Fällt das eigentlich nur mir auf?

Seitdem ich das Internet nutze und vor allem auch diverse Foren und Blogs, fällt mir einiges doch besonders negativ auf: Nichtjuden (leider auch genug Juden), die glauben, jüdische oder pro-israelische Seiten dazu missbrauchen zu können, um gegen Moslems zu hetzen und dies teilweise in einer menschenverachtenden Sprache, so dass es selbst mir die Sprache verschlägt, und das ist wirklich sehr selten. Ich verstehe sehr gut, dass viele vor dem politischen Islam und radikalen und antisemitischen Moslems Ängste haben. Mir geht es da nicht anders. Der Anstieg des Antisemitismus bei vielen Moslems ist erschreckend (darüber habe ich auch berichtet und Artikel verlinkt) und leider wird dieses kaum offen diskutiert.
Kritik ist vollkommen in Ordnung, auch das muss der Islam wie jede Religion aushalten, auch Kritik am teilweise frauenfeindlichen Verhalten von Männern, dass immer wieder mit dem Islam gerechtfertigt wird. Ich will hier keine Diskussion über den Islam und dem Islamismus führen. Ich frage mich einfach nur, was in solchen Menschen vorgehen mag.
Denken die, Internetseiten, die von Juden betrieben werden oder pro-israelisch sind, bedeuten automatisch, seinen Hass auf alle Moslems ausleben zu können? Ist jüdisch sein stereotypartig mit Islam-oder Moslemhass verbunden? Glauben diejenigen, weil viele Ängste auch jüdischerseits bestehen, sie könnten ihren Hass ohne Widerspruch ausleben (der leider zu oft zu leise ausfällt)? Und wenn man ihnen widerspricht, heißt es, Juden würden ihre Feinde verteidigen, wären so etwas wie Verräter und müssten daher wohl unter Minderwertigkeitskomplexe leiden. Dass man einfach einer menschenverachtenden Ideologie widerspricht, sich gegen diese ekelhafte Sprache stellt, kommt denen einfach nicht in den Sinn. Und es werden Juden in gute und böse Juden eingeteilt, man versucht ihnen Vorschriften zu machen, wie sie sich zu verhalten haben, was sie gegen den Islam zu unternehmen haben etc.
Dann bekommt man Dinge zu lesen in etwa wie: Ich misstraue grundsätzlich jedem Moslem, solange er Moslem bleibt. Da wird von „Musels“ geschrieben, davon, dass nichtmuslimische junge Frauen das „Exotische“ suchen würden und die (Zitat) „Orientaler“ wissen ja, wie Frauen zu ködern seien!
Ich brauche sicher nicht mehr zu schreiben, damit man versteht, wie widerwärtig das alles ist. Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht, aber eines weiß ich: Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr. Israel, dem jüdischen Volk und dem Judentum schaden solche Menschen und nutzen uns in keiner Weise. Da können sie noch so oft betonen, Juden und Israel bräuchten jeden zur Unterstützung, denn es gäbe ja zu wenige. Nein, das Gegenteil ist der Fall. Meine Freunde suche ich mir immer noch selber aus.

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10 Antworten to “Fällt das eigentlich nur mir auf?”

  1. Bernd Dahlenburg Says:

    Grüß‘ dich,

    genau dasselbe fiel mir 2008 auch schon auf. Eigentlich spiegelt dein Beitrag meinen….

    http://castollux.blogspot.com/2008/01/schwarzbraun-ist-die-haselnuss.html

    Herzliche Grüße
    an dich
    Bernd

    =============
    P.S.: ich wurde deswegen sehr heftig angegriffen. Aber damit kann ich leben. Ich werde auch von den Kollegen auf der entgegengesetzten Seite angegriffen, weil ich die DDR als das bezeichne, was sie war: ein Verbrecherstaat:
    http://castollux.blogspot.com/2010/01/ich-mag-hubertus-knabe.html

    Irgendwann werde ich einen Artikel schreiben mit dem Titel „Zwischen allen Stühlen“. Das meine ich wirklich so….; ich bin wohl darauf geeicht.

  2. Bernd Dahlenburg Says:

    Kurzer Nachtrag:

    Ich glaube, dass es sich viele Menschen zu leicht machen, wenn sie einer Lagertheorie huldigen.

    Eigentlich ein Beleg für politische und vor allen Dingen menschliche Unreife.

    Geduld ist angesagt 🙂

    • yael1 Says:

      Ich denke, menschliche Unreife bringt es auf den Punkt. Vielleicht tendiert der Mensch dazu, ein Schwarz-Weiß- Denken zu bevorzugen, weil es sich mit einem bestimmten Feinbild einfacher leben lässt und einigen das Nachdenken erspart.
      Was mich erschreckt, ist, dass sich das zunehmend auf angeblichen pro-israelischen Seiten ausbreitet und sich dort bevorzugt Nichtjuden mit ihrem teilweise offenen Hass austoben können. Wir müssen da genauer hinschauen.

  3. joschuacohen Says:

    Gruss+Lebenszeichen 😉

    Das Problem sitzt tiefer. U.a. dort, das der überwiegende friedliche Teil den anderen nicht nur gewähren läßt, sondern ihn logistisch, finanziell und durch Unterschlupf in dieser Masse schützt. Dazu kommt die erzwungen Aufgabe/Verwässerung der eigenen Kultur und Werte, sowie all die so dargestellten „Einzelfälle“. Dies führt zu Ängsten die sich irgendwo manifestieren. Die antiauthoritäre Erziehung und die fehlenden Grenzen, auch für Einwanderer, die in ihren Parallelwelten existieren und dort Dinge und Umgangsarten kultivieren, zu denen es in ihren Herkunftsländern normaler weise moderierende Machtgegensätze gibt, die in Europa wegfallen, spielen ebenfalls eine Rolle.
    Dazu die zunehmende Verarmung breiter Schichten, Zukunftsängste und offen ausgetragene Besetzungskonflikte von Parkanlagen, Bädern usw., sowie das erlebte Verhalten junger, vorwiegend muslimischer Männer gegenüber Frauen, tun ihr übriges.
    Leider zeigt die Geschichte dazu zusätzlich, das das Vorgehen zur Verbreitung des Islams Methode hat und wirksam ist. Konstantinopel (Heute Istanbul) nur als eines der Beispiele.
    Hinter all den Hintergründen wundert mich das von Dir dargestellte nicht mehr.

    • yael1 Says:

      Doch, Joschua, mich entsetzt und wundert diese gewalttätige Sprache, dieser Hass. Das ist mit nichts zu rechtfertigen.
      „Sprache spiegelt das Bewusstsein“, gilt auch hier.

  4. Rika Says:

    Yael, grundsätzlich stimme ich deinem Beitrag zu.

    Meine (sehr persönlichen) Erfahrungen zeigen aber auch: Man muss beim Thema Islam schon sehr genau hinsehen. Ich kenne Muslime, die den Islam NUR religiös ernst nehmen und leben und dabei in ihrem Glauben an G’tt Stärkung, Hilfe und Geborgenheit erleben und die Barmherzigkeit G’ttes an die erste Stelle rücken.
    Andererseits kenne ich eben auch Menschen, die den Islam in erster Linie als ein politisches Herrschaftssystem begreifen und die „Ungläubigen“ entsprechend behandeln.
    Mit zunehmender Aufmerksamkeit auf den politischen Islam beobachte ich bei mir selbst eine immer strikter werdende Abgrenzung dagegen und eine schärfere Akzentuierung.
    In Bezug auf Judentum und Israe nehme ich Muslime durchaus differenziert wahr und kann manche Positionen teilen, manche eben nicht und anderen muss „man“ (ich) auch scharf widersprechen.

    Ich bemühe mich darum, in der persönlichen Auseiandersetzung mit Islam/Muslimen „den Menschen“ zu sehen und trotz gegensätzlicher Ansichten selber höflich, freundlich und klar zu bleiben, manchmal fällt mir das schwer.
    Dass der Ton die Musik macht und dumpfe Hetze nicht sein darf, das versteht sich für mich in den Diskussionen von selbst und ich hoffe, dass ich dieser Messlatte auch in Zukunft Stand halten werde.
    (Das gilt aber nicht nur beim Thema Islam und/oder Judentum/Israel, das nehme ich auch für andere Themenkomplexe in Anspruch.)

    • yael1 Says:

      Einverstanden. Genau das wollte ich auch ausdrücken. Eben immer erst einmal hinhören und nicht sofort alle in eine bestimmte Ecke stellen, „nur“ weil jemand Moslem ist.

      „Andererseits kenne ich eben auch Menschen, die den Islam in erster Linie als ein politisches Herrschaftssystem begreifen und die „Ungläubigen“ entsprechend behandeln.“

      Vollkommen richtig, die kennen wir ja leider alle.
      Das ist nicht akzeptabel und dagegen muss etwas getan werden. Sobald der Islam als politisches Instrument auftritt, ist es ohne Frage nicht hinnehmbar.
      Aber eben auf diese, für mich wichtige, Unterscheidung, wollte ich hinaus.
      Ich sage es mal flapsig: Bei einigen Kommentatoren, kann man den Eindruck bekommen, die Moslems würden an den „Protokollen der Weisen von Mekka“ arbeiten. Mir kommt dieser Vergleich einfach immer in den Sinn, obwohl es nicht vergleichbar ist.

  5. tapferimnirgendwo Says:

    Ja, das fällt mir leider auch auf.
    Da unterscheiden sich Antisemiten von Rechts und Links nicht: Sie suchen nach jüdischen Krozeugen, nach dem Koscherstempel für ihren Hass, nach Musterjuden.
    Ekelhaft.

    • yael1 Says:

      Das auch, obwohl es sich in diesen Fällen eher um angebliche Israelfreunde handelt.
      „Der Antisemit würgt, der Philosemit umarmt. Bei beiden bleibt mir die Luft weg“.

  6. aussengeländer Says:

    nun wenn man die vorgehensweisen islamischer eroberungen kennt, weil man aus solchen konfliktregionen kommt, ist eure einstellung
    sehr tollerant, intelektuell und selbstmörderisch.
    das was joschua cohen schreibt kommt am ehesten hin.
    die „islamisten“ sind nunmal die helden des islam.
    damit wachsen die moslems auf, lernen die suren und und rezitiren ihre größe in gedichten.
    keine gute tahat, keine spende, keine gebete kommen
    dem ruhm und den lohn im jehnseits gleich den ein schahid zu erwarten hat. sobald eine moslemische mehrheit da ist ists vorbei mit toleranz, pluralismus, minderheitenrechten ……. leider.
    sie zwingen uns ihre intoleranz auf (als masse nicht als person da sind sie vorsichtig) und mit der zeit akzeptiren wir sie nicht nur sonndern suchen den schwarzen peter bei uns.

    zum musterjuden der auf juden rummhaut wissen die meisten nicht das auch mohammed so einen hatte und dieser die ausrottung einer jüdischen ortschaft vorderte und erhielt.

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