Deutschland und der ewige Antisemitismus

Der Artikel in der Welt, bezieht sich zwar hauptsächlich auf die Islamfeindlichkeit vieler Deutscher, aber auch in Sachen Antisemitismus sind Umfrageergebnisse veröffentlicht worden, in denen Deutschland der Spitzenreiter in Europa ist.

Gegenüber Hinduisten, Buddhisten und Juden hat die Mehrheit eine zwar eine positive Haltung, ablehnende Haltungen sind aber in Deutschland deutlich verbreiteter als in den anderen Ländern. Knapp 30 Prozent der Deutschen erklärten, Juden gegenüber negativ eingestellt zu sein. In den Niederlanden liegt der Vergleichswert bei 10,1, in Dänemark bei 12,2, in Portugal bei 20,9 und in Frankreich bei 20,8 […]

Viele werden schon den Artikel einer Frau von Mittelstaedt im Spiegel gelesen haben, der voller Lügen und Verdrehungen ist, dass es eigentlich jedem einigermaßen intelligenten Menschen auffallen müsste.
Ich werde darauf nicht speziell eingehen. Das können andere, die in Israel leben, besser.

Beispielsweise hat sich Lila zweimal diesem Artikel angenommen, in denen die gröbsten Lügen korrigiert werden.

Ebenso Aro 1.

Man braucht nur Volkes Stimme zum Beispiel im Forum des Spiegels zu lesen, um zu merken, wie weit der Judenhass in diesem Land mittlerweile angestiegen ist. Hetzartikel wie der im Spiegel tragen dazu bei, dass der Judenhass zunimmt. Seit mehreren Monaten fällt das nicht nur mir auf und schürt unter uns Juden Ängste. Dazu braucht es eigentlich keine Umfragen mehr.

Beispiele gefällig? Bitte sehr:

«Genau solches Verhalten gab es gegenüber den Juden in Deutschland vor den Massenmorden. Da durfte ein alter Jude in der Strassenbahn auch nicht sitzen. Meine Mutti hat sich in einer Art von einem stillen Protest zu ihm gestellt.»

«Geschichte wiederholt sich. Der Vergleich schmerzt – aber er ist angebracht! Es kann und darf nicht angehen, dass sich der Staat Israel in seinen Handlungen, Äusserungen und Gedanken an die nationalsozialistische Ideologie der deutschen Nazis auch nur annähert! Wehret den Anfängen – auch in Israel selbst gilt das im Innern!»

“Toller Typ! Kann man nicht anders sagen. Es muss echt furchtbar sein, den Holocaust zu überleben, um jetzt zu erleben, wie ähnlich, natürlich in kleinerem Maße, mit einer anderen Gruppe umgegangen wird. Wäre schön, wenn ale Israelis so denken würden.”

“Solch mutige Personen wie Eli Zvieli und Alfred Grosser, die mit ihrer Meinung gegenüber Israels Politik nicht hinterm Berg halten, gibt es leider noch zu wenige. Israel sollte erkennen, dass auch sie sich im Gesellschaftssystem einzureihen haben und keine Sonderrechte aus der Historie für sich in Anspruch nehmen können.”

“Aber genau solches Verhalten gab es gegenüber den Juden in Deutschland vor den Massenmorden. Da durfte ein alter Jude in der Straßenbahn auch nicht sitzen. Meine Mutti hat sich in einer Art von einem Stillen Protest zu ihn gestellt.”

“Traurig, das diese Fanatiker aus der Holocaust-Erfahrung und dem “Rassenwahn” überhaupt nichts gelernt haben. Peinlich für die Gilde der Rabiner ist, daß in ihren Reihen solche Wirrköpfe ihr Amt bekleiden dürfen.”

“Es ist schrecklich, dass gerade die Nachfahren deren, die unter Rassismus am schlimmsten litten jetzt selbst Rassistisch geworden sind.”

“Den Juden wurde besonders in Deutschland großes Unrecht angetan, was niemals gutzumachen ist und nicht vergessen werden darf. Aber gerade dadurch sollten die Juden sich nachhaltig für Menschenrechte einsetzen. In sofern machen sie sich selbst besonders SCHULDIG, wenn man so mit anderen Menschen umgeht…”

“Die Tragik des Holocausts rechtfertigt nicht für alle Zeiten beliebiges Verhalten-schon gar nicht solches, was den Anfängen der Nazi-Greuel zu nahe kommt!”

“Leider keine neue Erkentniss, sondern eine gut 60 Jahre alte, ergänzt durch Landraub, Wasserraub, illegale Besiedlung, Enteignung, Ghettoisierung, Vertreibung, gezielte Tötungen und Unterdrückung von Millionen Palästinensern incl. militärishe Agrssion gegen nahezu alle Nachbarn bis hin zur Bedrohung des Irans.”

“Die Israelis haben ihre Chance bekommen einen eigenen Staat zu gründen und etwas Positives draus zu machen, aber eigentlich machen sie nicht viel anders als ihre einstigen Verfolger. Sie sperren Palästinenser in riesige Ghettos (Gaza), sorgen für gezielte Tötungen von unerwünschten Personen, schüren Hass gegenüber einer Minderheit (traurig wie sehr sich Sätze wie “Vermietet nicht an Araber” und “Kauft nicht bei Juden” ähneln). Ich habe selber einige jüdische Freunde, die leben aber in Deutschland über Europa verstreut und die bereuen nicht, dass sie Israel den Rücken gekehrt haben.”

“Ob diesen Israelis eigentlich bewusst ist, dass sie es sind, die den Judenhass schüren? Ein bisschen Intelligenz voraussgetzt scheint es so, also ob diese Leute das absichtlich tun, um nachher zu sagen: ‘Schaut, alle sind gegen die Juden’. Wird sowas eigentlich mal vom Zentralrat der Juden kommentiert?”

“Wenn in Deutschland jemand Hunden, Schweinen und Arabern das Sitzen auf einer Bank verbieten würde, hätte er zu Recht sehr schnell die Staatsanwaltschaft auf dem Hals. Der israelische Bürgermeister dagegen verteidigt im Ergebnis diesen Rassismus. Wenn Sie den Unterschied nicht erkennen können, tun Sie mir nur leid.”

“Es wird Zeit, das man diesem Regime mal richtig auf die Finger klopft. Was die sich da erlauben ist unter aller Sau! Die nehmen sich alles und erlauben sich alles und die ganze Welt schaut zu (siehe Palästina-Karte) und jeder der Israel kritisiert, wird gleich als Antisemit abgestempelt.”

“1933 war Deutschland auch eine Demokratie. Nur gab es in den dreizigern nicht genug aufrechte Menschen, die aufgestanden sind wie Herr Zvieli Hoffen wir, dass die Israelies zur Vernunft zurück finden.”

“Den Schuh ‘dein Großvater ist mit 19 Jahren in Russland gefallen, daher bist du Täter’ lass ich mir von niemanden mehr anziehen. Und darum bekommt jeder seinen Stolperstein vor die Tür, ob er will oder nicht! Und wenn jemand ein Arschloch ist, dann sag ich ihm das auch! Und wenn jemand ein Rassist ist, dann sag ich ihm das auch! Egal ob in Bayern oder in Israel!”

“Und gerade die Deutschen haben das Recht und auch die Pflicht solche politischen Entwicklungen anzumahnen. Denn dieses Land kennt die Vorboten der Greuel und das Elend, in das dieser Pfad des Hasses führt. Nur hatte Hitler damals keine Atombomben.”

“Am schockierendsten ist jedoch folgendes: “Auf Bänken in Safed steht: Sitzen für Hunde, Schweine und Araber verboten!”. Wenn das wirklich stimmen sollte und dies eine offizielle Beschriftung ist (keine Kritzelei), fällt mir dazu nichts mehr ein, ich fühle mich in finsterste Zeiten vor einem 3/4 Jahrhundert in Deutschland zurückversetzt. Beängstigend.”

“Wenn das ‘Sitzen für Hunde, Schweine und Araber’ verboten wird, wenn man an Araber nicht vermieten darf, wenn Geschäftskontakte mit Arabern gesellschaftlich bestraft werden, wenn Menschen wie Herr Zvieli bedroht werden, dann drängt sich der Vergleich mit Deutschland Anfang der Dreißiger Jahre gerade zu auf. Da können manche Foristen hier zetern wie sie wollen. Wir brauchen mehr Menschen wie Herrn Zvieli! Für die beschriebenen Zustände gibt es keine Entschuldigung! Shoah hin, Terror und Intifada her.”

“Mir tut Eli Zvieli leid. Gerade als Überlebender miterleben zu müssen, wie sich dieser prägende Teil der eigenen Geschichte wiederholt. Wieder spielt der „Judenstern“ eine tragende Rolle, nur das diesmal diejenigen diskriminiert werden, die keinen tragen. Da verpufft dann jede Überzeugung der moralischen Überlegenheit gegenüber den Nazis, die damals vielleicht die Triebfeder für das eigene Überleben war. Auf der anderen Seite ist der Zionismus immer ein Bestandteil des Staates Israel gewesen. Seit der Ermordung von Rabin brechen diese braunen Wurzeln leider immer stärker hervor, denen der liberal/bürgerliche Teil offensichtlich nichts entgegenzusetzen hat. Konnte Zvieli früher diese Tendenzen ignorieren und von seinem Israel träumen, ist er halt mittlerweile in die Schusslinie der braunen Horden geraten. Der Staat Israel hat ein großes Problem, welches auch mal ganz böse enden wird, wenn die Anständigen und Gerechten unter den Israelis nicht bald gegensteuern.”

“Ich bin Jahrgang 1961 und habe mit dem ganzen Judenhaß nur insoweit zu tun, daß es die Aufgabe meiner Generation ist, ein erneutes Dutzendjähriges Reich zu verhindern.
Übrigens – EGAL WO !!!”

Ja, viele unserer deutschen nichtjüdischen „Mitbürger“ haben sich an die Wände gemalt, dass die Juden bloß nicht das machen sollen, was ihr Volk selber verbrochen hat. Auch eine Möglichkeit sich endlich vom begangenen Völkermord zu lösen. Denn wenn es andere auch angeblich tun, kann es doch nicht so schlimm gewesen sein. Ob dem aber so ist, wird nicht einmal im Ansatz nachgegangen, denn wenn Juden involviert sind, kennt sich der deutsche Michel von vornherein aus. Wozu noch empirische Belege suchen?!

Der absolute Höhepunkt der Verdummung bildet dabei eine Wortkonstruktion eines Lesers, so dass man annehmen muss, manche sind völlig dumm aufgewachsen:

„Jahwe wird diesen unchristlichen Rabbi auf die eine oder andere Art bestimmt bestrafen, da bin ich mir sicher!“

Wenn die Angelegenheit nicht so schlimm für Juden wäre, könnte man über manchen Trottel ja noch lachen.

Oder aus einem anderen Forum, welches über antisemitische und rechtsextreme Straftaten in Deutschland berichtet, liest man unter anderem solche Sätze:

Juden nehmen sich sehr viel raus ,vor allem in Deutschland . Immer Mitleid erzeugen . Wofür das alles ?
Um die Weltherrschaft zu erlangen .

Unter Menschen stelle ich mir etwas anderes vor !

Wenn Hitler sauber gearbeitet hätte,hätten wir nicht so viel Unrecht im Nahen Osten und anderswo.

Hinzu kommt das Gefühl vor allem bei der deutschen jugend,,daß wir jetzt von Juden abgezockt werden,die alle nach 1945 geboren wurden und mit dem dritten Reich überhaupt nichts zu tun hatten!

Schon in den heiligen Schriften steht: Wer Haß sät wird Haß ernten. Zur Zeit säen die Israelis nur Haß…was sollten sie also ernten?

Ich persöhnlich gebe
den Richtigen Deutschen den vorrang sich schützend vor Deutschland zu stellen.Juden allsamt nach Israel.

In diesem Fall habe ich die Frage gestellt wie es sein kann das aus Deutscher Hand angeblich 6 Millionen Juden ermordet wurden wir aber heute nicht einmal in der Lage sind nur allein Berlin von den ausländischen kriminellen Völkermassen zu säubern ganz zu schweigen vom ganzen Land.

Es gibt doch gegen jedes lästige Mittel eine Lösung.
Wir sollten die Lösung mal wieder selbst in die Hand nehmen.Unsere Marionettenregierung ist einfach unfähig das geldgierige Pack im Zaum zu halten.

Ich könnte mir gut vorstellen das viele Juden über das was damals geschehen sein soll gar nicht mal traurig sind,denn wenn es nicht passiert wäre dann müßten Sie selber für ihren Unterhalt sorgen und nicht wir Deutschen. Es liegt bei uns ob wir mit diesem Schult-kult wahn entlich Schluß machen oder noch 100 Jahre weiter zahlen denn bald ist Wahltag.

Einer von denen hatte Recht: „Geschichte wiederholt sich.“ Stimmt, die Geschichte des deutschen Antisemitismus in bester Manier. Möge Gott für uns alle verhüten, dass in diesem Land irgendwann mal ein neuer Hitler auftaucht.

Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen …

Bereits in den 80er Jahren entsteht eine weitere Form des Antisemitismus, die sich darüber rechtfertigt, selbst eine Schlussfolgerung aus dem Holocaust zu sein. Sie behauptet, aus einer besonderen deutschen Sensibilität und einer intensiven Auseinandersetzung mit Menschenrechten heraus Juden vor Rassismus warnen oder gar an der Realisation eines „Völkermordes an den Palästinensern“ hindern zu wollen. Eine besondere Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf den Staat Israel. Dessen jüdische BewohnerInnen und alle außerhalb Israels lebenden Juden und Jüdinnen werden zu einem Kollektivsubjekt homogenisiert, das für die Politik Israels verantwortlich gemacht wird. Indem man Israel mit dem nationalsozialistischen Deutschland gleichsetzt, wird die deutsche historische Verantwortung für die Verfolgung der Juden verkleinert. Die Deutschen, „die aus ihrer Geschichte gelernt haben“, werten sich selbst zu den moralisch besseren Menschen auf – sie kennen sich aus mit Völkermord.

2 Antworten to “Deutschland und der ewige Antisemitismus”

  1. yael1 Says:

    Leider kommen auch aus Holland keine gute Nachrichten.

    Juden in Holland fürchten um ihr Leben

    Den Haag. Muslimische Jugendliche bedrohen Juden in den Niederlanden. In Amsterdam trauen sich Gläubige nicht mehr in die Synagoge. Ex-EU-Kommissar Bolkestein rät orthodoxen Juden sogar auszuwandern.

    Der ständig wachsende Antisemitismus in den Niederlanden ist nicht mehr aufzuhalten. Orthodoxe oder ,,bewusste“ Juden täten daher gut daran, zu emigrieren und die Niederlande zu verlassen, sagte der ehemalige niederländische EU-Kommissar Frits Bolke­stein den orthodoxen Juden in den Niederlanden.

    ,,Mit bewussten Juden meine ich die Juden, die durch ihr äußeres Erscheinungsbild als Juden erkennbar sind. Für sie gibt es hier keine Zukunft mehr wegen des wachsenden Antisemitismus vor allem unter marokkanischen und unter türkischen Jugendlichen. Und die Anzahl dieser antisemitischen Jugendlichen steigt ständig.“ Das sagt Bolkestein der Zeitung ,,De Pers.“

    Nach seiner Ansicht sollten Kinder von orthodoxen Juden entweder nach Israel oder in die USA auswandern statt in den Niederlanden zu bleiben. ,,Ich bin sehr pessimistisch. Der palästinensisch-israelische Konflikt wuchert weiter. Ich sehe nicht, dass es dafür schnell eine Lösung geben wird. Daher wird der Antisemitismus weiter wachsen.“

    http://www.derwesten.de/nachrichten/Juden-in-Holland-fuerchten-um-ihr-Leben-id4031716.html

  2. yael1 Says:

    Juden in Holland: Fliehen oder kämpfen

    Früher wurde ich nie beschimpft“, sagt Binyomin Jacobs, ,,aber heute ständig.“ Vor Kurzem wurde die Synagoge in Amersfoort, wo der Oberrabbiner der Niederlande wohnt, mit roter Farbe beschmiert. Sein Gartenzaun wurde eingetreten. Und eines Abends hörte der 61-Jährige zu Hause plötzlich einen Knall. Es hatte ein Fenster getroffen. Jacobs lief sofort ins Freie und wurde selbst mit Steinen beworfen. Zwei Jugendliche auf einem Mofa machten sich aus dem Staub. ,,Kurz danach wurden die Scheiben ganz eingeschmissen“, erzählt der Rabbiner mit dem langen Bart und dem breiten, schwarzen Hut, der traditionellen Kopfbedeckung orthodoxer Juden. Nun wird sein Haus von Polizeikameras beobachtet. Abends, so riet man ihm, solle er lieber nicht mehr die Bahn nehmen.

    http://www.welt.de/print/wams/politik/article11573788/Juden-in-Holland-Fliehen-oder-kaempfen.html

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