Namensrecht

Ich möchte irgendwann den Schritt vollziehen, meinen jüdischen Vornamen in meinen Personalausweis eintragen zu lassen.
Leider erhält man nur unterschiedliche Informationen darüber, wie man hierbei vorgehen muss. Daher meine Frage, ob es jemanden gibt, der mir entsprechende Tipps gegen kann.

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8 Antworten to “Namensrecht”

  1. Silke Says:

    Yael

    ich würde als Erstes die SachbearbeiterIn bei der Gemeinde/Stadt ansteuern und sie ganz nett fragen, wie es geht. BehördenmitarbeiterInnen sind nicht daran gewöhnt, daß frau sie für nett, hilfreich und vertrauenswürdig hält. Tut man das jedoch, erweisen sie sich oft als ganz außerordentlich willig und hilfsbereit.

    Als mindestes würdest Du die Verwaltungsvorschriften genannt bekommen, in denen das genauer erläutert ist und von da aus ginge das mit dem Googeln viel besser und man könnte die Aktenzeichen der einschlägigen Gerichtsurteile und deren Texte finden.

    Hier ist mein erster Fund dazu und der sieht nicht übel aus, auch wenn es ein Kind ist.
    http://www.beliebte-vornamen.de/279-namensaenderung.htm

    Für Präzedenzfälle würde ich zuerst drauf tippen, daß irgendein IslamKonvertit das bereits durch alle Instanzen getrieben hat.

  2. Silke Says:

    Yael

    eigentlich iss es ganz einfach, als Erstes probierst Du Deinen ganz normal für Personalausweise zuständigen Sachbearbeiter/in und entweder der/die tut, was Du möchtest fröhlich und gern oder sagt Dir hoffentlich die einschlägigen Vorschriften aufgrund derer sie nein sagt und mit denen ausgerüstet, fängst Du dann an, die einschlägigen Gerichtsurteile zu ergoogeln.

    Wikipedia ist auch sehr erhellend – schade daß man die Vorschrift anscheinend ersatzlos hat wegfallen lassen – für Dich wäre sie jetzt in abgeänderter Form sehr nützlich

    Zum Namensänderungsgesetz wurde 1938 eine Verordnung[17] erlassen, die jüdischen Mitbürgern einen zusätzlichen Vornamen (Sara bzw. Israel) aufzwang. Diese Namensänderungsverordnung wurde nach 1945 jedoch selbstverständlich aufgehoben.[18]

    http://de.wikipedia.org/wiki/Namensrecht_(Deutschland)#Recht_auf_einen_Namen

    Als ich 1961? geschieden wurde, wollte ich meinen Mädchennamen wieder haben. Das war nach deutschem Recht kein Problem, aber da mein Ex ein Österreicher war, mußte der österreichische Staat seine Zustimmung geben, was er auch tat.

    Aber als ex-Sessel-Furzerin kann ich nur raten, als Erstes den offiziellen Weg ganz geradeaus und in Demut zu versuchen. Wir Sessel-Furzer lieben es, wenn sich uns der Antragsteller mit der gebotenen Unterwürfigkeit nähert ;o)

  3. Noa Says:

    Hier eine Antwort von Micha, auf meinen Beitrag zum Thema. Das, was er sagt, wurde mir aber in der Behörde ganz anders erklärt, naemlich, dass es NICHT mehr geht, schon gar nicht aus religiösen Gründen, schon gar nicht NUR mit einem deutschen Pass.
    ich habe keine Ahnung, ob die Dame von der Behörde mir eine falsche Auskunft gab.
    HIer der KOmmentar von Micha
    Micha hat gesagt…

    Natürlich ist es möglich, den Vornamen ändern zu lassen. Rechtsgrundlage ist das NamÄndG (http://bundesrecht.juris.de/nam_ndg/index.html) aus dem Jahr 1938, damals beschlossen, damit der „gute“ Deutsche seinen vielleicht jüdischen Vornamen ausmerzen konnte. Heute wird er benutzt, damit der eine oder die andere einen jüdischen Vornamen hinzufügen kann. Die Namensänderung ist mit einer Verwaltungsgebühr in Abhängigkeit von den finanziellen Verhältnissen des Antragstellers verbunden und hält sich meiner Erfahrung in überschaubaren Grenzen. Dem Antrag beizufügen ist in der Regel eine gute Begründung für die Änderung mit dazu passenden Nachweisen.

    • Yael Says:

      Danke, ich habs gelesen und dort auch geantwortet. Genau wie Micha es schrieb, hat es eine Gioret vor einigen Monaten auch so tun können.

  4. noa Says:

    Es scheint in unterschiedlichen Bundeslaendern auch unterschiedlich gehandhabt zu werden. Ich werde wohl naechste Woche eingeladen, zur Verkuendung der entscheidung, die Sachbearbeiterin (die sehr nett war) hat mir schon durch die Blume verraten, dass es wohl eine positive Entscheidung wird. Ich bin gespannt und werde mal berichten.
    Noa

  5. noa Says:

    Yael, ich halte in meinen haenden das Dokument, was mir erlaubt, STATT meines bisherigen Namens den Namen Noa zu fuehren.
    Kannst gern mal auf meinem neuesten Blogeintrag lesen, habe alles was ich zum Thema erfahren habe, dort geschrieben.
    Viele Glueck bei deinem Antrag und bitte berichte mal, ich bin sehr gespannt..
    Noa

    • Yael Says:

      Mazzal tov, liebe Noa.
      Ich muss mir noch mit dem Antrag ein wenig Zeit lassen. Wahrscheinlich gehe ich es erst nächstes Jahr an.

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