Hetze gegen Juden im Internet – Eine Auswahl von Artikeln

Jüdische Gemeinde entsetzt über „Hasspropaganda“

Seit der Nachricht über die israelische Militäraktion gegen die „Solidaritätsflotte“ tut sich im Netz Unheimliches: In sozialen Netzwerken wie Facebook nimmt die Zahl antisemitischer Hetzkommentare und rassistischer Witze rasant zu – und sie werden nicht einmal anonym ins Netz gestellt.

Öffentliche Judenhetze im Netz

Seit der Nachricht über die israelische Militäraktion gegen die „Solidaritätsflotte“ tut sich im Netz Unheimliches: In sozialen Netzwerken wie Facebook nimmt die Zahl antisemitischer Hetzkommentare und rassistischer Witze rasant zu – und sie werden nicht einmal anonym ins Netz gestellt.

Antisemitismus in Wien infolge des Zwischenfalls rund um die Gaza-Flottille

Hetze gegen Juden für alle sichtbar
Antisemitische Kommentare überfluten das Netz

Free Gaza und der neue Antisemitismus

Antijüdische Stimmung

„Wir brauchen eine Lösung für das Problem mit den Juden“, sagt sie und streichelt ihrem Sohn den Kopf. „Ich sage euch, der Tag wird kommen, an dem kein Jude sich mehr verstecken kann.“

„Antisemitismus unter Türken ist kein neues Phänomen“, sagt Bilkay Öney, SPD-Politikerin und Mitbegründerin des Türkisch-Jüdischen Runden Tischs beim American Jewish Committee. Was Öney besonders erschreckt: „Inzwischen sind judenfeindliche Äußerungen auch in intellektuellen Kreisen salonfähig.“ Politische Vorfälle wie dieser wirken wie ein Katalysator für Judenhass, sagt Öney. Für ihre pro-israelische Haltung etwa werde sie derzeit aus ihrem türkischen Umfeld verbal attackiert.

17 Antworten to “Hetze gegen Juden im Internet – Eine Auswahl von Artikeln”

  1. Markus Says:

    Hallo Yael!

    Was Du beschreibst ist bedauerlich und mir bestens bekannt.

    Daher habe ich vor einiger Zeit meine Meinung zu einigen antisemitischen Vorfällen ins Netz gestellt. Dies machte ich auf meine eigene Art. Ich habe nicht einfach von jemand anderen abgeschrieben oder Phrasen verwendet. Wichtig war mir das Erkennen von Ursachen und das Vorschlagen von Lösungen, die bei einem Konflikt beiden Seiten gerecht werden. In einer rein politischen Diskussion ist ja oft die Einseitigkeit populär, während die Ethik meist ausgeblendet wird. Dem wollte ich auf unkonventionelle Art entgegenwirken. Vorallem wollte ich, was Juden und nicht Nichtjuden angeht, nicht von „wir“ und „ihnen“ sprechen, sondern eine gemeinsame Harmonie finden.

    Es dauerte nicht lange bis mich Engstirnige wahlweise in der linksextremen, in der rechtsextremen, in der islamistischen Ecke und als Teil der „jüdischen Weltschwörung“ gesehen haben. Je nach Bedarf, wem gerade die Argumente ausgingen…

    Aus diesem Grund, liebe Yael, suchen sich die meisten
    wohl eine Ecke, in der sie viele Freunde haben bzw.
    sogenannte Freunde…

    Die absolute Mitte zu präsentieren (nix FDP!), sowie nach Gemeinsamkeiten und Harmonie zu suchen, scheint leider nicht dem Zeitgeist zu entsprechen.

    Leider ist auch das ein Grund für Antisemitismus…

    Gruß Markus

  2. yael1 Says:

    Hallo Markus,

    ich habe das bewusst nicht kommentiert und mit Absicht einfach so stehen gelassen. Ich denke, diese Ausfälle sprechen für sich, ohne das ich es kommentieren muss.
    Was ich nicht verstehe ist, was du mir damit sagen willst, Lösungen zu finden respektive Harmonie?
    Ich wüsste nicht, wie es möglich sein sollte, mit Judenhassern Lösungen zu finden, geschweige denn eine Harmonie (welche denn?). Ich spreche hier ausdrücklich, von Antisemiten, und nicht von Menschen, die antisemitische Stereotypen verbreiten, weil sie z.B. schlecht informiert sind. Mit denen versuchen zu diskutieren, sie aufzuklären (was ich jahrelang getan habe und auch noch tue, wenn ich den Eindruck habe, hier geht noch etwas), klappt eher als mit gestandenen Antisemiten.

  3. yael1 Says:

    PS: Interessant finde ich auch, was manche User auf meinem Blog für Suchbegriffe eingeben:

    scheiß israel die greifen einfach gazast

    scheis israel

    scheiss israil

    verfluchte israel

    pic israil

    verfluchte und scheisse israel

    drecks judenpack

    hurensöhne yuden

    scheissjuden

    israel muss brennen

    welche marke gehören den yuden israel

    tötet das judenpack

    judenpack verrecke

    scheiss yahudi

  4. Markus Says:

    Hallo Yael!

    <>

    Bei Judenhassern und jenen, die antisemitische Stereotypen vertreten, sind die Übergänge oft fliesend.

    Wie erklärst Du Dir sonst den Wandel von Gunda Hernandez und Jörg Fischer? Das waren früher ja keine „Leichtgewichte“.

    Die genauen Umstände für ihren ursprünglichen Hass kennt keiner. Daher kann man die Frage, ob jemand eine Chance auf Besserung verdient, nicht mit zwei Schubladen klären.

    Natürlich muss man nicht mit Leuten reden, die unbelehrbar sind und eine Hassprache verwenden. Die müssen sich erst einmal selbst helfen.

    Trotzdem täte jeder gut daran, erst mal seine eigenen Vorurteile abzubauen.

    Beim Antisemitismusvorwurf habe ich oft den Eindruck, dass er nur auf eine einzelne Aussage bezogen wird. Sieht man manche Personen nicht als Ganzes, kann man somit Leute leicht vor den Kopf stoßen, die sich gerne gegen Antisemitismus angaschiert hätten. Damit meine ich ausdrücklich nicht selbsternannte „Israelkritiker“. Menschen ohne Vorurteile kritisieren Staaten nicht, sie analysieren sie zuerst und üben ggf. Kritik…

    Gruß Markus

    • yael1 Says:

      Keine Frage, Markus, jeder hat eine Chance sich zu ändern. Die räume ich selbstverständlich jedem ein. Bei beiden oben genannten hat es ja funktioniert (soweit wir es aus der Ferne beurteilen können). Solchen Menschen wird ja auch geholfen, nur denke ich, dass das Menschen machen sollten, die einen gewissen Abstand zu dieser „Problematik“ haben, denn wer direkt in deren Hass involviert ist, ist das nicht zuzumuten.

      Beim zweiten kommt es darauf an, wo man ihnen begegnet. Im persönlichen Umfeld kann man einen Menschen ganz anders beurteilen, als z.B. im Internet.
      Ich denke schon, dass ich einen Unterschied mache zwischen Menschen, die antisemitischen Stereotypen transportieren, die manchen wirklich nicht bewusst sind und Judenhassern, die nicht nur massiv antisemitisch stereotypisiert sind, sondern Juden grundsätzlich hassen. Dieser Hass hat mit realen Juden ja nie etwas zu tun. Da reichen durchaus schon nur zwei Sätze um zu merken, was da läuft. Wenn diejenigen es dann auch noch wiederum im nächsten Satz bestätigen, ist es kein unberechtigter Vorwurf mehr. Dann reicht ein öfter wiederholter Satz wie „Zionisten lügen grundsätzlich“, den einer der Spezies, die mir ihre Gülle schrieben, mehrfach woanders so geschrieben hat.

      Das kann auch durchaus zum Ausbruch kommen, wenn Juden nicht mit Begeisterung auf Philosemitismus reagieren, ihnen nicht in ihrem positiven Rassismus sofort Beifall klatschen.

      Ich habe im Laufe der Jahre ein ganz gutes Gespür dafür bekommen, wer ein überzeugter Antisemit ist und wer sich nur stereotyp äußert.

      Fehler machen wir natürlich alle, das kann niemand ausschließen und dann wird man vielleicht jemanden gegenüber ungerecht. Wobei ich ehrlich gesagt, Probleme habe bzw. es nicht ganz nachvollziehen kann, dass sich solche Menschen gegen Antisemitimus engagieren würden, aber selber antisemitische Äußerungen von sich geben.
      Hier scheint ja zunächst derjenige selber nicht zu wissen, was Antisemitimus ist, er die Geschichte des Judenhasses nicht kennt mit all seinen variablen Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte und wie er sich äußert.

  5. MagicOfWord – Die Zitate und Sprüche Community » Blog Archive » Das Schreiben von Artikeln – Wie Schl Says:

    […] Hetze gegen Juden im Internet – Eine Auswahl von Artikeln … […]

  6. yael1 Says:

    Zur Zeit erlebt Deutschland die schlimmsten und brutalsten judenfeindlichen Ausschreitungen seit der Ratifizierung des Grundgesetzes. Allein in den letzten beiden Jahren kam es zu mehr als verstörenden Ereignissen. In Rostock gab es einen Anschlag auf ein jüdisches Gemeindehaus. In Worms kam es zu einem Brandanschlag auf eine Synagoge. In Köln erlaubt ein deutsches Gericht die Dämonisierung Israels, während Gerichte in Bochum und Kassel die Solidarität mit Israel verbieten; in Duisburg hat die Polizei sogar eine private Wohnung gestürmt, um eine Israelfahne zu entfernen. Auf deutschen Facebook-Seiten wird öffentlich die Vergasung aller Juden gefordert und in München wurde eine Mahnwache zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismusses von einem Mob mit Eistenstangen bewaffnet angegriffen, während auf den Strassen Frankfurts der Ruf „Vergast die Juden“ erklang.

    All diese Nachrichten sind bekannt und doch regt sich kaum Widerstand – ein öffentlich laut vernehmbarer Aufschrei bleibt aus.

    http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2010/06/08/ein-deutsches-problem/

  7. Shimshon Says:

    Da bin ich nur froh das ich jetzt in Israel lebe.

  8. yael1 Says:

    Das kann ich gut verstehen. Auch und vor allem im Internet ist es teilweise unerträglich was man da zu lesen bekommt (einige Exemplare haben sich hier auch antisemitisch geäußert). Ist ist zurzeit ziemlich unerträglich in Deutschland und Europa.

    Kol tuv.

  9. yael1 Says:

    Israelitische Kultusgemeinde zeigt Demo-Organisatoren an

    So wurde etwa auf Transparenten der David-Stern mit dem Hakenkreuz gleichgesetzt, auf einem Transparent – allerdings bei der ersten Demonstration – war die Aufschrift „Wach auf Hitler“ zu lesen, wie die IKG auf Fotos dokumentierte. Auch die Hamas-Fahne wurde hochgehalten.

    Vor allem seien Übergriffe auf Juden in Österreich seit den Vorfällen in Israel deutlich angestiegen, berichtet er. Mitglieder der Gemeinde, vor allem jene, die durch ihre Kleidung klar als Juden identifizierbar seien, würden beschimpft und bespuckt. Taxifahrer weigerten sich, Juden mitzunehmen.

    http://derstandard.at/1276413228384/Anti-Israel-Demo-Israelitische-Kultusgemeinde-zeigt-Demo-Organisatoren-an

  10. yael1 Says:

    Seitdem werden immer neue Fälle antisemitischer Übergriffe bekannt: Ein Rabbiner wurde nahe einer jüdischen Schule von einem türkischen Jugendlichen beschimpft. Dabei kam es zu einem Wortgefecht, schließlich stürmten etliche türkische Männer aus einem Lokal heraus und bedrohten den Rabbiner. Mehrere durch ihre Kleidung als Juden erkennbare Personen wurden auf der Straße bespuckt, geschlagen, angerempelt oder beschimpft. »Judensau« musste ein Rabbiner in der Wiener Innenstadt hören…

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/7722

  11. yael1 Says:

    Und weiter geht die Pogromstimmung in Deutschland:

    Jüdische Tänzer beschimpft und mit Steinen beworfen

    Eine antisemitische Attacke entsetzt die Stadtgesellschaft: Mitglieder einer jüdischen Tanzgruppe sind während eines Stadtteilfestes im Sahlkamp mit Steinen beworfen und beschimpft worden.

    Nach übereinstimmenden Darstellungen haben bis zu 30 Kinder und Jugendliche vor allem libanesischer, palästinensischer, irakischer, iranischer und möglicherweise auch türkischer Abstammung antisemitische Parolen gerufen und Kieselsteine auf die acht erwachsenen Tänzer geschmissen. Die jüdische Folkloregruppe musste die Bühne verlassen, eine Tänzerin wurde am Bein getroffen und erlitt eine Prellung. Das internationale Kulturfest wurde nach einer Pause fortgesetzt, die Polizei nicht verständigt.

    http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Juedische-Taenzer-beschimpft-und-mit-Steinen-beworfen

  12. yael1 Says:

    Unbekannter attackiert israelische Touristen in Discothek

    Sie sagten, dass sie aus Israel kämen, da schlug der Angreifer zu. In einer Discothek in Berlin-Friedrichshain sind zwei junge Touristen – offenbar von einem Palästinenser – attackiert worden. Der Staatsschutz hat wegen des Verdachts auf einen antisemitischen Hintergrunds die Ermittlungen übernommen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,703319,00.html

  13. yael1 Says:

    Wenn Israel die Schiffe einer angeblichen „Friedensflotte“ mit Verbindungen ins terroristische Milieu entert, beschließt der Wiener Gemeinderat – eine bekanntlich außenpolitisch weltweit renommierte Institution – sofort eine superknallharte Resolution gegen den Judenstaat. Michael Häupl auf den Spuren Karl Luegers, sozusagen.

    Wenn hingegen in der belgischen Stadt Antwerpen der gewalttätige Antisemitismus derart ansteigt, dass die dortige Tageszeitung „Staandard“ schreibt: „Die Juden verlassen Antwerpen“, dann ist das dem Wiener Gemeinderat nicht einmal eine Silbe der Entrüstung wert.

    Man muss das irgendwie verstehen: Während die Stimmen der paar tausend Juden in Wien bei den kommenden Wahlen völlig irrelevant sind, leben fast 200.000 Muslime in der Stadt; ein Milieu, dem Antisemitismus nicht gänzlich unbekannt ist. Was soll sich da der Wiener Gemeinderat ausgerechnet um die Juden in Antwerpen scheren, wenn er sich eh schon um die Palästinenser in Gaza so aufopferungsvoll kümmert?

    Mit dieser Mischung aus übelkeiterregender Bigotterie und alberner Aufgeblasenheit sind die Provinzpolitiker aller Fraktionen im Wiener Rathaus freilich nicht allein in Europa; ganz im Gegenteil. Verlogen an den Gedenkstätten für die toten Juden ein rituelles „Wehret den Anfängen“ & „Nie wieder Faschismus“ absondern, aber seelenruhig dabei zuzusehen, wie an vielen Orten in Europa ein in vielen Fällen migrantischer Mob lebende Juden bedrängt, ist eine in Europa verbreitete Haltung.

    Deshalb juckt es die außenpolitischen Kapazunder im Wiener Rathaus natürlich auch nicht die Bohne, dass etwa im holländischen Fernsehen jüngst zu sehen war, wie drei orthodoxe Juden von jungen Herren mit Migrationshintergrund angespuckt, beschimpft und mit dem Rat versehen wurden, die „Drecksjuden“ mögen sich „in ihre Heimat scheren“, begleitet vom Hitler-Gruß. Derartige Vorfälle sind in Antwerpen so häufig, dass die dortige Polizei jetzt „Lockjuden“ einsetzt, um der Täter habhaft zu werden. Dass mittlerweile viele Juden Antwerpen verlassen und nach London emigrieren, ist dem Wiener Gemeinderat natürlich ebenso schnuppe, schließlich ist er ja vor allem für die reibungslose und unbürokratische Versorgung von Gaza City mit Heimwerker-Materialien auf dem Seeweg verantwortlich.

    http://www.ortneronline.at/?p=4203

  14. yael1 Says:

    Die Orthodoxe Rabbiner Konferenz Deutschland, ORD, nimmt mit großer Besorgnis die im Zusammenhang mit der israelischen Militäraktion gegen die Gaza- Flotille stehenden antisemitischen Reaktionen zur Kenntnis.

    http://www.ordonline.de/index.php?option=com_content&view=article&id=191:pressemitteilung-zur-israelischen-militaraktion&catid=155:pressemitteilungen&Itemid=13

  15. yael1 Says:

    http://www.jta.org/news/article/2010/07/11/2739987/european-jewish-institutions-search-for-balance-on-security-vs-openness

    Security vs. openness: European Jewish institutions seeking a balance

    Vor eineinhalb Jahren habe ich in Venedig noch keine Polizei im jüdischen Viertel gesehen.

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