragt sich nur, ist sie platt -ist sie?- trotz oder wegen der Vorhaut?
    Vielleicht aber ist Gott auch nur ein riesiger Fußballspieler, und wir hier auf Erden kriegen hin und wieder einen Tritt…

    Blitzgescheit, fürwahr, schreibst Du folgendes:
    „Nicht länger jedoch dürfen Eltern in diesem Sinne über die Köpfe ihrer Kinder entscheiden. Das ist auch gut so!“
    Genau!

    Und weil die Eltern nicht über die Köpfe (aka Vorhäute, Eicheln wäre zu profan, ja geradezu kopflos!) ihrer Kinder entscheiden dürfen, dann müssen eben andere entscheiden!
    Deshalb meine ich: Eltern sind ein barbarisches und archaisches Model, wir brauchen das nicht, denn wir müssen das Kindeswohl beschützen! Jawoll!
    Noch ein Vorschlag: in Deutschland gibt’s ab sofort nur noch die „Mit-Vorhaut-Norm“, die EU kümmert sich dann noch um Maße, Faltung und Krümmung.
    Wird schon werden, nicht verzagen.
    Aber ist das auch gut so?

    Und was Judentum ist oder sein sollte, und wer ist schon Gott (ein gigantischer Fußballer?), oder auch nicht, Deutschland schütze Deine Kinder!

    Erst recht jene, deren Eltern Deine „Gäste“ sind, laut genug schreist Du’s raus!, die sich mal verpieseln können, wenn sie sich nicht an Recht und Ordnung in Deutschland zu halten gedenken.
    Jawoll!
    Und was glauben die denn, wer die sind!? Unglaublich diese Gäste, kriegen deutsche Kinder mitten in Deutschland und wollen die auch noch beschneiden! Wahrscheinlich nur um die Deutschen zu ärgern und zu provozieren! So eine Gemeinheit!

    Übrigens, die meisten -sieht so aus- „deutschesten“ in Deutschland, die machen das ziemlich schlau: keine Kinder, keine Vorhaut.
    Außerdem hat man so mehr Zeit für die Kinder fremder Leute. Zeit ist eben Geld.
    Und immer ins Ausland fahren um die Kinder zu besuchen, das geht schließlich auch auf’s Geld, nicht wahr?
    Also
    Deutschland Deutschland…
    oder
    Kinder Kinder…

    Mein Vorschlag an die „Beschneidungsgegner“:
    macht Kinder, dann habt ihr erstens Spaß bei der Liebe und zweitens genug Freude mit den eigenen Kindern.

    PS/
    Paul, Danke für Dein „like“.
    Ist mir gerade in dieser Angelegenheit von Dir von hohen Wert!

    • Yael Says:

      „Schlüpfer“

      😯

    • A.mOr Says:

      Sehr geehrter Genosse codinenc!
      “Vorhaut statt Vorlaut!”

      Das ist eine vorzügliche Wortwahl!
      Sie erscheint mir als geeignet, um sie als treffende Parole gegen die halsstarrigsten der Halsstarrigen ins Feld zu führen.
      Wir sollten es an die Wände schmieren, auch die im Klo, und auf die Fahnen, an die Krägen, Ärmel, Socken sowie Unterhemden und hinter die Ohren schreiben und natürlich im Inneren Reichsparteitagebuch ins Vorwort einfügen.

      Vielen Dank für die solidarische und äußerst zielfördernde Unterstützung!

      Natürlich, werter Genosse, können wir ganz andere Saiten auflegen!
      Und das müssen wir auch tun. Das Kinderwohl und die Vorhaut über alles!
      Das muß den halsstarrigen Elementen, die durch Archaismus und Barbarismus und so unsinnigen und urwaldwilden Sonderbräuchen wie Kinderbehütung und liebevoller Erziehung versuchen unsere aufgeklärte und atheistische und äußerst höchstvernünftigste und höchstmoralischte deutsche Gesellschaft zu korrumpieren, klar werden! Und das noch im letzten Winkel, im hintersten Eck, und auch auf sonnigst ausgeleuchteter Wiese! Das Feld ist bereitet, wir müssen nur noch marschieren!

      Zu dem bedenkensschweren Nachwort gibt es zu sagen, daß Deutschland -Herrmann von der Eiche sei Dank!- tatsächlich das einzige Land dieser ganzen verflixten Erdenscheibe ist, das aus seiner Geschichte gelernt hat.
      Und weil das schöne Österreich kräftig mitgelernt hat, ist es zu unserem Glück so, daß auch dort sich die äußerst besorgten Menschen erheben gegen diese Tyrannei des Barbarismus und Archaismus jener Halsstarrigen, die nun schon seit rund 2000 Jahren den Terror ihrer Sitten und Bräuche frech in diesen Weltgegenden ausleben!

      Das muß ein Ende haben, und es konnte wohl keinen geeigneteren Ort für ein Startsignal dazu geben, als eben Köln, in dem die bislang archäologisch frühesten Spuren jüdischer Besiedlung in Deutschland zu finden sind. Dort, fürwahr, weiß man erst recht Bescheid!
      Bei den anderen Ländern müssen wir noch etwas Geduld gewähren, da fällt der Groschen langsam, zumal in fremder Währung, aber sie werden bald unserem deutschen Beispiel folgen, denn tief im Innern wissen sie: sie alle sollten dankbar dafür sein, daß Deutschland über alles Bescheid weiß!

      Und, lieber Genosse, zum Abschied noch ein Bonbon,
      ein bisschen Gevolt hat noch keinem von uns geschadet!

      Mit solidarischen Grüßen, A.mOr.😎
      (זײַ געזונט)

      • Aristobulus Says:

        …kritzelt heimlich an ’ne öffentliche deutsch-österreichische Reichswand:

        Mit Vorsatz Ohne Vorhaut! Kein Potz mit Putz! Briss und basta!

        *wird sofort verhaftet und drakonisch zu siebzig Stunden vorsätzlichen Nachsitzens in Vorlesungen von Überprofessor Holm Putzkes unterstem Niveau verurteilt*

      • A.mOr Says:

        Nu, da fällt mir doch noch was ein (funktioniert’s bei Dir wieder, von wegen Musikvideo?🙄 ), ob sie mit oder ohne…?

  5. Aristobulus Says:

    Lieber A.mOr, von mir sei Dir hiermit ein Fuder (Fuder?, wieviel is’n das?, viel wird’s sein, klingt nach viel, ist viel) also ein Fuder rosenbestickter Schlübber geworfen!, pro honore ve al’kawod!, ohne Vorhäute drin, weil, wir wollen ja keinen provozieren, indem wir andeuten, wir hätten was mit Vorhäuten.
    Haben wir ja nicht.
    Nie wat mit denen gehabt!
    Nicht in Babylon, nicht in Berlin, nicht in Baals Küche!
    Also Dir sey hinnieden ein oder besser zwei Fuder (wird scho‘ viel sein, fürwahr) rosenbestickter, mit noch mehr Rosen noch mehr bestickter usf. von mir geworfen, und an den Rosen ist es ja noch dran!, ähm, das äußerste Blatt, ähm, so’n verschrumpelter verschwiemelter murkeliger ganz unten halb versteckter Wurmfortsatz, aber die dürfen das ja, die Rosen, denn die sind nicht schön koscher wie unsereiner, die sind nur schön. Ja die.😀

    • A.mOr Says:

      Aristobulus,
      Fuder?🙄
      Hast recht, das hätte ich natürlich erwähnen sollen, man möge auch mit Fremdwörtern nach mir werfen! Vielen Dank für di blimelech, nur schön!😀

      Ach, all die Aufregung wegen schlüpfrigen Schlüpfris!
      Das geht doch auf keine Vorhaut!😯

  6. ente Says:

    Ich bin leider, leider, nach wie vor, der festen Überzeugung, daß eine gesetzliche Regelung richtig ist.
    Deutschland ist gleichzeitig genau der richtige erste? Staat hierfür, der dies explizit erlaubt.

    Es wird eine Regelung geben, es werden Leute dagegen protestieren, klagen, dann ist aber Ruhe.

    Da eine Beschneidung, zwar nur geringste, Risiken für das Wohl des Beschnittenen bildet, betrachte ich eine klare Regelung für alle Beteiligten positiv, trotz allem Geschrei.

    Oder glaubt irgendjemand ernsthaft, daß dies zur Folge hat: Beschneidungen in DEUTSCHLAND werden verboten?

    Zurück in die Büchse kann man die Diskussion nicht mehr stecken!

    • Yael Says:

      Hi Ente, schön, dich hier zu lesen.

    • A.mOr Says:

      Schließe mich Yael an, ente willkommen!🙂

      Was die „Diskussion aus der Büchse“ angeht: wenn es denn mal eine Diskussion wäre! Es geht doch nur um Schlagen und Stechen und Haudrauf. Die wenigen besonnenen Stimmen (von „Kritikern“), die fallen doch garnicht weiter auf.
      Meine Satire hier wäre doch nicht möglich ohne diese Brachialgewalt der (in der Mehrheit, wie’s aussieht) letztlich schlicht judenfeindlichen Stimmung, die anläßlich des „Kölner Beschneidungsurteils“ sich Bahn bricht.
      „Laßt die Vorhaut dran, dann kann man sie noch besser aufhängen!“ (Vorsicht Satire!)

      Übrigens, Lila hat sich sehr fein und scharfsinnig ebenfalls zur Sache geäußert, die Gute.
      (Die besonnene Stimme also…/ und mir, und etlichen von uns wird diese auf jeden Fall auffallen!)
      Nachzulesen hier:
      http://rungholt.wordpress.com/2012/07/28/blode-raketen/#comment-47085

      Schabat Schalom.

  7. A.mOr Says:

    ente,
    denke auch, daß eine gesetzliche Regelung in Ordnung sein wird.

  8. Wolfram Says:

    Ich fühl mich an „Schöne neue Welt“ erinnert… und bestimmt nicht im Guten, so schön ist die Brave New World bekanntermaßen ja gar nicht.

    Ionesco würde sagen: einige betteln schon darum, endlich ein Horn auf die Nase zu bekommen und Rhinozeros sein zu dürfen.

  9. zirkuma Says:

    Leider war Hitler so naiv und glaubte, er könne alle (!) „Juden“ erwischen und „vergasen“. Stattdessen hätte er sie lieber „umerziehen“ sollen durch ein Verbot der Beschneidung (dem wichtigsten „jüdischen“ Ritual!) über Generationen hinweg und durch Zerstörung der „jüdischen“ Illusion, es gäbe so etwas wie „die Juden“ (oder „die Deutschen“, „unser Volk“, etc.).

    Aber leider war Hitler ziemlich dumm (mit einem EQ > 150, aber leider IQ „Christen“ > „Muslime“ > „Sikhs“) ewig weiter…

    • Yael Says:

      Ihr Nazigeschwätz geht mir auf den Zeiger. Vielleicht ist das in der Schweiz üblich, woher Sie kommen. Bei mir nicht. Ab sofort stehen Sie auf Spam.

      • Aristobulus Says:

        Erstaunlich, dass da jemand mit hundert Anführungsstrichen meint, hey ihr, es gibt euch nicht, und schwarz ist weiß. Vielleicht liegt’s an den Anführungsstrichen? Die stecken nazihaft in seinen Neuronen, zwicken, zwacken und habänn allä ein Bärtchen.
        À propos, was meinte der mit „EQ“? Ekelhaften Qualitätsmangel?

    • A.mOr Says:

      zirkuma
      Eine ehrliche Vorhaut hat nichts zu verbergen!

      Zurückziehen ist angebracht!
      (Danke Yael😉 )

  10. A.mOr Says:

    Ilya,
    auch Dir herzlichen Dank!😉

  11. A.mOr Says:

    Wolfram,
    (August 8, 2012 um 11:20)
    wenn wir schon bei Buch-Titeln sind, dann paßt vielleicht noch besser „Im Westen nichts neues“?
    (Da paßt doch sogar ‚Brave New World‘ oder ‚Krieg den Frieden!‘ oder ‚Minnis große Tüten!‘ mit rein, nicht? Zugegeben, klingt langweilig, hat alien oft schon gelesen, gehört, getragen…)
    Es hätte angesichts dem Selbstverständnis des „(deutschen) Westens“ das non plus ultra der flachen Welt in allen Lagen und Unter-Stockwerken zu sein die gewisse ironische Würze?

    Als das non plus ultra der Aufklärung kombiniert mit der Hochmoral vor’m „nicht vorhandenen Gott oder so“ (aber gehorsamst!) war’s nur zu erwarten -zwingend logisch gar!-, daß die atheistischst-aufgeklärteste Führer(gewissermassen)nation Deutschland endlich endlich und jetzt erst recht gegen die Beschneidung jüdisch-deutscher Kinder von „ausländischen Geht doch nach Hause!“-Gasteltern aufbegehren muß(te)!
    Von nix kommt nix, gebt der Vorhaut einen Sinn!

    Und es mußte Deutschland (!) sein, codinenc mein guter Bruder Genosse erklärt’s außerordentlich einleuchtend und scharfsinnig.
    Der Rest der Welt wartet nur auf den ersten Zurückschuß aus Deutschland!
    Österreich ist bereitstenst bereit, der Rest Europas wartet noch auf die Übersetzung in die jeweiligen Landessprachen und -währungen.
    Das Motto:
    Vorhaut statt Vorlaut!
    Willste mitklatschieren?

    Eine Frage noch.
    Welcher Ionescu würde wem was raten warum?
    Und was hat das Horn des Rhinozeros damit zu tun?
    Ist das gemahlen ein Potenzmittel in gewissen Kulturen?
    Oder ein Haarwuchsmittel?🙄

    PS/
    ein wenig zur („israelischen“) Reflektion hat ‚aro1‘ beigetragen:
    Eine europäische Renaissance des klassischen Antisemitismus.

    • Wolfram Says:

      Amor: ich machs kurz, das hättest du aber auch selbst finden können. http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Nash%C3%B6rner

      Hast du „Brave New World“ gelesen? Wenn nicht, ist dein Irrtum verständlich. In dieser und mancher anderen Gesellschaftsutopie des 20. Jahrhunderts wird die geistige Gleichschaltung, die im 21. Jahrhundert wieder große Freunde hat, bis zum Ende durchgeführt und dadurch aufs Schärfste kritisiert.
      „Im Westen nichts Neues“ hat meiner Erinnerung nach einen völlig anderen Inhalt, nämlich daß zwar an der Westfront Soldaten fallen, darunter liebe Menschen, aber in den Nachrichten wird das als „nichts Neues“ vermeldet. Es handelt sich um einen Antikriegsroman und insofern auch um eine Gesellschaftskritik, aber eben mit einem anderen Ziel als die deine.

      Und ich hoffe inständig, daß du inzwischen verstanden hast, daß ich deiner Sicht der Dinge um das Kölner ***urteil zustimme!

      • A.mOr Says:

        Wolfram, beachte, daß der Kommentar schon etwas älter ist (und nochmal kol tow Yael!)
        Hat sich aber trotzdem gelohnt, meine Fragerei, wie’s scheint.
        Danke für’s Rhinosezieren! Wie schmeckt das denn so❓

        Doch (& ausnahmsweise), ich habe beide gelesen, ist aber jeweils schon länger her.
        Mir ging es allerdings mehr beim zweiten um den passenden Titel, falls wir uns hier „im Westen“ sehen. Der Zynismus bei solcher Angelegenheit jedoch ist, denke ich, „übergriffig“ (allein dieses Wort! Es paßt doch formidable in unsere Thematik?😉 )
        Das war eher, neben versuchsweise „guter Laune-Ironie“, mein Punkt.
        Es lassen sich durchaus weitere -nicht zu entfernte- Parallelen/Assoziationen finden: ?Stichwort „Uniformität“, por examplo?

        Somit also gebe ich Dir recht, Du mir auch?🙄
        Danke für Deinen Zuspruch hier und andernorts.😳

  12. Lydia Says:

    Beweis das Juden Schmerzen besser ertragen können😉

    http://www.extremnews.com/nachrichten/vermischtes/5a74140a2830e27

    • Aristobulus Says:

      Ah wa, auch nur irgend’ne Meinung mehr.

      Da steht, Beschneidung sei „im Judentum weit verbreitet“ – das ist erstens fast eine Lüge, weil Judentum und Beschneidung einfach deckungsgleich sind. Zweitens bedeutet „weit verbreitet“ meist was Schlimmes, also wieder eine suggestive Floskel…

    • A.mOr Says:

      Lydia,
      Schmerzempfindlichkeit → Feinfühligkeit → Sensibilität → … → jüdische Gelehrsamkeit ist sprichwörtlich, würde sagen insgesamt hat die „barbarische Beschneidung“ die Juden nicht davon abgehalten ziemlich toffte Menschen zu sein. Was erst mit „ehrlicher Vorhaut“ möglich wäre!

      Aristobulus,
      haste absolut recht. Danke.

      • Silke Says:

        lt. Sherwin Nuland’s Maimonides Buch hat Arztsein eine lange und sehr erfolgreiche Tradition. Das erlaubt doch die Frage, warum waren jüdische Ärzte so beliebt nicht nur wegen ihrer Fachkundigkeit sondern immer wieder wird’s erwähnt, ihres Mit-Menschl-Seins?

        Kann es sein, daß das gelegentliche oder häufigere Dabeisein, wenn einem Baby weh getan wird, förderlich für die Ausbildung von Mitgefühl ist?

        Falls da was dran ist, wäre die Beschneidung in ner Klinik anstatt im Rahmen eines Familienfests nur noch die halbe oder gar keine Miete.

  13. A.mOr Says:

    Nu Silke,
    das ist eine interessante Frage.
    Du hast doch das BritMila-Video gesehen, welches ich bei Lila ablegte? Alleine das Zusehen tut -trotz allem- weh, nicht?
    http://rungholt.wordpress.com/2012/07/28/blode-raketen/#comment-47088

    Schätze, Mitleid/Empathie ist (zum Glück) nicht nur jenen vorbehalten, die selbst schon schmerzhafte Erfahrung hatten, aber -vielleicht nur ein Wunschdenken?- es erscheint mir so, daß solche Erfahrung die Empathie beim Betroffenen fördert.

    Etliche von jenen, die so kalt über Leben und Tod (zB zu Nahost) kalkulieren, denen der Zynismus durch die Zeilen schimmert wie Sandpapier, sie dürften wohl eine deutlich mildere Einstellung haben, sollten sie einmal aus ihrem „rosaroten Luftblasenleben“ gerissen werden. Soll man’s gönnen!
    Nur ein wenig Mitgefühl, ein wenig Respekt, ein wenig Anstand, ist das von einem Menschen zuviel verlangt?

    Doch Silke, ich stimme Dir zu, nicht nur, weil der Mohel in seinem Werk sowieso viel geübter und sicherer ist, als „irgendein“ Arzt, dem das eben nicht sein „Spezialgebiet“ ist. Und es geht doch um „Familie“ dabei (die „jüdische Familie“), es geht um den „sichtbaren Bund mit haschem“, das ist eine Familienfeier wert, was sonst?

    Es dürfte reichlich schwer sein, einen würdevollen Rahmen dafür in Klinik und Spitälern aufstellen zu können. Und stell Dir die „Nachbarn“ vor, die dann darüber klagen mögen, daß die Juden sich breit machen! – „Pooolizeeeiii!!!“😯
    Es ist schon vollkommen in Ordnung, es einerseits religiös (wie’s gehört) und dazu im privaten familiären Umfeld zu zelebrieren. Allen -sogar den Unbeteiligten- ist damit besser gedient.

    • Silke Says:

      Nein Amor ich habe das Video nicht gesehen und werde es mir auch nicht ansehen. Ich informiere mich nicht per Video.

      Es ist, was „Ihr“ wollt und es hat seine Tradition und nach moderner Sichtweise sogar seinen Nutzen.

      Als Religions-Analphabetin, die aber ne Menge von Bonding Events hält, würde ich mir natürlich wünschen, die Zeremonie würde nicht so auf EIN Geschlecht und auf ein primäres Sexualmerkmal fokussieren, sondern wäre vielleicht irgendwas am Nabel für Mädchen und Jungens gleich.

      Doch das sind Wunschträume. Mächtige Bonding Events stampft man nun mal nicht per brain storming aus dem Boden und drum ist es besser, alles so zu lassen, wie es ist.

      Und das Schlimmste wäre, wenn es gesetzlich zugelassen/geregelt würde und drum in nem OP stattfinden müßte.

      Wenn ich nur an all die Geschichten denke, die Mütter von Entbindungsstationen erzählten … von dem, was vor Semmelweis war, gar nicht erst zu reden … kriege ich die schlimmsten Alpträume, was die Regulierer und Hygienisten sich alles werden einfallen lassen, um die Prozedur an sich vielleicht schmerzfrei zu gestalten, aber dafür drumherum Traumata aller Couleur fürs Baby zu schaffen.

      Aber vielleicht habe ich unrecht und Baby findet die Geräusche eines Familientreffs genauso traumatisch wie die eines Krankenhausflurs und Aufzugs.

      • Silke Says:

        PS
        das Wahnsinnige an Semmelweis‘ Geschichte ist doch, daß es wissenschaftlichen Beweises bedurfte, um zu ner Zeit als sich die gleichen Leute wohl schon die Hände wuschen, bevor sie zu Tisch gingen, sie Leichen und Frauen, aus denen gerade Babies kamen, mit den gleichen Händen anfaßten.

        Eigentlich hätten doch gute Manieren genügen müssen, oder?

      • A.mOr Says:

        „Aber vielleicht habe ich unrecht und Baby findet die Geräusche eines Familientreffs genauso traumatisch wie die eines Krankenhausflurs und Aufzugs.“, kombiniere ich mal ganz frei mit „Eigentlich hätten doch gute Manieren genügen müssen, oder?“, und sag: „Ja, liebe Silke, so sehe ich das auch.“😉

        Im Prinzip gibst Du doch den Drall meiner Satire wider.
        Entweder, man entscheidet sich, wenn’s nuneinmal entschieden werden muß wie’s „seit Köln“ so drängt, für die Elternfürsorge an den eigenen Kindern oder man betrachtet Eltern fortan als „Zeugungs- und Gebährmaschinen“, die jedoch ihre Kinder weder behüten noch erziehen dürfen.
        Die gleichen Leute, die sich jetzt so eifrig daran beteiligen, die „religiöse Beschneidung“ als barbarischen Akt (oder dergleichen) zu bezeichnen, um so vermeintlich ein allgemeines Kindeswohl verteidigen zu müssen wollen, die werden sich noch sehr verärgert umsehen, wenn weitere „Gerichtsurteile zum Wohle des Kindes“ formuliert werden.
        Um bei meiner Pointe zu bleiben, was sagen sie wohl, wenn ihnen die Erziehung ihrer Kinder untersagt wird zum Schutze des Kindeswohls? Denn wer sollte besser entscheiden, was dem Kinde Wohl ist, als irgendwelche Juristen in Köln zB?
        Dafür braucht’s nämlich „Experten“, und wie käme irgendein Elternpaar dazu sich als „Experten“ betrachten zu dürfen?! Dazu braucht’s Magister Artium und ’ne Promotion, ist doch klar! Oder?

        Wolfram hatte doch etwas erwähnt, „Brave New World“, damit trifft er doch den Nagel auf’m Koppe, aber sowas von!
        Denn, und so ist es ob wir wollen oder nicht:
        ein Schritt vor dem nächsten…

        (Liebe Silke, alles Satire?)

      • Paul Says:

        Hallo A.mOr, leider ist es keine Satire sondern die Realität der Schlechtmenschen (wer ist eigentlich auf die Idee gekommen diese Leute Gutmenschen zu nennen?)

        Du hast es auf den Punkt gebtracht, den Nagel auf den Kopf getroffen oder wie der Berliner sagt: „So isset!“
        Und noch etwas A.mOr: Sic tacuisses wäre falsch gewesen. Es ist gut, dass Du geschrieben (geredet) hast. Bleibe weiter der Rufer und störe Dich nicht daran, dass Du manchmal der Rufer in der Wüste bist.

      • Silke Says:

        Nein, natürlich nicht alles Satire – vor rund 10 Jahren hatten die Kinder im Kindergarten und in der Grundschule Unterricht in gesundem Essen mit der ausdrücklichen Empfehlung, ihre Eltern aufzuklären, i.e. daß das was Mama kocht nicht gut ist, nur was Lehrerin empfiehlt ist gut.

        Natürlich alles nur zum Kindeswohl und so werden die lieben Kleinen u.U. nie in den Genuss eines ordentlichen wärmenden Wintereintopfs mit Fettaugen obendrauf kommen. (es ist übrigens das Fett das wärmt, aber das tut ein Schnaps ja auch, gelle?)

        Und nein, das ist keine Satire, nur Vermutung, denn ich weiß ja nich, ob das weitgehende Verbot von Butter Sahne Honig & Co. zu mehr Lust auf Hochprozentiges führt.

  14. A.mOr Says:

    Silke,
    den Genuß „echter“ Küche dürften die Kinder schon alleine deswegen nicht vermissen, weil das Fertig-Gerichte-Zubereiten wohl insgesamt -in den, sagen wir letzten zwei Jahrzehnten?- den Menschen praktischer erscheinen wird; aus Gewohnheit inzwischen, nehme ich an.
    Schätze auch, daß manche Mutter sich schwere Sorgen machen wird, ob ihr Kleinster den alten Pulli der großen Schwester tragen darf, ohne das die Nachbarkinders „retro!“ in spöttischer Konnotation rufen?
    Dabei geht es nichteinmal darum, daß das „resourcenschonend“ ist, oder schlicht auch günstiger (weil die Neuanschaffung zusätzlich kostet), sondern es geht auch um (liebenswerte) „Marotten“. Der alte Pulli von der Schwester hat einfach einen Mehrwert, da hängen Erinnerungen dran, da hängt „Karma“ dran usw. Der Bruder wird’s würdigen, irgendwann, auf alten Photos, wenn die Schwester ihn damit aufzieht…🙂

    Aber ich denke, daß solche „Marotten“ vielen Leuten sehr unverständlich sind. So überflüssig wie Schuppen im Haar, drum wird gepeelt, rasiert, geschniegelt, und das „Anti-Transpirant“ ersetzt das Deo: bloß nicht schwitzen, das ist widerlich!
    Und genauso wird dafür auch geworben, das „menschliche“, wie es nuneinmal ist, es wird als ekelig konnotiert. Und „die Leute“ stehen darauf, daß ihnen solches untergeschoben wird! Zeigen mit dem Finger auf jene, die nicht soviel Engagement zeigen, solche einfältigen Wege gelegt durch Gewinnmaxi&Co zu beschreiten.
    (Ist es dann nicht reichlich skurril, ausgerechnet die Beschneidung dann doch als den ‚Barbarismus‘ zu entdecken? Nachtigall ick hör dir schlendern und schwanken?)

    Nicht, daß ich falsch verstanden werde, ’sauber bleiben‘, sich regelmäßig waschen, auch komplementäre Düfte, das alles hat was für sich. Als Menschen sind wir eben erfinderisch, oder waren wir? Sind wir heute Menschen oder Konsumenten oder „Stimmvieh“ (ich las es neulich erst wieder, irgendwo)?
    Scusi, holzhacke ein wenig, das ist eigentlich zu vereinfacht.

    Leite ich trotzdem mal etwas weiter.
    ZB die Initiative den Kindern schon möglichst früh Kindertagesstätten bereitzustellen (seit circa zehn Jahren?), damit die Mütters mehr Zeit zum Arbeiten oder Schnapstrinken (Satire!) haben, die betrachte ich -als alter Skeptiker- mit einigem Mißtrauen.
    (Kindertagesstätten = Kindererziehungsstätten?)
    Nur die Mütter, nu, viele davon sind froh, die können die Kohle ranschaffen, oder beim Einkauf rausschaffen (und Kindertagesstätten kosten auch!), ist ja wichtig, und alles wird teurer, und die Männers sind sonstwo, man weiß es nicht (der Schnaps hat die Flasche entführt!), die Gehälter werden geringer, und wofür ist der Staat gut, klar: Kinderwohl, Kindererziehung.
    Eindeutig!😛

    Alles reichlich skurril, da bekommen die „deutsch-Deutschen“ immer weniger Kinder, und nichtmal für die haben sie dann noch die notwendige Zeit. Hauptsache Zeit (und Freizeit ist teuer!) über die Kinder anderer, bzw deren Eltern sehr ergiebig herzuziehen!
    Ach, ich wollte immer gerne der ausgebuffte Sänger einer sehr fetten Rockband sein, um mal so richtig „abzukotzen“! Nur, meine Stimme ist auch ohne Bruch beinahe gallig…😥
    Kann also verstehen, daß so mancher gerne mal ausgiebig rauslassen möcht‘, nur muß das gleich in das Gesicht netter Leute sein, die nichts weiter als sauber bleiben wollen?

    Also das alles, finde ich, paßt sehr schön in den Drall meiner Satire. Das zieht richtige Kreise, nicht wahr? Zumindest für uns Auserlesene, die wir hier miterlesen…😉
    Gut, daß wir alle schwindelfrei sind! Schnaps ist Schnaps?

    Weiter zum Kindertagesstätten und -Wohlen (statt wollen!)…
    Das Kind braucht die Eltern und die Behütung durch die Eltern, alles andere ist für’s Kind ein Angriff auf dessen Selbstwertgefühl.

    Ja, Silke, Deine Skepsis in die Expertise von Psycho&Co kenne ich, und ist wohl auch hin und wieder sehr angebracht.
    Nu, versuche ich trotzdem es ein wenig zu beleuchten in der Hinsicht.

    Will nicht sagen, daß alle Waisenkinder grundsätzlich „einen an der Waffel“ (finster Ironie!) haben, aber es hilft uns nicht weiter, wenn wir Waisenkinder nur kennenlernen als das „gute Beispiel“, daß „der es doch auch schaffte!“, während die vielen vielen anderen sich so richtig schön mies fühlen dürfen angesichts von irgendwelchen „Wonneproppen“, die ihnen sagen: „Guck, die haben’s doch auch geschafft! Du Null!“
    (Die Angepriesenen selbst werden sehr wahrscheinlich Wonneproppens Meinung dabei nicht unterstützen, wenigstens nicht alle…)

    Ist das ein Abschwiff zuweit von?
    Tja, Silke, das mag ich an Dir, daß ich mir ziemlich sicher sein kann, daß Du sehr genau die Zusammenhänge im Blick hast!
    Trotzdem stelle ich mir die Frage, bin ich „blöd“ oder „ewig gestrig“, daß ich „Probleme konstruiere“, die die „Experten“ vermeintlich nicht sehen?
    Stemme ich mich gegen die Erkenntnisse der Erziehungswissenschaften, daß die staatliche Erziehung von Kindern womöglich doch die bessere Alternative ist zu Eltern, denen man sowieso, in vielerlei Hinsicht, mißtrauen müsse?!
    „Sind doch alles Drogenabhängige, und glotzen zuviel TV, und kümmern sich nicht um ihre Kinder, und wenn, dann so richtig falsch…! Außerdem trinken die alle viel zuviel Schnaps! Jawoll!“

    Nu, wem ist es falsch?
    Ist es falsch von den Eltern die eigenen Kinder zu lieben, so wie nur Eltern das können?
    Kennen wir nicht die Beispiele von Kindern, die zwar in einem intaktem und in vielerlei Hinsicht gut abgesichertem Elternhaus groß werden, die aber durch die viel arbeitenden Eltern quasi ignoriert werden und damit eindeutig schwer verletzt werden, während andere das wiederum nicht verstehen, denn diese Kinder seien doch Kinder reicher Eltern, sie hätten doch alles, ja überalles! Nur eines nicht, die Liebe, nämlich vor allem die liebevolle Zuwendung der Eltern.

    Mir scheint, für die psychische Gesundheit eines heranwachsenden Menschen ist die liebevolle Zuwendung der Eltern das allerwichtigste, das hat nichts mit Bildung, Geld oder sonstwas zu tun. Kinder brauchen die Liebe ihrer Eltern, nie werden sie solches Vertrauen haben zu irgendjemanden sonst, und G*tt behüte, daß dieses Vertrauen schon an der Wurzel vergiftet wird!

    Weder Dienstpersonal, noch Kindertagesstätten noch Kindersoldatentum können ersetzen, was die Liebe der Eltern dem Kind bedeutet.

    Es gibt nunmal die Kinder, die trotzdem ohne die Liebe der Eltern aufwachsen, das ist sehr traurig. Natürlich könnte ein Onkel, eine Tante, eine Pflege-/Adoptivfamilie ein „würdiger“ Elternersatz sein, gut, daß das (mit etwas Glück) möglich ist!
    Aber es sollte die Ausnahme sein, die Regel ist: die Kinder brauchen die Liebe der Eltern.

    Man sollte den Eltern ihren „Erziehungsauftrag“ nicht für letztlich abgehobene Ideen unnötig erschweren. Nur, bleibt die Frage: geht es nur um „abgehobene Ideen“, oder nicht vielmehr gar um „zielgerichtete Strategie“?

    Hoffentlich unterliege ich nur einen „kleinen Satire“, denn wenn es so sein sollte…
    G*tt behüte!

    Wie weit weg sind solche Ideen -und daher bekanntermaßen nicht undenkbar, sie umsetzen zu wollen- von der Nazi-Idee den „perfekten Menschen“ züchten zu wollen?
    Insofern hat’s für mich nochmal den „besonderen Gruselfaktor“, wenn ich hier im Titel des Artikels dann lese „Barbarismus und archaische Bräuche“.
    Nu, die Nazis hielten sich für sehr zivilisiert, nicht wahr?

    Und nehmen wir doch mal eine „jüdische Sicht“ hinzu, ’10 Gebote‘, eines lautet:
    „Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.“
    (weiß gerade nicht, woher die Übersetzung ist/hab’s von ‚de.wikipedia.org‘ hierher kopiert)
    Das ist interessant, oder?
    Wo will dieses „Land“ hin?

    Und was bedeutet dieses „Gebot“:
    „Du sollst Deine Kinder nach deutsch-deutscher Sitte erziehen, ohne Eltern und ab damit in die Kindertagesstätte, wo ihnen die Räume für’s Schreien und Zappeln und sonstige kindliche Eigenheiten unter Aufsicht eines angelernt-ausgebildeten Personals zur Verfügung gestellt werden!“ (Gutgut, ich übertreibe, das ist natürlich kein Gebot, nichteinmal ein Verbot!🙄 )

    Ach, Silke, vielleicht langt das für heute, Worte soviel Worte! (und etwas überzogen habe ich wohl auch), ich nehm mir mal Butter zum Honig, daneben ein Gläsken mit Sahne, darauf ein ordentlicher Schuß Schnaps!
    SHAZAM!

    Merke, da ist ein ‚Captain Marvel‘ in jedem von uns, fragt sich nur, ob die ehrliche Vorhaut dem im Weg hängt? Wäre doch peinlich, wenn ‚Captain Marvel‘ ausgerechnet darüber stolpert, aber jetzt habe ich wirklich überzogen?!? Oj gwalt!
    Damit, liebe Silke, meine „Freitagsrede“ nur für Dich!😉

    Paul,
    auch Dir -ziel/😎 \genau- zum Abschluß ein kleines Wort.
    Erstens, Du hast Format, und das ist sicher keine Eigenschaft, die sich irgendwann „einfach so“ mal einstellt! Aber so genau weiß ich das natürlich nicht, habe ja anscheinend noch ein wenig Zeit dazuzulernen. Danke Dir trotzdem (meine Annahme voraussetzend) dafür, denn der ist definitiv auf Deinem Mist gewachsen, so-wie-so.
    Zweitens –😯 !wOw!😯 – Danke, Deine so wohlmeinende Beurteilung ist mir „Honig, Butter Sahne, ’nen Schnaps obendrauf“, vor allem aber große Freude und Ansporn dazu.
    Hoffe, daß mein Wortsalat an Silke nun nicht Sinn und Verstand vermissen läßt.

    Wie gesagt, etwas „Holz hacken“ ist’s, ob’s danach in den Ofen paßt, das garantiere ich lieber nicht! Aber Späne zum Zündeln finden wir sicher!:mrgreen:

    Uns allen also ein schönes Wochenend, es wird (langsam) Zeit, schabat schalom ale.hem saj gesunt!😀

  15. Lydia Says:

    @A.mor:

    Uff das waren wohl ein paar Gläschen Schnaps zu viel hm? 😉

    IM Internerjargon gibt es dafür eine Bezeichnung:

    tl; dr

    Schlag‘ es mal nach.

    • Wolfram Says:

      Ganz ohne Internetjargon gibts da auch eine Antwort (an Lydia): dich zwingt ja keiner, das zu lesen, aber du verpaßt was.

      (Wobei mir schleierhaft ist, wie man ein Werturteil („paar Gläschen Schnaps zu viel hm“) geben kann, wenn man den Text gar nicht gelesen hat…)
      Und: wer meint, die Welt in wenigen Worten erklären zu können, ist meiner Erfahrung nach Demagoge. Da liegt allerdings die Gefahr des Internets und der Fernbedienung für den Fernseher: keiner will sich mehr konzentrieren und nachdenken.

    • Paul Says:

      Lydia, ich habe einen Hund. Wenn ich mit ihm spazieren gehe, dann bleibt er überall stehen und markiert, dass er da gewesen ist.

      Entschuldigung: jetzt hab ich den Faden verloren.
      Wie bin ich nur gerade darauf gekommen.
      Na, Lydia, bis demnächst mal wieder.

  16. Lydia Says:

    Nun, ich habe den Beitrag A.mOrs komplett gelesen. Zweimal mittlerweile. Ich stimme so einigem zu. Hätte man nur kürzer fassen können.

    So wie ich es verstanden habe kann man/frau 3 Thesen entnehmen:

    1. Moderne säkulare Gesellschaft = Kinderfeindlich
    2. Jüdische religionsbehaftete Gesellschaft = (Groß)-Familienfreundlich

    3. Ergo: Deutsches Gutmenschentum sollte keine Deutungshoheit besitzen, was Gut für Unsere Kinder ist.

    Eine sehr steile These aber Bitte schön. Hätte man nur kürzer machen können.

    An Paul: Wie sind Sie nur auf den Hund gekommen?😉

    • Silke Says:

      ich finde A.mOr in lang entschieden besser

      … und so man Geburtenziffern heutzutage in reichen Gesellschaften zubilligt, was über Kinderfreundlichkeit auszusagen, auch zumindest als (Groß?)Faktor überprüfenswert.

    • Paul Says:

      Lydia, verstehe schon wieder was nicht.
      „So wie ich es verstanden habe kann man/frau 3 Thesen entnehmen:“

      Warum kann die Frau etwas aus den Ausführungen von A.mOr entnehmen, der Mann dagegen nicht?:shock:

      • Lydia Says:

        Wer sagt, dass das nur Frauen können? Ich nicht.

      • Wolfram Says:

        😀
        Paul, diese Formel ist auf dem gleichen Niveau wie „Papphocker/innen“ (Kirchentag 1993 oder so) und „Abgeordnete und Abgeordnetinnen“ (Landtagspräsidentin NRW, etwa in derselben Zeit). Aber sie gehört zu einer Ideologie, die erfahrungsgemäß keiner ironischen Nachfrage zugänglich ist. So, jetzt tu ich mir noch etwas Kaffeein in meine Becherin und lese meine Mailinnens weiter.

      • Paul Says:

        @Lydia, ich versuche es noch einmal.
        Die deutsche Sprache ist eine sehr schöne Sprache und es ist nicht notwendig sie irgendwelchem feminadominanten Quatsch anzupassen.
        Sie haben verstanden?
        Ich versuche es noch einmal.
        Wenn man Mann schreibt, dann meint man Mann und nicht Frau!
        Wenn man Frau scvhreibt, dann meint man Frau und nicht Mann.
        Wenn man man sagt, dann meint man etwas ganz anderes.
        Wenn man frau sagt, dann hat man einen Schreibfehler.
        Ist doch ganz einfach?
        Lydierin?😆

      • Paul Says:

        🙂🙂🙂🙂

        Lieber A.mOr, es ist ein wunderschöner Tag. Ein Sonntag. Ein wirklicher Sonnentag. Und Du hast mich zum Lachen gebracht.
        Herz, was willst Du mehr?

        Aber schon hat uns der Ernst des Lebens eingeholt.
        Verbrecher/in, Morder/in, Idiot/in oder Blödfrau,
        ad libitum zu erweitern, begegnet man eher selten.
        Übrigens sowohl die Frauen als auch die Männer begegnen ihnen häufig.

      • A.mOr Says:

        Paul, sonnige Grüße auch am Montag, freut mich!
        Nur, ich weiß gerade garnicht, worauf Du Dich bezogen hast?
        Sowieso, möge Dir Dein sonniges Gemüt erhalten bleiben!

      • Paul Says:

        A.mOr,
        ich habe mich vertan.😯
        Du warst tatsächlich nicht gemeint.😡

        Zum lachen gebracht hat mich

        Wolfram, 19.8. 5:56.

        Wolfram, Dir nachträglich Dank und Anerkennung.

        „Becherin“ und „Mailinnens“😆 darauf muss man erst mal kommen.

        A.mOr, Dir auch dank für Deine Kommentare, mit sehr subtilem Humor.
        Ich gebe aber zu, dass Dein Schreibstil manchmal so ist, dass ich mich richtig durchkämpfen muss. Allerdings, Du Schlawiner (das meine ich im anerkennenden Sinn), zwingst Du mich dadurch sehr aufmerksam zu lesen.
        LG Paul

    • A.mOr Says:

      Lydia lechayim
      und Vorsicht: tl; dr !
      da unten am Ende des Strangs…
      (Fast) nur für Dich;
      Rache ist süß (sagt alien),
      Kirschen auch, und Kirschschnaps erst!

  17. Lydia Says:

    Na Danke Schön für Ihre herzliche Belehrung. Noch ein Grund mehr für mich niemals Jüdin zu werden mit solchen Chauvis als Paschas…. Was sagen eigentlich die jüdischen Frauen hier zu solch einem Benehmen?

    Müsst Ihr kuschen, weil es in der Tora steht?

    Auch noch einen schönen Sonntag.

    • Paul Says:

      Hä, Lydia, wie kommen Sie auf den Dampfer?
      Ich ein Jude?
      Aber es passt wohl. Sie finden meine Schreibe unsympatisch und deshalb bin ich ein Jude?
      Suche Sie sich eine andere Religion für mich aus!

    • Aristobulus Says:

      Lydia, werd besser keine Jüdin, dann müsstest Du Sinn für Doppeldeutigkeiten entwickeln, der mehr Mühe macht, als man/frau so an der Sonninnentagin Zeit hat.

      Und danke für’s Wort Chauvi, das hab ich ja seit dem Spätherbste 1986 nicht mehr gehört.

      Den Satz „Müsst Ihr kuschen, weil es in der Tora steht?“ sollte man jedoch besser überlesen, denn der ist für Mann/Frau/Elefant unter allen Kajütinnen.

      • Aristobulus Says:

        P.S.
        Kuschn heißt auf Westjidisch (leider ausgestorben seit 150 Jahren) übrigens Küssen. Insofern stimmt’s. A Kischele far di Tojre! Selbst am Sonntag, denn der ist gleich nach dem Schabbojs, wo wir äußerst gerne mit der Taure kuschn (das war Westjidisch. „Mit der Tojre kischn“ ist Hochdeutsch.)
        Yep, mer derfn kischn, wajl doss schtejt asoj geschribn in der Tojre.😀 (und a bissele:mrgreen: )

    • A.mOr Says:

      Liebe Lydia,
      auch ich ‚muß‘ Dich vor dem „(An-)ChovinIsmus“ jüdischer Männer dringend warnen: sehrsehr salzig!
      Weißte, eigentlich ist’s so, die Männer sind nicht perfekt im Gegensatz zu den Frauen (hab Nachsicht!) -jepp, das ist jüdische Weisheit!- aaaber uns Männeken scheuchen zu wollen (träum weiter!😉 ), das wird auch Dir nicht so leicht gelingen, da hat ‚der Boss‘ selbst so seine Schwierigkeiten…

      (Wenn Dich das jedoch nicht überzeugend überzeugen sollte, dann schlag einfach mal die Tora auf, ausgerechnet dort gibt’s ’n Männeken, der legt sich glatt mit’m ‚Boss‘ selbst an!
      Schon mal was von ‚Israel‘ gehört? …(zB)😉 )
      Und Aristobulus kannste ruhig vertrauen.
      Denn Du hast recht, Lydia, laßt uns alle ‚kusch(l)n‘!😀
      Was in so ’nem einfachen Wort alles so drin steckt!?
      Wußtest Du, das es – t o t a l – viele jüdische Wörter im Deutschen gibt?
      In rund 2000 Jahren kommt eben was zusammen…
      ZB, wir ‚reden freundlich miteinander’/ jüdisch: wir ’schmusen‘.
      (Aristobulus, kommt das von „schmausen“? Klingt „west“ und plausibel, oder?)

      Nu, wird schon werden, die neue Generation läßt hoffen!

      🙄 …?überstanden?…🙄
      à propos, die ’nichtjüdische neue Generation‘, wohlgemerkt – denn jüdisch ist und bleibt sowieso archaisch!!!😛 ))
      Laß Dich nicht ärgern,
      (… und was Aristobulus „überlas“, will ich auch „überlesen“ … )
      wir sind doch nur
      „kleine koschere Kitzelech“
      und woll’n nur spielen…😈:mrgreen:😈

      Danke für’n Spaß bis hierhin!
      Wollte mich etwas später noch weiter äußern.

    • A.mOr Says:

      Lydia,
      ganz kurz nochmal (schon geschummelt?),
      falls das mit meinem augenzwinkernden Kommentar nicht so recht durchkam: jüdische Frauen kuschen (also im Sinne von „parieren/gehorchen“ usw) nicht, das ist allerhöchstens ein feuchter Traum von irgendwelchen Feuchtträumern oder Nix-Ahnung-HaberInnen, hat nichts mit jüdischer Realität zu tun…😛
      (Achtung: keine Satire!;)

      Was den maskulinen Aufbau der Sprache angeht, Paul & Wolfram, hier möchte ich einmal mehr der Dame (Silke am August 19, 2012 um 10:51 ) den Vortritt lassen.
      Hatte mal ’ne längere Unterhaltung mit einer Kollegin, die sich dem „feministischen Kampf“ zugewandt hatte. Mich störte sehr, daß sie mir kein Vertrauen schenkte, quasi „Gedankenpolizei auf Verdacht“ spielte.
      Das ist so, sagte ihr gegenüber, daß es mir gleichgültig sei, welches Geschlecht ein Arzt habe, weshalb ich also auch zu einer weiblichen Medizinerin Arzt sagte. Sie nahm mir nicht ab, daß ich es wirklich geschlechterneutral beurteilte.
      Nur, wichtig ist schließlich, was der Arzt kann/macht, nicht wahr?

      Trotzdem, mich hat das Gespräch nachdenklich hinterlassen, und ihr Punkt, daß es schon quasi eine Unterdrückung des weiblichen in der Sprache selbst gäbe, war nicht so ganz ohne.
      Nu, versuchsweise hatte ich’s inzwischen schon probiert ‚alien‘ anstelle von ‚man‘ (oder ‚frau‘ oder ‚mensch‘) zu schreiben, ist so schön geschlechterunabhängig und dazu noch gewitzt! Nicht?🙄

      Heutzutage mache ich das schriftlich mehr oder weniger nach Laune.
      Allzu gerne benutze ich das unbestimmte Pronomen ‚man‘ sowieso nicht, denn es ist verallgemeinernd. Probiere lieber vorsichtig zu sein mit Verallgemeinerungen.

      Nu, von mir wirst Du auf jeden Fall keine AbfuhrIn;) erhalten wegen dem Schreib- und Umgangsstil, den Du favourisierst.
      Solltest Du Dich verächtlich oder dergleichen äußern, nu, aber wenn Du mit Deinem Sprachstil die Rücksichtnahme der Frau in Wort und Schrift ausdrückst, dann ist es doch gut für alle Menschen? Also gut. Umso besser, lächelst Du, lächle ich, lächelst Du…😀

      Viel wichtiger ist doch der tatsächliche Umgang miteinander, wir sollen uns als Männer und Frauen doch nicht bekriegen sondern lieben! (scusi, das ist jetzt sehr schwarzweiß )
      Haben wir nicht schon genug Sorgen überall?
      Lydia, Silke, Yael, die Blume geht an euch

      Lydia, Dir noch kurz. (wieder geschummelt?🙄 )
      Deine „steilen Thesen“, die Du bei mir herausgearbeitet hast, dazu wollte ich mich noch äußern.
      Wahrscheinlich aber erst morgen…manjana…😳
      Sowieso, alles Gute, Dir, euch, Danke für Lob und Kritik…

      • Wolfram Says:

        A.mor, nur daß wir uns nicht falsch verstehen: ich habe bestimmt nicht behauptet, Frau Merkel wäre Bundeskanzler; das hat mir jemand böswillig unterstellt. erkennbar böswillig, weil ich „die Landtagspräsidentin“ geschrieben habe, ohne jede Ironie dabei.
        Ich habe lediglich den Dummfug karikiert, Begriffen eine Sexität zu unterstellen, die keine haben. Papphocker zum Beispiel. Und Begriffen ein Femininum anzuhängen, die schon feminina sind, wie Abgeordnete. Wie bekloppt die Formulierung der damaligen Landtagspräsidentin ist, mag folgende Ergänzung zeigen: die frisch gewähltin Abgeordnetin. Oder doch die frisch gewählte Abgeordnete?
        Und man ist so allgemein, das riecht nicht nach ihm und nicht nach ihr.

      • Aristobulus Says:

        Lieber A.mOr, also, ich halte die Debatte über das deutsche „man“ (sie kam in den späten Siebzigern auf) für einen hilariösen Aberglauben, denn „man“ bedeutet nicht „Mann“. Es hat sich anders gebildet, hat nichts mit einem Substantiv zu tun, das es ist bloß ein zufälliger Gleichklang, so wie Brut, brat und Brot.
        Mas deutsche „man“ bedeutet „eins“. In anderen germanischen Sprachen wird es wegen des fehlenden Gleichklang-Zufalls deutlicher: Englisch „one has to go away“, völlig neutral, one ist Echad😉, aber nicht tha maan.
        Französisch isses „on“, on a cru, on a entendu, – „on“ hat ja deutlichst nichts mit „homme“ zu tun. Dieses merkwürdige „on“ kommt aus dem Fränkischen, ist seit dem siebten Jahrhundert (fränkisch grausige Merowinger, die Dagobert hießen) ein germanisches Lehnwort, ein, een, on, man, 1 halt.
        Plattdeutsch wird’s analog gebildet: Dat hett keen een glövt – das hat man nicht geglaubt.

        Nur politically Korrekte fallen auf solche urdeutschen Zufälle rein, wittern was, empören sich gegen Windmühlen und oktroyieren dann ihren Reinfall dreißig Jahre lang der armen Allgemeinheit😀

      • A.mOr Says:

        Wolfram & Aristobulus,
        mille grazie, habe meine ‚Antwort‘
        weiter unten abgelegt.

        Need mor space!😀

  18. Silke Says:

    Aha, Paul und Wolfram wollen also gern, daß Merkel Bundeskanzler genannt wird.

    Doch da sei Lovely Rita (Süssmuth) vor.

    Es ist schon erstaunlich, wie wenig von der jüngsten Vergangenheit noch im Gedächtnis von den „zurück zur natürlichen Ordnung“ Sprachwächtern vorhanden ist.

    Iss ja auch irgendwie verständlich, muss ja schön gewesen sein, als der Mann noch ganz unhinterfragt sich als das Synonym für Mensch fühlen konnte.

    Ich erinnere mich gut, wie solche Dinosaurier gern betonten, daß Eva schließlich aus Adam’s Rippe stamme.

    Lydia, falls Du gern wissen willst/mußt, wer hier Jude ist und wer nicht, mußt Du es schlauer anstellen. Der obige Versuch war plump und ich dachte, Du würdest Dich selbst als geistreich und gewandt einstufen.

  19. Aristobulus Says:

    So lang es Menschen gibt, werden die Anderen, weniger Menschlichen sprachlich gebasht, am Meisten von den Unmenschlichen.

    In der Urzeit grenzte man die Neandertalerinnen aus, dann Luther die mörderischen & räuberischen Rotten der Bauern (die Bäuerinnen vergessend), gar Marie Antoinette vergaß LA galette, als sie dem Volke LE pain und LE gâteau vorschlug. Im 19. Jahrhundert und vollends im 20. war’s am Schlimmsten, da liebte man Tiervergleiche, redete man von DEM kulturlosen Amerikaner (die kulturlosen Amerikerinnen verleugnend) und man liebte natürliche Ordnungen aller Arten (womit erst Hedwig Dohm aufgeräumt hat).

    Mensch, ach, derdiedas gilt immer partiell.

  20. A.mOr Says:

    Tja, Wolfram,
    das mit der Ironie ist so eine Sache.
    Manche Ironie versteht der ‚Iro‘ nie.
    Aber das ist nur für’n Wortwitz,
    oder hast Du ’nen ‚Iro‘ (oder „Irokesenblut“ in Deinem Stammbaum)?
    Gemeint ist die Frisur, öfters von Punks zur Zierde des Kopfes, wo dieser kahl geschnitten ist, bis auf dem mittleren Teil vom Nacken bis zum Stirnansatz oder umgekehrt.
    (vgl. zB diesen Artikel
    http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/schueler-grundgesetz-ein-recht-auf-den-irokesenschnitt-a-375931.html )

    Ansonsten hat uns nun Aristobulus aufgeklärt über das vermeintlich Sexualisierte der deutschen Sprache (a dank a grejssn!). Ist eben nicht immer alles so wie’s scheint.
    À propos, „Frau Merkel wäre Bundeskanzler“, genau das meinte ich mit dem Arzt. Warum sollte ich nicht sagen, daß sie der Bundeskanzler ist, ist sie nicht?
    Daß sie nebenbei (und warum nicht?) auch noch eine waschechte Frau ist, hat sie doch ausschnittsweise belegt?
    Ob da ’ne OP nötig war?🙄

    Aristobulus,
    einen herzlichen Dank!
    Da haben mich also anno dunnemals die Siebziger in Form einer Feministin überrollt, womit einmal mehr belegt wäre, daß man sich so manches Problem erst schaffen muß, damit es existieren kann!
    Gut, ist etwas unfair, wenn ich dafür vermeintlich den ganzen ‚Feminismus‘ über einen Kamm schere, da aber so manche Feministin Haare ab bevorzugt, dürfte ihr der Kamm nicht weiter schaden? *kopfkratz* &🙄
    (ojweh, wie bringe ich mich hier raus?! )
    Hm,
    DER Kamm
    DIE Bürste
    DAS Haarwuchsmittel
    … ?
    Also, zumindest gefällt’s mir, wenn man von DER Mond und DIE Sonne spricht (im Gegensatz zu romanischen Sprachen, nicht wahr?). Was wäre der Mond ohne die Sonne? Nu, irgendwo da in Finsternis bei Erden, unbemerkt wahrscheinlich, das wäre doch schade?
    Aber bei dem Lied vom Sohn des Mondes
    ist mir der Artikel in besonders schönem Lichte.

    (Und)
    On hat mit homme nichts zu tun?
    Homme on, homme off, und nun?
    (Die Franken, sogar Dagobert, hatten doch reichlich mit solchem zu tun, nicht?)

    „Nur politically Korrekte fallen auf solche urdeutschen Zufälle rein…“
    Gutguuut, hab’s verstandan!😯
    Danke für die Aufklärung!😉
    Es löst ein Problem, welches ersteinmal erfunden werden mußte!
    Immerhin auch ein Beleg für Witz und Intelligenz, das macht das Leben doch so schön!

    Aber, wenn ich zum Beispiel frage, sagen wir als Promoter einer Boxarena rufe: „Who ist tha maan?!“
    Wer ist dann gemeint? Der zweite, der dritte, der vierhundertvierundvierzigste?

    „There can be only one!“ – „Es kann nur einen geben!“
    Nein, die Rede ist nicht vom Talererpel Dagobert dem Fantastiliär (und nichteinmal dem Frankenkoninge), allbekannt der Mann, der den Kopf am längsten auf den Schultern hält:

    Aber als ich mir jung und verzaubert den Film zu jener Zeit in Éire gleich mehrmal ansah (und gnadenlos den leicht durchschimmernden französischen Akzent des so schottisch seienden Protagonisten entlarvte/seltsamerweise fiel das anderen erst auf, als ich es ihnen sagte/nuja, er hatte immerhin auch während der Französische Revolution nicht den Kopf verloren), da faszinierte mich ein Song (die Szene dazu: der Böse tötet die Braut des Guten/somewhere in the Highlands) und rührte mich zu Tränen.

    😥 Oj gwalt!
    ~ * ~
    „Who ist tha maan? – Whooo iiiss tha maaaan?!?!“😯
    (There can be only one, it’s you and you and you and you…one earth one moon one sun all not man…a lot of dust, though, ain’t it?)

    😎 C ya!

  21. Silke Says:

    A.mOr

    ob jemand sprachlich vorkommt, macht nun mal einen Unterschied. Nicht als Knalleffekt, aber wie ich als Zeitzeugin von frühesten Bemühungen an behaupte es ist ein steter Tropfen höhlt den Stein Effekt.

    Daß wann immer jemand was Neues ausprobiert, bizarre Blüten entstehen, ist üblich. Die die sich drum ohne jedes weitere Nachdenken beojmeln, bekleckern sich nicht mit Ruhm.

    • A.mOr Says:

      Silke,
      dann haben wir mit’m ‚man‘ aber eine Problem?
      (Und weißte, weil’s nunmal so ist, daß der Sex unsere Sprache „korrumpiert“ -jetzt Satire?-, mir egal, dann schreiben wir eben ‚frau‘, für den Fall der Fälle, aber zB ‚mensch‘ ist mir zu albern, ausweichlerisch sozusagen, also warum nicht ‚alien‘? Sind wir nicht alle ‚aliens‘, sogar die Sexualisierung der Sprache selbst?)
      Weil, Du hast natürlich recht,
      „steter Tropfen höhlt den Stein“,
      manchem soll’s schon Folter gewesen sein.
      Nur Aristobulus (weiter oben) hat doch auch recht.

      Tja, für mich habe ich also mein „Lust und Laune-Larifari“ zur Strategie erwählt. Hin und wieder gehe ich auf die (durch manche) „gewünschte Sexualisierung“ der Sprache ein (ohne damit meine von Natur gegebene Männlichkeit der Koketterie aussetzen zu wollen/meistens wenigstens, denke ich gerade), und dann laß ich’s wieder. Klar, auch ich kenne eine Art von „vorauseilendem Gehorsam“ (hupps, mißverständlich, meine ’selbstverfreilich‘ -schönes Wort? Habe ich von Yael abgekupfert!😀 – Rücksichtnahme, Aufmerksamkeit usw), aber insgesamt ist’s doch in jedem Fall der Inhalt der zählt?
      Dann wiederum, schöner Inhalt schöner Ausdruck? Schön wär’s!

      Guck, zB ‚die‘ Ärztin, wenn ich mit ihr im Gespräch herausfinde, daß ihr diese Unterscheidung wichtig ist, dann möchte ich das gerne respektieren. Was sollte ich dabei verlieren, im Gegenteil!
      (tja, außerdem tue ich das doch. Zur Zeit jenes Gesprächs hatte ich mir Gedanken zu Sprache und Ausdruck gemacht, es schließlich fürn Praxistest verworfen/wollte eben verstehbar bleiben. Heute im Falle des Falles sage ich die Richterin, die Ärztin, die Polizistin, nix ProblemIn!😉 )
      Bin mir doch kein dummdämlich blöder Domino-BlödianerIn!
      Möcht’s wenigstens nicht sein, nur bin eben da, kein Herrscherzwang dabei, aber eben absolut kein Bedürfnis beherrscht zu werden.
      Wir haben nur einen Boss!😎

      Probleme von außen?
      Hm, ist’s ’n Neo-Nazi-Spruch? – „lead or follow!“)

      Den Unterschied zwischen Mann und Frau brauche ich in einer intellektuellen Debatte doch (idR) nicht betonen, nur zum Spaß vielleicht, denn den Unterschied gibt’s und ich kann damit gut leben, bin dreimal froh, wenn’s der Frau ebenso geht.

      Insofern, für mich erscheint mir mein „Larifari-Umgehen“ damit am gescheitesten.
      Wie ist aber Dein Vorschlag?

      PS/ ist schon lustig, fiel mir auf.
      Aristobulus schreibt, daß ‚man’/’on‘ usw „eins“ bedeutet, aber eingesetzt wird’s zum Verallgemeinern, zB frau sollte nicht man schreiben…
      da kann alien doch zum Mars fahren, oder?

      • Wolfram Says:

        Im Sächsischen, wenn ich nicht irre, wird statt „man“ sowas wie „mer“ gesagt: mer kennde doch emol versuche…
        Aristobul als Jiddisch-Kenner weiß vielleicht, ob es im Jiddischen auch ein Wort gibt, das nicht (als) sexistisch mißverstanden werden kann. Das sollte dann vielleicht mal „promoted“😯 werden…😉

      • A.mOr Says:

        Nu, vielleicht?
        Ob das auf große Gegenliebe trifft?
        ‚man‘ auf Jiddisch, hm…
        (gibt’s das? Weiß ich gerade nicht.)
        Aber Dein ‚mer‘ klingt mir wie ‚mir‘, das ist Jiddisch.

  22. Silke Says:

    PS:
    aber es freut mich natürlich zu sehen, daß der alte Adam alive and kicking ist, wo doch immer behauptet wird, er sei jetzt so unterdrückt, daß er als gefährdete Art klassifiziert werden müsse.

    A.mOr aber ernsthaft, wenn Dein Arzt eine Ärztin ist ist sie eine Ärztin und nicht jemand, dem Du gnädig gestattest, sich mitgemeint zu fühlen.

    Sprachen entwickeln sich, irren sich, verlaufen sich doch nur wenn sie zum Still stehen aufgefordert werden, besteht Anlass in die Bütt zu steigen.

    • A.mOr Says:

      Liebe Silke,
      von mir wird doch nicht „gnädig gestattet“, was für’n Männekin sollte ich mir sein! Und wenn Du’s so sagst, selbstverfreilich, dann ist sie sogar meine allerliebste, meine Ärztin!
      (es ging anno dunnemals ein stückweit auch um den harten meinen Dickschädel und dem Brett, das daran zerbrach, Aua!)
      Und beim Verlaufen bemühe ich mich doch, beinahe unbeabsichtigt, aber doch…nicht?😀

      • Aristobulus Says:

        Sie macht ein ‚Klassending‘ daraus… fängt hoffenltlich mit keinem Lamento an, wie unterdrückt sie von irgendwem hier sei.

        -Erstaunlich, dieser merkwürdige Grammatikstreit seit über dreißig Jahren, der über Dinge geht, die nicht zusammengehören. Etwa die drei Artikel Der Die Das und die beiden menschlichen Geschlechter haben NISCHT miteinander zu tun. Hatten sie noch nie. Oder weshalb ist die Vorhaut „weiblich“, das Diadem aber „sächlich“? Das sind Überbleibsel aus den klassifizierenden Sprachen der Urzeit, als jede Kategorie quasi einen eigenen Artikel besaß (so wie noch heute in manchen afrikanischen Sprachen, die nicht über’s Klassifizierende hinausgekommen sind, womit die Sprecher mittlerweile große Schwierigkeiten haben, denn ist ein Telefon etwas, das wächst, oder wird es geernet, oder ist es Häuptling oder exogam Fremder?)

        Also, dass Berufsbezeichungen in der Regel einen männlichen Artikel haben, hat sich sprachlich in der Zeit der Differenzierung der Berufe gebildet, als Frauen absolut benachteiligt waren (da hat man den Artikel und das Geschlecht falsch in eins gesetzt). Hm. Schade eigentlich, dass die Bezeichnungen Schmemihl, Autor, Stadtführer „männlich“ sind. Wären sie „weiblich“ wie Ärztin, würde es mich überhaupt nicht stören, ’ne ~in zu sein.

      • A.mOr Says:

        Ahoj Aristobulus,
        von „Klassendings“ kann ich hier nichts sehen (will ich garnicht suchen🙄 unterdrück ich gnadenlos😉 sollte es zu finden müssen gewollt sein!)
        Ansonsten sauge ich Deine Info sehr dankbar auf, mercí🙂

        Wiedereinmal erstaunlich, daß es trotzdem „Intellektuelle“ sind, die diesen „Geschlechterkämpf“ auf die Sprache selbst abwälzen. Wenn man es so betrachtet wie Du (und ich habe keinen Zweifel an Deiner gelehrten Beurteilung), dann löst es sich in *fluff* nix auf, heiße Luft, Problemchen also, die ersteinmal erfunden werden müssen.
        So circa wie sogenannte „Körperproblemzonen“, oder?

        Ergänzend aber hat/haben auch Silke (bzw Lydia) recht, Du weist ja ebenso darauf hin, eben die Benachteiligung/Unterdrückung der Frau in einer „männlich“ dominierten Gesellschaft.
        Frauen zB werden auch heute noch in BRD für die gleiche Arbeit schlechter entlohnt als Männer.
        Das ist nicht in Ordnung, umgekehrt wäre es sogar noch gerechter! Stimmt doch, meinst Du nicht?

        Und eigentlich wird dabei einer vergessen: der Mann nämlich!😈 (und etliche Frauen dazu…)
        Jepp, der wird doch genauso unterdrückt von solchen „Herrenmännern“, die eben unterdrücken wollen.
        (Schnell nebenbei, neulich bei Lila interessante Diskussion: Sklaven sind alle „schwarz“?, weiße Sklaven gibt’s nicht, gab’s nie? … )
        Mit Brutalität (etc) schaffen solche sich „Respekt“ und „Anerkennung“.
        Bald scheint es, als könnte Mann (und/oder eben Frau) nur genauso antworten, um überhaupt erhört zu werden: brutal und rücksichtslos!
        Und was ernten wir dann?
        Brutalität und Rücksichtslosigkeit.
        Blöd gelaufen? Fortwährend…

        Daß es so bei der Sprache abgewälzt wird, nu, da hat vielleicht ein Mann/eine Frau ‚man‘ entdeckt, fehlgeschlossen, aber allen schien’s plausibel. Rummps, haben wir einen Selbstläufer, und wer fragt schon nach, wenn’s allen „klar“ ist?

        Der Punkt aber ist -worauf wir achten sollten- vielleicht wird auf einem fehlgeleiteten Feld (die Sprache/dem unbestimmten Pronomen wegen) gestritten, nur der Streit selbst ist absolut zurecht. Mag sein, daß ich über die Menschen, die mir so die Lebensabschnitte begleiteten, schon etwas mitgeprägt bin, Kampf von Frauen für Frauen ist mir nicht nur nicht fremd, sondern vertraut, und ich find’s gut und richtig. Die Sache ist eine gute, und ich kenne schlechte Dinge.

        Nu „Klassending“ (whatever) lenkt es wieder um auf ein Gleis, wo’s nicht weitergeht. „Abstellgleis“ einfach.
        Es geht um Menschen. Laß es uns unter Menschen ausmachen, nicht als „Stellvertreter-Kriege“, das Unbeteiligte/s zu Bruch geht (und ein stückweit wird hier doch der Sprache selbst der Kampf angesagt? Besonders brilliant -zielführend- erscheint mir das nicht, nu, vielleicht, wenn wir dann endlich mal alle Baskisch gelernt haben, dann können wir weiter sprechen? Zwischendurch -so lang wie’s Neusprechlernen eben dauert- schweigen wir uns strafend an? Hmmm…🙄 & *kopfkratz*

        Komm, laß uns beiden ein wenig schmusen. Daß unsereins irgend Problem mit ‚In‘ hätte, da sei jim vor, der diesen wunderbaren Beitrag bei ‚hag‘ einstellte, welcher sich so prima hier in den Strang einfügen läßt!

        Da soll noch einer sagen, wir seien nicht ‚In‘!😎

      • Aristobulus Says:

        LOL, A.mOr.
        …zumal der Sprachregelungsstreit nichts bewirkt außer noch mehr Rasenbetretverbotsregeln – ich erinnere mich an erbitterte Diskussionen in Redaktionen, wo überall ~Innen zu stehen habe, als ob dadurch reale Benachteiligungen sprachlich aufgefangen und also sprachmagisch ins Gute verwandelt werden könnten. Können sie ja nicht.

        Liegt’s an merkwürdig grundsätzlich spleenigen Kleinunterschieden? Die einen Menschen reden ja bekanntlich gern stundenlang ins Telefon nur über andere Menschen, wohingegen wieder ganz andere Menschen lieber kurz ins Telefon Zeit & Ort hineinbellen und auflegen😉
        So reden die Einen gern stundenlang über Probleme, während die Anderen sie auch nicht lösen😉

      • A.mOr Says:

        „So reden die Einen gern stundenlang über Probleme, während die Anderen sie auch nicht lösen😉 “
        L😆 O😆 L
        Nuja, die mit „Zeit&Ort“ können sich wenigstens vor Ort zur rechten Zeit die Gesichter mit Schimpfworten massieren, nach solcher Problembehandlung ist’s dann auch geklärt, und das Bier danach schmeckt drei Klassen besser!:mrgreen:

        Aber Du meintest eher über die Probleme anderer Leute zu problematisieren? Nu, dann haben wir ein Problem, zum Glück! Worüber sollten wir sonst reden? Über das brilliante Wetter?🙄 (Shark alert)

        Was das „sprachregeln“ angeht, das war ja der eigentliche Inhalt des Gesprächs mit der Kollegin, sie meinte eben, daß das eine gute Wirkung haben kann (sollte), und ich war geneigt ihr mindestens ein stückweit zuzustimmen. Zumindest wollte ich nicht ihr „Gegner“ sein (bzw war wirklich überrascht), aber sie war -sagen wir- unnötig aggressiv gegen mich, denn -meine Vermutung- sie sah nicht mich, sondern „die Männer“.
        (Wir kannten uns übrigens nicht näher.)

        Mit „Karikaturen“ haben wir doch gewisse unschöne Erfahrungen?
        (Mag sein, daß das so mancher als „Spagat“ versteht, aber es ist ‚die Sache‘, nicht?)
        Das ist dann eben „die Freiheit sich das ganze Bild zu machen“, und sei’s eben ein übles. Eine Sache der Haltung, oder eine Sache der Verirrung. Zweiteres in dem Fall zu bevorzugen, denn Verirrte suchen öfters noch dem „richtigen Weg“.
        (…passend, wir haben gerade günstige Zeit für tschuwa )

        Jeder von uns wird schon mal die Erfahrung gehabt haben, über’s eigene Vorurteil gestolpert zu sein? Entweder nicht jeder, oder nicht jeder ist fähig daraus zu lernen, oder, unter bestimmten Umständen, nicht bereit zu lernen, weil man mit „Einzäunen“ beschäftigt ist, zB.
        Menschen machen Fehler, schwer genug, daß für sich selbst einzugestehen, umso unverständlicher, daß man es anderen -nachdem man emotional ein wenig von „der Sache“ gelöst ist- überhaupt nicht verzeihen will, oder gar Fehler sieht, die keine sind, nur um etwas zu übersehen, oder tief wegzusperren, mit dem man sich nicht auseinandersetzen mag.

        Eines ist klar, man kann auch ohne „schlechtes Gewissen“ Dinge erfahren haben, die sehr schlimm sind, und daß man das nicht groß mitteilen möchte ist leicht verständlich. Nu, sieh Dich um, die Leute spotten und sind eiskalt.
        Wenn du denen dann also „ausgeliefert“ bist, dann hast du beinahe nur noch zwei Möglichkeiten: Selbst„verleugnung“ (– denn es ist nicht zu ertragen), oder „Verleugnung“ der anderen, die einen aus „Spaß“ den größten Schmerz (wieder) fühlen lassen.

        Ja, es gibt außer der Erfahrung die „größte“ Liebe zu verlieren (und das hat schon so manchen den Lebenswillen genommen!) weitere Erfahrung, die tatsächlich niemals heilende Wunden zurückläßt.
        Zeit heilt alle Wunden, manche Wunden sind zeitlos.
        In unseren Generationen alleine kennt man das. Nicht umsonst -ich denke es ist eine pragmatische Antwort auf gewisse Realitäten (um nicht zu sagen: große Weisheit!)- feiern wir unsere Hohen Tage in „Gegenwärtigkeit“.
        Ja, Mosche fragt JETZT „wer bist Du?“, wir wandern und wohnen JETZT in der Wildnis, JETZT droht Haman („der Iraner“) mit dem Mord an allen Juden, JETZT wird versucht unseren Bund mit haschem aufzulösen, JETZT wird die Mauer Jerusalems gebrochen und der Tempel wird entweiht und zerstört, JETZT wartet Amalek (‚Feind der Juden‘) auf jede Möglichkeit uns anzugreifen und schwere Wunde zu schlagen ob wir stark sind oder schwach und er tut es JETZT, JETZT gehen wir hin, zu den Tagen der Ehrfurcht, JETZT wollen andere unseren Tod und JETZT leben wir. ב“ה

        Am yissroel chaj! JETZT! Schalom alejchem!

  23. A.mOr Says:

    Meine Damen, meine Herren
    Woll’n wir nun um Längen plärren?
    Ist der Text zu lang
    so braucht es eben Lesedrang
    ist der Text zu kurz
    der Inhalt schnelle piep und schnurz
    was nutzt es drum zu zerren
    meine Damen, meine Herren?

    Man kann’s drehen oder wenden
    für beides beides findig finden
    denn lang ist gut wie kurz,
    wenn nur stimmt die Qualität
    und geschwind ist’s nur ein Furz
    wenn’s nur kommt für Quantität
    Drum mag ich mich mühen kurzlang
    langkurz zu fassen Inhalts guten Klang.

    Hey Lydia,
    Danke für Deine Kommentare!
    (und Verzeihung für mein Hinauszögern an alle Beteiligten.)
    Ist’s vielleicht ein wenig auf dem falschen Fuß gelandet?
    (Ach, die Katze landet immer auf den Füßen!)
    Also, mich hat Deine „Schnapsfertigkeit“ zum Schmunzeln gebracht!😉
    Wollte nochmal auf Deinen Kommentar eingehen, in dem Du meine vermeintlich „steilen Thesen“ herausgearbeitet hast.

    An zwei Stellen habe ich (zu finden zwischen den Schnapsideen;) darauf hingewiesen, daß ich -trotz Länge (oder wegen?)- etwas „holzhacke“, die Axt ist ganz geblieben, nur ein paar Holzklötze mögen etwas weiter geflogen sein. Dann sammeln wir sie eben wieder ein? Nu?
    Oder geht’s eher um’s Zündeln an den Spänen?
    Vegetarisch oder gut durch?
    Saft, Bier oder Wein?
    Wässerchen fein?🙄

    Solch verkürzte steile These, wie Du sie aussortierst, wollte ich nicht darstellen, zumindest nicht feststellen…
    Würde sagen, daß Silke darauf gut ergänzt hat. Denn es stimmt, es wäre interessant, das Ganze einfach mal genauer zu untersuchen (aber, wie schon weiter oben gesagt: „vertraue keiner Statistik…“) Nur wiederum, selbst wenn, wozu wäre das gut?
    Und sowieso wird’s das in den Weiten der Forschung irgendwo schon geben gehaben?

    Gehe ich mal auf Deine Punkte (im Anschluß) kurz ein.

    1. Moderne säkulare Gesellschaft = Kinderfeindlich
    2. Jüdische religionsbehaftete Gesellschaft = (Groß)-Familienfreundlich
    3. Ergo: Deutsches Gutmenschentum sollte keine Deutungshoheit besitzen, was Gut für Unsere Kinder ist.

    Zu ‚1.‘, es wäre zu untersuchen, „gefühlt“ ist es so.
    („Feindlich“ ist allerdings schon sehr stark gewählt zum Ausdruck, denke ich übertrieben. Nuja, Geschmackssache wohl, was ist Umgangssprache, was dem Argument ein Totschlag?)
    Aber, halt! „Moderne säkulare Gesellschaft“? Wat is det?
    Klingt etwas nach dem Spielchen, wo der Würfel mit Bemühen durch’s Loch für die Kugel soll aber irgendwie nicht passt?🙄

    Trotz dem allem, kenne auch aus Deutschland wirklich schöne Beispiele von (auch nichtjüdischem) Familienleben. Mitten in/aus Deutschland, fürwahr! Oj gwalt!

    Passend zum „Gesamtdrall“ des Artikels hier folgendes?
    Was ist, wenn zuviele „Menschen reinreden“ in die Familie (das große weite Feld von „Verkauf über Ämter und Räuber & Co“, zB wie Silke erwähnt, die „Küche der Lehrer“), und somit Schwierigkeiten schaffen, die es vorher nicht gab?
    (man hörte unlängst, daß sogar Feministinnen sowas schaffen!😯 )
    ZB auch „Kinderwohler“ die aber nicht „Kinderwoller“!
    Wer beschneidet eigentlich wen am was? Kinders Kinders… fremder Leute!
    Hat es in Deutschland schon Familien mit Kindern gegeben, die lieber ihren Wohnort wechselten, weil die Nachbarn den Kindern nichts gutes wollten?

    Wir leben innerhalb einer Gesellschaft, die wenigsten auf der „Insel der Glückseligkeit“, auch wenn ich das jedem gerne wünschen mag. Am Besten eben im guten Miteinander/Nebeneinander.
    Gebührender Respekt und ehrliche Freundlichkeit sind passende Schlüssel dazu, aber eben auch die Möglichkeit zur Abgrenzung gehört dazu, eine „Schon(privat)zone“ zB auch zur Identitätswahrung /Selbstbestimmung…
    (Also ‚contra‘ dem Hohn und Spott auf Kosten anderer Leute, der Ausgrenzerei, der Bessermenscherei, der Mißgunst usw )
    Was dem einen liegt, ist dem anderen ‚bäh!‘, so ist’s eben, muß aber nicht öfters.
    Und ich bin noch lang nicht bei „unserem multikulti-Experiment“ in großen Teilen Europas…
    (wo all das umsomehr zu wichtigem Fragen wird/werden wollte?)

    Zu ‚2.‘, ja, so scheint es zu sein, verallgemeinbar auch (würde sogar sagen „sprichwörtlich“ jüdische Freundlichkeit), und ‚(Groß-)‘ in Klammern, denn das wichtigere ist wirklich „familienfreundlich/ergo kinderfreundlich…“ usf.
    Was also zählte „groß, klein, mittel“, was ist ist und ist (hoffentlich!) gut.

    Zu ‚3.‘, „Deutungshoheit“ sollte (muß) die Familie für die eigenen Familienangelegenheiten haben, sonst niemand. Meine Meinung.

    Die Ausnahmen (wo also „der Volksbossdiener“ eingreifen sollte) beginnen bei den äußerst brutalen Angelegenheiten, denn sie haben natürlich zusätzlich -wenn vielleicht auch nicht beabsichtigt- Einfluß auf den Rest der Gesellschaft, mal abgesehen von den unmittelbar Betroffenen.
    „Jeder kennt jeden um drei Handschläge“ (kennste?)

    „Äußerst brutal“, damit meine ich zB sexuellen Mißbrauch oder sonstige menschenverachtende Umgangsformen die in Folge sehr wahrscheinlich zur ’seelischen Verwahrlosung‘ des Kindes führen, bis hin zu Mord an vermeintlich „ungehorsamen“ Familienangehörigen, zB usw.

    Nicht zu vergessen natürlich Familien (oder einzelnen Angehörigen daraus), die ganz schlicht auch Hilfe wünschen, ihnen sollte geholfen werden. Wird wohl auch, aber mit’m Einfühlvermögen hapert’s wohl hin und wieder, wie sich vernehmen läßt…

    Übrigens, von „Gutmenschentum“ habe ich überhaupt nicht geschrieben, außer jetzt gerade eben😉 Glaube, das habe ich noch nie (ohne es zu schwören). Irgendeine Vorstellung muß man dazu wohl haben, aber der Begriff ist mir persönlich zu präzise unpräzise, kann damit nichts anfangen, wenigstens nicht bei meiner eigenen Argumentation…
    Gibt’s das Wort eigentlich im ‚Deutsch-Wörterbuch‘ ?
    (Habe gerade keines hier liegen…)

    Nu, das in einer gewissen Kürze (schon wieder geschummelt?) zu Deinem für meinem.
    Selbstverfreilich, es handelt sich nur um relativ allgemeine Aussagen von mir.
    So sind wir wohl etwas jenseitig beinahe vom Thema, ist aber gut. Denn unser Thema hier ist ein stückweit eben auch die „Übergriffigkeit“, nicht wahr?
    Danke auf jeden Fall für Dein Interesse (und Deine „unbestimmte Zustimmung“🙄 ), bleib am Ball, falls er nicht platzen sollte. Also besser nicht reinbeißen, dafür gibt’s doch auch Tischkanten oder Ananas…

    Kleine Frage noch, wie ist eigentlich Dein Standpunkt zu der ganzen Beschneidungsbeschneiderei?

    Ach ja ( an Paul!), „…auf den Hund gekommen?“, lieber Paul, kannste zugeben, das ist gut gekontert!😉
    Die (Berliner) Ärzte haben dazu auch ’ne Antwort: Claudia!

    Ansonsten den Apotheker fragen!
    Und nicht den Humor verlieren, dem Hund zuliebe.

    Daß ihr mir also nicht auf den Hund kommt!😛
    *miaow*

    • Paul Says:

      Mein PC hat manchmal viel Ähnlichkeit mit meiner Frau.Er will nicht so wie ich es will. Deshalb etwas verspätet.

      Hallo A.mOr,

      „Gutmensch“ guckst Du hier:
      http://www.duden.de/suchen/dudenonline/gutmensch%2B
      Steht sei 2000 im Duden.

      Zum Hund und Lydia:
      Lydias Kommentar, 17.8; 17:03,
      hat mich geärgert:
      „Uff das waren wohl ein paar Gläschen Schnaps zu viel hm?
      IM Internerjargon gibt es dafür eine Bezeichnung:
      tl; dr
      Schlag’ es mal nach.“

      Ich habe nachgeschlagen und folgendes gefunden:
      „TL;DR
      „[Der Text war] zu lang; [ich habe ihn] nicht gelesen“, wird als Antwort auf einen als überlang empfundenen Beitrag gesetzt.“

      Sie hat also den Text nicht gelesen und dann kommentiert.

      Da habe ich angenommen, sie läuft durch die Bloggerwelt wie ein Hund durch den Park, der an jedem Baum sein Bein hebt und weiterläuft.

      War diese Association so falsch?

      • A.mOr Says:

        Quatsch Paul,
        dafür kritisiere ich Dich doch nicht, im Gegenteil!
        Herzlichen Dank!😀

        Aber Du weißt doch, „probier’s mal mit Gemütlichkeit!“ (vom Bärenrabby ‚Balu‘), bzw „der Ausgleich“.😉
        Und „auf den Hund gekommen“ ist mir da willkommen Witz-Biss!
        Siehste doch, bislang hat’s ’n guten Effekt?🙄

        Oj gwalt, danke für Deinen „Gutmenschen-Hinweis“, weiß nicht, irgendwie gruselig? (Hab’s jetzt noch nicht gelesen, meine Meinung mag gleich/später eine andere sein?)

      • A.mOr Says:

        Paul,
        ich bleib dabei: OY GWALT!😆

        (…und was ich jetzt als etwas gruselig empfinde, bei der Beschreibung wird doch das „Gegenteil“, also der „Schlechtmensch“ -Betonung auf „SCHLÄCHT“- der „gute“, der nicht naive -man kann auch als Erwachsener naiv sein?- der kritische Mensch, der dabei aber ausgeglichen ist und angenehm, und „politisch nicht korrekt“, …

        Also ich kann mich mit dem Ganzen nicht so anfreunden, es scheint so ausgehebelt aus allem kultiviertem Sprachgebrauch heraus, ein Wort, daß das Innenleben vom Mars beschreibt, und zwar exakt an der zur Sonne gerichteten Stelle um 18:31Uhr MEZ zwischen Oberfläche und Kern, 3mm weiter & pi mal Daumen²…, oder so?)

  24. Silke Says:

    Entschuldige A.mOr

    aber nachdem Ihr (Männer) uns (Frauen) über die Zeiten nach Euren jeweiligen Bedürfnissen zurechtgeträumt oder -argumentiert habt, gestatte ich mir ein gerüttelt Maß an Säuerlichkeit, wenn heute einer von Euch sagt, wir seien doch sowieso immer mitgemeint. Waren wir nicht und sind wir zumindest hie und da auch heute noch nicht und diese Tatsache ist es gut, noch ne Weile in Erinnerung zu behalten.

    • A.mOr Says:

      Einverstanden.

      Mit dem ‚ihrs‘ und ‚wirs‘ habe ich zwar so meine „Problemchen“ (manchmal auch einfach Freude), von etlichen Seiten immerwieder, aber auch ich mußte mich schließlich in einer Welt einfinden, von der wir (?) hier gerade reden, die einem jedem ist wie sie ist.
      Eine Mutter hat mich geboren, ein von einer Mutter geborener Vater zeugte. Irgendeinen Sinn wird’s schon haben, und das Geborne mich, es ward männlich.
      Ist’s gut oder nicht? Es ist.
      Und gut oder bös (und sovieles), was hat’s jemals mit Geschlecht zu tun gehabt, außer bei Leuten, die’s mehr schlecht als recht so einordnen zu müssen wollten?

      Silke,
      gehörte noch nie „zu den Männern“.
      Nur ich bin ein Mann.
      Und das übersetze ich gerne mit Mensch.
      Und für meine Schwester gilt das ebenso.

      • Silke Says:

        wie hältst Du’s mit der Sprachkritik bei Homosexuellen?

        würdest Du Argumente für „warmer Bruder“ finden?

        Aber was red ich, die Vergangenheit ist tot, lasst uns den Mantel des Schweigens drüber breiten, alles vergessen, denn heute ist heute und heute haben sind wir vollständig reformiert.

        Was „man“ anlangt, die Welt ist voller Überraschungen, wer sich da alles als ironieresistent outet, ist schon erstaunlich.

      • A.mOr Says:

        Tut mir Leid, Silke,
        befürchte, ich verstehe nicht recht was Du meinst. Habe ich eine leisen Ton überhört?

      • Aristobulus Says:

        A.mOr, Ehrlicher, Guter – sie will sich streiten, und fast gelingt’s.

        Warum überlässt frau es nicht den Schwulen, ob irgendwann einer den Warmen Bruder als Selbstbezeichnung hintut? – Leider wird das wohl erst in ferner Zukunft stattfinden. Schwulenbashing ist auf Parties wieder in, und grad bei Moslems jen- und diesseits aller Parties.

      • Silke Says:

        AmOr

        ich bin noch nie einem Mann begegnet, der „zu den Männern“ gehörte. Ich hingegen gehöre „zu den Frauen“ im Guten wie im Schlechten, also allen Frauen.

        Aristobulus

        LOL und danke – Ent-Täuschung hat doch immer wieder was Befreiendes

      • Aristobulus Says:

        Schon schon, wenn’s drauf angelegt wird.
        Angenehme Befreiung (oh, ein Femininum, Zufall doch) wünscht man.

  25. chesmond aka Lydia Says:

    Gestrandet Zwischen Welten….. Schon interessant welche Diskussion ich da losgetreten habe, nur durch die Erwähnung zweier Pronomina.

    Wobei mir immer noch nicht ganz klar ist, ob das damit zu tun hat, daß die Diskutanten hier sprachaffin sind (Journalisten, Autoren Kulturwissenschafter etc.), oder es mit der sehr durch klassische Geschlechterrollenverteilung in der jüdischen Kultur zu tun hat. (Das letztere ist eher eine vage Vermutung)

    Das pikante dabei ist – und nicht ohne Ironie, das ich in Wirklichkeit gar keine Frau bin. (Hund, Katze, Mann, Elefant?😉 )

    Ich hoffe damit niemand zu erzürnen. Es gibt keine Lydia bzw. ich wählte nur dieses Pseudonym, um an der Beschneidungsdebatte hier teilnehmen zu können ohne rausgeschmissen zu werden, wie es mir auf Chajms Blog passiert ist. (Mag mit meiner direkten Art bzw. Chajms rigiden Blogregeln zu tun haben)

    Bitte verzeiht mir diesen kleinen Kniff. Ich habe aber diesmal keine lebende Person personifiziert.

    Aber es ist interessant wie doch Menschen unterschiedlich auf Frauen und Männer reagieren. In der Regel sind Männer gegenüber Frauen nachsichtiger – und umgekehrt.

    Eigentlich war es nicht meine Intention eine Debatte über Feminismus oder Geschlechterbefindlichkeiten loszutreten.

    Tja. Was bleibt mir noch zu sagen?

    Nun mein Weltbild hat sich etwas geändert: Ich habe erfahren, dass hier sehr intelligente, manche auch sehr weise – zumindest sehr nachdenkliche Kommentare zu lesen sind. Hat mein Weltbild gegenüber Juden zum Positiven verändert. (Wobei mir sehr wohl bewusst ist, das es nicht DEN oder DIE Juden gibt)
    Ich bin kein Antisemit. Aber meine Erfahrungen auf Sprachkasse wird man sehr schnell in diese Ecke gedrängt. Gerade wenn man(n) (NICHT Frau😛 ) eine kritische Meinung zur Beschneidung inne hat.

    A.m0r hat Lydia bzw. mich gefragt welche Meinung ich dazu habe. Ich bin mir aber nicht mehr so sicher, ob ich mich noch dazu äussern soll. Mir ist zwischenzeitlich klar geworden, wie stark identitätsstiftend diese Beschneidung für Juden doch ist.

    Da ich aber Religionen gegenüber (durch persönliche Lebenserfahrung geprägt) sehr kritisch eingestellt bin, bin ich unschlüssig. Mir kommt es wie ein Brandmal vor.

    Okay. Ich hoffe mein Beitrag war nicht zu langatmig und hoffentlich auch nicht mein letzter hier. Oder doch?

    Lydia aka Chesmond.

    P.S: Danke für die freundlichen Worte bzw. die Blumen A,m0r.

  26. Lydia Says:

    Ich hoffe Yael schaltet meinen letzten Kommentar frei.

  27. Lydia Says:

    Gestrandet Zwischen Welten….. Schon interessant welche Diskussion ich da losgetreten habe, nur durch die Erwähnung zweier Pronomina.

    Wobei mir immer noch nicht ganz klar ist, ob das damit zu tun hat, daß die Diskutanten hier sprachaffin sind (Journalisten, Autoren Kulturwissenschafter etc.), oder es mit der sehr durch klassische Geschlechterrollenverteilung in der jüdischen Kultur zu tun hat. (Das letztere ist eher eine vage Vermutung)

    Das pikante dabei ist – und nicht ohne Ironie, das ich in Wirklichkeit gar keine Frau bin. (Hund, Katze, Mann, Elefant?😉 )

    Ich hoffe damit niemand zu erzürnen. Es gibt keine Lydia bzw. ich wählte nur dieses Pseudonym, um an der Beschneidungsdebatte hier teilnehmen zu können ohne rausgeschmissen zu werden, wie es mir auf Chajms Blog passiert ist. (Mag mit meiner direkten Art bzw. Chajms rigiden Blogregeln zu tun haben)

    Bitte verzeiht mir diesen kleinen Kniff. Ich habe aber diesmal keine lebende Person personifiziert.

    Aber es ist interessant wie doch Menschen unterschiedlich auf Frauen und Männer reagieren. In der Regel sind Männer gegenüber Frauen nachsichtiger – und umgekehrt.

    Eigentlich war es nicht meine Intention eine Debatte über Feminismus oder Geschlechterbefindlichkeiten loszutreten.

    Tja. Was bleibt mir noch zu sagen?

    Nun mein Weltbild hat sich etwas geändert: Ich habe erfahren, dass hier sehr intelligente, manche auch sehr weise – zumindest sehr nachdenkliche Kommentare zu lesen sind. Hat mein Weltbild gegenüber Juden zum Positiven verändert. (Wobei mir sehr wohl bewusst ist, das es nicht DEN oder DIE Juden gibt)
    Ich bin kein Antisemit. Aber meine Erfahrungen auf Sprachkasse wird man sehr schnell in diese Ecke gedrängt. Gerade wenn man(n) (NICHT Frau😛 ) eine kritische Meinung zur Beschneidung inne hat.

    A.m0r hat Lydia bzw. mich gefragt welche Meinung ich dazu habe. Ich bin mir aber nicht mehr so sicher, ob ich mich noch dazu äussern soll. Mir ist zwischenzeitlich klar geworden, wie stark identitätsstiftend diese Beschneidung für Juden doch ist.

    Da ich aber Religionen gegenüber (durch persönliche Lebenserfahrung geprägt) sehr kritisch eingestellt bin, bin ich unschlüssig. Mir kommt es wie ein Brandmal vor.

    Okay. Ich hoffe mein Beitrag war nicht zu langatmig und hoffentlich auch nicht mein letzter hier. Oder doch?

    Lydia aka Chesmond.

    P.S: Danke für die freundlichen Worte bzw. die Blumen A.m0r

    • Aristobulus Says:

      Hi Lydius,
      von mir nur die Frage, was „sehr durch klassische Geschlechterrollenverteilung in der jüdischen Kultur“ bedeuten soll.
      Was ist die jüdische Kultur? Es gibt hierzulande etwa die säkulare, die normalorthodoxe, die großstädtische, kleinstädtische usf., und es gibt die Chabadniks. Wo wären da (sogar bei den Chabadniks) diese Geschlechterrollen klassischer, d.h. traditioneller oder gar reaktionärer verteilt als bei den aufgeklärten Nichtjuden aus Schleswig, Altötting, Berlin usf.?

      • Lydia Says:

        Gute Frage. Da bin ich überfragt. Ich habe zu meinem Bedauern keine persönlichen Erfahrungen mit jüdischer Kultur. Nur was man so aus den Medien erfährt. Erklärt vielleicht meine Ahnungslosigkeit diesbezügich. Vielleicht sind Juden in Deutschland liberaler als in Israel? Oder hängt das von der Strömung des Glaubens ab? (liberal, konservativ, orthodox) Oder ist es ein Generationenproblem?

        Ich weiss nur in meiner Familie war mein Vater noch Familienoberhaupt. Bin daher autoritär erzogen worden. War damals noch so üblich. Heute wäre es wohl etwas anders.

      • Aristobulus Says:

        Danke für Deine ehrliche Antwort. „Was man so aus den Medien erfährt“ bedeutet aber nicht viel, denn welche Medien sollen das sein?, die Süddeutsche Zeitung, gar der SPON, oder die Jerusalem Post, oder israelische Blogs?

        Israel als Rechtssystem und als Gesellschaft ist völlig westlich (nein, jüdisch, das Eine schließt das Andere nicht aus), nur so klein, dass jeder fast jeden kennt. Da gibt es traditionelle Lebensformen (und Befreiungen daraus), ganz so wie bei den deutschen, französischen oder amerikanischen Juden. Die überaus Meisten leben nicht mit ‚klassischer Geschlechterrollenverteilung‘.

      • Lydia Says:

        @Aristobulus: Danke für Deine prompte Antwort.

        Welche Medien das sind? Also meist lese ich Medien kreuz- und quer kontext bezogen. Alle die genannten waren da schon bei. Wobei die jerusalem post lese ich nur sporadisch, wenn jüdische Politik mal im Tagesgeschehen ist. (z.B. Uboote im Mittelmeer usw.) Ab und an die Süddeutsche. Ansonsten auch SPON. (Asche auf mein Haupt)😀

        Seit neuestem auch die Jüdische Allgemeine.😉

    • Paul Says:

      Hallo Lydia, wen interessiert es, ob Du ein Mann oder eine Frau bist?
      Wen interessiert es, wenn in China gerade eben ein Sack Reis umgekippt ist?🙂

      Also, mich interessiert es nicht, welches Geschschlecht ein Mitbloger hat.
      Die Anonymität ist perfekt und selbst wen jemand persönliches mitteilt, weiß ich nicht, ob es stimmt.
      Interessiert mich auch nicht.
      Mich interessiert der geschriebene Text. Ob der Schreiber tatsächlich so denkt oder es nur mit einer bestimmten Absicht geschrieben hat, kann ich nicht beurteilen. Übrigens, im persönlichen Gespräch auch nicht. Interessiert mich auch nicht.

      Mich interessiert was geschrieben wird. Damit setze ich mich auseinander. Wenn es mit meiner Ansicht übereinstimmt, freue ich mich. Wenn nicht, dann ärgere ich mich nicht, sondern versuche meine Meinung so einleuchtend wie möglich darzustellen oder mich mit der anderen Meinung auseinander zu setzen.

      Und Dir Lydia, gebe ich noch einen guten Rat (ja, das mache ich auch manchmal).
      Frei nach Papst Johannes XXIII:
      Nimm Dich nicht so wichtig, Lydia!

  28. Silke Says:

    …zumal der Sprachregelungsstreit nichts bewirkt außer noch mehr Rasenbetretverbotsregeln – ich erinnere mich an erbitterte Diskussionen in Redaktionen, wo überall ~Innen zu stehen habe, als ob dadurch reale Benachteiligungen sprachlich aufgefangen und also sprachmagisch ins Gute verwandelt werden könnten. Können sie ja nicht.

    Können Sie doch, wie jede weiß, die’s staunend und zunächst ungläubig miterlebt hat.

    Doch was red ich, was bedeutet der Rest der Welt schon im Vergleich zu den Redaktionszimmern von Glamourpublikationen voll mit vor Brillanz und Einsicht und Weltkenntnis und Erfahrung nur so überschäumenden Köpfen.

    Rita Süßmuth wurde 1988 Bundestagspräsidentin, erstaunlich, daß diese Frau und ihre Stellungnahme dazu sogar bei denen, die sich ihrer in Sachen Abtreibung dankbar erinnern sollten, so vergessen ist. Keine 25 Jahre reicht also das Gedächtnis der Youngster zurück. Sie war es, die sich öffentlich und unmißverständlich dafür entschied und aussprach, daß sie BundestagspräsidentIN genannt werden wollte und nicht, wie bis dahin noch weitestgehend üblich, Bundestagspräsident.

    Aber was weiß schon Süßmuth, was Aristobulus nicht besser weiß. Der hat ja schließlich Jahrzehnte seines Lebens in abhängigen Arbeitsverhältnissen verbracht und kennt sich daher genau aus mit der Welt jenseits von St. Pauli.

    Ach ja und was die real existierende klassenlose Gesellschaft anlangt, dazu gibt’s hier auch noch was und das war’s dann von mir.

    http://www.tnr.com/blog/electionate/106370/obama-isnt-the-only-candidate-whos-got-problems-the-white-working-class

    Es gibt Weltsichten, die sogar für mich zu Scheuklappen-behaftet sind.

    • Silke Says:

      PS: wer den Unterschied zwischen Sprachregelung und der Respektierung von Wünschen von Personen, wie sie angesprochen bzw. von ihnen gesprochen wird, nicht erkennen kann, sollte mal in sich gehen, aber gründlich. Es sei denn, Israelis dürfen nur wünschen, was die Diaspora gestattet.

      http://richardmillett.wordpress.com/2012/08/17/hezbollah-marches-through-london-again-on-al-quds-day/#comment-19147

      • Aristobulus Says:

        Silke, Perlen reiner Verächtlichkeit, reisten Hochmuts zum Bes-, nein zum Schlächtesten gebend:

        was bedeutet der Rest der Welt schon im Vergleich zu den Redaktionszimmern von Glamourpublikationen voll mit vor Brillanz und Einsicht und Weltkenntnis und Erfahrung nur so überschäumenden Köpfen.

        Aber was weiß schon Süßmuth, was Aristobulus nicht besser weiß. Der hat ja schließlich Jahrzehnte seines Lebens in abhängigen Arbeitsverhältnissen verbracht und kennt sich daher genau aus mit der Welt jenseits von St. Pauli.

        Silke und ihr Klassendings, ewige Kämpferin gegen Glamour und gegen die da oben, die die Deklassierten unterdrücken, und wehe, wenn einst selbst der Lozowick mal die falsche Meinung verträte, er bekäme Silkes gesamte Verächtlichkeit ab. Silke als hochmütigste Sachwalterin aller abhängig beschäftigten Frauen gegen die Welt der Anderen und der Fräuleinsager, ihr Überhochmut gegen deren Wertlosigkeit. Wer gewinnt?
        Wer macht den nächsten Punkt?
        In der Welt der Verächtlichkeit ist sie die Größte, da rult sie, da bin ich ihr schrecklich unterlegen und um Jahrzehnte hinterher, und habe mit jedem halben Satz weiter verloren.

      • Aristobulus Says:

        P.S.
        À propos, der kleine Ari kennt sich nichtmal in der Welt von St. Pauli aus. Der schreibt bloß mühsamen Halbglamour über Leute, die sich nicht auskennen und zu nix nütze sind, und die nix von den wirklich wichtigen Dingen begreifen. Mit dem Finger soll man auf den zeigen, denn der ist nicht abhängig beschäftigt, der kann auch die Bildzeitung nicht leiden, na, schmarotzt der?, hat der gar ’ne Meinung über Frau Süßmuth?, hat der die Sechziger erlebt?, war der je in der Gewerkschaft?!

        („Hast ma‘ gearbeitet?!“, schnauzte 1982 ein Hausmeister, dem’s Eimerstapeln nicht schnell genug ging, als ich da abh. beschäftigt war. Der Hochmut der Arbeitenden gegen die, die nicht arbeiten.)
        Nu.

  29. Yael Says:

    Rabbiner David Goldberg wurde angezeigt. Ich habe das schon erwartet als das ZDF gestern eine von ihm durchgeführte Brith Mila zeigte. Auf Deutsche ist eben auch da immer Verlass.

    Edit: Ich muss mich korrigieren. Es war nicht eine von Rabbi Goldberg durchgeführte Brith Mila, den das ZDF zeigte.

  30. A.mOr Says:

    Hmm… ‚Lydia‘, oder doch besser Chesmond nun?
    (Jepp! Ahoj Chesmond! Netter ’nick‘ übrigens.)

    Schaaade, Lydia ist (auch) ein schöner Name (😉 erinnert mich an eine Bekannte vor vielen Jahren!), aber es würde mich nun doch stören (?), ihn weiterzuverwenden.
    Hoffentlich ist es Dir recht, daß ich Dich nun Chesmond nenne, bzw würdest Du (wenigstens hier) den ’nick‘ entsprechend ändern, kann auch ‚Alan‘ sein oder ‚Muhammad Ali’…’Lydius‘?
    Ne, ernsthaft, das ist Deine Sache, ich sag nur meins.
    Bin da anscheinend doch mehr geschlechterbezogen, als ich mir politisch korrekt (ojeh!) erlauben „darf“❓
    Immerhin, es hat Spaß gemacht für die Blumen!
    Und keine Sorge, Du bist nicht der erste Mann, dem ich Blumen zudachte. Zumindest in der Hinsicht bin ich dann doch nicht zu sehr „eingefahren“.
    (oookay, „when I fall in love“ ist in unserem Fall dann vielleicht nicht so angebracht, es sei wir beide spielen zusammen die Kavaliere unter’m Balkonien von Zwillingsschwestern mit gigantischem Blumentopf-Vorrat?🙄 Keine Sorge, wir nehmen ein Orchester mit, dann gibt’s ’ne ausgedehntere Trefferfläche…)

    An Deinen Auftritt in der ‚Sprachkasse‘ erinnere ich mich nicht..(..mehr?/ schriebst Du unter anderem nick? )
    Nur Chajm möchte ich gerne verteidigen!
    Wenn ich richtig informiert bin, dann war der blog bis zu der ganzen „Beschneidungsdiskussion“ für jedermannfrau zum Kommentieren offen, aber dann mußte Chajm viele Klagen hören, weshalb er -ganz anständig und respektvoll finde ich- anfing zu zensieren. Und der Mann ist schließlich hauptamtlich nicht „blog-Betreiber“, es mag also durchaus sein, daß manche Kommentare nicht durchkamen, die es wert gewesen wären.

    Was die Klagen angeht, jepp, das siehst Du schon richtig, Brit Mila ist für Juden sehr wichtig, es ist Vorschrift aus der Tora, und danach definiert sich Judentum. Geht schon ein paar Tage lang so. Und zwischendurch ist bestimmt ein Sack Reis sogar in Pusan umgekippt! Insofern hast Du wohl auch verstanden, daß ein Verbot der Brit Mila einen klaren Angriff gegen das Judentum selbst bedeutet. Auf der ‚Sprachkasse‘ hatte ich dazu auch etwas geschrieben, das hattest Du gelesen?
    Wenn also letztlich sehr unbedachte Kritik, sehr häufig noch recht offen judenverachtend, an uns und unserer Religion geäußert wird -und es war sehr massiv- dann kannst Du sicher auch verstehen, daß bei einigen von uns die Nerven blank lagen/sogar noch liegen, je nachdem.
    → Und daß das Ganze ‚auch praktisch-personell‘ keine Bagatelle darstellt, wir haben nun folgende Situation.

    Anzeige gegen Rabbi aus Hof!

    Man kann eben nicht mit „Herrenmenschen“ diskutieren über die Bedingungen von irgendetwas, wenn man nicht bereit ist, sich solchen „Herrenmenschen“ zu unterwerfen.
    Ja, diese Leute, die da „suprematistisch“ eingreifen müssen wollen (zB nun dieser Arzt, der den Mohel anzeigte – zu Nazis Zeiten nannte man solches ‚Denunziation‘), sie wollen Macht ausüben, sie wollen anderen (uns) zeigen, wo der Hammer hängt, sie wollen nicht reden, sie wollen nicht (im guten und offen-neugierigem Sinne) lernen sondern bestimmen/über andere bestimmen und letztlich ihren „irrationalen Haß“ ausleben!

    Nein, Chesmond, es geht hier nicht um Bagatelle, der Weg, der nun -mit dieser Anzeige dazu- vorgezeigt wird, er ist längst in Deutschland ausgelegt worden.
    Wenn Du mal etwas Freizeit und „Lust“ auf Grusel hast, so magst Du Dich bei folgendem link etwas einfinden und Spuren auflesen:
    http://www1.jur.uva.nl/junsv/

    Das Judentum kennt solche Angriffe in Europa spätestens seit den „christlich“-fanatisierten Kreuzzügen, diese Geschichte wurde mit jüdischem Blut geschrieben, Juden wurden lebendig verbrannt und es ist wohl in Ordnung, die Vielzahl an Verbrechen en detail nicht aufzulisten, weil es eben sehr unschön ist, nicht geeignet für „süße Träume“.
    Daß solches dann oft noch durch Raub von jüdischem Besitz (auch aus Synagogen zB) mitfinanziert wurde (va auch in der Nazi-Zeit!), auf’s Materielle beinahe unwichtig, aber wie perfide ist das!

    Wir haben lernen müssen, was das „Herrentum“ so mancher bedeutet (nicht nur wir allerdings, ohne unseres „verharmlosen“ zu wollen, aber viele Menschen in Europa mußten das „lernen“, das ist europäische Geschichte, wo die Aufklärung ihre Wiege hat, aber auch den Nationalsozialismus „hervorbrachte“, Europa ist über die Jahrtausende vor allem auch ein gigantisches Schlachtfeld!)

    Wie dem auch sei.
    Wir haben und akzeptieren keine Herren, wir haben *

    Menschen aber sind „Gleichberechtigte“, der Rabbi, der Bäcker, der Schmied, auch der Schnorrer, öhem, auch „die Frauen“ (!), Chesmond, die Aufklärung ist ohne dem jüdischen (Vor)Denken in Europa nicht denkbar, es ist Resultat aus der Lehre der Tora/dem Tanach und der Beurteilung dessen (dem Weiterdenken) aus Talmud usw.
    Die Aufklärung in Europa wirkte sich allerdings auch „kritisch“ wiederum auf das Judentum in Europa aus. Das „liberale“ oder das „konservative“ Judentum in Europa und Amerika sind quasi „jüdische Emanzipationsbewegungen“, sie emanzipierten sich gegenüber dem bis dahin überall gültigem „orthodoxen“ Judentum.
    Das ist nicht viel Erklärung, aber vielleicht konnte ich Dir damit ein wenig „jüdische Geschichte (in Europa)“ näherbringen. Es ist jedoch das orthodoxe Judentum (wenn auch dort verschiedene Strömungen existieren) welches man -wenn schon- als „echtes“ Judentum bezeichnen würde.
    Die liberale Ausrichtung ist natürlich genauso „echt“, nur eben -sagen wir- weniger authentisch.
    Für ALLE aber gilt: „das männliche werde beschnitten am 8.Tage.“

    Natürlich akzeptieren deutsche Juden die deutsche Gesetzgebung.
    Auch solches ist innerhalb des Judentums klar definiert und geklärt.

    Wenn aber Judentum selbst in Deutschland kriminalisiert wird…
    Es ist bereits geschehen! Was denken denn diese Leute, was sie nun tun?

    ~ * ~

    Chesmond,
    auf jeden Fall möchte ich mich bedanken für diesen ehrlichen und interessanten Kommentar von Dir, und schon alleine dafür, daß Du uns an Deinen -quasi außerordentlichen- Erfahrungen als „Frau“ teilhaben läßt, möchte ich Dir gegenüber auch nicht verärgert sein.
    Es freut mich auch zu lesen, daß Du im positiven Sinne Erfahrung dazu gesammelt hast.
    Daß sich hinter weiblichen Namen öfters mal Männekens verbergen hatte mir mal ein IT-Profi zugeflüstert, aber ansonsten, als Menschen, lassen wir uns eben leicht täuschen…
    Das ist ja beinahe chutzpe (!), was Du hier durchgezogen hast, einen Mini-Respekt dafür (mehr geht nicht, sonst bekomme ich noch Haue vom Kölner Gericht!😯 )

    Pronomina-Lostretung, hm, beides Deine Thesen passen wohl.
    Nu, Geschlechterrollenverteilung im Judentum gibt es wohl auch (wo nicht?), aber die jüdische Frau läßt sich nicht unterdrücken! Im Judentum ist der Mann „der Unterdrückte“!
    Die Frau ist schon „perfekt“, der Mann muß ersteinmal allerhand leisten, bevor er annähernd „perfekt“ wird. Es gibt kein Mann oder Frau steht höher im Rang, das mag manchem von außen so erscheinen, weil es bis vor kurzem zB keine weiblichen Rabbiner gab.
    Frauen sind gewissermaßen „Rabbis von Natur“.
    Die Beurteilung einer Frau ist wichtig und zu respektieren.
    Mag sein, klingt ein wenig „macho“, aber bei uns gebären nuneinmal Frauen die Kinder!😉

    Gewisse Kritik indes am Judentum kommt aus einem Weltbild, welches Judentum nicht kennt (oder verachtend verleugnet), die Beschneidung von Frauenrechten gibt es im Christentum (seit dem Mittelalter wohl umso stärker) und eben im Islam seit Beginn, deshalb denkt die „Kritik“ aus der Richtung eben, daß es im Judentum auch so sei.
    Es ist ein Trugschluß.
    Von sich auf andere schließen paßt eben nicht immer.

    Das ist übrigens auch interessant (bei Dir), ich gehe auf Verdacht dahin.
    Du schreibst, daß Du „Religionen“ gegenüber kritisch eingestellt bist. Das kann ich nachvollziehen, weil ich selber Erfahrungen habe in dem Bereich, die mir nicht lagen. Der Knackpunkt aber ist -zumindest bei mir- daß ich solche Erfahrungen mit dem Islam, aber vor allem in Deutschland auch mit Christen hatte, Missionierungsversuche sind eben an mir abgeprallt (an jemanden, der diskussionsfreudig ist, neugierig, der andere versucht „gelten zu lassen“), und ich mag es nicht, finde es falsch (für diverse Gründe vielleicht mal an anderer Stelle).

    Im Judentum gibt es keine Missionierungsversuche, im Gegenteil, es wird Menschen ziemlich schwer gemacht zum Judentum zu konvertieren..(., insofern an Dein ‚alter ego‘ – laß es lieber, wozu der Streß? Guck Dir die ‚Sieben Noachidischen Gebote‘ an, Du brauchst kein Jude sein um ein guter Mensch zu sein! Und Juden wissen und respektieren das!)
    Habe keine wirklichen Erfahrungswerte zu Konvertierung, aber ich wäre nicht überrascht, wenn eher viele als wenige auf dem Weg dahin schließlich aufgeben.

    Worauf ich aber hinaus möchte, viele, die sagen, daß sie „Religionen kritisieren“, die meinen eigentlich das, was sie durch christliche oder islamische „Ausrichtung“ kennenlernten.
    Bei der Aussage „Kritik gegen Religion“ aber wird das Judentum meist direkt in den selben Topf geworfen und so kritisiert, als sei es wie Christentum oder Islam. Die beiden seien schließlich „Nachfolger“ des Judentums. („Abrahamitische Religionen“…)
    Nu, das sagen sie von sich!
    Nur sie handeln nicht nach Judentum, sondern nach ihren eigenen Dogmen und Bestimmungen, ja, allzuhäufig erfahren gerade wir durch diese beiden (und seit Hitler eben auch von Atheisten) Verfolgung auf viele Weisen!

    Nu, das finde ich ziemlich perfide, wir werden mit unseren Verfolgern in den gleichen Topf geworfen für das, was sie uns (ua) böses tun!?!
    Wie denkst Du darüber?

    (Und lieber sei’s nochmal erwähnt, mein Verallgemeinern soll nicht bedeuten, daß ich ALLE Christen, ALLE Moslems über einen Kamm schere. Für mich gilt zunächst immer ersteinmal: a mensch is a mensch! Und auch in diesem blog finden wir löbliche Beispiele, die meiner „Verallgemeinerung“ oben widerstehen.)

    Deine Stelle, daß Du Dich lieber nicht äußern möchtest zu meiner Frage bezüglich Beschneidung: sehr elegant, akzeptabel, Danke.😉

    (Übrigens Achtung! ‚tl; dr ‚! )
    Also, was „Langatmigkeit“ angeht bei Deinen Beiträgen, da mußt Du wohl noch etwas pumpen, joggen oder schwimmen gehen (❓ ), aber, so wie ich das zumindest sehe, scheint es interessant mit Dir werden zu können. Nu, jetzt wo Du Dich wieder umoperiert hast (massl tow!:mrgreen: ), hast Du natürlich auch Deine Schonzone aufgegeben, aber Deiner soeben erfahrenden Erfahrung nach dürftest Du als Mann nun die kleineren blauen Flecken, Prellungen und Knochenbrüche nur befürchten. Ganz schön gewitzt!

    Außerdem, wenn Deine Erfahrung nun verallgemeinbar sein sollte, dann finde ich das garnicht mal so übel, wenn Geschlechter erkennbar sind, dann behandle ich (zB) eben eine Frau etwas nachsichtiger (?, hmmm…) als einen Mann. Na und, damit kann ich gut leben! Zugegeben, das ist so bei mir. (…wobei ich mich -auch zugegeben, auf schriftlichem Felde- schon leider sehr übel mal zanken mußte mit „Spezialausgaben“ des Weibchens…jepp, sowas ist möglich!)

    Nu, auch einen Mann werde ich nicht ohne Not absichtlich verletzen, dafür hatte ich zu wenig „Luxus & Schonzone“.
    Nur ein Narr macht sich Feinde ohne Not.
    Ein (wahrscheinlich) größerer Narr aber nennt seine Feinde Freunde.

    Also, wie ich’s bisher erkenne, Chesmond (oder Hulk? Hundkatzmannelephant?…) willkommen, gehab Dich wohl, einen wohlmeinenden Versuch ist’s schließlich immer wert!😀
    (Und wie gesagt, sei Chajm nicht ärgerlich, der ist schwer in Ordnung!)

    PS/freut mich, daß Dein kleiner Schwindel hier relativ mild aufgenommen wird.
    Diese Radikal-(freundlich)en! Sogar der Kathole, verrückte Welt!
    Hoffe, Du ziehst daraus nicht die Erkenntnis, daß wir es nicht ganz so eng sehen würden mit „Recht und Ordnung“.

    PPS/
    *pffffuh!*
    Endlich, tatsächlich! Dies ist das Ende vom Text, aber nur von diesem!
    Es könnte sein, es folgen weitere, also Lesebrille anschnallen, bequemen Sitz bitte (für die Yoga-iker unter uns: bequemen Kopfstand bitte), tiiieeef durchatmen…uuund waaarten…

    (…😉 …)
    *kuckuck*
    (…😯 …)

    • Aristobulus Says:

      *Aristob, im Hintergrund bleib‘ *
      Lol!

      …nur kurz was zu dieser Anzeige gegen den Rebben Goldberg aus Hof. Der Anzeigende weiß, dass Rebbe Goldberg ein großer Könner ist (dreitausendmal hat er die Briss vorgenommen), und die Anzeige bezweckt, das Judentum zurück in Keller und dunkle Winkel zu treiben, in die Heimlichkeit.
      Jeder, der es wissen will, weiß, dass innerhalb des Judentum die Briss weder ein Problem, noch ein u.U. zu Streichendes ist. Die Briss ist einer der Kerne des Judentums – es gibt uns schon so lang, weil wir von Anfang an nicht auf diese Kerne verzichten mochten, nie.
      Wer den Rebben so denunziert, will wieder die gedrückten, vorsichtigen, heimlichen Juden der Vergangenheit, die drinnen zitterten, wenn draußen Mehrheits-Osmanen, Zaristen oder Preußen vorbeilärmten. Ein gespenstischer Versuch

      • Wolfram Says:

        Die Preußen hielt ich in der Hinsicht eigentlich immer für Vorreiter der Toleranz – nun, ich mag mich täuschen.

        Manche Leute halten jetzt auch hoch und wehen damit wie mit Bannern, daß es zwei, drei Leute gibt, amerikanische Juden, die der Ansicht sind, Judentum sei besser dran ohne Beschneidung.
        Nun, das Judentum ohne Beschneidung ist in etwa wie Christentum ohne Christus oder Islam ohne Koran.

        Die Anzeige gegen Rabbi Goldberg kann sogar ein Gutes haben: das Kölner Feldgericht Landgericht hat mit einem finnigen Kniff den Gang zum Verfassungsgericht versperrt: der Staatsanwalt konnte keine Rechtsmittel einlegen, weil er „gewonnen“ hat, und der Angeklagte nicht, weil er wegen Rechtsirrtum straffrei gesprochen wurde.
        Wenn nun Rabbi Goldberg wegen Ausübung der jüdischen Religion vor Gericht kommt, dann bietet das alle Chancen, das Verfassungsgericht anzurufen, das der Freiheit der Religionsausübung in Deutschland hoffentlich wieder Raum geben wird.

      • Aristobulus Says:

        …die Preußen haben zwischen 1860 und 1870 immerhin die letzten paar Hansestädte gezwungen, die Abschottung gegen den Zuzug von Juden aufzuheben. Zuvor hatten die Preußen 60 Jahre lang alles getan, um die napoleonischen Reformen wieder aufzuheben, und nach der Judenbefreiung, die längst nicht vollständig stattfand (keine Juden im Offizierscorps und keine Juden als Beamte), hatte der judenhassende, protestantische Prediger Stöcker immer des Kaisers Ohr.

        Im achtzehnten Jh stand Preußen für Aufklärung, im neunzehnten Jh für’s Gegenteil. Erstaunlich. Wobei dann die preußische Landesregierung ab 1918 reichsweit als fast, fast einzige unter Otto Braun (SPD) kompromisslos die Republik durchgesetzt hat, bis zum Preußenschlag durch Papen und die Rechten 1932, da war dann mal wieder alles zu Ende

      • A.mOr Says:

        Wolfram,
        „Wenn nun Rabbi Goldberg wegen Ausübung der jüdischen Religion vor Gericht kommt…“
        Das hast Du sehr treffend formuliert.
        Hatte schon eine Antwort auf Aristobulus Worte vorbereitet, sie dann aber doch zurückgehalten – ersteinmal, und vorsichtshalber noch.

        Ob der Rabbi wirklich vor Gericht kommt ist meines Wissens längst nicht klar, daß aber ein Rabbi wegen Ausübung seiner Pflichten (Judentum) in Deutschland angezeigt wird, das ist ein finsteres Zeichen. Ein Zeichen, welches die Hasser in diesem Land auch setzen wollen, denn wie Aristobulus sehr zutreffend schreibt, sie wollen uns zittern sehen.
        Sie tragen in sich das finstere Verlangen andere Menschen zu gängeln.

        Meinen bereits vorbereiteten Kommentar halte ich noch etwas zurück (auch Zeitmangel momentan), aber in irgendeiner Form wollte ich jene/„meine“ Thematik nochmal ausführlicher darlegen.
        Sie legen Steine an den Weg in die Finsternis, es sind Steine die bereits beschriftet sind, ihre Namen stehen geschrieben in Yad Vashem.
        (Das mag manchem übertrieben erscheinen?
        Nu, wenn ich einen Schritt in eine gewisse Richtung gehe, folgt dann nicht der zweite, der dritte…? Und was lehrt uns die Geschichte? Wer ist der Mensch, was wird ein Mensch tun? Jeder bedenke das für sich selbst. Eines aber ist sicher, wir trauern um unsere Toten deren Namen in Yad Vashem -nur unvollständig dazu!- aufgeschrieben sind, weil Menschen sie ermordet haben, Menschen, nicht sonst.)

        Wir jedoch sollen nicht bangen und zittern, denn das ist, was „sie“ bezwecken zu unserm Übel.
        Wir sollen (und dürfen) uns nicht abbringen lassen dem ‚gerechten‘ Pfad zu folgen, wie haschem ihn in unseren Herzen eingeschrieben hat, in Ehrfurcht vor dem Leben und Respekt vor den anderen Menschen.
        Sein Name Sei Gepriesen. Er Ist Unser Schöpfer. Er Ist Einzig.

    • Lydia Says:

      A.m0r, Danke für diesen tollen Beitrag. Der war NTL; DR.
      (not too long; Did Read)😀 Hat mich zum schmunzeln gebracht.

      Du hast viele Dinge angeschnitten, die es wert sind darauf einzugehen, muss aber erst ‚Hirnen‘. Aber ich kann Paul beruhigen, ich lese die Beiträge. Wie er darauf kommt, dass ich mich zu wichtig nehme ist mir allerdings unklar…

      Mir fällt da ein altes Lied von Trio ein:

      ‚Los Paul, Du musst ihm voll in die Fresse hauen, das ist die Gewalt, die wir sehen aber nicht spüren wollen…‘

      Komisch, warum fällt mir dieses Lied dazu ein?

      Übrigens brauch ich keine Rätschläge von Katholiken oder deren Päpste. Ich bin nicht ohne Grund aus der Katholischen Kirche ausgetreten. Ist mir dabei Wurscht ob der Johannes oder Paul heisst.😛

      Soviel erstmal. Später mehr.🙂

      P.S: Muss mich weiterhin Lydia nennen, ausser Yael schaltet mich als Chesmond frei😉

      • Paul Says:

        Lydia,
        Du schreibst:
        „Wie er darauf kommt, dass ich mich zu wichtig nehme ist mir allerdings unklar…“

        Irgendwo in dieser Diskussion hast Du geschrieben, dass Du verwunder darüber seiest, dass Du eine derartige Diskussion hier losgetreten habest.
        Darauf habe ich mich bezogen.
        (Zur Erinnerung: Ausgang der Diskussion war „man/frau“.)

        Mir ist dagegen schleierhaft, weshalb Dir dieses Trio eigefallen ist. Wann habe ich Dir „in die Fresse“ gehauen?

        Dass Du auf einen Ausspruch von Papst Johannes so allergisch abartig reagierst erschreckt mich schon.
        Erst hast Du mich als Juden gehasst, jetzt als Katholiken zurechtgewiesen.
        Ich kann auch noch Buddha zitieren wenn Du willst. Nur damit Deine Agression nicht so ins Leere verpufft.🙂

      • Paul Says:

        Ach so, noch was vergessen:
        „Aber ich kann Paul beruhigen, ich lese die Beiträge.“

        Dann schreibe nicht „tl;dr“. Ich nehme das Geschriebene immer als Realität an, egal ob eine Frau oder ein Mann schreibt.

      • Yael Says:

        Ich habe deinen Beitrag gestern schon als Chesmond freigeschalten.

      • Lydia Says:

        Tja so wie es aussieht kann ich als Lydia frei posten. Als Chesmond hänge ich in der Moderationsschleife, so wie auf Sprachkasse. Ein bisschen frustrierend. Genau so hat es auf Sprachkasse angefangen.

        Chesmond aka Lydia.

      • Yael Says:

        Ich kann dir nicht sagen, woran es liegt. Vielleicht weil du mit einer IP unter unterschiedlichen Namen gepostet hast.
        Die Warteschleife war keine Absicht, das macht wordpress automatisch.

    • Lydia Says:

      Ahoj A.mor🙂
      Yo Du kannst mich ruhig Chesmond nennen. (Diesen Nick habe ich auch auf Chajms Blog benutzt bevor er mich auf Spam gesetzt hat)

      Du hattest auch eine Bekannte namens Lydia? Dann haben wir ja noch was gemein😉 Jaa das war mal eine Freundin von mir. Vielleicht auch deswegen diese Affinität zu dem Namen. Ist ja auch naheliegend. Obwohl die bekannte Lydierin war ja auch recht streitbar…😉

      Das mit den Kavalieren auf Balkonien, die mit Blumen schmeissen hat mich zum Lachen gebracht. Danke dafür. Du hast einen grossen Sinn für Humor. So war das auch mit dem TL; DR gemeint. Halb ernst, halb ironisch. Du scheinst es ja verstanden zu haben.

      Da ich weder Sprachwissenschaftler, noch Intellektueller bin, muss ich wohl etwas präziser mit meiner Schreibse werden. Sonst lauf‘ ich hier wohl öfters ins offene Messer.

      (Ja ich gebs zu ich bin manchmal notorisch passiv aggressiv insofern hat Paul recht, aber ich glaube gerade Juden können das ganz gut nachvollziehen, wie jede andere Minderheit auch. Als Minderheit fühlt man sich ganz gern mal in der Defensive).

      Aber bevor Paul wieder meint ich nehme mich zu wichtig, möchte ich das Thema zu meiner Befindlichkeit beenden.
      Es geht hier seiner Meinung nach ja um geschriebene Meinungen und nicht um Befindlichkeiten.

      Wobei… Ich glaube schon, dass es Dich A.mOr interessiert hat, ob ich Mann oder Frau bin so im Nachhinein zwecks Blumen und so… 😀 (s.o.)

      Achso halt eines noch, bevor wieder ein Sack Reis umfällt.

      Dieses ganze man/frau Gedöns habe ich ja nur gemacht um meine Identität als Frau glaubhaft zu machen. Da ich in Wirklichkeit keine Frau bin war die Art und Weise vielleicht etwas tollpatschig. Oder vielleicht auch nicht. Immerhin dachten manche ich wäre eine Feministin.

      Ich war erstaunt wie man(n) nur so darauf herumreiten konnte. Ist das wirklich so ein Thema? Oder gab‘ es da andere (polemische?) Beweggründe. Das wird gerne auf Internet foren mit Newcomern gemacht, die unliebsam sind… Nur so mal zum Nachdenken.

      Soo Thema nun wirklich beendet. Ich hak‘ es ab unter Missverständnisse.

      Wie A.mOr so treffend bemerkte hatte es ja auch was Gutes.

      Ches.

      I have made this letter longer than usual, because I lack the time to make it short

      — Blaise Pascal

      to be continued…

    • Chesmond Says:

      @Yael:

      Danke. Ich weiss das zu schätzen.

  31. Lydia Says:

    Achso beinahe vergessen:

  32. Silke Says:

    Aha eine weitere Verbindungslinie zwischen Alt-Kommies und Libertarians:

    Der unerschütterliche Glaube an die real existierende klassenlose Gesellschaft.

    Danke!!!

    Hast Du mal mit studentischen Hilfskräften Ergebnisse erzielen MÜSSEN?

    Frühere Bosse von mir dachten, sie wüßten was von der Welt der Arbeiter, weil sie im Studium Zementsäcke geschleppt hatten oder sich auf sonstige Art den Rücken ruiniert und schmutzig gemacht hatten, doch zu meinem Glück haben sie aufs Jammern verzichtet, sondern die für alle damit verbunden gewesene „Diskriminierung“ mit Humor ertragen.

    Städter nennen Bauern dumm, Bauern nennen Städter Sesselfurzer und Null-Ahnung-Haber. Na Und? – ach ja, ist nicht klassenlose und vorurteilslose Gesellschaft konform – gibt’s schon irgendwo Schulungen, Prüfungen und Zertifikate für Leute, die reinen Geistes sind? Solltest Du als Erster dieser Art mal anbieten, könnte ein Hit werden.

    Falls Dich der Unterschied interessiert zwischen wenn das jemandes Leben ist oder wenn einer nur gastiert, empfehle ich
    Orwell The Road to Wigan Pier, Notes to the Road to Wigan Pier und vermutlich auch in Down and Out in Paris und London.

    Orwell übrigens, anders als Wallraff, war real so arm, daß er sich mit solchen Arbeiten über Wasser halten mußte. Dennoch hat er sich nie drüber belogen, wer er ist.

    Schade, daß sich Unholde an der besten Site zu Orwell zu schaffen gemacht haben (ob da die Copyrightisten am Werk waren – das wäre verständlich – oder waren’s die Libertarians oder die Altkommunisten, die nicht von ihren Traumwelten lassen wollen? – das ist wohl wahrscheinlicher): http://google.com/safebrowsing/diagnostic?tpl=safari&site=george-orwell.org&hl=de-de

    doch die russische Site scheint noch OK zu sein:
    http://orwell.ru/library/novels/index_en

  33. Aristobulus Says:

    Falls ich hier angesprochen wurde: Das interessiert mich alles nicht.

    Nu, es gibt soziale Klassen und Herabsehen auf Andere (kleine Biodeutsche sehen auf die dunkle Haut sog. Ausländer herab, schlecht sprechende sog. Türken der dritten Generation sehen auf Kartoffeln herab, totalliberale Halbchefs sehen auf Gewerkschaftsmitglieder herab, gestandene Arbeiter verachten studentische Hilfskräfte, linke Studenten romantisieren die Palästinenser mit halbbewusster Totalverachtung, die Bildzeitung verachtet Gedanken, und die arabische Straße verachtet jüdische Kapitalisten), hach, aaargh, so machen sie’s!, così fan tutte e tutti. Ich find’s halt ekelhaft, abstoßend, lächerlich und kann nichts daraus lernen, habe damit nichts zu schaffen – muss ich ja nicht. Keiner muss.
    Klassenkampf, Entlarvung und Aussiebung zwischen den Wertvollen und den Verächtlichen findet wohl in Köpfen statt, aber nicht in meinem.

    Verachtung, nein Verächtlichkeit hoffe ich gegen niemanden zu haben außer gegen jene, die psychischen Gewinn draus schlagen.

    • A.mOr Says:

      Sehe ich eigentlich auch so.
      Übrigens, was ist denn der „Unterschied“, den es herauszustellen gilt. Warum sage ich’s nicht für uns einfache Menschen ganz einfach?
      „Es gibt die bösen Menschen, die tun und wollen böses, und es gibt die guten Menschen die wollen und tun gutes.“
      (Um es „jüdisch“ zu sagen, ein jeder entscheidet und legt sich seinen Weg selbst.
      Zugegeben, das ist nicht so einfach, wie es erscheinen mag.)

      • Lydia Says:

        Umm A.mor das ist mir jetzt aber zu Schwarz und Weiss gedacht.

        Gibt es die bösen Menschen? Oder die Guten?

        Wenn ich heute was Böses tue und Morgen was Gutes bin ich dann ein böser oder ein guter Mensch?

        Ich sehe das etwas ambivalenter. Wobei mir durchaus bewusst ist, das es gewisse Tendenzen und Prägungen gibt. Nennen wir es Schattierungen, um im Bild zu bleiben. Somit hast Du natürlich Recht, was den Weg anbelangt. Und jetzt wirds ganz philosophisch. Ist das vielleicht Zweck von Religionen? Den Menschen ein Leitbild zu geben?

        So viele Fragen…so wenig Antworten….

      • Aristobulus Says:

        „Gibt es die bösen Menschen? Oder die Guten?“

        Na klar; wir sind immer die Guten😀

        A.mOr schrieb, um es „jüdisch“ zu sagen, ein jeder entscheidet und legt sich seinen Weg selbst, und da liegt er richtig. Als Richtline haben wir die Tojre und die Mizwojs und das Schrifttum aus Jahrtausenden bis heute, um dessen Ausdeutung sich alle kümmern, die danach zu leben versuchen. Gleichwohl sehen viele Rabbiner Manches völlig unterschiedlich. Pluralismus… aber keine Beliebigkeit.

        Wenn jemand gestern etwas gestohlen hat und heute nicht, muss er es morgen wieder gut machen. Das nennt sich Umkehr (Tschuwah). Wir haben einen Tag der Umkehr im Jahr, den Jojm Kiper (Jom Kippur), bis zu dem man sich möglichst bei allen, denen man irgend geschadet hat, entschuldigen soll, und bis zu dem man Bedenkliches, das man vielleicht getan hat, ausräumen soll.
        Das ist „gut“.
        „Böse“ ist etwa Laschon HaRa, also die Behauptung von Dingen, die nicht stimmen, oder das in den Schmutz Ziehen Anderer. Es gibt da diese Geschichte von einem, der zum Rebben geht und sagt, Rebbe, ich hab über meinen Nachbarn Schlimmes herumerzählt, was soll ich nun machen? Der Rebbe sagt traurig: Du bist auf einen windigen Hügel gestiegen und hast ein großes Federkissen ausgeschüttelt. Jetzt sammele die Federn ein, jede einzelne, bemüh dich, dann ist es gut.

        Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

      • A.mOr Says:

        „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“
        Ya!, Aristobulus, you’re my man!😀
        Und damit hast Du’s ja gerade (Überschneidung) schon gut aufgeklärt.

        Aber noch ein paar Worte, mehr oder weniger hoffentlich nur ergänzend, und wenn schon wiederholend dann trotzdem gut!

        Klar Chesmond,
        das ist vereinfacht,
        aber so wollte ich’s auch darstellen.
        Bißchen komplizierter kann ja noch kommen!?

        Wenn alien mal Mist baut, dann heißt das noch lange nicht, das der/die/jenes für immer „das Böse“ sein wird. Es besteht immer Hoffnung, daß ein Mensch sich bessert, zumindest sollte man nicht zu leicht aufgeben.
        Die wenigsten Menschen haben niemals einen Fehler begangen.
        Normalerweise beschreibe ich die Angelegenheit auch ein wenig anders: entscheidend ist eben auch, welche Absichten man bei sich pflegt.
        Menschen machen Fehler, aber sie arbeiten an sich in eine für sie selbst akzeptable Richtung.
        Wenn ich ein „Guter“ sein will, warum sollte ich dann böses gutheißen und bei mir säen?
        Und, so wie Aristobulus schon zB mit der hübschen Geschichte (😉 ) aufzeigt, es ist ein stetes Bemühen, bzw siehe ganzganz oben hier im Kommentar.
        Weißte, such Dir ein paar von den Federn zusammen und flieg!

        „…Zweck von Religionen? Den Menschen ein Leitbild zu geben?“
        Da ist wohl was dran. Aber was ein Mensch daraus macht, das entscheidet er selbst.
        Seit Adam&Eva eigentlich.

        „Na klar; wir sind immer die Guten😀 “
        Das nenn‘ ich „brutale“ Ehrlichkeit!
        Nu, warum sollte ein Guter lügen?😉

      • Aristobulus Says:

        …geflojgn goldne schpliterlech
        fum himl wajt fir harzelech.
        Mer hobn ale ojfgefangen –
        ho’Schejm geholfn!, is gegangen.

        (Ari)

      • A.mOr Says:

        a schejner maisse ot asoj!
        Ari hob dank -sog- ojwawoj!😎

        in di nocht
        is gegangn
        is on tracht
        on genegen

        ale saj a giter chojlem
        ale schlof un schojlem

  34. A.mOr Says:

    Chesmond,
    freut mich!😀
    Ganz meinerseits.
    Lydia, I met her in Ireland.
    She was a real gorgious gal!
    A beautiful lass from the west – slaínte & farewell!

    Und mit „Lydierin“ meinst Du Arachne, die mit Pallas Athene stritt? Du weißt doch, eine Spinne auf der Hand bringt Glück?
    Nu, fand noch was interessantes von Lydia

    Das war was von Lydia, aber kennst Du Lydia?

    Lydia ist doch weit facettenreicher, als °manOman° so denken mag!
    Von Trio hätte ich übrigens gerne „Oben aufm Berg“ hier eingestellt, find’s nicht!
    Das hat ganz bestimmt garnichts mit GEMA zu tun, nein?😈😥😈
    À propos Paul, ‚Trio‘ kennste? Ist sehr lustig!
    Das bekannteste (?) Lied von denen kennste bestimmt!😉

    Oder?

    Chesmond, von wegen TL;DR, nu, NTL;DR gefällt mir viiieeel besser!
    Doch, ich hatte das Ganze schmunzelnd von Dir gelesen, vielleicht hatte ich einfach Glück, nette Stimmung, Kuß von der Muse…, irgendwas lief einfach gut!

    Was Balkonien angeht -sollte ich Dich vorgewarnt haben?- ich habe Dir noch nicht die Geschichte erzählt, wie’s sich zutrug, als die hübschen Zwillingsschwestern dort oben mit ihrem wohlweislich angelegten Blumentopfvorrat gerade vorher zuviel Pfannekuchen verspeisten (so sagen die Leute!) , so daß das ganze Konstrukt zusammenbrach!
    Dumm gelaufen!
    (…für’s Orchester! *kavalierflitzweg*🙄 )

    War aber garnicht so schlimm für die Jungs, wie man meinen gemocht haben könnte.
    Sie hatten sich vorzeitig aus einem Knebelvertrag mit der „GE?MA“ lösen wollen, waren hochverschuldet daher.
    Als der Schlägertrupp der Gläubiger gerade dort um’s Eck kam, erkannten sie die Jungs unter den Trümmern nicht, zumal es sehr viel Staub aufgewirbelt hatte.
    Als dieser sich legte, waren die Schuldeneintreiber längst schon weiter, und auch eine der Zwillingsschwestern ward fortan eine zeitlang nicht mehr gesehen.
    Es geschah, daß diese eine Zwillingsschwester später dann einen der Geldeintreiber heiratete, so daß das Orchester Barmherzigkeit erfuhr und fortan schuldenfrei war. Ja, die Liebe wirkt Wunder!
    Auch Balkonien wurde wieder, dreimal schöner, aufgebaut. Die andere Schwester sitzt da noch und denkt an die Zeit, als ihre Schwester bei ihr war. Falls Du mal Langeweile hast…?

    Sag, kein Intellektueller bist Du? Ojemeneh!
    Also ich finde, das klingt ziemlich intellektuell!
    Allerdings glaube ich auch, daß der Begriff „intellektuell“ öfters mal zu Unrecht so manchem Männefrauchen vergeben wird. Liege ich denn falsch, wenn „intellektuell“ mir im Grunde nur bedeutet, daß man „über’n Tellerrand“ blickt?
    Sicher, manchen ist das offenbar nicht möglich ohne die „entsprechenden Referenzen“ papiern und gesiegelt vorlegen zu können/bekommen zu haben.
    Ob daher wohl der Begriff „Papiertiger“ sich ableitet?
    Immerhin,
    es ist momentan eine gute Zeit zu wünschen: sei(d) gesiegelt!

    PS/
    Du schreibst, „…muss ich wohl etwas präziser mit meiner Schreibse werden. Sonst lauf’ ich hier wohl öfters ins offene Messer.“
    Das hast Du übrigens äußerst intellektuell und messerscharf erfaßt! Fragt sich nur, vom wem oder was die Schärfe kommt, also stolpere nicht, sonst heißt’s noch, wir würden mit offenen Chilischoten durch die Gegend rennen!
    Wehe, wenn das „Kölner Land&Leut-Gericht“ das angespitzt kriegt!
    Nu
    Du hast Yael gelesen, willkommen Chesmond!😀
    (Sollte ich was ausgelassen haben, könnte sein, bin so ein wenig im heckmeck, kann mich gerade nicht so messerscharf konzentrieren…)

    Seid alle gesiegelt!

    • Lydia Says:

      Mist kann grad nich‘ antworten. *Hält sich lachend den Bauch auf dem Boden liegend*

      Au das tut weh.😀😀

  35. Lydia Says:

    Ja seid alle gesiegelt. Aber nich Ralph Siegel. Der ist ein Scherge der GEMA… *hält sich immer noch den Bauch* Autsch.

  36. Lydia Says:

    Danke für die Guten Wünsche. Werde auf einiges noch eingehen. Muss sowieso erst drüber schlafen. Das Gleichnis mit den Federn ist ja klasse…

    Das Lied von Armando Manzanero con Lydia hat mir übrigens gefallen.

    Na bevor ich mich verzettle …Morgen ist auch noch ein Tag… Gibt so viele Federn aufzusammeln. Ich bin ja schon damit zufrieden nicht noch mehr Federn zu verstreuen… Nun nun habe schon zu viel verraten. Ab in die Federn😛

  37. Silke Says:

    Verachtung, nein Verächtlichkeit hoffe ich gegen niemanden zu haben außer gegen jene, die psychischen Gewinn draus schlagen.

    Hugh ein Heiliger hat gesprochen – was interessiert mich die Welt, wenn mein Herz rein ist.

    Und was den psychischen Gewinn anlangt, da schweigt der Sängerin Höflichkeit.

    • Aristobulus Says:

      Was interessieren mich Deine Höflichkeit oder Dein Verständnis von Reinlichkeit.

      DU ziehst Gewinn aus Verachtung, Sängerin, schon richtig erkannt. Ich leider nicht. Wenn’s Dir heilig vorkommt, bitte.

      • Silke Says:

        Gute Besserung!

        tut mir leid, daß Du leidest, ich, als die Ältere, hätte früher merken müssen, wo die Grenzen Deiner Selbstwahrnehmung verlaufen.

      • Aristobulus Says:

        Leid?, nix, nur die Pestilenz, die aus Deinen Kommentaren schwappst, die pestet.
        Püschologische obendrein?, ah wah, halt Dich gefälligst an Mills&Boone, da stehen die echten.

    • A.mOr Says:

      Es ist traurig von eurem Zank zu lesen, und beinahe befand ich mich wohl schon mittendrin?
      Ist es das wert, nach allem, was euch wichtig und wert war am Miteinander?

      Worte im Rausch von Ärger und Enttäuschung sollte man gewiß nicht auf die Goldwaage legen, das wißt ihr beide. So besinnt euch doch, und zankt nicht nur noch um des Zanken wegen!
      Das wünsche ich euch.

      Ehrliche Freundschaft übersteht auch einen ehrlichen und heftigen Zank.
      Aber dann kommt der Zeitpunkt, davon ersteinmal bewußt Abstand zu nehmen, denn die Besinnung im Rausch ist wohl kaum möglich.

      Seid ihr euch aufeinmal komplett andere Menschen, nur einer Meinungsverschiedenheit wegen?
      War vorher alles nur ‚The Show‘, und für was war das dann?
      Bitte, ihr beiden mir teuren, besinnt euch.

      Schabat schalom.

      (Und, mein Angebot, wenn ich irgendwie -privat- helfen kann, dann möchte ich mich bemühen. Ab Sonntag, spätestens Montag, sehe ich bei mir im Postfach nach…
      Und nun ist schabbes, auch für euch einen friedlichen.)

      • Silke Says:

        Danke A.mOr Guter, aber ich stehe für Versöhnung nicht mehr zur Verfügung und das mit dem Zanken lasse ich jetzt auch.

        Da ich aber hier und anderswo nix mehr sagen kann, ohne daß unser Freund mich mit seinem Lieblingsfeind Jack verwechselt, bedeutet das wohl, daß ich mich auf andere Gefilde beschränken werde.

        Nur eins noch, wenn ich dran denke, daß mich A vor kurzem verleiten wollte, meine Erinnerungen zu schreiben – was wenn mich diese Ermutigung zu einem Zeitpunkt erreicht hätte, als ich da noch Versuchungen verspürte, dann hätte ich ihn wohl um Rat und Hilfe gebeten, ihm vertraut, mich verletzbar gemacht. Mich schaudert.

        Und drum, um wenigstens Dir Deinen Frieden zu geben, erkläre ich mich hiermit zur Alleinschuldigen von was immer, zur rundum Verderbten mit nix als bösen Absichten und A zum Klarsichtigen, dem dem es endlich gelungen ist mich zu entlarven und der Welt mein wahres Gesicht zu zeigen.

        und nu sage ich tschüs bis vielleicht mal irgendwann irgendwo wieder und wünsche Dir einen schönen Sabbat.

      • Aristobulus Says:

        „…ihm vertraut, mich verletzbar gemacht. Mich schaudert.“
        Mein Kommentar, der diesem folgt, soll wohl dem Tonfall dieses Passus folgen – ist es ein falscher Ton?
        Ein gewisser Jack wurde erwähnt. Also ward a) zunächst Herrschaftswissen (pathetischer Begriff) angewandt, um dann b) vor mir zu erschaudern. In dieser Reihenfolge.

        Nö, der Tonfall ist also weder echt noch falsch, sondern Theater, Auftakt zur Marternarie, nur in nicht so gut wie die.
        Wenn man mich kennt, weiß man, dass ich zwar Manches mache, aber Manches ja im Leben nicht täte: Ich hätte mutatis mutandis Jack’n nicht erwähnt.
        Jaja, bin der Gute, und Silke ist die Theatralische. Schön einfach zur Nacht.

        „aber ich stehe für Versöhnung nicht mehr zur Verfügung“
        Von Anfang an nicht. Ich hab’s in Mails versucht vor drei Wochen, zurück kam kalte Unbereitschaft. Insofern ist auch dieser Passus ein theatralischer, der nicht der Wahrheit drunten im Parkett entspricht.

        Silke hatte in mir einen viel besseren Freund, als sie ahnte. Das vernichtet man, indem dann wegen ’ner ‚falschen Meinung‘ persönlichst und wiederholt über den Anderen hergefallen wird.

        – Hi A.mOr, a dank, und a gitn Schabbojs

  38. Lydia Says:

    „Was Balkonien angeht -sollte ich Dich vorgewarnt haben?- ich habe Dir noch nicht die Geschichte erzählt, wie’s sich zutrug, als die hübschen Zwillingsschwestern dort oben mit ihrem wohlweislich angelegten Blumentopfvorrat gerade vorher zuviel Pfannekuchen verspeisten (so sagen die Leute!) , so daß das ganze Konstrukt zusammenbrach!
    Dumm gelaufen!
    (…für’s Orchester! *kavalierflitzweg*🙄 )

    War aber garnicht so schlimm für die Jungs, wie man meinen gemocht haben könnte.
    Sie hatten sich vorzeitig aus einem Knebelvertrag mit der „GE?MA“ lösen wollen, waren hochverschuldet daher.
    Als der Schlägertrupp der Gläubiger gerade dort um’s Eck kam, erkannten sie die Jungs unter den Trümmern nicht, zumal es sehr viel Staub aufgewirbelt hatte.
    Als dieser sich legte, waren die Schuldeneintreiber längst schon weiter, und auch eine der Zwillingsschwestern ward fortan eine zeitlang nicht mehr gesehen.
    Es geschah, daß diese eine Zwillingsschwester später dann einen der Geldeintreiber heiratete, so daß das Orchester Barmherzigkeit erfuhr und fortan schuldenfrei war. Ja, die Liebe wirkt Wunder!
    Auch Balkonien wurde wieder, dreimal schöner, aufgebaut. Die andere Schwester sitzt da noch und denkt an die Zeit, als ihre Schwester bei ihr war. Falls Du mal Langeweile hast…?“

    Langeweile hätt‘ ich schon….

    Erzähl‘ mir mehr über die hüsche Zwillingsschwester😀

    Oder ist das nur ne hübsche Geschichte😉
    Dann müsste ich halt weiter träumen😛

    P.S: Soviele Lydias… die, die ich meinte ist die Purpurhändlerin aus Philippi, vermutlich eine der ersten Feministinnen😉

    Zumindest war Sie sehr mutig und geschäftstüchtig und angeblich die erste Christin in Europa. *schulterzuck*

    http://de.wikipedia.org/wiki/Lydia_%28Bibel%29

    • A.mOr Says:

      Sie heißt Lydia…
      Und vom Träumen möchte ich Dich gewiß nicht abhalten, erst recht vom schönen nicht!
      Wünsche Dir (folgerichtig gar) -euch allen hier- ein schönes Wochenend!

      Schabat schalom ale.hem.

  39. Yael Says:

    @A.mOr

    tu mir bitte einen Gefallen und stelle keine Videos mehr ein. Mein PC braucht deshalb enorm lange, um diese Seite hier zu laden, ich kann mir momentan keinen neuen leisten. Danke.

    • A.mOr Says:

      😳 kenne ich, unerfreulich!
      Scusi. Ein PC-Experte könnte Dir allerdings beim „Aufräumen“ helfen und auch dabei, das Gerät effektiver zu nutzen. Aber wo findet man einen solchen der/die zugleich ’ne ehrliche Haut ist?

      Gut, werde es berücksichtigen.
      Schabat schalom.

      • Lydia Says:

        *Hebt die Hand* Ich kenne mich ganz gut mit Aufräumen von PC’s aus. (Hab das mehrere Jahre in meinem Bekanntenkreis gemacht) Ob ich ’ne ehrliche Haut bin? Glaub‘ Schon. Hab‘ zumindest nie Klagen gehört😉

        Aber ich bin ja nicht Vor Ort und so ein IT Experte was Netzwerktechnik bzw. Webhosting anbelangt auch wieder nicht. Man (schon wieder man) müsste den PC dann Fernwarten was ich noch nich‘ gemacht habe.

        Ausserdem mass‘ ich mir nicht an bei Fremdem Leuten PCs auszumisten, die mich nicht persönlich kennen.

        Ich dachte ich geb‘ trotzdem mal meinen Senf dazu.

        Aber für Technischen Ratschlag bin ich trotzdem gerne verfügbar. (Was Ausmisten und PC Tuning anbelangt)
        🙂

  40. Yael Says:

    So richtig verstehe ich den Streit nicht, aber ich möchte nicht, dass ich euch weiter in die Haare kriegt. Wie wäre es sich eine zeitlang aus dem Weg zu gehen und es dann wieder zu versuchen?
    Ich möchte euch als Kommentatoren sehr ungern verlieren.
    Ihr müsst ja nicht miteinander diskutieren.
    Wäre das ein Kompromiss, Silke und Ari?

    • Silke Says:

      Yael

      ich denke, Gras drüber wachsen lassen, ist eine gute Idee – als Leserin verlierst Du mich erst einmal auf keinen Fall und die Chancen, daß ich lange meine Klappe halten kann, sind, so wie ich gestrickt bin, auch nicht sehr groß.

    • Aristobulus Says:

      …Yael, tja, ich wurde halt final entlarvt als a) Klassendünkeler und oldschool-Fräuleinsager, b) als Altkommunist und Marktfundamentalist, c) als everything else. Da weiß ich nicht, was noch passiert, indem sie ihre Klappe nicht wird halten können. On va voir…

  41. A.mOr Says:

    Ein Schlußwort?
    Vielleicht wurde zur Debatte selbst inzwischen alles gesagt?
    Ein paar Worte mag ich nochmal drauflegen, wenigstens hierherschreiben.
    Insgesamt ist wohl zu erkennen, daß die „Schützer und gar ritterlichen Verteidiger jüdisch-deutscher Kinder-Vorhäute“ sich nicht abbringen lassen werden ihren Schutzwillen und ihr Kinderwohlen aufzugeben, herrlich wie sie unsere Kinder lieben!
    (Mindestens so lange, bis ihre Mame ihnen mal eine scheuert!)
    Nur beim Kinderwollen…, ach, lassen wir das!

    Sie mögen es bis auf die Kinder-Soldateska von Mittelerde ausdehnen!
    Nu, auch auf so manchem hiesigen „Kinderstrich“ gäbe es wohl Abstriche zu finden?
    Und, mal ganz banal, etliche Waisen-/Heimkinder würden sich so sehr freuen, wenn ihr euch mal so richtig schön für sie in die Bresche werft, ihr Helden!

    Nur verbrennt euch bloß nicht, das Ozonloch grüßt, und das Eis schmilzt! Klingt nach vielen Umarmungen, nicht wahr? Mußte allerdings einmal lernen, daß zwei Schwimmer in Seenot in gegenseitiger Umarmung sich nicht sehr helfen konnten. Verrückte Welt!
    Nu, weniger rauchen in den Kneipen macht die Luft besser (und dann hat man auch mehr Zeit, um fossile Rohstoffe zu verbrennen, zB), denn beim Schwimmen ist langer Atem von Vorteil, und das Erbrochene von den Schnapsleichen bekommt so sein voll riechbares Aroma zurück, Prost und „gluckgluck – weg war er!“ (Der Taucher. Kurzzubettgeschichte Ende.)

    Wir haben, wie oben nachzulesen ist, den ersten angezeigten Rabbiner.
    Der Kampf gegen Barbarismus und archaische Bräuche trägt also erfolgreich denunziatorische Früchte, wie’s sich für ein zivilisiertes Land gehört! Deutschland erlache!

    Der Zentralrat der Juden wiederum, und sogar der Rabbi Brandt finden garnicht toffte, was israelische Rabbis & so so beizutragen haben – oj gwalt, die Römer werden es auszunutzen wissen, das machte sie einst stark, die Uneinigkeit von Juden und Galliern und sonstigen Uneinigkeitshabern!
    → »Debatte unnötig belastet« ←

    Zum Glück stehen Asterix&Obelix auf unserer Seite, so sicher wie der Hinkelstein vor’m Idefix, und ich würde meine nicht vorhandenen Zöpfe darauf verwetten, daß auch Pippi Langstrumpf mit ihrer gesamten rojtwelschen Piratenmischpoche auf unserer Seite steht!
    Und natürlich wären da noch einige weitere skurrile Gestalten zu nennen, zB Batman, Lucky Luke, The Incredible Hulk & The Mighty Thor (inklusive der ‚Avengers‘-Bande), und auch dereinst Herold des Weltenverschlingers nun nicht mehr der Welt bekannt als der Silver Surfer, glaubt es oder sucht nach dem Silberstreif im Sternenhimmel bis ihr’s seht, stehen auf unserer Seite!
    (und viiieeele meeehhhrrr…🙄 und jetzt wird geschlafen…😉 )

    Zwar wissen wir nicht recht um welche Seite es sich handelt, aber wir werden einfach hunnisch-galant den Verlauf der Schlacht beobachten und uns dann wie die Helden auf die am Boden liegenden Verlierer und Vorhäute stürzen!
    Nur’n Vorschlag, selbstverfürchterlich. Dumme Geschichte?
    Einfach umblättern, neue Seite, dann ist’s vielleicht auch gut?🙄

    Gut, das wir hier mehr Spezialisten sind für Saiten zum Aufziehen, auch wenn ich’s momentan lieber nicht per musikalischem Videobeitrag belege, unsere liebe und verehrte blog-Betreiberin wird’s zu schätzen wissen, und Musik, ganz ehrlich, liegt auch im Laubrascheln eines zu erwartenden Goldenen Herbstes, wenn der Wind dort mal so durchbläst wie der das eben so macht.
    Manch Vöglein wird weiterzwitschern, die Grillen Zirpzen, die Bienen summen, manchmal auch die Nachbarin von nebenan, Musik liegt in der Luft!

    Wir gehen stramm *hicks* auf’s neue Jahr zu, und auch, wenn Chesmonds ‚die Lydia‘ Wortwitz von uns zurecht mit freundlich prustendem Lachen konnotiert wurde, so sei auch Ralph Siegel gesiegelt, wenn er denn zu schätzen weiß, was das so sein soll.

    Ob Vorhaut oder schnippschnapp ab (le Chajm!😉 ), gehen wir freundlich miteinander um, dann geht’s sicher auch den Kindern besser, ob’s nun „unsere“ sind oder „eure“, „wir“ sind es, die ihnen die Welt so hinterlassen, wie wir sie in Händen hielten, „wir“, in dem Fall wirklich „wir“ alle, Du, Sie, ihr, mich, uns, euch ‚alle Menschen‘ und Menschen die sich für Marsmenschen halten auch!
    Und wenn euch das nicht paßt, dann geht doch zum Mars!😥

    Ein meist (😉 ) freundlicher Mann schrieb neulich etwas sehr kluges. es gefällt mir immer sehr -der ich eigentlich kein Talent zum Zitieren habe- wenn ich von mir gemochten Menschen etwas „abkupfern“ kann, natürlich stets mit entsprechenden Hinweis.
    „Destruktive Menschen haben häufig die Neigung, ihre eigene Destruktivität in den Seelen anderer Menschen zu implantieren.“
    (Danke Uri!)

    So ist es! Bedenkt es wohl, liebe Leut‘ mit oder ohne, und nicht verzagen, es ist offenbar schwieriger, den Wunsch nach friedlichem und freundlichem -also liebevollen- Umgang miteinander bei anderen zu „implantieren“, aber es funktioniert wenigstens bei denen, die selbst danach sehnen.
    Es ist eben, wenigstens praktisch, viel leichter zu zerstören als zu heilen.
    Und doch, sozusagen der positive Bei-Effekt dem Heiler, das ist viel schöner. Jepp!
    Im Gegensatz zu etlichen Brutalitäten können wir eben nicht brutal vorgehen ohne unser Wohlmeinen aufzugeben, aber das ist eben die einzige Möglichkeit: Wohlmeinen mit Wohlmeinen. Wir brauchen unsere Kräfte, so wie’s mit der Menschheit nunmal läuft, auch um uns zu verteidigen mit allen notwendigen Mitteln, denn nicht nur die Achtung des Lebens anderer ist wichtig, vor allem auch unsere eigenen Leben sind uns wichtig.
    Ohne dem können wir sonst auch nichts mehr wertschätzen, nicht wahr?

    Wenn wir aber die Menschheit der Welt selbst als „die Bösen“ betrachten, die wir nur mit äußerster Brutalität „zum Guten“ bekehren („unterwerfen“ etc) können, dann haben wir schon verloren.
    Ist nachvollziehbar, oder?

    So schließe ich diesmal nicht mit „jüdischer Weisheit“ (ätschibätschi, und ist trotzdem jüdisch!), sondern mit einer, die ich mal vom Dalai Lama las. Ehre wem Ehre gebührt.
    „Jeder von uns kennt Leid in irgendeiner Form, und keiner möchte leiden. Wenn wir aber verstehen, daß wir nicht leiden wollen, so können wir verstehen, daß auch die anderen nicht leiden wollen. Warum also sollen wir den anderen Leid zufügen wollen?“ (freies Zitat)

    Da momentan auch viele erklärte „Atheisten“ gegen uns und unsere identitätsstiftenden Bräuche klagen und schimpfen, und gegen uns einfach so und sowieso, so sei also diese buddhistische Weisheit bedacht, denn sie kommt selbstbezeichnend „ohne Gott“ aus…

    Es sei, daß Atheistmus ein Dogma zu sein habe, welches anderen aufgezwungen werden müsse, weil eben alle Nicht-Atheisten „Untermenschen“ oder „wertlose“ oder „unreine“ oder irgendwas sonst, was abschätzig und herabwürdigend klingen soll (Liebe/r LeserIn, füg hier deine Lieblingsgeringschätzung ein, wenn Du magst…), seien?
    Nu, und wenn ja, wer ist dann der Chef vom Atheismus?
    Einige, bekanntlich, gab’s schon, die Herren Hitler und Stalin, zB…
    Gute Vorbilder?

    Vielen Dank für die vielen Wortmeldungen, gehabt euch wohl und ich wünsche euch allen (inklusive mir;) wirklich Alles Gute, daß euch jeder Morgen wie die Sonne in euren Herzen aufgehen möge!
    Schalom alejchem! ב“ה
    Seid mir alle gesiegelt!

    PS/
    Wlolte ecuh ncoh ezrhäeln, daß es mgöilch ist, minee Wrtoe heir zu lseen, sebslt wnen ich sie nchit rchtiig schebire. Stimmt’s?
    Glaub ich nicht.-

  42. Aristobulus Says:

    LLO! (nein, fslach!, denn das heißt nich‘ JA!), OLL! (ähmnee, ncoh flascher!), LOL!😀, yeppp, so, jezze.

  43. A.mOr Says:

    llo dem oll!
    L O L

  44. A.mOr Says:

    Berliner Rabbi vor den Augen seiner sechsjährigen Tochter in Berlin zusammengeschlagen!
    (Aus dem Artikel)
    „…von vier mutmaßlich arabischen Jugendlichen angegriffen worden. Das Opfer, das eine Kippa trug, erlitt Kopfverletzungen und musste sich ambulant im Krankenhaus behandeln lassen. Außerdem hätten die Täter den Mann, seinen Glauben und seine Mutter beleidigt sowie eine Tötungsdrohung gegenüber der sechsjährigen Tochter in seiner Begleitung ausgesprochen.“
    (Hervorhebung von mir.)

    Möchte eine Schwäche dieses Artikels etwas ausgleichen: das eigentliche Opfer ist das sechsjährige Mädchen, die erleben muß, wie vier Männer ihren Vater vor ihren Augen brutal erniedrigen und ihr noch mit dem Tod drohen!

  45. Säkularist Says:

    Link gelöscht. Yael

    • Yael Says:

      Man könnte darauf kommen. Ihre Mail endet auf evident.
      Menschen, die sich gegen Mädchenbeschneidungen engagieren, bekommen das Grausen, wenn sie so einen Artikel lesen. Alles wird zusammengeschmissen und Deckel drauf.

      Ich denke, der Belehrungen an Juden ist es nun genug.

  46. Yael Says:

    Tut mir Leid, A.m.Or ich mache jetzt hier zu. Ich habe genug von Belehrungen. Außerdem kann ich diese Seite kaum noch laden. Das nervt mich sowieso schon lange.

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