“Ein Schiff voller Narren”

Mai 31, 2010

Das große Thema, neben Horst Köhlers bedauerlichem Rücktritt, ist heute der gewalttätige Konflikt den sich eine Eliteeinheit der israelischen Armee mit den so genannten “Friedensaktivisten” lieferte. Richard Herzinger bezeichnet diese eher als “Ein Schiff voller Narren”, was es eher sehr treffend beschreibt.
Das betreffende Schiff ist die unter türkischer Flagge fahrende „Marmara“.

Da sich mit diesem Thema schon einige Blogger und Onlinezeitungen intensiv auseinandergesetzt haben, werde ich die für mich interessantesten kurz zusammenfassen und auf sie verweisen. Vor allem deswegen weil die deutsche Presse mit reißerischen Titeln die “Israelische Attacke” oder “Angriff auf Gazahilfsschiffe” Stimmung gegen Israel zu machen versucht und die zum Teil sehr wohl gewalttätigen Aktivisten von jeglicher Schuld freispricht und den Umstand unter Verschluss hält, dass Israel diese Flotte gewarnt hatte, nicht zu versuchen die Blockade zu durchbrechen und die Hilfslieferungen zunächst nach Waffen im Hafen von Aschdod durchsuchen zu lassen und sie auf dann auf dem Landwege nach Gaza zu leiten.
Dass das von diesen Narren abgelehnt wurde, war eigentlich klar, denn damit macht man keine Propaganda, auf die diese Hamasfreunde so scharf sind.
Nicht das sicher zum Teil vorhandene Leid der Palästinenser motiviert sie zu solchen dummen Aktionen, sondern der Hass auf Israel.

Ich frage mich allerdings, wie es sein kann, das eine Eliteeinheit nicht in der Lage ist, anders mit diesen Narren umzugehen.
Waren Sie darauf nicht vorbereitet? Haben sie diese Narren so unterschätzt? Ich weiß es nicht, aber ich denke Israel hat genügend intelligente Menschen, um nicht leider immer wieder diesen unsäglichen Propagandaschlachten sei es seitens der Hamas oder deren Freunden so zu unterliegen. Denn gewonnen hat zweifelsfrei wieder einmal das Terrorregime der Hamas.

Ruth schreibt folgenden Artikel dazu: Ueberwaeltigender Propagandasieg fuer Hamas

Chajm schreibt ebenfalls darüber:
http://www.sprachkasse.de/blog/2010/05/31/das-flottillendesaster/

Es war vermutlich allen Beteiligten klar, dass die Reise auf eine Konfrontation mit der israelischen Marine hinausläuft; denn wenn eine Seeblockade ausgerufen wurde, kann man wohl kaum erwarten, dass man die Schiffe passieren lässt. Die Blockade durch Ägypten dürfte ähnlich rigoros durchgesetzt werden.

Die Marineeinheiten, die an Bord der Schiffe gingen, um sie von ihrem Kurs abzubringen, wurden mit Messern, Schlägern und Metallstangen attackiert und letztendlich sogar beschossen. Selbst Fernsehbilder von Al Jazeera zeigen Menschen die mit Eisenstangen auf die Soldaten eingeprügeln.

Israel nimmt dazu ebenfalls Stellung:

Zur Konfrontation der israelischen Marine mit der Gaza-Flottille

Während des Abfangens der Schiffe griffen die Demonstranten an Bord die Einsatzkräfte der israelischen Marine mit scharfer Munition und Waffen wie Messern und Knüppeln an. Eines der benutzten Gewehre war zuvor einem israelischen Soldaten entrissen worden. Die Demonstranten hatten ihre Waffen ganz klar für diesen bestimmten Zweck bereitgehalten.

Israelische Truppen vor Ort berichteten, dass einige der Beteiligten an Bord der Schiffe offensichtlich planten, die Soldaten zu lynchen.

Das Abfangen der Flottille folgte auf unzählige Warnungen, die den Organisatoren übermittelt worden waren, bevor die Flottille in See stach und Kurs auf den Gaza-Streifen nahm. Bei diesen Warnungen wurde den Organisatoren klargemacht, dass sie den Hafen von Ashdod anlaufen und dort ihre Ladung löschen könnten, um sie nach Sicherheitschecks auf geregelte Weise in den Gaza-Streifen zu überführen. Nachdem sie sich geweigert hatten, zu kooperieren und den Hafen anzusteuern, wurde beschlossen, ihre Schiffe zu entern und nach Ashdod zu leiten.
Unter dem folgenden Link gibt es Filmaufnahmen der Konfrontation: http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Communiques/2010/Israel_Navy_warns_flotilla_31-May-2010.htm

Achja, der bekennende Antisemit Mankell ist natürlich auch dabei.

Nicht nur die andauernde israelische Besetzung palästinensischer Gebiete – Gaza freilich wurde von den Israelis längst geräumt – hält Mankell für ein Unrecht, sondern die Existenz des Staates Israel an sich. Es gebe „keinerlei Gründe dafür“, dass die Gründung des Staates Israel 1948 „eine völkerrechtlich legitime Handlung war“, schrieb er nach einer Reise durch Israel und die Palästinensergebiete im vergangenen Sommer. Folgerichtig bedeute auch eine Zwei-Staaten-Lösung nicht, „dass die historische Besatzung aufgehoben wird“. Die Frage sei nur noch, ob die Israelis „freiwillig einer Abwicklung des Apartheidstaates zustimmen werden. Oder ob es zwangsweise geschehen wird“. Damit befindet sich Mankell in voller Übereinstimmung mit der radikalislamischen Hamas, die Gaza unter ihre Terrorherrschaft gebracht hat und in Wahrheit für die Notlage seiner Bürger verantwortlich ist. Denn sie braucht Gaza ausschließlich als Basis für die Verwirklichung ihres Endziels und somit der Vision Mankells: der Auslöschung Israels.
Was fanatische „Antizionisten“ wie Mankell verschweigen: Israel blockiert den Gazastreifen keineswegs, um es „auszuhungern“, sondern um Waffenlieferungen an die Hamas zu verhindern. Durch Hilfstransporte der UN ist die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet. Jedenfalls so weit, dass ein Vergleich der Lage in Gaza mit der in wirklich schlimmen humanitären Krisengebieten, etwa in Darfur oder Sri Lanka, völlig abwegig ist.
Dass Schriftsteller in ideologische Delirien verfallen, wenn sie sich ins Politische einmischen, ist kein neues Phänomen. Umso mehr ist Misstrauen angebracht, wenn literarische Reputation als Beleg höherer Glaubwürdigkeit eingesetzt wird.

Bernd Zeller bringt es auf den Punkt:

Solidaritätsflotte erfolgreich

Die Berichte darüber, wie sich die israelischen Soldaten gegen bewaffnete Angreifer auf der provokativen Solidaritätsflotte verteidigten, lauten „Blutiger Angriff Israels auf Hilfsflotte“ und so.
Die Solidaritätsaktion hat also den erhofften Propagandaerfolg erzielt. Allmählich dürfte den hamasophilen Solidarlingen aufgehen, worin ihre Mission bestanden hat.

Und zu guter Letzt noch ein Video was diese Terrorfreunde so skandieren:

Oh Juden, die Armee Mohammeds wird zurückkehren!”

Update:

Weitere interessante Artikel dazu:

Von Ronyitzchak

Die Inszenierung, die wir momentan in den Medien verfolgen können, möchte ich daher als gelungene Fiktion bezeichnen, auch wenn die Komparsen es als Realität verinnerlicht haben. Die europäischen Medien sind empört und ähnlich wie beim letzten Gaza-Krieg ist mit einer neuen antisemitischen Meinungsmache auf den Straßen zu rechnen, befeuert durch eben jene europäische Medienmaschinerie – eine unermüdliche und für Kritik unempfängliche Regie.

Unschuldige Friedensaktivisten soll die israelische Marine nun angegriffen haben. Die europäische Politik ist „schockiert“ und „entsetzt“ und stark besetzte Wörter wie „Massaker“ dürfen gerade aus arabischen Kreisen nicht fehlen.

Man ist geneigt, schlicht mit einem Wort zu antworten: Unsinn!
Es war kein ehrlicher Hilfskonvoi, sondern eine bewusste Provokation, die Israel zu Fehlern zwingen sollte, so dass man sich in der eigenen politischen Sache profilieren kann. Ginge es diesen „Friedensaktivisten“ tatsächlich um die Hilfsgüter, hätten sie sich – um Konflikte zu vermeiden – auf den israelischen Vorschlag eingelassen und ihre Ladung in Aschdod gelöscht, so dass man sie überprüfen und dann durch die UN überbringen könnte.
Es waren keine Friedensaktivisten, sondern Friedensterroristen, die sich mit ihrer medialen Manipulation und Scheinheiligkeit auf der gleichen Stufe wie die Hamas befinden. Man möge dem kritischen Zuschauer folgendes erklären:
Warum beladen Menschen, die angeblich nur humanitäre Hilfsgüter transportieren wollen, ihr Schiff mit Waffen und scharfer Munition? Warum lassen sie sich nicht auf Kompromisse ein? Warum attackieren sie Soldaten, die das Manöver – wie angekündigt – friedlich stoppen wollen, mit Eisenstangen, Äxten und noch mehr?
Wer sich über das Seekriegsrecht informiert, wird zudem feststellen, dass Israel keineswegs völkerrechtswidrig gehandelt hat. Ebenso ist es, wie bereits erwähnt, eine unsinnige Behauptung, dass man die Bevölkerung in Gaza aushungern lässt. Es gibt regelmäßige UN-Transporte. Auch heute hätte es solch einen Transport geben können. Aber man suchte lieber die Konfrontation.

Der Hamas ist mal wieder ein PR-Clou gelungen. Man nennt es auch Pallywood.

„Ein brutaler Überfall auf See“ auf der Seite von Heplev.

Marine-Kommandos ließen sich einer nach dem anderen auf das Schiff ab, wo dann etwas Unerwartetes geschah: Die Passagiere, die sie auf dem Deck erwarteten, zogen Keulen, Schlagstöcke und Zwillen mit Glaskugeln heraus und griffen jeden Soldaten an, der auf Deck kam. Die Kämpfer wurden einer nach dem anderen ergriffen und heftig verprügelt, versuchten aber sich zu wehren.

Zu ihrem Unglück waren sie nur mit Paintball-Gewehren ausgerüstet, um schwachen Prostest zu zerstreuen, wie sie auch in Bilin genutzt werden. Die Paintballs hinterließen bei den Aktivisten offensichtlich keinen Eindruck; sie prügelten weiter auf die Soldaten ein und versuchten auch ihnen die Waffen abzuringen.

Ein Soldat, der einem Kameraden zu Hilfe kam, wurde von den Randalierern ergriffen und erlitt schwere Schläge. Die Kommandos waren mit Handfeuerwaffen ausgerüstet, aber ihnen wurde gesagt, sie sollten sie nur in lebensbedrohenden Situationen benutzen. Als sie sich vom Hubschrauber abseilten, riefen sie einander immer wieder zu: „Nicht schießen, nicht schießen“, obwohl ihnen zahlreiche Schläge zugefügt wurden.

Close-Up Footage of Mavi Marmara Passengers Attacking IDF Soldiers

Weapons Found on the Flotilla Ship Mavi Marmara Used by Activists Against IDF Soldiers

Update

Ein guter Freund von mir, der gerade Soldat ist, war auf einem der groesseren Schnellboote der israelischen Armee, wo er seinen Dienst verrichtete

Die israelischen Soldaten waren ueberall hauptsaechlich mit Painball/Gotcha Pistolen ausgeruestet, die recht ungefaehrliche Farbmunition verschmiesst. Auf fuenf der sechs Schiffe waren jeweils so zwischen 20 bis 50 Leute und so wie mir mein Freund berichtete, ging dort alles recht glatt, ohne groessere Vorkommnisse, ab und zu mit Beschimpfungen, Gerangel, kleinere Handgreiflichkeiten – genau wie man es geplant und trainiert hatte. Nur die Marmara, die von der IHH organisiert wurde (nach CIA Terrororganisation, Kontakte zu Hamas, Al Quida), bereitete Schwierigkeiten.

Nach der Enterung, auf dem Rueckweg, sassen meinem Freund zwei der eingesetzen Elitesoldaten gegenueber, die sich aus dem Hubschrauber in die mordslustige Meute abgeseilt hatten und er fragte sie ein bisschen aus. Er hatte sowas noch nicht gesehen: Die Uniformen der beiden waren total zerfetzt und zerrissen, und Teile vom Aermel etc. waren ganz weg. Sie hatten schon erste Hilfe bekommen und jeder hatte einen Arm verbunden und in einer Schlinge. Die Soldaten erzaehlten ihm, dass sie selbst in dem lebensbedrohlichen Chaos versucht hatten, mit den Angreifern zu reden, ihnen auf English “Stop!” und andere Warnungen zuriefen, diese aber nur Tuerkisch oder Arabisch und kein Wort English verstanden und auch so nicht reagierten, sondern attackierten. Als sie aufstanden, konnten sie vor Schmerzen kaum laufen…

Er sah auch einige der Waffen und Kugelgeschosse, die auf der Marmara in Kisten (und nicht verstreut ueber das Schiff) lagen und auf sein Schiff gebracht wurden.

Ihm zufolge waren die Toten nur unter den Militanten auf der Marmara.

Am Ende sei noch erwaehnt, dass er es nicht fassen kann, wie darueber berichtet wird und Leute ueberall genau das Gegenteil von dem behaupten, was er mit eigenen Augen auf den Schirmen life verfolgt hatte.


Westergaard und Markus Lanz

Mai 28, 2010

Es werden sicherlich einige gestern (typisch öffentlich-rechtlicher Sender) am sehr späten Abend Markus Lanz gesehen haben, der den Mohammed Karikaturisten Kurt Westergaard nach langen Hickhack eingeladen hatte.
Ich war über die Art von Markus Lanz mehr als nur entsetzt. Man hatte nicht das Gefühl, dass der Mordanschlag auf Westergaard der Skandal ist, sondern Westergaards selber und seine Mohammed-Karikatur. Lanz ist sicher in seiner Gutmenschenart und Eitelkeit nicht gerade der best gewählte Interviewer, den sich das ZDF hier hätte leisten sollen, aber es hätte kaum schlimmer kommen können. Mehrfach wiederholte Lanz den politisch korrekten Standardspruch in Deutschland, 99 % der Muslime wären nicht gewalttätig und tolle Menschen. Das bestreitet zwar kaum jemand, aber politisch korrekt muss in diesem Land zwangsläufig sein. Dann wiederholte er ein ums andere Mal, das Christentum sei ebenfalls eine gewalttätige Religion gewesen. Im Grunde ist es lächerlich darauf einzugehen, denn auch diese Tatsache bestreitet niemand. Nur liegt eben die Betonung auf „war“ und nicht auf “ist”. Dass das Christentum heute keine gewalttätige Religion mehr ist und keinen Kritiker des Christentums ermordet und wir heute eine weitgehende Trennung von Staat und Kirche nicht nur in Europa haben, muss man bei Lanz allerdings immer wiederholen. Daher ist dieser Vergleich so unnötig wie überflüssig. Dass Westergaard auch schon Jesus karikiert hat, deswegen böse Briefe bekam, aber eben keine Morddrohungen, hat der Moderator in seiner Vorbereitungszeit schlicht verpennt zu recherchieren, denn ansonsten hätte er sein peinlich wiederholtes Nachfragen, ob er auch Jesus karikieren würde, nicht stellen müssen. Das ganze Interview hindurch hatte ich das Gefühl, der Moderator verlange im Grunde von Westergaard, seinem bösen Tun Mohammed karikiert zu haben, abzuschwören. Oder wie der Spiegel zu Recht fragte: Muss sich hier eigentlich der von Fanatikern verfolgte Karikaturist für seinen Mut rechtfertigen, die teuer erkämpfte demokratische Freiheit des Westens in Anspruch genommen zu haben?
Das Gefühl, nicht der Mann, der versucht hat, Westergaard zu ermorden ist das Problem, sondern dass Westergaard es gewagt hat, eine Karikatur über Mohammed zu veröffentlichen und er Muslime angeblich deswegen weltweit beleidigt hätte, beschlich mich die ganze Zeit. Der Gipfel der Relativierung des Attentäters lieferte Lanz am Ende des Interviews, in dem er Westergaard sagte, er sei in Somalia, dem Herkunftsland des Attentäters, gewesen und ob er wüsste, dass die Menschen dort nichts anderen hätten als ihre Religion. Dass der Attentäter aber schon sehr lange in Dänemark lebte und eigentlich integriert hätte sein müssen, verpennte der Moderator. Für mich war es der Gipfel der Frechheit einen Attentäter mildernde Umstände zu gewähren, als wäre bei Islamisten die Armut ihrer Länder das Problem, um ein Mörder zu werden. Ich weiß nicht wann sich in Deutschland endlich mal die Erkenntnis durchsetzt, dass die islamistischen Mörder durch die Bank weg aus bürgerlichem und oft reichem Elternhaus stammen und Armut damit nichts zu tun hat.
Westergaard hat in meinen Augen im ganzen Interview sehr souverän agiert und Lanz am Ende den Wind aus den Segeln genommen als er Lanz wie folgt antwortete: Keinesfalls hasse er diesen “fehlgeleiteten” jungen Mann. Doch die schlichte Wahrheit sei: Viele Jahre lang lebe der Somalier schon im reichen und liberalen Dänemark. Sein Hass kommt also nicht aus der “Dritten Welt”. Er entstand direkt hier, bei uns, im freien Europa.
Der Spiegel resümiert: Wenn der mitternächtliche Auftritt von Westergaard ein Menetekel gewesen sein sollte, dann dies: Bewahre uns Gott, wer immer und wo immer er sei, vor einer existentiellen Herausforderung, bei der die Freiheit einmal wirklich in Gefahr wäre.
Ihre aktiven Verteidiger würden ein kleines Häuflein bilden, das locker in ein ZDF-Studio passen würde. Wetten, dass…?

Die Befürchtung habe ich leider auch.

Weitere Infos: Westergaard schafft Lanz.


Paraschat Behaalotcha

Mai 27, 2010

“Und es geschah, wenn die Lade aufbrach …”

Mit anderen Worten: diese Passage stellt ein eigenes Buch dar und teilt Bamidbar in drei Bücher. Das macht zusammen mit den anderen vier Büchern der Tora sieben. Aber es bleibt uns noch immer zu entdecken, warum ausgerechnet diese Stelle so besonders bekennzeichnet wurde. Sehen wir uns zuerst die beiden Verse an: Moses’ Anrufung des Ewigen, sich zu erheben, wenn die Lade aufbricht und einzukehren, wenn sie sich niederlässt, erweckt den Eindruck, Moses habe das Aufbrechen und Niederlassen der Lade bestimmt. Dem widerspricht jedoch das vorher Erwähnte, dass sie nur auf das Gebot des Ewigen vor ihnen herzog.
Die Sifrei weisen auf diesen Punkt hin:

Warum sollen wir nicht weinen, wenn die Milch verschüttet ist?

“Pessach Scheni”, das “Zweite Pessach” wird am Vierzehnten des Monates Ijar gefeiert. Der Ursprung dieses Halbfesttages ist faszinierend. Am ersten “Geburtstag” des Auszuges aus Ägypten, als fast alle Juden mit der Vorbereitung des Lammes für die jährliche Opferdarbringung zum Pessachfest beschäftigt waren, kam eine Gruppe sich gerade in Unreinheit befindender Juden zu Moses.

Schabbat Schalom!

Ich habe noch einen wunderschönen Auszug eines Kommentars zur Paraschat von Rabbiner Ehrenberg aus Berlin, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Von Rabbiner Yitzhak Ehrenberg
[...]

„Und Aharon tat also“ (Bamidbar 8,3) – Unsere Weisen sel. A. sagten, er hätte nichts verändert, er tat genau, was G“tt ihm gebot, ohne Veränderungen.

Der Gaon Rabbi Zwi Hirsch Levin sel. A., Rabbiner und Rabbinergerichtsvorsitzender (Aw Beit Din), wurde einmal von David Friedländer (einer der größten Gelehrten zu der Zeit) gefragt, weshalb er nicht einverstanden damit sei, verschiedene Gesetze und Bräuche, die nicht mehr zeitgemäß sind, zu ändern.

Der Berliner Rabbiner antwortete ihm mit einer Fabel: Ein Händler mietete einen Kutschfahrer, der ihn mit seinen Waren zum Markttag von Berlin nach Leipzig fahren sollte. Er hat mit dem Kutscher eine Vereinbarung getroffen: Wenn er ihn nicht rechtzeitig an sein Zielort bringt, wird er nicht bezahlt, wenn er jedoch rechtzeitig am Ort ist, wird er den Kutscher großzügig entlohnen.

Die beiden waren mit den Bedingungen einverstanden und haben einen Vertrag unterschrieben. Es war im Winter, in der Mitte des Monats Tewet, es fing an zu schneien und der Kutscher hat sich verirrt. Letztendlich haben sie es nicht rechtzeitig zu den Marktzeiten geschafft. Beide gingen vor das Rabbinergericht (Din Tora). Das Urteil lautete: Der Kutscher bekommt keine Entlohnung, da er den Händler nicht rechtzeitig an sein Ziel gebracht hatte, und somit die Bedingungen des Vertrages nicht erfüllt habe.

Der Kutscher fragte den Rabbiner, worauf sein Urteil basiere. Sagte ihm der Rabbiner: „Dies ist das Gesetz der Tora (Din Tora).“ Fragte der Kutscher: „Sag mir bitte, wann wurde die Tora dem Volk Israel gegeben, zu welcher Zeit und in welchem Monat?“ Antwortete der Rabbiner: „Weißt du es denn nicht? Das Fest des Erhaltens der Tora ist am sechsten Siwan.“ Der Kutscher schrie: „Die Tora wurde am sechsten Siwan gegeben, wenn die Wege in gutem Zustand sind und es nicht schneit. Anhand der Tora, die am sechsten Siwan gegeben wurde, verurteilst du mich wegen etwas, das mitten im Winter geschehen ist, und die Wege in schlechtem Zustand sind. Ich bin völlig sicher, wenn Mosche die Tora im Tewet gegeben hätte, wäre das Urteil ganz anders ausgefallen!“

So lautete die Antwort des Berliner Rabbiners an David Friedländer.

Der Talmud lehrt uns, dass die Tora noch vor der Erschaffung der Welt entstand. Die Tora ist unabhängig von Zeit und Ort. Die Tora ist ewig und sie wurde den Menschen für alle Zeiten gegeben, um ihre Eigenschaften und Seelen zu verbessern. Die Menschen heute ähneln in ihren Eigenschaften den Menschen vor tausenden Jahren, die Zeit hat den Menschen und seine Eigenschaften nicht verändert, z. B. Liebe, Hass, Neid, Begierden usw.

Die Tora ist das Vollständigste, das den Menschen zum Vollkommenen weist, und die Tora warnt uns – nichts wegnehmen und nichts zugeben.
[...]


Hagalil? Nein danke, nie wieder!

Mai 26, 2010

Lange Jahre habe ich bei Hagalil geschrieben und mich dort engagiert. Mittlerweile muss ich feststellen, dass Hagalil nur noch Menschen zu Wort kommen lässt, die die Meinung zu Hagalils Ansichten und Artikeln teilen.
Plötzlich werde wohl nicht nur ich zensiert und nicht mehr zugelassen. Und das mit der abenteuerlichen Begründung eines “IP-Missbrauchs”! Ich weiß nicht woher diese Behauptung kommt, zumal meine IP-Adresse eine dynamische ist. Das Wahrscheinliche ist, dass jemand eine ähnliche IP hat wie ich, was in einer Großstadt wie Berlin nicht ungewöhnlich ist.
Leider wird aber nicht nachgefragt, sondern behauptet, leider werden dort fast nur noch radikale Linke und offene Israelhasser akzeptiert, die alles was Israel tut oder unterlässt in den Dreck ziehen. Vornehmlich sind das Nichtjuden, die nicht in der Lage sind, demokratische Entscheidungen der Israelis zu akzeptieren und immer noch nach dem deutschen Motto, das Deutschland und den Rest der Welt an den Abgrund getrieben hat, vorgehen: “Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.”
Andere wiederum sagen, Ihre Postings werden manipuliert.
Ich kann das nicht bestätigen, aber anderen scheint das schon passiert zu sein.
Ein Leser dort bestätigte das:

Hans-Dieter Matthies
an den oder die admi ……

hiermit ziehe ich meiner Wege und zwar fort von hagalil; es macht keinen Spaß, wenn Ihr an jedem – noch so sorgsam und unverfänglich gewählten -Wort herumpopelt und zusammenkürzt, so daß kaum noch etwas übrigbleibt, das dem Sinn der Erstversion entspricht. Es ist eine Verfälschung.

Wenn man Meinungen nicht veröffentlicht sehen will, ist das eine Sache, eine andere ist es, Postings umzuschreiben. Das ist im Grunde eine Copyrightverletzung, Texte anderer, wie auch immer, zu ändern. (Wie jemand darauf kommt, die Manipulationsvorwürfe wären “zusammengebrochen” bleibt schleierhaft, denn derjenige kann das überhaupt nicht beurteilen, auch wenn er noch so möchte, wenn User sagen, ihre Kommentare wurden umgeschrieben, weil er sie nicht geschrieben hat und es daher gar nicht wissen kann. Im Grunde macht es keinen Sinn, auf diesen offensichtlichen Unsinn einzugehen)!
Antisemiten bekommen dort schon sehr lange eine Bühne, eine Tatsache, die mich seit Jahren ärgert, weil man das Gefühl bekommt, Antisemitismus wäre okay, während anderes nicht zugelassen wird.
Ich habe bei Hagalil viel gelernt, bedauere aber heute sie jemals vor allem öffentlich unterstützt, sie gegen Kritiker verteidigt zu haben. Anderen, auch offiziellen Mitarbeitern ist dort schon viel Negatives passiert. Das ging soweit, dass mich ein ehemaliger ehrenamtlicher Mitarbeiter dringend bat, die Artikel seines Blogs nicht mehr bei Hagalil zu verlinken. Ich kann aus Gründen der Diskretion nicht genauer darauf eingehen, aber man spürte, dass bei der Person eine große Verletzung durch Hagalil immer noch eine Rolle spielte.
Kontakte zu den Machern, ab und an Hilfe bei Mailanfragen, die ich auf Bitten Eva Ehrlichs beantwortet habe (schon blöd im Nachhinein), Hilfe wenn wieder der User auftauchte, der Hagalil sehr lange stalkte, Hilfe für Hagalil als jemand Hagalil verklagen wollte und jahrelange Loyalität zählen scheinbar bei Hagalil nichts. Die Macher von Hagalil hatten schon immer einen entscheidenden Fehler: Ihr zwischenmenschlicher Umgang mit anderen, mit ihnen wohlgesonnenen Menschen.
Man lernt Menschen leider nie gut genug kennen, aber ich weiß, dass man Menschen nie so vor den Kopf stoßen sollte. Das macht man einfach nicht. Auch deshalb schreibe ich hier darüber. Vielleicht auch stellvertretend für andere, die sich das nicht trauen.

Jemand schrieb dort vor kurzem folgenden Kommentar:

Und ich [...], werde in Hinkunft wegen dieser Trottel den Kommentarbereich meiden. Tue mir diese ganz besondere Art der hier alltäglich gewordenen “bornierten Blödheit” nicht länger an.
Diese Leute sind drauf und dran, das Image von haGalil zu ruinieren!

Man muss dem User Recht geben. Nur in einem täuscht er sich leider sehr:
Nicht andere ruinieren das Image von Hagalil, sondern das tun die Macher sehr gut selber.

Mein Fazit nach Jahren von Hagalil fällt daher sehr nüchtern aus: Hagalil? Nein danke, nie wieder! Ich werde in Zukunft sehr genau hinschauen wo ich mich engagiere und vor allem wen ich unterstütze. Loyalität darf nie dazu dienen, missbraucht zu werden.

Update 4. Juni

Mir wurde heute zugetragen, dass sich ein gewisser „Hanno Fischer“ wie folgt bei Hagalil geäußert hat und möchte daher kurz dazu etwas sagen:

Zitat: Hanno Fischer

Was soll das. Hagalil schreibt mal wieder Scheisse! Ihr seid Dreck. In Berlin gibt es auch andere Meinung, wie Hagalil boykottieren! Dreck!
Dreck! Und das Menschen anderen Menschen den Tod wünschen ist nix neues! Also, was soll die Aufregung.

Gemäß klarer Weisung aus Berlin, habe ich zu sagen: Hagalil ist Dreck!

Ich weiß nicht wer sich hinter dem Pseudonym Hanno Fischer versteckt, kenne ihn Gott sei Dank nicht und habe auch daran kein Interesse.
Nur setze ich mich entschieden dagegen zur Wehr, dass jemand meine Meinung missbraucht und damit sein eigenes Süppchen kocht. Vielmehr interpretiere ich das als einen Versuch auch mich zu diskreditieren.
Erstens ist Hagalil kein Dreck, zu diesem solchen unhaltbaren Schwachsinn muss man nichts mehr sagen.
Zweitens sind die Zeiten der Diktaturen in Deutschland vorbei, bei dem irgendjemand „Weisungen“ erteilt, so erteile ich keine Weisungen, sondern habe ich meine Meinung zu verschiedenen Problematiken ganz klar erklärt. Der Mann scheint einige Verständnisprobleme zu haben.
Drittens: Diskreditiert sich selber jemand, der der Ansicht ist, dass anderen Menschen den Tod zu wünschen, nichts Neues wäre und man sich darüber nicht aufregen müsste. Es ist menschenverachtend, wenn dieser Mensch der Meinung ist, anderen den Tod zu wünschen, wäre keine Aufregung wert. Wie abgebrüht und kalt muss man als Mensch sein, um so zu denken?
Daher Herr Fischer oder wer immer Sie auch sind: Machen Sie was Sie wollen, aber missbrauchen Sie nicht die Meinungen anderer, um Ihren persönlichen Frust gegen Hagalil zum Anlass zu nehmen gegen Hagalil Dreck auszukübeln oder sich auf Kosten anderer zu profilieren.
Das gilt auch für andere Anonyme dort, die meinen das gleiche tun zu müssen.
Mit mir sicher nicht.

Update (August 2010) Noch eine Anmerkung zu diesem Zitat)

“Antisemiten bekommen dort schon sehr lange eine Bühne, eine Tatsache, die mich seit Jahren ärgert, weil man das Gefühl bekommt, Antisemitismus wäre okay…”

Hier meinte ich vor allem eine Userin Namens Jane, die seit Jahren mit unzähligen verschiedenen Nicks auftaucht und akzeptiert wurde (anderen wird mittlerweile unterstellt, sie würden unter verschiedenen Nicks schreiben, aber bei der Dame wo es offen zugegeben wurde, ist das natürlich anders und sie darf weiter ihren Hass auf Israel und Juden verbreiten).

Diese Userin, die selber zu Beginn mit ihrem Klarnamen auftauchte, droht mittlerweile jedem mit einem Anwalt (erst letztens gegenüber einem jüdischen Forum), wenn sie irgendwo ihren Namen entdeckt, obwohl sie aber selber ihren Klarnamen in Diskussionen angibt.

Ein Beispiel aus dem Jahre 2009, wo sie ihren Namen selber nennt:

(geschrieben am Februar 2009 at 07:11)

PS: Früher hieß sie mit Nachnamen anders.

Für mein Engagement wird mir auch heute noch mit Unterstellungen, Lügen und diversen Frechheiten gedankt, wie mir ein User über mein Kontaktformular mitteilte (wer weiß, wie harmlos meine Äußerungen über diese Truppe bisher waren, wird die diversen Lügen und Unterstellungen bemerken und den Dreck, den die meinen, über mich auskübeln zu müssen, wenn man dieses peinliche Dokument liest).

Ich verlinke diese Seite nicht mehr, deshalb nur ein paar Auszüge (Ach herje, jetzt sind wir plötzlich per Sie :D ) dieses schändlichen Dokumentes (auf den restlichen Müll lohnt sich keine Antwort):

Dass Sie auch außerhalb unserer Seiten Hass und Lügen über haGalil verbreiten, ist unverschämt und traurig, nicht nur, weil wir Ihnen über ein Jahrzehnt lang bedingungslose Gastgeber waren und auch Ihre Meinungsfreiheit geschützt haben und für Fehlleistungen und Pöbeleien Ihrerseits immer wieder auch juristisch gerade gestanden sind und auch momentan noch stehen.

Ich schreibe nichts, was nicht auf Tatsachen beruht, denn weil ich viele Dinge kenne, sind es keine Lügen, daher kann Hagalil das auch nicht belegen. Ich kann übrigens sehr gern zum Beispiel E-Mail-Belege vorlegen.
Vom letzten Abschnitt erfahre ich erst jetzt, denn wenn es so wäre, hätte sich Hagalil schon sehr lange an mich wenden können und mich zumindest einmal über den angeblichen Umstand aufklären können. Aber nichts kam jemals bei mir an. Aber wenn man eben nicht in der Lage ist, ein Forum zu moderieren, was schon immer das Manko dieser Leute war, kann man eben keines zur Verfügung stellen. Andere jammern auch nicht ständig wegen Geld und bekommen es trotzdem hin.
Aber: Wird man gefragt, ob man helfen könnte, weil jemand den Klarname eines Users benutzte und der User deswegen Hagalil verklagen wollte? Wird man um Hilfe gebeten, wenn sie angeblich wegen mir rechtliche Probleme haben? Wie passt das zusammenpassen?

(Herr Pfeifer wird dort von einem User als Rassist bezeichnet, ob sie deswegen auch dafür irgendwann “juristisch gerade stehen” müssen? Man möchte es bald hoffen, denn sie lesen es und lassen es stehen, daher kann es mit dem “juristisch gerade stehen”, wirklich nicht weit her sein.)

Was Sie betreiben, hat aber mit Meinungen nichts zu tun, es ist Diffamierung, üble Nachrede und Vertrauensmissbrauch.

Leider auch hier nur wieder das übliche inhaltslose Geschreibsel. Es werden Behauptungen auf Behauptungen aufgestellt. Aber ist das bei denen wirklich etwas neues? Lo. Leider ist es auch nichts neues, dass diese Truppe nie ihre eigenen Verfehlungen sieht, aber im gleichen Atemzug genau dies anderen vorhält. Schuld sind eben immer andere.

Aber nun genug zu diesen Münchenern. Sollen sie sich weiterhin so blamieren! Behazlacha! :D


Paris

Mai 10, 2010

Ende der Woche fliege ich für ein paar Tage nach Paris. Da es noch einiger Vorbereitung bedarf, wird es erst einmal hier ruhiger werden. Ich freue mich erst einmal sehr darauf, ein paar Tage aus Deutschland raus zu kommen und wieder einmal etwas anderes zu sehen.


Jewish Parade & Strassenfest zu Lag Bar Omer

Mai 2, 2010

Heute zu Lag ba Omer fand zum ersten Mal ein jüdischer Feiertagsumzug in Berlin statt.
Im Vorfeld gab es hierfür Kritik der jüdischen Gemeinde zu Berlin, die sich wie folgt äußerte: Es entspreche nicht den Gepflogenheiten, jüdische Feste »demonstrativ zu begehen«.

Wenn Juden auf Berlins Straßen sich selbst feiern wollen – und das haben viele am ersten Maisonntag vor – ist dies ihr gutes Recht. Warum nicht einen Wagen mieten und pünktlich zum Ausklang der Maikrawalle den bürgerlichen Berliner Westen »aufmischen«? Dennoch regt sich gegen die jüdische Parade der »Liebe und Verbrüderung« Widerstand: Es entspreche nicht den Gepflogenheiten, jüdische Feste »demonstrativ zu begehen«, seufzen die Skeptiker – ganz so, als würde jedes Jahr der große Chanukka-Leuchter diskret in einem Wohnzimmer entzündet und nicht vor Dutzenden Journalisten, geladenen Gästen und Gemeindevertretern am Brandenburger Tor.

Wir müssen auf unterschiedliche Art und Weise zeigen, dass man an uns nicht mehr vorbeikommt, dass wir unbequem, geschmacklos, skandalös, manchmal auch spannend und interessant sind. Kurzum: Wir leben. Mit uns soll man streiten. Wir sind die Stolpersteine der hiesigen Gegenwart, der Kloß im Hals und der Klotz am Bein des neuen Deutschland. Wir passen in keine vorgefertigten Muster, sind nicht mehr die Unbekannte in der deutsch-jüdischen Gleichung. Wir sind sichtbar.

Die Bauchschmerzen der jüdischen Gemeinde in Berlin kann ich hier nicht nachvollziehen, alle Menschen unterschiedlicher Religionen feiern ihre Feste und niemand hat Bedenken, wenn man zeigt, dass man da ist. Das machen Muslime, Christen und andere doch ebenso. Warum sollten sich wir Juden uns “verstecken”? Ich war dort, auf dem Platz, auf dem sich gestern am 1. Mai circa 300 Nazis illegal versammelt hatten und verhaftet wurden, und es waren mehr Menschen dort als ich dachte, Juden wie auch Nichtjuden. Besonders ist mir die israelische Fahne, die ein Polizist an seinem Motorrad befestigt hatte, ins Auge gefallen. Nach all den Skandalen um verbotene und abgehängte israelische Fahnen, war dies eine Überraschung.
Ich fand die Parade toll, es war laut, lustig und die Menschen haben mit Neugier und Offenheit reagiert. Beschimpfungen habe ich keine vernommen und das ist bei Versammlungen oder Veranstaltungen in der Öffentlichkeit für uns keine Selbstverständlichkeit. Zeigen wir, dass es uns gibt, dass Juden wieder eine Selbstverständlichkeit in Deutschland sind, dass wir keine unbekannten und fremden Wesen, keine Exoten sind, zeigen wir: Am Jisrael chai!
Und: Das sollten wir jedes Jahr genauso machen.


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