Pessach und Kitnijot

Zur Einstimmung auf Pessach hat Chajm wieder einen Artikel über einen religiösen Begriff des Judentums geschrieben. In diesem Artikel geht es darum, warum Aschkensim keinen Kitnijot (Hülsenfrüchte) an Pessach zwar besitzen, aber nicht verzehren dürfen.

Denn zum verbotenen Chametz, zu dem Produkte aus Weizen, Gerste, Dinkel, Roggen und Hafer gehören, kommt eine weitere Kategorie verbotener Nahrungsmittel hinzu: Kitnijot – Reis, Sesam, Senf, Sonnenblumenkerne und Mais, aber auch Hülsenfrüchte wie Bohnen und Erbsen.

[…]

Hintergrund ist wohl, dass man verhindern wollte, Kitnijot mit Chametz zu verwechseln, wie es auch schon im Talmud diskutiert wird. Gedacht ist die Regel als »Zaun« um die eigentliche Mizwa des Chametz-Verbotes.

Schabbat Schalom!

2 Antworten to “Pessach und Kitnijot”

  1. uweehrich Says:

    Sitze hier in Norwegen am Morgen jenes Tages, den man in der in Deutschland vorherrschenden Kultur als Karfreitag bezeichnet. Es schneit, aber viele blaue Frühlingsblumen halten dem Schnee stand. So ist es mit vielen Dingen auch in den unsichtbaren Welten: Es gibt ein Nebeneinander, ein Miteinander, ein Beieinander, ein Gegeneinander. Wie ist es mit dem Verkauf von Chametz in der Pessachzeit an Menschen, die in der Tiefe ihres Herzens an Jeschua Hammaschiach als ihren Erlöser und den Erlöser der ganzen Menschheit glauben. Darf man auch an sie das Unreine, das Gesäuerte verkaufen, um frei zu sein für die Erinnerung (für mich selbst ist das Jischor! = Erinnere dich! eine der wichtigsten Mitzwot!!!) oder darf man es nur an Gojim verkaufen, die gar nicht wissen, worum es überhaupt geht??? Um es noch deutlicher auszudrücken: Darf ich das Gesäuerte, das insofern zu einer bestimmten Zeit Unreine (weil es die Erinnerung an die Befreiung aus Mitzrajim überlagern, belasten könnte!), an Menschen verkaufen, die um tiefere geistliche Zusammenhänge wissen, aber keine Juden sind???? Wer kann mir diese Frage beantworten???
    Schalom uwracha! – Uwe Ehrich

    • A.mOr Says:

      Schalom Uwe Ehrich!

      Nu, Du magst die Antwort von einem Rechtsgelehrten, einen Rabbiner etwa, erwarten. Das kann ich Dir nicht bieten. Vielleicht aber darf ich versuchen zusammen mit Dir zu „bedenken“?

      Der chamez darf/soll verkauft werden, oder verschenkt und/oder verbrannt. Verkauft/verschenkt selbstverständlich an nichtJuden, weil ihnen die Umstände rund um das chamez ohne Bedeutung sind. Das ist in Ordnung, und keinem wird damit geschadet. Im Gegenteil, allen bleibt damit das Gute von der Sache.

      Du hast aber eine bestimmte Frage.
      Nu, ich frage Dich, wäre es nicht besser, den nichtJuden entscheiden zu lassen, ob er chamez kauft anstatt den Juden zu fragen, ob er es „an Menschen verkaufen (darf), die um tiefere geistliche Zusammenhänge wissen, aber keine Juden sind“?
      Diese Menschen also, die Du aufführst, und die wissen, wie die Zusammenhänge zu verstehen sind, sollten sie nicht selbst die Entscheidung treffen dürfen, ob sie chamez kaufen?

      Hoffentlich kann ich Dir hiermit weiterhelfen.
      Alles Gute in das „blaublütenverschneite“ Norge!
      Dort kennt man doch auch den „kleinen Prinzen“?
      „Nur mit dem Herzen sieht man wirklich gut.“

      Ein gutes und schönes Passahfest wünsche ich (allerseits)!

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