Leschana towa tikatewu wetechatemu!

Heute abend beginnt Jom Kippur, der wichtigste und höchste Feiertag im Judentum. Das erkennt man schon daran, dass wir selbst am Schabbes Jom Kippur begehen und fasten.
Jom Kippur wird auch als der Schabbat der Schabbatot bezeichnet.
Jom Kippur ist ein sehr anstrengender Tag, fasten und dann fast den ganzen Tag in der Synagoge verbringen, ist nicht einfach.

Einen Leitfaden für Jom Kippur findet ihr hier.

Gmar chatima towa we zom kal!

31 Antworten to “Leschana towa tikatewu wetechatemu!”

  1. zrwd Says:

    Chatima towa!

  2. Carina Says:

    Liebe Yael,
    es ist ja kein fröhlicher Feiertag. Trotzdem wünsche ich Dir alles gute und viel Kraft für diesen anstregenden Tag, das G“tt Dir Deine Sünden vergibt und Dich in das Buch des Lebens einschreibt.

    Leshana towa tikatewu wetechatemu!

  3. A.mOr Says:

    Hey Carina,
    wieso kein fröhlicher Tag?
    Hast Du keine weißen Kleider gefunden?😉
    Mensch, laß den Pessimismus zurück!
    12 Tage gibt’s noch drauf…
    Schawua tow.

    • Carina Says:

      Hey,
      ich habe tatsächlich keine weißen Kleider🙂
      Aber das denke ich wird nicht so eng gesehen. Eigentlich bin ich kein Pessimist. Ich meinte vielmehr das es kein Tag zum „gewöhnlichen“ Feiern ist.
      Was ich eigentlich fragen wollte, gibt es in Berlin Gelegenheiten eine Sukka zu bauen? Ich kenne nur in München eine Familie die eine kleine im Garten baut. Wie ist es bei euch?
      Liebe Grüße
      Carina

    • A.mOr Says:

      Hey Carina,
      da haben sich wohl unsere Worte gekreuzt…😉
      Also, Deine Frage kann Yael viel besser beantworten.
      Von meiner Seite ein „Amoräismus“:
      wo Du Laub findest und Geäst, und Juden, und ein Plätzchen, wo’s keinen anderen stört, da kannst Du auch sukkotten🙂

      Liebe Grüße auch von mir und chag sameach.

  4. A.mOr Says:

    Hallo Carina nocheinmal,
    habe bei Dir im blog gelesen, wodurch sich meine Frage an Dich beantwortet hat.
    Verzeihung, ich wollte Dich nicht verletzen. Ich dachte, Du hättest von Jom Kippur gesprochen…

  5. Paul Says:

    Liebe Yael,
    auch ich wünsche Dir eine gute Unterschrift.

    Noch etwas. Dein Link zu Jom Kippur war ganz prima und für mich Anregung unseren heutigen Kolpingabend mit diesem Thema zu gestalten.
    Habe mir alles ausgedruckt und dann ein Referat zum Thema gehalten. Für Viele war das echtes Neuland.
    Nochmals, danke für den Link.
    Liebe Grüße Paul

    • A.mOr Says:

      Hallo Paul,
      ich möchte mir erlauben, Dich etwas zu korrigieren. Habe Dich schon verstanden, aaaber…
      Es ist nicht „Unterschrift“, sondern „eingeschrieben sein“, und zwar im „Buch des Lebens“.
      Eingeschrieben wird man auf Rosch Haschana, versiegelt aber wird der „Brief“ erst auf Jom Kippur. Dazu habe ich ein schönes Lied für Dich, obwohl Du ja das Englische (die Übersetzung im Video) nicht so gut verstehst.
      Aber der Text ist grundsätzlich so, wie ich Dich „korrigiert“ habe.

      Ja, und heute Abend beginnt das Sukkot-Fest/Laubhüttenfest. Es dauert sieben Tage. Wir haben jetzt sogar noch sieben Tage Zeit, um gewissermaßen nachträglich unseren Eintrag im Buch des Lebens zu verbessern, obwohl es schon versiegelt ist.
      Hast Du es nicht mal so geschrieben „wie trickreich doch die Juden sind?“ Wie gesagt, selten so „freundlichen Antisemitismus“ gelesen, und natürlich, dieser „Antisemitismus“ vollkommen Ironie! Nicht falsch verstehen, bitte, Du bist ein Guter!

      Auch Dir schöne Grüße.

      • Paul Says:

        Hallo Amor,
        ich glaubte, ich hätte das mit der Unterschrift irgendwo gelesen. Habe nochmal danach gesucht, es aber nicht gefunden. Sicherlich habe ich doch was falsch verstanden.
        Die Hinweise von Yael, aber auch der Blog ‚hamantaschen‘ von Miriam, waren in letzter Zeit meine bevorzugte Lektüre und haben mir sehr viel Neues vermittelt.
        Vielen Dank auch für Deine Korrektur.
        Du hast mich aber richtig verstanden. Ich wünsche Euch persönlich alles erdenkliche Gute, vor allem, dass Ruhe eintritt (auf Frieden wagt man schon gar nicht zu hoffen) im Land Israel.

        Übrigens, dieser Umgang mit Religion und deren Anforderungen, die ich in Israel erleben durfte, hat mich sehr positiv beeindruckt.
        Auch das Bekenntnis, „ich bin ein säkularer Jude“ war für mich beeindruckend. Es wurde unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass man zwar Jude sei und auch an G-tt glaube, aber den Glauben eben nicht praktiziere. Pessach und Jom Kippur waren aber dennoch Pflicht. Ich hatte bei diesen Menschen nicht das Gefühl, dass sie mit dem Judentum haderten, sondern eher, dass sie sich der Schwäche ihrer Haltung doch bewußt waren.
        Ähnliches findet man bei Katholiken eher selten. Obwohl auch hier nicht jeder, der nicht mehr ‚praktiziert‘ deshalb schon vom Glauben an G-tt abgefallen sein muss.

        Nochmal zu den Tricks bei der Befolgung von Religionsvorschriften. Auch wir Katholiken machen sowas schon. Aber wir gehen damit eher nicht an die Öffentlichkeit, gehen also nicht ganz so selbstbewuß damit um.

        Amor, ich habe bemerkt, dass Du mich richtig verstanden hast.

        Ich wünsche Dir gesegnete Festtage.

      • Paul Says:

        Hab noch was vergessen.
        Vielen Dank für den Link zu dem wirklich schönen Lied. Ich liebe diese Art von Musik. Erinnert mich immer irgendwie an Klesmer.
        Ganz toll.
        Nach Deinen Erläuterungen konnte ich auch den Sinn des englischen Textes erfassen. Nochmals: Vielen Dank.

      • Yael Says:

        @Paul genau heißt es: Leschana towa tikatewu!
        Möget ihr eingeschrieben werden (ins Buch des Lebens) für ein gutes Jahr!

  6. aSe - Kommando 'Laubhütte' Says:

    Hallo Paul!
    „…dass sie sich der Schwäche ihrer Haltung doch bewußt waren.“
    Ach, das hast Du schön ausgedrückt, und danke für die guten Wünsche!
    Ja, Selbstkritik ist schon ein stückweit vernünftig, Selbstgefälligkeit trifft man häufiger an, bei Leuten, die sich äußern.
    Und sonst: a mensch ist a mensch😉
    Weil ich’s jetzt schon zum dritten Mal in Folge höre,
    vielleicht gefällt Dir auch ’sefardische‘ Musik?
    (Danke Mor Karbasi)

    Gut Nacht. Und gern.

  7. A.mOr Says:

    Hey Paul🙂
    wird ja bald zu sehen sein, wenn unsere Schlafmütze Yael mal wieder Ordnung in den Laden schafft😉 ; netter „Tarnname“?
    Der „Hüttenbau“ findet Mittwoch, den 19.Oktober sein Ende.

    „Der siebente Tag von Sukkot wird Hoschana Rabba („Große Rettung“) genannt. Gemäß Tradition, wird der Urteilsspruch für das neue Jahr – der an Rosch Haschana geschrieben und am Jom Kippur besiegelt wurde – erst am Hoschana Rabba vom G-ttlichen Gericht überreicht.“
    Da hast Du also nochmal die Zusammenfassung auf „klardeutsch“.
    Quelle.
    Es folgen die Tage Schmini Azeret und Simchat Tora Fest (zusammengefaßt: Feiern der Torah).

    Der Gerechtigkeit halber, das wird Dich wohl auch interessieren, ist ‚Chabad‘ nicht unumstritten bei den Juden, gilt manchen als „missionarisch“ gegenüber Juden (nicht gerade die „jüdische Art“) oder zu „vereinahmend“, aber zur Orientierung taugen sie allemal, insofern habe ich keine Sorge auf ‚Chabad‘ auch zu verlinken; im Gegenteil.
    Außerdem habe ich schon viele schöne Worte dort gelesen, …

    Dir a gute Woch un schawua tow ale.hem.

  8. A.mOr Says:

    GILAD IST ZUHAUSE!!!

    • Paul Says:

      Hallo Amor,
      wegen einer starken Bronchitis, war ich ein paar Tage nicht online. Jetzt habe ich das Gröbste überstanden.
      Trotzdem habe ich natürlich alles per Fernsehen mitbekommen.
      Allerdings kenne ich keine Kommentare, weil ich jetzt erst so langsam alles aufarbeite.

      Im Bett zwischen Schlafen und Wachen sind mir so einige Gedanken gekommen.
      Yael und Du, Ihr sollt die Ersten sein, denen ich sie mitteile, wenn Yael so nett ist, und diesen ‚Missbrauch‘ Ihres Blog’s gestattet.

      1.Welch ein Unterschied der Gefangenen:
      – Die Plästinenser, gut genährt, psychisch und physisch in Höchstform. Ich habe den Palästinensern in die Augen geschaut, als sie mit dem Bus angekommen sind. Wer Aggression und Hass sehen will, der muss in diese Augen schauen. Es kann einem Furcht einflößen. So sehen also Gefangene nach mehreren Jahren „Terrorhaft“ in Israel aus?

      -Gilad, abgemagert, psychisch und physisch am Ende. Ein Schatten seiner selbst. Seine Augen? So sehen die Augen eines Gedemütigten aus. Auch das kann Furcht einflößen. So sieht also ein widerrechtlich entführter israelischer Soldat nach fünf Jahren „Kriegsgefangenschaft“ bei den Palästinensern aus!

      2. Hat sich mal jemand in die Lage Gilads versetzt? Was empfindet er, wenn er erfährt, dass für seine Freilassung 1027 palästinensische Terroristen, davon ca. 300 Lebenslängliche (also mit reichlich Blut an den Händen) frei gelassen wurden?
      Wie will er damit leben?
      Wie kann er damit leben?
      Besonders, wenn, was G’tt verhüten möge, einer von den Freigelassenen erneut mordet.

      Eigentlich hätte Gilad selbst entscheiden müssen, ob er unter diesen Umständen frei gelassen werden möchte. Aber sicherlich ließen das die Bedingungen nicht zu.

      Mir tut Gilad unendlich leid, nicht nur wegen der Verschleppung und Gefangenschaft, sondern auch jetzt nach der Freilassung. Denn dieses ‚Päckchen‘ wird er sein ganzes Leben lang nicht mehr los. Ich hoffe nur, dass er fähige und fachkundige Hilfe bekommt, um diese Situation zu bewältigen.

      3. Was ist eigentlich passiert? Wer ist Sieger?
      Zweifellos können die Palästinenser einen Erfolg verbuchen. Sie haben den Staat Israel in die Knie gezwungen.
      460 Häftlige wollte man vor Jahren nicht frei geben. Jetzt sind es 1027 geworden. Dass 2 oder 3 Anführer der Hamas nicht dabei sind ist geschenkt. Die wollte niemand wirklich ernsthaft frei bekommen. Die hätten im jetzigen Gefüge der Hamas nur gestört. Ihre Plätze werden längst durch andere Führer ausgefüllt. Die Freilassung wurde nur aus Gefühlsduselei gefordert. Der Verzicht darauf war kein Opfer. Kein wirkliches Opfer.

      4. Wer hat den Palästinensern geholfen den Staat Israel zu besiegen?
      Das lasse ich mal als Frage stehen. Die Antwort möge jeder selbst für sich finden, so wie ich sie auch gefunden habe.

  9. A.mOr Says:

    @Paul
    Danke für die ‚Premiere‘ hier exklusiv im blog!😛
    Zu Deinem Gedankengang (no2) kann ich Dir zum Glück sehr schöne Worte von Lila anbieten.
    Auch die anderen Artikel dort von Lila der letzten vier/fünf Tage dürften Dich interessieren, um Dich weiter zu befruchten, vielleicht auch diesen unangenehmen Punkt 3 „angenehmer“ zu beantworten.

    Ja, Du hast da schon recht, daß das nach einem Sieg der Araber aussieht, auch wenn offenbar die Moral auf Israels Seite steht. Ja, schon vorher ist wohl mal ein Deal geplatzt, aber hinterher ist man immer klüger…

    Und wo die Moral steht, es interessiert die breite Israelgegnerschaft der meisten westlichen Medien nicht. Vollkommen gleich, was Israel tut…
    Nu, das ist ein alter Hut.

    Aber, was Israel bei dieser Sache trotzdem richtig macht, und überhaupt stetig versucht zu erfüllen, und was am Ende zählt: Israel bleibt rechtschaffend!

    Das zählt vor haschem, und es wird auch einst so in den Geschichtsbüchern stehen.

    • Paul Says:

      Lieber Amor,
      Du hast recht.
      Vielen Dank für den Hinweis auf Lila. Ja, ihr Beitrag hat mich getröstet und eine gute Antwort gegeben.

      Deine letzten beiden Sätze kann ich nur aus vollem Herzen unterschreiben.

      Die Größe Eures Denkens und Handelns ist für mich immer wieder Grund zum Erstaunen und zur Bewunderung. Ohne den religiösen Hintergrund ist das aber auch nicht erklärlich und auch nicht machbar.
      Ich bin katholisch. Über dem Portal meiner Pfarrkirche stehen die Worte: „Soli Deo honor“.
      Wer danach sein Handeln ausrichtet kann nicht in die Irre gehen.
      Das ist meine Hoffnung für Israel!

      Liebe Grüße Paul

      • Paul Says:

        Hallo Amor,
        vielen Dank für den Hinweis auf Lila’s Beiträge in Spirit…
        Habe sie alle mit großem Gewinn gelesen. Da werden Gedankengänge eröffnet, die man, wenn man nicht in Israel lebt, selbst nicht haben kann. Meine Hochachtung vor den Isaelis wird immer größer.
        Lila hat ihren Blog leider noch nicht wieder eröffnet. Es ist aber schön, dass man sie in Spirit… lesen kann.
        MfG Paul

  10. A.mOr Says:

    Guten Morgen Paul,
    das Lob von Größe, etc, kann ich Dir nur zurückreichen;)
    Nu, Lila ist wirklich Wasser für die Durstigen, die sich zu Israel und vernünftigen, herzlichen wie intelligenten Gedanken dazu „betrinken“ wollen. Von Anfang an war ich von dieser Frau begeistert, vor allem, weil ich mich in ihren Gedankengängen so oft wiederfinde, bestätigt finde, usw
    So ist sie mir auch ein Maß, daß ich mit meinen eigenen Gedankengängen richtig liege, obwohl ich selbst eben nicht vor Ort bin. Ja, ihr eigener blog hatte schon auch etwas sehr familiäres, aber davon sind ja viele Leute auch auf SoE (Spirit..) unterwegs, alle auf „Stippvisite“😛

    Worauf ich noch garnicht einging, wie ungeschickt;), schön, daß Du Deinen Husten überwunden hast, und möge Dir die Gesundheit noch langelange erhalten bleiben!

    Alles Gute fun Amor!

  11. Paul Says:

    Liebe Yael,
    ich bedanke mich für Deine Großzügigkeit beim Missbrauch Deines Blogs. Du hast eben doch ein gutes Herz.

    Habe Lilas wirklich gute Beiträge bei Spirit… alle gelesen und auch die Kommentare.
    Auch Ulrich hat auf ARO1 bemerkenswertes und kluges geschrieben.
    Dadurch habe ich eine bessere Bewertung der ganzen Vorgänge erhalten und Vieles ist mir klarer und verständlicher geworden.
    Mein Hader zu dem gesamten Vorgang um Gilad ist verschwunden.

    Das zu lesen war wirklich ein großer Gewinn für mich.
    LG Paul

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