„Nakba-Tag“

Gewalt am „Nakba-Tag“

Im Laufe des Sonntags ist es im Rahmen der palästinensischen Proteste zum „Nakba-Tag“ an zahlreichen Orten zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen, wobei es zu Zusammenstößen zwischen den israelischen Sicherheitskräften und den Aufrührern kam.

Im Folgenden die Bilanz vom Sonntagabend:

Nordregion:

Hunderte von Syrern durchbrachen bei Majdal Shams den Grenzzaun zwischen Syrien und Israel und gingen im Dorf gewaltsam gegen Soldaten der israelischen Armee vor. Um die Eindringlinge zurück nach Syrien zu drängen, schossen die Soldaten vereinzelt auf die Aufrührer. Bislang wurde von zwei getöteten Syrern und mindestens fünf Verletzten berichtet (drei davon sind offensichtlich Israelis).

Bei Versuchen, die libanesisch-israelische Grenze bei Maron a-Ras zu durchbrechen, wurden auf libanesischer Seite drei bis fünf Menschen getötet.

Bei diesen Vorfällen wurden drei Offiziere und zehn Soldaten der israelischen Armee verletzt.

Zentralregion:

An mehreren Orten in Judäa und Samaria brachen gewaltsame Unruhen aus, bei denen Steine und Molotowcocktails geworfen sowie Reifen verbrannt wurden.

Am Übergang Kalendiya südlich von Ramallah wüteten etwa 1000 Palästinenser, wobei Steine und Leuchtgeschosse auf die Sicherheitskräfte geworfen wurden. Anscheinend wurde dort eine Person schwer verletzt.

Im Laufe des Tages kam zu mehreren Fällen, bei denen sich Aufrührer hinter Krankenwagen verschanzten, während sie die Sicherheitskräfte mit Steine bewarfen.

In Tel Aviv untersucht die Polizei, ob es sich bei fdem olgenden Zwischenfall um einen Anschlag handelt: Ein arabischer Autofahrer aus Kfar Kassam rammte im Süden der Stadt einen leeren Bus und 15 weitere Fahrzeuge. Hierbei starb der 29-jährige Aviv Morag aus Givatayim, und 21 Menschen wurden verletzt.

Südregion:

An zahlreichen Orten im Gaza-Streifen kam es zu Unruhen, insbesondere nahe dem Übergang Erez, wo Hunderte Palästinenser israelische Soldaten mit Steinen bewarfen. Beim versuchten Grenzdurchbruch wurden zwischen 20 und 25 Palästinenser verletzt.

Am Nachmittag vereitelten israelische Soldaten einen Sprengstoffanschlag am Sicherheitszaun im nördlichen Gaza-Streifen.

Vor vielen Vertretungen Israels im Ausland fanden Demonstrationen statt. Allein in Kairo wurden etwa 1000 Teilnehmer gezählt.

Die Übergänge in Judäa und Samaria sind aufgrund der angespannten Sicherheitslage für 24 Stunden geschlossen worden. Notfälle und Journalisten werden jedoch weiterhin abgefertigt.

(Außenministerium des Staates Israel, 15./16.05.11)

Kommentar zwecklos!

27 Antworten to “„Nakba-Tag“”

  1. aristobulus Says:

    Antwort zwecklos…

    • yael1 Says:

      Was soll man dazu auch sagen? Vor allem, wenn man wieder einmal die dt. Presse verfolgt, die wie üblich, alles verdreht und nicht einmal in der Lage ist, die Geschichte richtig darzustellen. Lila hat dazu ja einiges geschrieben.

  2. LAO Says:

    Reichlich hilflos wirkt diese Meldung des israelischen Außenministeriums.

    Die Frage ist, wie werden israelische Regierung und Öffentlichkeit mit der Situation umgehen, sollte das zum Dauerzustand werden.

    Wird es die Regierung bewegen, auf die Rechte des Palästinensischen Volkes einzugehen und ihnen einen Staat zugestehen? Wird die Öffentlichkeit einsehen, dass man eben nicht für immer im Kriegszustand mit den Nachbarn leben kann und den status quo ändern muss, in dem man z.B. dem Saudischen Friedensplan grössere Aufmerksamkeit widmet?

    Eine tiefblickende Zusammenfassung über die Ereignisse vom Nakba-Tag hat auch Peter Beinart geschrieben:

    http://www.thedailybeast.com/blogs-and-stories/2011-05-16/israels-palestinian-arab-spring-jews-and-americans-losing-ability-to-shape-mideast/#

    • yael1 Says:

      Es ist eine Meldung über die Ereignisse und nicht mehr, deshalb ist daran nichts hilfloses.

      Sie tun ja gerade so, als würde Israel mit Vergnügen in kriegsähnliches Zuständen leben.
      Den Rest müssen Sie Israel fragen, nicht mich.

  3. aristobulus Says:

    Verdammt, ja. Nakba hier und Nakba da und vor Allem dieses aggressive Weh-Triumphgeschrei dabei, man kann’s nicht mehr hören. Dabei wurden 1948 ca. 400tausend Araber aus ihren Häusern vertrieben. Aber was machen sie nun daraus?!, eine einzige Hassorgie jedes Jahr machen sie daraus, Realitätsverweigerung mit Gebrüll und immer nur so weiter. Ganz so, als ob die Deutschen jedes Jahr als Schlesier der vierten Generation schwarzweißrotschwenkend ‚Tod den Polen und Tschechen‘ brüllen und sich allein über die Vertreibung definieren würden.

    Während der Nakba mussten Araber leiden, das war sehr schlimm. Jedoch was tun sie jetzt?, irgendwas Konstruktives?, nö, sie verhöhnen doch bloß das Leid ihrer Familien von damals, benutzen es für diese Hasstiraden und für Morde. Wie kann man sowas tun

    – Jaja, Kommentar zwecklos. Hast ja Recht.

    • LAO Says:

      Naja, ganz so völlig nur aus reiner der Lust am Jammern und Hassen geschieht das sicher nicht, wie Du es da wohl darzustellen ersuchst.

      Auch hingt der Vergleich mit Polen und Tschechen arg. Die Deutschen (bis auf einige wie die vom Schlesierbund etc, aber doch die überwiegende Mehrheit) die damals aus ihren Häusern und von ihrem Land vertrieben wurden, haben eingesehen, dass man sich als Volk auch mal bestrafen lassen muss, wenn man einen Krieg anzettelt, der Europa in Schutt und Asche gelegt hat.

      Da fragten und fragen sich die Palis aber, wieso sie denn überhaupt aus ihren Häusern und von ihrem Land vertrieben wurden. Sie haben doch kein anderes Land überfallen, so wie die Deutschen Polen überfallen haben. Ob es nun nach unserer Meinung gerechtfertigt ist oder nicht, am Recht zur Rückkehr, wie es die UNO-GV per Resolution verewigt hatte, halten die Palis nun eben bis heute fest. Wir mögen es für realitätsfern halten, aber die Leute interessiert das nicht. Sie wollen, dass ihre Rechte umgesetzt werden. Das es dabei keine 100%ige Rückkehr gibt, wissen die meist, aber zu mindest eine Entschuldigung und entsprechende Entschädigungen vom Verursacher erwartet man, etwa so, wie die Iren von der Queen eine Entschuldigung erwarten. In anderen Worten, die Palis meinen, da ist noch eine Rechnung offen. Es mag uns nicht gefallen, wir mögen es für Schwachsinnig halten, aber es ist eben so.

      Wir, also Israel, Deutschland, der Westen, könne versuchen das auch weiterhin zu ignorieren, aber es wird wohl nix nützen.

      Dazu kommt ja, dass das Recht auf Rückkehr nur ein Stück im großen Mosaik ist. Der Wille des Pal. Volkes, auch einen Nationalstaat zu haben, bleibt unerfüllt. Klar, da kommen wir und sagen, 1948 habt ihr dies und jenes, und auch Arafat hat es vermasselt im Camp David und dann müsst ihr eben sehen, wo ihr bleibt. Es ist da erst mal egal was die Gründe sind, der Traum vom Staat bleibt unerfüllt.

      Auch hinterlässt die Besatzung, die für Palis nun mal Realität ist (auch wenn viele andere argumentieren, dass es aus diesem oder jenem Grund keine Besatzung ist etc) nun mal Spuren, und das reichlich und jeden Tag. Z.B. wer in Gaza wohnt und seine im Sterben liegende Mutter in Ramallah nicht mehr sehen und nicht beerdigen kann, weil ihm das israelische Militär keine Reiseerlaubnis erteilt, der hat eben wenig Liebe für den uns so teuren jüdischen Staat übrig. Sollte man mehr von ihm erwarten?

      Israel und der Westen können all das ignorieren, dann läuft man aber Gefahr, dass man so weiter machen muss wie bisher. Demos, Terror, Reaktionen der israelischen Armee, Tote, mehr Demos, mehr Terror.

      Das kann noch lange so weiter gehen und ich muss dann wieder tausende Krücken, Rollstühle, Hörgeräte, psychologische Hilfe und sonst welche Hilfsgüter im ganzen Nahen Osten verteilen, wie ich es schon seit Jahren mache.

      Ich hoffe, es wird anders kommen.

      • yael1 Says:

        Es wurden ebenso viele Juden aus islamischen Ländern vertrieben. Keiner von denen ist entschädigt wurden oder nie ist das ein Thema. Nur die Palästinenser machen dieses Theater weltweit und alle fallen darauf rein.
        Es wurde sogar eigens von der UNO die UNRWA gegründet, für ein einzelnes Volk und das die ihre Interesse daran haben, dass weiter zu fossieren ist ein Unding. Nun gut, es trägt wenigstens zum Joberhalt bei. Es kann keine Rückkehr geben und solange sich die Paläst. damit nicht endlich abfinden, wie es Juden und viele andere Flüchtlinge gemacht haben, wird sich nichts ändern.
        Warum benutzen und belügen sie ihr eigenes Volk und behaupten, es wird eine Rückkehr geben?

        Es wird keine Rückkehr geben
        Von Nahum Barnea

        In privaten Gesprächen sagen Offizielle der Palästinensischen Autonomiebehörde seit Jahren, dass sie wüssten, dass man die Uhr nicht zurückdrehen könne; die Flüchtlinge würden die Option erhalten, sich in den Ländern ihres Aufenthalts oder im palästinensischen Staat einzurichten oder finanzielle Kompensation zu erhalten.

        Ihrem eigenen Volk sagen sie jedoch etwas anderes. Sie können die Tausenden von Palästinensern, die in Flüchtlingslagern in Syrien und im Libanon leben, nicht darüber informieren, dass es keine Rückkehr geben wird. Stattdessen kultivieren sie Wunschträume, die sich nie verwirklichen werden.

        Abbas selbst sah sich vor wenigen Monaten großem Ärger gegenüber, als WikiLeaks Äußerungen über die Nutzlosigkeit eines Beharrens auf dem Rückkehrrecht veröffentlichte, die er im Gespräch mit einem US-Diplomat von sich gab. Selbstverständlich beeilte er sich, den Bericht zu dementieren.

        Wenn palästinensische Politiker gefragt werden, warum sie davor zurückschrecken, ihrem Volk die Wahrheit zu erzählen, antworten sie, das Recht auf Rückkehr sei ein Druckmittel bei Verhandlungen: Sie werden es erst im Austausch für ein ähnliches israelisches Zugeständnis aufgeben, bspw. in Ostjerusalem. Ihre Position erscheint als logisch: Der nahöstliche Basar respektiert nur den, der feilscht. Aber Illusionen haben ihre eigene Dynamik. Die falschen Hoffnungen, die diese Politiker ihrer Öffentlichkeit machen, könnten eines Tages in Gewalt umschlagen, die über die gesamte Region hinwegfegen wird. Sie reiten auf dem Rücken eines Tigers.

        http://newsletter.cti-newmedia.de/index.php?site=newsletter&id=915&uid=4902&sid=NA==

    • yael1 Says:

      „man kann’s nicht mehr hören.“

      Ich auch nicht.

  4. yael1 Says:

    http://www.tw24.info/?p=2858

    Am 14. Mai 1948, an diesem Tag lief das britische Mandat des Völkerbunds aus, eröffneten die arabischen Staaten ihren angekündigten Vernichtungskrieg gegen die Juden; ab 16 Uhr wurde im Rundfunk mit der Verlesung der Unabhängigkeitserklärung, die “all seinen Bürgern ohne Unterschied von Religion, Rasse und Geschlecht, soziale und politische Gleichberechtigung” zusicherte, die Geburt Israels für Mitternacht angekündigt.

    Begeistert davon zogen die Araber ihre eben ausgerückten Armeen eilig zurück und legte die arabische Bevölkerung des Mandatsgebiets ihre Waffen nieder – und wurde, unschuldig und überrumpelt von den verlogenen Juden, prompt vertrieben oder mußte vor ihnen flüchten. Und wer das nicht glaubt, der wird nie beim SPIEGEL oder dem deutschen Staatsrundfunk eine Chance haben, denn für diese Qualitätsmedien gab es gar keinen arabischen Krieg gegen die Juden:

    • LAO Says:

      Sicher findet man immer auch eine Quelle, in der die Lage für uns gefällig dargestellt wird und die den status quo verteidigt.

      Der Text den Du zitierst kommt von einem anderen Blog, der Blog wiederum zitiert Textpassagen aus einem Buch das man bei books.google.de nur zum Teil einsehen kann. Eine Stelle, die der Blog vom Buch zitiert, ist selbst ein Zitat und bezieht sich auf wiederum noch eine andere Quelle. Wie uns die Fußnote Nr. 34 sagt, bezieht sich die Passage auf einen Artikel der am 24 Nov 1967 in der Haaretz erschienen ist und von Roman Priester geschrieben wurde. Da hört die Spur erst mal auf. Wir wissen nicht, wer Roman Priester ist, oder auf was er sich da genau bezieht, wir können gar nicht einsehen, woher die Textpassage ursprünglich kommt. Hat Herr Priester das aus dem Radion? Hat er ein Interview geführt? Was, wenn da ein Journalist mal ein wenig locker mit den Fakten umgegangen ist, um die Moral im Lande ein wenig zu aufzupeppen, was, wenn der Artikel überhaupt nur als Kommentar geschrieben wurde und nicht als journalistischer Bestandteil der Zeitung (das wäre dann in etwa so, als würde in 40 Jahren einer die Ansichten Wolfgang Günter Lerchs die als Kommentare in der FAZ erscheinen als reinen Fakt weiter geben)?

      Wir können es im Moment nicht überprüfen, aber wir wissen, daß die Passage aus einer Zeitung stammt und daß der Ursprung nicht genannt ist. Der Text und das dazu gehörige Argument landen jetzt aber auf Deinem Blog und Du und die Leser nehmen es als Fakt, als unumstößliche Wahrheit hin.

      Wenn man aber z.B. Tom Segev ließt, der immerhin ein professioneller Historiker ist, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.

      Wir glauben eben was wir für richtig halten, das ist wohl irgendwie menschlich.

      Die Frage dann aber ist, wie soll es denn weiter gehen? Welche Perspektive ergibt sich denn, wenn man in der palästinensischen Meinung ausschließlich nur Judenhass und Vernichtungswillen sieht, deren (eventuelle) Belange aber dadurch ausgeblendet werden? Was für Schlussfolgerungen ergeben sich daraus denn?

  5. yael1 Says:

    Finkelstein fehlt noch.😀

  6. LAO Says:

    Ach übrigens, Abbas hat heute in der NYT ein Op-Ed zu diesem Thema geschrieben:

    http://www.nytimes.com/2011/05/17/opinion/17abbas.html?_r=1&hp

    Ich dachte, dass Dich das doch ganz bestimmt interessieren wird.🙂

    • yael1 Says:

      Tut mir leid, auf Paläst.Propaganda, wie diese, habe ich hier keine Lust mehr:

      „Indeed, it was the descendants of these expelled Palestinians who were shot and wounded by Israeli forces on Sunday as they tried to symbolically exercise their right to return to their families’ homes.“

      Dazu:

      „Vergesst Ali Baba, Sindbad, Aladin und Harun ar-Raschid – Mahmoud Abbas (nom de guerre: Abu Mazen) ist der ultimative Märchenheld, der, als kleiner Junge Opfer eines großen Unrechts geworden, jetzt drauf und dran ist, sein Ende der 60er-Jahre erfundenes Volk in die Unabhängigkeit zu führen. In der New York Times erzählt er sein Narrativ, vulgo: ein modernes Märchen, das Sheherazade die Schamesröte ins Gesicht triebe:

      In November 1947, the General Assembly made its recommendation and answered in the affirmative. Shortly thereafter, Zionist forces expelled Palestinian Arabs to ensure a decisive Jewish majority in the future state of Israel, and Arab armies intervened.

      Dreister gehts nimmer: Die kategorische Ablehnung des Teilungsplans verschweigen und die völkermörderische Kriegserklärung des Generalsekretärs der Arabischen Liga als humanitäre Intervention zur Rettung von ethnischer Säuberung bedrohter Eingeborener verklären. “

      http://spiritofentebbe.wordpress.com/2011/05/17/nachtrag-zum-63/

  7. aristobulus Says:

    Ach Lao, Sie haben halt eine Meinung und sie sich irgendwie angelesen, Kunststück. Sie schreiben so ganz zivil, benevolent und vernünftig, nicht? Sogar die israelische Position können Sie scheints verstehen. Diesen Eindruck soll der Leser kriegen, um dann ein paar Brocken zu schlucken, die Sie ihm hinwerfen.

    Als da wären:
    – „Der Wille des Pal. Volkes, auch einen Nationalstaat zu haben, bleibt unerfüllt.“

    Ganz schön pathetisch, Volkes Willen und so, der unerfüllte. Das sind also die Opfer. Wer erfüllt denen den Wunsch nicht?, dreimal darf man raten. Ihnen wollte freilich nicht auffallen, dass die Morde von Itamar, der Anschlag auf den Jerusalemer Busbahnhof und der Raketenangriff auf einen Schulbus genau in der Woche geschahen, als Netanjahu einmal wieder den Palästinensern Angebote gemacht hatte. So hat man sie beantwortet. Hony soit qui mal y pense.

    – „…ich muss dann wieder tausende Krücken, Rollstühle, Hörgeräte, psychologische Hilfe und sonst welche Hilfsgüter im ganzen Nahen Osten verteilen, wie ich es schon seit Jahren mache…“

    Schön für Sie. Sind Sie gar ein Altruist? Geschenkt.

    – „Wenn man aber z.B. Tom Segev ließt, der immerhin ein professioneller Historiker ist, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus…“

    Sie verwechseln Herrn Segev mit der Sache, die auch nicht anders aussieht, bloß weil der Herr Segev gerne Vorträge hält, Bücher verkauft und Meinungen hat.

    Ach Lao, an Ihnen wird’s einst liegen, dass der Nahostkonflikt gelöst wird. Viel Vergnügen noch.

    • tw_24 Says:

      Wenn man aber z.B. Tom Segev ließt, der immerhin ein professioneller Historiker ist, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus

      Tut sie das?

      Schauen wir mal, was Tom Segev professionell über das prototypische Denken eines ganz normalen gutsituierten zeitgenössischen Arabers schreibt:

      Als in Deutschland die Nationalsozialisten an die Macht kamen, öffnete sich die Kluft zwischen Juden und Arabern noch weiter. [..]

      Sakakini, der humanistische [sic!] Erzieher, hoffte, das nationalsozialistische Deutschland werde die Briten schwächen und auf diese Weise Palästina von den Juden befreien. Deshalb unterstützte er die Nationalsozialisten. In seinem Tagebuch bekundete er mehrmals explizit seine Sympathien.

      Hitler habe der Welt die Augen geöffnet, heißt es da. Bevor er an die NMacht gekommen sei, hätten die Menschen die Juden und ihren grenzenlosen Einfluss gefürchtet. Hitler habe der Welt jedoch gezeigt, dass die Juden gar nicht scharf schossen. Die Deutschen hätten als Erste den Juden die Stirn geboten und keine Angst vor ihnen gehabt. Tatsächlich sei die Welt von zwei Nationen zum Narren gehalten worden: den Juden und den Briten. Hitler habe die Juden in ihre Schranken gewiesen, so Sakakini, und Mussolini habe durch die Besetzung Äthiopiens den Briten einen Dämpfer versetzt. Als in Jerusalem die Nachricht eintraf, die Mehrheit der Bewohner des Saarlands habe für die Wiedervereinigung mit Deutschland gestimmt, feierte Sakakini diese Neuigkeit zusammen mit dem Sieg der Hussainis in den Jerusalemer Kommunalwahlen. Für ihn gehörten die beiden Siegesmeldungen zusammen.

      (Tom Segev: Es war einmal ein Palästina, München 2005, S. 450f.)

      Die Hussainis, das war/ist jene feine Familie, die den Großmufti von Jerusalem hervorbrachte, der während seines Aufenthalts in Deutschland sich manchmal vehementer als seine Gastgeber dafür einsetzte, die Judenfrage endzulösen – und genau deshalb bis heute so populär unter den zwischenzeitlich erfundenen „Palästinensern“ ist.

      • LAO Says:

        Zwischenzeitlich erfundene Palästinenser? Alles klar.

        Das interessante ist, daß diese angebliche Beliebtheit des Muftis eifnach mal nicht messbar ist. Es hängen nicht hunderte von Bildern von ihm in Geschäften und öffentlichen Einrichtungen in Ost-Jerusalem oder Ramallah, die Leute treffen sich nicht jeden Tag zum Kaffee und loben seine Ansichten, es tragen nicht underte von Befürwortern bei Demos im Gazastreifen ein Banner mit ihm drauf.

        Aber klar, alles Nazis diese Araber, blutrünstige Antisemiten, Unmenschen, die zu nichts gut sind. Naja, wenn es Euch gefällt so zu denken.

    • LAO Says:

      Du bist langweilig und hast nichts substantielles zu sagen.

      Dann schwelge halt in Deiner Depri-Stimmung, verharre in Deiner Passivität und jammere weiter über diese arabischen Halbaffen, die es sich anmassen, nicht das zu tun, was Du von ihnen erwartest.

      Was ist denn Dein Vorschlag? Dass man die Palis noch ein wenig weiter vertreibt? Ihnen immer wieder eins ordentlich auf die Rübe haut, damit sie die Klappe halten und Du endlich nicht mehr genervt sein musst von den jährlichen Nakba-Veranstaltungen? Dass man ihnen das Gehirn ein wenig wäscht, damit sie endlich so denken wie Du es gerne hättest?

      Dann Dir noch viel Vergnügen.

  8. yael1 Says:

    92-Year-Old Palestinian Woman: Palestinians Should Massacre Jews Like We Massacred Them in Hebron

  9. yael1 Says:

    „Zwischenzeitlich erfundene Palästinenser? Alles klar.“

    Es ist ein Fakt, dass es Palästinenser als Volk erst seit 1964 gibt. Warum erklärt Ihn ein PLO Vertreter.

    „Ein führender Vertreter der PLO, Zuheir Mohsen, gab 1977 mit seltener Offenheit den genau kalkulierten Missbrauch, der mit den in Palästina wohnenden Araber getrieben wird, zu:

    „Ein palästinensisches Volk gibt es nicht. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist ein Mittel zur Fortsetzung unseres Kampfes gegen Israel und für die arabische Einheit. … Doch in Wirklichkeit gibt es keinen Unterschied zwischen Jordaniern und Palästinensern, Syrern und Libanesen. Wir alle gehören zum arabischen Volk. Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir von der Existenz einer palästinensischen Identität, da es im nationalen Interesse der Araber liegt, eine separate Existenz der Palästinenser dem Zionismus gegenüberzustellen. Aus taktischen Gründen kann Jordanien, das ein Staat mit festen Grenzen ist, keinen Anspruch auf Haifa und Jaffa erheben. Dagegen kann ich als Palästinenser Haifa, Jaffa, Beersheba und Jerusalem fordern. Doch sobald unsere Rechte auf das gesamte Palästina wiederhergestellt sind, dürfen wir die Vereinigung Jordaniens mit Palästina keinen Augenblick mehr verzögern.“

    „Aber klar, alles Nazis diese Araber, blutrünstige Antisemiten, Unmenschen, die zu nichts gut sind.
    arabischen Halbaffen usw.“

    Ich möchte Sie bitten, den Ton zu mäßigen, das was Sie heute geschrieben haben, wird in Zukunft so nicht mehr veröffentlicht. Niemand hat Araber bzw. Palästinenser als „Halbaffen, Unmenschen“ bezeichnet.
    Wenn Sie hier nur provozieren wollen, empfehle ich Ihnen, sich eine andere Spielwiese zu suchen.

    • LAO Says:

      Meinst Du wirklich, dass ein paar Funktionäre mal eben eine neue Nation aus dem nichts heraus erfinden können, und das noch in so kurzer Zeit?

      Mag sein. Es ist aber eben nun auch mal ein Fakt, dass sich mehrere Millionen Menschen in der Welt als dem Palästinensischen Volk zugehörig sehen. Was spielt es denn da für eine Rolle, was ein PLO-Funktionär irgend wann mal gesagt hat? Wenn uns was an der Demokratie liegt, kann das ja wohl schlecht ignorieren oder als Unsinn abtun.

      Ja, viele sagen es sehr höflich, was sie von Palästinensern halten, sie erkennen sie als solche noch nicht mal an und erklären uns ausfürhlich, dass sie aus diesem oder jenen Grund Nazifans sind. Das stammt doch nicht von mir (siehe oben bei tw24), auch wenn die Wortwahl anders ausfällt.

      Und wenn man selbst höflich schreibt, wird einem das genauso angekreidet (siehe aristobulus oben), wie wenn man etwas deutlicher wird. Man kann es eben nicht allen recht machen.

      • yael1 Says:

        Ich habe nicht bestritten, dass Palästinenser ein Volk sind bzw. so sich sehen. Das ist deren Angelegenheit. Ich stelle nur fest, dass es sie erst seit 1964 als Volk gibt.
        Bis zur Gründung Israels galten alle, die dort lebten als Palästinenser.

      • LAO Says:

        Ich denke ja nur, dass man nicht weiter kommt, wenn man argumentiert, dass das Palästinensische Volk keine Daseinsberechtigung, oder keinen Anspruch auf irgendwas hat. Ich hatte mich da nicht unbedingt auf Dich speziell bezogen, sondern eher auf z.B. tw24.

        Ich stimme Dir völlig zu, bis zur Gründung Israels galten alle, die dort lebten, als Palästinenser.

  10. aristobulus Says:

    Es ahnt wohl keiner, was Sie möchten, Lao. Erst dies, dann das. Das Pochen auf Tom Segev haben Sie ja nun fallen lassen, nachdem er etwas geschrieben hat, das Ihnen nicht passt. Ihre Ausfälligkeiten und ungekonnten Polemiken haben Sie nach Yaels Ordnungsruf unterlassen, wenngleich Ihre Entschuldigung noch aussteht…

    Was nun noch? Nochmal behaupten, das palästinensische Volk habe keine Daseinsberechtigung? Habe selten so ein Geeiere gelesen wie das Ihrige. Seit wann hat eigentlich Lao keine Daseinsberechtigung für ein bissele Geistigkeit intus?

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