Antisemitische Überfälle in Europa in den letzten Wochen

Diese Aufzählung beinhaltet antisemitische Vorfälle in Europa in nur ein paar Wochen.
Kommentieren muss man es nicht. Ich kann nur von mir sagen, dass ich nicht mit meinem Davidstern im Sommer durch Berlin gehe, einfach weil es leider sehr gefährlich werden kann, wenn man als Jude oder Jüdin erkennbar ist oder erkannt wird. Und das passiert nicht irgendwo auf der Welt, sondern unter anderem mitten in Deutschland und kaum einen in diesem Land scheint das besonders zu beunruhigen. Immer wieder heißt es bei allen möglichen Anlässen:  „Nie wieder“ oder „Wir haben aus der Vergangenheit gelernt“. Nur sieht man kaum, wo das geschehen sein soll.

Nahost im hohen Norden

Wenn Hitler als coole Nummer gilt und man über den Holocaust lachen darf – in Oslo und Malmö hat der Judenhass Einzug gehalten

In Norwegen sorgen Fernsehreportagen über Judenhass an Schulen für Aufsehen. Da klagt ein Vater, halbwüchsige Muslime hätten seinen Sohn erhängen wollen, weil er Jude sei. Lehrer sprechen von «notorischem Mobbing». Hitler gelte als «coole Nummer», der Westen als jüdisches Protektorat. Lektionen über den Holocaust würden mit Hohngelächter quittiert. Einen üblen Einfluss hätten Fernsehsendungen aus dem Nahen Osten, die per Satellit zu empfangen sind. Szenen einer palästinensischen Station zeigten Kinder im Primarschulalter, die sich bereit erklärten, Juden zu töten, falls es Allah wünsche.

2009 wurden in der Provinz Schonen doppelt so viele antisemitische Straftaten registriert wie im Vorjahr. Ein Brandanschlag auf die Kapelle des jüdischen Friedhofs, Grabschändungen und fortgesetzte Bedrohung jüdischer Ladeninhaber wurden verzeichnet. Ein Künstler stellte Büchsen mit der Aufschrift «Zyklon B – Giftgas» vor das jüdische Gemeindehaus. Im benachbarten Helsingborg wurde versucht, die Synagoge in Brand zu stecken.

Reepalu forderte in einem am Holocaust-Gedenktag veröffentlichten Interview Malmös jüdische Gemeinde auf, sich von den Übergriffen der Israelis in Gaza zu distanzieren. Auch sagte er, es sei nicht Malmös Problem, wenn Juden nach Israel ziehen wollten. Jetzt soll ein Dialogforum Spannungen abbauen.

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/nahost_im_hohen_norden_1.5346985.html

Neuer Judenhass durch Muslime

Europa erlebt einen Aufschwung von Antisemitismus, ausgelöst zu einem großen Teil durch junge Moslems. Darüber berichtet das Wochenmagazin „Focus“. Die britische Tageszeitung „Telegraph“ beschreibt ebenfalls wachsende Bedrängnis für Juden in der schwedischen Stadt Malmö.

http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news[action]=detail&news[id]=2780

Beschimpft, gejagt, geschlagen – gleich zwei antisemitische Vorfälle hat es am vergangenen Wochenende in Berlin gegeben. Die Jüdische Gemeinde warnt vor Gewalt von Migranten.

Bei einer Auseinandersetzung in der U-Bahn sind in der Nacht zu Sonnabend auf dem Bahnhof Güntzelstraße in Wilmersdorf zwei 23-jährige Frauen und ein 25-jähriger Mann von Unbekannten – einer davon soll augenscheinlich aus einer Einwandererfamilie stammen – antisemitisch angegriffen worden. Dem 25-jährigen Opfer wurde eine Flasche auf dem Kopf zerschlagen. Zuvor sind die drei gefragt worden, ob sie „Juden“ seien.

Die Jüdische Gemeinde Berlin sprach am Montag von „jugendlichen Schlägergruppen“, die immer häufiger aus Zuwandererkreisen stammten. Einer Einschätzung der Amadeu-Antonio-Stiftung zufolge ist Antisemitismus in „großen urbanen Wohnquartieren mit überwiegend muslimischer Wohnbevölkerung“ ein ernstes Problem. Gesicherte Zahlen über den ethnischen oder religiösen Hintergrund antisemitisch aufgefallener Täter in Berlin gibt es nicht. Es sei aber nötig, erklärte die Jüdische Gemeinde, endlich Ursachen und Auswirkungen von Antisemitismus, besonders unter jungen Türken und Arabern, zu erfassen.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-Juedische-Gemeinde-Uebergriffe;art126,3070204

Skandinaviens Juden fühlen sich nicht mehr sicher

Zwischen Dänemark und Norwegen steigt die Anzahl antisemitischer Übergriffe. An norwegischen Schulen bekommen jüdische Schüler gelbe Sterne auf den Rücken geklebt und müssen hören, dass “alle Juden erschossen“ gehören.

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/546769/index.do?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/index.do

Antisemitischer Angriff gegen Sederabend in Budapest

Steine und ein Gummigeschoss
werden an die Fenster des Chabad- Rabbiners geworfen
bzw. geschossen…

“Die Wut der Völker” kam diesmal geballt. Ungarn steht kurz vor Parlamentswahlen, die rechtsradikale “Jobbik”-Partei kriegt immer mehr Zulauf. In der Wohnung des Chabad-
Rabbiners Shmuel Raskin in Budapest kamen 50 Menschen zusammen, um zum Pessachfest im zweiten Seder am Dienstag Abend des Auszuges aus Ägypten zu gedenken.

Insgesamt drei Würfe an die Fenster des Rabbiners liessen einige Besucher die Polizei rufen , die den Vorfall seltsam gelassen hinnahm, wie ein Besucher berichtet.

In der Mitte Europas anno 2010…

http://www.juedische.at/

Update:

“Alle Juden werden tot” – Muslimischer Antisemitismus aus Deutschland ganz offen bei Youtube

http://fredalanmedforth.blogspot.com/2010/04/alle-juden-werden-tot-muslimischer.html

3 Antworten to “Antisemitische Überfälle in Europa in den letzten Wochen”

  1. Rika Says:

    „Deutscher“ und türkisch-marrokanisch-arabisch-albanisch-muslimischer Judenhass gehen immer öfter und immer offener eine unheilige Allianz ein. Besonders bitter dabei ist, dass es die jungen Leute sind, die sich dabei besonders hervor tun und ganz offensichtlich für keinerlei Belehrung oder Aufklärung zugänglich sind.
    Das hat mir gerade wieder ein Freund berichtet, der an einer Gesamtschule mit einem (islamischen)Migrantenanteil von bis zu 80% in manchen Klassen arbeitet…. und dabei ist, zu resignieren. Er berichtete, dass vor allem die Imame Hassprediger reinsten Wassers sind und alle Bestrebungen für einen islamischen Reli-unterricht an den Schulen unterlaufen und den Kindern und Jugendlichen geradezu verbieten.

  2. yael1 Says:

    Dazu passt auch folgende Meldung.

    Polizei warnt vor Chaos in Migrantenvierteln

    Von Till-R. Stoldt 10. April 2010

    Der neue Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sieht das staatliche Gewaltmonopol in einigen Migrantenvierteln der Republik nicht mehr gewährleistet. Im Interview auf WELT ONLINE sagt er, in einige Straßenzüge Berlins, Duisburgs, Essens oder Kölns trauten sich Polizisten nicht mehr allein hinein.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article7122561/Polizei-warnt-vor-Chaos-in-Migrantenvierteln.html

  3. yael1 Says:

    Studie: Mehr antisemitische Übergriffe im Jahr 2009

    Die Zahl antisemitischer Attacken ist im Jahr 2009 im Anschluss an Israels Militäroperation im Gaza-Streifen weltweit angestiegen. Dies geht aus einem Bericht des Stephen Roth Institute for the Study of Contemporary Anti-Semitism and Racism an der Universität Tel Aviv hervor.

    „Dieses Jahr … war das schlimmste, seit die Beobachtung antisemitischer Manifestationen vor zwei Jahrzehnten begann, sowohl was konkrete antisemitische Gewalt als auch was die feindselige Atmosphäre angeht, die weltweit durch Massendemonstrationen sowie verbale und visuelle Äußerungen gegen die Juden erzeugt wird“, heißt es in der Studie.

    Am meisten hat sich dies in Großbritannien und Frankreich bemerkbar gemacht.

    Prof. Dina Porat, die Direktorin des Instituts, betonte auf einer Pressekonferenz am Sonntag gegenüber Reportern, dass Antisemitismus direkt mit Antizionismus verbunden sei.

    Den Bericht gibt es unter dem folgenden Link: http://www.tau.ac.il/Anti-Semitism/asw2009/general-analysis-09.pdf

    (Haaretz, 12.04.10)

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