Den Bock zum Gärtner oder die Ziege zur Gärtnerin machen.

Besser hätte ich es auch nicht formulieren können als „Die Achse des Guten“ einen Artikel über einen Mann mit „Die Ziege als Gärtnerin“ betitelte, der antisemitische und schwulenfeindliche Äußerungen an der bekannt-berüchtigten Klagemauer in Köln vor Polizisten von sich gab und deshalb in erster Instanz verurteilt wurde.

Ausgerechnet die ewige „Tochter“ Eveline Hecht-Galinski, die schon des öfteren durch antisemitische Äußerungen aufgefallen ist, soll dem Gericht bezeugen, „dass sich der Angeklagten ihr gegenüber niemals abfällig über Juden geäußert habe.“

Vielleicht ist die „Dame“ aber nur die bekannte gute Jüdin, die jeder Antisemit sofort als Alibi aus dem Hut hervorzaubert, wenn er sich nicht offen, sondern verdeckt antisemitisch äußern will?
Denn wenn sich ein Jude „kritisch“ äußert, muss ja etwas dran sein!

Vielleicht wird ja auch eines Tages Horst Mahler als Zeuge aussagen, dass sich seine brauen Kameraden nie antisemitisch geäußert haben.

Wie wäre es hier deutsches Strafrecht, den Bock zum Gärtner zu machen?

2 Antworten to “Den Bock zum Gärtner oder die Ziege zur Gärtnerin machen.”

  1. Markus Says:

    Hallo Yael!

    Eveline Hecht-Galinski sehe ich mit gemischten Gefühlen. Ihre Anti-Israelretorik finde ich teilweise auch übertrieben, aber sie ist eben eine antiauthoritäre Querdenkerin. Dennoch: Der Ton macht die Musik!

    Ist Dir eigentlich aufgefallen, dass die Antiislamisten wie z. B. Geert Wilders oder Sarrazin auch alle einen „Alibi-Araber“ oder „Alibi-Türken“ haben?

    In diesem Sinne: Alle Menschen sind gleich🙂

    Gruß Markus

  2. yael1 Says:

    http://www.badische-zeitung.de/leserbriefe-68/israel-ist-keineswegs-ein-apartheidstaat-der-begriff-gilt-nur-fuer-suedafrika–36627421.html

    Israel ist keineswegs ein Apartheidstaat, der Begriff gilt nur für Südafrika

    Die Aussagen von Frau Hecht-Galinski können so nicht stehen bleiben, weil sie einen gefährlichen Mix an Halbwahrheiten, sachlichen Fehlern und zynischer Polemik enthalten. Im Teilungsplan der UN vom November 1947 war explizit das Wohnrecht von etwa 9520 jüdischen und 750 000 arabischen Einwohnern im palästinensischen Staat vorgesehen. Im jüdischen Staat sollten 500 000 Juden und 510 000 Araber ihre Heimat finden. Jerusalem sollte 100 000 Juden und 105 000 Arabern Platz bieten. Wie man weiß, wurde dieser Plan von der arabischen Seite abgelehnt, der Unabhängigkeitskrieg war die Folge. Die international vorgesehene Tolerierung konnte also schon zu Beginn der Zweistaatenlösung auf Grund der Ablehnung nicht belebt werden.

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