Einfach auf der Zunge zergehen lassen

Ein Runder Tisch mit Herrn Hitler

In der norddeutschen Gemeinde Pinneberg, nicht weit von Hamburg gelegen, hetzen Islamisten offen gegen Juden. Auch ein Mordaufruf gegen einen Vertreter der jüdischen Gemeinde hat es schon gegeben. Jetzt will die Bürgermeisterin von Pinneberg das nicht mehr länger dulden: sie lädt zu einem “Runden Tisch“. Dort soll dann der mit dem Tode bedrohte Jude mit den islamistischen Hetzern reden, eine wirklich beeindruckende Idee der Bürgermeisterin

[…]

16 Antworten to “Einfach auf der Zunge zergehen lassen”

  1. Rika Says:

    Ich bin mir nicht sicher, was ich mehr „bewundern“ soll, die vollkommene Naivität der Pinneberger Bürgermeisterin oder den „wohlausgewogenen“ Bericht bei weltonline, der dem Artikel oben zugrunde liegt.

    Es macht mich immer wieder fassungslos!

  2. Kalman Says:

    Liebe Yael,

    ich bin durch Zufall auf deinen Blog gestossen und finde vieles sehr interessant.

    In letzter Zeit scheinen aber die Posts über Antisemitismus und negative Phänomene zu dominieren.

    Ist Deutschland wirklich so schlimm für die Juden? Haben die Juden in Amerika und Israel recht, die glauben, dass Deutschland kein Land für Juden sei?

    Oder ist es mehr eine persönlich Phase, wo es aus deiner Sicht viel Negatives und wenig Positives vom Judentum zu berichten gibt?

    • yael1 Says:

      Hallo Kalman, du hast Recht, dass mein Fokus momentan mehr auf dem Antisemitismus und Israel liegt, weil die Vorkommnisse doch mehr werden. Das heißt aber nicht, dass es nichts auch positives gibt, z. B. die Smicha für Alina Treiger usw.
      Schlimm ist natürlich ein relativer Begriff. Ich sehe, dass der Antisemitismus doch mehr und mehr zunimmt bzw. dass er mehr an die Oberfläche kommt, dere wohl schon sehr lange schlummert. Er wird offener artikuliert.
      Deutschland ist nicht schlimm für Juden, es ist kein Vergleich zu anderen Ländern, wie die Vorfälle in Holland oder Schweden (Malmö) zeigen.
      Ich bin auch nicht der Meinung, dass Dtl. kein Land für Juden ist. Juden leben hier in der Regel ein sicheres Leben. Ich habe nur den Eindruck, dass große Teile der Bevölkerung den Antisemitismus nicht sehen oder ihn nicht für voll nehmen. Wenn man in seinen Umfeld herumfragt, merkt man, dass es die meisten ihn gar nicht mitbekommen, was kein Wunder ist, denn es wird kaum in der Öffentlichkeit (Fernsehen) wahrgenommen. Vielleicht liegt es daran, dass mein Fokus sich darauf mehr richtet.

  3. kalman Says:

    Aber ich bin doch sicher, dass es etwas „Positives“ war, was dich am Judentum angezogen hat und dich dazu gebracht hat, dich zu dieser Religion zu bekennen.

    Warum schreibst du nicht mal darüber? Oder ist es ein Halachisches Problem, weil man mit nicht-Juden nicht lernen darf? Aber fällt ein Blog überhaupt in die Kategorie lernen? Aish ha torah publiziert doch auch Torah-Inhalte auf dem Web. Sie müssen sich doch nicht unbedingt darum kümmern, wer sie liest…

  4. yael1 Says:

    Mein Blog ist kein religiöser Blog. Daher werde ich über religiöses immer nur sporadisch schreiben. Ich schreibe nicht über das Judentum, sondern eher über Dinge, die mich interessieren oder gerade beschäftigen.

  5. kalman Says:

    Ich schreibe nicht über das Judentum, sondern eher über Dinge, die mich interessieren oder gerade beschäftigen.

    Ja, eben. Das ist es, was mich so wundert: Interessiert dich der Antisemitismus mehr als alles andere? Mehr als Parties, Feste, Feiern, Judentum, etc?

    • yael1 Says:

      Das könnte man natürlich meinen, wenn man sich auf meinen Blog bezieht. Ich beschäftige mich außer in meinem Blog wenig mit Antisemistismus, warum ich das hier im Blog tue, habe ich ja schon begründet.
      Ich schreibe aber wenig über mein Privat- und mein religiöses Leben. Erstens weiß ich nicht, ob das so von Interesse ist und zweitens will ich im Internet nicht über alles schreiben, was mich persönlich betrifft. Gebranntes Kind, wenn du verstehst.;) Aber ich schreibe schon über jüdische Feiertage.
      Was würde dich denn interessieren?

  6. Kalman Says:

    Ich habe keine besonderen Wünsche.

    Ich finde es nur schade, wenn Judentum vor allem über Antisemitismus definiert wird. Für mich ist Judentum so viel mehr als die Feindschaft von aussen.

    Ich verstehe natürlich schon, wenn man einen thematischen Blog zum Antisemtismus machen will. Das kann durchaus ganz interessant sein, und es gibt ja auch Forscher, die sich auf dieses Themengebiet spezialisieren.

    Aber hier habe ich, nach der Beschreibung, verstanden, dass Dein Blog ein persönlicher Blog sein soll, der von „Zwischen Welten“ erzählt, also davon, wie es ist mit einem Bein in der jüdischen und mit dem anderen in der Nichtjüdischen Welt zu stehen. Oder habe ich das Missverstanden?

    Und da finde ich es schade, wenn sich alles vor allem um die antisemtischen oder anti-israelischen Äusserungen von irgendwelchen Deutschen dreht, die aus irgendwelchen Gründen in irgendwelchen Medien erscheinen. Ich kenne mich in Deutschland nicht so gut aus. Aber das kann doch nicht alles sein… oder?

  7. yael1 Says:

    Also ich mache keinen Blog über Antisemitismus und definiere Judentum nicht über Antisemitismus, im Gegenteil. Ich schreibe auch und viel über andere Dinge. Kann man ja nachlesen.
    Aber lieben Dank für deine Meinung und Anregungen.

  8. Roderich Says:

    Ja, da gebe ich Kalman ein wenig Recht. Das ist mir auch schon aufgefallen.
    Um ausgewogen zu sein, sollte man nicht nur klagen, sondern auch loben…
    Z.B. koennte man Gott danken fuer das Gute, dass es in Deutschland gibt. (Sage ich mal als evangelischer Christ).
    Es gibt ja Leute, die immer ueber das schlechte Wetter klagen. In dem Moment, in dem man klagt, stellt man sich „drueber“; es tut kurzfristig gut, wenn man schimpfen kann, aber langfristig fuehrt es zu einer Grummel-Haltung.
    In den Psalmen gibt es auch manche Klagen gegenueber Gott, aber sie sind (fast) immer vom Lob Gottes eingerahmt. Der Grundton ist nicht die Klage, sondern das Lob Gottes.

    Natuerlich gibt es in den Propheten viel Klage gegen die menschlichen Zustaende in der Gesellschaft, verbunden mit einem Aufruf zur Umkehr zum Gesetz, d.h. mit dem Aufruf zur Rueckkehr zu Gott – und das ist ohne Frage auch in BRD besonders noetig.

    Und doch, denke ist, ist es in BRD im Vergleich zu anderen Laendern noch „sehr angenehm“ fuer Juden, was natuerlich sehr erfreulich ist.

    Ein anderer Punkt: es waere mir lieb, wenn sich die „Klagen“ nicht primaer gegen „Antisemitismus in Deutschland“, sondern gegen „Antisemitismus durch Moslems“ richten wuerden – denn da kommt der Antisemitismus (heute) primaer her. Historisch war das natuerlich auch schon anders, Christen haben auch ihre dreckige Waesche (aber wer hat das nicht…?)

  9. yael1 Says:

    Ich habe über Holland, Schweden etc. berichtet (z.B. in den Kommentaren), über antisemitische Moslems ebenfalls mehrfach. Wer meint, ich klage, dem sei es unbenommen.

  10. ali Says:

    Auch juden müssen sich zu Jesus bekehren.

  11. Ibn Rainer Says:

    Zitat:
    „In der norddeutschen Gemeinde Pinneberg, nicht weit von Hamburg gelegen, hetzen Islamisten offen gegen Juden. Auch ein Mordaufruf gegen einen Vertreter der jüdischen Gemeinde hat es schon gegeben.“

    Ich weiß das es (leider) niemanden interessiert, aber die Artikel bezüglich dieser Vorfälle in Pinneberg sind beim reichlichen kopieren stark entfremndet worden. In Pinneberg hat keiner gegen Juden gehetzt. Ein Konvertit aus Neumünster hatte den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde als „dreckigen Juden“ bezeichnet. Dieser Neumünsteraner wohnte allerdings mal in Pinneberg, und da diese Muslimische Gemeinschaft gerade im Fokus der Medien war, wurde das sofort in Verbindung gebracht. Die Muslimische Gemeinde hatte Herrn Seibert sofort nach den Vorkommnissen in die Moschee eingeladen um sich persönlich zu entschuldigen. Aber Herr Seibert verzichtete. Man muss dazu erwähnen, dass Herr Seibert sich in der linksradikalen Szene bei sogenannten „Antideutschen“ betätigt. Es war nie ein Miteinander angestrebt, sondern der Konflikt wurde absichtlich geschürt.

    • yael1 Says:

      Ich habe da mal bei Ihnen gelesen. Es mag sein, dass Sie Probleme z.B. mit der „Jungle World“ haben, aber sie deswegen als Deutschenhasser einzustufen, ist nicht belegbar und warum bezeichnen Sie Juden (hier Herr Seibert), die dort schreiben als „dogmatische Zionisten“ und stellen einen Zusammenhang von Zionismus und Faschismus her und empfehlen noch ein Buch, dass suggeriert Juden hätten mit den Nazis zusammengearbeitet, um Israel zu gründen?

      sogenannten revisionistischen Zionismus, eine unheilvolle Fusion aus zionistischen und faschistischen Versatzstücken und einer terroristischen Vergangenheit

      Sie stellen sich damit in eine Reihe von Neonazis und Linksextremisten und das sollte Ihnen sehr bewusst sein.
      Ist Zionismus/Zionist bei Ihnen eigentlich ein Schimpfwort?

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