Entweder Broder: Heimathafen Neukölln

Über sein Buch „Der Untergang der islamischen Welt“ diskutierte der Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad mit dem Publizisten Henryk M. Broder im Heimathafen Neukölln.

Ein Protokoll:

„MODERATORIN: Herr Abdel-Samad, Sie waren früher gläubiger Moslem?

ABDEL-SAMAD: Ja. Ich war überzeugter Antisemit.

MODERATORIN: Gehört der Islam, wie Wulff sagte, zu Deutschland?

BRODER: Wulff ist Nathan der Weise für Arme.

Publikum quiekt begeistert.

BRODER präzisiert: Nathan der Weise für Hannoveraner.

Publikum schüttelt sich vor Freude.

ABDEL-SAMAD: Früher sind Migranten, wenn es ihnen nicht gefiel, wieder gegangen.

MODERATORIN: Warum bleiben sie heute?

ABDEL-SAMAD: Zwei Gründe: Satellit und Sozialhilfe.

STIMME AUS DEM PUBLIKUM: Der Araber analysiert knallhart und richtig.

MODERATORIN: In Ihrem Buch prophezeien Sie den Untergang der islamischen Welt.

ABDEL-SAMAD: Welche Innovationen aus der islamischen Welt kennen wir? Wie viele muslimische Nobelpreisträger gibt es?

PUBLIKUM herzlich zustimmend: Recht hat er! Was haben wir schon von denen?

MODERATORIN: Sie meinen also, die Probleme werden hier zu Recht angesprochen?

ABDEL-SAMAD: Na klar gibt es Probleme. Wäre sonst der Saal voll mit Leuten, die geil auf den Untergang des Islams sind?

PUBLIKUM grölend: Jawoll. Genauso ist das!

BRODER: Wir beide ziehen ohnehin die Verrückten an.

MODERATORIN: Ist Broder verrückt?

ABDEL-SAMAD: Früher glaubte ich, Juden sind besessen von Hitler, Sex und Essen. Heute weiß ich es.

Broder und Abdel-Samad stupsen sich kumpelhaft an. Publikum irritiert.

MODERATORIN: Klare Ressentiments.

BRODER: Alle Menschen haben Ressentiments. Alle, außer Claudia Roth.

ABDEL-SAMAD: Die Ressentiments gegen den Islam haben Gründe. Ich kenne einen Islamisten, der sieben Kinder hat und vom deutschen Staat 2 800 Euro bekommt. Das ist ein Skandal.

Publikum klatscht lange und ausdauernd. Skandal!-Rufe

STIMME AUS DEM PUBLIKUM: Selbst ich als Türke frage mich, warum stecken wir nicht alle Ehrenmörder in den Sack und schieben sie ab, statt uns aus Guantanamo noch weitere Islamisten einzufliegen?

Publikum jubelt.

ANDERE STIMME: Ich bin Moslem und finde die Diskussion unsachlich. Der Prophet tat doch auch Gutes.

WEITERE STIMME: Als Kinderschänder?

GLÄUBIGER KRITIKER: Sie wollen doch bloß Geld verdienen?

BRODER: Und? Döner gibt es umsonst, oder was? Wie lächerlich! Leben Sie von frischer Luft?

GLÄUBIGER KRITIKER: Wenn Sie sachlich wären, würden Sie mit mir diskutieren und nicht mit dem Juden.

Moderatorin ist entsetzt.

ABDEL-SAMAD, mit dem Zeigefinger Richtung des gläubigen Kritikers stechend: Sie können Sachlichkeit nicht mal buchstabieren!

Tohuwabohou im Publikum.“

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