Giur

Die Konvertierung (Gijur) und das Tora-Judentum

Zur Klärung des Themas Konvertierung – oder Judaisierung – nach den Maßstäben des toratreuen Judentums muss man die wesentlichen
Grundsätze des Begriffes “Gijur” in dieser Hinsicht bestimmen. Dieser
Begriff beinhaltet nämlich zwei Bereiche, die sich in vier Unterbegriffe
aufteilen, und zur Klärung dieses Themas muss unbedingt das
Verwechseln dieser Begriffe, die das Wesen des Übertritts ausmachen,
verhindert werden. Anders lässt sich ihr Wahrheitsgehalt nicht erfassen.

[...]

Gute allgemeine Auskünfte bei Fragen zum Giur findet man bei
Talmud.de.

Was mir auffällt, ist, dass manche gern einen Giur machen möchten, aber es in deren Stadt keine jüdische Gemeinde oder Synagoge gibt.
Dazu muss man sagen, dass es so kaum möglich ist, zu konvertieren. Denn erstens braucht man einen Rabbiner, der den ganzen Giur begleitet und sich ein Bild von den Kandidaten machen kann und zweitens ist neben dem Synagogengang, das jüdische Leben sehr wichtig. Denn wie will man jüdisches Leben kennen lernen, wie will man sonst praktisch lernen, wie man jüdisch lebt? Ohne diese Praxis ist ein Giur unmöglich. Wenn man keine andere Möglichkeit hat, muss man in eine Stadt ziehen, in der es eine jüdische Gemeinde gibt, in der jüdisches Leben stattfindet. Am besten sollte man in eine Stadt ziehen, in der die Gemeinde recht groß ist, wo es die Möglichkeit gibt, koscher leben zu können etc.

Man muss wissen worauf man sich einlässt, denn einige machen sich ein bestimmtes Bild nur aus Büchern, die der Realität nicht standhält.

Ein Giur ist ein recht langer Weg, der jedem Kandidaten einiges abverlangt wie Durchsetzungs- und Durchhaltevermögen und vor allem viel Geduld. Meistens dauert ein Giur einige Jahr. Mit zwei Jahren muss man aber mindestens rechnen.

Wenn sich jemand entschließt, Jude oder Jüdin werden zu wollen, braucht er zunächst eine Grundlage theoretischen Wissens, damit er oder sie weiß, was es vor allem praktisch bedeutet, Jude zu sein. Es ist sehr wichtig, sich die Zeit zu nehmen, die man benötigt, um entscheiden zu können, ob man bereit ist, die Mitzwot auf sich zu nehmen, ob man bereit ist, sein Leben als Jude zu leben; mit allen Konsequenzen. Man tritt einem Volk bei, aus dem man nicht wieder „austreten“ kann, wie es in anderen Religionen der Fall ist.

Wenn ihr von irgendwem hört, man könne nicht Jude werden oder man sei auch trotz Giur kein vollwertiger Jude, lasst sie schwätzen, denn das ist eine beliebte Falschdarstellung des Judentums:

  • Kodex der Halacha, „Jore Dea“,
    Kapitel 268, Paragraf 12: „Selbst wenn der Proselyt rückfällig geworden ist und sogar Götzen gedient hat, ist sein Status wie der eines abtrünnigen Juden, dessen Heirat gültig ist.“
  • “Jisrael af al pi schechata, Jisrael hu.” Ein Jude bleibt ein Jude, auch wenn er sündigt. (b Sanhedrin 44a)

Das Judentum schätzt Gerim sehr hoch ein, es ist ausdrücklich verboten, den Ger an seine nichtjüdische Zeit zu erinnern. Da Chazal das so betonen mussten, legt nahe, dass es nötig war und leider immer noch ist.

Hier einige Beispiele wie das Judentum Gerim sieht:

  • Auch die Seelen von Konvertiten waren am Sinai dabei. (Talmud – Shavuot 39a)
  • Auch darf man einen Konvertiten nicht mehr daran erinnern, dass er Nichtjude gewesen ist. Man gilt im Judentum als Konvertit als neugeboren:

    “Wenn einer umgekehrt ist, sage keiner zu ihm: Gedenke deiner früheren Taten! Wenn ein Nachkomme von Proselyten ist, sage keiner zu ihm: Gedenke des Tuns deiner Väter” (Baba Mezia, 58b).”

  • Wer das Recht eines Fremdlings beugt, hat gleichsam das Recht G´ttes gebeugt.

    (Chagiga 5a)

  • “Hat jemand Buße getan, so darf man nicht zu ihm sagen: Denke an deine früheren Taten. Stammt jemand von Proselyten, so sage man nicht zu ihm: Denke an die Taten deiner Vorfahren, denn es heißt: einen Fremdling (ger) sollst du nicht kränken und nicht bedrücken (Ex. 22: 20).

Berühmte Konvertiten:

Der Meschiach kommt aus einer Gerimfamilie (aus der Familie Davids, dessen Mutter eine Gioret war).

Der Vater Rabbi Akivas (Yosef), der Kommentator Onkolos oder der Prophet Ovadiah waren Gerim.

Onkelos, Schmaja, Awtaljon, Rabbi Akiwa, Rabbi Me’ir – waren Gerim oder Nachfahren von Gerim.

———————————-

Grundlagen sind zunächst erst einmal Bücher. Später wird dieses Wissen vertieft.

Daher werden den meisten Giurkandidaten folgende Bücher empfohlen:

Einen Siddur, einen Tanach und evtl. noch verschiedene Machsorim (Siddurim für die Feiertage) benötigt man zuerst.

Ansonsten sind diese üblich:

  • Wie Juden leben: Glaube – Alltag – Feste von Israel M. Lau
  • Kizzur Schulchan Aruch von Josef Karo
  • Jüdisches Leben – Heute Eine Einführung zum jüdischen Wandel in der modernen Welt von Rabbiner Chajim Haelvy Donin
  • Jüdisches Gebet heute von Rabbiner Chajim Haelvy Donin
  • Kommentar zum Pentateuch von Raschi.

Eventuell auch den Hirschkommentar zur Thora

  • BRAUN Zwi: Zeitlos aktuell. Gedanken zum Wochenabschnitt
  • und

  • “Drei Minuten Ewigkeit”

Die letzten beiden Bücher behandeln jeweils die Paraschoth und verschiedene Kommentare zum Wochenabschnitt.

Später sollte oder könnte man sich noch folgende Bücher zulegen:

  • Raw B. Posen (Hg.): Hilchos Schabbos: Vorschriften über die 39 verbotenen “Melachot”
  • KAGAN Jisroel M.: Chofez Chajim
  • Erich Fromm: Ihr werdet sein wie Gott
  • S.R. Hirsch: “Horeb, Versuche über Jisroels Pflichten in der Zerstreuung”

Diese Bücher sind alle nicht besonders billig, aber man sollte sich diese nach und nach zulegen.

Bekommen kann man diese Bücher teilweise über Amazon, aber vor allem unter folgenden Internetseiten:

http://www.literaturhandlung.de/

http://www.morascha.ch/

http://www.doronia-shop.de/

Fragen von Gerim oder diejenigen, die sich im Giur befinden, können gern gestellt werden.

30 Antworten zu Giur

  1. aussengälender sagt:

    also um es mal angeführt zu haben, die jüdische identität wird u.u. hinterfragt werden.
    es wird oft nach der ketuba (ehevertrag) der eltern verlangt zb. bei beitritt zu einer gemeinde, vor einer hochzeit oder (soll vorkommen) bei einer beerdigung und wenn sich der “begleitende” rabiner mit den jahren durch fehltritte den namen versaut, was sehr oft vorkommt, steht man oder frau vor unannehmlichkeiten.
    der schwere aber sicherste weg zum giur führt über israel. ein dokument mit segen des rabinats in israel ist dermaßen akzeptirt das keiner nen muks macht. dort lernt man auch das nötige iwrit, tora und blabla leichter usw (macht einen ger einem galutjuden der kein iwrit spricht überlegen)
    mit großem respekt vor allen die diesen weg gehen,
    BE HAZLAZCHA!

  2. yael1 sagt:

    In Israel geht der Giur schneller, aber es wird doch immer schwieriger (nicht die Zeit). Aber London und noch einige andere werden immer von Oberrabbinat in Israel anerkannt.

  3. aussengälender sagt:

    über giurim und sonstige PAPIERE habe ich so einiges an erfahrung. es scheint alles davon abhängig zu sein auf wehn du so triffst. über london kann ich nichts sagen aber die entscheidung giur ist so einschneidend und leider (unseren unfähigen rabienern sei dank) wackelig.
    wie gesagt ich kenne etliche fälle bei denen leute in
    zores geraten sind die mir als zeugen solcher probleme
    die haare zu berge stehen lies. alles deutsche Fälle.
    es hat wie gesagt große vorteile über israel zu gehen,
    hast du zb eine ketuba mit isr. rabanut ist alles ok wenn nich und eine menge “rabis” sagen dir nein nein
    nicht nötig leiden u.u. deine kinder oder enkel noch darunter. manch ein “rabi” in der galut macht ne parnuse daraus. ;)

  4. Misspoem sagt:

    Schalom!
    Ich will schon lange konvertieren. Ein orthodoxer Rabbiner der Inder Nähe liegenden Gemeinde hat mir einpaar Bücher zum durchlesen für einen bestimmten Zeitraum aufgegeben und mich gebeten danach einen Termin mit ihm auszumachen. Die Zeit ist leider vorbei und ich habe noch nicht einmal die Hälfte der Bücher durch. Was soll ich tun?

    • yael1 sagt:

      Ich würde ihn an deiner Stelle kontaktieren und ihm sagen, dass du noch nicht alle Bücher durchgehen konntest und ob man trotzdem einen Termin machen könnte.

  5. Ben sagt:

    Yael, sind Sie selbst konvertiert?

    B“H“

    Falls ja oder falls nein, kann man Sie trotzdem zum Thema Giur Fragen und kontaktieren, wenn es nur kleine Fragen sind und nicht solche, die man einen Rabbi fragen sollte?

    • Yael sagt:

      Ja, ich habe vor fast 10 Jahren meinen Giur abgeschlossen. Wenn du Fragen hast und ich sie beantworten kann, kein Problem.

      • simon sagt:

        Ich wollte frage bei welchem rabbiner du dein Giur gemacht hast und wo? in deutschland? ich mache meinen giur gerade in Stuttgart aber das ist mir alles viel zu streng! Ich mache mir schon seit jahren gedanken ob das orthodoxe Judentum wirklich richtig für mich ist!! Ich bin jetzt schon seit drei jahren bei meinem Rabbi und lerne und lebe auch jüdisch. Aber das konservative judentum spricht mich aus verschiedeneb gründen mehr an!! ich weiß wohl,dass das orthodoxe rabbinat keine entscheidungen von einem konservatievem beit din annerkennt aber hat man nicht auch das recht nach isreal einzuwandern, wenn man zum konservatieven judentum konvertiert ist?? also ich kenne sogar persönlich leute, die lieberal zum judentum konvertiert sind und jetzt als isrealische staatsbürger in isreal leben!! könntest du meine Fragen beantworten??

      • Yael sagt:

        Ich habe in Hamburg den Giur gemacht, den Rabbiner gibt es dort nicht mehr.
        Es ist richtig, dass man mit jedem Giur Aliyah machen kann, nur das Oberrabbinat anerkennt keine liberalen Giurim. D.H. du wirst von der Seite nie als Jude anerkannt werden, wenn du z.B. in Israel heiraten willst, geht das nicht.

      • VroniMarroni sagt:

        Ich habe in der Brochüre einer konservativen Gemeinde in Israel gelesen, dass das Innenministerium die Giurim anerkennt, das Rabbinat aber nicht. Das bedeutet: Einwandern und Pass bekommen kann man mit einem konservativen Giur, heiraten in Israel aber nicht.

        Falls dir das Orthodoxe zu streng ist (was ich gut verstehen kann, da es wirklich sehr einschneidend ist und viele wichtige Beziehungen (Familie) empfindlich stören kann), könntest du dir auch überlegen, einfach Sympathisant zu bleiben…

      • David sagt:

        Hallo Yael,

        da es ja kaum Leute gibt die Erfahrung über einen eigenen Giur besitzen wäre es super interessant wenn ich dir eine E-Mail schicken dürfte und ein paar Fragen stellen könnte :)

        Man kann zwar schon recht viel über das Thema lesen aber Erfahrungsberichte bzw. Antworten von Personen die einen Giur gemacht haben sind halt eben doch etwas ganz anderes.

        Ich würde mich freuen :)

    • Yael sagt:

      @David,

      wenn du Fragen hast, beantworte ich sie gern. Das ist kein Problem.

      • esther sagt:

        Yael, nur zur ergänzenden Info: das Oberrabbinat hier hat meinen liberalen Giur beim Bet Din (2004) in London problemlos anerkannt!
        Liebe Grüsse und shabbat shalom

      • Eliyah sagt:

        Esther, sorry, aber wenn das stimmt, dass das Rabbanut deinen liberalen Giur anerkannt hat, dann ist das m.E. ein Skandal.

      • Yael sagt:

        Das ist dann wohl eine der Ausnahmen. Gibt es Gründe dafür, warum sie das taten?

  6. Lilith sagt:

    Schalom liebe Yael!
    Weist du zufällig getan werden muss um in einem Kibbutz zu konvertieren?
    Und was ist ein MASA Formular? =)

    Danke im Vorraus!

    • Yael sagt:

      Ob man konvertieren darf wird vor Ort entschieden. Das war so im Kibbutz Yavne. Die meisten haben vorher einen Ulpan Iwrith gemacht, da man vor einem Giur schon eine Weile in Israel leben soll. Das ist der Stand von 2000. Ob sich das geändert hat, weiß ich leider nicht. Das Masa Formular kenne ich nicht.

  7. Angelika (Anschi) Handelsman sagt:

    Du schreibst etwas weiter oben: Das Judentum schätzt Gerim sehr hoch ein, es ist ausdrücklich verboten, den Ger an seine nichtjüdische Zeit zu erinnern. Da Chazal das so betonen mussten, legt nahe, dass es nötig war und leider immer noch ist.
    Leider ist es noch immer so, dass das Rabanut u.U. eine Gioret nicht anerkennt etc.
    Ich habe soeben meine Scheidungspapiere vom Rabanut erhalten. (Bin vor ueber 23 Jahren in Israel “uebergetreten”) Dort hat man ganz einfach an Stelle meines richtigen Namens “Anschi die Uebergetreten” reingeschrieben, das Feld “Tochter von” hat man ganz einfach frei gelassen.
    In meiner Heiratsurkunde stand uebrigens bei Name: “Naomi bat Abraham” (Naomi ist mein juedischer Name, Tochter Abrahams werden alle “uebergetretenen” genannt).
    Mir ist bereits bei der – total erniedrigenden – Scheidungszermonie aufgefallen, dass die mich beim Rabanut andauernd “Anschi ha Gioret” nannten. Das hat mich ehrlich gesagt schon sehr “gewurmt”, aber ich waere ehrlich gesagt niemals darauf gekommen, dass das auch so in meinen offiziellen Scheidungsdocumenten vermerkt sein wird.
    Sonnige Gruesse aus Israel.
    Anschi

  8. Angelika Handelsman sagt:

    Hallo Yael,
    ja, mich auch. Du glaubst gar nicht wie sehr mich das verletzt hat. Ich hab echt eine richtige Wut im Bauch. Ich habe auch vor an das Rabanut einen entsprechenden Brief zu schreiben. Davor muss ich allerdings noch etwas “runterkommen”.
    Schoenen Abend noch.
    Shalom.
    Anschi

    • Yael sagt:

      Mach das auf jeden Fall. Ich frage mich sowieso, ob der Get halachisch in Ordnung ist, wenn man den jüdischen Namen nicht benutzt und hinten auch noch “die Uebergetretene” schreibt.

      • Eliyah sagt:

        Das Rabbanut in Jerusalem ist der Vorhof zur Hölle. Wer keine Protektia oder Kombina hat, der hat oft verloren. Orthodoxe Rabbiner in Israel wehren sich gegen die Arbeit des Rabbanut, vor allem was ihren Umgang mit Konversionen angeht. Lass Dir besser mit Hilfe eines anderen Rabbiners von deinem Exmann einen koscheren Get ausstellen, unabhängig vom Rabbanut. Du willst ja nicht riskieren, dass wenn Du noch mal ein Kind bekommst, dieses zum Mamser wird.

  9. Angelika Handelsman sagt:

    Liebe Eliyah, (was fuer ein wunderschoener Name)
    leider hab ich in meimem Exmann nicht den richtigen “Partner” mir geinsam mit ihm von einem anderen Rabanut ein neues Scheidungsformular ausstellen zu lassen (ohne seine Einwilligung geht das ja sowieso nicht). Ich musste bereits um diesen Get zu bekommen auf alles verzichten (Haus, gemeinsam angeschafftes Vermoegen etc.) und musste auch in dem Scheidungsvertrag zwischen uns mein ok geben fleissig Alimente an ihn zu bezahlen, um ueberhaupt die Einwilligung von ihm fuer den Get zu erhalten. .Zum Glueck – oder besser gesagt leider – werde ich im Alter von 50 Jahren keinen Kindern mehr das Leben schenken koennen, daher gesehen werde ich mich wohl oder uebel mit dem vorhandenen Get zufrieden geben. Was nicht heissen soll, dass ich die Angelegenheit auf sich beruhen lassen werde, Manchmal ist es besser “Chacham” und nicht “zodek” zu sein. Ich habe aber nach wie vor das Ziel vor Augen mich mit dieser Angelegenheit an die Oeffentlichkeit bzw. an das Rabanut zu wenden,zeh lo jaavor be shtika. Im Moment geniesse ich erst mal meine “neu gewonnene Freiheit”. Kommt Zeit kommt Rat.
    Ha col tov.
    אנג’י

    • grossomodo sagt:

      Na wusch! Da hätte ich aber lieber meinen Giur als ungültig erklären lassen, anstatt mich von einem Typen so erpressen zu lassen…

  10. Shoshana sagt:

    Grossomodo-

    das ist ja Unsinn. Erstens, ist das ungültig-erklären eines Status eine allerletzte Lösung, wenn überhaupt nichts anderes mehr geht. Zweitens: hätte sie ihre Giur für ungültig erklären lassen, hätte sie vielleicht Probleme mit der Staatsbürgerschaft bekommen.

    @ Angelika Handelsman

    Es tut mir leid, daß Du so schlechte Erfahrungen gemacht hast. Ich würde trotzdem nicht verallgemeinern. Rabbanut hat unzählige Rabbiner angestellt, die sich mit Zivilprozessen beschäftigen, da gibt es solche und solche…
    Vielleicht solltest Du Dich mit Rabbi Farber von ITIM in Verbindung setzen, denn ich würde Dir – ganz unabhängig von Kindern – empfehlen, Deinen Get formal in Ordnung bringen zu lassen.
    “XX ha’gioret” ist sicher nicht zulässig in einer Teuda, sonst hätte man Dich doch schon als “XX ha’gioret” verheiratet… noch nie habe ich so etwas gehört. Empörend und beschämend für orthodoxe Juden.

    http://eng.itim.org.il/

  11. grossomodo sagt:

    Ich bin schockiert vom Verhalten dieses Mannes, und ich nehme an, dass Angelikas Bitterkeit in erster Linie gegen ihren Ex geht und erst in zweiter Linie gegen das Rabbinat.

    Was das Rabbinat da geschrieben hat, ist zwar nicht schön, aber sei’s drum. Aber dass Männer sich für den Get bezahlen lassen oder sich dank Get um Alimente drücken, ist für mich das Letzte vom Letzten. (Und ja, natürlich kann man auch auf das Rabbinat sauer sein, dass dies möglich macht, anstatt den Typen einzusperren, bis er sagt “rotze ani”.)

  12. esther sagt:

    Ja klar, der Rabbiner, der den giur begleitet hat, ist vom Rabbanut anerkannt, ebenso wie das Bet din in London. Somit gab es keine Probleme. Also, kein Grund, von “Skandal” zu sprechen.

    • Yael sagt:

      Verstehe ich das jetzt richtig: Das heißt, der liberale Beth Din in London ist in Israel anerkannt?

      • esther sagt:

        Ja, so ist es, ob nur im Zusammenhang mit in Israel anerkannten Rabbinern oder generell, kann ich nicht sagen. Du lebst in Berlin?

      • Yael sagt:

        Mich wundert das ein wenig, weil normalerweise das isr. Rabbinat keinen liberalen Giur anerkennt.
        Arbeitet denn das orthodoxe mit dem Liberalen zusammen?
        Übrigens bin ich quasi auch mit über das Londoner Beth Din konvertiert. Zu meiner Zeit war Dayan Ehrentreu auch der Vorsitzende des Beth Dins in München wie damals in London.

        Ich lebe seit 8 Jahren in Berlin. Dass das schon so lange her ist, erschreckt mich geradezu. Das war doch erst gestern.

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