Warum stehen wir beim Kaddisch?

Chajm hat sich einen neuen Begriff aus dem rel. Judentum herausgesucht und sich den Punkt, warum man beim Kaddisch steht, vorgenommen. Seine Erklärung ist wieder sehr gut und kurz und knapp zusammengefasst.

Das Kaddisch, was viele fälschigerweise als das jüdische Totengebet ansehen, ist aber noch sehr viel mehr. Unter anderem ist das Kaddisch auch eine Huldigung an HaSchem.

Das Kaddisch gehört zu den bekanntesten jüdischen Gebeten. Wo immer ein Minjan zusammenkommt, ist es ein wiederkehrender Bestandteil. Während der täglichen Gebete begegnen uns verschiedene Varianten. Da gibt es das »Halb-Kaddisch«, das gesprochen wird, um einen Abschnitt innerhalb des Gebets zu beenden und einen anderen einzuleiten. Nach der Wiederholung der Amida, des Achtzehngebets, wird hingegen das »Voll-Kaddisch« (auch Titkabel genannt) gesprochen.

Dann gibt es das Kaddisch der Rabbinen (Kaddisch de Rabbanan), das einen Abschnitt abschließt, der sich mit der mündlichen Lehre beschäftigt. In der Synagoge spielt dann noch das Trauer-Kaddisch eine Rolle, das Angehörige von Verstorbenen während der Trauerzeit oder zur Jahrzeit sprechen.

Und hier gehts weiter.

Weiteres zum Kaddisch, Inhalt, seine Bedeutung etc. gibt es auch hier.

Viel Spaß und Gut Schabbes.

5 Antworten to “Warum stehen wir beim Kaddisch?”

  1. A.mOr Says:

    Liebe Yael, lieber Aristobulus!

    Ihr werdet früher oder später darauf stoßen, aber um ein Mißverständnis aufzuklären, habe ich mich auf Chajms blog in einem Kommentar geäußert.
    Mag sein, daß ich dort sehr ins Ausschweifen geriet (🙄 ), aber Aspekte und Blickwinkel gibt’s eben so einige.

    Schabat schalom ale.hem.

  2. Free Says:

    und, warum steht man nun wirklich beim Kaddisch?

    Und warum stehen die Sfardim für Kaddish nicht auf?

    • Yael Says:

      Warum wir beim Kaddisch stehen, hat Chajm in seinem Artikel geschrieben. Darum genau geht es ja in seinem Artikel:

      Nach Rabbi Mosche Isserles lernen wir daraus, dass man aufsteht, wenn man heilige Worte hört (dawar sche beKeduscha). Und heilige Worte seien eben auch das Kaddisch. Die Schlussfolgerung ist klar: Wenn also selbst ein nichtjüdischer König aufsteht, wie viel mehr sollte es dann ein Jude tun? Allerdings ist die Quelle im Talmud Jeruschalmi leider nicht zu finden. Doch Rabbi Isserles’ Begründung erscheint durchaus plausibel.

      Eine weitere Quelle ist die Mischna Berurah (Orach Chajim 56,8) von Rabbi Jisrael Meir Kagan (1838–1933). Er legt fest, dass man sich nicht setzen darf, wenn das Kaddisch gesprochen wird. Wenn man allerdings schon sitzt, kann man sitzen bleiben. Doch sei es verdienstvoll zu stehen.

      Warum die Sepharden nicht stehen, weiß ich leider nicht. Vielleicht weiß es Chajm. Bitte mal nachfragen.
      http://www.sprachkasse.de/blog/2012/03/22/kaddisch/

      Einen Grund hat er genannt.

      Das Prinzip, nur dann zu stehen, wenn man ohnehin bereits steht, und sich nicht speziell fürs Kaddisch zu erheben, entspricht dem sefardischen Brauch. Wenn etwa das Kaddisch dem Hallel folgt, bleibt man stehen, sonst behält man Platz.

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