Studie: Antisemiten in der Linkspartei

Der Sozialwissenschaftler und Antisemitismusexperte Samuel Salzborn aus Gießen und Sebastian Voigt von der Universität Leipzig haben eine Studie über den Antisemitismus in der Linkspartei veröffentlicht.

In der noch unveröffentlichten Arbeit heißt es, „linke Selbstimprägnierungsstrategien“ täuschten darüber hinweg, „dass sich sogar im parlamentarischen Spektrum der bundesdeutschen Linken inzwischen eine Kraft etabliert hat, die antisemitische Positionen in ihren Reihen toleriert“.
Hermann Dierkes, Vorsitzender der Ratsfraktion, die mit SPD und Grünen die Stadt regiert, sprach 2009 von der „läppischen Frage“ nach dem Existenzrecht Israels. Zuvor forderte er den Boykott israelischer Waren. Nachdem das Flugblatt bundesweit Schlagzeilen gemacht hatte, verschärfte der Kommunalpolitiker den Ton gegen Kritiker. Diese fragte er jetzt, wie sie „Mittel und Methoden gegen die Palästinenser gutheißen, die verdammt nahe dran sind an dem, was die Nazis in den dreißiger Jahren getrieben haben“.

Dennoch, so Salzborn und Voigt, würden solche Einlassungen zum Problem für die Partei. Deren Wahrnehmung werde durch die Antisemiten geprägt. Diese schienen „innerparteilich immer dominanter zu werden“. Das hat auch der ehemalige Chef des Berliner Landesverbandes, Stefan Liebich, erkannt, der mittlerweile im Bundestag sitzt. Ihm platzte der Kragen, weil seine Fraktionskollegin Inge Höger vor wenigen Tagen auf einer umstrittenen Konferenz von Hamas-Sympathisanten in Wuppertal auftrat. Bei ihrer Rede trug sie ein Tuch mit einer Karte des Nahen Ostens – ohne Israel.

„Mein Geduldsfaden ist am Ende, ich lehne das ab“, sagte Liebich der Frankfurter Rundschau. Er sieht jetzt alle Genossen in der Pflicht: „Diejenigen, die in unserer Partei die israelfeindlichen Äußerungen unserer Mitglieder bekämpfen, müssen zahlreicher und lauter werden.“ Das gelte auch für die Chefs: „Ich wünsche mir, dass sich die Spitzen von Partei und Fraktion schneller und deutlicher von solchen Dingen distanzieren.“ Doch das Spitzenduo Gesine Lötzsch und Klaus Ernst schweigt. Mehrfache Anfragen der FR blieben ohne Antwort.

Es gibt zwar Stimmen, wie die von Ramelow,

So sagte Ramelow der FR zu den jüngsten Entgleisungen seines Duisburger Parteifreunds Dierkes, es handele sich um „eher krudes Zeug“, das ihm zeige, dass Dierkes „wenig Ahnung hat“. Am Wochenende hatte Dierkes unter anderem einen „unlösbaren Widerspruch“ in Israels „Staatsdoktrin“ ausgemacht: jüdisch und demokratisch – das sei unvereinbar.

Solche Einlassungen legten nahe, „dass Dierkes sich das Verschwinden der jüdischen Bevölkerung im Nahen Osten eher wünscht oder es billigend in Kauf nimmt“, stellte Ramelow fest.

aber die Mehrheit in dieser Partei schweigen und schweigen kann auch immer Zustimmung bedeuten. Jedenfalls hört man von der Spitze der Partei nichts.

Leider schweigen nicht nur dort zu viele, sondern auch fast die gesamte Öffentlichkeit. Vor allem außerhalb des Internets scheint das kein Thema zu sein. Es gibt sicher viele Menschen, die das nicht mitbekommen, eben weil darüber in der Öffentlichkeit fast nur geschwiegen wird.
Ich finde es ein Skandal, dass darüber nicht endlich in unserer Gesellschaft breit diskutiert wird. Wir können uns nicht nur über den rechten Antisemitismus beklagen und das berechtigterweise zum Thema machen, aber nicht gleichzeitig so tun, als wäre der Antisemitismus von linker Seite nicht vorhanden. Antisemitismus ist ein Verbrechen und kein Kavaliersdelikt.

Hier kann man die ganze Studie nachlesen.

181 Antworten to “Studie: Antisemiten in der Linkspartei”

  1. zrwd Says:

    Danke für den Hinweis, Yael!

  2. Rika Says:

    Bei der Suche nach weiteren Pressemitteilung zum ursprünglichen Artikel (der Frankfurter Rundschau) ist mir aufgefallen, dass sich die „üblichen Verdächtigen“ überaus vornehm zurück halten… bis 17.00h kein Spiegel, keine Sueddeutsche, keine Zeit… die taz und die bz berichten auch, sonst aber tote Hose!
    Das lässt tief blicken, finde ich, denn das die ausgerechnet so eine brisante Meldung nicht mitbekommen hätten, mag man doch nicht glauben!!!

    Immerhin hat der Spiegel jetzt „schon“ nachgezogen… mit Gysi im Bild, hach, wie nett!

    Die Wut könnte man kriegen…

  3. Rika Says:

    Ich vergass zu erwähnen, dass Gysi die „Anschuldigungen“ natürlich zurückwiese:

    „Linken-Fraktionschef Gregor Gysi wies die Vorwürfe entschieden zurück. „Die in der Studie aufgestellten Behauptungen sind schlicht Blödsinn“, sagte er gegenüber der „Mitteldeutschen Zeitung“. „Kritik an der Politik der israelischen Regierung ist kein Antisemitismus, wenn auch klar ist, dass man in Deutschland gerade vor dem Hintergrund der Geschichte sehr genau formulieren muss.“

    Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,763690,00.html

    Wär ja auch zu schön, von ihm ein Eingeständnis zu hören, darauf kann man lange warten…

    • yael1 Says:

      Wenn Gysi nicht einmal zwischen Antisemitismus und Kritik unterscheiden kann, ist ihm auch nicht zu helfen. Es ist kein Wunder, dass der Antisemitismus bei ihnen zunimmt, wenn man es so deutlich negiert.

      Und wenn ich das lese:

      „Auch Linken-Sprecher Alexander Fischer kritisierte die Studie scharf. „Die Behauptung der Autoren, die Partei ‚Die Linke‘ toleriere antisemitische Positionen in ihren Reihen, entbehrt jeder Grundlage“, erklärte er. “

      bekomme ich das Kotzen. Die bekommen entweder nicht mit, was ihre Pappenheimer so fabrizieren, was man sich allerdings nicht vorstellen kann oder sie stehen hinter den Aussagen eines Dierkes oder einer Höger und wie die Judenhasser dort alle heißen.

      „Dazu gehöre, dass die Partei Aufrufe zum Boykott israelischer Waren klar verurteile.“

      Das ist allerdings der Gipfel der Lügen und zeigt eine völlige Verblödung.

      Fragt sich nur, wie lange man sich in diesem Land noch an der Nase herumführen lassen will.

  4. A.mOr Says:

    Ramelow zitiert Dierkes:
    „…jüdisch und demokratisch – das sei unvereinbar.“
    Zurecht sagt Ramelow dazu, „…dass Dierkes „wenig Ahnung hat“…“; ‚Keine Ahnung‘ würde es vielleicht sogar besser treffen, vielleicht…

    Mir fehlt gerade die Lust aufzuklären, was für einen bösen Mist Dierkes verzapft, aber uns ist sicher allgemein geläufig, daß es die Demokratien der heutigen Zeit ohne den erheblichen Einfluß jüdischer Ethik überhaupt nicht geben würde.
    Dierkes wiederum „wenig Ahnung“ zuzubilligen ist eigentlich nichts anderes, als eine grobe Verharmlosung der Angelegenheit.
    „Ups, ich war nur versehentlich ein Antisemit, wußte es nicht besser, blabla…?“
    Das gilt nicht. Mag sein, daß da jemand ganz einfach keine Bildung hat (und ich bin aufgewachsen mit der anscheinend fehlverstandenen Information, daß gerade „linkspolitisch“ sehr viel Wert auf Bildung gelegt wird, wie enttäuschend!!!).
    „Unser“ Zionismus selbst ist eine ausgesprochen „linkspolitische“ (zwar jüdische) Angelegenheit, mit den Idealen, wie wir sie als Humanisten wohl gutheißen, bei aller heutigen Kritik an dem an ihren Idealen gescheiterten Ideologien Kommunismus, Sozialismus, etc.

    Was Dierkes&Co da treiben, das ist ganz sicher kein Versehen, oder wie alt ist der Mann?
    Sagen wir, er ist gerade erst 20, dann, und an dieser Altersgrenze zuletzt, mag ich ihm verzeihen, jugendlicher Überschaum minus Geduld zum Einlernen/Überprüfen der Inhalte, die er da verbreitet.
    Mag sein, daß dieser Mann und sein Volk „fehlinformiert“ ist, aber gerade in „unserem“ so „sensibilisiertem“ Deutschland ist jedem Erwachsenen, der sich halbwegs aus seiner Küche/Fernsehzimmer heraus traut und dann auch noch Politik betreibt, klar, daß es bezüglich Antisemitismus gravierende Gründe gibt, diesen Begriff zu hinterfragen.
    Daß er dieses anscheinend nicht tat(??), sondern den judenverhetzenden Bildern von Nazis und Islamfaschisten „blind“ folgt zeigt mindestens eines, dieser Mann ist genausowenig für die Politik (also die Öffentlichkeitsarbeit) in Deutschland geeignet, wie jeder andere Nazi/Islamfaschist/Menschenfeind!

    Ein Phänomen, das in Deutschland längst wieder eine „Gesellschaftsfähigkeit“ erlangte, wie man es sich im 20.Jahrhundert noch nicht vorstellen konnte, der Antisemitismus, muß entlarvt werden, als das was es ist.
    Was „verkleidet“ ist als Hass („Kritik“) auf Israel, immer öfter auch offen als Hass („Kritik“) auf Juden, es ist eigentlich Hass („Kritik“) auf Menschen, und zwar auf die leibliche wie geistige Form Mensch, will sagen, es ist Hass auf Menschenleben.
    Wer dem widerspricht, der mag es begründen mit der einzig möglichen ‚Ausrede‘: „Juden sind keine Menschen.“

    Und so nocheinmal ganz klar Yaels abschließende Zeilen:
    „Antisemitismus ist ein Verbrechen und kein Kavaliersdelikt.“

  5. aristobulus Says:

    Yael, was sind das für Leute?, Verdränger und Hanswurste sind’s. Manche meiner Bekannten wählten 2008 die Linke, obwohl ich denen rechtzeitig Warnmails mit Verweisen auf einen einschlägigen Duisburger und einer irren Berlinerin geschickt hatte, die unmissverständlich antisemitelten. Diese Wähler hatten aber seit Jahren so gewählt und sie taten’s weiter. Waren ja nur zwei Hanswurste jeweils in Duisburg, wo man nie hinkommt, und in Berlin, was soll’s.
    Die nehmen es nicht wahr, dass diese Partei schon immer ein in der Wolle gefärbtes Antisemitismusproblem hat. Sie beschäftigen sich mit Sozialpolitik, und was weiter nicht sein darf, kann dann nicht sein.

    Das sind die Verdränger. Und die Hanswurste: Sind diese Linken selbst. Dieser absurde Gysi-Satz „Kritik an der Politik der israelischen Regierung ist kein Antisemitismus“ ist so hunderttausendmal wiedergekäut und wiederholt und wiedergekäut usf., dass kein Aas den mehr hört. Der Satz sagt nichts mehr aus. Wer ihn sagt, beweist, ein Hanswurst zu sein…

    Oder das Statement dieses Anderen: „…entbehrt jeder Grundlage“. So redet nur ein Hanswurst. An der Sprache erkennt man sie. Ach à propos, Broder verlinkt irgendwo bei Achgut ein Interview mit diesem Dierkes („auch ein linkes Astloch“). Wie dieser Mensch redet. Hat der eine Sprache, nö!, hat der Gedanken?, ach Pustekuchen. Er schwätzt Versatzstück auf Versatzstück. Sprachlich die Stammel-Drucks-Mottenkiste galore.
    Die bringen es doch zu nichts als zu allenfalls ein bisschen Ratsherrendasein in Castrop-Rauxel.
    Oder?
    Hört man vielleicht nur drei Stimmen und nicht alle siebzigtausend, weil die Vielen alle nichts sagen?

  6. A.mOr Says:

    Hm, danke, Yael, für den Hinweis.
    Dierkes bestätigt einmal mehr die Formel (etlicher „gleichgeschalteter“):
    „Antisemitismus ist kein Antisemitismus, wenn bestritten wird, daß es Antisemitismus sei.
    Statt dessen nennt man es ‚Kritik‘, zB…“

    Dieser „offene Brief“ ist ziemlich lang, und es gibt ganz, ganz viele Zeilen (Aussagen), zu denen ich (Bitter-)Senf habe. Da etwas herauszustellen ist schwierig, die „Formel“, wie ich sie aufstelle, ist immerhin schon wegweisend genug. Hier gibt es also nur eine sehr verkürzte „Analyse“.

    Gut, wenn ich also diesen „offenen Brief“ lese, dann erkenne ich auch Antisemitismus bei dem Mann, das ist eine Behauptung von mir. Es ergibt sich aus der Logik.

    Dierkes schreibt von „Apartheidpolitik gegen arabischstämmige Israelis“.
    Er schreibt von einer „rechtsradikalen israelischen Regierung“ (die wahrscheinlich gerade mal so demokratisch legitimiert ist, und sich garantiert nie wieder abwählen läßt, wie etwa die genauso „demokratische“ NsdAP oder „Hamas-KillTheJews-Partei“), von „kriminellen Mauerbau“ (ich sage mal: Mauer, Mauer, Mauer;…) und stellt auf eine Ebene solches: „Diese Kampagne ist genauso wenig „antisemitisch“ wie die Anti-Apartheid-Kampagen gegen Südafrika „antiweiß“ war.“

    Nu, der Kampf gegen Apartheid war wohl nicht gegen „weiß“ und trotzdem doch, denn es war gegen die weiße (Apartheids)Regierung und es haben ganz sicher auch „Weiße“ unter „schwarzer“ Brutalität gelitten, die mit der Apartheid-Regierung nicht einverstanden waren.
    Aber wie dem auch sei, dieser inzwischen so oft bemühte Vergleich Israel=Apartheid/Südafrika ist ganz einfach Verleumdung, Verzerrung, oder ganz harmlos: Blödsinn.

    Nehmen wir noch diesen Satz:
    „Das riecht stark nach Kampagnenjournalismus mit politischem Auftrag!“
    Kampagnen, überall Kampagnen!
    (…übrigens, mir kommt das auch alles wie eine Kampagne vor, was ARD,ZDF,Süddeutsche,Zeit,Spiegel,UN,Erdogan,Hamas,’Tal der Wölfe‘,Jane undundund…betreiben; aber natürlich käme ich nie darauf es „Verschwörung“ zu nennen, darauf haben „wir“ doch das Patent!)
    Dem zuvor geht diese Aussage/Behauptung:
    „Wir haben Grund zur Annahme, dass sie im Rahmen … („Hasbara“) … von der israelischen Regierung dafür bezahlt werden.“
    (…und übrigens, wo bleibt eigentlich meine Bezahlung! Her mit der Kohle ihr Barone!)

    ‚Würze‘ (zitiere) ich es noch so: „ihre Schreiberlinge“ und so: „aus diesen vergifteten Quellen“, und dann noch dieses zweimal auftauchende „So what?“
    Nu, das „stinkt“ eben, hat wohl was mit „Kellerkackerei“ (vgl letzter Absatz des „offenen Briefes“) zu tun, da verwende ich mal lieber Dierkes Frage als wohlmeinenden Ratschlag: „Was gibt es daran zu nasen?“
    Was sage ich hier in meiner Zitiererei aus? Nu, jedem nach Geschmack?
    Es gibt einfach Formulierungen im deutschen Sprachgebrauch (in dem ich mich in aller Regel auch ausdrücke…), die bei mir „trigger“ bedienen, aber das liegt bestimmt an einer bald „ungesunden“ Feinfühligkeit, denn merke, meine Nase hätte ja nicht unbedingt in der Flugbahn der Faust liegen müssen, nicht?

    Eine Frage noch (an die Leser hier):
    Dierkes schreibt „…– darunter ein verurteilter Straftäter, die seinen Namen gewechselt hat – …“
    Wen und was meint Dierkes damit?
    „Straftäter“ ist ein weites Feld, da wüßte ich schon gerne, um was (…) es sich handelt.
    Würde ‚Buddy‘ (haut den Lukas) jene/r/m auf den Kopf hauen oder nicht?

    Nochmal Dierkes, wie ich ihn oben schon zitierte:
    „…jüdisch und demokratisch – das sei unvereinbar.“
    Und dieser Mann hat nach eigener Aussage „jüdische“ Freunde???
    („Bist zwar a dreckiger Jid/Itzik, aber solange du das selbst denkst und mit mir herausbrüllst, darfst du mein Freund sein, ‚Kackalacke’“ – wie gnädig, Herr Dierkes.)

    Gut, soso, so geht wieder a woch zuende;
    ich geh‘ mich dann mal duschen, immer sauber bleiben, schabbes findet das auch gut, zweites Seelchen soll sich wohlfühlen…

    Schabbat schalom ale.hem

    Nachschlag, kleiner Musikvorschlag zum Lag BaOmer

  7. Olaf Says:

    A.mOr schrieb:
    Ramelow zitiert Dierkes:
    „…jüdisch und demokratisch – das sei unvereinbar.“
    Zurecht sagt Ramelow dazu, „…dass Dierkes „wenig Ahnung hat“…“;

    Dazu: Ich habe gegoogelt und gefunden, dass Hermann Dierkes sich dagegen verwahrt. Er sei falsch zitiert worden. Hier ist sein Offener Brief an die Frankfurter Rundschau dokumentiert:
    http://diefreiheitsliebe.de/allgemein/die-linke-die-frankfurter-rundschau-und-der-antisemitismus
    Vielleicht rundet das ja das Bild ein wenig ab.

    Und hier ein Offener Brief von Hermann Dierkes an Bodo Ramelow:
    http://prekaer.info/index.php/debatte/kommentar/offene-briefe/7589-offener-brief-von-hermann-dierkes-an-bodo-ramelow.html

    • yael1 Says:

      Ich sehe keinen Widerspruch, sondern er bestätigt seinen Ausspruch, wenn er eben genau das mit solchen Sätzen untermauert:

      „(Die israelische Staatsdoktrin) verurteilt alle Nichtjuden in diesem Staat zu Bürgern zweiter Klasse, es schafft und vertieft Apartheid-ähnliche Verhältnisse“.

      Soviel Lügen und antisemitische Dokrin sind eindeutig.

      • yael1 Says:

        Zum Thema Apartheit empfehle ich folgende Texte:

        Black student leaders slam ‚apartheid‘ characterization

        http://www.jpost.com/International/Article.aspx?id=215811

        „Dass es inzwischen Mode geworden ist, Israel als Apartheidsstaat zu bezeichnen, macht Abu Toameh regelrecht wütend. „Im Libanon gibt es fünfzig Berufe, die Palästinenser nicht ausüben dürfen. Das ist Apartheid.“ Er erzählt, dass es für ihn überhaupt kein Problem gewesen sei, ein Haus in einem mehrheitlich jüdischen Viertel von Jerusalem zu kaufen, wo er mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt.“

        http://www.cicero.de/259.php?ress_id=38&kol_id=11140

  8. yael1 Says:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article13384869/Warum-die-Linkspartei-ein-Problem-mit-Israel-hat.html

  9. aristobulus Says:

    Wunderbar, nun wissen alle, dass es einen Hermann Dierkes gibt und alle müssen wissen, wie wichtig er ist und wie er unablässig wichtige und wichtig offene Briefe schreibt, an andere Wichtige.
    Usf.

    Ach à propos, Yael, ich bin mehr und mehr für Japan eingenommen, denn da gibt es nicht nur Erdbeben und Atomkraftwerke, längst nicht, sondern da gibt es keine wichtigen Hermänner, nirgends!, und vor Allem gibt es da Niedliches, Niedlichkeit und Unwichtigkeit allerorten, „Kawaii“ genannt, weiße Kätchen und ein kleines Schwein, das Shiuniu heißt oder so ähnlich, es ist mir entfallen, es war nicht so wichtig. Es heißt ja nicht Hermann, uff, das sagt doch alles.

    Mit diesem Kawaii-Konzept da in Japan wird halt die Niedlichkeit promotet und bissele Geld verdient, und vielleicht verdummt es ein bissele die Menschen, aber mehr als Unwichtiges tut es nicht. Das Schweinchen, das so heißt, oder Hello Kitty herself schreiben keine offenen Hermännerwichtigbriefe an irgend einen Ramelow oder an wichtige Frankfurter runde Schauen, die so wichtig sind, dass die dann keiner veröffentlicht, nie tun die das!, die Niedlichen in Japan!, die wissen gar nicht was das ist!, nö, die haben niedliche runde Augen und allemal keine so eisblauwichtigen wie das Hermännle, und vor Allem tanzen die vor sowas Urtümlichem von Selbstdefinition wie folgt einfach bloooß davooon:

    „…die ihre internationalistischen Pflichten ernst nehmen oder einfach nur das Bedürfnis haben, Apartheidstrukturen in Israel und die Besatzung zu bekämpfen“.

    An ihrer Sprache sollt ihr sie erkennen. Ach. Ich will doch nur nach Japan

  10. A.mOr Says:

    Olaf, Mai 22, 2011 um 09:19.
    Es ist wahrscheinlich freundlich gemeint, aber mal abgesehen davon, was ich von ‚Dierkes Hand‘ in dessen „offenem Brief“ las, auf den ich mich in meinem Schreiben bezog, scheint auch schon der erste link von Dir (offener Brief an die Frankfurter Rundschau) nur zu bestätigen, was ich bislang an Erkenntnissen von Dierkes habe.

    Schon die einleitenden Worte des Autors „Salam“ (‚Die Freiheitsliebende’21.Mai2011) zeigen an, worum es eigentlich geht:

    “Die Studie hat zwar keinen wirklichen Wert, da einer der Autoren, Mitglied und einer der Gründer des höchstneutralen und pazifistischen Bak Shaloms ist, und in jeder Israelkritik Antisemitismus erkennen kann, obwohl es momentan so gut wie unmöglich ist die israelische Regierung nicht zu kritisieren.“

    Die (bislang noch nicht veröffentlichte?) Studie und wenigstens einer der Autoren werden „handwischartig“ entwertet und damit bleibt die vom Autor propagierte Aussage:
    „…obwohl es momentan so gut wie unmöglich ist die israelische Regierung nicht zu kritisieren.“
    „Meister Salam“ hat gesprochen, na dann…,

    …also Dierkes (an FR) selbst (Auszug aus Deinem ersten link):

    “U.a. zitieren Sie mich hinsichtlich der israelischen Staatsdoktrin: „Jüdisch und demokratisch – ein unlösbarer Widerspruch“. Der folgende Satz in dem Interview, der nicht zitiert wird, stellt aber absolut klar, dass diese auf Tatsachen gegründete Feststellung nicht rassistisch ausgelegt werden kann: „Sie verurteilt alle Nichtjuden in diesem Staat zu Bürgern zweiter Klasse, sie schafft und vertieft Apartheid-ähnliche Verhältnisse.“ Die gesamte Argumentationskette in dem Interview ist humanistisch und antirassistisch und setzt sich für ein demokratisches und säkulares Israel ein, dass Staat aller seiner Bürger ist – v.a. auch der 1,5 Mio. nichtjüdischen Palästinenser.

    Ich fordere Sie auf, den vorstehenden Text als Gegendarstellung zeitnah und an vergleichbarer Stelle abzudrucken.“

    Dierkes „verwahrt“ sich also nicht gegen das angesprochene Zitat, er untermauert es sogar (!), mit diesen Worten: „… diese auf Tatsachen gegründete Feststellung…“
    Seine Forderung: „…den vorstehenden Text als Gegendarstellung zeitnah und an vergleichbarer Stelle…“ abgedruckt zu bekommen ist daher ein Witz, der die FR-Redaktion zu herzlichem Lachen bewegen dürfte. Kann es sein, daß Dierkes, hm, betrunken war?

    Falls Du, Olaf, das freundlich gemeint hast, warum auch immer, herzlichen Dank.
    Dierkes Worte, wie ich sie dem offenem Brief in meinem vorhergehenden Kommentar ansprach, aber nun auch diese seine „Stoßrichtung“ bestätigenden Worte, wie ich sie aus Deinem ersten link herleite, sind deutliche Sprache. Es geht in dieser als „Kritik“ getarnten Polemik darum, den Staat Israel, so wie er ist (bzw so wie Dierkes ihn sich denkt, oder ihn sich einflüstern läßt?), nicht anzuerkennen. Und das ist purer Antisemitismus.

    Yaels Antwort auf Deinen Kommentar bestätigt meine Auffassung.

    Daß Israel ein jüdischer Staat ist, ist eine Sache, aber inzwischen ist mir klar, daß es auch darum geht, die Jüdischkeit dieses Staates mit allen Mitteln zu verteidigen.
    In Dierkes Augen also ein „undemokratisches“ Anliegen.
    Dem setze ich allerdings entgegen, daß das „demos“ in Israel zum überwiegenden Teil jüdisch ist, daß die Regierung vom Volk gewählt und abwählbar ist, und daß Israel als Staat nicht in die Falle laufen darf, nichtjüdischen Fremden, wie etwa den sogenannten „Palästinensern“ (in aller Regel Araber aus den verschiedensten Ländern, heute wie auch ihrer Herkunft nach) die Mehrheitsverhältnisse zu opfern.

    Was Islamfaschisten von Israel wollen, nämlich die Auslöschung, das ist allgemein bekannt und läßt sich durch nichts, garnichts begründen, bis auf eine kleine, in Deutschland bestens bekannte Ambition: der auf Auslöschung angelegte Haß gegen Juden.

  11. aristobulus Says:

    PS.
    Kätzchen soll es heißen, da fehlte ein Zett, Kätzchen, Kätzchen usf. Gutes Wort. Frag Mara, die weiß es.

  12. aristobulus Says:

    PPS.
    Ähm, was schrub Jener, dieses war’s: „…die ihre internationalistischen Pflichten ernst nehmen oder einfach nur das Bedürfnis haben, Apartheidstrukturen in Israel und die Besatzung zu bekämpfen“.

    … man weiß es ja jetzt, man wusste es schon die ganze Zeit. Er nimmt seine verdammte Pflicht und Schuldigkeit Ernst, schnürt ernstlich seine Stiebel gegen die, die herumnasen und in den Keller kacken, denn er gönnt den Juden nichts Demokratisches unter ihnen selbst, weil er jetzt einen Jerusalemer Ortsverband der Duisburger Linkspartei gründen will und wird!, damit die ihn da nicht weiter apartheidisieren, denn das bekämpft er allen Ernstes. Und auch wenn dann tausend oder tausendmal tausend offene Wichtigbriefe daliegen, denn er hat sie gesehen!, wird er trotzdem anständig geblieben sein, und das ist ein hoffentlich niemals zu schreibendes Ruhmesblatt linker Geschichte.

    Öh, Themawechsel. Wie sagte der große Klaus Kinsky doch machmal gerne?, er sagte gerne „Geschmeiß“. Keine Ahnung wie ich jetzt darauf komme. Ein Zusammenhang besteht nicht.

  13. yael1 Says:

    Ein Interview mit Stefan Laurin.

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/10433

  14. A.mOr Says:

    Es ist gut, daß da nochmal (wenn auch wenig) tachless geredet wird. Letztlich ist es auch gut für ‚die Linke‘, aber was kümmert mich das noch!?
    Und die kümmert’s selbst anscheinend am wenigsten, ist ja so schön am mainstream-Buffet.

  15. Silke Says:

    gestern abend reingekommen und noch nicht gehört – Interview mit Sebastian Vogt

    http://www.podcast.de/episode/2263333/Antisemiten_als_Koalitionspartner%3F_Interview_mit_Sebastian_Voigt

  16. A.mOr Says:

    Silke,
    vielen Dank für den Tip.
    Ist eine sachliche Angelegenheit, Sebastian Voigt legt das „was & warum“ dar und geht auch etwas auf die („unerwartet vielen“) Reaktionen ein.

    Eines, kleines habe ich vermißt.
    Die Linke also würde ihren Antizionismus mit Antiimperialismus begründbar erscheinen lassen, worauf Sebastian Voigt ein wenig eingeht. Nur hätte ich von ihm an der Stelle mir gewünscht, daß er ganz klar Imperialismus von Zionismus unterscheidet (und damit auch den Antisemiten den Wind aus den Segeln nimmt, die eben das eine mit dem anderen gleichsetzen, und auch jenen hilft, die sich nur der Mißverständlichkeiten wegen nicht freundlicher zu Israel stellen „können“…).

    Es ist nuneinmal etwas anderes, und die Juden in Israel sind keine Imperialisten oder Kolonialisten.
    Da kann man natürlich auch korinthenkacken, rumpolemisieren, aber in der Essenz, und wir sollten eben sachlich bleiben zu solchen Themen, paßt es nicht.
    Der Zionismus ist für sich eine Angelegenheit, die sich klar auf Theodor Herzls ‚Altneuland‘ beziehen läßt.
    Selbst von hier jedoch ist eine Gleichsetzung mit Imperialismus falsch.

    Dazu, und eigentlich wird es nirgendwo benannt, oder ich habe es bislang übersehen, (mal abgesehen von der haTikwa selbst) der jüdische Wunsch an die Heimstatt zurückzukehren ist keine Erfindung eines Theodor Herzl, sondern ein Sehnen von 2000 Jahren.
    Weiß nicht genau, ob es betont werden sollte, aber es ist nun einmal Teil der jüdischen Identität, und angesichts der Frechheiten via „Pallywood“ (zB „Juden seien eine Erfindung der Juden“ [!und mal kräftig gelacht, bitt’schön]😉 möchte ich es den Linken oder sonstigen „Israelkritikern“ des öfteren mal via Ohrfeige zukommen lassen.

    Bei allem Bemühen um Sachlichkeit kämpfe ich immer häufiger dagegen an, nicht in eine sichtverengende Rage gegen dieses „BashingOnIsrael“ zu explodieren.
    Das ist eben so eine „emotionale“ Angelegenheit, hilft der Sache nicht weiter, befürchte ich.

    PS/ um nicht hinter Deinem Rücken zu reden, ich habe bei Lila nocheinmal Position bezogen, sprich, auch von Dir gesprochen.

  17. Silke Says:

    A.mOR

    ich habe Dein Post bei Lila gesehen und mich sehr gefreut

    ich habe den Sebastian Voigt noch nicht gehört, er ist Nr. 10 von dem wo ich jetzt bin in der Wiedergabeliste (ich bin iPod-Shuffle süchtig)

    ich habe aber heute zwei andere Teile von dem gleichen Podcast gehört, einmal ein Lucius Teidelbaum zu Politically Incorrect und das antimuslimische Ressentiment von einem Marcus Mersault und Lothar Galow-Bergemann in einer Art Vortrag mit verteilten Rollen.

    Ich bin total verwirrt. Einerseits ist jede Verallgemeinerung gräßlich, andererseits schmeißen die mit meine Haltung verallgemeinernden Begriffen nur so um sich (ich habe PI vermutlich 2006 meinen letzten Besuch abgestattet, nicht mein „Niveau“😉 – ich bin in da also total unwissend, dennoch so wie die Philosemitismus definieren, bin ich eindeutig schuldig – iss natürlich Quatsch, ich kann Juden leiden oder nich leiden, wie alle anderen Menschen auch, aber ich hasse es, wenn verleumdet und an den Pranger gestellt und Schuldgefühle gemacht und ungerecht behandelt wird und da steige ich im Zweifel auch für Leute, die ich nicht ausstehen kann, in die Bütt.

    Aber noch etwas zu Deinem lieben Kommentar bei Lila:
    Es gibt keinen Grund mir dankbar zu sein, es ist meine Pflicht und Schuldigkeit genauso wie die hier es ausdrückt
    http://nickcohen.net/2010/06/07/homage-to-pilar-rahola/
    und ja natürlich lebt das dumme Gewäsch, das so leicht bösartig wird, weiter. Ich hatte zwei promovierte Chemikerkollegen, die jedesmal das Kichern kriegten, wenn wir über Feldenkrais redeten und sie sich daran erinnerten, daß sein Vorname Moshe ist. Total harmlos und albern? Kann sein, kann auch nicht sein. Ich in Kenntnis von anderen Klitzekleinigkeiten hier und da tippe auf „ist so“.

    Noch ein Wort zu meiner mangelnden Qualifikation, da ich ja nie in Israel war und zu dem Mythos von den überragenden Kenntnissen der Weitgereisten ganz allgemein – Und es ist noch viel schlimmer, ich habe zwar jede Menge Juden über die Jahrzehnte gekannt, bin aber nie einem leibhaftigen Israeli begegnet.

    Ich halte mich bei allen Kommentaren strikt an das, was von außen wissbar ist, wie das Israel ein souveräner Staat ist und diese Souveränität respektiert gehört, aber wichtiger noch, ich habe knapp zwei Jahre auf einer griechischen Insel gelebt UND – wichtig – unter dortigen Bedingungen meinen Lebensunterhalt verdient. Ich sprach die Sprache so gut, daß 2 Griechen mit denen ich einen ganzen Nebeltag auf der Jagd nach einem Flug im Flughafen rumgerannt war, mich für eine Zypriotin hielten, weil ich etwas seltsam spräche. Verstehe ich etwas von Griechenland? Von einem ganz ganz kleinen Winkel – es gibt ganz wenig guten Journalismus zu dem Land und/oder seiner weltpolitischen Situation, ganz anders als zu Israel.

    Ich bin lebenslange Deutsche – wieviele Bereiche deutschen Lebens gibt es, von denen ich keine Ahnung habe?

    Aber um zum Anfang und zur Erfahrung mit den beiden Podcasts zurückzukommen. Ich bin für Deutsch einfach zu blöd. Das ist mir alles zu „tief“, zu viel Statusgehabe, zu wenig Selbstironie.

    Aber es hat sich gelohnt, ich habe Yael, Dich und aristobulus kennengelernt. Drei Glücksfälle für einen Reinfall, ist doch ne ziemlich gute Bilanz, oder? Und Reinfall war es eigentlich auch nicht wirklich, mehr so „war’s eben Erfahrung statt Offenbarung“.

    • A.mOr Says:

      Ganz kurz nur, denn ich bin müde, welchen Reinfall meinst Du denn?
      Jack? Der hat sich daneben benommen, aber -ich hoffe- er ist fähig den Schwanz auch mal einzurollen, wieviel mehr hätte er dadurch gewonnen!
      Andererseits, wenn er tatsächlich auf dieser dumpfen Tour weiterbeharrt, und Dir gegenüber war das nuneinmal „dumpf“, gut, dann eben nicht.
      Irgendwie hat er wohl anderswo gegen Dich Frust aufgebaut und es an dieser unsinnigen Stelle abgelassen. Sonst kam er doch immer so wagemutig daher, aber Dir gegenüber hat’s anscheinend nur für einen „Stellvertreter-Schlag“ gereicht. Vielleicht macht der nochmal reinen Tisch?
      Lila meinst Du sicher nicht, nehme ich an?
      Diese hat sich kritisch zu Polemik geäußert, ich genauso, hast Du doch gelesen.
      Also, gute Nacht, laila tow.

  18. Silke Says:

    mit Reinfall meine ich, meinen gescheiterten Versuch, mich in einem deutschen Blog heimisch zu fühlen.

    Lila ist OK, und ich lese ihren Blog weiter, aber Kommentieren nein, das ist vorbei und nicht wegen Jack

    ich habe mibu in einem früheren thread in die Wade gekniffen und ich nehme an, da wollte Jack mir zeigen, wie man’s richtig macht.

    Nö, so zart besaitet, daß Jack mich stört bin ich nicht, aber die mibu-Hätschelei ging mir vom ersten Tag an auf’n Geist und er ist Lila nun mal lieb und wert, was ich auch gut verstehen kann. Niemand eignet sich so gut, um das immer gleiche in immer anderen Worten erklärt zu kriegen. Aber Chacune a sa goût ;o)

    Aber mibu hatte noch was abgelassen, das hatte außer mir wohl keineR gemerkt und ich habe es durchrauschen lassen, weil’s mir zu albern war, doch das ist der wahre Grund.

    Und was das mit der Emotionalität anlangt – ich finde immer her damit, denn
    ich denke mir, wenn die Leute, die feixend rumstanden und zuguckten, wie ein alter Mann gezwungen wurde, das Trottoir mit der Zahnbürste zu reinigen, wenn die Leute Zugang zu ihren Gefühlen gehabt hätten, dann hätten sie das nicht zugelassen, nicht zulassen können.

  19. Silke Says:

    A.mOR

    ich habe mir eben noch Sebastian Voigt reingezogen und er ist fast der erste, den ich bei diesem freie-radio probiert habe, verständlich fand, der nur ganz kurz mal zwischendurch in Jargon abrutschte und ich finde, er macht seine Sache sehr gut. (zum Vergleich höre in die beiden anderen rein und Du weißt, was ich meine). Falls es stimmt, daß er vom Medienecho überrollt wird und so was also für ihn nicht Alltag ist, dann ganz besonders gut sogar. Daß er nicht alles sagen kann, daß ihm nicht jede Aussage gelingt, also ihm glaube ich, daß das nicht an Unkenntnis oder an Mangel an gutem Willen liegt.

    Er klingt wie ich das von Autoren auf Book-Tour kenne, wenn das Hirn nach zu vielen Talks einfach mal zwischendurch auf stumm schaltet und fast gewaltsam wieder angeworfen wird, wie stolpern, wenn einer beim Laufen müde wird.

    Ich wünsche mir jedenfalls, daß ich noch viel viel von dem höre. Endlich mal einer, der geradeaus reden kann.

  20. aristobulus Says:

    Silke, Mibus klammheimlicher Kommentar war in der Tat offenbarend bis auf die Knochen: Eine Nazi-Gleichsetzung seiner Kritiker, ich hielt das an dem Tag für eine Entgleisung. Denn manche Leute entgleisen mitunter, wer weiß wieso, unter Stress oder bei Reizthemen entgleisen sie plötzlich, landen im braunen Schlamm und wollen es hernach nicht gewesen sein, und drum war’s nur eine Entgleisung, so wünscht man sich. War es aber nicht, er entgleiste keinen Moment, er fuhr die ganze Zeit genuin in seiner Spur. So macht er’s in dem Blog, vielleicht auch früher woanders. Einen Tag früher hatte er das mit der RAF geschrieben – was ich dann großzügig fallen ließ, weil Lila um Ruhe bat. Zuvor hatte ich geschrieben: Ich sehe kein alästina, ich sehe nur ein Hamastan. Sofort kam Mibus Erwiderung: Genauso wie die RAF damals, die in der BRD nur Banker und Faschismus sehen wollte.

    Mibu ist ein Fiesling der Gleichsetzungen. Man ist jetzt also RAF und nazistischer Wortherumdreher in Einem, bloß weil man diesem Menschen widerspricht.
    Um die Ohren hätt man’s ihm hauen sollen, um die schwäbischen, akademischen. Na, vorbei.

  21. aristobulus Says:

    A.mOr, hi!, du schriebst über Jack’n vorhin: „Irgendwie hat er wohl anderswo gegen Dich Frust aufgebaut und es an dieser unsinnigen Stelle abgelassen. Sonst kam er doch immer so wagemutig daher, aber Dir gegenüber hat’s anscheinend nur für einen „Stellvertreter-Schlag“ gereicht. Vielleicht macht der nochmal reinen Tisch?“

    Macht er nicht. Er weiß gar nicht, was das ist, denn er hat immer Recht und er ist allen überlegen. So bald einer ihn zu kritisieren wagt, wird er erst recht rabiat & moralisch in Einem, und er ist ein Verächter, wesensmäßig. Glaub mir, ich weiß es leider genau, denn ich kannte ihn sehr gut von 1978 bis 2009 – definitiv zu lang.

  22. A.mOr Says:

    Licht des Morgens, Silke, und es ist güld’ner Sonnenschein!

    Du schreibst:
    „…das antimuslimische Ressentiment von einem Marcus Mersault und Lothar Galow-Bergemann …Einerseits ist jede Verallgemeinerung gräßlich, andererseits schmeißen die mit meine Haltung verallgemeinernden Begriffen nur so um sich…“

    Ich habe das noch (?) nicht gehört, aber -imaginierend- meine ich wohl (auch) solches, wenn ich von „verengter Sicht“ spreche; einerseits die Wut, die natürlich woher kommt, wo eine Ungerechtigkeit(…) der Anlaß ist, meine Empörung und die daraus (nicht unbedingt) verallgemeinerte Ableitung, wie hier im Beispiel die „Muslime“.
    Da gibt es für mich viele Anlässe, bei weitem nicht nur der „Situation Nahost“ geschuldet, und es erscheint einfacher (ja fast logischer!) insgesamt „die Muslime“ en masse anzuprangern, als eben die jeweiligen Verbrecher herauszupicken. Bestätigt werde ich zusätzlich dabei, wenn ich mir klarmache, daß die „Einzeltäter-These“, und „es war nur ein Versehen“, oder „nur ein Verrückter“, etc zwar, objektiv, richtig ist, aber doch so falsch, wie es sein kann.
    „Objektiv“ war Hitler auch ein „Einzeltäter“, und er war tierlieb (wie ich gerade von woanders abkupfere), also am Ende doch a Pfundskerl?

    Bei PI lese ich, seltener, auch mal rein, die Empörung dort finde ich zu mancher Angelegenheit auch nachvollziehbar und stimmig, aber wenn ich dort länger lese, und es mag alles seine Rechtfertigung haben, was dort an Artikeln veröffentlicht ist, dann packt mich die Wut, und dann neige ich eben zu den Verallgemeinerungen, ja, es wird Wut auf „die Muslime“.

    Natürlich verliere ich nicht komplett mein Hirn und Maß dabei, aber ich bin eben, was soll ich’s mir verheimlichen, beeinflußbar, und ich will kein ‚Hasser‘ sein.
    Ich weiß nicht unbedingt, ob es gerecht ist, wenn ich sage (wie mancher wohl raten würde an der Stelle), daß meine Wut (und wann ist es irgendwann dann nur noch „blinder Haß“?) im Prinzip bedeutet, daß die Hasser der „Gegenseite“ bereits gewonnen haben, denn sie haben mich -moralisch?- zu einem der Ihren gemacht.

    Und weil mir solches bei der Lektüre von PI-Artikeln und auch den Kommentaren dazu geschieht, halte ich Abstand, lese dort also nicht oft rein. Diese Weise von „Dauerwut“ ist eigentlich das letzte, was ich brauchen kann.
    Leider, es genügen schon alleine die mainMedia Berichte (und die nichtBerichte/die Auslassungen?), die Art und Weise auch gegenüber Israel…um mich zu erzürnen, so komme ich in ein Dilemma.
    Es gibt sovieles zum Erzürnen (und ich habe doch momentan „nur“ die mediale Verbreitung zum Thema), aber ich habe auch keine Lust (es ist ungerecht) auf Sand in den Ohren und den Augen, oder wo soll er hin, der Kopf, wenn ich’s nicht mehr hören und sehen kann?

    Einerseits also bin ich bemüht um die Pflege meiner Gesundheit, andererseits bin ich nicht aus Stein, so daß alles von mir abprallen würde. Das ist Streß, eigentlich so oder so, und am Ende habe ich’s mir selbst bereitet, denn es ist mein Kopf, mein Herz.

    Und dann erinnerst Du mich, durch Dein Bild desjenigen, der gezwungen wurde sich vor dem Nazi, dem Pöbel der Nazi zu entwürdigen (und wieviel schlimmes dieser Art hat es denn gegeben!), und Du sagst, es wäre nicht möglich gewesen, hätten die Leute Herz gehabt.
    Ja, Silke, da hast Du bestimmt recht!

    Aber Herz, in solchem Falle mindestens, ist Schmerz!

    • Silke Says:

      A.mOR

      1.
      ich bin kein Hasser, womit ich sagen will, wenn „es“ aufhört, behalte ich praktisch keine Restgefühle, ich umarme nicht, aber ich habe auch kein Bedürfnis nachzutreten. (das macht mich nicht zum guten Menschen, es ist einfach so, daß ich so gestrickt bin)

      2.
      Wenn über Verallgemeinerungen gesprochen wird, fallen in der Regel die Institutionen unter den Tisch, und ich meine alle, vom örtlichen Skat-Club mit seinem Gruppendruck bis zum Staat. In manchen bin ich freiwillig Mitglied in anderen gezwungermaßen, doch für alle gilt, mitgegangen mitgehangen. Auch wenn ich dagegen bin, wenn die Institution in die falsche Richtung läuft, habe ich irgendwie versagt. Ich bin dann vielleicht nicht schuldig, aber mitverantwortlich bin ich doch.

      Irgendwann habe ich mir Georg Büchner’s Satz „Friede den Hütten, Krieg den Palästen“ abgewandelt in „Friede den Menschen, Krieg den Institutionen“. Als Merksatz ist das für mich ziemlich nützlich, doch die Realitätsprüfung hält der Satz keine Sekunde aus.

      Denn wenn der Einzelmensch etwas gebacken kriegen will, braucht er die Gruppe und die Gruppe braucht Regeln und voilà schon haben wir eine Institution. Erst einmal ist es natürlich eine gute, doch dann passieren Dinge, Kompromisse müssen geschlossen werden, saubere und unsaubere, edle und total fiese und jedeR einzelne steht ständig vor dem Dilemma, kann ich jetzt noch guten Gewissens drin bleiben, wohin neigt sich die Waagschale, zu dem Guten, das ich möchte oder zum rigiden einem guten Miteinander hinderlichen.

      Was ich meine läßt sich derzeit exemplarisch bei Human Rights Watch und Amnesty International beobachten. Christopher Hitchens hat einen Aspekt von dem was ich meine hier gut beschrieben
      http://www.slate.com/id/2244802/
      und der Gründer von Human Rights Watch hat die Organisation mittlerweile verlassen (nach einem Aufsehen erregenden Op-Ed in der NYT) und in hohem Alter eine neue gegründet.

      Ich mach hier mal Schluß, das Thema läuft mir aus’m Ruder bzw. Keyboard, aber ich würde mich freuen, wenn Yael uns erlauben würde, dran rumzukauen.

  23. A.mOr Says:

    Beim nochmaligen Lesen meines Kommentars stolperte ich über diese, meine Aussage:
    „…, denn sie haben mich -moralisch?- zu einem der Ihren gemacht.“

    Ein Anlaß letzter/vorletzter(?) Woche für unbeschreibliche Wut auf „Muslime“ war nicht der „Einzelfall“ (ich glaube, PI spielt mit diesem Begriff in einer danach benannten Sparte), sondern ein riesiger Haufen von Einzelfällen, die für sich wiederum nur die Spitze des Eisbergs darstellen können, meiner Erfahrung, meines Wissens nach.
    Ich las von „muslimischen“ Verbrechern, wie es sie überall in Europa und in muslimischen Ländern (natürlich) gibt und einer „Vergewaltigungskultur“.
    So las ich von Statistiken etwa der nordischen Länder, daß der Großteil (weit über 50%, manchmal annähernd 100%“!) der gemeldeten Vergewaltigungen von „Migrantischen“ begangen wird, die Opfer sind in aller Regel einheimische Mädchen und Frauen, die Anzahl der angezeigten Vergewaltigungen ist stetig gestiegen mit der Anzahl der Zuwanderer, bzw dem Anwachsen des „migrantischen“ Bevölkerungsanteils…
    Und, darauf nocheinmal hingewiesen, die offiziellen Statistiken (also gemeldete/erfaßte Vergewaltigungen/sexualisierte Gewalt) sind aller Erfahrung nach immer nur die Spitze des Eisbergs.

    Ich stieß, wohl zufällig, auf einen Artikel und „surfte“ von dort einfach weiter, ging in die Suchmaschine, recherchierte, von „umfangreich“ sollte ich trotzdem nicht sprechen, aber ich las einiges dazu. Das ist dann ein Beispiel, bei dem mich unbeschreibliche Wut packt, zumal es in Europa ein ignorantes Darüberhinwegsehen gibt, das ganz einfach nur abscheulich ist.

    Hätten sie ein Herz…?

    Da also „verengen“ sich meine Augen.
    Warum der Satz oben mich daran erinnerte? Mädchen/Frauen, die zur Prostitution gezwungen werden, ergeben sich irgendwann in ihr Schicksal, sie werden gebrochen; dann sind sie „Teil der bösen Welt“; und der Bezug zum sogenannten „Stockholm-Syndrom“ ist wohl auch herauslesbar?
    Und das es auch Frauen sind, die Mädchen in die Falle locken, wie ist das verständlich?

    Yael hatte einen themenverwandten Artikel (zu Vorgängen in muslimischen Ländern) in ihren blog gestellt:
    https://yaelmyblog.wordpress.com/2011/01/06/christenverfolgungen-im-mittleren-osten/

    So, ich finde gerade leider nicht den Artikel, auf den ich oben anspielte.
    Aber, zur „Freude“ unserer „schwarzweiß“-Bebrillung:
    “Israeli sind Rassisten, weil sie palästinensische Frauen nicht vergewaltigen und damit gegen sämtliche Regeln der Kriegsgepflogenheiten verstoßen!“
    http://lizaswelt.blogspot.com/2007/12/vergewaltigungssoziologie.html

    Da frage mich nochmal einer, warum soviele in der (christlich/muslimischen)Welt etwas gegen Juden haben…
    Das haben wir doch echt nicht nötig, oder?😉

  24. A.mOr Says:

    Fürs wortgewandte verehrter aristobulus, Du scheinst den Jack ja doch gut genug zu kennen, dann danke ich für die Aufklärung. Mir ist so auch klar,warum Lila Deinen Einwand zu Jack nicht ganz verstand/verstehen konnte, wie sie mir erklärte, obwohl ich selbst durchaus etwas für Dein Wort an Jack übrig hatte. Ich fand dann das „verpiesel Dich“ etwas übertrieben, aber nun verstehe ich auch, wo das herrührt.

    Was mibu betrifft, über den ich mich eigentlich noch mehr als zu Jack ärgerte, die von mir bei Lila erwähnte „aggressive“ Passage war dann auch direkt an/gegen ihn gerichtet, nu, da sind wir uns anscheinend weitestgehend einig. Muß an der „Gleichschaltung“ liegen, vielleicht hat es etwas mit diesem Ding zu tun, welches Salate (?) befällt und Nahrungsmittel-Liebhaber niederrafft?

    Oh, verzeiht mir doch, es kommt über mich! Ich verspüre so eine Lust, daß ich wenigstens ein paar der Worte, die ich in dem zurückgehaltenen Kommentar verwandte, nun doch präsentiere, es juckt mich so, daß ist Jack, der hat mich angesteckt!
    Wenn also Lila hier mitlesen sollte, so, bitteschön, so halte ich dies von Deiner Seite fern, in allerliebst gemeinter Absicht, und doch, es juckt mich so…

    „…Was Jack da zu Kommentar No1 brachte, das war einfach mies.
    Aber Du, mibu, machst daraus einen Strick, sprichst Silke durch die verwelkende Blume in Deiner mißgönnerischen Hand die Kompetenz ab, daß sie ganz genau „weiß“ (Gänsefüßchen für die Philosophen unter uns), wovon sie spricht, wenn sie es schon benennt.
    Ist es nicht seltsam, daß sie ganz offen und frei so häufig Fragen stellt?

    Oh, mibu, großer Dumpfbatzen, das muß ein Zeichen von Dummheit sein, was soll’s Sesamstraße?!
    Auf mein Wort wirst Du bestimmt ganz viel hochachtungsvollen Wert legen, D-Obermann, denn über Dir, neben Dir gibt’s ja noch was, voll die Experten und Akademiker eben. Da wär noch der die das Kanzeler, Dir predige ich einen Schuh des Manitou an die Nase. Sag mal, bist Du echt so von Dir überzeugt? Kniee nieder, daß ich Dich besser an den Kopf stoßen kann, in den Staub Du Hochmut!

    Manche „Näherung“ ist unerwünscht, das kann ganz „exakt“ so sein. Aber wir sind Menschen, also, bitteschön, jetzt weißt Du es von mir.

    Aaaber:

    „Zweifel in vernünftigen Massen zu haben, ist deshalb für mich ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein und nicht von Schwäche. Meine Zweifel an meiner eigenen Meinung und an meinem Kenntnisstand erfordern aus meiner Sicht geradezu den Respekt vor den Äusserungen anderer.“

    Ups, dann habe ich mich wohl getäuscht. Dann ist ja alle vabene, toffte, super, zum Verzweifeln!…“

    Ach, wären es doch nur solche, diese Sorgen, die uns verstören, wäre es nicht paradiesisch?

    • A.mOr Says:

      Nochmal kurz ergänzend, „Zweifel in vernünftigen Massen…“ ist von mibu zitiert, ist an dieser Stelle wahrscheinlich nicht deutlich.

      Zum Kommentar davor, liebe Yael, was war’s, „PI“ oder „ein riesiger Haufen“ ??

      • A.mOr Says:

        hm, also nicht…

      • yael1 Says:

        Ich habe erst einmal überlegen müssen, worum es dir geht. Also: Wenn mehr als ein Link in einem Kommentar ist, muss er immer erst freigeschalten werden.

    • Silke Says:

      „Nahrungsmittel-Liebhaber“

      wundervoll! –
      ich „hasse“ alle diese Leute, die sich ernähren anstatt zu essen.
      dieses Kalorien-, Nährwertgetümel und Angepreise von Gesundheit
      – nichts schützt besser vor Schadstoffen als ein Mund, in dem vor lauter Gier sich Massen von desinfizierendem Speichel angesammelt haben.

      apropos Essen und Gesund – meine Mutter versäumte nie, mir den nächsten unnachgiebig reingeschobenen Löffel als „gesund“ zu kennzeichnen.

      Leider mag ich „gesunde“ Lebensmittel (in nem früheren leben muß ich ein Kaninchen gewesen sein) und muß so ständig weghören und mich daran erinnern, daß die Süße einer Karotte und die Bitterkeit eines Eisbergsalatstrunkes von mir begehrte und geliebte Köstlichkeiten sind.

      —-

      und danke für den Kommentar – elegante Finten sind also doch auch auf Deutsch möglich

  25. yael1 Says:

    Ich schreibe nur jetzt etwas dazu, weil ich denke, dass es hier keinen Sinn macht und man sich nur weiter ärgert, was sich aber niemals lohnt, denn nur derjenige, dem daran gelegen ist, dass andere sich ärgern, freut sich letzlich darüber. Dass „jack“ in diese Kategorie gehört, hat er ja glänzend bewiesen. In meinen Augen scheint dieser Mann irgendwo gestört zu sein. Auch das bewies er sehr eindrucksvoll. Wenn der wirklich mehrfach in Israel gewesen sein soll, wundert mich dessen Empathielosigkeit in hohem Maße. Das kann man eigentlich gar nicht erklären.
    Silkes Frage so verstanden zu haben, bedarf einer bösen Absicht und warum es so ist, hat er auch noch auf dem Niveau des üblich 3 jährigen auch bestätigt.
    Ich bin doch immer wieder erstaunt wie durchschaubar ein Mensch sein kann.
    Auch in der Beziehung, dass da jemand ist, der gegen alles und jeden austeilen, aber selber nichts einstecken kann. Das ist auch ein bekanntes Phänomen, solcher Dauerempörer und Selbstgerechten. Ich bin aber nicht bereit mich mit dem persönlichen Frust eines Kleinkindes im Internet auseinanderzusetzen, denen man im RL sowieso aus dem Weg geht und deswegen sollte man solche infantilen Menschen auch besser ignorieren und sie dort sein lassen wo sie hingehören: in den Kindergarten.
    Also ignoriert diese Menschen. Und wie gesagt, es hat keinen Sinn sich damit weiter abzugeben. Ich kann bei Lila, die ich sehr mag und schätze, nicht weiter schreiben, solange so jemand dort sein Unwesen treibt.

  26. yael1 Says:

    Ich habe noch einen schönen Kommentar zum Thema des Threads und das im Spiegel, wer hätte das gedacht:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,765597,00.html
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article13399484/Die-Linke-ist-antisemitisch-und-groessenwahnsinnig.html

    Es ist schon eine Crux mit den Juden, sie sind gleich immer so empfindlich. Also, liebe Linkspartei-Mitglieder, ein Rat von dieser Seite: Wie wäre es, ihre hieltet einfach mal für eine gewisse Zeit zu dem Thema die Klappe? Damit würdet ihr dem Land, aber vor allem euch selber einen echten Dienst erweisen.

    Ich erinnere an das Flugblatt auf der Seite der Linken aus Duisburg:

    Vor diesem Hintergrund ist die Bezeichnung gewisser Blätter als “Judenpresse” wohl weniger ein Schimpfwort als vielmehr die zutreffende Umschreibung der einseitig philosemitischen und anbiedernden Berichterstattung über Israel und die Juden.

    Ich erinnere auch an Frau Höger, die folgendes sagte:

    Die Frage, die man sich stellen muss, ist: Wer profitiert von diesen furchtbaren Verbrechen? Zum einen sind nun zwei der für Israel ‘gefährlichsten’, weil engagiertesten, bekanntesten und renommiertesten Aktivisten ausgeschaltet. Die Morde an Vittorio und Juliano könnten außerdem ein Mittel sein, um der internationalen Solidaritätsbewegung einen empfindlichen Schlag zu versetzen – gerade angesichts der bevorstehenden zweiten Flotilla und der Tatsache, dass sich internationale Aktivisten noch immer nicht davon abbringen lassen, nach Palästina zu fahren. Durch die Behauptung, Juliano und Vittorio seien durch extremistische Palästinenser umgebracht worden, könnten viele Aktivisten nun davon abhalten werden, weiterhin nach Gaza und in die Westbank zu fahren. Das wäre die schlimmste Konsequenz, die die Morde haben könnten, es würde das Lebenswerk dieser beiden Menschen unterminieren. Und die Palästinenser stünden wieder einmal als gewaltbereite Extremisten in der Weltpresse.

    Wer bei der Linken keinen Judenhass entdecken kann, dem kann ich dann auch nicht mehr helfen.

    • A.mOr Says:

      Zum Spon-Artikel.
      Ja, er hat ja recht, der Jan Fleischhauer, man kann es nicht übersehen (es sei, man ist eben hartnäckig ignorant), bei den Linken gibt es die Rechten, aber wenn er schon so einleitet:
      „Kritik an den Juden gehört in Deutschland Gott sei Dank schon lange nicht mehr zum Repertoire von Politikern. Ausgerechnet in der Linkspartei…“,
      dann ahne ich, worum es hier (auch) geht.
      Die bösen linken Rechten, das gibt‘ zum Glück in Deutschland sonst „nur“ noch in der NPD.
      Und wie sie alle heißen mögen…

      Fleischhauer hat recht, die Linken so anzuprangern, wie er es in dem Artikel tut.
      Es ist gut, daß er an Einzelbeispielen benennt, wovon die Rede ist. So wissen wir, wo wir dran sind.
      Insofern sollen wir es dem Fleischhauer einfach gönnen, daß er gleichzeitig den „Sozialismus“ als Ganzes verbrämt und den Rest Deutschlands (außer NPD, natürlich!) die Weste so weiß wäscht, daß es einen blenden mag. Oder?

      Dazu lasse ich auch Jan Fleischhauer zum Abschluß das Wort:
      „Es ist schon eine Crux mit den Juden, sie sind gleich immer so empfindlich.“

      Zu Frau Höger ist eigentlich ein Wort ausreichend: widerlich!

      Zum WeltOnline-Artikel.
      H.M.Broder: „(…)Natürlich ist es für die Realpolitik ohne jeden Belang, ob die Linke in Hamburg die “Einstaatenlösung” für Palästina fordert oder die Faröer-Inseln aufs Festland verlegen möchte (…) Das ist schlimmer als Antisemitismus. Das ist Größenwahn.“

      Nu, dazu gibt es nicht viel zu sagen, nur ein schlichtes: Dankeschön.

    • A.mOr Says:

      Das Dankeschön, liebe Yael, es gilt natürlich (!) auch Dir😉

  27. aristobulus Says:

    A.mOr, wahahaa, ja, es hat Dich gejuckt und Du hast es hingeschrieben!, da steht’s, besten Dank dafür, you’re makong my day.

    Yael, er war mindestens zweimal in Israel, einmal vor fünfzehn Jahren, kam enttäuscht mit Kleinejungenmiene zurück, wohl weil er für seinen Geschmack zu wenig Orient und zu wenige jauchzend altjüdische Jemenitinnen gesehen hatte, sondern ein westliches Land, ach das kannte er ja schon. Und all diese Siedlungen auf den Bergen. Wirklich, da verschanzten sich diese _Siedler_ wie in Burgen und den Palästinensern blieb nur hier und da etwas unfruchtbarer, vollgemüllter Boden; wie können die so mit den Leuten umgehen?! Usw. usf. – So ist er…

    Zur Linkspartei hier nächsten Sonntag noch was von mir, ein Link zu einem Text, Selbstverlinkung zwar bloß, aber immerhin, bei zwei Lesungen fanden’s die Leute zustimmenswert. Was will ich mehr -.

    • Yael Says:

      Ja, so ungefähr schätze ich ihn ein. Das machten einige Äußerungen schon recht deutlich.
      Aber ganz im Ernst: Es bringt nix, sich zu ärgern, ich habe ihn abgehackt, weil ich ihn auch nie besonders für voll genommen habe. Versuche damit abzuschließen. Es bringt dir hier ja auch nichts, da er hier ja nicht anwesend ist. Und so wichtig sollte er niemanden sein.

      PS: Der Grund warum ich mich bei Lila zurückhalte, ist auch der, dass plötzlich irgendwelche No Names auftauchen, die noch nie einen sachlichen Beitrag einem Thema geäußert haben und meinen z.B. einen Culatello in Schutz nehmen zu müssen, den ich nicht nur für einen verkappten Antisemit halte, sondern der auch ständig und bei jeder Gelegenheit Lila dumm angemacht hat. Ich habe Lilas Geduld immer wieder bewundert. Solche Typen wären bei mir schon lange rausgeflogen. Dass jetzt Jack plötzlich das arme Opfer ist, passt wunderbar ins Bild.
      Ich finde es nur schade um den Blog von Lila, der ein wirklich guter ist, wenn es dort nun so weiter geht. Ich habe dort von Lila und einigen anderen viel gelernt. Ich hoffe, er wird wieder so gut wie als ich ihn kennenlernte.

  28. aristobulus Says:

    mak_i_ng my day, pardon

    • A.mOr Says:

      Also, daß ich hier mit offen propagierter „Schlachtung“ oder wenigstens sadomasochistischen Andeutungen solche Begeisterung hervorrufe, das gibt mir schwer zu denken…;)

  29. Yael Says:

    http://www.tagesspiegel.de/politik/widerlich-und-ekelerregend/4240568.html

    „Doch Gysis Parteifreund Hermlin, Sohn des DDR-Schriftstellers Stephan Hermlin, störte die Feststimmung – und prangerte die Partei, der er nach der Wende beigetreten war, heftig an wegen antisemitischer Ausfälle. „Widerlich und ekelerregend“ sei es, was er in den vergangenen Wochen erlebt habe, sagte Hermlin, dabei wolle sich die Linke doch eigentlich radikal von den anderen unterscheiden.

    Andrej Hermlin hat inzwischen nachgelegt. Der „Jüdischen Allgemeinen“ sagte er, es sei „die feige Spielart des linken Antisemitismus“, antisemitische Positionen als legitime Kritik an Israel zu verkaufen. Und: Die Führung der Linken habe auf das Problem “ bisher keineswegs überzeugend“ reagiert.“

  30. Silke Says:

    was ich in dem Gespräch mit Sebastian Voigt gelernt habe, was mir neu war und was mich verblüfft hat, war daß diese Idiotie besonders bei den Westlern gedeiht und daß die Ostler viel pragmatischer seien. Irgendwie witzig, die Ostler, die auf Anti-Imperialistisch gedrillt wurden, zeigen jetzt mehr Vernunft als die Westler mit irgendwelche gescheiterten roten Vergangenheiten?

    Ich hätte – Vorurteil, Vorurteil – vermutet, daß es andersrum wäre, aber was für ein trauriges trauriges Zeugnis, so es sich denn erhärten ließe, das der ganzen Re-Educationerei ausstellt.

    • A.mOr Says:

      Das überrascht mich nicht im mindesten, muß ich Dir sagen, Silke, nicht ein jota!
      Trotzdem aber bin ich traurig, was für ein ekelhafter Mief sich bei den ‚Linken‘ tummelt, und das die dort anscheinend keine Sorge haben, diesen Dingen eingehend auf den Grund zu gehen.
      Ist es am Ende so ähnlich, wie das Beispiel AI?

      Und von wegen „rechtsradikal“. Nach dem Mauerfall kursierte in den Nachrichten die Mär, das Rechtsradikalität vor allem im Osten zu finden sei, bald so, als ob es dort „erfunden“ sei.
      Natürlich gab/gibt es das auch dort, aber die Verdrehung, wie sie in der „BRD“, die neue, stattgefunden hat, war nur eine einzige Heuchelei!
      So blind kann eigentlich niemand gewesen sein. Aber vom Westen war es anscheinend einfacher, nach Osten zu zeigen. Für mich hat sich das nur als weitere Heuchelei offenbart, wie sie eben in unserer schönen freiheitlichen Demokratie von schöner freier Presse betrieben wird.

      Ne, Silke, das ist mir schon lange vor dem Ding, die Mauer, bewußt, wo die Judenhasser zu finden sind…

  31. A.mOr Says:

    Silke, Guten Abend,
    (zu Deinem Kommentar, 31.Mai, 10:53Uhr)
    Dein link zu den Ereignissen rund um AI offenbart eine betrübliche Geschichte. Aus dem, was mit einer wohlmeinenden Idee heraus seinen Lauf nahm wurde ein weiterer „nützlicher Idiot“ der Ideologie, wie sie die Islamfaschisten als „Religion“ verunglimpfen.
    Das ist einfach nur traurig.

    Du schreibst:
    „…Institution. Erst einmal ist es natürlich eine gute, doch dann passieren Dinge, Kompromisse müssen geschlossen werden, saubere und unsaubere, edle und total fiese und jedeR einzelne steht ständig vor dem Dilemma,…“
    Scheinbar ist es so, daß auch „fiese“ Kompromisse geschlossen werden (müssen?), aber wenn das der eigentlich guten Absicht der Institution widerspricht, dann hat diese sich doch im Prinzip schon „abgeschafft“.
    Wenn „die Bösen“ das Kommando übernehmen, dann benutzen sie den „guten Ruf“, den andere mühevoll aufgebaut haben und beschmutzen sogleich den Inhalt selbst von „gut“.
    Ja, das ist in der Tat ein „Dilemma“!
    Dazu paßt Dein Beispiel AI sehr gut, würde ich meinen.
    Traurig eben.

    Aber ich kann jedem Einzelnen nur raten: tue gut und es ist gut.
    Jedoch, einen Rat zu geben ist, meiner Erfahrung nach, viel leichter, als ihn selbst zu befolgen.
    Nichtsdestotrotz, und das kann man dann wohl auch verallgemeinern ohne zu vereinfachen/zu verzerren, jeder muß sich eben an die eigene Nase fassen, wenn er/sie etwas Gutes erreichen will.

    Die Bösen haben alle „Vorteile“ auf ihrer Seite. Sie sind rücksichts- und skrupellos, aggressiv und gewalttätig, zaudern nicht mit dem Gewissen, usw.

    Israel ist doch auch dafür ein gutes, vielleicht sogar „das gute“ Beispiel: mit der „moralischten Armee der Welt“ versucht dies kleine Land gegen weitestgehend rücksichtslose Menschen Ordnung und Frieden zu erhalten und die eigene Bevölkerung stets daran zu erinnern, daß es eben „menschlich“ bleibt.
    Die Armee hat diese Vorbild(?)- aber auch Repräsentations(!)funktion, und wie niederträchtig ist es, daß ausgerechnet sie von (pfuibäh!) gleichgestellt werden mit dem Nazi!

    Die Bösen sind laut, ihre Botschaft, so falsch sie sein mag, ist sofort da, es ist einfach kein Bedenken „nötig“, ob die Botschaft anderen schaden mag, Israel aber läßt sich Zeit, will’s penibel genau untersuchen und bloß nicht der Lüge dienen.
    Daß die Welt das nicht sehen will (und kann?), es ist einfach so betrüblich.

    Deutschland, Deutschlands Medien sind nicht so blind, damit reden sie sich im Zweifel raus, aber es ist nur Heuchelei, und absichtsvoll wird in diesem Land an der Beschmutzung des Bildes Israel gearbeitet (in ganz „gewöhnlicher“ antisemitischer/judenhassender Tradition), viele Menschen dieses Landes wissen es einfach nicht besser, und bei aller Selbstverantwortlichkeit, die wir dem Individuum in der freiheitlich-demokratischen Gesellschaft zugestehen, wir sollten keinesfalls von jedem (bzw den meisten) erwarten, daß die alle so gewieft sind, dieses Gespinst von Heuchelei und Niedertracht (!) zu durchschauen.

    An anderer Stelle hast Du den Wunsch geäußert, daß wir eine effektivere Hasbara bräuchten, wie recht du hast, wo doch bei den Anti-Israeli längst Hasbara zu „Lüge“ verklärt wurde, und viele, die es einfach nicht besser wissen, kennen es nur so, so scheint mir.
    Habe gerade mal nachgesehen, google, es war schoneinmal schlimmer, aber Du kannst selbst mal googeln, Hasbara kommt da nicht so gut weg, wie gesagt, war schon schlimmer.

    In einer Sache kann sich die Hasbara, speziell in Deutschland, verbessern. Nur der Gegner ist eben die versammelte mainMedia, also nicht zu unterschätzen, ganz offensichtlich. Diese geben sich die Etiquette „wir sind Deutschland“, aber auch das ist eine Verzerrung.
    Tatsächlich werden die Deutschen von ihren Medien manipuliert, daß sollte man ihnen irgendwie erklären. Das als Anregung, und mir ist auch klar, daß ich hier als Weg nur wieder eine „Gradwanderung“ aufzeige…

    Zu Deinem Mini-Seelenstriptease, ich habe von Dir nie etwas gelesen, daß darauf schließen ließe, daß Du ein Hasser wärest/sein könntest. Auch die Geschichtchen aus Deinem Leben, die ab und zu von Dir „durchsickern“ sind in meiner Reflexion alles andere, als das ich da Ansätze von „Hass“ erkennen würde.
    Von meiner Seite, Mini-Striptease: ich bin wohl „Aprilwetter“, trotzdem können Wut oder Trauer länger bei mir verweilen, als mir lieb ist, so schnell es auch aufgestiegen sein mag. Aber im Prinzip, das ist wohl das Gute daran, geht’s mir mit der Freude genauso…
    Und wo Du es ansprichst, ich bin mir nicht sicher, ob ich nachtragend bin, auf eine Weise schon, aber weniger im Sinne, irgendwem schlechte Gefühle nachzutragen (es sei, es handelt sich eben um eine menschliche Drecksschleuder..), sondern eher im Sinne, daraus zu lernen und es entsprechend zu berücksichtigen, also, wie mir scheint, vernünftig.

    Trotzdem falle ich immer wieder auf irgendetwas rein, teilweise eben der Stimmung oder Spontanität geschuldet, teilweise auch ganz einfach aus Tollpatschigkeit, wobei ich damit tatsächlich auch tachless/also physische Beteiligung/Umstände meine…

    Last but not least: Danke, für dieses wirklich wunderbare Kompliment:
    „…elegante Finten sind also doch auch auf Deutsch möglich“
    Möge es davon noch viele geben!!!
    Oder wolltest Du mich nur einwickeln?😉

    • Silke Says:

      klar wollte ich Dich einwickeln, was denn sonst😉

      Aber zurück zu den Institutionen, ganz so einfach ist das nicht. Was ich jetzt schreibe ist alles Hypothese, ich weiß nix Genaues über AI aber es hat aufgrund von anderen Erfahrungen einen hohen Wahrscheinlichkeitswert:

      Also da beginnt was als Zusammenschluß von Idealisten, die Zeit und Energie einsetzen, um Gefangene zu befreien. Irgendwann braucht’s aber auch Geld, mehr als von den Mitgliedern aufzubringen ist, z.B. um ne Teilnahme an nem Kongress zu ermöglichen, wo fürs Gute wertvolle Verbindungen geknüpft werden können, vielleicht um einen geretteten Gefangenen auszufliegen, alles zweifelsfrei gute Sachen. Doch dann passiert ein klitzekleines der Zweck heiligt die Mittel. Man macht sich einen Slogan. Es funktioniert, es kommt etwas Geld rein usw. usw. und irgendwann entdeckt man, daß das dicke Geld zum Helfen all der vielen armen Geplagten damit zu holen ist, daß man die Gewichte ein klitzekleines bißchen pro-Palästinenser und contra-Israelis verschiebt und irgendwann sind all die vielen kleinen moralisch immer vertretbaren Kompromisse zum slippery slope, dem glitschigen Abhang geworden.

      Das Problem ist, bis zu welchem Augenblick sind die kleinen Kompromisse OK und wie merkt man den richtigen Moment, wo der Schlußpfiff ertönen muß. Doch mittlerweile ist die Organisation ne Große, Unmengen Menschen hängen von ihr ab. Wenn man jetzt Halt sagt, ist die Gefahr groß, daß man mehr zerstört als man Gutes bewirkt, will sagen, es geht nie nie um das bewußt was Böses tun, es geht immer um einen kleinen Kompromiss um bewußt was Gutes zu tun.

      Die Engländer hatten ne philosophische Richtung, die sich daran abgearbeitet hat: Utilitarismus, deren Maxime des größten Nutzen für die größte Zahl wird noch immer oft in meinen geschätzten Philosophy Bites durchdiskutiert. Es ist IMHO ein gräßliches Prinzip, andererseits ist es in unserem Alltag ständig präsent z.B. wenn bei nem Unglück Triage zur Anwendung kommt. Und prompt stellt sich wieder die Frage, wie halte ich die Balance.

      Jetzt denke nicht, ich verstünde was von Philosophy. Es ist nur, daß die Anglos ne Art haben, einem dieses hohe Gedankengut alltagstauglich zu vermitteln, das mich dann zur Selbstüberschätzung verführt.

      Übrigens das für mich perverseste Gedankenexperiment, das wohl in dieses Umfeld gehört, ist das Trolley-Experiment, das derzeit an Unis angeblich sehr beliebt ist.

      Ich finde es pervers, weil es Entscheidungen gibt, die im richtigen Leben so grauenhaft sind, daß man nicht im warmen Klassenzimmer darüber hypothetisieren sollte und siehe da, neulich hat im Gespräch ein bedeutender Philosoph das Gleiche nur besser gesagt.

    • A.mOr Says:

      Das mag Dir nun seltsam oder unerwartet von meiner Seite erscheinen (warum eigentlich?), aber ich bin insgesamt dieser Entwicklung abgeneigt, daß einzelne Organisationen, Konzerne, etc unverhältnismäßig viel „Kontrolle“ über Menschen haben. Wenn wir es nun auf die „guten“ Organisationen herunterbrechen, so bin ich noch immer nicht warm mit dieser Idee, daß eine kleine Spitze soviel Macht über Menschen“massen“ hat.

      Im Bereich „Konzern“, wo es um Gewinnvermehrung über alles geht, ist das offensichtlich nicht zum Besser der Welt, aber auch bei einer Riesenorganisation AI müssen erhebliche Probleme auftreten (im schließen der Kompromisse etwa, letztlich muß doch schon jeder einzelne Mitarbeiter einen Kompromiss schließen, davon gehe ich aus, was ersteinmal nicht übel sein muß, aber es summieren sich eben viele verschiedene Einzelinteressen. Daraus ergibt sich, nenne ich es „esoterisch“ angehaucht: Disharmonie).

      Das dann so eine Organisation nicht schlappmachen „darf“, weil nuneinmal soviele Menschen mit dranhängen, ist einfach nur ein tragisches Folgeproblem. Aber andererseits, wenn die Sache, die mal eine „gute“ war, schließlich „stinkt“, dann sollte sie abgestellt werden.
      Die Menschen, die davon betroffen wären, müssen sich neu orientieren. Das mag kalt von mir erscheinen, aber wenn der Fisch vom Kopf stinkt, dann kann alles weitere auch nicht mehr gut sein. Den Menschen, denen das zunächst als Nachteil für sie erscheinen mag, wird es letztlich besser ergehen, als sich in der Abhängigkeit eines „Bootes namens Titanic“ zu befinden.
      So, ganz ohne viel Kenntnis, vielleicht etwas salopp und vereinfachend, sehe ich das.

      Deine Theorie, wie sich solch eine Organisation von „gut“ in „Schwulitäten“ hineinbewegen kann, finde ich sehr stimmig, plausibel.

      Trolley-Experiment, also im Zweifel das Passagierflugzeug abschießen, wenn ich es richtig umdeute. An solcher Stelle, nämlich Universitäten, finde ich unvernünftig.
      So mancher Student könnte durchaus eine Stutzung in seiner Hochfahrenheit gebrauchen (das betrifft natürlich alle jungen Leute, aber ich spreche nicht von „strenger Erziehung, jemanden brechen“etc), um durch Erdung Wertschätzung zu erlernen, aber dieses Experiment fördert eher einen Zynismus ohne die Hochfahrenheit im geringsten zu kurieren.
      Wer ist so jemand: zynisch und hochfahrend?

      So, kämpfe schon einige Stunden mit Müdigkeit, daher wünsche ich eine gute, friedliche Nacht.

  32. aristobulus Says:

    Ich lese am Achtzehnten auf ’ner Kleinkunstbühne (schön, endlich mal kleine Brötchen und ganz kleine Kunst usf.) justement am fünfzigsten Geburtstag von AI. Man hat angefragtund ich mach’s, muss man ja schon machen, das. Auf meine Bemerkung: Mit der Negativhaltung von AI zu Israel habe ich ein großes Problem – und mein Text hat auch eins damit!, also passt er gut da hin – antwortet mir jetzt einer, „…in einem Leserbrief in einem „monatlich erscheinenden Magazin ‚amnesty intern‘, Ausgabe Juni 2011, mit dessen Linie ich mich identifizieren kann und der erkennen lässt, dass innerhalb der Organisation das Thema ‚Israel‘ durchaus kontrovers diskutiert wird.“

    Aha, die diskutieren kontrovers über Israel, durchaus. Ach das wollen hier auch mal machen, ja?, das Thema Israel durchaus kontrovers zu diskutieren, ein paar sind dann dagegen und ein paar dafür und alle sind für die Palästinenser, das ist außer Kontroverse. – Den Leserbrief „AI-intern“ hamse mir als PDF angehängt. Mach ich das halt mal auf, es ist aber falschrum, steht auf dem Kopf. Hat das was mit dem Zustand von AI zu tun? Und ich kann hier ja nichts ausdrucken, bin ja nicht im swieten Hohm sondern in halbwilder Natur exiliert, ’s ist zwar denkbar idyllisch und entschieden bukolisch hier usf., aber verdammt unpraktisch isses Trotz aller hiesigen Busen der Natur usf., dass ich das vielleicht für die Kleinkunstbühnen-Geschichte doch irgend relevante PDF nun aufm müden Kopfe stehend falschrum entziffern muss!, aaarghh, und scrollen muss man dann wie in England autofahren, ich bin ja ganz schlecht in sowas.

    Also, da schreibt einer mit lustigem Namen, ein Mitglied der „Gruppe für Meinungsfreiheit“ (!), dass die Israelis zwar 300 Liter Wasser täglich pro Person verbrauchen und dass sie die Menschenrechte der Palästinenser verletzen, dass es aber einen schlechten Eindruck machen werde, etwa bei ’ner Veranstaltung zuviel drauf rumzureiten, zudem in Belrin!, denn das „deutsch-jüdische Thema“ sei zu heikel zu drauf Rumreiten.
    Auch ’n Standpunkt, die Israelis mal in Ruh zu lassen, bloß weil es in Berlin zu heikel sei. Nie bisher von jehöat.

    Über das Wasser hat ja schon Alex Feuerherdt akribisch wie er ist herausgefunden & dargelegt, und zwar wasserdicht!, dass das Alles vorn und hinten nicht stimmt, was AI darüber zusammensponn. Daran stimmt einfach gar nichts, aus. Es hat sich jedoch naturgemäß noch nicht bis zu denen von AI herumgesprochen, dass da offensichtlich völlig schwachsinnig an Zahlen gedreht worden ist – ‚gemauschelt‘ würden sie wohl sagen, wenn sie’s zugäben. Darüber schreib ich aber keine Geschichte, das taugt nichts. Oder wär das was? Fällt Euch etwas dazu ein, mit dem Wasser?

    – Ich hab eine andere Idee, sagt Ihr mir auch was dazu? Ihr seid ja schlau und Ihr seid Mentschn🙂, sagt mir was dazu, wie Ihr es findet.
    Es geht da um einen Siedler, einen jüdischen, ah ja. Er wartet auf seinen Sohn, sieht den Sonnenaufgang im Negev und denkt. Es ist kurz vor Sonnenaufgang, die Wüste ist klar, weit, kalt. Er denkt, dass seine Urgroßeltern jüdische Siedler in Marokko waren, weil sie zuvor aus Kischinew vertrieben worden waren nach dem Pogrom von 1903, wo deren Vorfahren zweihundert Jahre zuvor gesiedelt hatten. Waren das Siedler? Dass da jetzt aber rumänische, kosakische oder großrussische Siedler im alten Haus wohnen, die nichtmal jüdisch, aber Siedler und Diebe sind. Die Sonne geht weiter auf, es wird heller. Der Sohn ist nicht zu sehen. Er sitzt, späht nach dem Sohn. Ein weißes wehendes Hemd?, nichts. Er späht aus. Er denkt weiter, so an seinen Nachbarn, der ist ganz nett und ein Palästinenser und ein Siedler, denn der zog hier in den Negev von Ramallah aus, vor siebzehn Jahren, weil’s ihm hier gefällt und weil’s grad ging, denn in Ramallah wollte ihm die Fatah an den Kragen, weil er Christ ist. Gibt’s das, ein palästinensischer Siedler? Aber der ist Christ, kein Moslem, und ein jüdischer Siedler ist er nicht, der nicht, aber ein christlicher Siedler. Sein Cousin ist ein Moslem, er hat ihn mal gesehen, er wirkt auch ganz nett, er ist es aber nicht, denn der zog von Ramallah nach Abu Dis, wo er einem Herrn Blumenthal das Haus wegnahm, ein jüdisches Haus, denn es war grad irgend ein Krieg, wo das so ging, und da siedelt er seitdem im fremden Haus, ein muslimischer palästinensischer Siedler, wie er im Buche steht, der einem einheimischen Juden das Haus weggenommen hat. So sitzt er und denkt. Die Sonne geht jetzt auf, da!, über dem Sand des Horizonts!, Wüste in Orange ganz plötzlich, ein Auge aus Glut, das alles überschüttet!, boruch ato Adonoi!, der Sohn?, wo ist er?, schon zu sehen?, irgendwo?, weht ein weißes Hemd im ersten Sonnenstrahl?, er späht, er späht mehr: Nein, nichts. Er badet sich im Sonnenstrahl, er denkt weiter. An den Bruder Ariel in Hebron, mit dem er sich überhaupt nicht versteht, obwohl sie am Rascheschune sich meist dann doch in Hebron treffen, und ob er selber dann auch ein Siedler ist?, ja er selber, ein jüdischer Siedler aus Hebron, denn er kommt eigentlich aus Hebron wie sein Bruder Ariel, den er nicht mag, aber Hebron mag er!, es ist schön da, er ist da geboren wie schon seine Eltern und Großeltern, aber er hat neulich in einer deutschen Zeitung gelesen, dass die Juden dort alles jüdische Siedler seien, die den Palästinensern das Land weggenommen haben und ein Sicherheitsrisiko sind. Er denkt, er sitzt im glühenden Auge der Sonne und überlegt. Dass vor hundert Jahren so viele Juden in Hebron gelebt haben, so viele Juden haben da gelebt auch vor fünfzig Jahren und vor dreißig und vor tausend Jahren auch oder vor zweitausend, so viele Juden in Hebron, immer haben sie da gelebt, waren das schon immer Siedler?, seit wann sind das welche und wie lange gibt es eigentlich schon diese komische deutsche Zeitung?, und er sitzt da und denkt, dass dort in Hebron Abraham, Sarah, Jitzchok, Rivka, Jakov und Lea begraben sind, drei der Erzväter und drei der Erzmütter aus der Bibel, und wie alt die Bibel war, und ob das auch schon Siedler waren? Er sitzt und denkt. Er denkt an die Erzväter und Erzmütter, er denkt an das Frühstück, das er noch nicht hatte, er denkt an seinen Sohn, er späht aus nach dem weißen wehenden Hemd, späht weiter, er späht aus!, nichts. Da legt sich ein Arm um seinen Nacken. Jemand flüstert: Jossi, komm nach Hause, es gibt Knisches. Jossi sieht auf, braune Augen im Sonnenstrahl, Orit, seine Frau. Ich warte aber doch hier auf Joschi, murmelt er. Orit sieht ihn an, sieht ihn weiter an, nimmt den Arm von seinem Nacken. Joschi kommt nicht, Jossi, sagt Orit. Die Rakete aus Gaza, weißt du nicht mehr?, dieses Raketenrohr, das Ding das vor einem Jahr bei uns einschlug, heut vor einem Jahr, Jossi, und Joschi kommt nicht, er hat es nicht geschafft. Weißt du nicht mehr? Komm nach Hause, Jossi, du musst was frühstücken, du bist zu dünn, es gibt doch Knisches.

    – Das schwebt mir vor, ungefähr. Was sagt Ihr? Oder soll es etwas mit Wasserrechten geben? Ich finde Wasserrechte dämlich…

    • Silke Says:

      mich zieht’s an „meinen“ Strand – mein Lieblingsrestaurant vom letzten Jahr eröffnet heute mit neuem Besitzer und da muß ich natürlich checken, ob’s mein Liebling bleiben darf, darum nur, falls ich heute abend sonnendoof sein sollte, ein paar Links:

      Yaacov Lozowick zu Israel’s Top-Position beim Wasser-Management – ich weiß, Du willst da nicht ran, aber wo kein Wasser, kann der Mensch nicht siedeln.
      http://yaacovlozowick.blogspot.com/2011/05/power-of-water.html

      ich mach weiter in nem neuen Kästchen – ich glaube yael erlaubt nur einen Link pro Kommentar

    • Silke Says:

      Kommentar 2/2

      Michael Totten war in Hebron, sehr deprimierend mit welcher Leichtigkeit die Welt „judenfrei“ nach so viel „never agains“ wieder einmal hinnimmt, nicht Michael Totten, der nicht.

      http://yaacovlozowick.blogspot.com/2011/06/michael-totten-visits-hebron.html

      in dem Stück ist auch ein Link zu Yaacov’s Bericht über seinen Besuch geführt von B’Tselem – ich habe ihn noch nicht wiedergelesen, aber solche Yaacov-Texte lohnen sich oft beim 2. Mal noch mehr als beim ersten.

      und ganz ganz früher kam angeblich der moderne homo sapiens in unsere Gegend und begehrte zu siedeln, was dem dort bereits siedelnden Neanderthaler (kombiniert mit anderem Unglück? – ich kenne den Stand der Forschung derzeit nicht) nicht gut bekam.

      ——

      jetzt habe ich zu Ende gelesen, ich finde das Dir Vorschwebende Klasse, wäre ich im Publikum, die Tempos würden sich zu meinen Füssen häufen, während ich gleichzeitig vor Wut kochen würde. Ich mag es wenn mir einer zwei Gefühle gleichzeitig oder so schnell alternierend, das sie sich wie gleichzeitig anfühlen, macht.

      Ich wünschte ich könnte im Publikum sein, um Dir beizustehen, aber vermutlich würde ich alles nur schlimmer (für Dich) machen

      PS: ich weiß nicht, was die richtige Lösung für das „Siedlerproblem“ ist, ich versuche auch nicht, mir eine Meinung dazu zu erarbeiten, geht mich nüscht an, ist Sache des souveränen Staates Israel, aber ich koche, wenn ich die Leichtfertigkeit sehe, mit der Judenreinheit als legitime Forderung all überall in Erscheinung tritt.

      • A.mOr Says:

        Silke,
        „…ist Sache des souveränen Staates Israel, aber ich koche, wenn ich die Leichtfertigkeit sehe, mit der Judenreinheit als legitime Forderung all überall in Erscheinung tritt.“
        Erster Teil: Du hast recht,…denkste! Schön wär’s. Aber: Jisrael bleib stark!
        Zweiter Teil: …
        Ach, Silke. Danke.

    • A.mOr Says:

      Lieber aristobulus,

      bring es, es ist wunderbar! Wenn Du unbedingt noch Wasser willst, entrechtetes Wasser oder rechtloses, wie wäre es mit geshem, ein schöner, erfrischender Regen auf lang dürstender Erde.
      Vielleicht erwächst noch recht viel grün recht schnell, aber wie solltest Du es verbinden?
      Tod und neues Leben?
      Ich finde diese, Deine Geschichte sehr schön, sehr, sehr schön.

      Und traurig, wie es wohl sein „muß“?
      Schön traurig…

      Ist es das moralische Dilemma? Das AI über Wasser-Rechte hören soll? Ist es das, was Dich fragend zurückläßt, ob AI nicht etwas Aufklärung nötig hätte?
      Warum läßt Du des Alex „wasserdichte“ Studie nicht den Bedenkenträgern der AI zukommen.
      Gibt es sie, welche, die jüdischen „Quellen“ glauben? Glauben sie nur dem Wasser, welches „palästinensisch“ ist. Ist Wasser auch ein „Siedler“, elementarer Dimension? Ein Besiedler, der sich mit Erde und Feuer den Raum unter dem Weiten Himmel teilt?
      Was gibt es zwischen Himmel und Erde, und was darin so siedelt? Luft?

      Schreib die Geschichte, so wie Du sie hier präsentierst. Mir gefällt sie sehr. Und Hebron gefällt sie bestimmt auch. Und Awraham, Sarah, Jitzchok, Rivka, Jakov und Lea bestimmt auch!

      ai, Ihr wißt, das ist auch der Name einer alten Siedlung. Wenn ich mich richtig erinnere, war sie schon ruiniert, als Israel ins Land kam.

      Ai ai, das kennt ihr auch, nicht wahr? Ai?

  33. aristobulus Says:

    Liebe Silke, der neue Besitzer Deines Lieblingsrestaurants ist AUCH ein Siedler, wie gewissenlos, dass Du den nicht boykottierst!, insgleichen das Häusel selber ist siedlerisch, es nimmt den Strandkrabben den Lebensraum und weiteres Angestamtes weg und greift auch noch in den prekären Wasserhaushalt der Dünen ein, na was für ein Fall für B’Tselem, AI und die UNO herself😉.
    Dank für’s Lob (erröt) und die Links aus Deinem Schatze, dem unerschöpflichen, die werd ich heut Nacht lesen & memorieren, jetzt wieder unterwegs sein müssend. Hab einen schönen Tag am Meer

    • Silke Says:

      der neue Besitzer meines Lieblingsrestaurants mag ein Siedler sein, aber er ist vor allem für meinen Geschmack unter genau den Umständen ein Totalreinfall (und er hat die schönsten Sonnensitzplätze bei Wind an jenem Strand, was es für mich tragisch macht). Die alte Betreiberin hatte zu 6,50 Tagesteller, die mich vermuten ließen, daß so Essen auf Rädern sein wird, keine schlechten Aussichten, meistens richtig leckere kleine vollständige Tellergerichte. Dann hatte sie die besten/dicksten/beladensten Pizzen meines Lebens und erstklassige Pommes.

      Die neuen machen einen auf Häppchenbistro – ich hoffe er kommt noch zur Vernunft. Nix gegen Häppchenbistro nach nem Edel-Window-Shopping aber voll von Salz und Sand und Wind und Sonne entspricht es nicht meinem Gelüste. Da ist mir sogar ein verkorkster Seelachs im Backteig mit akzeptablem Kartoffelsalat aus’m Kübel lieber.

  34. Yael Says:

    Die Linke und das Gespenst des Antisemitismus
    von Timo Stein

    Lesen Sie im zweiten Teil, dass der Antizionismus nach wie vor im linken Denken Konjunktur hat und im besonderen Maße bei Mitgliedern der Linkspartei auf Anerkennung stößt.

    http://www.cicero.de/97.php?ress_id=&item=6338&aktion=blaettern&teil_num=1&teil_gesamt=2

  35. A.mOr Says:

    Ich hatte es bisher nur bei Lila, verbunden mit einer kleinen mich betreffenden Eigenart gebracht, aber um’s gerecht aufzuteilen, nun auch hier.
    Vor zwei Tagen ist einer von uns gegangen, er war 101 Jahre geworden, in seiner Seele ist die Geschichte eingebrennt, die mir zumeist nur „Phantasie“ ist.
    Hans Keilson ist gestorben.
    Ein Nachruf:
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/10505

    Haschem möge Sich seiner Erbarmen.
    El male rachamim.

  36. aristobulus Says:

    Lieber A.mOr, herzlichen Dank!, ja, ich wollte hier einfach mal nächtlich mit Euch ventilieren, wie diese Geschichte werden könnte, und dann war sie fertig (im Unreinen, aber der rote Faden stimmt schon).

    Ähm, Wasser IST ein Siedler😉, ist der siedlerischste Siedler aller Siedler überhaupt, denn es fiel in Gestalt von Kometen vom Himmel auf die wüste Erde und ergoss sich als kochendes Gewaber über die Vulkane, die hier brodelten. Durch das Wasser hat sich alles umgewandelt, auch die zuvor giftige Atmosphäre (wie genau, ist noch nicht genau verstanden) reicherte sich mit Sauerstoff an und der Wasserstoff verdampfte (aus dem H2O-Kometengebrodel), und fortan ward durch den immer bleibenden Siedler alles zum Guten verändert.

    (In Gaza, hm, ist es anders. Da konnte kein Siedler was bewirken, es war ein Fehler, da zu siedeln, denke ich. Sollen die Gazans [die vor nicht Langem einfach nur Siedler aus Syien, Ägypten usf. gewesen sind] doch einfach im Meer baden gehen und sich freuen, dass ohne den Kosmos das Alles gornischt wär)

    • A.mOr Says:

      Wasserweiser aristobulus.

      Ein Siedler wie ein frommer Jude: Wasser.
      So soll es sein, im Wasser da ist Leben.
      Und wenn’s d’rauf ankommt, dann ist es auch „besiedeltes Wasser“, siehe Noah ojfnMabúl.

      Und die, die unserem Freund Goliath und seinem Volke den Namen klauten, sollen sie schwimmen gehen, richtig. Schwimmt doch einfach weg und dann ist es gut!

  37. aristobulus Says:

    Yep, A.mOr, Noach war ja die jüdische Minderheit auf dem Wasser überaupt!, danke für Deinen Hinweis, so viel Wasser und so wenig jüdische Minderheit!, aber immerhin, da war einer. Awraham auch, und Falls der nicht gewesen wäre (welch eine verschwindende winzig-Einzelminderheit wieder), dann gäb’s heute nicht mal ein paar Gazans.
    Die übrigens auch einfach so baden gehen und dann wieder zurück in ihre Cafés und Häuser und wohin sonst noch zurückgehen sollten, einfach etwas gesäubert und abgekühlt und still, zumindest für den Moment. Weil bald die nächste türk-links-europäische Terrorgutfinder-Arche nahen wird (aber ach, mit nichts weniger als mit Noach an Bord!), und spätestens dann wird die arabische Straße exstatisch wieder nur mit Wasser kochen.

  38. A.mOr Says:

    Nu, aristobulus, so schnell, wie die „nächste türk-links-europäische Terrorgutfinder-Arche“ vermeintlich kommt, können die Gazans wohl eh nicht schwimmen.
    Ansonsten, doch doch, laß die ruhig mal wegschwimmen, irgendwohin ins Nirwana, vielleicht schwimmen die Brüder die von Moslem gleich mit, das wäre doch schön: für Ägypter, für Philister (auch jene von Gasa-Stadt), für Juden doch auch.

    Die „Cafés und Häuser und wohin sonst“ können doch bleiben. Kein Problem, besser ist das.
    Wenn ich es kurzsichtig betrachte, Wasser aber langsiedlerisch ist, ja Noach auch, und Awraham erst, dann hast Du wohl recht und Grund es mir zu sagen. Denn es ist schon so, daß ich manches Mal nicht auf meine Maucken achte, dann stehe ich näher dran, in aller Distanz, als gut ist für den Überblick. A Mensch ist a Mensch, Wasser ist Wasser, was ist Nasser? Teller Oder Tasse?
    Genug der Albernheiten.
    Vielleicht brauchen wir die Bösen, damit wir die Guten sein können?

    Schabbes.

  39. aristobulus Says:

    Jedenfalls, die Guten können albern sein, darin sind sie gut, aber die Bösen haben mit Albernheit ein Problem, grad bei Anderen. Wüsstest Du, wo das je anders wäre / gesesen wäre / sein könnte? Stalin, Fritz Haarmann oder der Herr Hanija albern?, ah wa, nie im Leben!, vielleicht als Kinder mal, longuement oublié.
    Hat der Koran eigentlich witzige Stellen? Ich glaub nicht, hab nie davon gehört. Die Tojre aber doch wohl schon (so ein oder zwei… ja?)
    Vielleicht liegt es daran, dass es leider etwas mehr böse Muslime als überhaupt böse Juden gibt.

    Hab eine gute Woche

  40. Silke Says:

    Bei Tapfer Im Nirgendwo wird tapfer nach Beispielen von Mohammedveräppelung durch Muslime gesucht. Die gefunden Beispiele sind mitleiderregend.

    Meine Arbeits“hypothese“ ist, daß wenn man die final richtige Religion hat bei der einem das Abschwören das Leben kostet (vom Konvertrieren ganz zu schweigen) dann muß man zwangsläufig ein Problem mit Zwiespältigem/Kontrasten haben.

    und welcher Witz kann ohne solche funktionieren?

    Mary Beard, Classics Don in Cambridge (was immer das ist), beschäftigt sich mit Witzen der Antiken – Griechen und Römer – das mit den Griechen habe ich noch nicht gelesen, aber was die Römer witzig fanden ist sehr schwer witzig zu finden

    http://entertainment.timesonline.co.uk/tol/arts_and_entertainment/the_tls/article5759723.ece

    Beim Guardian gibt’s mehr, aber zu denen mag ich nicht gern verlinken.

  41. aristobulus Says:

    Catull ist witzig, Silke – aber der war ein Bonvivant und überhaupt verflixt deviant😀, und er hatte wahrscheinlich nie eine Toga an. Nur bei den Saturnalien vielleicht mal.
    http://www.zvab.com/displayBookDetails.do?itemId=153897729&b=1

  42. A.mOr Says:

    Mose kommt vom Berg herunter, hört und sieht die Leute wie sie feiern, total witzlos, der Griesgram, zerdeppert er die zwei Tafeln, original beschrieben von Ihm, unseren Schöpfer.
    Futsch!!!
    Ich finde das überhaupt nicht witzig!

    Bei den Muslimen wäre eben alles witzig, wenn sie nur keine Muslime wären.
    Kann man nichts machen.
    Ich finde es gerade sogar etwas frustrierend, daß da kein Witz zu finden ist.
    Der Witz ist tot, Dank Mohammed?

    Die „Ismaeliten“, die sind doch auch „Orientale“ (also gute Witz-Gene!), gut, nicht so hübsch „chasarisch-skythisch“ gemischt wie wir (Asch-Ken-Asen AKA „Juden vom Rhein bis an die Memel“!), was nicht ist, kann man noch unterwerfen!
    Aber wo nur ist da der Witz?

    Wenn man zur Wortbedeutung nachliest, dann kommt man zum Wort althochdeutsch: „wizzi“ (witty?), abgeleited von „Wissen“(wit?).
    Die Muslime haben kein „Wissen“? Wissen die das?

    Dann wiederum, ist nicht gerade „Wissen“ das, was einem den Spaß verdirbt?
    Wissen die Muslime einfach zuviel, so daß ihnen der Witz vergangen ist?
    Oder verstecken die nur ihren Witz, damit die anderen nichts zu lachen haben?
    Das wäre dann Mißgunst, und das ist eben nicht witzig. Ja, ja…

    Gut, es gibt natürlich auch solche, die trainieren das Lachen -ohne Witz!- nur um zu Lachen, weil das gut sein soll. Gibt’s dazu nicht sogar Kurse, so wie Joga oder Stricken?
    Selten so gelacht!

    Ach, ich weiß es nicht, mir ist der Witz vergangen.
    Was soll’s, zur Not geh‘ ich eben in den Keller.
    In Deutschland um zu lachen, in Sderot, um noch was vom Lachen zu haben.
    Mancher Witz ist doch auch unterirdisch.
    Ja, es gibt sogar unterirdischen Humor!

    Und, eigentlich, seien wir doch mal ehrlich, ganz nüchtern und witzlos:
    die Muslime haben sehr viel Humor und Albernheiten für sich selbst übrig, nur wir verstehen es eben nicht. So ist das!
    Unser Witz ist eigentlich nur Ausrede dafür, daß wir ihren Witz nicht verstehen.
    Das ist sie wohl, die traurig-witzige Wahrheit.

    Nun, etwas spät, aber mag’s allseits a gute Woch werden, wäre doch witzig!
    Oder einfach schön?

    PS/ der Humor der Muslime variiert (heute) aber auch,
    von: http://www.jpost.com/Headlines/Article.aspx?id=223703
    bis: http://www.jpost.com/Headlines/Article.aspx?id=223707

    Die Jerusalem Post indes scheint keinen Humor zu haben. Verkehrte Welt.
    Nuja, ich bin auch nicht so ein guter Witze-Erzähler…

  43. Silke Says:

    Ach A.mOR
    nun ist mir die ganze Laune verhagelt, dieser Fogel-Baby-und andere Mörder wird bestimmt irgendwann Samir Kuntar-isiert werden und dann zu Hause zum Idol gemacht werden.

    Schützen die Lehren des Koran denn vor gar nix?

    (paraphrasiert von Alfred Andersch „der Vater eines Mörders (aka Papa Himmler) -das Hörspiel ist besser, depressionsförderlicher als da sBuch – jedenfalls am Ende fragt Andersch „Schützt Humanismus denn vor gar nix?“ – Papa Himmler lehrte Griechisch oder Latein …

  44. aristobulus Says:

    A.mOr, danke dafür!, habe sehr gegackert, ’s ging mir dann beim Link auch wie Silke. Da zieht sofort wieder die schwarze Nacht auf, und in der hallt es so komisch, wenn man lacht. Wobei in Israel bestimmt bald Witze selbst über solche Morde gemacht werden (durch Witz löst man bekanntlich Verzweiflung über die eigene Ohnmacht auf, nicht?, und man wird wieder Mensch).
    Es gab auf dem Höhepunkt der Selbstmordattentate mal ein paar israelische richtig witzige Witze, ich hab’s vergessen, da pointete sich was mit Fetzchen (das hebr. Wort, frag mich was, keine Ahnung mehr), was gleichzeitig schicke Pizzeriabesucherinnen und das Resultat der Anschläge benannte. Ja. Kannstes ahnen. Witzig? Ja. Doch. Ach.

  45. A.mOr Says:

    Ach, ich komme mir vor wie ein Spielverderber!

    aristobulus, war das Absicht, Dein Ach am Ende, bezogen auf Silkes vom Anfang?

    Alles nur Zufall?

    Ach:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ach_%28%C3%84gyptische_Mythologie%29

    „Schützen die Lehren des Koran denn vor gar nix?“
    Sie schützen vor Humor…

    „Da zieht sofort wieder die schwarze Nacht auf, und in der hallt es so komisch, wenn man lacht.“
    Ganz wunderbar formuliert, Ach.
    😉

  46. aristobulus Says:

    „Alles nur Zufall?“ Ach glaub ich nicht😉, ’s ist zu gut hier, als dass es Zufall sein könnte.
    Dein Link hat es ja in sich, und ob nun Ägypter & Goles & Fleischtöpfe usf., mais oui, da stimmt was. Danke dafür, M.mOr. Gut zu wissen, dass es einen Begriff dafür gibt –

  47. aristobulus Says:

    Hab doch ein A mit dem M verwsehecwlt, oder es klimm, klomm, klemmte

  48. A.mOr Says:

    Ach, ich fand es einfach so schön, wie das Bild sich präsentierte, Silke und Du vom Ach zum Ach.
    Daß es dann ausgerechnet zu einer ägyptischen Gottheit „Lichtgeist“etc führt, finde ich amüsant.
    Und der Bezug zur Seele; wenn man so einen schönen nick hat wie ich, dann kommt mir schnell die Assoziation „Amor&Psyche“. Da wird ein Seelenspiegel d’raus, in dem ein Licht heraus erscheint, ein jenseitiges, dort, wo möglicherweise das Lachen komisch hallt.

    Ja, aristobulus, wir assoziieren doch Schechina mit Licht, mit Seinem Licht, wir sind Sein Licht auf Erden, oder wo wir gerade so herfliegen, in tiefster Finsternis, Licht des Morgens!
    Nuja, und an Zufall, wer mag sowas schon glauben, daß wäre wie Sternentaler, die vom Himmel regnen, gleich in unser aufgeschürztes Kleid, das wäre ein Zu-Fall, nicht?

    Mit dem „M“, es sei Dir vergeben, da kam wohl ein MR hervor, auch ein interessantes Wörtchen, fürwahr. Hauptsache, Du bist nicht blind für’s Or, habe es doch absichtlich betont.
    Das ist auch „Zufall“.

    So, die Müdigkeit scheint mir schon den Kopf zu verwirren.
    Falls es noch nicht stattfand, so wünsche ich Dir hazloche unBroche, daß Dein „Hebron-Vortrag“ die Herzen bei AI berühre, sie lachen lasse und weinen, daß sie nicht vergessen, auch in einer High-Tech-Superausrüstung des gemeinen IDF-Soldiers steckt ein Mensch, ein Herz, ein Lachen und ein Weinen, und auf jeden von ihnen kommen wenigstens zehn, die ihn hassen.

    Es ist mir so unverständlich, warum so mancher nicht begreifen will, daß hinter dem Haß eine Absicht steckt, keine gute.
    Warum wird es den Hassern auf Juden verziehen, so als sei es nur Ärger, so, als sei es nicht das was es ist. Fehlt ihnen denn das Licht, das sie nicht sehen, was klar zu sehen ist?

    Aber ich weiß, es ist nicht alles so einfach, wie wir es gerne hätten.
    Und mancher macht es sich auch noch schwer, ist das weise, ist das blöd, kommt darauf an?

    Sein
    Ewiges
    Licht,
    Adam, religiös oder nicht, es schützt und beschütze die Juden!

  49. A.mOr Says:

    Noch ein klein wenig ‚Religion‘.
    Wir zählen heute den 49.Tag des omer, das sind sieben Wochen.
    Zum heutigen Tage ist (war) der Eintrag, das Mose den ‚ersten Teil‘ der Tojre schrieb (1313 BCE)
    Am vierten Siwan des Jahres 2448 nach der Schöpfung – zwei Tage vor der Offenbarung am Berg Sinai – schrieb Moses die ersten 68 Kapitel der Tora, von Bereschit 1:1 (“Am Anfang schuf G’tt die Himmel und die Erde”) bis zur Gabe der Tora in Schmot 19 (Schmot 24:4; Raschi).

    (Quelle: Chabad)

  50. Silke Says:

    was habe ich da verpasst?
    aristobulus hält einen Vortrag bei AI?
    wann genau muß ich die Daumen drücken und mich auf das Senden von good vibrations konzentrieren?

    und was das Juden hassen anlangt, Shylock hat’s gesagt, wir glauben, daß Ihr nicht blutet wie wir. Ich glaube, so einfach ist es, immer noch, ich lese es immer wieder und ich verstehe es nicht.
    (ich habe das Stück nur einmal als ich ganz jung war, im Fernsehen gesehen. Ob’s an der Regie oder an mir lag, mein Herz klopfte für Shylock.)

  51. A.mOr Says:

    „aristobulus hält einen Vortrag bei AI?“
    Sorrry, mein Fehler. Hab’s wohl mißverständlich ausgedrückt.
    aristobulus sagt: Juni 2, 2011 um 00:50
    „Ich lese am Achtzehnten auf ‘ner Kleinkunstbühne (…) justement am fünfzigsten Geburtstag von AI…“
    Anscheinend gilt der 28.Mai 1961 als Gründungstag, insofern ist auch meine Frage ein Stück beantwortet.

    Zum Hassen; „Hass auf Juden“ insbesondere, aber „Hass“ überhaupt ist mir ein „unverständliches“ Phänomen. Wie gesagt, ich halte es für ein absichtsvolles „Handeln“; aber das ist an Erwachsene gerichtet.
    Wenn man Kinder mit Haß erzieht, dann wird es eben Haß ergeben, es mag irrational sein, aber es ist da. Deshalb ist es eben so schlimm, wenn Kinder in muslimischen Ländern ohne Mitleid für Juden und voller Haß auf Juden erzogen werden.

    Zurück zum Erwachsenen, zB zu mir selbst.
    Ich bemerke, und wir beide, Silke, hatten kurz schon das Thema PI, daß sich auch meine Sicht auf die Welt jeweils dadurch beeinflussen läßt, womit ich mich viel (zuviel?) mit etwas beschäftige.
    Wenn also auf PI das Thema, sagen wir: „Schon wieder Gruppenvergewaltigung Minderjähriger durch ‚Muslime’“ ist (ist nur ein unspezifisches Beispiel, allerdings bezogen auf durchaus stattfindende Szenarien), dann bemerke ich bei mir auch entsprechend eine sehr negative Stimmung gegen (mindestens:) diese ‚Muslime‘; bei dem Thema „sexualisierte Gewalt“ und die Zurückleitung auf „Muslime“(als Täter) gibt es eben tatsächlich viel zu berichten, aber viel fällt auch unter den Tisch.
    Vielleicht deshalb, damit so jemand wie ich nicht selbst dem Haß verfällt? Sind sie so moralisch, die Medien, die diesen Maßstab gegenüber Israel nicht zu haben scheinen?

    Ich bekomme Wut, davon habe ich längst zuviel; auf Wut gib Wut und nochmehr davon, wann ist meine Wut einfach nur blinder Haß?
    So sehe ich mich als erwachsener Mensch einer Gefahr ausgesetzt; und gleichzeitig hebe ich sozusagen den „moralischen Finger“ und betone die Absichtshaltung, die eben auch hinter dem Haß steckt; bei denen, die hassen und bei denen, die es verbreiten wie eine üble Giftwolke.
    Für mich ist das ein Dilemma.
    Und, wenn mir trotzdem klar ist, daß „Haß“ falsch ist, „böse“, hatte ich einfach nur „Glück“, daß es das Leben mich lehrte? Haben andere das Glück nicht gehabt, so daß mein „moralischer Finger“ jenen gegenüber unangemessen ist?

    Bei Solschenizyns „Archipelago Gulag“ hat mich eine Stelle auch zum mit-/weiterdenken geführt, in der er darauf hinweist, daß der Mensch eben auch Ergebnis seiner Sozialisierung ist.
    (damit versucht er auch die Grausamkeit gegen seine Person und gegen viele andere „verständlicher“ zu machen)
    Auch habe ich seinen Zeilen entnommen, daß er deshalb den Menschen nicht von seiner Selbstverantwortung freispricht, jedoch ist er zunächst einmal in der Welt, wie er sie kennt; Geschichte, Legende, Sitte, etc, es entstammt dann eben auch diesem Milieu.
    Es ist wohl schon so, daß „rein theoretisch“ jeder Mensch seines Glückes Schmied ist, aber praktisch, tatsächlich, ist es so? Ist es nicht vielmehr so, daß den meisten Menschen ihr Weg in groben Zügen bereits bestimmt ist?

    Dafür spricht übrigens auch die „Transskriptions-Analyse“(ein psychotherapeutisches Verfahren), die also davon ausgeht, daß schon das Kleinkind in groben Zügen seinen „Lebenslauf“ in sich „veranlagt“ findet.
    Und verblüffend dabei scheint zu sein, das dem Kind das auch „klar“ zu sein scheint.
    Wenn das Kind also von sich einen „Lebensentwurf“ preisgibt, so kann man davon ausgehen, daß es in groben Zügen ganz richtig liegt.
    Außerdem wird auch unterschieden zwischen „Verlierer“ (nichts gelingt) und „Gewinner“ (alles gelingt) und dem großen Mittelfeld: „Nicht-Gewinner“ (es gelingt -das Vorhaben- wenn dem ernsthaftes Bemühen vorausgeht. Ergo, der „Nicht-Gewinner“ kann alles schaffen, was er sich vornimmt, aber er muß sich auch wirklich bemühen/arbeiten dazu) .
    Jedoch, diese Skripte sind, natürlich(?), nicht vom Kind selbst erschaffen, sondern Ergebnis der Erziehung, Ergebnis der ersten prägenden Erfahrungen des Kindes; in aller Regel also durch die Eltern, in aller Regel durch die Mutter (die meistens eben die Erziehung des Kleinkindes übernimmt).
    Das Kind hat also von Anfang an Pech, oder Glück oder eben „Nicht-Glück“.
    Nuja, das ist eben eine Theorie (als Disziplin der Psychologie), ich las etwas von einem gewissen Eric Berne, zB.

    Nuja, soviel zum Guten Morgen!

    • Silke Says:

      Und, wenn mir trotzdem klar ist, daß „Haß“ falsch ist, „böse“, hatte ich einfach nur „Glück“, daß es das Leben mich lehrte? Haben andere das Glück nicht gehabt, so daß mein „moralischer Finger“ jenen gegenüber unangemessen ist?

      Damit habe ich mich mal ausgiebigst rumgeschlagen. Letztendlich bin ich zu dem Schluß gekommen, daß die Achtung/Respekt vor der Würde des Täters/Hassers/Bösen als erwachsener selbstverantwortlicher Mensch mich dazu zwingt, nicht in „ach Du armes kleines Häschen kannst nix dafür“ zu verfallen. Ich überspitze absichtlich und es ist auch kein Dogma. Es ist in jedem Fall eine neue Abwägung. Und ja, das gilt auch für Kinder. Selbst noch so gruselig groß gewordene Kinder haben ein Recht darauf, ihre Erwachsenenautonomie respektiert zu bekommen.

      Es gab doch den Vorfall in Haditha, Irak, bei dem wohl Soldaten Fehlurteile unterlaufen und/oder die Sicherung durchgebrannt ist. Ich habe seinerzeit 2 long Journalism dazu gelesen. Eins von einem verständnisvoll seien wollenden erstklassigen Journalisten und Nichtsoldaten und eins von einem ex-Vietnam-Soldaten. Letzterer hat nie gesagt, die grunts konnten nix dafür, aber er hat erwähnt, daß der Clown der Truppe, der der immer einen Witz parat hatte, gerade dank eines IED in zwei Hälften zerteilt auf die Fahrbahn geschleudert worden war und daß Teile der Gruppe oder alle? vorher im House of Hell in Falludja gewesen waren und viel zu wenig Zeit und Gelegenheit zum re-booten gehabt hatten, wofür natürlich eindeutig die Führung verantwortlich ist.

      Weiß ich jetzt, wie ich die Schuld oder Nichtschuld der Leute beurteilen würde? Natürlich Nein, aber ich habe die Geschichte so erzählt bekommen, daß ich mir sowohl mit leichtfertigen Entschuldungen als auch mit leichtfertigen Anschuldungen bescheuert vorkäme.

      Ja die Kinder haben’s schwer und vielleicht nicht mal so sehr wegen des Hasses, den man sie lehrt, sondern weil wohl die Kultur des Hinterfragens, des Neugierig Seins, des mit EINER Antwort nicht Zufriedenseins in ihrem Umfeld kein großes Ansehen genießt. Falls das so ist, scheint es mir kein guter Nährboden für Aha-Erlebnisse zu sein.

  52. A.mOr Says:

    Insofern ist auch meine Frage beantwortet?

    Also, der Vortrag kann ja nicht am 28.Mai stattgefunden haben, wenn er erst am 2.Juni angekündigt ist?
    Tja, aristobulus, so ein balagan!
    Aber hazloche unBroche, sowieso!

  53. aristobulus Says:

    Oh danke!, es wird sicher ganz nett da, denn die Sonne scheint, und Falls nicht Sonne oder Or oder nett, isses auch nicht gravierend, zumal ich die Fahrtkosten ja von denen wiederbekomme, und weil sie offensichtlich so unanständig viel Spenden aus dem falschen und ganz falschen unanständigen Lager kriegen, das mehr Geld als Gewissen besitzt, muss ich nicht Letzteres haben, indem ich ja a bissele des Ersteren kriege, usf.

    Hm, zu Eurem Gesprächsthema grad auf dem hiesigen Sofa hat Yael oben einen passenden Wahlspruch hingeschrieben (à propos, wo ist Yael denn?, das Sofa ist doch groß und will auch Yael drauf haben!), diesen:
    „Mit einem einsichtslosen Menschen soll man kein Mitleid haben“ (Sanhedrin 92)
    Da stecken die Selbstverantwortung und die Prägung und auch der Hass drin, schön und kurz und klar. Und die Aussage, man soll Mitleid haben. Aber (immer diese Abers!) nicht mit einem einsichtslosen Menschen. Herr Hanija und Herr Achmadinejad und Frau Höger usf. usf. haben keine Einsicht, sie könnten zwar, denn man kann immer!, jedoch sie haben sie einfach nicht, nicht weil sie nicht könnten, sondern weil sie nicht wollen. Möglich, dass ihre Kindheiten zum Grausen waren usf., vielleicht haben sie auch nur immer zu wenig Taschengeld gekriegt, aber die Einsicht könnten die doch haben!, dass daran und an ihren Hängebacken sicher nicht irgend Juden Schuld sind?

    Aber die Palästinenser sind immer Opfer, immer Benachteiligte und Schwächere in den Augen der Welt, egal was sie machen oder nach Abba Eban nicht machen, und sie dürfen & dürfen & dürfen nicht verantwortlich für sich selber sein, weil seit ’48 dauerhaft gewisse Andere für die machen & tun & geben sollen, egal, wie sich dann wieder verhalten oder nicht verhalten wird.
    Was ist denn das?, eine Volksgruppe wird 1) herbeidefiniert und 2) über 40 Jahre von Verantwortung für ihr Dasein befreit? Das ist Rassismus, Paternalismus, politromantische Gartenzwergerei und immer so scheußlich weiter auf dem Vorgartenpfad der Einsichtslosigkeit im halben Schein des Mondes der Unbelehrbaren

    Weiß auch nicht, wie ich grad drauf komme, pardon, bin zu müd, und auch die Metaphern gehn mir aus, wennse denn da waren, was sie aber nicht, usf.🙂
    Habt’s bitte einen guten Tee und einen guten Schwuess, ich leg mich aufs Ohr, komm dann wieder.

    • Silke Says:

      dazu habe ich vor kurzem gelesen:
      „who is kind to the cruel, is cruel to the kind“
      wer freundlich zu den Grausamen ist, ist grausam zu den Freundlichen.
      (freundlich im Sinne von menschenfreundlich nehme ich mal an)

      und als Futter zum Nachdenken und zum eine Verbindung herstellen, noch dies:
      Sylvia (die in Sderot wohnt) erwähnte in diesem Zusammenhang mal Frantz Fanon und hier ist das Zitat

      „The European nation that practices torture is a blighted nation, unfaithful to its history. The underdeveloped nation that practices torture thereby confirms its nature, plays the role of an underdeveloped people.“
      Frantz Fanon, Preface to A Dying Colonialism Grove Press, p.24

      = ungefähr: Die europäische Nation die foltert ist eine verdammte Nation, ihrer Geschichte untreu. Die unterentwickelte Nation, die foltert bestätigt damit ihre Natur, spielt die Rolle eines unterentwickelten Volkes.

      http://yaacovlozowick.blogspot.com/2011/05/israel-at-63.html?showComment=1305647227271#c3134986667097947510

      Der Rest von Sylvia’s Kommentar dazu ist auch lesenswert.

    • Yael Says:

      Ich habe die Zeit offline genossen, jetzt bin ich wieder da.

  54. A.mOr Says:

    Meine Dame(n), der Herr,
    verehrte, Silke, aristobulus und Yael (Du liest doch noch mit?).

    Ersteinmal das Wort an Dich, Silke.

    „Selbst noch so gruselig groß gewordene Kinder haben ein Recht darauf, ihre Erwachsenenautonomie respektiert zu bekommen.“

    Dieser Satz ist eine elegante Wendung, den Du auch mir ganz zurecht präsentierst.
    Aus meinen Worten kann nämlich durchaus gelesen werden, daß ich die Kinder (oder Ex-Kinder) für ihr Verhalten, und sei es noch so mörderisch, entschuldigen würde.
    Das wäre im Prinzip eine Aberkennung deren Fähigkeit zur Selbstbestimmung. Eine Respektlosigkeit.
    Schwieriges Terrain, teils teils.

    Wenn ich „like a gentleman“ der Frau den Vortritt lasse, dann mag man es als „Alte Schule“ verstehen, oder frau verstehe es als „Bevorteilung“; beides, um den Gentleman nicht einfach eines überzubraten, ist in Ordnung (oder?).
    Abwegiges Beispiel vielleicht.
    So möge mir nachgesehen werden, wenn ich auch hier, in der Anrede, der Dame (so rede ich normalerweise aber nicht, so schwulstig oder spießßßig…) den Vortritt lasse.
    Ich bin von einer Mutter geboren, inspiriert, ’s mag sein, bin ich vielleicht vom Herrn, aber das nur für die „Geschlechterverteilung“, denn jener, gerne nennen wir Ihn beim „Namen“, ist wohl nicht so leicht auseinanderzuhalten, wie Ewa und Adam.
    Nuja, solches hier, es ist wohl mit einem Lächeln (einem echten) und einem Zwinkern zu klären, aus Frau und Mann werde Fröhlichkeit, und was man&frau so feines und scheines tun kann…

    Dazu noch eine Anekdote.
    Einst lernte ich „koreanische“ Mathematik. Das ging so: 1+1=1. Höh?
    Mann&Frau macht „eine Einheit“, oder „koreanisches Volk“ oder, kommt uns doch bekannt vor: „jüdisches Volk“.
    „Vollgut“ mögen wir sogar von „das Mensch“ (‚cool‘, nicht?) sprechen, aber, ich persönlich halte mich bei diesem lieber etwas zurück, es möge nur als Andeutung verstanden sein.
    Aber die Logik bei „koreanischer Mathematik“ ist verstanden?

    Und daß das „Umjang“, welches auf koreanischer Nationalflagge das Zentrum einnimmt, so eine Art „69“ darstellt, das spricht auch dafür, nicht?

    Wie sieht’s aus mit dem Davidstern, manchem ein Magen, vor sich hergetragen, ’nem anderen jedoch liegt’s daselbst schwer, darinnen mit Grummeln.
    Es ist zwar ein verschlungenes, aber es sind zwei übereinander gelegte Dreiecke.
    Und wenn ich meine Hand nicht gerade im Klo verliere (und ich mache normalerweise auch nicht auf die Tastatur), dann stehen diese beiden Dreiecke in der „Elementesymbolik für „Feuer“ und „Wasser“; beides Aspekte der Seele, beides schön mit jüdischer „Philosophie“ zu verbinden, nicht?
    So einmalig eben, daß man sich in Wortschwällen darüber erfreuen mag, oder in andächtigem Schweigen, oder, oder…, nicht?

    Nuja, das war mal nur so zwischen Hundert bis Tausend gefischt (und Silke😉 wo Du die Leere zwischen 100-1000 einst bemerktest, ja, darüber bin auch ich froh, es ist so „kaum zu ertragen“, manches Mal, wenn es Leute gibt, die diesen Bereich schon „gefüllt wissen“; ganz einfach, ein Schwertstrich, ein „Punkt!“, Augen zu, Ohren zu, Kopf zu – war da was? Na, Du weißt schon, da war was…)
    Manchmal ist es auch ganz schön es ganz einfach zu sehen, zB. 1+1=1, oder aMensch ist aMensch.
    Aber denen, die schon alles wissen, nur nicht, das es noch was zu lernen gibt, denen ist das wahrscheinlich zu einfach. Man kann es nicht allen recht machen…

    Wenn das keine elegante Überleitung ist!
    Denn, aristobulus, Du hast recht, genau wie Silke, wenn Du den „Sanhedrin 92-Spruch“, den Yael dem Besucher so schön zur Ansicht abstellt, angehst. Nicht nur, daß Du recht hast, sondern es hilft mir. Jawoll, und das ist doch gut.
    Es ist so, daß ich mich ständig, oder immerwieder mal auf glitschigem Untergrund befinde. Manchmal fliege ich einfach so, manchmal lande ich, manchmal ist es Fest in der Luft, ein anderes Mal fest auf dem Boden und manchmal ist der Boden glitschig.
    Ist es die Flut? Ist es die Gischt am Ufer, mit dem Blick auf die See und die unerreichbare Linie am Horizont, hinter der das Wasser dann einfach herunterbraust, und die Schiffchen aus Stahl und Papier…(…denn die Erde ist so manchem eben flach, vielleicht sogar noch flacher als mein Humor?).

    Immerwieder sind es Zweifel an allem Möglichen, und „alles ist möglich!“ (eines der wenigen kroatoserbischen Ausdrücke, die ich kenne: swe je mogutsche; hab’s sprechfertig aufgeschrieben), die mir selber die Unmöglichkeit (ist das ein Widerspruch jetzt?) aufzeigen (sollen?), daß es einfache Erklärungen für einfache Dinge gibt.
    Dabei ist die Aussage vom Sanhedrin doch recht einfach, wohlmeinend und helfend, Anker in stürmischer See, und dafür, daran mich zu erinnern, bin ich dankbar.
    Dahinter stecken viel Überlegung und -davon gehe ich fest aus- wohlmeinende dazu.
    Also, selbst wenn ich mir noch niemals darüber Gedanken gemacht hätte, dann wäre es immer noch hilfreich.
    Mein „schweres“ dabei ist eben die Grausamkeit und Verachtung, die Kindern angetan wird.
    Aber, ob der Täter nun selbst „schwere Kindheit“ hatte, das ist zwar im Falle des Falles auch eine Überlegung wert, jedoch sollte das Ergebnis sein -warum nur wollte ich daran herumdeuteln!-, daß das Ex-Kind daraus lernt, das es sich in sich selbst die Worte einbrennt: „NIE WIEDER!“

    Das, ich denke, für diese Angelegenheit, sollte ersteinmal genügen von meiner Warte.

  55. A.mOr Says:

    Nach(gedenk)wort
    (denn wie könnte ich’s nun aufhalten, wo doch schon mein Gewicht -so schwer, so leicht- nicht reicht es zu stoppen?)

    (Das Thema ist für mich brisant und aufwühlend, und es ist längst nichts gesagt, aber eigentlich schon alles. Der Konflikt, indes, er bleibt bestehen, denn meine ‚private‘ Erkenntnis, zB, sie kennt tasächlich und in vollem Umfang nur haschem, meine Worte jedoch sind nur Worte, ich hoffe, sehr, es seien gute und gut verstanden.)

    Und ich habe wirklich sehr großen Schmerz, wenn andere unsere Kinder zB. zum Judenhasser „abrichten“, und wozu böseMann&böseFrau Kinder eben „abrichten“ kann…

    Es steckt im Worte, ist’s nicht so, die Verachtung steckt im „Abrichten“.
    Das ist eine „Spielart“ des Grauens, ein Aspekt, er sei nicht übersehen.

    Und es sind „unsere“ Kinder, denn sie sind der Spiegel dieser Welt, und diese Welt sie ist beseelt -baruch haschem- und sie ist der Ort, an dem wir Menschen nach Seinem Wille und Seiner Gnade frei walten.

    Wir können nicht das Handeln anderer tun, jeder ist verantwortlich für sein eigenes Handeln. Aber unser Handeln ist kein Eigennutz, auch wenn viele nur so handeln, unser Handeln ist, gewollt oder nicht, immer ein Handeln mit (für und/oder gegen) dieser Welt.
    Wir sind verantwortlich für uns selbst, aber auch verantwortlich für die ganze Welt.

    Wenn jemand schlecht handelt, so ist mein Mitleid (gegenüber den Uneinsichtigen) mindestens sehr ungünstig für mich selbst, denn ich nehme in meiner Entschuldung des anderen, „des Bösen“, Schuld auf mich. Warum?
    Weil ich das schlechte Handeln relativiere und damit verharmlose, ja, so sogar rechtfertige ich’s, ein wenig wenigstens.
    Und so habe ich selbst es geschaffen, habe es toleriert und damit „abgesegnet“, ich selbst habe dann „böse“ gehandelt, „böse“ geschaffen, nicht als „Erfinder“ aber als „Neuerfinder“.
    Meine „Neuerfindung“ jedoch ist die Vertuschung, denn ich mache so aus „böse gut“.
    Und, denn das ist eben auch bedenkens- und erwähnenswert, weil ich dem Anderen die Selbstverantwortlichkeit abspreche, was eine Respektlosigkeit und Miß(ver)achtung der Selbstverantwortung des anderen ist. Das, nämlich ist auch nix gut.

    Also, nochmal, Danke Silke und aristobulus. Und Yael, daß Du mitliest und so😉

    Und, dafür gibt es Sedaka, nicht? Daß wir es gut und besser tun!
    Darum auch haben wir die Tojre, alle Schriften und Weisen und viel, viel guten Witz!

    Und den, aristobulus, mit Pizzabesucherin über Pizza, oder so, bei Bombenstimmung, den mag ich mir nicht so gerne vorstellen…
    Aber, ganz Dir nur, Dankeschön für Deine Worte bei Lila, Du weißt schon, und, ja, mir kommt das auch komisch geschmeckt vor, U-Boot in der Wüste, ist das nicht eine brilliante Tarnung?
    Der Klimawandel, chawerim, der ist manchem zu schnell, so scheint`s!
    Und nochwas, den „MO“, wie konnte ich es übersehen, tststs…
    Und nochwas, so spät, hast Du es getan, gelernt, wie’s gehört?
    Gut, daß es nicht im Winter stattfindet?
    Teure Tojre!

    Gut Schwuess und Schwijess noch, von Dorf zu Dorf, die schul ist zu (zumindest habe ich mir das selbst erzählt und mich dabei entschieden nicht zuviel Selbstzweifel zuzulassen, obwohl ich mich ein klitzekleinwenig marginal, nanometermäßig peripher und noch weniger und viel zuviel mich doch etwas unartig finde) hier donnert’s und regnet’s mal wieder, das Israel vor Neid erblasst, mögen die Keller trocken bleiben! (…obwohl ich unartig bin; das gilt, oder? Klitzekleinwenig Reue?) – (und ein wenig noch wenigstens wollte ich nochmal lesen, Gebote, auch sprechen, daß es nicht ganz ins Wasser fällt, Geshem, guter Regen, sei uns ein Segen!)

    Ach, und Silke, das letzte Wort nochmal an Dich.
    Du schreibst, und wie berechtigt und treffend dazu:
    „Falls das so ist, scheint es mir kein guter Nährboden für Aha-Erlebnisse zu sein.“

    Aha!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Aha_%28%C3%84gyptische_Mythologie%29

    Wir folgern, aha, hier ist ein guter Ort zu weilen, ach.

    • Silke Says:

      Ahat, wie schön – Elder of Ziyon hat ein Interview mit einem anscheinend verrückten Ägypter ausfindig gemacht, in dem jener bekannt gibt, er würde einen Löwen mit bloßen Händen töten, wobei der Löwe für Israel steht.

      Dem soll mal jemand von Aha erzählen, von seiner wahren Vergangenheit, bevor sein Land von diesen Halbgebildeten Wüste-lingen überrannt wurde.

      A.mOR eine Frage:

      wieso bist Du heute so munter – ich denke, Du mußtest die ganze Nacht lang lesen?

      (also mit dem Feiern habt Ihr’s ja, voll zum Neidisch werden …)

  56. Stefan Wehmeier Says:

    Jüdische Tradition

    Schüler: Was bedeutet ez pri ose pri?

    Rabbi: Baum, der Frucht ist und Frucht macht.

    Schüler: Warum sagen dann alle „Baum des Lebens“ dazu?

    Rabbi: Wäre ich ein Rabbi, wenn ich das wüsste?

    Schüler: Entschuldigung!

    Rabbi: Akzeptiert.

    Schüler: Und was bedeutet ez ose pri?

    Rabbi: Muss ich dir alles vorsagen? Finde es selbst heraus!

    Schüler: Baum, der Frucht macht?

    Rabbi: Möglicherweise.

    Schüler: Dann ist das also der „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“?

    Rabbi: Wäre ich ein Rabbi, wenn ich das bestätigen würde?

    Schüler: Nein, Rabbi. Aber wenn Du es bestätigt hättest, wäre es dann nicht logisch, dass die „Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ das ist, was J. M. Keynes 1935 „reward for liquidity renunciation“ nannte?

    Rabbi: Soll ich Fremdsprachen lernen, nur um deine Vermutungen zu bestätigen?

    Schüler: Auf gut Deutsch: „Urzins“, S. Gesell, 1916.

    Rabbi: Willst du damit andeuten, der Allerhöchste habe dem auserwählten Volk seine wohlverdiente Belohnung für Konsumverzicht verboten?

    Schüler: Natürlich nicht. Ich muss mich wohl geirrt haben.

    Rabbi: Noch so ein Irrtum, und du kannst in die nächste Koranschule wechseln!

    Schüler: Aber wenn das kein Irrtum wäre, bräuchten wir uns mit unseren Nachbarn nicht mehr zu streiten.

    Rabbi: Wer ist reich und wer ist arm?

    Schüler: Wir sind reich.

    Rabbi: Richtig. Das auserwählte Volk ist reich. Und jetzt benimm dich auch so!

    Schüler: Ich werde mich bessern, Rabbi.

    …so it´s on and on and on – it´s Heaven and Hell:
    http://www.deweles.de/willkommen/himmel-und-hoelle.html

  57. A.mOr Says:

    Silke,
    das mit jenem, der da dem Löwen den Rang abringen will, dem sollte man wohl immerhin zugute halten, daß „Kritik“ an Juden doch häufig weniger „ehrfurchtsvoll“ abläuft, insofern kommt mir dieser „Verrückte“(?), den der Elder fand, vor wie jemand, der deutlich mehr Ehr und Mumm zu besitzen scheint, als manch anderer sich jener „judenkritischen“ Fraktion zurechnende.
    Allerdings habe ich den Elder in der Sache nicht gelesen, so hoffe ich, daß ich mich hier nicht gerade um bemähnten Kopf und Plüschkragen rede.

    Ansonsten sei dem Manne der Wunsch gewährt, man stelle ihn dem Löwen gegenüber, dieser möge den Magen David zum Schutze seiner Flanken und Zierde seiner Würde tragen, und so sei es, Mann mit nackter Hand dem hungrigen Löwen gegenüber.
    Jedoch, es sei empfohlen den Manne vorher aufzuklären, daß ein Löwe ein Löwe ist, nicht ein Teddybär. Sollte er angesichts dieser Belehrung seinen Mut verlieren, so lasse man ihn ziehen und respektiere ihn für seine Klugheit.

    Zum Aha nochmal, finde ich’s interessant, daß jener und jene (Ahat) auch als Beschützer von Kindern (und Müttern) gilt; wo ich doch vorher gerade zu Kindern schrieb…

    So, wieder weg von Ägypten, das hatten wir doch gerade (darum geht’s unter anderem in Pessach, aber auch dieses Fest und die Wochen zwischen Pessach und Schawuot sind ganz diesem Thema gewidmet; Israel zieht aus aus Ägypten und gelangt schließlich nach erezJisrael, dem versprochenen Land schon den Vorvätern Mose zugesprochen…und unterwegs allerlei Sand und sonstige Abenteuer; 40 Jahre, so heißt’s,
    hat’s gedauert…)

    Sag, Deine Anfrage zu meiner Munterkeit war doch wohl kein „auf den Zahn fühlen“?
    Glaub mir, ich bin nicht perfekt, und bestimmt nicht zu beneiden.
    Nuja, „swe je mogutsche“ (so.).
    Und Dir nochmal, worum es im Kern geht gestern, heute, Schawuot (und „Kern“, es geht um ganz viel eigentlich, zB auch Ernte und endlich Startschuß zum Verzehr…); aber guck:

    „Dann nahm er das Buch mit dem Bundesgesetz und las es dem Volke laut vor. Sie aber sprachen: Alles, was Jahwe befohlen hat, wollen wir halten und befolgen.
    Hierauf nahm Mose das Blut und besprengte damit das Volk, indem er sprach: Das ist das Blut des Bundes, den Jahwe mit euch geschlossen hat auf Grund aller jener Gebote. “
    2.Mose(Schmot) 24:7u8 – Textbibel (1899)

    Also, Gebote und Bund.

    Dann wären da noch die Zeilen, die sich mit der Wiedergabe des Wortes der Zehn Gebote selbst von haschem an das Volk beschäftigen, bzw diese wiedergeben; in der hier bemühten Textbibel geht das los in 2.Mose, 22:1 „Nun redete Gott alle diese Worte und sprach:…“ und es folgen die Gebote, der Kern der Tora, der Kern der gesamten Lehre ansich, behaupte ich mal so.

    Darum also geht es im derzeitigen jüdisch-religiösen Bewußtsein.

    Das kann natürlich auch zu gewisser „Gespaltenheit“ führen, in Deutschland kräht der bundesdeutsche Hahn nicht danach, der Feiertag wird hier nicht anerkannt, ein frommer Jude jedoch erkennt ihn an; und ich hänge irgendwie dazwischen…Wie heißt der blog nochmal, ist es nicht schön passend?

    Und daß muslimische Feierzeiten, etwa Ramadan, in Deutschland geradezu in Ehrfurcht angekündigt werden, da kann ich mit meinen 2000Jahren Judentum in deutschsprachigem Gebiete („Nation“ oder „Deutschland“ wäre wohl nicht so passend) ganz einfach mal neidisch werden oder mich nur wundern. Es zählt, gleichgültig was Genießer meint, hier in deutschen Lande eben doch „Quantität statt Qualität“, blub.
    Neid ist nicht gut, also kämpfen meine Augenbrauen gegen den Haaransatz um Siedelgrund…

    Vielleicht sollte ich mich mal kürzer fassen?

    Also, ganz kurz nochmal, alles Gute&Gesundheit, weiter Gut Schwuess (heute eben für außerhalb von Israel/Galut), und raucht mehr, Essen kann derzeit tödliche Konsequenzen haben…
    Wenn das nicht ein passender Spiegel ist auf vieles, was in dieser Welt los ist.
    Wir müssen essen um zu leben, und doch, es kann unser tödliches Verhängnis sein.
    Achtet nur darauf, daß es kascher ist, dann ist es gut.

  58. Silke Says:

    Deinen Gesichtspunkt zum Löwenkiller finde ich Klasse, damit wärst Du beim Elder sofort zum Star gekürt worden.

    Sag, Deine Anfrage zu meiner Munterkeit war doch wohl kein „auf den Zahn fühlen“?

    nein ganz und gar nicht, ich wollte mich wohl nur mal als „kundig“ profilieren. Der Elder hat sich für zwei Tage abgemeldet und hoffte bis 5 Uhr morgens durchzuhalten und gesten nachmittag ein Nickerchen einschieben zu können und auch andere haben mir mitgeteilt, daß die Nacht „durchgemacht“ wird und süßes Milchzeugs auf den Tisch kommt, will sagen, Feiertagsstimmung querbeet.

    Wenn das bei Dir als „auf den Zahn fühlen“ ankommt, dann jetzt nach Deiner Antwort die direkte Frage:
    Hättest Du Gesellschaft gehabt, so Du hättest den Feiertag so begehen wollen, wie die Amis ihn anscheinend begehen? Auch verwirrend: in Israel 1 Tag in den USA 2 – warum? Und wenn Du Gesellschaft gehabt hättest, hättest Du Auswahl gehabt?

  59. A.mOr Says:

    Silke,
    ersteinmal Danke für Deinen Respekt vor meinen „schlomischen Rat“!!!

    Hoffentlich hast Du recht, denn der Elder hat doch wirklich viel zu sagen, da wäre es doch schön, wenn ich an der einen oder anderen Strippe mitziehen könnte.
    Also, so ein kleiner Sturm hier und dort, mit Windhose, vielleicht?
    Oder Käsekuchen-Regen aus dem Himmel über Syrien?
    Gib mir die Strippe, mir fällt schon irgendein Blödsinn ein!

    So, Silke, Du Angeberin! Weiß ich was Du weißt?
    Dann „profiliere“ Dich eben als „kundig“!
    Ehrlich, es würde mich auch nicht über alle Maßen überraschen, wenn Du mir voraus sein solltest zu mancher Frage, auch zum „Kultus“.
    Bei allem anderen sowieso nicht.
    Aber wo bei Dir (oder bei mir auch) noch „Lücken“ sind, weiß ich (Du) nicht, daher erzähle ich eben ins Blaue (des Himmels) hinaus.
    Meine „Botschaft“ soll natürlich dem Besser der Welt dienen. Jawohl!
    Abgesehen davon, jede „Behauptung“ von mir ist auch Frage, gewissermaßen.
    Aber das ist doch eigentlich klar in blog-sphere’s like these, especialmente. Nu?

    „Wenn das bei Dir als „auf den Zahn fühlen“ ankommt…“

    Öhm, eigentlich hatte ich zunächst soetwas geschrieben, wie „willst Du überprüfen, ob ich brav bin, „Mütterchen“?“, aber das erschien mir dann zu frech (obwohl ich gegenüber aristobulus diese Zurückhaltung nicht hatte, mmh…).
    Im Klauben um Worte dann kam ich auf den „Zahn“, aber -weiß nun nicht genau, ob Du es auch so siehst- jetzt kommt mir auch diese Formulierung etwas tollpatschig vor, und zwar nicht erst, seit ich Deine Worte lese. Nun ist es raus, also „munter“ weiter!

    So: ein Tag – zwei Tag.

    Wer es noch besser weiß (Yael, aristobulus) möge mir gerne beispringen.
    Der Schawuot (Wochen) als Feiertag ist einer, aber es ist ein Tag mit Tempeldienst, und dieser stand einst in Jeruschalajim. Da steht jetzt so eine seltsame Hütte usw, nebbich, die Diskussion hatten wir am Rande bei Lila.
    Also, der „richtige“ Feiertag „gehört“ eigentlich nach Jeruschalajim/Jisrael mit Tempel.

    Außerhalb von Israel ist es natürlich anders, zumal in Galut (also, was wir auch als Diaspora kennen, Juden in der Welt außerhalb von erezJisrael).
    Aber praktizierende Juden wollen trotzdem ihre Feste feiern.
    Also gibt es einen zweiten Schawuot für „außerhalb von Jisrael“.
    Wenn wir hier in Deutschland (USA, etc) trotzdem zwei Tage haben, so ist der erste zu Ehren dem Tag, der zweite aber die tatsächliche Feier außerhalb.
    Soweit ich weiß halten das die Synagogen quer über’s große „Galuzien“ so auch ein, es wird also zwei Tage gefeiert.

    Die Galut gehört auch zur jüdischen Tradition und Geschichte, und „nur“, weil nun wieder Juden in ‚Eigenstaatlichkeit/Souveränität‘ in Israel sind, bedeutet das nicht, daß sich in Hinsicht auf das Schawuot etwas geändert hat.
    Diese „zwei Tage für den Einen“ sind ihrer Tradition nach älter als unser heutiges medinatJisrael, und ich vermute, sie werden solange so, als „zwei für eins“ gefeiert/begangen werden, bis der Moschiach kommt.

    Immerhin, dieses Fest ist nun auch schon ein paar Tage alt, etwa 3300 Jahre, da hat’s einiges an Änderung gegeben in Staatengebilden. Nun wurde Schawuot nicht von Anfang an in Jeruschalajim begangen, aber seit Schlomo benDavid den Tempel baute, ist’s so und „verbindlich“ der Bedeutung nach; soweit ich es weiß. Also gut 3000 Jahre.

    Auf dem Tempelberg heute steht ein Prachtbau zwar (andere sagen „Hütte“ dazu), jedoch es ist nicht unser Tempel, sondern ein Bau, der unserem Tempel den Platz „weg-repräsentiert“.

    Wie Du siehst und Dich erfreust, die Juden haben auch das überstanden, dann sehen wir mal, wie’s weitergeht…

    So, meine Angaben sind nur aus der Hüfte geschossen.
    Wie gesagt, falls Yael oder aristobulus etwas zu verbessern haben, bitteschön und gern; ich lerne auch weiter.

    Insgesamt also, der erste Tag für (in) Israel, der zweite dazu für die Galut (außerhalb Israel), und beide für das Volk Israel.
    („koreanische Mathematik“ ist also 1 zu 1 anwendbar, ist doch lustig.)

    So, meinen hohlen Zahn hänge ich mir jetzt wieder um den Hals, und den der Zeit, den überlasse ich der Allgemeinheit. (als ob das von mir -am Halse- abhinge, nicht?)

    Kurz noch, ‚feiern‘ oder ‚begangen‘, das ich es auf zwei Weisen bezeichne, die Feier für das Glück, das Begehen für den Segen (und Regeln, und, ich denke sehr wichtig: ‚Verantwortung‘. Du liest es oben, wo ich aus der Textbibel zitiere. Es ist ein Bund und Israel sagt zu Bund und Gebot: ‚wir folgen‘. Also -denn jedes jüdische Fest ist immer „gegenwärtig“ (nicht etwa „Vergangenheitsbewältigung“)- mögen wir uns die Frage stellen: „werden wir unserer Verantwortung gerecht, die wir sprechen, wenn wir sagen (Textbibel:) ‚…wollen wir halten und befolgen.’“ (so.)

    Und meinen Rat, übersetze ihn doch, wenn Du Lust hast, dann gönne ich Dir auch den ‚Star‘.
    In Ordnung?

    Aber trotzdem dafür, den🙂 *Star*🙂
    denn eitel bin ich ein klein wenig trotz-dem, vielen Dank!
    Vielmehr noch: dankeschön!!
    Schöne Worte sind gute🙂 *Gesellschaft*🙂

  60. Silke Says:

    ach A.mOR
    Du machst mich ganz schockelich (hessisch für dorschennanner) – wie geht denn diese Feierei nu eigentlich und worum geht es dabei?

    Wenn Du nicht erzählen magst, habe ich nicht gefragt.

    Ich bin religiös total ignorant, mein Religionsunterricht in der Schule war reine Kindesmißhandlung aber seit ich die Kemelman’schen Rabbi-krimis gelesen habe, lang ist’s her, bin ich Judentum-mäßig angefixt – es waren die logischen Purzelbäume und die Purzelbäume, die es braucht, um eine Gemeinde am Funktionieren zu halten, gleichermaßen.

    Von den Festen habe ich da nicht viel verstanden, das kriege ich jetzt erst mit und immer mit diesen Kochrezepten allüberall von denen einem der Insulinhaushalt ganz wirr wird.

    Bei solchen Teasern möchte frau natürlich mehr wissen, Details je mehr desto besser – hier ist z.B. einer zum Thema und da soll eine arme Shiksa nicht vor Neugier platzen?

    http://judeopundit.blogspot.com/2011/06/happy-shavuos.html

    Besagter Judeopundit oder Yitzchak spezialisiert sich übrigens auf Nordkoreanisches (ab und an) – zum Brüllen komisch, so lange man nicht an die armen Untertanen denkt – nein er macht sich nicht über die lustig, er scheint ein guter Mensch zu sein.

  61. Silke Says:

    ich möchte nur noch mal kurz was zum Thema Hassen sagen:

    ich blende ganz ganz viele der Nachrichten über palästinensisches Fehlverhalten bewußt aus und konzentriere mich auf das Erinnern einiger ganz weniger. Das noch-mal-Erschießen der schwangeren Frau in dem 4er-Auto aus nächster Nähe, das Fogel-Baby, Gilad Shalit.

    Ansonsten halte ich mich an meine über Jahrzehnte bewährten Prinzipien, die ich nach der Miss Marple Methode aufrufe: das erinnert mich daran,

    – daß ein Chef von mir mal gesagt hat „mit unzuverlässigen Partnern soll man keine Geschäfte machen“. Selbige Maxime erwies sich über die Jahrzehnte als guter Rat und somit erinnere ich mich ihrer wann immer es irgendwo paßt.

    – Ich war mal mitten drin in einem diplomatischen Zoff zwischen Taiwan und Deutschland. Die Episode hat mich gelehrt, daß Staaten untereinander ganz genauso reagieren wie Reihenhausnachbarn wenn einer beim andern die Erbsen unkrautbehandelt.

    also ist Miss Marple-ism vollkommen korrekt. Private Erfahrungen lassen sich massenweise upgraden und auf die große Diplomatie anwenden.

    • A.mOr Says:

      Hej Silke,

      ziemlich dorschennanner war ich auch ersteinmal, bis ich dann nachlas, was es ist, so also verstehe ich (?) was ’schockelich‘ bedeutet. Jetzt lese ich’s inzwischen „einwandfrei hessisch“, danke, ich habe etwas dazugelernt.

      Zum Schwuess, mal sehen, vielleicht kennst Du das noch nicht?
      Ein guter blog, um sich zum ‚religiösen‘ Judentum zu informieren, auch zum was und wann und wie, Termine, rechne Dein „jüdisches“ Geburtsdatum aus (unter „Kalender“), oder denke Dir Dein Teil zu den Betrachtungen zu religiösen Themen, ohne Kindesmißhandlung, garantiert!
      Nehmen wir zB den Ablauf zum Schawuot:
      http://www.de.chabad.org/library/article_cdo/aid/670711/jewish/Schawuot-Kalender-2011.htm

      Vielleicht merke ich noch an, daß ich dort schon viele interessante Texte fand, und in der Auslegung religiöser Themen oft meine persönliche Sicht wiederfinde.

      Was ich Dir aber ganz persönlich zu dem Ablauf von Schwuess bei mir erzählen könnte, es dürfte einfach nicht so interessant sein…
      Ich bin zwar religiös (soetwas ist nicht „teilbar“), achte durchaus auch auf diverse Regeln, weil Du es erwähnst, auch Regeln zu Speisen, was darf, was nicht, etc, aber ich bin, sagen wir, nur annähernd „orthodox“, vielleicht einfach „liberal“ (den Unterschied via Synagoge kenne ich auch), aber es ist insgesamt eben meine ganz persönliche Auslegung, ich lebe nuneinmal nicht in Jerusalem im „religiösen Viertel“…
      Die Orthodoxen begrüße ich als Fels im Sturm der Auslegungen (diskutiert, weiter gedacht wird trotzdem), die Liberalen begrüße ich auch, als Wasser um dem Felsen die scharfen Kanten zu nehmen😉

      Hier ersteinmal abschließend Dein Wort:
      „Private Erfahrungen lassen sich massenweise upgraden und auf die große Diplomatie anwenden.“
      Oder, der beliebte ‚Kleine Prinz‘ sagt:
      „Man sieht nur mit dem Herzen gut“.

      PS/ „…die Kemelman’schen Rabbi-krimis..“ kenne ich nicht, das klingt aber ziemlich interessant.
      Und Du als Miss Marple; ich stelle mir diese alte Frau in schwarzweiß vor, die so ein wenig bissig wirkt; das ist charmant!
      Die Filme mochte ich früher sehr, aber habe schon lange keinen mehr gesehen.
      Mit freundlichem Gruß und Dir zugetan, A.mOr.

      • Silke Says:

        danke für den Link A.mOR – Das sieht gut aus.

        diese dauernde Feierei bei Euch macht mich zunehmend neugierig.

        Ich glaube, die Logik um die es in Kemelman’s Krimis ging, also die der Rabbi beim Lösen von Kriminalfällen anwandte, hieß pilpul oder so ähnlich. Aber richtig spannend war auch immer wie der – ich hoffe ich sage es richtig – regelkonforme Rabbi sich gegen seine Gemeinde behaupten mußte und das seiner jederzeitigen Kündbarkeit zum Trotz.

        Jedesmal wenn ich Bücher aufräume und mir fällt so ein Ding in die Hand muß ich wieder ein paar Seiten lesen – es hat so gar nix Folkloristisches und das macht es so spannend.

  62. Yael Says:

    http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/debatte/kommentare/bremer-linke-wollen-israel-durch-boykott-reinigen7654/

    • Silke Says:

      ich wußte, daß dieser BDS-Unsinn es irgendwann auch nach Deutschland schafft

      dabei ist es ganz ganz selten, daß ich mal Gemüse/Obst aus Israel finde.

      aber Idioten finden immer einen Grund, egal welchen

      wer mehr über die üblen Spinner wissen will. Google BDS Israel und die Zukunft ist einsehbar. Auch schlicht ISM eingeben, gibt einen Einblick.

      • Yael Says:

        Über die ISM findest du auch etwas in meinem Scroll links unter Israel.

      • A.mOr Says:

        Auf Yaels link oben.

        Den Hinweis, den Jan Riebe gibt, daß die Nazi den selben Aufmarsch wie „die Linken“ probieren wollen, finde ich interessant.
        Nennt mich Zyniker, aber ich finde es nur förderlich, wenn die Heuchelei auf die Spitze getrieben wird.

        Gut zureden, sachlich bleiben, ja, bei der Wahrheit bleiben, was hat es denn geholfen?

        Wenn der „offene Nazi“ neben dem „auf links gedrehten“ Seite an Seite marschiert, dann bin ich mal gespannt, wie die Öffentlichkeit, die Medien, ja die Gerichtsbarkeit reagiert.
        Klingt denn „Kauft nicht beim Juden“ beim „Linken“ irgendwie sympathischer, verständlicher, tolerierbarer als beim „original-Nazi“?

  63. Yael Says:

    Stefan Ziefle

    Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Christine Buchholz

    Jüdinnen und Juden hätten im Zionismus die Grundthesen des Rassismus und Antisemitismus übernommen, so Stefan Ziefle. Er begründete dies damit, dass der Zionismus zwar eine Reaktion auf einen Ende des 19. Jahrhunderts erstarkten Antisemitismus und Rassismus sei, der Zionismus habe sich derer Grundprinzipien zu Eigen gemacht und übernommen. Demnach sei der Zionismus eine Ideologie, die davon ausgehe, dass es verschiedene Rassen gäbe, u.a. die Juden, und Rassen nicht zusammenleben könnten. Deshalb wollten die Zionistinnen und Zionisten von Beginn den Staat Israel nur gründen „um mit der eigenen Rasse zusammenzuleben“, denn im Zionismus sei der Rassebegriff immanent, so Ziefle. Er wirft damit dem Zionismus vor, sich das Gedankengut des Nationalsozialismus‘ und des Holocausts im Wesentlichen zu Eigen gemacht zu haben. Dieser Logik folgend sei Kritik an Israel auch niemals rassistisch oder antisemitisch, sondern stets antirassistisch und antiantisemitisch, da laut Stefan Ziefle der Zionismus, und somit Israel als zionistischer Staat, ein rassistisches und antisemitisches Unterfangen sei.

    http://wahrheitgraben.wordpress.com/2011/06/07/der-linke-antisemitismus-der-linken/

  64. aristobulus Says:

    Waah, da kriege ich sofort den Hass frei Haus!, ich schien also ein Hasser zu sein, bin ich das oder sind die das? Beim Ziefle irgendwie weniger, denn der ist so unfassbar dumm, argumentiert wie ein abgebrochener Erstsemester mit einer McCartyhaften Dummheit, die also überhaupt Argumente unmöglich macht, sowohl dafür als auch dagegen, drum les ich’s bloß mit Unglauben, so anektodenmäßg, aaach mäßig.
    Geht Euch das auch so?

    Aber die Annette Groth, die Antisemitismus nur mit Anführungsstrichen schreibt, weil sie keine Antisemitin sein kann, die flößt mir Hass ein. Meinen oder deren? Was will ich nicht haben, was die hat? Mag die keinen Käsekuchen, hat die den Schwuess oder den Gedanken daran ausgelassen, ähm, kann die je _ausgelassen_ sein? Da gibt’s schon mal keine Übereinstimmung whatsoever.
    Ich habe keine Ahnung…
    Habt Ihr eine? Oder seht Ihr das auch so? Oder was Drittes?

    Was treibt so Leute zu diesem gerechten Empfinden, BDS sei etwas, das man tun darf, nein muss? „Sympathischer“, der Komparativ, lieber A.mOr, Du triffst’s, Du triffst’s ganz genau, die wollen sympathischer sein, sympathischer als wer??, deswegen schreiben sie Antisemitismus mit Anführungsstrichen, denn sie haben ja keinen, ja nicht den von Wem Anderschtn.

    Ist die Dame eine Löwin? Oder sie isst sie. Man wird sehen, was sie auf dem nächsten Terrorhilfsschiff herumlöwen wird, und ob sie klug genug sein kann, da bei sich zuhause auf dem Frauendeck, um sich vor seinen Krallen zu ducken.

    Feiern mit Euch will ich, aber mir fällt nur der Hass ein, also die Decke auf den Kopf, und schad, dass Schwuess nur zwei Tage dauert…

    Koreanische Mathematik, 1+1=1, wunderbar, danke. Ich will es nicht vergessen, HaSchem Echad. Habe aber hier einen Link, bitte Euch um Entschuldigung, hier ist er:
    http://www.ftd.de/politik/international/:nordkorea-bilder-einer-hungerkatastrophe/60063724.html

    Die Leute, Kinder zumal, sind der Frau Groth so egal, egaler geht es nicht mehr, denn sie kennt sich mit Israel aus. Ich glaub, da schreib ich noch was dazu, so dann und wann. Zivileres als das hier, entschuldigt!, wir sind ja hier en famille. Da steht schon was über den Anderen aus Duisburg:
    http://rzkultur.de/?kat=95&cont=9870

    • A.mOr Says:

      Annette Groth eine Löwin?
      Ich weiß nicht recht.
      Mit wem heult sie denn?

      Und was sollen wir nun machen?
      Hab‘ da jemand kennengelernt.
      Soll doch Märchentante Löwin sprechen:

      Ein Fuchs? Habt ihr einen Fuchs gesehen?
      Annette, ein dumme Gans?
      Nöö, eeecht? Ja, wo ist sie denn hin? `-´

    • A.mOr Says:

      Inge Höger, Norman Paech, Annette Groth, Hermann Dierkes, Stefan Ziefle,
      und wie sie alle heißen, die Frauen Herren Menschen Rechtler.
      Alle, alle TUTTI PAZZI (alle verrückt)

    • Dante Says:

      Aber die Annette Groth, die Antisemitismus nur mit Anführungsstrichen schreibt,…

      Ich schreibe „Antisemitismus“ auch mit Anführungszeichen, wenn auch aus anderem Grund. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Das Wort ist ein Euphemismus, den sich Judenfeinde wie Wilhelm Marr in der völlig richtigen Einschätzung zu eigen gemacht haben, dass das Wort besser klingt als das Wort „Judenhass“.

    • A.mOr Says:

      Wenn ich mir erlauben darf, Dante, möchte ich dazu auch antworten, ’stellvertretend‘ für aristobulus, daher nehme ich seine Worte:
      „…lieber A.mOr, Du triffst’s, Du triffst’s ganz genau, die wollen sympathischer sein,…“😉
      Ja, die sind zwar total blöd, aber blöd sind se nicht, diese Anti…nuja.

  65. Silke Says:

    … und ich nehme an, dieser Elias Khoury, libanesischer Schriftsteller, ex-Arafat-Kumpel, zu seinem neuen Buch im Interview mit einer anhimmelnden Interviewerin spricht ganz locker von der dritten Intifada und die dumme Kuh holt nicht einmal Luft, als er das sagt.

    Transkript ist gut und schön, aber erst wenn man die Gelassenheit hört, mit der die das hinnimmt, eine Deutsche der vermutlich „Opa ist OK“ Generation haut’s einen so richtig vom Sockel. Mich jedenfalls.

    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1478204/

    PS:die nächste wird übrigens eine friedliche … wie die netten grenzstürmenden Demonstranten?

    Sein neues Buch ist über die „Nakba“ und ach die erste Intifada hatte auch friedensliebende Teile. Vermutlich alles eine Frage des „Narrativs“. Vermutlich muß ich froh sein, daß er solche in der zweiten nicht auch vorgibt, gefunden zu haben.

  66. A.mOr Says:

    aristobulus.
    Nur kurz noch vorm Ablegen; dieser Stich, mein Freund, hat gesessen!
    Ich verbinde mit Korea nicht wirklich viel, und doch sehr viel.
    Stell Dir vor, ich habe einen „koreanischen Namen“, der hat auch was mit „Licht“ zu tun.
    Dieses Kind, ja, da kommen mir die Tränen.
    Korea ist wirklich das letzte Kapitel des „Kalten Häßlichen Kriegs“.
    Da kommt kein Kuba ran, und war da sonst noch was?
    Die „alten Koreaner“ beziehen sich auf eine Geschichtsschreibung, die noch bis knapp vor Adam reicht.
    Es gibt/gab da auch konkurrierende Königreiche, aber letztlich wurde es „einKorea“.
    Meine Erinnerung, scusi, ist etwas fragmentarisch.
    Die Stiche im Herzen sind es nicht.

    Wenn „die Mächte“ die Koreaner lassen würden, dann wären sie wieder ein Volk.
    Was 1+1=1 angeht, die Mauer in Berlin ist, meiner Meinung nach, ein Gartenzaun für die Deutschen (gewesen), für die Koreaner ist es die Trennung, die mitten durch den Körper geht.
    Die Armeen dieser getrennten Nation werden sehr hart ausgebildet.
    Ich schlage vor, wir verbünden uns mit beiden Hälften.

    Es genügt nicht, in diesem Fall, zu fordern: nieder mit dem Diktator!
    Und, die Christen mögen es mir verzeihen, das immer stärker werdende Christentum in Korea ist möglicherweise auch nicht „die Antwort“.
    Aber, was weiß ich schon. Korea, das ist weit zu laufen…

    Laila tow und Segen mit dem Licht des Morgens.

  67. aristobulus Says:

    A.mOr, es tut mir Leid, slicha, nichts soll Dich stechen!, ich war’s, das wollte ich nicht, aber was soll man machen.
    Hass ist, wenn man den Stich nicht spürt

    In Nordkorea sieht es SO aus, in Darfur wird noch immer gemordet, an den Grenzen zur EU schaukeln Leute in lecken Booten. Eine weitere völlig unlecke und teure Schiffsgruppe wird vorbereitet, um die Hamas aufzuwerten und um Israel zu zwingen, einen Fehler zu machen. … Ein Scheich al-Huwayni hat im arabischen Fernsehen 20 Minuten geredet, dass sich Moslems nur Sklaven bei den Anderen nehmen dürfen, nein müssen, denn es sei eine nie widersprochene Tatsache, dass erobert & versklavt werden müsse. Er sagte’s am Telefon, sich ins Krächzen steigernd, als die Rede auf die USA kam, den Sklavenstaat. Andere saßen da, so Ölgötzen, völlig unbewegt, der hinterm Schreibtisch lächelte nur kalt an der Stelle mit dem Krächzen, um’s zu bestätigen. Und was von Sklavenmarkt sagte der Scheich, if I want a sex slave, I go to the market and I buy one. – Er hat es zweimal gesagt, vielleicht hielt er’s für ’ne Pointe. Darfur, wo seine Leute systematisch Morde begehen, hat er natürlich nicht erwähnt. Vielleicht doch, ohne Darfur zu sagen, vielleicht war’s das mit den Sklaven.
    Den Link tu ich nicht hierher; diese Mischung aus wohldosiertem Irrsinn, Mordrede und Leblosigkeit da muss sich keiner antun

    Soll man diese Leute hassen? Kann man? Wie kann man nicht?
    Was kann man machen, um es nicht zu müssen?

    • Silke Says:

      ah der Scheich kommt also rum

      und leider leider hört alles wie gebannt die Sätze von der Sklaverei. Dabei hat er doch etwas für Israel’s Beziehung zu Judäa und Samaria äußerst Förderliches gesagt. Und die „International Law“ Banditen übergehen das natürlich völlig – Nach allem, was ich bisher gesehen habe, ist Translating Jihad vertrauenswürdig.

      If fighting occurs, there is going to be a winner and a loser. If the army of the Muslims is victorious, it will take spoils. Taking spoils is a fixed ruling in the Qur’an.
      ——
      Spoils, slaves, and prisoners are only to be taken in war between Muslims and infidels. Muslims in the past conquered, invaded, and took over countries. This is agreed to by all scholars–there is no disagreement on this from any of them, from the smallest to the largest, on the issue of taking spoils and prisoners.

      http://www.translatingjihad.com/2011/06/video-shaykh-al-huwayni-when-i-want-sex.html

      Judäa und Samaria dürften doch wohl zweifelsfrei Spoils of War sein🙂

  68. aristobulus Says:

    Yep, Du hattest den Scheich gefunden, Silke😉, er donnerte hier bis in meine Favourites hinab. Kenne jedoch einen ungleich lieberen Scheich, doch, der ist auch einer und ein wirklicher, ist Schiit und er hat die Narbe einer Schusswunde mitten im Nacken – das hat er überlebt g“ttseidank in einer Klinik in Israel, es waren die Syrer.

    Der andere, vollkommen unliebe Scheich, von dem wir’s hier haben, hätte freilich Recht und man könnt‘ ihn glattweg beim Wort nehmen. Wenn er sich nicht auf den Gegensatz Muslims – Infidels bezöge. Was Erste dürfen und sollen, müssen Zweitere über sich ergehen lassen. Jehuda und Schomron gehören nach dieser Meinung ohnehin zum islamischen Boden – „islamischer Boden“ ist in deren Rechts-Unrechtsauffassung streng und fertig definiert seit dem siebten Jahrhundert, ich weiß da aber zu wenig, um mehr darüber zu sagen.
    Mein Scheich wüsste es auch nicht, er ist zu pragmatisch, kümmert sich nicht um irgend monströses Pseudorecht.

    Wir können den Unlieben nicht beim Wort nehmen!, denn es gibt in diesem islamischen Recht keine selbe Höhe der Gegenüber, und ob einer ein Eroberer oder ein _sarrazenischer_ Eroberer ist, gilt als fundamentaler Unterschied, hie ist der Islam – und da sind Dhimmis und Ungläubige minderen Rechts.

    Die ham’s einfach, so einfach will ich das auch mal haben.

    • Silke Says:

      Ich akzeptiere den Standpunkt von zweierlei Recht für Muslime und Ungläubige nicht, das ist im Internationalen Recht nicht vorgesehen.😉

      Wenn wir ihren durchaus zu vertretenden Standpunkt zu „spoils of war“ ignorieren, dann diskriminieren wir sie. Und das ist doch Pfui, oder? Ja ich weiß, nur im Internationalen Recht, aber beides geht nu nich. Die Brüder und Ihre A-Küsser gehen „uns“ ständig mit internationalem Recht an die Wäsche, wollen also den Kuchen essen und behalten.

  69. A.mOr Says:

    aristobulus,
    Du sagst es selbst: „…aber was soll man machen…“, nicht von Dir ist der ‚Stich‘, nicht den Boten werde ich erschlagen ohne Not.
    Es sind Menschen voller Verachtung, die das Böse in diese Welt tragen.
    Und wie treffend auch diese Formulierung von Dir:

    „Hass ist, wenn man den Stich nicht spürt.“

    Touché? Touché!

    So ist es wohl, so ‚denke‘ ich mir den Haß, kein Mitleid, dem Menschen, der als Objekt des Hasses verschrien wird, es wird das mindeste abgesprochen, die Würde des Menschen, das Menschsein selbst.

    Der Scheich,„…vielleicht hielt er’s für ‘ne Pointe…“,
    soviel also zum Witz solcher Leute, die dem „Islam“ das Wort führen, so daß andere das Schwert nehmen um all ihren Haß, nein, ihre Verachtung in den Stahl zu schmieden, zu versklaven, zu foltern und zu vergewaltigen, zu massakrieren, zu morden…

    Ja, ich las es irgendwo (das, wo jener sich zB „einfach auf’m Markt ’ne Frau kauft“, so ’n „Ding“ eben), und wirklich, was sollte es uns helfen solches nochmal nachzulesen, es sei, um es als Beweis zu nehmen, als Anschauungsmaterial die Boshaftigkeit zu zeigen, derer Menschen fähig sind.
    Hat es davon nicht reichlich schon gegeben? Was nutzt es?

    Und kann man diese Leute nicht hassen? Kann man sie nicht verabscheuen?
    „Was kann man machen, um es nicht zu müssen?“

    Auch diese Frage ein Stich, jedoch nicht ins Herz, sondern ins Selbstverständnis derer, bei denen „Toleranz“ an die Selbstauflösung heranreicht.

    Wirklich, das Wort „Toleranz“ ist eines, welches sich in meinem Leben der Bedeutung nach komplett gewandelt hat.
    Ich war auch mal „tolerant“, habe mich so gesehen, es so geübt und fand es gut.
    Aber, nun erkenne ich es, ich habe mich ganz furchtbar getäuscht, es gibt Dinge, die sind nicht zu verzeihen, und es fällt mir schwer mir selbst zu verzeihen, daß ich „Toleranz“ einst gut und richtig fand, daß ich persönlich und vermeintlich dieses Wort mit Leben füllte.

    Es war nur ein Mißverständnis, nun steht „Toleranz“ bei mir für Vergewaltigung, Menschenhandel, Versklavung, ja Boshaftigkeit die geduldet wird von Leuten, die ähnlich (?) verblendet wie ich einst an das Gute daran, an das „Gute im Bösen“ glauben.
    Ja, in der Finsternis, da ist ein kleines Licht…

    Werden sie, wie ich, erwachen aus dem Schlummer ihrer Toleranz gegenüber ihrer eigenen ‚Blindheit‘?
    Werden sie die Augen öffnen zu sehen, was vor ihren Augen geschieht, ob es sticht oder nicht, werden sie es riskieren, daß es schmerzt, selbst wenn es die Grausamkeit ist, die einen nicht unmittelbar selbst betrifft?
    Und erkennen sie irgendwann, daß die Toleranz von Grausamkeit und Menschenverachtung, von Abscheulichkeiten gleichsam bedeutet dieses zu dulden, und damit diese üble Frucht im Wachsen bestärkt?
    Werden sie es erst erkennen, wenn diese üble Frucht sie längst überwuchert hat?
    Fragen sie nicht, was es ist, das ihnen den Atem nimmt?

    Nein, es nutzt nichts, wenn wir philosophieren, wenn wir an die Anfänge der Zeit gehen und sehen, Er hat das ‚Licht‘ geteilt in Finsternis(Nacht) und Tag, diese Anteile, die uns, dem Menschen im Herzen sind; sie sind’s! Und es soll wohl verstanden sein.

    Wir sollten nicht denen Toleranz gewähren, die „der Versuchung“ nicht widerstehen, die sich eine menschenverachtende „Phoibosophie“ herbeireden, um unrechtes recht erscheinen zu lassen.
    Wir sollten uns loben, die wir der gleichen Versuchung widerstehen, wir sollten uns nicht die Kräfte aufreiben an der Toleranz, sondern die Kräfte sparen für die Verteidigung.

    Nein, dies soll gewiß keine „Aufstachelung“ sein.
    Es geht um Mut und Wahrhaftigkeit.
    Es geht nicht darum zu hassen, es geht darum zu verabscheuen was verabscheungswürdig ist.

    Selbst hier, mein Freund, findest Du die Würde, nur ein Wort, aber es spiegelt unsere Würde und unsere Werte, denn für uns ist kein Hassen möglich, aber unsere Herzen verstehen sehr wohl was gut und recht ist und was nicht.
    In unseren Herzen liegt auch Abscheu, denn es gibt solches, wir sind die Zeugen, selbst wenn nur aus der Ferne, das abscheuliches geschieht.
    Wir sind in der Lage abscheuliches zu tun, mancher von uns tut es, aber wir sollten nicht vergessen, viele von uns widerstehen, das ist nicht „selbstverständlich“!

    Das verdient der Würdigung und Stärkung und dafür müssen wir kämpfen und stark sein, für das Recht nicht abscheuliches zu tun!

    Wenn es uns als Menschen nicht mehr möglich ist dem Unheil ein Ende zu bereiten, wenn das eine über das andere obsiegt, dann, gewiß, wird kommen Sein ‚Gericht‘, unser Schöpfer gibt.
    (se-)*haschemechadelojhenu*(-la)

    (PS/ dies hier bezieht sich auf den Kommentar um 4:33Uhr, paßt aber soweit noch für’s weitere?)

  70. Silke Says:

    wie wär’s mit Verbannungen auf gute neue Sträflingsinseln, nur ohne Wärter mit Versorgung vollständig aus der Luft.

    bleibt das Problem von Frauen – selbst solche die es verdient haben, würden unverhältnismäßig hart bestraft – sch..ß Rechtsempfinden, schon wieder klappt’s nich mit der Rache …

    aber ne voll sadistische Idee habe ich noch.

    Ab und zu wird einer per Los begnadigt zu richtigem Gefängnis. Dazu läßt ein Helikopter ne Leiter runter und wer es bis dahin lebend geschafft hat und noch zur untersten Sprosse springen kann, ist der/die Glückliche. Das sollte nicht nur humanität sein, sondern gleichzeitig davor schützen, daß wegen Übervölkerung ne zusätzliche Insel her muß.

    Ist das zu drastisch? Tut mir leid, Subalterne träumen nun mal solche Träume gern in den Cafe-Pausen.

    • A.mOr Says:

      Krass!!!
      Sag mal, Silke, bist Du denn eine waschechte Umweltsünderin?
      Wohin mit dem Atommüll, nichteinmal das ist geklärt, und dann willst Du armen Inseln solches antun. Mensch Silke, achte darauf, was in Deinem Kaffee ist! (`´)
      🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂

      Hej, und was soll denn das mit den Frauen?
      Ungleichberechtigung aufgrund des Geschlechts?
      Voll islamisch, ej!

    • Hass'an Says:

      Wo ist das Problem? Die Natur kann sich selbst wehren!
      Die Insel ist ein Berg mit gekappter Spitze. Dort ist ein schöner warmer Ort. Sie sollen doch nicht frieren unsere Menschenhasser!
      Mann und Frau, hinein damit!
      So braucht’s auch keine Zäune, Helikoptoren und sonstige Müh‘.
      Thema Ungleichberechtigung und Atomschrott gleich hinterher.
      Wozu Vulkane so gut sind!

  71. aristobulus Says:

    Silke (14. Juni Nachts & später),
    oh, ich hatte Deinen Kommentar aus nachtschlafender Zeit übersehen, pardon!, ’s lag wohl an der nachtschlafenden Zeit, als ich ihn nachtsnichtschlafend hätte lesen sollen/dürfen. Elias Khoury. Ich kenne leider viele Autoren nicht nur via deren Papier, und ich kann Pathos einfach nicht ausstehen, nicht Floskeln und nicht die programmatische, romantische Liebe zu irgend einem Volk (jaja, die Liebe zum jüd’schen Volke is‘ freilich eppes schejness, gegen die ham’wa nischt😉 ), es ist Poserei & Geltung, nicht viel dahinter. So Sätze wie „Also, es ist ein großer, ein erhabener Augenblick in unserer Geschichte, er belegt einen gewaltigen, tiefgreifenden Wandel…“ usf., peinlich, was für Blasen. Er beschreit irgendwas, wünscht sich vielleicht Besseres, aus – er gibt es aber nicht zu!, er will Brötchen aus Brobdignag voll mit heißer Luft backen im Hochofen. Die Russen waren auch so, alles jubilierte über Glasnost & Perestroika & über sich selbs und die eigene Überlegenheit, und dann kam Putin.

    „Ich denke, die dritte Intifada, die kommen wird, wird dann auch die letzte sein. Sie wird ein ähnliches Gepräge haben wie der arabische Frühling, wird dann zu einer endgültigen Besserung der Lage führen…“ Dann definiert er diese dritte Infifada nicht als Intifada, sondern als démocratisation entre eux-mêmes. Schön wär’s ja, zumal die beiden ersten Intifadas ja nun Pogrome gegen die Israelis gewesen sind, also Verbrechen, völlig sinnlose dazu. Woher nimmt er aber die Schwärmerei & den Glauben, dass ab dem nächsten Bamm alles anders werde? Glaubt er nicht ernstlich an den Moschiach?? Ach, diese Verliebtheit in palästinensisches Gedöns, Volk und Herrlichkeiten, nebbich, wahrscheinlich ist er schwerst in sich selbst verliebt als Schriftsteller, und dann sucht man sich halt ein Objekt zum Vergolden und Überhöhen. Ich wette, er will sich DEN palästinensischen Nazzjonalroman abquälen, weil er weiß, dass der in Europa dann weggeht wie lauwarme Buttersemmeln mit Schink’nnn. Der Fluch des Schriftstellers: Die eigene Eitelkeit und diese klammernde Hoffnung auf den großen Wurf, mit dem man sich nur ein ganz klein Bissele prostituiert.
    (Ähemm, iiich bin nich‘ so😉 , bin zu sehr Rebell für sowas, auch nicht eitel genug, ein Glück)

    „…Wenn die Israelis weiterhin die Existenz der Palästinenser leugnen, dann verdammen sie sich selbst im Grunde zur Bedeutungslosigkeit, und umgekehrt gilt es genauso“
    Volksmystik, oh Archetypen, die feindlichen Brüder in heimlicher Liebe, Beethoven!, unio mystica usf. Ach irgendwas muss ja dran sein an den Palästinensern. Habe nie nich‘ keine Ahnung, was. Aber es muss ja!, muss!, zumal z.B. jener L. in Lilas Blog ein so obstinates, untilgbares Identifikationsbild von denen hat. Weiß der mehr? Der ist ein Bürger par excellence, der hat mehr Geld als Schulden, der hält sich für sinnlich, der ist geschmäcklerisch, der hat ein großes Haus, und dem sein Motorrad war immer viel besser als mir meins – also der muss es ja wissen. Aber ich nicht. Ich hab überhaupt keinen Schimmer. Was zum Geier ist sexy an dem kahlen Leidensmiene-Erekat?, oder an dieser geistestrockenen Hanan Aschrawi?, oder was ist nett an Babyface Hanija, dem Backenhörnchen mit Ohren? Was war eigentlich so toll an Arafat’n, dem bombenliebenden Würstchen mit Ausschlag? Die Fallaci hat ihn auf die Sardonischste fertiggemacht… wurde rasant vergessen, das, lang vor seinem Friiiedensnobelpreis.

    -zu heute, 15:17:
    „Ich akzeptiere den Standpunkt von zweierlei Recht für Muslime und Ungläubige nicht, das ist im Internationalen Recht nicht vorgesehen😉.“😀 Lol. Wenn denn mal Einer einen Blumentopf mit der Berufung auf’s internationale Recht gewänne. Nie passiert… nichtmal ’nen Nachttopf. Mit der Scharia in den Hirnen klebend haben die allerdings fast mal Wien erobert und dann in New York die Türme getroffen. Zweierlei Menschenmaß macht einen fanatisch, fundamental unleidlich und scheußlich unsexy. So bald ’ne Gruppe sowas erfindet, will sie sofort die ganze Welt überrennen und dann die nächste. Um die Ohren hauen soll’s ihnen einer. Aber wer?

    • Silke Says:

      auch nicht eitel genug

      oder zu eitel, um solches unter-Niveau an Dich ranzulassen.😉

      zu „denen“: der Vorgänger vom derzeitigen Ami Joint Chief of Staff Richard B. Myers hat in einem Vortrag gesagt, daß das womit „wir“ konfrontiert sind,
      eine „global insurrection“ ist und unsere lieben Israelfreunde hierzulande scheinen sich mehr drum zu sorgen, ob einer Israel aus den richtigen Gründen „liebt“.

      Nach deren Vorstellungen dürfte ich schon mal gar nicht mitmischen, weil ich nämlich Israel nicht „liebe“. Ich finde nur, daß nachdem sie sich ihren Staat geholt haben, wofür ich noch heute starr vor Bewunderung bin und nachdem es ihnen gelingt, dieses unglaubliche Gebilde sogar noch zum Wohle seiner Bewohner zu managen (wo würdest Du Dir am liebsten im Mittelmeer den Blinddarm rausnehmen lassen – Du hast die freie Wahl für jeden Ort an der Küste – incl. Cote d’azur?) haben sie sich das Recht auf diesen Staat unzählige tausende Male erworben und damit basta.

      Dieses ständige Rumgenage an dem, was jedem anderen souveränen Staat locker zugestanden wird und sogar soweit ich sehen kann, Taiwan, das es gar nicht gibt, dieses ständige Rumgenage macht mich fuchsig.

  72. aristobulus Says:

    Taiwan, yep, schönes Beispiel, sehr anschaulich es fällt mir immer nicht ein!, ich sage meist instinktiv ‚Grönland darf’s doch auch nicht geben‘, weil das ein schön absurdes Gegenbeispiel ist, oder ‚Jordanien!‘, das ist ein ernsthaftes.

    Das Rumgenage an Israel ist die Mode des 21. Jahrhunderts, also der schlechteste Socken-Geschmack ever seen, und der Antizionismus ist der neue Antisemitismus. Wer hat Letzteres noch gesagt?, Broder, aber der hat’s wiederholt.

  73. aristobulus Says:

    A.mOr (Juni 14, 2011 um 16:16 ),
    ja, das ist der Hass, und wir verstehen es nicht, können ‚es‘ nur beobachten und beschreiben, vor Allem die Wirkung auf uns selber spüren. Ich hatte mal Hass gegen jemanden, aber sie hatte ihn mir oktroyiert, schöne Entschuldigung!, ich war willfährig genug. Kann’s sein, dass Hass nicht genuin ist, sondern nur weitergeben wird?, sie hatte ihn wohl von ihrer Mutter, die wieder von ihrer, und immer so weiter zurück wie ein Stammbaum, der in der Vergangenheit immer schmaler wird.
    Ich denke, das ist so.
    Einer müsste folglich den Hass erfunden haben, ein unfassbar wirkungsvolles Konzept, brennendste Emotion die alles überschreibt und auffrisst, einer hat’s erfunden. Amalek (angenehme Ausrede wieder, denn für den hat keiner Verantwortung, der kam nur aus der Wüste von da draußen), oder Esaw?, was meinst Du? Warum eigentlich Esaw. Korach? Korach konnte hassen & es verstecken und damit pokern, vielleicht wollte er das Bessere, ganz auf die Moderne. Woher hatte der seinen Hass?
    Hewel mit seiner Passivität?

    Adam hasste Lilith, weil sie ihm überlegen war? Aber wie hat er das gelernt?

    Dir fällt bestimmt viel mehr ein als mir, ich kenne im Grund nichts als ein paar Namen – da hat sich bestimmt einer drüber geäußert, Hillel?, oder einer im Zusammenhang mit Zadok? Grundloser Hass…

    „Werden sie, wie ich, erwachen aus dem Schlummer ihrer Toleranz gegenüber ihrer eigenen ‘Blindheit’?“
    Ich hoffe es sehr, aber ich glaube es nicht, denn sie lieben zu sehr die Ruinen ihrer Gewohnheiten.

    – Bin jetzt bei Deinem Satz:
    „Nein, es nutzt nichts, wenn wir philosophieren, wenn wir an die Anfänge der Zeit gehen und sehen, Er hat das ‘Licht’ geteilt in Finsternis(Nacht) und Tag, diese Anteile, die uns, dem Menschen im Herzen sind; sie sind’s! Und es soll wohl verstanden sein.“
    Dann wäre der Hass Teil der condition humaine und Teil der Natur. Spinoza? Das meinst Du aber nicht.
    „Es geht nicht darum zu hassen, es geht darum zu verabscheuen was verabscheungswürdig ist.“ Also Abscheu als das richtige Gefühl und Hass als das falsche, ja?, wir haben irgendwie von Anfang an den Hass mitbekommen, nicht weil er gemeint war!, sondern wir sollen dem Hass mit Abscheu begegnen!, danke, Du bringst mich auf Ideen, die Idee war mir noch nie gekommen.
    Keiner soll den Zadok hassen, Hass als Antwort auf Hass ist das Falsche, sondern Abscheu vorm Hass soll man haben, um sich und Andere davor zu schützen, das ist das Richtige. Ja?
    Fällt Dir eine Torahstelle ein? Ich kann hier nichts nachschlagen… bin bekanntlich am Busen der Natur mitten in der Nacht mit dem Vollmond vorm Fenster über dem Wasser, aber meine Tojre ist nicht hier, sie wiegt fünf Kilo, ich musste schon dreißig schleppen, hätte doch 35 schleppen müssen.

    „Das verdient der Würdigung und Stärkung und dafür müssen wir kämpfen und stark sein, für das Recht nicht abscheuliches zu tun!“
    Danke, mein Lieber. Das werde ich mir ausdrucken & an die Wand hängen, den darin steckt mehr, als ich ahnte.

  74. aristobulus Says:

    Das Recht, nicht Abscheuliches zu tun. Als Auszeichnung, die man als Mensch hat, dass man Abscheulichkeiten _nicht_ tun muss, denn man DARF es anders.
    Man muss dies, man muss das. Das Leben auf dem Niveau von Bus-Gesprächen, ich muss noch dies tun & jenes!, du must jetzt rüberrücken!, du musst ihm eine scheuern!, musst nachher dem&dem eins überziehen!, nein du musst mir zuhören!, usw. usf.
    Man DARF es anders machen, die Leute imm Bus müssen doch überhaupt nichts und Assad DARF aufhören auf seine Leute zu schießen, er hat schon 1300mal schießen _müssen_, aber er DARF jetzt aufhören.
    Das Recht, nicht Abscheuliches zu tun…

    Toda.

  75. Silke Says:

    Abscheu

    ich habe ja behauptet und ich glaube, es ist die Wahrheit, daß ich nicht hasse. Ich habe immer gesagt, ich will nur daß „es“ aufhört. Aber wieviel besser ist das Wort Abscheu dafür. Abscheu vor dem Abscheulichen.

    und dann passt’s auch, daß ich nicht hasse, weil mir der/die Abscheuliche, der/die Abscheu in mir erregt, nicht wichtig genug ist, um ihn/sie zu hassen.

    Hass aufgrund verratener Liebe vielleicht, möglicherweise, aber ich bin ein Umdreher und Weggeher.

    Kierkegaard soll was gesagt haben wie, daß das Leben nur mit Blick auf die Vergangenheit verstanden werden kann und nur mit Blick auf die Zukunft gelebt werden. Und wenn es rum ist, ist es halt passiert, interessant es immer wieder zu befragen, aber Gefühle darin investieren, zumindest als Ziel möglichst nicht.

  76. A.mOr Says:

    Schalom aristobulus (Silke, Yael, Robert, Tonio,…).
    ‚Tschuldige, habe etwas gebraucht. Habe auch schon etwas versucht und wieder gelassen.
    Deine Worte, Deine Fragen auch, haben bei mir viele Worte, viele Fragen erbracht.
    Trotzdem, und schließlich, habe ich nun eine kürzere Version einer Antwort gewählt, obwohl auch diese, für einen Kommentar, recht lang ist. Hoffentlich ist’s nicht schlimm, zu anstrengend, irgendwas in der Art. Dieses hier, dieses Vorwort ist nun eigentlich das Nachwort. So ein wenig Umjang, gewissermaßen. Der Anfang ist das Ende.

    Wenn Du denkst, daß Du denkst:

    “Einer müsste folglich den Hass erfunden haben, ein unfassbar wirkungsvolles Konzept, brennendste Emotion die alles überschreibt und auffrisst, einer hat’s erfunden.“

    Ja, ich denke auch, daß einer den Haß erfunden hat, zumindest denke ich, daß es häufig so ist.
    Aber es gibt auch zB den Haß einer Frau, die von mehreren Männern vergewaltigt wurde und die in ihrem weiteren Leben nur noch den Rachegedanken kennt.
    Rache, die nicht aufhört zu brennen, ist also auch, irgendwie, Haß.
    Kalte Rache lecker auch.
    Wie war dieser Film? „Ein mörderischer Sommer?“ Verwechslung? Bin nicht sicher..
    Kennst doch bestimmt das Original?

    „Brennenste Emotion“ würde ich nach meinem „Gefühl“ nicht verwenden um Haß zu umschreiben.
    Aber Feuer der Wut mag schließlich in Haß -blinde Wut- münden.
    Das ist ein Thema, von dem ich „darf“.

    Amalek ist ein gutes Beispiel, und zwar für den Wahnsinn im Haß. Amalek greift Israel an, wann immer Israel Schwäche zeigt, und Amalek greift Israel an, wenn es stark und mächtig ist.
    Amalek greift an, und wir rufen „Wehe, Vorsicht, seht euch vor, Amalek greift an!“ oder so ähnlich.

    Adam hasste (?) Lilith, und ich, aMensch, liebe Lilith.
    Und Hawa liebe ich, aber wenn ich mich entscheiden muß…? Wer weiß.

    „Grundloser Hass…“, hat sich darüber jemand geäußert? Ist der Haß gegen Juden unbegründet?
    Eigentlich schon, denn diese Leute hassen nicht uns, sondern sie hassen das, was sie uns zuschreiben. Sie schreiben, unterstellen uns schlimme Dinge.
    Sollen sie es nicht wenigstens verabscheuen, was verabscheuungswürdig ist?

    Es ist wirklich tragisch, aber die meisten Hasser von Juden sind fehlgeleitet, sie sind irrgeleitet.
    Beten wir, daß sie von ihrem Irrweg abkommen, denn sie sind Menschen.
    Aber, auch das: sie selbst sind verantwortlich für ihr Handeln; nicht Du, nicht ich.
    Soll ich ihnen mehr Erbarmen zeigen als mir selbst?

    Und doch, es gibt jene, die in die Irre leiten.
    Sollen wir es nicht „Amalek“ nennen, diese Leute, die die Juden hassen, und zwar wirklich deshalb, weil wir Juden sind?
    Und Amalek, hat er denn keinen Grund?
    Doch, er ist mißgünstig und neidisch und fehlgeleitet von seinem Erzieher, dieser hat es auf Amalek gebracht, und die Wurzel des Übels ist Mißgunst.

    Es ist ein Grund, aber es ist kein guter Grund. Es ist ein übler, ein böser Grund.

    „Werden sie, wie ich, erwachen aus dem Schlummer ihrer Toleranz gegenüber ihrer eigenen ‘Blindheit’?“ (mein eigener Satz)
    Eigentlich habe ich es schon erklärt, aber ich bin nicht ganz glücklich damit. Grundsätzlich habe ich einst das Wort Toleranz ausgefüllt mit Gefühl, ich fand es schön und gut und wollte einen guten Beitrag leisten für diese Welt. Dann aber lernte ich, daß meine Toleranz von anderen anders verstanden wurde als von mir selbst.
    Warum soll ich tolerant sein, wenn mich jemand zu meinem Nachteil benutzen will, zB.
    Toleranz hat einen Aspekt der Schwäche, den zB ein Amalek gerne benutzt, aber auch ein gewöhnlicher Lump oder Unhold, etc.

    „(Licht und dunkel)…diese Anteile, die uns, dem Menschen im Herzen sind; sie sind’s! Und es soll wohl verstanden sein.“ (ich; Du:)
    „Dann wäre der Hass Teil der condition humaine und Teil der Natur. Spinoza?
    Das meinst Du aber nicht.“

    Doch. Aber ich meine nicht Haß, sondern Versuchung.
    Wir sind Menschen, nicht Heilige.
    Wir haben, jeder für sich, Wünsche, mancher davon mag nicht zu dem passen, was allgemeingesellschaftlich oder per Gesetz geduldet ist.
    Es mögen Wünsche sein, die gegen eines oder mehrere Gebote, also dem Kern unserer teuren, verstoßen. ZB stehlen, oder begehren.
    Begehren, so schön allgemein, im Gebot etwas weniger allgemein, aber wozu brauchen wir das Gebot, wenn wir kein Begehr haben?
    Warum sollten wir uns zB verbieten kein Mensch zu sein?
    Also haben wir kein Gebot: Du sollst ein Mensch sein.

    Es gibt Versuchungen und es gibt Begehrlichkeiten. Es gibt Menschen, die der Versuchung (dem Begehr) widerstehen (auch, wenn es schwer ist),

    und es gibt Menschen, die kümmert es einen scheiß Dreck, was die anderen wollen!
    Und sie gehen auf den Markt…Und sie nehmen nicht nur die Frau (pardong und würg: SexSklave!), sondern sie nehmen ihre Mutter, Vater , Schwester, Bruder, Freunde, zukünftigen Ehemann, alle, die sie, dieses „Objekt“ lieben, werden von diesem Scheich erniedrigt, vergewaltigt, entmenschlicht.

    Haß?
    Ich kenne Stille in mir.
    Und es wäre mir wohl in meiner Stille, wenn dieser Scheich nicht existiert.
    Das ist nicht gut, aber effektiv.

    Und wenn Du mit mir darüber sprichst, und die Stille hinter dem Wort steht, und die schlimme Tat selbst, das Umfeld, die Wirkung das Wort tränkt, ja, dann ist es Zorn, Abscheu,Wut, ich würde mich sehr leicht verleiten lassen zu sagen: Haß. Brüllen werde ich es!
    Aber was ist Haß?
    Dieser Mann, dieser Scheich, ist ein Mensch voller Verachtung.
    Das ist Haß.
    Ist es gut, wenn er ist?

    „Also Abscheu als das richtige Gefühl und Hass als das falsche, ja?“ Nein?

    „…sondern Abscheu vorm Hass soll man haben, um sich und Andere davor zu schützen, das ist das Richtige. Ja?“ Nicht?

    „Fällt Dir eine Torahstelle ein?“
    Sorry, ich befürchte, ich muß Dich in die Wildnis schicken, die Du zu überwinden hast um den Ort zu erreichen, wo Dein fünf-Kilo-Wort zu finden ist. Vielleicht hat die Synagoge in Deiner Umgebung den Wunsch eine neue Rolle in den Schrank zu stellen, eine schönere, ältere und edlere, vielleicht original sefardische? Sie sollte auch etwa fünf (pi mal Daumen ;)Kilo wiegen. Nimm doch die, die sich erübrigt, vielleicht mußt Du dann nicht so weit durch’s Wildleben?

    Aber, hej, Neid ist ja was blödes, aber ich beneide Dich etwas, wenn Du von Deiner Natur drumherum erzählst, und nichts da, außer Morgennebel, Pflanzenbewuchs, wenigstens Landschaft und kein Tür an Tür Nachbar?

    Oh, wie schön, mit dem Licht des Morgens aufstehen, vor die Türe gehen, tief durchatmen und ein paar Schritte weiter genüßlich neben die Beeren oder die Wiese pinkeln.
    Aber ich stelle mir gerade eine Idylle vor. Oiwewoi, hast Du, Belesener, zufällig „Walden“ gelesen?
    Gut, das war mitten im Wald. Henry Thoreau.
    Oh, ich habe nicht richtig gelebt, bzw zuviel nicht gelebt…Nein, ich meine nicht die Feten, etc.

    >>„Das verdient der Würdigung und Stärkung und dafür müssen wir kämpfen und stark sein, für das Recht nicht abscheuliches zu tun!“ (:ich – Du:)
    Danke, mein Lieber. Das werde ich mir ausdrucken & an die Wand hängen, den darin steckt mehr, als ich ahnte.<<

    Merci. Gut für Dich gut für mich. Aber, gut für Deine Wand?

    (Nachnachwort: vielen Dank dafür, daß Du mir viel zutraust. Wie es aussieht, bist es jedoch Du, der mir viel mehr „wissenswertes“ erzählen kann. Ja, das denke ich. Mein „Hintergrundwissen“ ist wahrscheinlich bei weitem nicht so groß, wie Du denkst, oder auch nicht, weiß ich nicht. Ich bin wirklich nur 'jemand', nicht wie Du und ich, irgendwie doch, weiß ich nicht. Meine Erwartung an einen Menschen ist im allgemeinen, gewünschtermaßen, ersteinmal nur eines: Respekt.)

    (Nachnachnachwort: wenn ich mich gegen Haß ausspreche, dann ist das nur meine persönliche Meinung. Vielleicht spricht David durch mich. Vielleicht spreche ich für Zadokker und Amorocker.
    Aber, Silke hat's auf dem Punkt gebracht; wir verstehen das andere durch unsere eigenen erlebten Erfahrungen. Ja, das verstehe ich.
    Warum will ich gegen Haß? Insgesamt denke ich, daß Haß eine „Absichtshaltung“ ist. Wir aber sind verantwortlich für unsere Absichten. Wir haben alle Anteile in uns. Gute und nicht so gute Dinge. Aber wir haben zu verantworten, was wir davon füttern, welche Frucht es dann ergibt.
    Ich kenne „Wut“ und kenne „Haß“, durch mich und durch andere. Ich will nicht hassen. Und ich will auch nicht verabscheuen.
    Aber etwas abscheuliches zu verabscheuen, wie etwa Haß und was Haß bewirkt, das ist, wie Du sagst: „richtig.“
    Brauche ich für diese Erkenntnis die teure? Was ist die teure?
    Die Tora ist Leben.
    Und Du und ich und Silke und Yael und Tonio und Robert und einige mehr. Gut? O
    Schalom, schalom…

    • Silke Says:

      „sie“ haben gerade wieder eine Rakete abgefeuert, es können auch 2 gewesen sein. Sylvia, die Kluge, die aus irgendeinem vermutlich nordafrikanischen Land sich nach Israel in Sicherheit gebracht hat, wohnt in Sderot und hat noch keinen Bunker. Neulich ging so ein Ding zwanzig Meter von ihrem Haus runter.

      Als ich jetzt las, daß sie wieder geballert haben, dachte ich, die Brüder bringen es noch fertig, daß ich hasse.

      Ich denke, wenn Menschen hassen können, dann muß es einen biologisch vernünftigen Grund dafür geben. Beim Ancient Warfare Podcast haben sie sich mal über Berserker unterhalten und eine Berserker-Szene kommt auch in nem kleinen Buch vor, in dem Robert Graves sich vorstellt, wie das wohl mit Odysseus und Nausikaa auch gewesen sein könnte. Graves war in WW1 an der Westfront, ich glaube also, daß er wußte, wovon er sprach, als er es beschrieb.

      Offenbar sind Menschen in dem Zustand weniger leicht verwundbar. Wenn Hass ihnen hilft, besser in diesen Zustand hinein zu kommen, es klingt wie eine Art Trance, dann ist die geringere Verwundbarkeit gut für sie. Schlimm ist, daß sie in dem Zustand leicht zu Killern werden. Vielleicht hat das Militär in seinen Kommandostrukturen auch einen Drill, der hilft einen Menschen da rauszuholen, wenn es nicht mehr gut für ihn (und schlecht für den Feind ist) ist.

      Nausikaa in der Version näherte sich dem killenden Odysseus, der sie nicht wahrnahm und ohrfeigte ihn. Zu ihrem Glück funktionierte es, sie konnte ihn holen, sonst hätte er sie auch getötet.

      • Yael Says:

        Du meinst für Hass muss es einen rationalen Grund geben? Verstehe ich das richtig?

      • Silke Says:

        Ich bin nicht sicher, was Du mit rationalem Grund meinst.

        Ich meinte eher „biologisch“

        es muß irgendwie als dem Überleben dienlich vorhanden sein
        aber vielleicht habe ich auch einfach zu viel Konrad Lorenz & Co. gelesen und glaube deswegen heute den Hirnforschern, daß es die rein geistige Welt nicht gibt i.e. daß die immer ne ganz im Wortsinne greifbare Entsprechung im Hirn hat.

        Aber ich will hier nicht anfangen, einen auf Jacob P. zu machen😉

        im Grunde meinte ich nur, daß unter bestimmten Umständen auch so normalerweise dem Gemeinwesen abträgliche Gefühle wie Hass ihr Gutes haben können, weil sie die Macht haben, außergewöhnliche Kräfte in jemandem zu mobilisieren.

        Nach A.mOR’s letztem Kommentar bin ich übrigens nicht mehr so sicher, ob ich Hass und Wut wirklich voneinander unterscheiden kann und Wut kenne ich bei und an mir.

      • A.mOr Says:

        “Ich denke, wenn Menschen hassen können, dann muß es einen biologisch vernünftigen Grund dafür geben…
        ob ich Hass und Wut wirklich voneinander unterscheiden kann…“

        Also, ich möchte doch Wut von Haß streng unterscheiden, auch wenn’s nicht einfach ist.
        Ich glaube es ist gerecht, wenn wir Wut als etwas erkennen, welches auf emotionaler Ebene geschieht. In der Regel dürfte es Aggression sein, die auf eine Person wirkt und schließlich Wut als Reaktion auslöst (auch ganz im Mißverständnis). Hier fehlt die Absicht.

        Die Absicht aber sehe ich beim Haß. Und dieses ist dann auch eher eine intellektuelle Leistung, die, genau umgekehrt von der Wut auch auf die Emotionen wirkt.
        Haß läßt sich verbreiten, durch Hetze, zB, auf intellektueller Ebene, über’s www oder „Haßmauern von Herrmanns“ oder „Haßreden von Ziefles/Dierkes“ etc.

        Wut aber ist unmittelbar, kann auch wachsen, hineingefressen werden, etc. Wenn sie aber ausbricht, dann sind „nur“ die unmittelbar Beteiligten betroffen.

        Aber das eine kann das andere bedingen, herbeiführen. Haß kann schließlich Wut erzeugen, aggressives Wort, Gehabe, etc ist eben auch Aggression, die wirkt auf die Emotion.
        Umgekehrt, unbewältigte Wut kann in Haß umschlagen, Wut, die lange gestaut sich einen Ausweg sucht kann in Haß als Ausweg umschlagen.
        Ebenso eine Art „blinde Wut“, aber dann wiederum würde ich „blinde Wut“ auch nicht als Haß bezeichnen, sondern eher als Rage, wie beim „Berserker“, obwohl der natürlich auch ein Ziel hat, Feinde verkloppen eben.

        „Von Haß getrieben“ scheint mir nicht der Wütende zu sein, sondern eher der Fanatiker, letztlich ein „verkorkstes Wesen“.

        Ich glaube, aristobulus hat’s irgendwo gut gesagt, Haß ist sichtverengend. Wut auch, aber als Ausdruck der Emotion, die den Intellekt/Vernünft quasi vorübergehend außer Gefecht setzt.
        Haß aber setzt dauerhaft die Vernunft und differenzierende Betrachtung außer Gefecht, und ich denke, es wird auch gezielt als Instrument benutzt um Menschen zu verhetzen, zB „die Blöden gegen Israel“😉 Und es wirkt wohl auch „abtötend“ auf Gefühle, wie Mitleid. Daraus wird dann eben zB Verachtung.

        „Rational“ wird Haß nur an der Stelle, wo’s um die intellektuelle Fähigkeit an sich geht, jedoch wo Vernunft „keinen Zutritt“ hat.
        Und „biologisch“, also als emotionale Reaktion kann ich keinen Haß zum Ergebnis haben, es sei, es ist eben die „unbewältigte Wut“, die sich verengend auf den Intellekt auswirkt und dort sich zum Haß ausbildet.

        So circa würde ich versuchen es zu erklären.

        (Achso, wenn ich also manchmal was von „Haß“ bei mir erwähne, dann ist es Wut. Und wenn ich das hier so niederschreibe, dann drücke ich damit aus, daß mir die Wut sogar beim Schreiben selbst die Vernunft nehmen kann. Und dann nenne es meinetwegen Haß, verstehst?;)

      • A.mOr Says:

        Und Wut kennen wir bestimmt alle, fliegende Teller und Äxte und so.
        Haß scheint mir doch „ganz schlicht“ eine „Krankheit des Geistes“ zu sein.

        Wut kann man aber auch von Wut unterscheiden.
        Wut, die gleich wieder herauskommt, oder Wut, die gärt…zB.

        Gut Schabbes.

  77. A.mOr Says:

    “Als ich jetzt las, daß sie wieder geballert haben, dachte ich, die Brüder bringen es noch fertig, daß ich hasse.

    Das, liebe Silke, verstehe ich doch gut. Und nur weil ich nicht hassen will, und Du ja auch nicht, heißt das nicht, daß wir nicht unglaublich wütend, wie in Haß, sein können.

    Ich habe etwas, inzwischen zensiertes, bei TiN gelesen, Du hast auch dort kommentiert, und es wahrscheinlich auch noch gelesen vor’m ausstreichen (xxx)?
    Nach dem Krieg gab es die Idee, daß es als Reaktion nur die Auslöschung des Deutschen selbst, Mann und Maus, geben kann. Ich habe über vergiftetes Wasser oder vergiftetes Brot gelesen.
    Und, es gab Zustände, da saß ich voller Verzweiflung zu diesem Grauen mit mir allein, und ich war voller Traurigkeit, und Zorn, Wut, kann sein Haß. Und ich habe ernsthaft überlegt, ob es nicht einfach besser so gewesen wäre(chalila). Ja, Silke, ohne Dich zu kennen habe ich gewagt über den Tod aller Deutschen ernsthaft nachzudenken.

    „Nur“ Impuls, niemals würde ich solches gutheißen, und ich habe viel zu viele gute Menschen in Deutschland kennengelernt, Lot, so scheint es (Sodom&Gomorrah) hatte es schwerer als ich.

    Aber, das ist wohl Haß, der Blick wird sehr verengt, einzig nur noch das Objekt, auf welches der Haß abzielt, wird gesehen. Alles andere ist vergessen.
    Die schöne, liebe Freundin, die guten, fröhlichen Freunde, usw.
    Haß ist schlimm.
    Und wirklich glücklich ist, wer daraus „erwacht“, bevor er Unheil anrichten kann.
    Was an Unheil geschieht kann niemals wieder gutgemacht werden. Niemand kann 6000000 Juden, 20000000 Menschen wieder zurückholen, sie sind weg.
    Und was ist mit der Hölle, in der die Überlebenden überleben, der Verlust, das Schlimme, das ihnen angetan wurde, gerade noch, wenn es ihnen als Kinder geschah, wo sie noch nicht die Persönlichkeit hatten, um es abzufedern, sondern wo das Schlimme zum „Kern“ ihrer Seele vordringt, und es geht nicht wieder weg!

    Haß?
    Schmerz, es gibt einen seelischen Schmerz, der unempfindlich macht gegen körperlichen Schmerz. Ja, Schnitte von einem Messer und Feuer sind nur fühlbar als „Kribbeln“, aber die Wunden sind trotzdem furchtbar. Solches kann einem geschehen, wenn der Schmerz größer ist als alles andere.

    Berserker sind, dem Namen nach, von den Wikingern „erfunden“. Es ist die Rede von Pilzen, die schmerzunempfindlich machen und in Rage versetzen. Mag schon stimmen.
    Aber, ich bin überzeugt (ich weiß), Rage alleine (zB Wut) genügt.

    Außerdem, erinnere Dich an Deinen Sport zB, wenn Du einen körperlichen Sport machst, zB Fußball, dann bist Du, wenn Du entsprechend engagiert beteiligt bist, weniger schmerzempfindlich.

    Ich denke, auch Menschen die meditieren sind in der Lage, Schmerzempfinden auszuschalten.

    Trotz der Pilze, die ich erwähnte, ich denke, diese erwähnten Methoden sind alle, die das Schmerzempfinden ausschalten.
    Vielleicht habe ich etwas vergessen. Aber mit Drogen (Medikamenten) erzielt man, uU, ähnliche Schmerzunempfindlichkeit.
    Ich habe gegen Schmerzen Haschisch probiert und es hat gut geholfen (andere verfügbare Schmerzmittel nicht), ich glaube so circa vier oder fünf (?) Stunden pro Dosis. Habe es geraucht.

    Soviel in etwa fällt mir dazu ein. Habe die Nachrichten noch nicht gesehen.
    Hoffentlich werden es jetzt nicht schon wieder noch mehr Raketen. Ja, ich verstehe, daß Du es hassen nennst. In mir kommt auch große Wut auf.

    Ich wünsche Deiner Freundin Sylvia viel Glück und Gesundheit (und Dir auch;). Haschem segne Euch Guten! Laila tow, Frieden mit der Nacht.

    • Silke Says:

      A.mOR
      wie schön, daß Du „uns“ alle abgemurkst sehen wolltest.

      und wie schade es ist, daß man auf die Art das Böse nicht aus der Welt kriegt.

      In Churchill’s WW1 Büchern wird ausführlichst beschrieben, wie hoch zur Zeit von Versailles der Druck der britischen Öffentlichkeit war

      „Hang the Kaiser“

      Sie haben sich entschlossen, es nicht zu tun. Aus tausenderlei Gründen, einer war bestimmt, daß es die Geschichte nur unwesentlich verändert hätte. Brot und Wasser vergiften ja, aber wie kriegst Du die Guten rechtzeitig aus der Gefahrenzone?

      Immer Immer Immer ist es nicht möglich und immer immer immer sind es gute Gründe, warum es nicht möglich ist und so bleibt am Ende nur allzuoft, daß Unrecht Gut hervorragend gedeiht.

  78. A.mOr Says:

    Nuja Silke,
    die Aktionen wurden schließlich nicht ausgeführt, trotz allem, ist eben nicht gerade „jüdisch“ alle über einen Kamm scherend heimtückisch zu ermorden.
    Die Einsicht und die Vernunft hat gesiegt über das Grauen, welches die Seelen und Herzen der Menschen versuchte zu verderben.

    Die Gründe, wie Du sie anführst, dürften auch eine gewichtige Rolle gespielt haben.
    Daß es auch zu Nazis Zeiten „gute Deutsche“ gab, kann man sich schon leicht denken.
    Der Blick ist jedoch aus dem Vernichtungslager heraus, sagen wir, etwas verstellt.

    Von meiner Seite wollte ich nur mal beschreiben, wie tief dieses Trauma auch auf mich noch Einfluß hat, der ich doch viel, viel später geboren bin. Und ja, liebe Silke, es hat einen gravierenden Einfluß auf meine Mutter → Großmutter. Es ist wirklich nur schwer, ungenügend, zu beschreiben.
    Deswegen habe ich die Worte von Hans Keilson bei Lila(geboren in der Gegend meiner Großmutter) herausgestellt:

    „Wohin die Sprache nicht reicht“
    oder
    „In den wohl meisten Familien von Nazi-Opfern existiert ein Familiengeheimnis, ein Schweigen,…“
    oder
    „Und doch wird dieses Schweigen von den Kindern möglicherweise so interpretiert, dass ihre eigenen Eltern sie nicht für Wert zu erachten scheinen…“

    Ich finde diese Herausstellungen etwas „schamvoll offenbarend“ (wenn auch dem Tumben verschleiert, sei’s drum!), und ich habe noch heute „Probleme“ mit diesem „Erbe“.
    Um ein sachlicheres Verständnis, einen Abstand auch zu gewinnen, habe ich bei anderen Forschern nachgelesen, zB „Traumaforschung“, Thema auch „Weitervererbung“…

    Dazu, liebe Silke, bedenke, die „Probleme“ sind zunächst einmal keine „jüdischen“ sondern es sind ganz einfach „Probleme“ – es ist sicher auch verschieden von Familie zu Familie.
    Guck, meine Großmutter und eine halb-Schwester sind die einzigen, die es überhaupt „geschafft“ haben, jung, alleine und verloren…, …
    Es gibt da ganz viele, verschiedene Geschichten…
    Davon gibt es viele im Verborgenen, im Verlorenen…

    Allgemein, Bomben auf die Städte, Feuer überall, das alles ist bestimmt sehr grausam und schlimm (und hat auch noch einige „verborgene“ Juden betroffen).
    Wovon wir aber sprechen, das sind Menschen, die mit kalten, verächtlichen Augen ihr „Opfer“ ansehen und die schlimmsten Dinge begehen, die man einem Menschen antun kann.
    Die totale Entmenschlichung.
    Das ist eine andere Dimension, und sie wurde mit kaltem, menschenverachtenden Kalkül systematisch auf ganz Europa betrieben.
    Und es gibt „befreite Juden“ (Überlebende der Vernichtungslager zB) und es gibt Juden, die auch noch durch die Befreier sehr schlimm behandelt wurden…
    Und die „Befreiten“, sie sind nicht frei. Daß Grauen ist eingebrennt und bleibt, es wird auf schwer beschreibbaren Wege weitervererbt.

    Nein, Silke, auch nichtjüdischen Deutschen, auch unschuldigen, sind schlimme Dinge zugestoßen, auch Aug in Aug, auch durch die „Befreier“, das brauche ich nicht verheimlichen.

    Ist denn das Wort „Grauen“ nur im mindesten angemessen zu beschreiben, was unbeschreibbar ist?

    Gut, ich glaube, ich werde mich nicht nocheinmal so hervorwagen. Aber ich möchte es diesmal riskieren. Tut mir Leid. Du bist, soweit ich das beurteilen kann, eine sehr verständige Leserin. Ich glaube, Du verstehst, ich deute nur etwas an der Oberfläche an, und mehr soll’s nicht sein.

    Und Silke, niemals käme es mir in den Sinn Dir auch nur ein Härchen zu krümmen (ich habe wohl auch keine guten Fähigkeiten zum Friseur;).
    Neben Dir gibt es soviele nichtjüdische Deutsche (etc), die bei mir einen Platz im Herzen haben, immer, solange ich lebe.
    Überhaupt, „der Jude“ bin ich sowieso nur zB hier, ist eben „das Thema“.
    Es geht mir, so ähnlich wie Dir, darum, diese vollkommen verlogene Medienschlacht gegen die Juden und Israel im speziellen abzuwehren.
    Es geht darum die Wahrheiten zu benennen, und für mich auf einer persönlichen Ebene anderen Menschen einen Anhalt, einen guten Grund dafür zu liefern, daß sie nocheinmal nachdenken, bevor sie blind den Lügen von Menschenverachtern glauben.

    Ich meine, was habe ich eben erst angedeutet, und was geschieht jetzt in unseren Tagen!
    Es wird wieder gegen Juden gehetzt! Was habe ich da eben beschrieben!

    Also, Entschuldigung für meine „grausame Phantasie“.
    Das, in etwa, wollte ich doch beschreiben, da oben irgendwo.
    Ich bin nicht besser als sonstwer, wahrscheinlich habe ich weit grausamere Gedanken (manchmal;) als so mancher „aufrechter Israelhasser“. Aber der springende Punkt ist, handle ich danach, setze ich das Grausame um, oder widerstehe ich, selbst wenn mir die Wut die Eingeweide verbrennt?

    Und Worte, das ist auch Handeln. Worte in Haß sind Gewalt. Mißgünstige, verachtende, verhetzende Worte schaffen ein Klima von Angst, Haß und „wilder“ Aggression.

    Jeder ist mal stinkewütend, aber die Botschaft von Haß, Hetze etc unterliegt meist „kühlem Kalkül“, nämlich eine üble Saat zu legen um üble Frucht zu ernten.

    Der „Haß“ der Nazi, war es denn nicht „kühles Kalkül“? Und was ist geworden davon!
    Und wie schreiben nun unsere „Qualitätsnachrichten“ in diesem Nie-wieder-Deutschland!

    Ja, Silke, da steigt in mir etwas auf, es könnte Haß sein.
    Es ist Ohnmacht und Fassungslosigkeit, und Angst, und Wut, und da ist noch die Traurigkeit, die von Anfang an und die, die nun sich bestätigt, immer wieder.

    Es ist ein Grauen möglich, ob ich es mir vorstellen kann oder nicht, es ist möglich, und ich habe „Vorstellungen“.

    Und wie ist’s mit dem „bösen Blick“?
    Silke, was habe ich schon für üble Blicke auf mich gesehen!
    Auch im Zusammenhang mit jüdisch sein.
    Wir, von der Synagoge, hatten mal eine öffentliche Veranstaltung zur Einweihung einer Gedenkstelle (Namenstafeln der Ermordeten).
    Was glaubst Du, was eigentlich völlig Unbeteiligte für üble Blicke auf uns ließen, und da waren auch einige üble Sprüche gefallen von zufällig dahergekommenden.
    Ich habe mich gefühlt, als wenn der gelbe Stern an meiner Jacke prangt, stigmatisiert.
    Das ist keine gute Erfahrung in diesem „Nie-wieder-Deutschland“…

    Aber, ich kenne, zum Glück, auch sehr freundliche, schöne Blicke auf mich.

    Und was für Blicke bekommt jener selbstherrliche Judenhasser-Herrmann von der Kölner Domplatte? Er hat eindeutig zuviel Zustimmung!

    Das mit der „Entnazifizierung“ in Deutschland ist doch nur schreckliche Augenwischerei.

    Silke, Dir zur „Beruhigung“, ich glaube fest, daß Du auch auf unserer Seite stehen würdest, genau nach den Motiven, wie Du sie schon geäußert hast, wenn Du zu Zeiten der Naziherrschaft aufgewachsen wärest.
    Wenn Du Dir -irgendwo, wenn ich mich recht erinnere- die Frage stellst, „was wäre wenn…“: hier, liebe Silke, hast Du meine Antwort.

    Der Scheich, diese widerwärtige Person, und Leuten wie dem (vollkommen gleich, ob „Muslim“ oder „Buddhist“ oder „Atheist“ und von woher..) ist das alles gleichgültig.
    Die nehmen keine Rücksicht, sie fordern die Selbstverteidigung heraus!

    Die Gesetze sind für solche Leute etwas günstiger, denn ihnen kommt man in der Hinsicht wirklich nur dann an den Kragen, wenn ihnen einwandfrei der Gesetzesbruch nachgewiesen werden kann.

    Bei solchen Leuten packt mich wirklich die finsterste Wut, und letztlich ist es mir dann gleich, ob ich es Haß nenne oder Ekel.

    Trotzdem, zB die Zehn Gebote haben wir, weil wir als Menschen dazu neigen sie zu übertreten.
    So sind sie uns Richtschnur und Gewissen.
    Das ist eine ganz großartige Sache, denke ich.
    Im Grunde sollte alleine die Befolgung der Zehn Gebote ausreichen, damit wir alle auf dieser schönen weiten Welt viel viel besser miteinander auskommen.

    Ja, wir „übertreten“, aber wir sollten die guten Absichten in uns pflegen, damit eine gute Frucht davon wird. Das wir nicht „übertreten“, froh mit der „guten Frucht“.

  79. Paul Says:

    Bin erst jetzt auf Eure Diskussion über den Hass aufmerksam geworden.
    Obwohl ich wegen der Menge nicht alle Kommentare gelesen habe, möcht ich doch noch meinen ‚Senf‘ dazu geben.
    Besonders Silke und Amor möchte ich sagen, dass ich ganz spontan aus meiner christlichen Einstellung heraus dazu sagen möchte, dass wir natürlich auch den Hass kennen.

    Wir sagen z.B. „Hasse das Böse“ und ergänzen: „Und liebe den Bösen“.
    Das Letztere versteh ich auch als die praktische Umsetzung der Feindesliebe.

    Im Übrigen lohnt es sich zu dieser Problematik bei Wiki nachzusehen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hass

    • A.mOr Says:

      Hej Paul!
      An Dich habe ich (leider zu spät) auch gedacht, als ich oben bei der Begrüßung zu einem Kommentar Dich nicht erwähnte, für Dich (ua) waren nur die schnöden „…“.
      Dafür Entschuldigung!🙂
      In den Wiki-Eintrag hatte ich zwischendurch auch wenigstens mal reingelesen, aber ich persönlich fand es eigentlich ziemlich interessant, daß wir aus dem Wort/der Bedeutung „Hass“ rausziehen, was wir darunter verstehen, und nicht Wiki.

      Hatte selbst sogar geplant, die einleitende Erklärung hier zu posten, aber im Grunde haben wir es auch so schon im Hin und Her abgedeckt, meine ich. Außerdem würde es mich nicht wundern, wenn auch die anderen mal nachgesehen hätten…

      Es ist wohl häufig so, daß wir bestimmte Worte eben nicht per Definition (Wiki, sonstige Wortbedeutungsbücher, etc) verwenden, da ist so eine Bestandsaufnahme hier bestimmt eine gute Orientierung. Außerdem ging es in großen Teile um den „Spezialhaß gegen Juden“, was dem Ganzen eben noch eine besondere Dimension verleiht.

      Zu Deiner Definition nach „christlichem Verständnis“, kurz „Feindesliebe“, möchte ich nur salopp entgegnen (ohne es total abblocken zu wollen): wer kann das und was bringt das?

      Das ist aber im Prinzip meines Wissens nach auch eine jüdische Haltung (nuja, wundert dann ja nicht), der Schöpfer hat den Menschen geschaffen, wie sollen wir hassen, was vom Schöpfer ist?

      Eben, leichter gesagt als getan!

      Und „hasse das Böse“; was ist das Böse?
      Für mich gehört dazu ganz speziell „Menschenverachtung“, „Menschenfeindschaft“, Verachtung des Lebens und der Schöpfung (also auch Tier, Blume, Luft, Baum, etc) insgesamt, nu, Hass eben auch…

      Kurz: Feindschaft gegen die Schöpfung.

      Auch Dir a gute Woch! Schalom.

  80. Hass'an Says:

    Islam ist geil!

    Ein Beispiel: ‚Ex-Iran‘ (heute bekannt als: Islamische Republik Iran)

    http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-13777308

    http://www.20min.ch/news/dossier/iran/story/Vergewaltigte-Frauen-gelten-als-selber-schuld-17250957

    Freiheit für den Iran!

    [Schawua tow von A.mOr!
    Habe mir vorgenommen mir beizeiten einen zweiten nick zuzulegen.
    „Hassan“ bedeutet „der Gute, der Schöne“, paßt😉
    „Hass’an“ bedeutet >Hass an< (:Hass eingeschaltet).
    Paßt auch, das Thema hat mich inspiriert. Der Scheich auch.
    Also immer, wenn ich kotzen könnte, dann probiere ich's als „Hass'an“.
    Wollte ich Euch nur wissen lassen.

    Achso, eigentlich hatte ich einen Artikel zum Thema mal geplant,
    AT: „Vergewaltigung als Mittel der Unterwerfung in islamischen Kulturkreisen innerhalb und außerhalb der 'Umma'“, mal sehen, dieses hier genügt ersteinmal, denke ich. Paßt so „schön“ zum Anlaß eben.]

  81. Silke Says:

    A.mOr und Paul

    ich versuche bei all solchen Gesprächen alle Maximen und Theorien, christlich, philosophisch, was immer, außen vor zu lassen und mich auf meine persönlichen Erfahrungen zu konzentrieren.

    Habe ich schon mal gehasst? je länger ich drüber nachdenke ja, aber seltsam ist, so weit es mich persönlich anlangt, daß das Gefühl nicht kommt, wenn jemand MIR etwas tut, sondern dann wenn jemand jemandem etwas tut, den ich im weitesten Sinne als meinen Schutzbefohlenen ansehe.

    Auf diese Erkenntnis soll ich mir nu einen Reim machen und Ihr seid schuld dran, Jawoll!

  82. A.mOr Says:

    Liebe Silke,
    mirakulös, das, was Du da schreibst. Sollen wir uns freuen „schuldig“ zu sein?
    Schuldig die „coolsten Socken“ von Deutschland zu sein?🙂
    Wenn ich es richtig verstehe, dann liegen wir da wohl ganz auf gleicher Linie.
    Du meinst den „Beschützerinstinkt“ (zB vom großen Bruder?;)

    „Sich auf persönliche Erfahrungen konzentrieren…“ finde ich richtig, weil wir nur auf diese Weise miteinander sprechen, nicht aber über irgendwas hinwegschwurbeln.

    Und Erkenntnis? Hauptsache!
    Darum geht’s doch auch, wir lernen nicht aus; und manchmal müssen wir lernen, daß lernen allein nicht genügt…

    Hej, wie wäre es noch mit etwas „Küchenpsychologie“?
    Der Schmerz der anderen geht einem manchmal näher, weil der eigene Schmerz unerträglich ist und deshalb ins finsterste Kämmerchen des Unterbewußten „geparkt“ wird…

    Wie findest Du Hass’an? Scheint sich um ’ne „Persönlichkeitsspaltung“ zu handeln😉

    Und ’nen brillianten Kommentar fand ich noch bei TiN:
    http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2011/06/17/eskalation-vor-dem-kolner-dom/#comment-4914
    Lange nichts mehr so treffendes und gutes gelesen…

  83. A.mOr Says:

    Silke,
    Du schreibst:

    „Auf diese Erkenntnis soll ich mir nu einen Reim machen…“

    Früher hatte ich so ein etwas „beängstigendes Talent“ andere Menschen auf ihr Unterbewußtes zu lenken, so daß tief vergrabene/verdrängte/“vergessene“ Dinge wieder ans Licht des Bewußtseins kamen. „Beängstigend“, denn diese „Dinge“ waren mit gutem Grund verdrängt worden.

    Aber, die Erkenntnis, zB das Erkennen von Ursachen und der entsprechende Umgang damit ist Bedingung für komplette Heilung. Alles andere ist Umgang mit Symptomen, nicht Heilung, im besten Falle Linderung.

    (So, nun hoffe ich aber auch, daß es Dir weitergeholfen hat!)

    Ein wenig ist’s doch auch mit Nahost so: „Pallywood“ zB sind Pflaster auf eine Wunde, die einen „guten Palästinenser/Araber“ zeigen und einen „finsteren Israeli/Juden“.
    Das alles ist eben die (Pallywood-)Kampagne, aber die Wunde unter dem Pflaster hat sich, bekanntlich, entzündet und wird nicht heilen, indem man sie „wegredet/schönredet, etc“.

    Ironischerweise werfen „Israelkritiker“ gerade uns vor, daß wir es „wegreden“, ein weiteres, übles Pflaster, denn dieses ist zugleich in Gift getränkt.
    Überdosis, nicht heilende Dosis.

    Hast Du bei TiN (Eskalation vor dem Kölner Dom) den link von ‚Isralike‘ gesehen?
    http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2011/06/17/eskalation-vor-dem-kolner-dom/#comment-4942
    Pures Gift!
    Etwas abgeklärt mag ich sagen: kennen wir schon!

    Aber es ist immer wieder verletzend, wenn Israels Juden Antisemitismus vorgeworfen wird (wie dort ua durch einen ‚Günther Schenk‘).
    Schätze, nach den Erkenntnissen, die wir auch in diesem Strang haben, handelt es sich um die „Ziefle-Variante“ von „Pallywoodismus“:

    >>Der Jude ist selbst schuld an dem Antisemitismus, weil er selbst ein Antisemit ist.<<

    (Könnte auch die „Schenk-Variante“ sein, die Ziefle abkupferte?
    In aristobulus Worten: irgendwo kommt er wohl her, der Haß; auch diese Variante eben.)

    Auch Frau Evelyn Hecht-Galinski kommt zu Wort: „Ich habe Auszwitz nicht überlebt um zu neuem Unrecht zu schweigen…“ (sondern: um ein neues Auszwitz zu erbauen, ergänze ich mal etwas keck.
    Ein Günther Schenk nutzt also Evelyns „Selbsthass“ um belegt zu haben, daß Juden (halacha lassen wir mal weg) Antisemiten sind. Wie praktisch.

    • Yael Says:

      Evelyn Hecht-Galinski hat Auschwitz überlebt? Welche Inkarnation hatte sie denn vor 1949? Diese Frau ist schwer krank im Kopf.

      • Silke Says:

        ist sie so jung? wenn ja, dann meint sie wohl, hätte der Vater nicht überlebt, dann hätte sie nicht gezeugt werden können.

        Ich denke mir, als Kind von Holocaustüberlebenden aufzuwachsen, ist in vielen Fällen kein Spaziergang. Manche werden gaga davon, doch warum sie ihren Hass gegen die eigenen richten, ist mir ziemlich rätselhaft.

        vielleicht weil sie sich nicht trauen, das wahre Grauen zur Kenntnis zu nehmen?

      • Silke Says:

        Ergänzung:

        so lange ich Juden/Israelis für schuld an dem erkläre, was Juden/Israelis widerfährt, „weiß“ ich, daß es nicht zwangsläufig so ist, wie es ist. Vermutlich ist es besser zu glauben, daß „wir“ selbst dran schuld sind, daß wir gehasst werden, als den Hass als unerklärliches und unabwendbares Schicksal wahrzunehmen.

      • Yael Says:

        Sie ist 1949 geboren. Sie kann es daher nicht so meinen, denn Sie instrumentalsiert Auschwitz und benutzt ihren toten Vater für ihren Hass auf Juden und Israel. Diese dumme Kuh ist eine Schande.

      • A.mOr Says:

        Yael.
        Ja, genau so ist das eben.
        Alles weitere („Herrmann-Huldigung“, und wider den OB Roters) eben unter dem link zu finden, den ‚Isralike‘ angibt.
        Ich gebe zu, daß ich nicht alles las. Wollte noch etwa Essen im Magen behalten.

      • A.mOr Says:

        Silke.
        Jemine, habe schon wieder soviel geschrieben, Aspekt hier, dies erklärt jenes usw.
        Ja, ich finde das auch plausibel, wie Du es beschreibst.
        Was sagt Dir das „Stockholm-Syndrom“? Da geschieht auch etwas, wo Gefühle an „unerträglichen Bedingungen“ unbewußt angepaßt werden (Überlebensstrategie des Unterbewußten), aus großer Angst wird große Liebe.
        Die Bedeutung von „Mit-/Selbstbestimmungsrecht/-kontrolle“, wie Du sie rausstellst finde ich auch richtig es zu betonen.
        Und allgemein, je jünger das Kind, desto größer der Schaden auf die Seele.
        Die unfertige kindliche Persönlichkeit baut „abnorm“ in „normal“ ein, das muß schließlich zu Anpassungsschwierigkeiten in „der Welt da draußen“ führen.

        Hilfsstrategie gegen solche „Wunden an der Seele“: Liebe, Zuwendung, „gerade Augen“, Akzeptanz, Geduld, Vertrauen, verläßliche Zugehörigkeit, so in etwa.

        Vieles von dem, so scheint es mir, ist alles andere als „selbstverständlich“ in deutscher Gesellschaft.
        Erkrankte (gerade seelisch Erkrankte) haben in dieser Gesellschaft zwei Probleme: sie sind erkrankt und sie werden als Erkrankte sich selbst überlassen, ausgegrenzt, mißachtet, ja sogar bestraft dafür…
        Es fehlt einfach „Zugehörigkeit“, „Mitverantwortlichkeit“, letztlich auch (echtes, resolutes) „Mitgefühl“…(usw, so.)

        Abschließend eine gewagte Theorie: wäre die jüdische Gemeinde ebenso „kaltherzig“ wie die deutsche (bitte entschuldige Silke!), dann wäre sie heute komplett am Boden, und die (also gewisse) Deutschen würden auf ihr herumtrampeln. Sie hätten keine Widerstandskraft mehr gehabt.

        Ich glaube etliche dieser Judenhasser beneiden die Juden um ihre ehrliche „Liebe“ im weitesten Sinne.
        Sie sollten nicht neiden, sie sollen sich ein gutes Beispiel nehmen.

        So, sehr kurz meine Schreibe nochmals zusammengefaßt.
        (Zu Deinem jüngsten Kommentar möchte ich mich gerne auch noch äußern. Aber ich muß wohl lernen mich kürzer zu fassen. Immerhin habe ich jetzt knapp 45min gebraucht für ein Schreiben, welches nun nicht vorliegt.)

    • Silke Says:

      A.mOR
      eine der Wahrheiten, an die ich glaube, ist, daß man andere nur so gern haben kann, wie man sich selber gern hat i.e. in dem Maße, in dem ich lerne mit mir selbst zufrieden zu sein, werde ich auch großzügiger anderen gegenüber.

      Nun ist also die Frage, ob das mit dem Hassen genauso funktioniert? i.e. wenn ich zu meinen eigenen Gunsten nicht hassen kann (nur wollen, daß es aufhört, daß es verschwindet bis zu dem Punkt, daß ich lieber unsichtbar werde als das Florett zu zücken) was sagt das dann über den Zustand meiner Selbstschutzeinrichtungen?

      Schutzbefohlene waren z.B. Leute, die mir unterstellt oder zugeteilt waren und ja leider auch mein Vater (Nr. 1) und/oder meine Mutter, wechselweise oder auch beide gleichzeitig.

      Wenn ich gut drauf bin, sage ich, ich war die Eltern meiner Eltern und da ist ne Menge Wahres dran. Vielleicht konnte ich mir deswegen heiße Gefühle nicht leisten. Ich mußte schließlich ihre narrerten Ideen möglichst rechtzeitig im Keim umlenken.

  84. Silke Says:

    A.mOR – 0:00

    jedes Mal wenn ich was zum Stockholm-Syndrom gelesen habe, habe ich drüber nachgedacht und mich geärgert über dieses allgemeine Naserümpfen.

    Ich glaube hingegen wenn man sich in einer solchen Zwangssituation, dem total Ausgeliefertsein befindet, dann ist das sich Synchronisieren mit dem, der Gewalt über einen hat, das Klügste, was man tun kann, weil es die Chancen erhöht, daß es einem gelingt, seine Stimmungen zu steuern.

    Das Problem ist daß man gleichzeitig in einem Restteil des Hirns bewahren muß, daß man eine Art von Schauspielerei betreibt, damit man, so es glücklich ausgeht, wieder rauskommen und sich selbst vergeben kann.

    PS: von mir aus brauchst Du Dich nicht kürzer zu fassen – au contraire ;o)

  85. A.mOr Says:

    Silke – 0:27

    Stockholm-Syndrom, also „eingelesen“ bin ich nicht zu dem Thema.
    Aber, was Du beschreibst ist eine „bewußte“ Entscheidung zu einer Überlebensstrategie.
    Zu bevorzugen, würde ich meinen, erfordert dann aber auch wirklich hohe Disziplin, vermute ich.
    Ich spielte auf „unbewußte“ Vorgänge an.
    Die hohe emotionale Intensität Angst wird unerträglich, so daß im Unterbewußten ein Schalter auf „Überlebensprogramm“ umstellt, aus Angst wird „Liebe“.
    Vom Mars aus betrachtet würde ich sagen, der Organismus paßt sich an.

    Das andere Leute sowas nicht nachvollziehen können/wollen, nuja, was soll man machen?
    Totkloppen! (Hass’an, ruhig!)😈

    Das, in etwa, meinte ich eben auch bei meiner „allgemeinen Kritik“ an der deutschen Gesellschaft: es fehlt an Mitgefühl, Anteilnahme und dergleichen.
    (Schade, daß Robert -kennste?- sich hier momentan nicht blicken läßt, gerade zum Thema: „wir/die Deutschen“)
    Verbrechensopfer werden wie Täter behandelt, wohl nichteinmal im Sinne der direkten Ansprache, sondern auf subtile Weise.
    Dem Vergewaltigungsopfer wird vorgeworfen, daß das Kleid zu kurz war, oder daß es sich „aufreizend“ bewegte, etc (siehe „Islam ist geil!“, zB), der Geisel wird übel genommen, sich entweder strategisch klug (abgewertet etwa als ‚Anbiederung‘, daher mehr oder weniger Mitschuld, nachwirkend, für die Entführung selbst!) verhalten zu haben, oder aber stark traumatisiert zu sein, was eben auch zu „unverständlichem“ Verhalten führt.
    Nu, wie reagiert Mann/Frau auf eine vollkommen außergewöhnliche Situation?

    Textlänge.
    Mehr Text, mehr Korrektur. Nicht nur inhaltlich, sondern vor allem in der Rechtschreibung, Tippfehler, mein „bescheidenes“ Schreib-Programm, korrigiert mich wo ich’s nicht will, also viel nachsehen, usw.
    Inhaltlich ist’s dann natürlich auch so eine Herausforderung.
    Du hast schon bemerkt, daß ich gerne „springe“, unter jeder Spur befindet sich „die ganze Welt“, alles so Dinge, wo sich viele Aspekte ergeben.
    Dann die ganz normalen Faktoren wie „knappZeit“ oder „Schlappheit“, Erdbeben, Windhosen, nu, solches eben auch.

    Tja, und ’stilistisch‘ möchte ich mich üben in kurz fassen, präzise Aussagen.

    Der Text, den ich eben zurückhielt ist eben in 45 Minuten nicht fertig geworden, sondern artete in eine Art Grundlage für einen viel größeren Text aus, so daß ich ihn nicht mehr geschliffen bekam, ohne zig Wörter hinzuzufügen. Dazu möchte ich auch noch abwägen, wie weit ich mich aus dem Fenster wage, ohne meine Aussagen belegen zu sollen. Ich schreibe meist nur „aus der Hüfte“.
    Kunststück!

    Zu guter Letzt wollte ich Dir eben möglichst zeitnah zu meinem Wort an Yael antworten, um am Ball zu bleiben.

    Ja, so gravierende gar halsbrecherische Sorgen habe ich…:mrgreen:

    Jetzt aber mal Gute Nacht und Guten Morgen!
    ➡ (Hoffe, es klappt mit meiner „emoticon-Probe“)

    [PS/speaking of Robert, wo ist denn der „andere“ Robert geblieben, also a.?
    Hey, geht’s Dir gut da in der Wildnis? Melde Dich mal wieder!
    Deine Wortgewandheit ist mir wohltuende Inspiration, und Dein Witz erst einmal!
    (der trägt bestimmt die teure durch den Urwald, befindet sich jetzt! gerade in den reißenden Wirbeln eines wilden Flusses und muß all seine Kraft zusammennehmen, daß er nicht fortgerissen wird! „aristobulus Jones und die halsbrecherischen Abenteuer mit fünf Kilo Buchstaben!“) Chasak, chasak, bleib stark! Und meld‘ Dich nach erfolgreicher Aktion, Silke vermißt Dich bestimmt auch, und Yael sowieso! Wie war’s auf der Kleinkunstbühne? 8)

  86. A.mOr Says:

    Grüße aus Griechenland für Silke

    • Silke Says:

      das Lied kenne ich zwar nicht, aber so was fanden wir toll auf Patmos

      • A.mOr Says:

        Aprpopos „Spiel mit Stimme“.
        Dieses Stück finde ich auch brilliant.
        Wieder eines von denen, die hier irgendwo in Yaels Zwischenwelt bereits der Entdeckung harren.
        Kommt aus dem (jüdischen) Kaukasus

    • A.mOr Says:

      Klassisch; gefällt mir wirklich gut. Danke.
      Ich mag das Spiel mit der Stimme dabei auch sehr.

  87. Yael Says:

    Silke, warum musst du alle immer auf den googleübersetzer hinweisen und es auch noch übersetzen? Ich fand gut, was Michal schrieb. Man muss doch nicht immer alles verraten.

    • Silke Says:

      ich fand’s auch gut – ebendrum

      aber dann lass ich’s eben in Zukunft

      zumindest auf Deutsch – sonst mach ich’s überall, weil warum sollen die anderen sich die Arbeit auch noch mal machen und da wird nicht nur Hebrew gepostet.

      • Yael Says:

        Lass die doch selber suchen, das macht doch den Spaß aus, die sind doch selber schuld, wenn die ihre Gülle überall posten müssen. Dieser Kerl ist doch die absolute Härte. Soviel Blödheit ist schon eindrucksvoll.

      • A.mOr Says:

        Michal, klasse!
        Kish mejr jiddishe tochess!
        Aber am besten fand ich:
        „Fakten hat man Ihnen über diese Drecksseite zur Genüge geliefert und nicht einmal danach wollen Sie merken, was Sie hier verlinken. Das sind Fakten.“😎

      • A.mOr Says:

        Und Yael, danke für’s Beistehen.
        Etwas „link“ finde ich diese Tour: „ob ich mich bei solchen „Mitstreitern“ hier wohlfühle…“
        Was soll das denn?
        Am liebsten hätte ich geantwortet: nur tote Juden sind gute Juden!
        Aber…nebbich.

      • Yael Says:

        Er scheint etwas empfindlich zu sein, aber auch in Ordnung (zumindest das was ich mitbekomme), aber es wird überall einzelne Menschen oder Meinungen geben, die anderen nicht passen, jedoch hat das nichts damit zu tun für was man sich engagiert. Seine Antwort fand ich daher auch ein wenig zu heftig.

      • A.mOr Says:

        Ja, was ich bisher von dem las fand ich auch in Ordnung, und ich war ziemlich überrascht.
        Nuja, mal sehen…
        (aber, hej, Empfindlichkeit ist keine Ausrede für krude Logik, zB „gegen Antisemitismus aber ohne Juden, bittschön“, da könnte ja jeder A. kommen!😈 )

      • Yael Says:

        Schaun wir wie er reagiert, dann kannst du immer noch etwas deftigeres schreiben. Mich geht dieser Trottel zooplane gegen den Strich.

      • A.mOr Says:

        Tja, manche müssen eben Recht haben, müssen mit dem Kopf durch die Wand!
        Dann tut man denen doch den Gefallen, wenn man ihnen die Wand vor den Kopf schlägt, nicht?

  88. Yael Says:

    Mal wieder zum Thema:

    http://www.fr-online.de/politik/meinung/kostuemierte-antisemiten/-/1472602/8583648/-/

  89. A.mOr Says:

    „Das Fehlen der Antisemiten lässt sich damit erklären, dass der Antisemitismus sich in Deutschland keines besonders guten Rufs erfreut und seine Anhänger leicht in den Verdacht geraten lässt, Rassisten zu sein.“

    Chapeau an Christian Bommarius für soviel leider bittere Trefferquote.

  90. aristobulus Says:

    *lugt zum Fenster herein*
    Hi, teure Abendgesellschaft, pardon bitte für meine Abwesenheiten, aber Nachtunterwegsmärsche durch Platzregen, fünf Kilo teure Buchstahm, zehn Schlachten für meinen Sohn pro bono für ihn und ad nauseam für mich, zwanzig durchschriebene Nächte usw. usf. machen mich fertig, und also muss ich gleich wieder von Euch weg, denn nachher ist hier eine große Lesung, in der ich die Leute, Leute & Leute unterhalten will & soll, da muss & will ich hin, als Propagandist von Nackenschlägen, Ästhetik & Zionismus, wahlweise der Sanftheit, und ich muss jetzt noch einen Text feinfeilen, muss also gleich wieder von hier weg, obgleich Eure Gesellschaft mir teuer ist.

    Ah so, die Kleinkunstbühne, genau, es war [der Schmeili mitn Ojgen-Gleseln], aber man gewann manch konsternierte Händedrücke und ’ne Schachtel Ttoffiffee mit den vielen dobbeltn Buchstaben, die sich nett wegfressen lassen, ja Letztere!, weil Erstere ähm besser nicht.

    Wenn ich nicht mein Herz an jemanden sehr verloren hätte, ginge es mir ichweißnichtwie. Aber so, das heißt so mit Herz-Verloren!, ist es, ach, das einzig Wahre!, denn sein Herz zu verlieren bedeutet doch alles Andere als Verlust😀, darin lotet die deutsche Sprache sehr heidelbergisch, sehr enantiodromisch usf. ungeahnte Weiten aus – aber wem sag ich das?, denn wenn dieses Erwähnte mit dem Herzen überhaupt einer längst weiß, dann doch Ihr!, wer sonst.

    Als Gruß an Euch, bevor ich jetzt weitereilen muss (aber wiederkomme), hier eine Betrachtung des Schabbes, des hiesigen und überhaupt, dorten: http://rzkultur.de/?kat=95&cont=9894

  91. A.mOr Says:

    Heeej, welcome back, baruch haba aristobulus,
    selbst wenn nur für ein Stippvisitchen,
    Gesegnet die Kommenden!
    Nimm’s mir nicht übel (ich weiß, tust Du nicht), wenn ich Dich in die Wildnis schicke, dann nur, daß Du Kraft gewinnen magst. Mir scheint, als hast Du Sie bitter nötig und ich wünsche Dir sehr viel davon! Die teure, sie ist doch in unserem Herzen, simcha tora, simcha lew.

    Habe ein klitzekleinwenig bei Dir reingelesen, bin Dir nicht auf den Fersen (viel zu faul), aber war/bin gut eingenommen, noch mehr als vorher. Vielleicht später mehr zu Inhalten, wo wir möglicherweise guten Gedanken-/Erfahrungsaustausch haben können; also weiter wie bislang, dalang..

    (Nebenbei, da wir hier noch ’nen anderen Robert haben, der sich vielleicht auch mal wieder „sehen“ läßt, vielleicht ist er zu sehen wenn wir gen Himmeln blicken -denn er baut sie wohl, die Flügel, die dem Menschen, dem gewöhnlichen, das ermöglichen, für welches wir erst träumen gehen- bleibe ich dabei, der Robert das ist eben jener, und Du bist eben dieser, tow?
    Vielleicht, wenn’s so nicht schon geschah, mag ich Euch bei Gelegenheit bekanntmachen?)

    So las ich also, und nun wird Dein „verlorenes Herz“ für mich eine, wenn auch nur fragmentarische, „Geschichte mit Herz“. Nu, wenn ich mich täuschen sollte, dann freu ich mich doppelt mit, ansonsten lese ich „Dein Sohn“.
    Sehr, sehr viel Kraft, Gesundheit wünsche ich Dir und dajnCharz, wenn nötig ein Wunder, mein oren geht mit meiner baren Existenz, alles wird gut, nicht den Glauben -emuna- verlieren!

    Ich bin nur ein ‚Verlorener‘. Du aber bist es, der mich verunmöglicht, und darüber freue ich mich sehr! Chasak, chasak, w’nischasek (Du sei stark und wir sind stark) – eleicha (Dir zum Guten)! Mein Freund, willkommen zurück in dieser „Künstlerfamilie“.
    Sohn des Windes, Kind des Mondes im Zeichen der Sonne, wie sie die Heiden nun feiern, lecha.
    Welche ojchjes meintest Du, dies: 😎❓
    A.mOr an aristobulus ende.

    Ach, nochwas. Nichts soll müssen ojfn schabbes, das klingt gut, nur soll es, darf es?
    Ja, habe jetzt erst noch Deinen Text gelesen, sehr schön, schöne Aussicht! Das ist die Deine? Die Wildnis, wie ich sie vor’m inneren Auge noch schemenhaft sehe, viel grün, etwas Nebel, wenn er will, hier und dort Wasser, man beachte die Füs‘, und viel, viel grün in klarem Licht, offenbar in Sonnenlicht, jedoch, das rund der Sonne, welches mir gerade hier wie ein kleiner freundlicher Gruß -gerade jetzt!- im Abschein der großen, der Sonne, den Ort hinter meinem Monitor beleuchtet, so das ich nun unerwartet in sanften, sonnigrotem Lichte sitze, ein Gruß, wie zu sagen: es ist gut, alles ist gut, dieses rund, wie seltsam, habe ich nicht gesehen vor meinem inneren Auge, nur klares ungetrübtes Licht, einen Boden voller grünem, langblättrige Pflanzen und allerlei mehr in einem klaren, frischen grün, eher hell als dunkel. Ein klarer Tag im Grünen.
    Und nun ist’s in Burgen, in lauen, wie in lauen Sommernächten, und es glitzert, Augenblick zum Augenblick, Zeit ohne Zeit, Momente zum nicht Festhalten, gesegnet sind wir!
    Ahoj, Du schöne Sonne! Ahoj, ihr guten von Burgen, vom bloggen, vom Bären an branntenburgen, vom waren in Bayern, vom chatten im Hessen, ahoj an dich du schejnOjlam, mögen dich deine Bewohner und Inwohner glänzen lassen, so wie’s dir gebührt, so wie es sein soll, am Achten Tage, dem Tage, an dem wir achten und ehren bis zum Neunten, wenn er kommt, uns zu ehren.
    A.mOr an aristobulus ende, schonwieder. Merke, das Ende ist der Anfang.

  92. A.mOr Says:

    Silke,
    ich wollte Dir noch antworten auf dieses eine Wort von Dir, hatte auch bereits etwas geschrieben. Fand noch nicht den passenden Augenblick es zu versenden. Gut, Du gestattest mir in Solidarität das Ausschweifen, aber ich war&wurde in den letzten zwei/drei Tagen so gehemmt, privat auch, aber auch in den blog-Welten.
    Und wie seltsam, unser Thema ist auf mich zurückgefallen wie eine brüchige Wand: zu meinem Schaden (meiner Verwirrung?) nicht gut gebaut?
    Der eine erkennt in mir einen Hasser, der andere einen Verachter…
    Du hast es gelesen. Ich frage mich, was geschehen ist. Bin ich denn blind für mein eigenes Wort? Werde ich denn wirklich so gelesen und verstanden?
    So, das also auch, daher halte ich noch zurück, vielleicht für immer, was ich schrieb.
    Aber ich wollte es Dich wissen lassen.

    Dir und Yael, meine Löwinnen, habt Dank, daß ihr mir beigestanden.

  93. A.mOr Says:

    An alle, aber dieser nochamol spezial an Yael:

    • A.mOr Says:

      Yael, ich schick Dir „oren“.
      Das funktioniert so:
      Erste Strophe wir alle zusammen.
      Zweite Strophe, es ist die meine.
      Dritte Strophe, Yael, die Deine.
      Frejlikh soll sajn!😀

    • Yael Says:

      Lieb von dir, aber zumindest ich kann es nicht anhören, da ich keine Lautsprecher habe.
      Gut Schabbes!

    • A.mOr Says:

      Ja, Yael, weiß ich doch, so wird aus „oren“ eben „Ohren“, die wünscht‘ ich Dir eben!
      Gut Schabbes!

  94. A.mOr Says:

    Hoffentlich überlade ich Euch nicht mit dieser schönen Musik, aber der Titel ist von den Barry Sister’s auch so schön, auch der Sprache nochmal wegen, nu, schema!
    http://www.youtube.com/results?search_query=Tumbalalaika+-+The+Barry+Sisters+-+Yiddish+Love+song+&aq=f

  95. A.mOr Says:

    Hoffentlich überlade ich Euch nicht mit dieser schönen Musik, aber der Titel ist von den Barry Sister’s auch so schön, auch der Sprache nochmal wegen, nu, schema!

    Tembel!

    (liebe Yael, laß den „Tembel!“ oder mach ihn auch weg (?)ruhig stehen, aber bitte lösche doch DIESEN Text und den post gerade davor, denn er führt nicht zum Lied, sondern nur zur Auswahl. Hach.)

  96. Silke Says:

    speziell für Aristobulus diese Version, weil einige der Bilder so schön zu seinem Schabbes-Text passen

    ich hoffe, Du hast ganz ganz lange ganz wenig Zeit für uns

    und A.mOR
    ach lass die Dummen, das mit dem Lesen klappt bei vielen nicht – Du warst nicht missverstehbar, es sei denn, man wollte es gern.

    • A.mOr Says:

      Hej Silke,
      schönes Video!
      Außerdem Danke für Deinen Zuspruch.
      Ich bin leider immer etwas zu „feinfühlig“, dabei bemühe ich mich doch schon deshalb nicht so hart auszuteilen…

      • Yael Says:

        Ist es immer noch wegen dieses Users bei Tapfer im Nirgendwo? Vergiss es, A.mOr.
        Lies mal bei spirit of entebbe was mir dieser kranke Philosemit Nänny geschrieben hat. Es ist leider so, dass das Internet voll gestörter Persönlichkeiten ist. Den begegnet man wenigstens nicht im realen Leben.

      • A.mOr Says:

        Nänny: habe es jetzt erst gelesen, was dessen Haltung ist, was soll man da noch sagen?
        Habe etwas in CC’s Schleife geschickt, nur um Dich zu bestätigen, Deine Worte treffen es eben.

        Und jenes andere, der eine macht den „Hasser“ aus mir, der andere den „Verächter“, dann haben wir hier dazu noch das Thema, na so eben…
        Eigentlich ziemlich interessant, wie es sich entwickelte, hier machen wir die „theoretische Übung“, und schwupps, da habe ich’s (wir) gleich am praktischen Beispiel.
        Der „Verächter“ ist ja immerhin auch vom Nänny gewesen; habe ich wenigstens so verstanden.
        Aber alles ist schon wieder viel besser, Dank auch diesem Ruhepol, Dank Dir, Yael.

      • Yael Says:

        Das ist es eben, wenn die bösen Juden nicht so sind, wie es sich der Philo in seiner kranken Vorstellung ausmalt, werden sie schwupps – eben nicht das Gegenteil -, sondern die andere Seite der Medaille: Judenhasser. Dieser christliche Fundamentalist ist wieder ein Paradebeispiel für diese Spezies, der es auch noch dumm offen ausspricht. Das erlebt man wirklich immer wieder, besonders in Dtl. Immer alles nur in Extremen. Scheinbar können die gar nicht mehr anders.
        Deshalb meide ich diese Blogs auch jetzt. Man muss sich nicht alles antun.

      • A.mOr Says:

        Tja, Yael, überrascht war ich vor allem, daß dieser Mensch Dich so übel angegriffen hat, nicht aber mich. Wie er charakterlich einzuschätzen war konnte man eigentlich schon gut an dem Kommentar davor (der mit den Punkten „a)“ bis „e)“ versehen war) erkennen.
        Meine Antwort an Silke war natürlich auch ein Seitenhieb an die „Selektion“, die Nänny darin betreibt, und dessen gesamte indirekten und doch deutlichen Angriffe gegen mich/uns.
        Das wird selbst dieser herzlose Kleingeist erkannt haben.

        Seltsam, wir beide haben hier einen Rollentausch. Meine „Feinfühligkeit“ kennst Du inzwischen, und wie oft habe ich deshalb schon wohltuenden Zuspruch von Dir erhalten!
        Ja, da sind tatsächlich Kranke unterwegs im www!
        Aber es ist eben jene „Art von Kranken“, die nicht zum Arzt gehen, sondern ihren mißgünstigen Müll gegen andere ablassen.

        Ich denke, daß CC’s „Feierabend.“ direkt an Nänny gerichtet war, nicht an Dich oder uns anderen.
        Der Punkt ist doch, wir mögen auch alle unsere Standpunkte haben, auch unterschiedlicher Meinung sein, aber keiner von uns will dem anderen „an den Hals“.
        Dieser Nänny kann Dir nichteinmal Wasser reichen (es sei, Du wolltest Dich vergiften), und wenn der tatsächlich „jüdische“ Freunde haben sollte, dann wohl keine, die ihn so kennen, wie er sich uns zeigte. Der Typ ist ein Widerling und Deine Spucke nicht wert.
        Also: take it easy, the world’s fucked up, though, we’re doing better, aren’t we?
        Nännys sollten wir nicht das Feld überlassen, schon garnicht auf unseren „pro-Seiten“ wie der von SoE.
        Nu, ansonsten, ist dies nicht wieder ein exemplarisches Beispiel an laschon hara, wie übel das Wort von Mißgönnern, Neidern, Verleumdern (etc) eben sein kann.
        Nänny hat ein Rad ab, möge es ihn überrollen.

  97. A.mOr Says:

    Nochwas, eine Kleinigkeit.
    Hast Du meinen Kommentar bei den Ruhrbaronen gelesen?
    http://www.ruhrbarone.de/klaus-macht-ernst-%E2%80%9Eich-lasse-es-nicht-zu%E2%80%9C/comment-page-1/#comment-90783

  98. Silke Says:

    Der Nänny-thread hat mich wieder mal darin bestätigt, daß so seltsame Einschübe wie „echte“ Juden in aller Regel keine Versprecher/-schreiber sind, sondern die Spitze von nem Eisberg.

    Mit anderen Worten ich habe Recht wenn ich alles auf die Goldwaage lege, entweder einer stellt locker klar oder es beweist etwas.

    Mir wär’s lieber, ich würde mal Belege dafür kriegen, daß ich paranoid bin.

    • Yael Says:

      Nee, Silke, du bist nicht paranoid. Bereits beim zweiten Beitrag, als er meinte, er müsste Juden ihre Religion erklären, war klar, was das für eine Type ist. Seine Antwort an den Spiegel ist peinlich, denn der Redakteur braucht nur ein wenig zu googeln und schon weiß er, dass Reinkarnation im Judentum existiert. Nun, nicht jeder kann das wissen, aber wenn man jemanden das auch noch mit einem Link erklärt und er beharrt trotzdem auf seinen Fehler, erkennt man den Typus sehr schnell.

      Und dann noch die Antwort man solle als Jude das „AT“ lesen, denn hier spricht Jesus Christus, ist schnell der Fundamentalisten und respektlose Mensch dem Judentum gegenüber erkannt. Und „echte“ Juden sind sicher keine Versprecher. Ich warne immer vor solchen verlogenen Freunden.

    • A.mOr Says:

      Die „Goldwaage“, und es stimmt solange, bis es gegenbewiesen ist.
      Beweise, Belege, gute Recherche aber brauchen Zeit.
      Schlechte Worte, üble Verleumdung ist schnell und laut gesprochen, ja, Silke, Du sprichst ein Problemchen bei der Sache an.

      • Yael Says:

        Ihr müsst übrigens mal den Namen dieses verrückten Nänny googeln. Scheinbar geht der vielen Bloggern auf die Nerven und geht bis zum Mobbing. Gruselig solche Typen.

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