„Ein Schiff voller Narren“

Das große Thema, neben Horst Köhlers bedauerlichem Rücktritt, ist heute der gewalttätige Konflikt den sich eine Eliteeinheit der israelischen Armee mit den so genannten „Friedensaktivisten“ lieferte. Richard Herzinger bezeichnet diese eher als „Ein Schiff voller Narren“, was es eher sehr treffend beschreibt.
Das betreffende Schiff ist die unter türkischer Flagge fahrende „Marmara“.

Da sich mit diesem Thema schon einige Blogger und Onlinezeitungen intensiv auseinandergesetzt haben, werde ich die für mich interessantesten kurz zusammenfassen und auf sie verweisen. Vor allem deswegen weil die deutsche Presse mit reißerischen Titeln die „Israelische Attacke“ oder „Angriff auf Gazahilfsschiffe“ Stimmung gegen Israel zu machen versucht und die zum Teil sehr wohl gewalttätigen Aktivisten von jeglicher Schuld freispricht und den Umstand unter Verschluss hält, dass Israel diese Flotte gewarnt hatte, nicht zu versuchen die Blockade zu durchbrechen und die Hilfslieferungen zunächst nach Waffen im Hafen von Aschdod durchsuchen zu lassen und sie auf dann auf dem Landwege nach Gaza zu leiten.
Dass das von diesen Narren abgelehnt wurde, war eigentlich klar, denn damit macht man keine Propaganda, auf die diese Hamasfreunde so scharf sind.
Nicht das sicher zum Teil vorhandene Leid der Palästinenser motiviert sie zu solchen dummen Aktionen, sondern der Hass auf Israel.

Ich frage mich allerdings, wie es sein kann, das eine Eliteeinheit nicht in der Lage ist, anders mit diesen Narren umzugehen.
Waren Sie darauf nicht vorbereitet? Haben sie diese Narren so unterschätzt? Ich weiß es nicht, aber ich denke Israel hat genügend intelligente Menschen, um nicht leider immer wieder diesen unsäglichen Propagandaschlachten sei es seitens der Hamas oder deren Freunden so zu unterliegen. Denn gewonnen hat zweifelsfrei wieder einmal das Terrorregime der Hamas.

Ruth schreibt folgenden Artikel dazu: Ueberwaeltigender Propagandasieg fuer Hamas

Chajm schreibt ebenfalls darüber:
http://www.sprachkasse.de/blog/2010/05/31/das-flottillendesaster/

Es war vermutlich allen Beteiligten klar, dass die Reise auf eine Konfrontation mit der israelischen Marine hinausläuft; denn wenn eine Seeblockade ausgerufen wurde, kann man wohl kaum erwarten, dass man die Schiffe passieren lässt. Die Blockade durch Ägypten dürfte ähnlich rigoros durchgesetzt werden.

Die Marineeinheiten, die an Bord der Schiffe gingen, um sie von ihrem Kurs abzubringen, wurden mit Messern, Schlägern und Metallstangen attackiert und letztendlich sogar beschossen. Selbst Fernsehbilder von Al Jazeera zeigen Menschen die mit Eisenstangen auf die Soldaten eingeprügeln.

Israel nimmt dazu ebenfalls Stellung:

Zur Konfrontation der israelischen Marine mit der Gaza-Flottille

Während des Abfangens der Schiffe griffen die Demonstranten an Bord die Einsatzkräfte der israelischen Marine mit scharfer Munition und Waffen wie Messern und Knüppeln an. Eines der benutzten Gewehre war zuvor einem israelischen Soldaten entrissen worden. Die Demonstranten hatten ihre Waffen ganz klar für diesen bestimmten Zweck bereitgehalten.

Israelische Truppen vor Ort berichteten, dass einige der Beteiligten an Bord der Schiffe offensichtlich planten, die Soldaten zu lynchen.

Das Abfangen der Flottille folgte auf unzählige Warnungen, die den Organisatoren übermittelt worden waren, bevor die Flottille in See stach und Kurs auf den Gaza-Streifen nahm. Bei diesen Warnungen wurde den Organisatoren klargemacht, dass sie den Hafen von Ashdod anlaufen und dort ihre Ladung löschen könnten, um sie nach Sicherheitschecks auf geregelte Weise in den Gaza-Streifen zu überführen. Nachdem sie sich geweigert hatten, zu kooperieren und den Hafen anzusteuern, wurde beschlossen, ihre Schiffe zu entern und nach Ashdod zu leiten.
Unter dem folgenden Link gibt es Filmaufnahmen der Konfrontation: http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Communiques/2010/Israel_Navy_warns_flotilla_31-May-2010.htm

Achja, der bekennende Antisemit Mankell ist natürlich auch dabei.

Nicht nur die andauernde israelische Besetzung palästinensischer Gebiete – Gaza freilich wurde von den Israelis längst geräumt – hält Mankell für ein Unrecht, sondern die Existenz des Staates Israel an sich. Es gebe „keinerlei Gründe dafür“, dass die Gründung des Staates Israel 1948 „eine völkerrechtlich legitime Handlung war“, schrieb er nach einer Reise durch Israel und die Palästinensergebiete im vergangenen Sommer. Folgerichtig bedeute auch eine Zwei-Staaten-Lösung nicht, „dass die historische Besatzung aufgehoben wird“. Die Frage sei nur noch, ob die Israelis „freiwillig einer Abwicklung des Apartheidstaates zustimmen werden. Oder ob es zwangsweise geschehen wird“. Damit befindet sich Mankell in voller Übereinstimmung mit der radikalislamischen Hamas, die Gaza unter ihre Terrorherrschaft gebracht hat und in Wahrheit für die Notlage seiner Bürger verantwortlich ist. Denn sie braucht Gaza ausschließlich als Basis für die Verwirklichung ihres Endziels und somit der Vision Mankells: der Auslöschung Israels.
Was fanatische „Antizionisten“ wie Mankell verschweigen: Israel blockiert den Gazastreifen keineswegs, um es „auszuhungern“, sondern um Waffenlieferungen an die Hamas zu verhindern. Durch Hilfstransporte der UN ist die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet. Jedenfalls so weit, dass ein Vergleich der Lage in Gaza mit der in wirklich schlimmen humanitären Krisengebieten, etwa in Darfur oder Sri Lanka, völlig abwegig ist.
Dass Schriftsteller in ideologische Delirien verfallen, wenn sie sich ins Politische einmischen, ist kein neues Phänomen. Umso mehr ist Misstrauen angebracht, wenn literarische Reputation als Beleg höherer Glaubwürdigkeit eingesetzt wird.

Bernd Zeller bringt es auf den Punkt:

Solidaritätsflotte erfolgreich

Die Berichte darüber, wie sich die israelischen Soldaten gegen bewaffnete Angreifer auf der provokativen Solidaritätsflotte verteidigten, lauten „Blutiger Angriff Israels auf Hilfsflotte“ und so.
Die Solidaritätsaktion hat also den erhofften Propagandaerfolg erzielt. Allmählich dürfte den hamasophilen Solidarlingen aufgehen, worin ihre Mission bestanden hat.

Und zu guter Letzt noch ein Video was diese Terrorfreunde so skandieren:

Oh Juden, die Armee Mohammeds wird zurückkehren!“

Update:

Weitere interessante Artikel dazu:

Von Ronyitzchak

Die Inszenierung, die wir momentan in den Medien verfolgen können, möchte ich daher als gelungene Fiktion bezeichnen, auch wenn die Komparsen es als Realität verinnerlicht haben. Die europäischen Medien sind empört und ähnlich wie beim letzten Gaza-Krieg ist mit einer neuen antisemitischen Meinungsmache auf den Straßen zu rechnen, befeuert durch eben jene europäische Medienmaschinerie – eine unermüdliche und für Kritik unempfängliche Regie.

Unschuldige Friedensaktivisten soll die israelische Marine nun angegriffen haben. Die europäische Politik ist „schockiert“ und „entsetzt“ und stark besetzte Wörter wie „Massaker“ dürfen gerade aus arabischen Kreisen nicht fehlen.

Man ist geneigt, schlicht mit einem Wort zu antworten: Unsinn!
Es war kein ehrlicher Hilfskonvoi, sondern eine bewusste Provokation, die Israel zu Fehlern zwingen sollte, so dass man sich in der eigenen politischen Sache profilieren kann. Ginge es diesen „Friedensaktivisten“ tatsächlich um die Hilfsgüter, hätten sie sich – um Konflikte zu vermeiden – auf den israelischen Vorschlag eingelassen und ihre Ladung in Aschdod gelöscht, so dass man sie überprüfen und dann durch die UN überbringen könnte.
Es waren keine Friedensaktivisten, sondern Friedensterroristen, die sich mit ihrer medialen Manipulation und Scheinheiligkeit auf der gleichen Stufe wie die Hamas befinden. Man möge dem kritischen Zuschauer folgendes erklären:
Warum beladen Menschen, die angeblich nur humanitäre Hilfsgüter transportieren wollen, ihr Schiff mit Waffen und scharfer Munition? Warum lassen sie sich nicht auf Kompromisse ein? Warum attackieren sie Soldaten, die das Manöver – wie angekündigt – friedlich stoppen wollen, mit Eisenstangen, Äxten und noch mehr?
Wer sich über das Seekriegsrecht informiert, wird zudem feststellen, dass Israel keineswegs völkerrechtswidrig gehandelt hat. Ebenso ist es, wie bereits erwähnt, eine unsinnige Behauptung, dass man die Bevölkerung in Gaza aushungern lässt. Es gibt regelmäßige UN-Transporte. Auch heute hätte es solch einen Transport geben können. Aber man suchte lieber die Konfrontation.

Der Hamas ist mal wieder ein PR-Clou gelungen. Man nennt es auch Pallywood.

„Ein brutaler Überfall auf See“ auf der Seite von Heplev.

Marine-Kommandos ließen sich einer nach dem anderen auf das Schiff ab, wo dann etwas Unerwartetes geschah: Die Passagiere, die sie auf dem Deck erwarteten, zogen Keulen, Schlagstöcke und Zwillen mit Glaskugeln heraus und griffen jeden Soldaten an, der auf Deck kam. Die Kämpfer wurden einer nach dem anderen ergriffen und heftig verprügelt, versuchten aber sich zu wehren.

Zu ihrem Unglück waren sie nur mit Paintball-Gewehren ausgerüstet, um schwachen Prostest zu zerstreuen, wie sie auch in Bilin genutzt werden. Die Paintballs hinterließen bei den Aktivisten offensichtlich keinen Eindruck; sie prügelten weiter auf die Soldaten ein und versuchten auch ihnen die Waffen abzuringen.

Ein Soldat, der einem Kameraden zu Hilfe kam, wurde von den Randalierern ergriffen und erlitt schwere Schläge. Die Kommandos waren mit Handfeuerwaffen ausgerüstet, aber ihnen wurde gesagt, sie sollten sie nur in lebensbedrohenden Situationen benutzen. Als sie sich vom Hubschrauber abseilten, riefen sie einander immer wieder zu: „Nicht schießen, nicht schießen“, obwohl ihnen zahlreiche Schläge zugefügt wurden.

Close-Up Footage of Mavi Marmara Passengers Attacking IDF Soldiers

Weapons Found on the Flotilla Ship Mavi Marmara Used by Activists Against IDF Soldiers

Update

Ein guter Freund von mir, der gerade Soldat ist, war auf einem der groesseren Schnellboote der israelischen Armee, wo er seinen Dienst verrichtete

Die israelischen Soldaten waren ueberall hauptsaechlich mit Painball/Gotcha Pistolen ausgeruestet, die recht ungefaehrliche Farbmunition verschmiesst. Auf fuenf der sechs Schiffe waren jeweils so zwischen 20 bis 50 Leute und so wie mir mein Freund berichtete, ging dort alles recht glatt, ohne groessere Vorkommnisse, ab und zu mit Beschimpfungen, Gerangel, kleinere Handgreiflichkeiten – genau wie man es geplant und trainiert hatte. Nur die Marmara, die von der IHH organisiert wurde (nach CIA Terrororganisation, Kontakte zu Hamas, Al Quida), bereitete Schwierigkeiten.

Nach der Enterung, auf dem Rueckweg, sassen meinem Freund zwei der eingesetzen Elitesoldaten gegenueber, die sich aus dem Hubschrauber in die mordslustige Meute abgeseilt hatten und er fragte sie ein bisschen aus. Er hatte sowas noch nicht gesehen: Die Uniformen der beiden waren total zerfetzt und zerrissen, und Teile vom Aermel etc. waren ganz weg. Sie hatten schon erste Hilfe bekommen und jeder hatte einen Arm verbunden und in einer Schlinge. Die Soldaten erzaehlten ihm, dass sie selbst in dem lebensbedrohlichen Chaos versucht hatten, mit den Angreifern zu reden, ihnen auf English “Stop!” und andere Warnungen zuriefen, diese aber nur Tuerkisch oder Arabisch und kein Wort English verstanden und auch so nicht reagierten, sondern attackierten. Als sie aufstanden, konnten sie vor Schmerzen kaum laufen…

Er sah auch einige der Waffen und Kugelgeschosse, die auf der Marmara in Kisten (und nicht verstreut ueber das Schiff) lagen und auf sein Schiff gebracht wurden.

Ihm zufolge waren die Toten nur unter den Militanten auf der Marmara.

Am Ende sei noch erwaehnt, dass er es nicht fassen kann, wie darueber berichtet wird und Leute ueberall genau das Gegenteil von dem behaupten, was er mit eigenen Augen auf den Schirmen life verfolgt hatte.

46 Antworten to “„Ein Schiff voller Narren“”

  1. Bernd Dahlenburg Says:

    Siehe HonestReporting:

    http://backsp.wordpress.com/2010/05/31/video-bewaffnete-%e2%80%9efriedensaktivisten%e2%80%9c/

    und

    sehr ausführlicher Kommentar dazu [in Englisch]:

    http://backsp.wordpress.com/2010/05/31/sonderbericht-flotillengefecht-entfacht-antiisraelische-welle/

    Beste Grüße
    Bernd
    HonestReporting
    Castollux

    ———
    P.S.: Herzliche Grüße an dich, Yael!

  2. yael1 Says:

    Mercy Bernd und lieben Gruß zurück. 😉

  3. Bernd Dahlenburg Says:

    @Yael

    Heplev ist sehr fleißig. Wir sind seit 2006 befreundet. Ich habe ihn sehr gern.

    Aber nicht nur, weil er Christ ist, sondern weil er Rückgrat hat.

    Haben wenige Leute.

  4. yael1 Says:

    Ich habe seinen Artikel jetzt direkt im Artikel verlinkt. Heplev ist sehr sehr fleißig. Ich bewundere seine viele Arbeit.

  5. yael1 Says:

    Heplev verweist noch auf einen wichtigen rechtlichen Aspekt:

    Das San Remo-Manual zum internationalen Recht, wie es auf bewaffnete Konflikte auf See anzuwenden ist, besagt in Paragraf 67:

    Handelsschiffe, die unter der Flagge neutraler Staaten fahren, dürfen nicht angegriffen werden, außer

    (a) es gibt vernünftige Gründe anzunehmen, dass sie Kontrabande führen oder eine Blockade brechen und nach vorheriger Warnung, wenn sie die Absicht haben oder s deutlich ablehnen zu stoppen oder absichtlich und sich deutlich einem Besuch, einer Durchsuchung oder Aufbringung widersetzen.

    http://heplev.wordpress.com/2010/06/01/das-internationale-recht-fur-bewaffnete-konflikte-auf-see/

  6. yael1 Says:

    http://www.lizaswelt.net/2010/05/aufgebrachte-narrenschiffe.html

    Greta Berlin, eine der Organisatorinnen der „Solidaritätsflotte“, gab das vor einigen Tagen auch unumwunden zu: „Bei dieser Mission geht es nicht darum, humanitäre Güter zu liefern, es geht darum, Israels Blockade zu brechen“

    […]

    Zumindest nicht für Menschenrechte, die dem islamischen Verständnis davon zuwiderlaufen, wäre hinzuzufügen. Denn die unter türkischer Flagge fahrende Mavi Marmara – auf der die israelischen Spezialkräfte attackiert wurden – wurde maßgeblich von der radikalislamischen türkischen Organisation IHH organisiert und finanziert. Deren Vorsitzender Bülent Yildirim hielt vor wenigen Tagen in Istanbul bei der Einweihungszeremonie für das Schiff – an der auch zwei von Großbritannien aus operierende Topterroristen der Hamas, Mahmad Tzoalha und Sahar Albirawi, sowie Hamam Said, ein Führer der Muslimbruderschaft in Jordanien, teilnahmen – eine Rede, in der er unter anderem sagte: „Israel verhält sich, wie Hitler sich gegenüber den Juden verhalten hat. Hitler baute Konzentrationslager in Deutschland, und heute baut das zionistische Gebilde Konzentrationslager in Palästina.“

    Ebenfalls bei der Feierstunde zugegen war Scheich Raed Salah, der Führer der „Abteilung Nord“ der Islamischen Bewegung in Israel. Salah verfügt nicht nur über gute direkte Kontakte zur Hamas, sondern hat in der Vergangenheit auch mehrfach antisemitische Hasspredigten gehalten. Darin führte er unter anderem aus, die Juden seien „Schlächter von schwangeren Frauen und Babys“, „Diebe“ und „die Bakterien aller Zeiten“; zudem bediente er alte Ritualmordlegenden: „Wir sind nicht diejenigen, die ein Mahl von Brot und Käse in Kinderblut essen.“ Der Sieg sei „mit den Muslimen, vom Nil bis an den Euphrat“. Salah war dann auch einer der Passagiere der Mavi Marmara – bei deren Auslaufen in Istanbul antisemitische Lieder gesungen wurden – und soll bei den heutigen Kämpfen verletzt worden sein.

  7. yael1 Says:

    http://www.welt.de/politik/article7863184/Israel-rechtfertigt-toedliche-Schuesse-als-Notwehr.html

    Allerdings wollte eine Sprecherin der Organisation Free-Gaza sich im Gespräch mit WELT ONLINE nicht darauf festlegen, dass es an Bord des Schiffes keine Waffen gegeben habe. Sie halte das aber zumindest „für äußerst unwahrscheinlich“, sagte Audrey Bomse. Dabei ist es vielleicht kein Zufall, dass es ausgerechnet auf der Mavi Marmara zu einem Blutbad kam, während die weiteren fünf zur „Friedensflotte“ gehörenden Schiffe von israelischen Truppen ohne Zwischenfälle aufgebracht wurden.

    Die Mavi Marmara befand sich nämlich unter dem Kommando der IHH, einer türkischen Wohltätigkeitsorganisation mit Verbindungen zu verschiedenen islamistischen Organisationen. Das „Danish Institute for International Studies“ hat der IHH nicht nur Verbindungen zur Hamas sondern auch zu al-Quaida und anderen Organisationen nachgewiesen, die der globalen Dschihad-Bewegung nahe stehen.

    Auch hat der Chef der Organisation, Bülent Yilderim, jüngst in einer Rede Israel als „zionistisches Gebilde“ bezeichnet und erklärt, das Ziel der IHH sei es, „Israel und die israelische Armee zu blamieren und der Hamas und ihrer Regierung im Gazastreifen zu helfen“. Bei der Abschiedsfeier des Schiffes in Istanbul in der vergangenen Woche waren dann auch zwei hochrangige Hamas-Mitglieder aus Großbritannien und ein Führer der jordanischen Muslimbruderschaft anwesend gewesen.

    http://www.imra.org.il/story.php3?id=48215

    Law Expert Dr Robbie Sabel IDF action in international waters legal

    Ulrich Sahm dazu:

    Am Mittag wurden im israelischen Fernsehen Filmszenen gezeigt, auf denen deutlich zu sehen war, wie einer der Friedensaktivisten in roter Schwimmweste mit einem langen Messer auf einen Soldaten einsticht. Ein Soldat wurde von der Brücke auf ein unteres Deck herabgestoßen, zwei retteten sich mit einem Sprung ins Wasser, berichtete der Reporter Amir bar Schalom, der die Truppen begleitete. Zwei Soldaten seien zu Beginn der Aktion durch Schüsse in den Bauch und ins Knie verletzt worden. Erst danach hätten die Soldaten die Genehmigung erhalten, ihre Schusswaffen einzusetzen.

    http://honestlyconcerned.info/bin/articles.cgi?ID=PR26510&Category=pr&Subcategory=16

    http://honestlyconcerned.info/bin/articles.cgi?ID=KO89110&Category=ko&Subcategory=10

    Kommentar: Israels Debakel

    http://honestlyconcerned.info/bin/articles.cgi?ID=KO89210&Category=ko&Subcategory=10

    Massaker an Blockadebrechern (aktualisiert)

    http://honestlyconcerned.info/bin/articles.cgi?ID=KO89310&Category=ko&Subcategory=10

    „Massaker“ an Blockadebrechern (noch mal aktualisiert)

    http://honestlyconcerned.info/bin/articles.cgi?ID=KO89610&Category=ko&Subcategory=9

    Verwirrte Reaktionen in Israel

  8. AchSchaf Says:

    Ich denke, bei den „Friedensaktivisten“handelte es sich nicht um Hamas- Kämpfer, sondern um die selbe Truppe von Schlägern, wie man sie in düsteren Bahnhofsvierteln oder in Fußballstadien an den berüchtigsten Stellen vorfindet: ungebildete Jugendliche, die sich von fragwürdigen Geschäften ernähren und es gewohnt sind, ihr „Recht“ selbst in die Hand (oder besser die Faust) zu nehmen.

    Ich habe einige Videos der IDF gesehen, und da kann man beobachten, wie sich einzelne Soldaten abseilen. Ein einzelner Soldat, der an Deck eines solchen Schiffes ankommt, ist dort fürs Erste in der Minderheit. Israel hätte sehr gut daran getan, seinen eigenen Mann mit an Bord gehabt zu haben. Man kann nämlich Schiffe durchaus auch auf andere Art entern, so, dass nicht einer nach dem anderen, sondern mehrere gleichzeitig aufs Schiff kommen. Und viele, kampferfahrene, Soldaten wären nicht angegriffen worden. Und wenn: es hätte einige gebrochene Nasenbeine und Rippen gegeben, wäre also kaum der Rede Wert gewesen.

    Den Aktivisten vorzuwerfen, nicht nach Aschdod ausgewichen zu sein, halte ich für einen wenig geistreichen Versuch, die Propaganda abzuwehren. Der Transport folgt dem Muster, das wir von Greenpeace und ähnlichen Gruppierungen her kennen: Konsequente Provokation hart an, oder gerade über der Grenze zur Illegalität. Wir sind es gewohnt, solche Aktionen als moralisch gerechtfertigt, mutig und ehrenhaft zu sehen. Israel wird damit nicht punkten können. Letztlich bleibt ihnen nur übrig, einie weitere Niederlage im Propagandakampf zu akzeptieren, eine, die man mit einem ganz einfachen Agenten hätte vermeiden können. Und das macht mich traurig.

  9. Rika Says:

    Yael,
    wie kannst du von Waffen reden?
    Auf dem Bild sind Brotmesser und Spatenstiele. So was von verdrehter Dokumentation!!!
    Sarkasmus aus.

    @ AchSchaf: „Konsequente Provokation hart an, oder gerade über der Grenze zur Illegalität. Wir sind es gewohnt, solche Aktionen als moralisch gerechtfertigt, mutig und ehrenhaft zu sehen.“
    Da hast du leider Recht!
    Wir haben sie doch auch bewundert, die Walretter und Anti-Ölplattform-kämpfer und wen was weiß ich noch!

    Das ist ein völlig neuer Aspekt der Betrachtung, aber in sich sehr stimmig!
    Lg rika

    • AchSchaf Says:

      Rika, ich habe Bilder gesehen, auf denen Steinschleudern mit Säcken voller Murmeln oder Steinen abgebildet waren. Das sind Waffen. Und zwar Waffen, die durchaus töten können. Nicht zufällig, sondern gezielt. Eine Glasmurmel, die aus 10 Metern Distanz mit so einem Ding abgeschossen wurde durchschlägt eine 20mm Spanplatte. Selbst probiert. Sie durchschlägt auch Rippen, den Schädel, was auch immer.

      • Rika Says:

        Natürlich sind das Waffen, auch die vermeintlichen Fischmesser und Spatenstiele!

        Hast du meinen hilfslosen Zynismus für meine Meinung gehalten?

        Beim nächsten Mal drücke ich mich drastischer aus!

  10. yael1 Says:

    Hier noch mal etwas zum Hintergrund der Sponsoren:

    http://heplev.wordpress.com/2010/06/01/israel-fing-die-turkische-flotte-ab-%E2%80%93-der-kater-am-morgen-danach/

    Man muss einen achtsamen Blick auf die Sponsoren der Hilfsflotte werfen. Oberst a.D. Jonathan Fighel vom Intelligence and Terrorism Information Center (IDC) schrieb einen Artikel, in dem er die türkische IHH Insani Yardim Vakfi untersuchte, den “Humanitären Untestützungs-Fond” (http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/English/eng_n/html/hamas_e105.htm). Diese 1992 gegründete radikalislamische Organisation war die prominente unter den Organisationen der Koalition der Hilfsflotte. “DieIHH hat ein breit gefächertes Programm wichtiger Aktivitäten in Not leidenden Gebieten. Dazu gehört, dass sie Lebensmittel und Unterstützung an Waisen schicken, Bildungsinstitutionen, Krankenhäuser und Kliniken einrichten, Programme zur Berufsbildung, die Lieferung von Medikamenten, der Bau von Moscheen udn die Verhinderung der Verletzung der Menschenrechte an verschiedenen islamischen Orten überall in der Welt. In den vergangenen Jahren hat sie angefangen ihre Aktivitäten in europäische Staaten auszuweiten, zum Teil durch die Gründung von Ablelgern, die ihren Namen tragen.” Fighel stellte auch heraus, dass “die IHH in der Vergangenheit logistische Unterstützung und Finanzierung globaler jihadistischer Netzwerke bereitstellte”. Zusätzlich berichtete er, dass es Beweise dafür gab, dass diese Gruppe mit Terrorismus, antiwestlicher Hetze und dem Transport von Waffen in Verbindung steht.

    Das bringt uns zum Hauptpunkt. Die israelische Marine kannte den Feind nicht, obwohl sie ihn hätte kennen sollen. Jeder, der von den Aktivitäten der türkischen IHH wusste, hätte die deutliche Möglichkeit vorhersehen können, dass einige der Passagiere erfahrene Kämpfer waren, von denen einige bei Kämpfen auf dem Balkan dabei gewesen sein könnten. Es ist schockierend, dass, da die Identität und Aktivitäten der Sponsoren-Organisationen bekannt waren, die Marine ihre Kommandos mit Paintballs in die Schlacht schickte. Anzunehmen, dass diese Leute echte “Friedensaktivisten” waren, stellt ein ernstes Versagen der Geheimdienste dar.

    http://heplev.wordpress.com/2010/06/01/video-%E2%80%9Edie-israelischen-kommandos-krankenhausreif-prugeln%E2%80%9C/

    Falls irgendjemand glaubt, die „Friedensaktivisten“ hätten friedliche Absichten gehabt, sollte sich dieses Video mit dem Titel „Die israelischen Kommandos krankenhausreif prügeln“ ansehen sowie das, was die Person schreibt, die es eingestellt hat: „Sehen Sie, wie wird sie angriffen, sobald sie auf dem Deck ankamen! Sehen Sie genau hin, wir schlugen einen mit einem Brecheisen nieder!“

  11. yael1 Says:

    Sehr interessant:

    Hanin Zoabi is a not only an Israeli citizen, she’s a member of Israel’s Knesset. She was also on that Turkish ship, from the Turkish side, not the IDF side. Since she has immunity she hasn’t been arrested and is free to give interviews to the media. According to Haaretz in Hebrew, she’s telling that there were at least three dead civilians on the Mavi Marmara even before the first IDF troops came aboard, from advance fire. She personally saw the bodies.

    http://yaacovlozowick.blogspot.com/2010/06/ministry-of-truth.html

  12. Roman Says:

    Hallo Yael,

    hier auch noch zwei Videos, dort ist ziemlich genau der Ablauf dargestellt.

    http://blog.maschiach.de/zur-konfrontation-der-israelischen-marine-mit-der-gaza-flottille.html

  13. yael1 Says:

    Stimmt Rika, wie kann ich nur von Waffen reden, denn dabei sind es doch nur unzählige Messer, Knüppel, Eisenstangen. Ja das kann die Zivilbevölkerung in Gaza gut gebrauchen, die kann man sicher auch essen. 😀

  14. yael1 Says:

    Toda, Roman.

  15. Roman Says:

    Es sind übrigens auch Fletschen an Bord gewesen, damit kann man Menschen auch tödlich verletzen.

  16. yael1 Says:

    Ganz richtig, auch mit allem an Bord gefundenen Waffen hätte man einen Soldaten töten können, nur manche sehen das als eine Lapalie an, als wenn diese Waffen nur zum spielen gewesen wären. Es werden ja auch regelmäßig die Steinschleudern von Palästinensern unterschätzt. Diese Menschen können oder besser wollen sich nicht einmal ausmalen, wie sehr man durch Steine schmeißen verletzt und auch getötet werden kann. Dieses Schöngerede macht mich regelmäßig wahnsinnig.

  17. Roman Says:

    Hier u.a. http://dover.idf.il/IDF/English/News/today/10/05/3106.htm

  18. yael1 Says:

    Die Nähe der türkischen Regierung zu den Radikalen

    IHH unterstützt Gaza-Flottille und Gotteskrieger

    Istanbul – Die israelische Regierung bezichtigt die türkische “humanitäre” Organisation IHH, in Wirklichkeit eine Frontorganisation für die Finanzierung extremistischer Muslimgruppen zu sein und Gotteskrieger zu rekrutieren. Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu nannte solche Vorwürfe in seiner Rede vor den UN “Lügen”. Diese Bemerkung wirft ein Schlaglicht auf die Haltung der türkischen Regierung: Sie spricht und handelt, als habe sie sich die Sache der Aktivisten zu eigen gemacht. Vor dem blutigen Drama um den von der IHH maßgeblich organisierten Schiffskonvoi für Gaza hatte Ankara Israel aufgefordert, die Flotte passieren zu lassen. Die IHH präsentiert bei ihren Aktionen immer wieder AKP-Politiker als Unterstützer, beispielsweise begleiteten fünf Abgeordnete einen früheren IHH-Konvoi nach Gaza.

    “Ein guter Teil der Vorwürfe gegen die IHH ist begründet”, sagt Gareth Jenkins, Verfasser eines Buches über den politischen Islam in der Türkei. “Ich selbst habe wiederholt mit IHH-Leuten gesprochen, und ihre Aktivitäten in mehr als 100 Ländern sind natürlich einerseits tatsächlich humanitär. Sie machen andererseits auch kein Hehl daraus, dass sie Dschihadis (Gotteskrieger) für Afghanistan und andere Kriegsschauplätze rekrutieren und ausländischen Dschihadis in der Türkei helfen.” Jenkins verweist darauf, dass vor einigen Wochen zwei IHH-Militante in Afghanistan ums Leben kamen, wo sie auf der Seite der Taliban kämpften.

    . In jedem Fall ist die IHH eine riesige Organisation mit offenbar reichlich sprudelnden Geldquellen. Ihre Ursprünge gehen zurück auf die Organisation Milli Görüs, der auch Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und Staatspräsident Abdullah Gül entstammen – sie sind politische Ziehsöhne von Milli-Görüs-Gründer Necmettin Erbakan. Seine Strategie: bei frommen Muslimen Geld sammeln, um damit Unternehmen und Organisationen des politischen Islam zu finanzieren.

    http://www.welt.de/die-welt/politik/article7879368/Die-Naehe-der-tuerkischen-Regierung-zu-den-Radikalen.html

  19. yael1 Says:

    Deutsche Linke verweigert sich der Realität

    Dabei ist es längst an der Zeit, dass auch die Türkei, Pax Christi, die IPPNW und die beteiligten Mitglieder der Linkspartei einige unangenehme Fragen beantworten.

    Etwa die: Wie konntet ihr Euch nur mit den gewaltbereiten Radikalen der IHH einlassen? „Sie machen kein Hehl daraus, dass sie Dschihadis für Afghanistan und andere Kriegsschauplätze rekrutieren und ausländischen Dschihadis in der Türkei helfen,“ berichtet Gareth Jenkins, Kenner des politischen Islam der Türkei, über seine Kontakte mit der „Wohltätigkeitsorganisation“ IHH.

    Eine kleine Recherche hätte zutage gefördert, dass es sich um eine äußerst problematische Organisation handelt. Spätestens, als IHH-Anhänger sich auf dem Schiff am Tag vor der Konfrontation mit der israelischen Armee mit Schlachtgesängen aufputschten und riefen „Erinnert Euch an Khaibar, Khaibar, oh Juden! Die Armee Mohammeds wird zurückkehren!“ (in Khaibar ließ Mohammed laut Koran einen jüdischen Stamm niedermetzeln), hätten die deutschen Teilnehmer wissen müssen, dass sie sich in schlechter Gesellschaft befanden.

    Was würde es die europäischen Beteiligten kosten, zu sagen: „Wir haben uns furchtbar geirrt und wollen mit den Gewalttätern nichts zu tun haben – und im Übrigen bleiben wir bei unserer Kritik an Israel und setzen uns weiter für ein Ende der Blockade ein?“ Statt reinen Tisch zu machen, hält man jedoch an der Legende fest, es habe keine Gewalttäter auf dem Schiff gegeben – aus Solidarität mit islamistischen Extremisten. Seit Jahren lässt sich beobachten, dass der radikale Islam und die radikale westliche Linke zusammenrücken, weil sie sich in ihrem Israel- und Amerikahass geeint sehen.

    Diese unheilige Allianz wird nun in der Realitätsverweigerung der beteiligten deutschen Linken manifest, die ihre Inhaftierung in Israel als „Deportation“ bezeichnen und damit Parallelen zur Nazizeit ziehen, aber kein schlechtes Wort über ihre antisemitischen und gewalttätigen Verbündeten verlieren. Und derweil ergießt sich im Internet ein bisher nicht gekannter Hass über Israel und Juden allgemein.

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article7885496/Deutsche-Linke-verweigert-sich-der-Realitaet.html

  20. yael1 Says:

    http://heplev.wordpress.com/2010/06/02/arabische-medienberichte-zu-den-flotten-mitgliedern-testamente-schreiben-vorbereitung-auf-martyrertum-entschlossen-gaza-zu-erreichen-oder-zu-sterben-3/

    Sehr interessant:

    Arabische Medienberichte zu den Flotten-Mitgliedern: Testamente schreiben, Vorbereitung auf Märtyrertum, Entschlossen Gaza zu erreichen oder zu sterben

    Mitfahrer der Flotte

    Das Folgende sind Informationen aus den arabischen Medien über einige der Mitfahrer der Flotte.

    […]

    Rami Abdou, Repräsentant der European Campaign für das Ende der Belagerung des Gazastreifens, sagte, die meisten der Teilnehmer seien bereit ihr Leben dafür zu geben Gaza zu erreichen. Er betonte, dass sie es den Besatzungsstreitkräften nicht erlauben würden das Schiff nach Aschdod zu schleppen.“[27]

    Shadha Barakats Ehemann Ayman sagte, seine Frau würde während des Unternehmens wahrscheinlich zu Schaden kommen; er fügte hinzu: „Sie wird keine Waffenruhe mit dem Zionismus schließen‘“, und: „Seit sie ein Kind war, hat sie davon geträumt einen Israeli anzugreifen.“[28]

    Teilnehmer schreiben ihre Testamente

    Auf einer Pressekonferenz in Antalya (Türkei) forderten die Flotten-Organisatoren alle Teilnehmer auf „ihre Testamente zu schreiben“.[29] Nach der Pressekonferenz, wird berichtet, hatte Walid al-Tabtabai, der salafistische Abgeordnete aus Kuwait, „nicht gezögert sein Testament zu schreiben, um den israelischen Drohungen zu trotzen.“[30]

    Der Vater des kuwaitischen Aktivisten Abd al-Rahman al-Filkawi sagte der kuwaitischen Zeitung Al-Watan, dass sein Sohn ihm sagte, die Moral der Flottenteilnehmer sei hoch und sie „würden sich für die Sache Allahs opfern“. Er fügte an, sein Sohn haben ihm „vor dem Boarden gesagt, dass er ein Märtyrer für die Sache Allahs sein werde“.[31] Gleichermaßen wurde in verschiedenen Internet-Foren berichtet, dass die Mutter eines türkischen Teilnehmers gesagt hatte, ihr Sohn habe sich von ihr verabschiedet und sagte ihr, er werde sein Leben hingeben.[32]

  21. yael1 Says:

    Augenzeugenberichte israelischer Soldaten

    Kapitänleutnant R., der Kommandant einer der Einheiten der Marinespezialkräfte, die an der Kaperung des Schiffes Mavi Marmara beteiligt war, hat in einem Interview mit dem Armee-Radio von den Vorgängen an Bord berichtet.

    „Da waren Terroristen, die uns töten wollten. Ich kann es nicht anders erklären. Wir haben alle erdenklichen Mittel eingesetzt, damit die, die nicht verletzt werden sollten, nicht verletzt würden.“

    „Nachdem ich mich aus dem Hubschrauber abgeseilt hatte, stand ich vor mehreren Terroristen, und ich entsicherte meine Waffe, als ich einen von ihnen mit einem Messer auf mich zukommen sah. Ich gab einen Schluss ab, und in diesem Moment stürmten 20 weitere Leute aus allen Richtungen auf mich zu. Sie sprangen auf mich und schleuderten mich aufs Unterdeck. Gleichzeitig spürte ich einen heftigen Schmerz in meinem Bauch. Ich sah ein Messer in meinem Bauch stecken und zog es heraus. Irgendwie gelang es mir, aufs Deck darunter zu kommen, wo ein anderer Mob war. Mit einem anderen aus meiner Einheit sprang ich ins Wasser. Der dritte von uns wurde am Kopf getroffen und verlor das Bewusstsein.“

    Ein anderer Marinesoldat, dem bei der Kaperung der Mavi Marmara von den Passagieren ein Arm gebrochen wurde, beschreibt, wie man an Bord das Feuer auf die Soldaten eröffnete.

    „Ich sah zwei meiner Gruppe flach auf dem Boden liegen. Vom Eingang des Korridors schoss man die ganze Zeit auf sie mit scharfer Munition. Wir erkannten einen Pistolenlauf, und einer von uns schoss auf den Kerl, der ihn hielt. Danach traten wir ein, und er war nicht mehr da. Etwa 30 Männer sind schlicht für einen Krieg gekommen. Wir versuchten, die Dinge ins Lot zu bringen, mit denen unten zu sprechen, aber jeder von uns, der hinab stieg, wurde einfach angegriffen.

    Einige von unserer Gruppe wurden auf das Unterdeck geworfen, und die Passagiere nahmen ihre Ausrüstung. Sie sprangen als letzte Rettung ins Wasser. Man hatte uns gesagt, wenn sie nicht hören würden, sollten wir ihnen mit unseren Paintball-Gewehren in die Beine schießen. Die Pistole sollte nur eingesetzt werden, wenn wir fühlen, dass unser Leben wirklich bedroht ist, was nicht erwartet wurde; das würde extrem ungewöhnlich sein. Aber am Ende ist eben das passiert.“

    Unter dem folgenden Link gibt es ein Video, dass die für die Soldaten bedrohliche Lage veranschaulicht: http://dover.idf.il/IDF/English/News/today/10/06/0105.htm

    Jerusalem, 2. Juni 2010 – Die radikal-islamische Hamasorganisation
    verhindert die Einreise von 20 Lastwagen mit Hilfsgütern, die
    „Friedensaktivisten“ mit dem türkischen Schiff Mavi Marmara nach Gaza bringen wollten, aber von der israelischen Marine nach einer blutigen
    Übernahme des Schiffes nach Aschdod umgeleitet wurden. Nach Angaben des israelischen Militärsprechers habe man auf dem Schiff Medikamente mit abgelaufenem Gültigkeitsdatum, Kleidung, Decken, Rollstühle und Spielzeug gefunden.
    „Leider weigert sich die Hamas Terror-Organisation, die Waren anzunehmen.
    Die Lastwagen, gefüllt mit humanitärer Hilfe, durften nicht in den
    Gazastreifen einreisen“, hieß es in der offiziellen Mitteilung.
    In einem weiteren vom israelischen Militärsprecher freigegebenen Videofilm, aufgenommen von Bord der Mavi Marmara, ist zu sehen, wie
    die Friedensaktivisten Schockgranaten, Eisenstangen und einen Stuhl auf israelische Soldaten in einem kleinen Boot längsseits herabwerfen, während die versuchen, das türkische Schiff zu entern. Gleichzeitig werden die Soldaten mit einem starken Wasserstrahl bespritzt.
    Am Abend soll Filmmaterial freigegeben werden, das angeblich mit
    Sicherheitskameras der Mavi Maramara aufgenommen wurde und zeige, wie sich die „Friedensaktivisten“ auf den gewaltsamen Widerstand gegen
    die israelischen Soldaten vorbereiten.

    http://www.honestlyconcerned.info/bin/articles.cgi?ID=KO89810&Category=ko&Subcategory=9

  22. Bernd Dahlenburg Says:

    yael1 sagt:
    Juni 2, 2010 um 13:32

    Die Nähe der türkischen Regierung zu den Radikalen

    ————

    Dazu habe ich schon im Oktober 2007 (!) einen Artikel auf meinem Kommentarblog Castollux verfasst, der zwar einen anderen Anlass hatte, jedoch in der Interpretation in die außenpolitische Richtung wies, in die es jetzt geht:

    http://castollux.blogspot.com/2007/10/geht-rein-und-macht-sie-kalt.html

    Ich bin alles andere als ein Hellseher….

  23. yael1 Says:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1060112/Wer-sind-die-Gaza-Aktivisten%253F#/beitrag/video/1060112/Wer-sind-die-Gaza-Aktivisten%3F

    Der Rechtfertigungsauftritt von Henning Mankell

    Der Bestsellerautor ist zurück von der Gaza-Aktion und geht auf Lesereise. Vorher gab er eine Pressekonferenz mit reichlich kruden Aussagen.

    Das von der türkischen Organisation IHH gecharterte Schiff „Mavi Marmara“, auf dem es zu Kämpfen zwischen bewaffneten Passagieren und den israelischen Soldaten sowie zu Todesopfern unter den Passagieren gekommen war, lag etwa ein Kilometer von der „Sophia“ entfernt. Mankell erklärt, dass er bis zum Betreten der Lufthansa-Maschine, die ihn vorgestern aus Israel ausflog, nichts von den Vorgängen an Bord der „Marmara“ erfahren hatte und bis heute, wie er sagt „so sehr damit beschäftigt war, mit Journalisten zu reden“, dass er keine Zeit gefunden habe, sich die Videos anzuschauen, auf denen zu sehen ist, wie sich einige Passagiere auf eine gewaltsame Auseinandersetzung vorbereiten und dann auf die israelischen Soldaten brutal mit Eisenstangen und Ketten eindreschen. Dafür weiß der erfahrene Krimi-Autor erstaunlich gut über die Motive der Israelis Bescheid: „Das israelische Militär war darauf aus, Mord zu begehen.“

    Kein Idiot der Hamas

    Heftig wehrt sich der Autor gegen den Vorwurf, im Kalkül der Hamas die Rolle eines „nützlichen Idioten“ zu spielen, wie Lenin die westlichen Verharmloser des Bolschewismus nannte. „Ich bin kein nützlicher Idiot!“, ruft er mehrmals. „Ich bin sehr kritisch gegenüber vielem, was die Hamas macht.“ Freilich sagt er nicht genau, wogegen er ist. Und in der Tat ist Mankell nicht einfach ein naiver Schriftsteller. Wie die Hamas bestreitet er Israels Existenzrecht. Es gebe „keinerlei Gründe“ anzuerkennen, dass die Gründung des Staates Israel 1948 „eine völkerrechtlich legitime Handlung war“, schrieb er nach einer Reise durch Israel und die Palästinensergebiete im vergangenen Sommer.

    Und auch eine Zwei-Staaten-Lösung bedeute nicht, „dass die historische Besatzung aufgehoben wird“. Mit anderen Worten, Israels bloße Existenz als Staat bedeute eine Besatzung angeblich palästinensischen Bodens und müsse aufhören. Die einzige Frage sei, ob die Israelis „freiwillig einer Abwicklung des Apartheidstaates zustimmen werden. Oder ob es zwangsweise geschehen wird.“ In der Pressekonferenz spricht Mankell von einer „südafrikanischen Lösung“ – was aber nichts anderes heißt als die Übernahme des ganzen Landes durch die Palästinenser.

    Dementsprechend ist Mankell nicht bereit, die Gewalt der Passagiere auf der „Marmara“ zu verurteilen. „Ich habe nicht gesehen, dass Passagiere die Seile nach oben geklettert sind in die Hubschrauber. Die Soldaten haben sich auf das Schiff abgeseilt. Die Passagiere haben sich gegen diesen Angriff gewehrt. Ich hätte an ihrer Stelle das Gleiche getan.“ Man darf das mit fug und Recht bezweifeln. Mankell ist eben nicht dumm.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article7900193/Der-Rechtfertigungsauftritt-von-Henning-Mankell.html

    Andere Pressestimmen, die sich nicht dafür hergeben, in die einseitige Kritik an Israel einzuschwänken:

    The Chicago Tribune, 01.06.10:

    „Die Sache verwandelt sich in ein diplomatisches Debakel für Israel. Ägypten hat am Montag seine Grenze zu Gaza geöffnet, um die Kritik an seiner Rolle beim israelischen Embargo abzuwenden. Das ist eine Einladung zum Waffenschmuggel. Mehr Schiffe steuern auf die internationalen Gewässer nahe Gaza zu, offenbar um eine weitere Konfrontation zu provozieren.

    Man verzeihe uns dennoch, wenn wir nicht in den Chor der Verurteilung einstimmen. Israel hat ein Recht darauf, sich selbst zu verteidigen, und ein ausgeprägtes Interesse daran, die Ankunft von Waffen im Gaza-Streifen zu verhindern. Da übt ein böser Nachbar die Herrschaft über das Gebiet aus, nur eine Kurzstreckenrakete entfernt.“

    http://articles.chicagotribune.com/2010-06-01/news/ct-edit-gaza-20100601_1_ship-carrying-humanitarian-supplies-hamas-gazans

    The Guardian, 01.06.10:

    „Dass ein Nobelpreisträger an Bord war, ist irrelevant. Dass elektrische Rollstühle zur Ladung gehörten, ist irrelevant. Dass die Gazaer sehr unter der jahrelangen Blockade ihres Landes leiden, ist schlecht und bedauerlich – aber im Kontext dieses besonderen Vorfalls ebenfalls irrelevant. Israel hat den Aktivisten unzählige Warnungen übermittelt, ihre Fahrt nicht fortzusetzen, ohne die Fracht ihrer Schiffe prüfen zu lassen; Israel hat wiederholt angeboten, die Hilfsgüter hineinzulassen, so lange die Aktivisten sie der Armee zur Inspektion übergeben würden.“

    http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2010/jun/01/israel-no-choice-gaza-flotilla

    The Washington Times, 01.06.10:

    „Die anfängliche Raserei von Anprangerungen der Operation, bei der neun Menschen starben – mit Ausdrücken wie Piraterie, Gemetzel, Völkermord usw. -, schwindet im kalten Licht der Fakten dahin. Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Navi Pillay behauptete, Israels Operation sei ohne juristische Rechtfertigung, was nur ihre Unkenntnis des Seerechts unterstreicht. Marinen stoppen, entern und durchsuchen routinemäßig Schiffe, und Israel hat seit Jahren Blockadebrecher auf dem Weg nach Gaza aufgehalten. Der Unterschied diesmal ist, dass die ‚Friedensaktivisten’ an Bord bewaffnet und kampflustig waren.“

    „In der Zwischenzeit greifen die Extremisten in Gaza weiter Zivilisten in Israel mit Mörsergranaten und Raketen an, und jüngst wurde ein Terroranschlag mit einem sprengstoffgeladenen Eselskarren versucht. Die Welt wartet auf Worte der Entrüstung von Seiten der Vereinten Nationen.“

    http://www.washingtontimes.com/news/2010/jun/1/the-freedom-flotilla-fraud/

    The New Republic, 01.06.10:

    “Das Recht ist auf Israels Seite. Die Moral und die Geschichte sind auf Israels Seite. Die, die auf der Seite der Hamas stehen, sind in Wirklichkeit Feinde der Zivilisation.“

    http://www.tnr.com/blog/the-spine/75249/the-great-flotilla-debate-the-facts-are-israels-side?id=5dkXlSUhNNEC9CcZAhzupyot0epglhwPTk50e03DlG0xeieGGinJrySlTG0XObHo

    The Miami Herald, 02.06.10:

    „Abermals ist Israel in die absurde Position geraten, sich selbst dafür verteidigen zu müssen, sich selbst zu verteidigen. Dafür sollte es sich nie entschuldigen müssen.“

    http://www.miamiherald.com/2010/06/02/1658973/israels-action.html

    The Times, 03.06.10:

    „Die türkische Wohlfahrtsorganisation im Zentrum der Razzia israelischer Truppen auf dem Hilfsschiff im Mittelmeer ist gestern Abend stark unter Beschuss geraten wegen ihrer angeblichen Verbindungen zu militanten Organisationen.

    Entgegen ihrer Behauptung, eine völlig friedfertige Organisation zu sein, hat die Stiftung für Menschenrechte, Freiheit und humanitäre Hilfe (IHH) eine Geschichte der Involvierung in den islamischen Extremismus auf der ganzen Welt und wird mit einem versuchten Bombenanschlag auf einen Flughafen in den USA in Verbindung gebracht.“

    http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/middle_east/article7142977.ece

  24. yael1 Says:

    Das hätte ich nicht erwartet:

    Biden defends Israeli takeover of Gaza flotilla

    US Vice President Joe Biden defended Israel’s right to intercept the ships taking part in the Gaza-bound flotilla.

    In an interview to PBS, Biden said Israel has the right to defend its security interests. He added that Israel told the ships they could unload their humanitarian equipment and have it transferred to the Gaza Strip, and wondered why the activists insisted on proceeding directly to Gaza.

    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3898335,00.html

  25. Roman Says:

    Das war doch klar:

    http://blog.maschiach.de/das-internationale-recht-fuer-bewaffnete-konflikte-auf-see.html

  26. yael1 Says:

    Der Gaza-Gambit

    Juni 2, 2010 von Nichtidentisches

    Die Zeitungen können nicht behaupten, es hätte kein Material gegeben – als die mediale Wut sich auf Israel eingeschossen hatte, war durch die festgefahrene journalistische Logik im Vorfeld sicher gestellt, dass die IDF nicht zu Wort kommt. Unmittelbar nach den ersten Hetz-Artikeln rollte die Lawine von antisemitischen Kommentaren los.

    http://nichtidentisches.wordpress.com/2010/06/02/der-gaza-gambit/

  27. isralike Says:

    Shalom Yael. Noch ein gelungener Artikel. Danke für die Verweise, einige davon kenne ich bereits, und danke für die Zusammenfassung der Artikel, das ist in jedem Sinne logistisch und inhaltlich hilfreich.

    ich glaube aber schwer, dass all die Argumentationsschlacht zwar auf intellektueller Ebene Leute zum Diskutieren anregen wird, aber kein Ergebnis darauf folgt. Es erscheint nichts davon in den Medien. Die Massenmeinung bleibt von all den Diskussionen, wie wir sie auch hier vorfinden, unberührt. ich finde, es sollte Druck auf Medien gemacht werden. verrate mir einer, wie und wo….. (und bestimmt nicht mit der Antisemitismus-Keule… weil, obwohl Juden die Zusammenhänge deutlich sehen, werden deutlich deutlich weniger nichtjüdische Menschen in der Lage zu sein, diese zu erkennen oder anzuerkennen. Man kann es ihnen nicht immer verdenken. Es muss andere Argumentationsweise her. Auch wenn diese sich noch so sehr zeigen wird….)

    Aber gut, besser reden als schweigen.
    Übrigens, wie wäre es mit einer Art „Austauschcommunity“ für jüdische Blogger in Deutschland /Deutschsprachige , wo auch tatsächlich Austausch betrieben wird (und nicht nur der Webring)?
    Oder Gibt es das bereits? (Abseits von Hagalil 😉 ).

    LG
    Isralike
    isrealreflection.wordpress.com

  28. yael1 Says:

    Nein, es gibt keine Art des Austauschs.

    • isralike Says:

      Dann kann man ja so etwas ähnliches kreieren, meinst du nicht? Einen jüdischen Gruppenblog o. so etwas, als Gegenpräsenz zu etwaigen antisemitischen Progaza-Vereinigungen hier…?

      🙂

  29. yael1 Says:

    Manchmal überrascht mich die Taz. Kol ha Kovod.

    Märtyrer an Bord

    Wer sich als Passagier auf ein Aktivisten-Schiff begibt, sollte sich besser vorher informieren, wer die Organisatoren der Reise sind. Dies sei auch den Medien angeraten.

    Lange vor dem Auslaufen der „Mavi Marmara“ gab es genügend Material – sowohl über die türkische als auch über die deutsche Internationale Humanitäre Hilfsorganisation (IHH), das zumindest hätte misstrauisch machen sollen. Bereits vor einigen Jahren hatten deutsche Staatsanwälte der IHH vorgeworfen, Spendengelder nicht zu humanitären Zwecken, sondern zum Kauf von Waffen für Glaubensbrüder in Bosnien und Tschetschenien zu verwenden.

    Die Offenheit, mit der die IHH gestern zugestand, dass sie das Risiko der vollen Eskalation eingehen will: „Wir machen weiter, bis das Embargo aufgehoben ist“, und dass sie sich nicht nur mit „zweieinhalb Holzstangen“ (Norman Paech, außenpolitischer Sprecher der Linksfraktion), sondern mit Eisenstangen verteidigt hätten, lässt nun einige doch an den rein humanitären und friedlichen Zwecken der Organisation zweifeln.

    Ausgerechnet Norman Paech wurde im Studio der ARD-„Tagesthemen“ am Montag als neutraler Beobachter der Ereignisse auf dem Schiff interviewt. Wer allerdings an der Echtheit des Videos der israelischen Armee zweifelte, auf dem zu sehen ist, wie die israelischen Soldaten mit Eisenstangen zusammengeschlagen werden, hätte auch den Aussagen eines Norman Paech misstrauen müssen.

    Denn Paech ist kein objektiver Beobachter, wenn es um Israel geht. Er vergleicht seit Jahren das Vorgehen des israelischen Militärs mit Nazimethoden, empfiehlt die Hamas als Dialogpartner und lässt offen, ob das Widerstandsrecht der Palästinenser gegen die israelische Besatzung auch eine Grenze hat.

    Es waren nicht israelische, sondern türkische Medien (Vatan und Milliyet), die am Mittwoch darüber berichteten, dass mindestens 40 der Aktivisten auf der „Mavi Marmara“ gewaltbereit gewesen seien und drei der Toten vor ihrer Abreise gegenüber Freunden und Verwandten gesagt hätten, dass sie auf diesem Trip als „Märtyrer“ sterben wollen. Es ist schon interessant, dass die Journalisten in dem Land, aus dem die Toten stammen und in dem es bislang zu den heftigsten antiisraelischen Demonstrationen nach dem Vorfall kam, die Hintergründe der Toten trotzdem offen recherchieren und publizieren. Während hierzulande drei Mitglieder der Linkspartei, die ebenfalls auf dem Schiff waren und die aus ihrer Sympathie für den Widerstand gegen Israel keinen Hehl machen, als objektive Zeugen für die friedlichen Absichten der „Freiheits-Flottille“ gehandelt werden.

    http://taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/maertyrer-an-bord/

    • isralike Says:

      das ist doch interessant….mal sehen, ob es der einzige artikel bleibt..

    • Bernd Dahlenburg Says:

      Die Leserbriefe überraschen aber nicht immer. Trotzdem: Kompliment an die tazfür den Beitrag. Ich habe auch sponatan einen Leserbrief hinterlassen (wurde aber noch nicht freigeschaltet).

      Doch der nächste redaktionelle „Ausrutscher“ wird bald kommen. Sonst würde sich die taz ja untreu werden.

  30. yael1 Says:

    In response to a radio transmission by the Israeli Navy warning the Gaza flotilla that they are approaching a naval blockade, passengers of the Mavi Marmara respond, “Shut up, go back to Auschwitz” and “We’re helping Arabs go against the US, don’t forget 9/11″

    http://idfspokesperson.com/2010/06/04/video-mavi-marmara-to-israeli-navy-were-helping-arabs-go-against-the-us-dont-forget-911-guys-4-june-2010/

  31. yael1 Says:

    Aufnahmen zeigen Brutalität der Blockadebrecher

    Der blutende israelische Soldat zeigt eine andere Seite des Angriffs auf das Schiff „Mavi Marmara“ – genauso wie Aufnahmen des Funkverkehrs.

    Noch immer nicht geklärt aber ist, was am auf der „Mavi Marmara“ wirklich geschah. Immerhin ist nun bekannt, dass die ersten drei Soldaten von den Angreifern überwältigt wurden, nachdem sie sich aus dem Hubschrauber abgeseilt hatten. Mindestens ein Soldat soll von den Schlägen das Bewusstsein verloren haben, er wurde gemeinsam mit zwei seiner Kameraden gefesselt auf das Unterdeck gebracht, das bestätigen mittlerweile heimgekehrte Aktivisten. Auch Bilder, die die türkische Zeitung „Hürriyet“ nun veröffentlichte, zeigen die verwundeten israelischen Soldaten. Die Israelis hatten die Aufnahmen wohl von den Mobiltelefonen der Aktivisten gelöscht, um ihre Soldaten nicht bloßzustellen. Die Daten konnten aber wiederhergestellt werden.

    Die Aktivistin Theresa McDermott war zwar nicht auf dem betreffenden Schiff, berichtet aber, sie habe gehört, einige Aktivisten wären die gefesselten Soldaten gerne angegangen, seien aber von anderen Passagieren daran gehindert worden. Auch die Londoner „Times“ zitiert eine Augenzeugin, die berichtet, wie die anwesenden Frauen geschrieen hätten: „Tut ihnen nichts!“

    http://www.welt.de/politik/ausland/article7930203/Aufnahmen-zeigen-Brutalitaet-der-Blockadebrecher.html

  32. yael1 Says:

    Widerlich.

    http://fotogaleri.hurriyet.com.tr/GaleriDetay.aspx?cid=36575&p=1&rid=2

  33. yael1 Says:

    Nachspiel

    Jerusalem, 1. Juni 2010 – „Wir hatten uns auf Friedensaktivisten vorbereitet und wurden von Terroristen empfangen“, sagte ein israelischer Soldat im Krankenhaus, nachdem er auf der Mavi Marmara mit Messerstichen an der Hand und am Bauch verletzt worden war. „Einer ging mit einer Axt auf einen Soldaten zu, um ihn zu töten.“

    Kanal 10 berichtete, dass Gruppen von etwa 40 bis 100 Türken mit keramischen schusssicheren Jacken, Gasmasken und Nachtsichtgeräten über Deck verteilt waren, jeweils mit einem Befehlshaber und bewaffnet, um die Soldaten anzugreifen. Die meisten Toten und Verletzten auf dem Schiff waren angeblich Mitglieder dieser militanten „Schlägertrupps“. Bei den Toten fanden die Israelis „Tausende Dollar in den Taschen“. Ein israelischer Reporter bezeichnete sie „bezahlte Söldner“. Insgesamt hätten die „Friedensaktivisten“ etwa eine Million Dollar mitgeführt, die angeblich der Hamas-Organisation im Gazastreifen übergeben werden sollte. Israel und Ägypten bemühen sich teilweise mit Erfolg, den Schmuggel von Bargeld zur Hamas im Gazastreifen zu unterbinden.

    http://www.honestlyconcerned.info/bin/articles.cgi?ID=KO89710&Category=ko&Subcategory=9

  34. yael1 Says:

    Es ist an der Zeit, damit aufzuhören, Israel zu dämonisieren
    Bernhard-Henri Lévy

    Es lässt sich darüber streiten, ob eine militärische Blockade der richtige Weg ist, die islamistisch-faschistische Regierung von Ismail Haniyeh zu schwächen und, eines Tages, zu stürzen. Aber es ist unbestrittene Tatsache, dass die Israelis, die Tag und Nacht an den Grenzübergängen zwischen den Gebieten Wache halten, die ersten sind, die die einfache, aber wesentliche Unterscheidung zu treffen haben zwischen dem Regime (das sie zu isolieren versuchen) und der Bevölkerung (wobei sie genau darauf achten, sie nicht mit dem Regime zu verwechseln, und sie nicht zu bestrafen, da – wie gesagt – die Hilfe fortwährend nach Gaza gelangt).

    Zur Hölle mit allen Waren, die durch die Hände des jüdischen Zolls gewandert sind! Schmeißt die „Spielsachen“ weg, die die guten europäischen Seelen zu Tränen gerührt haben, aber unrein wurden, nachdem sie zu viele lange Stunden im israelischen Hafen von Ashdod zugebracht haben! Die Kinder von Gaza sind nicht mehr als menschliche Schutzschilde für die islamistische Bande, die vor drei Jahren gewaltsam die Macht übernahm, oder Kanonfutter oder Vorzeigeobjeke für die Medien. Die Spiele der Kinder oder ihre Wünsche sind das letzte, für das sich irgendwer im Gaza-Streifen interessiert, aber wer spricht das schon aus? Wer zeigt den geringsten Anschein von Entrüstung?

    (…)
    Noch mehr Fehlinformationen: Das Gejammer der nützlichen Idioten, die, bevor es Israel tat, in die Fänge dieser eigenartigen „Menschenrechtler“ gegangen sind, die im Falle der IHH Anhänger des Dschihads, anti-israelische und anti-jüdische apokalyptische Fanatiker sind, sowohl Männer als auch Frauen – von denen einige nur wenige Tage vor dem Zwischenfall, den Wunsch äußerten, als „Märtyrer zu sterben“. (The Guardian, 3. Juni; Al Aqsa TV, 30. Mai).

    Wie kann ein Schriftsteller vom Format des Schweden Henning Mankell es zulassen, auf diese Art missbraucht zu werden? Wenn er uns mitteilt, er denke darüber nach, die Übersetzung seiner Bücher ins Hebräische zu verbieten, wie kann er allen Ernstes die unantastbare Unterscheidung vergessen zwischen einer dummen oder schlechten Regierung und den Massen, die sich mit ihr nicht identifizieren? Wie kann eine Kino-Kette in Frankreich (Utopia) gleichsam entscheiden, die Veröffentlichung eines Films zu streichen, „A Cinq heures des Paris“, aus dem einfachen Grund, dass sein Autor, Leonid Prudovsky, israelischer Staatsangehöriger ist?

    Und schließlich desinformieren auch die Herden der Heuchler, die es bedauern, dass Israel den Ruf nach einer internationalen Untersuchung ablehnt. Die Wahrheit ist, mal wieder, sehr viel einfacher und logischer: Was Israel ablehnt, ist eine Untersuchung durch den UN Menschenrechtsrat, in dem solch großartige Demokraten wie die Kubaner, die Pakistaner und die Iraner das Sagen haben.

    http://newsletter.cti-newmedia.de/index.php?site=newsletter&id=709&uid=4902&sid=NA==#n1

  35. yael1 Says:

    Die Linkspartei hat ein Antisemitismusproblem

    Abgeordnete der Linken paktieren offen mit terroristischen Organisationen. Die Partei muss sich endlich zwischen Demokratie und Antisemitismus entscheiden.

    Am 20. April verabschiedete die linke Bundestagsfraktion mit einer Gegenstimme und fünf Enthaltungen einen Beschluss zum Nahost-Konflikt. Darin bekannte man sich zwar zu einem Existenzrecht Israels, das allerdings mit einer Fülle propalästinensischer Forderungen flankiert wurde, die faktisch Israels Existenz infrage stellen. Denn wie lässt sich die Forderung nach einem souveränen palästinensischen Staat mit der Freilassung aller „politischen Gefangenen“, dem Abbau der israelischen Grenzsicherungsanlangen und der sofortigen Öffnung des Gazastreifens sonst lesen, wenn nicht als fundamentale Infragestellung des israelischen Selbstverteidigungsrechtes?

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article7957984/Die-Linkspartei-hat-ein-Antisemitismusproblem.html

    Die nützlichen Idioten der Islamofaschisten

    Aber ach, dass die Hamas und ihre Anhänger Judenhasser sind, kümmert die nützlichen Idioten nicht. Es ist diesen Idioten auch nicht so wichtig, dass vier Wochen vor dem «Blutbad» auf der «Mavi Marmara» im Irak 500 Muslime bei Anschlägen von anderen Muslimen ums Leben kamen. Unerheblich, dass im pakistanischen Lahore wenige Tage vor dem «Blutbad» in zwei Moscheen 94 Angehörige einer Minderheit getötet wurden, weil sie unter Islamisten als Ketzer gelten. Und dass bei Krawallen im Westen Chinas vor einigen Monaten 140 Muslime von chinesischen Einsatzkommandos getötet wurden – was soll’s? Von den nützlichen Idioten im Westen zu alldem kein Wort, denn es waren ja keine Juden daran beteiligt.

    Jetzt sind es die Türken, die die Palästinenser für ihre Zwecke nutzen. Als Osmanen haben die Türken gnadenlos über die Araber geherrscht. Wie die Iraner betrachten die Türken die Araber als minderwertige Nomaden und die Palästinenser als gänzlich unwürdig, da sie gegen die Allerminderwertigsten der Minderwertigen, die Juden, den Kürzeren ziehen. Es geht niemandem wirklich um die Palästinenser, ausser vielleicht den Juden. Ja, den Juden. Die Palästinenser sind nämlich ihre nächsten Nachbarn. Dem Rest der Welt geht es um die Symbolik, um die Palästinenser als Opfer.

    Die westlichen Friedensaktivisten, die den Islamisten nützlichen Idioten, sind allen auf den Leim gegangen und glauben, sie dienten der Sache des Antiimperialismus, des Antikolonialismus und des Antirassismus. Sie stellen sich hinter die Hamas, eine faschistoide Organisation aus Judenhassern, Frauenhassern, Schwulenhassern, und glauben, damit mutig für die gute Sache einzutreten.

    Der britische Journalist Tom Gross hat einmal sämtliche jüdischen und israelischen Rachels aufgelistet, die bei palästinensischen Gewaltakten ums Leben kamen. Darunter zum Beispiel Rachel Thaler, eine sechzehnjährige Britin, die 2002 bei einem Sprengstoffanschlag auf eine Pizzeria getötet wurde – die britische Presse hat Rachel Corrie Hunderte von Artikeln gewidmet, Rachel Thaler aber totgeschwiegen. Da wäre Rachel Levy, 17, getötet bei einem Sprengstoffanschlag auf ein Lebensmittelgeschäft. Rachel Gavish, zusammen mit ihrem Mann und ihrem Sohn bei einem Sprengstoffanschlag während eines Pessach-Essens getötet. Rachel Charhi, bei einem Sprengstoffanschlag getötet, als sie in einem Strassencafé sass. Rachel Levi wurde erschossen, als sie auf den Bus wartete. Rachel Shabo wurde zusammen mit ihren drei Söhnen im Alter von 5, 13 und 16 umgebracht. Rachel Ben Abu, getötet bei einem Sprengstoffanschlag auf ein Einkaufszentrum. Und so weiter und so fort. Rachel Corrie warf sich vor einen Bulldozer, dessen Fahrer sie nicht rechtzeitig sehen konnte. Sie wurde zur Heiligen. Die anderen Rachels wurden kaltblütig ermordet und sind ausser für ihre Familien und ihre Freunde für jedermann anonym geblieben.

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_nuetzlichen_idioten_der_islamofaschisten/

  36. yael1 Says:

    PA besorgt über türkische Unterstützung für Hamas
    RAMALLAH (inn) – Ein Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) hat am Montag die Unterstützung der Türkei für die Hamas kritisiert. Die Führung im Westjordanland sei „unglücklich“ über die türkische Politik gegenüber der radikal-islamischen Gruppe. Vor allem über die Forderung nach einer bedingungslosen Aufhebung der Blockade des Gazastreifens.

    Der Vertreter warnte zudem vor einer dauerhaften Öffnung des Rafah-Grenzüberganges zu Ägypten, wie ihn ein ägyptischer Sicherheitsbeamter am Montag angekündigt hatte. „Wir wollen die türkische und ägyptische Regierung daran erinnern, dass die Grenze von der PA kontrolliert wurde, bevor die Hamas ihren Putsch 2007 durchgeführt hat. Wenn der Rafah-Übergang geöffnet werden soll, dann sollte das in Koordination mit uns geschehen und nicht mit der Hamas.“

    Erst am Wochenende hatte der hochrangige Fatah-Vertreter Assam al-Ahmed gegenüber Journalisten betont, dass er gegen eine Aufhebung der Blockade des Gazastreifens sei. Diese sollte erst erfolgen, wenn die Hamas einem Ende des Streits mit der Fatah zugestimmt habe. Zudem wies er darauf hin, dass es keine humanitäre Krise im Gazastreifen gebe, da die PA über israelische Grenzübergänge Hilfe in das Gebiet sende.

    http://www.israelnetz.com/themen/arabische-welt/artikel-arabische-welt/datum/2010/06/08/pa-besorgt-ueber-tuerkische-unterstuetzung-fuer-hamas/

  37. yael1 Says:

    Unglaublich dieser realitätsverwirrte alte Antisemit. Für mich gehört er vor ein Gericht:

    Kriegstreiber in Hochstimmung, oder: Aus dem Paechschen Paralleluniversum

    Gedächtnisprotokoll eines linken Kameradschaftsabends

    Von einer Veranstaltung mit den Kriegsheimkehrern Norman Paech und Nader el Sakka (Palästinensische Gemeinde) sowie dem örtlichen MdB der Linkspartei, Jan van Aken (Moderation), konnte man nur Gruseliges erwarten. Was sich am 4. Juni 2010 in der mit ca. 200 Zuhörern gefüllten Hamburger Louise-Schröder-Schule abspielte, konnte selbst den Hartgesottensten einen Schauer über den Rücken jagen.
    Am unheimlichsten blieben drei Aspekte im Gedächtnis:

    Die völlige Gleichschaltung aller Beteiligten bei gleichzeitig völligem Verlust der Realitätskontrolle.

    Der komplette Saal war sich einig, dass die letzte Woche »auf allen Kanälen, in allen Zeitungen« nur (pro-) israelische Propaganda zu vernehmen gewesen wäre. Insbesondere Paech durfte den Satz vom zu vermeidenden Widerspruch so viel mit Füßen treten, wie er wollte, ohne der Wirkung irgendeinen Abbruch zu tun: Alle Aktivisten an Bord wären völlig friedlich gewesen, die angeblich verletzten israelischen Soldaten hätten nur »Kreislaufprobleme« gehabt – und sich gegen Angriffe mit Eisenstangen zur Wehr zu setzen, sei außerdem jedermanns gutes Recht. Ein ihm »vom ‚Monitor‘ zugespieltes youtube-Video« über Kampfvorbereitungen an Bord der Marmara sei eine heimtückische Mossad-Fälschung – und zeige, falls doch echt, außerdem nur harmloses maritimes Werkzeug. Ganz Gaza darbt und ächzt – aber die Hamas tut gut daran, die Annahme der Hilfslieferungen zu verweigern, solange Israel nicht gleich die Blockade ganz einstellt. Freiheit ist das höchste – und nur so ein Spleen von Merkel und Westerwelle. Und so weiter, und so weiter. Und selbst als Paech von »Paintbulletpumpguns« schwadronierte, mit denen die Israelis die Aktivisten erschossen hätten, fragte niemand mal zaghaft nach, ob er da nicht in der Aufregung zwei Sachen durcheinanderbringe.

    2) Die gelöste, fröhliche, fast schon euphorische Stimmung im Raum.

    Besonders Paech erzählte, als wär’s ein Diaabend, am laufenden Meter Reisedöntjes über zu kleine Kojen, schnarchende schwedische Parlamentarier und die Kamera seiner Frau, und alle lachten herzlich mit. Miterleben zu müssen, wie neun Menschen sterben und zahlreiche verletzt werden, könnte, sollte man meinen, selbst abgebrühteste Politkader ein wenig aus der Bahn werfen, ein Moment von Schock, Traumatisierung etc. hinterlassen. Nicht bei diesem fleischgewordenen Verrat am Gattungswesen, das sich eitel bis zum Anschlag in der Rolle als neuer Medienstar und Beinahemärtyrer sonnte. Und mit ihm die Zuhörer, die natürlich sehr wohl wissen, dass sie gerade auf einer Welle des Erfolges surfen, und das auch zeigen. Niemand wollte irgendwelche Details über die Opfer, den Zustand der Verletzten etc. wissen; alle genossen das geheime Märtyrer-Motto: »9 Tote – yes! Strike!« Schwer zu sagen, was schlimmer wäre – sowas zum Feind zu haben oder zum Freund.

    Sie haben sich entschlossen, sich stolz zu bekennen: Die rote Front und die braune Front – sind wir!

    http://www.studienbibliothek.org/texte/Kriegstreiber.shtml

  38. yael1 Says:

    http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EC4703C8B449C4206A3A002847786E37F~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Neues Filmmaterial zu den Vorgängen auf dem türkischen Flaggschiff der „Solidaritätsflottille“ erhärtet den Verdacht, dass sich IHH-Aktivisten auf die Enterung des Schiffs vorbereitet und den Kampf geplant hatten.

    Wie inzwischen feststeht, war kein Geringerer als IHH-Chef Bülent Yildirim an Bord, um den Angriff persönlich – zuletzt über Funk aus einem streng bewachten Raum im Schiffsinneren – zu kommandieren.

    Die Soldaten werden mit einer Schockgranate angegriffen

    Auf dem jetzt aufgetauchten Video sind diese Einsatzvorbereitungen nicht zu sehen. Wohl aber, dass die improvisierten Schlagstangen an die türkischen Aktivisten verteilt wurden. Etwa in der Mitte des einstündigen Videos erscheint das erste israelische Schnellboot, das sich dem Schiff nähert. Die Kamera fängt allerdings nur einen Bruchteil der einsetzenden Angriffe der kampfbereiten Passagiere auf die Bootsbesatzung ein. Den weit aufschlussreicheren Rest liefert ein vom israelischen Militär veröffentlichtes Video: Die Soldaten werden mit Gegenständen beworfen und mit mindestens einer Schockgranate angegriffen, man drängt sie zurück mit langen Eisenstangen und spritzt mit den schiffseigenen Feuerwehrschläuchen auf sie.

    http://nexusrerum.blogspot.com/2010/06/neues-einstundiges-video-von-der-mavi.html

    Neues, einstündiges Video von der Mavi Marmara

    Auf der sicherlich nicht proisraelischen Webseite Cultures of Resistance wurde ein neues, einstündiges Video veröffentlicht. Es zeigt das Geschehen rund um die Schiffsübernahme aus Perspektive der Mavi Marmara. Zudem sieht man die „zweieinhalb Holzstangen“, von den Norman Paech sprach. Wem die eine Stunde zu lang ist, der kann sich die Analyse von Joseph Croitoru in der FAZ zu Gemüte führen:

    “Neues Filmmaterial zu den Vorgängen auf dem türkischen Flaggschiff der „Solidaritätsflottille“ erhärtet den Verdacht, dass sich IHH-Aktivisten auf die Enterung des Schiffs vorbereitet und den Kampf geplant hatten.”

  39. Bernd Dahlenburg Says:

    Jetzt hat auch Reporter ohne Grenzen den Verstand verloren.

    Warum organisiert Reporter ohne Grenzen eine Schiffslieferung nach Gaza – eine NGO, die sich bisher der Unabhängigkeit verschrieben hatte?

    http://backsp.wordpress.com/2010/06/16/warum-organisiert-reporter-ohne-grenzen-eine-schiffslieferung-nach-gaza/

    —————
    Kleine Schlussbemerkung:

    Diese Aktion zeigt, dass die Israel-Hasser weltweit jetzt ihre Chance wittern, über den Seeweg Gaza anzusteuern.

    Dieses Vorgehen wird Nachahmer finden, nicht zuletzt auch im Iran.

    Mehr dazu bei Free Iran Now!

    http://freeirannow.wordpress.com/2010/06/14/kurs-gaza/

    Wer jetzt nicht begriffen hat, dass die Feinde Israels eine konzertierte Aktion starten muss entweder blind sein oder komplett eingeschlafen.

    Und wer bis jetzt nicht begriffen hat, dass an diesen Aktionen allein radikale Linke, Islamisten und versprengte Rechtsradikale beteiligt sind, hat jede Menge Wasser im Hirn.

  40. yael1 Says:

    Der eine mit dem Schwert, der andere mit Boykott

    Von Gil Morsiano

    Der Vorfall mit der Gaza-Flottille und die Reaktion der Hamas darauf haben der israelischen Öffentlichkeit die neue Logik des Terrors gegen Israel vor Augen geführt. Man konzentriert sich nicht mehr auf Selbstmordattentate in israelischen Stadtzentren, sondern ermutigt Provokationen mit dem Ziel, die internationale Legitimität Israels zu erschüttern, und zwar mittels der Verbindung mit Bündnispartnern in der westlichen Welt.

    Was sich den Bürgern Israels jetzt mit voller Gewalt offenbart, ist nur Teil eines andauernden Trends der Delegitimierung Israels, der in den letzten Jahren unter der Führung eines neuen Lagers gewachsen ist. Das Besondere an diesem Lager ist, dass es eine „unheilige“ Koalition bildet aus religiösen islamischen Terrororganisationen und Elementen einer radikalen „liberalen“ Linken, die in der westlichen Welt operieren.

    http://newsletter.cti-newmedia.de/index.php?site=newsletter&id=719&uid=4902&sid=NA==#n1

    Wichtig

    Gegen die Forderung einer sofortigen Aufhebung der Gaza-Blockade durch Mitglieder der CDU/CSU, FDP, SPD und Bündnis 90/Die Grünen

    http://www.petitiononline.com/DBT2010/petition.html

  41. yael1 Says:

    Wie dominant die IHH auf der „Mavi Marmara“ war, zeigen Aussagen des ersten und des dritten Kapitäns. Weder sie noch irgendjemand anderes durfte sich auf dem oberen Deck ohne Genehmigung einer etwa 40-köpfigen, türkischsprechenden Gruppe bewegen, die das Deck kontrollierte.

    Die amerikanische Organisation Cultures of resistance, die Aktivisten auf der „Mavi Marmara“ hatte, hat ein an den israelischen Behörden vorbeigeschmuggeltes Video ins Netz gestellt (www.culturesofresistance.org/gaza-freedom-flotilla). Darin sieht man, wie eine kleinere Gruppe der türkischen Teilnehmer die Reling mit Eisensägen zersägt, um daraus Rohre zu machen – und zwar noch bevor das israelische Militär in Sichtweite war. Man kann auf dem etwa einstündigen Video zudem beobachten, wie eine kleinere Gruppe mit Eisenstangen und Holzstöcken vor einer Luke darauf wartet, dass die Soldaten auf ihr Deck hinabsteigen.

    Von demselben Ort aus sieht man später, wie mindestens zwei dieser Leute mit Zwillen auf die sich abseilenden israelischen Soldaten aus dem Helikopter schießen. Diese Szenen spielen sich nicht auf dem Deck ab, wo die Israelis landen, sondern auf einem darunter. „Wir waren zu friedlichen Zwecken auf dem Schiff. Niemand hatte ein Waffe“, behauptete dagegen die Linke-Bundestagsabgeordnete Inge Höger bei ihrer Rückkehr nach Berlin. Sie war wie ihr früherer Fraktionskollege Norman Paech auf der „Mavi Marmara“. Paech sagte, er persönlich habe „zweieinhalb Holzstöcke“ gesehen, mit denen sich Aktivisten zur Wehr gesetzt hätten. Höger hat auf ihrer Homepage neben eigenen Stellungnahmen nur den IHH-Bericht zum Geschehen auf der „Mavi Marmara“ platziert, und das sehr prominent.

    http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/die-zweifelhaften-passagiere/

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