Das sind Peter und Paul, zwei 8 Jahre alte Kater, die ein neues Zuhause suchen. Der ältere Herr, bei dem beide leben, kann sich leider aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr um sie kümmern. Da sie zusammen vermittelt werden müssen, ist es nicht so einfach einen guten Platz für sie zu finden. Bis dahin werde ich beide bei mir aufnehmen, damit sich wieder jemand richtig um sie kümmern und sie umsorgen kann. Leider kann ich sie nicht auf Dauer bei mir aufnehmen.
Da mir die Berliner Tiertafel so viel gutes zukommen liest, brauchte es keine Überredungskunst, damit ich ja sage. Um Futter, Tierarztkosten etc. muss ich mir keine Sorge machen.
Anfang Februar ziehen sie bei mir ein. Dass ich sehr neugierig bin und ich mich auf beide freue, muss ich sicher nicht betonen.
Ich werde fortgehn, Kind. Doch Du sollst leben
Und heiter sein. In meinem jungen Herzen
Brannte das goldne Licht. Das hab ich Dir gegeben,
Und nun verlöschen meine Abendkerzen.
Das Fest ist aus, der Geigenton verklungen,
Gesprochen ist das allerletzte Wort.
Bald schweigt auch sie, die dieses Lied gesungen.
Sing Du es weiter, Kind, denn ich muss fort.
Den Becher trank ich leer, in raschem Zug
Und weiß, wer davon kostete, muss sterben …
Du aber, Kind, sollst nur das Leuchten erben
Und all den Segen, den es in sich trug:
Mir war das Leben wie ein Wunderbaum,
von dem in Sommernächten Psalmen tönen.
– Nun sind die Tage wie ein geträumter Traum;
Und alle meine Nächte, alle – Tränen.
Ich war so froh. Mein Herz war so bereit.
Und Gott war gut. Nun nimmt er alle Gaben.
In Deiner Seele, Kind, kommt einst die Zeit,
soll, was ich nicht gelebt, Erfüllung haben.
Ich werde still sein, doch mein Lied geht weiter.
Gib Du ihm deinen klaren, reinen Ton.
Du sei ein großer Mann, mein kleiner Sohn.
Ich bin so müde – aber Du sei heiter.
Da ich mich nun leider endlich entschließen musste, mich an der Schilddrüse operieren zu lassen, wollte ich gern fragen, ob es jemand gibt, der mir über seine persönlichen Erfahrungen in drei Berliner Krankenhäuser berichten könnte.
Da diese drei alle in meiner Nähe sind, hat meine Ärztin mir sie empfohlen. Chirurgisch sollen alle top sein, aber andere Erfahrungen zu hören, sind immer sehr hilfreich.
Beim ersten handelt es sich um das Martin-Luther-Krankenhaus.
Das zweite, was mir meine Ärztin empfahl, ist das Krankenhaus Waldfriede. Hier soll das Personal sehr angenehm sein.
Und zu guter Letzt das Dritte Krankenhaus im Westend.
Leider habe ich keine Ausreden mehr, diese OP noch länger hinauszuzögern, denn seit es meine Mara nicht mehr gibt, sind sie nun weniger geworden. Krankenschwestern sind bedauerlicherweise oft die schwierigsten Patienten. Ich hoffe, ich mach da mal ne Ausnahme.
Im Ernst, ich wäre sehr froh, wenn mir jemand etwas berichten könnte.
Es ist sonst nicht meine Art am Schabbat zu schreiben, aber für mich ist heute kein Schabbes.
Es war ja schon eine ganze Weile klar, dass meine kleine Mara-Maus es irgendwann nicht mehr schaffen wird.
Heute war der Tag an dem ich von ihr Abschied nehmen musste. Ihre Blutwerte, Zucker und Harnstoff, waren so entgleist, dass es über kurz oder lang auf ein Nierenversagen hinaus gelaufen wäre. Da ich ihr das ersparen wollte, haben ich und der Tierarzt uns entschlossen, sie von ihrem Leiden zu erlösen.
Ganz ganz herzlich möchte ich mich bei der Berliner Tiertafel bedanken, ohne die ich es nie geschafft hätte, die Tierarztkosten sowie die Kosten für Spezialfutter aufzubringen.
Mara war fast 16 Jahre an meiner Seite und es war trotz dieser schlimmen Krankheit, die sie seit viereinhalb Jahren plagte, eine sehr schöne Zeit.
Nun hat sie es geschafft: Ihr Leiden ist zu Ende.
Judenfeindliche Einstellungen sind nach Einschätzung von Experten im „erheblichen Umfang“ in der deutschen Gesellschaft verankert. Bei der Verbreitung von Antisemitismus spiele das Internet eine besondere Rolle. Rechtsextreme, Holocaustleugner und extremistische Islamisten nutzten das Netz mit großer Selbstverständlichkeit als Plattform für ihre Propaganda, schreibt der unabhängige Expertenkreis Antisemitismus in seinem ersten Bericht.
Nach einem entsprechenden Bundestagsbeschluss hatte die Bundesregierung den Expertenkreis im Jahr 2009 eingesetzt, um verstärkt gegen Antisemitismus vorzugehen. In dem Bericht heißt es, seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges sei der Antisemitismus in der öffentlichen Debatte weitgehend tabuisiert. Es spreche jedoch einiges dafür, dass diese Tabuisierung nun unterlaufen werde: Es gebe mittlerweile eine „bis weit in die Mitte der Gesellschaft verbreitete Gewöhnung an alltägliche judenfeindliche Tiraden und Praktiken“.
Noa hat mich gebeten auf Ihren Artikel über diesen Film aufmerksam zu machen, was ich gern tue.
Filme ueber Israel, den „Mazav“ (die Situation dort) und die politischen Verhaeltnisse, gibt es genug, und stets habe ich mir gewuenscht, jemand moege sich einmal der „anderen“ Seite annehmen, darueber berichten, wie Menschen dort ihren Alltag bestreiten, einfach einen positiven Film ueber das Land machen.
Helmut Simon, einem jungen Filmemacher, ist dies meiner Meinung nach zu hundertprozent gelungen. Vor mehr als einem Jahr, kam er durch einen gemeinsamen Bekannten auf mich zu, und fragte mich, ob ich mich interviewen lassen wuerde. Er war auf der Suche nach Deutschen, die in Israel leben, mit unterschiedlichen Hintergruenden. Wie sie leben, was sie erfuhren, wie ihr Alltag verlaeuft. Ich erklaerte mich dazu bereit, aber ein wenig Zweifel blieb in mir, ob es nicht wieder nur in eine bestimmte Richtung gehen wuerde.
Gestern bekam ich die DVD und war begeistert.
Helmut Simon und seinem Filmteam ist es gelungen, einen ausgewogenen Film ueber den Alltag von Deutschen in Israel zu machen.
12 Menschen – unter anderem ich – die sich nicht untereinander kennen, beschreiben in den Interviews ihre Gruende, warum sie in Israel leben, ihre Schwierigkeiten und ihren Alltag. Und bei allen steht die tiefe Liebe zum Land ins Gesicht geschrieben. Eine liebevolle Ode an das kleine Land Israel, mit unglaublich schoenen Perspektiven und Einblicken, mit einer Filmmusik, die genau zur Stimmung passt. Trotz der spuerbaren Israelliebe von allen Protagonisten ist der Film nicht von „Naivitaet“ gepraegt. Jeder der Interviewten ist sich durchaus der grossen Probleme bewusst, die es in Israel jeden Tag zu bewaeltigen gilt, und doch lieben sie es, dort zu leben.
Es kommen die Konvertiten zu Wort, sowie ein Arzt, der schon Jahre im Hadassah-Hospital Ein Kerem arbeitet, und sich nicht vorstellen kann, wieder eines Tages zurueck zu gehen, eine gleichgeschlechtliche Beziehung einer Deutschen mit ihrer israelischen Partnerin und eine Austauschstudentin in Haifa, eine Frau aus Oesterreich und eine Deutschlehrerin in Jerusalem.
Noch nie habe ich einen solch authentischen Film gesehen.
Und das Beste – der Nachwuchsregisseur hat den Film auf dem juedischen Filmfestival in Saarbruecken vorstellen koennen, das Kino war bis auf den letzten Platz besetzt und die Zuschauer waren erstaunt und hocherfreut, dass sich jemand einmal dieses Themas annimmt, Deutsche, die mit Israelis zusammen wohnen.
Es gibt konkrete Plaene, den Film im Januar (zwischen dem 21.- 25. 2012) in Israel zu zeigen, in Haifa, Jerusalem und Tel Aviv. Darueber hinaus kann man nur hoffen, dass er auch in einem deutschen Fernsehsender gezeigt wird.
Alle Achtung, Helmut! Du hast einen wunderbaren Beitrag zum Thema Israel (wie es die Menschen nicht oft gezeigt bekommen) hinbekommen! Und ich bin stolz, dabei gewesen zu sein.
Seit Anfang September kann man in Berlin Wilmersdorf, wo ich lebe, in einem ganz normalen Supermakt koschere Lebensmittel kaufen.
Ein Novum bisher. Nicht nur, dass man sich nicht mehr an die begrenzten Öffnungszeiten von Koscherläden halten muss, dort ist die Auswahl auch wesentlich besser und bei einigen Lebensmitteln auch billiger.
Vieles stammt neben Israel auch aus Frankreich bzw. England und den USA. Teilweise ist das Angebot billiger und vor allem besser als in den Koscherläden.
Eine große Auswahl hat man z.B. bei der Käseabteilung, die in reinen Koscherläden immer nur begrenzt zur Verfügung steht. Etwas was ich bisher sehr vermisst habe. Auch koscheres Brot ist ohne Probleme zu bekommen.
Chabad hat wieder einmal die Initiative gezeigt, die man bei der Gemeinde leider vermisst.
Wenn die Beleidigung unseres Allmächtigen und Einen Gottes auf dem Blog getilgt wird, z.B. indem man aus „Kriegsgott“ einfach „Gott“ macht, dann werde ich sämtliche Beleidigungen gegen Yael aus meinen Beiträgen entfernen.
Ich lasse mich nicht erpressen. In Deutschland herrscht immer noch Meinungsfreiheit, auch wenn sich Islamisten, insbesondere extremistische Islamkonvertiten wie Sie, damit nie abfinden werden.
Wenn A.mOr meint, der im übrigen begründete warum er schrieb, Allah wäre in seinen Augen ein „Kriegsgott“, ist das sein gutes Recht. Ich persönlich sehe „Allah“ nicht als Kriegsgott. Aber das ist eben nicht der Punkt, werter Fanatiker! Denn so weit kommt es noch, mir von einem Islamisten und Gossensprachler vorschreiben zu lassen, was ich zu veröffentlichen habe. Ihre Ausfälle haben Ihr wahres Gesicht gezeigt und dafür bin ich sogar dankbar, damit jeder lesen kann wie Islamisten ticken.
Durcheinander sind Sie zu allem Überfluss auch noch. Jammern darüber, dass man Gott als „Kriegsgott“ bezeichnet, aber betiteln ihn selber als „Kriegsherrn“ und „Kriegsgott“, indem Sie Zitate aus dem Tanach mal eben hernehmen (man lernt übigens den Tanach ausschließlich mit Kommentaren, ansonsten kommt eben die typisch antisemitische Gülle heraus, wenn man ahnungslos ist wie Sie.)?
Was denn nun? Machen Sie einen Unterschied zwischen Gott? Der böse und rachsüchtige Gott des so genannten AT und der ach so liebende Gott Mohammeds? Ma itcha, mein Lieber?
Auf Ihrer Seite lassen Sie sogar Selbstmordattentäter rechtfertigen! Geschrieben von einem anderen Islamisten, der sich Abdullah nennt. Aber in dieser Gesellschaft fühlen Sie sich wohl:
Ein anständiger Mensch würde sich viel eher dafür interessieren, wie Selbstmordattentäter überhaupt möglich sein können. Wie verzweifelt muss man sein, dass man sich lieber in die Luft sprengt als weiterhin diese Demütigungen zu ertragen? Wenn ich jemandem mein ach so tolles System aufzwingen wollte und die von mir damit Beglückten fingen an, sich daraufhin inmitten meiner Leute in die Luft zu sprengen, würde ich mich fragen, ob es vielleicht doch kein Segen für diese Menschen ist.
So jemand sollte eigentlich der Verfassungsschutz unter die Lupe nehmen. (Auch benutzt der Islamist auf uns gemünzt das Lieblingswort Freisler „Lumpen“. Aber auch das geht dem deutschen Islamkonvertiten Jens Ranft nicht auf).
Und wer es vergessen hat, das fällt in Deutschland nicht unter Meinungsfreiheit, sondern ist ein Straftatbestand: „Wer das Andenken eines Verstorbenen verunglimpft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“
§ 189
Auch verstößt derjenige elementar gegen den Islam:
Im Quran heißt es in der Sure „Al-Maida“ (5/32):
„….. wenn jemand einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen hätte, oder ohne daß ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, es so sein soll, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten.“
Und an einer weiteren Stelle in der Sure „Al- Baqara“(2/195):
„…und stürzt euch nicht mit eigenen Händen ins Verderben und tut Gutes! Wahrlich, Allah liebt diejenigen, die Gutes tun.“
Aber damit haben Islamisten bekanntlich kein Problem, genauso wenig wie hetzende Imame.
Dem bekannten Islamisten Pierre Vogel attestieren Sie:
Herr Vogel wird zwar dem sogenannten „Salafismus“ zugeordnet, vertritt aber (entgegen dem weitläufigen Vorurteil) äußerst tolerante Ansichten…
Islamisten unter sich, nennt man das wohl.
Sie wagen es tatsächlich dem Artikel Blasphemie zu unterstellen, obwohl Sie und Ihr Schundkommentator Abdullah dies sind:
Mögen sie alle in der Hölle schmoren, insha’Allah.
Wer Menschen verflucht, Herr ibn Rainer, ist ein Gotteslästerer.
Wer andere „verflucht“, von „Alraune“ etc. labert, ist ganz tief gesunken. Und Sie wollen religiös sein? Ist das Ihr persönlich religiös zusammengezimmerter Islam? Haben Sie das bei Ihrer Konvertierung zum Islam gelernt? Ganz sicher nicht, denn ich kenne genug Muslime, die sich dementsprechend benehmen und sich für Ihresgleichen fremd schämen.
Aber machen Sie das mit sich und Ihrem unreligiösen Verhalten aus.
Unterlassen Sie es aber wenigstens Ihre antisemitischen Sprüche alá Goebbels loszulassen wie
Ein Zionist verkauft allzu gern sein eigenes Gottesbild, wenn er dadurch einen Vorteil erhaschen kann.
Das sollte selbst Ihnen doch zu offen antisemitisch sein, wenn Sie vor anderen noch ein wenig den Schein bewahren wollen. Gelle?
Dass Sie aber ein Antisemit sind, weiß nun jeder, und nicht erst, seitdem man auf Ihrer Schmutzseite einen Davidstern mit einem Hakenkreuz übereinander gekreuzt sehen kann.
Dass bei Ihnen etwas nicht stimmt, habe ich schon bei Ihrem ersten Kommentar gemerkt. Ich konnte es bis dato nur (noch) nicht verifizieren. Nun kann ich es. Auf meine Intuition ist immer Verlass.
Es wäre schön, wenn ich mich einmal täuschen würde, aber so ist es eben im Leben.
Leben Sie wohl und lernen Sie erst einmal Respekt vor den Meinungen anderer zu haben. Traurig genug, dass ein Deutscher, der in einem freien Land aufgewachsen ist, das bis heute nicht gelernt hat.
PS: Und lassen Sie sich in Zukunft bessere Nicks als „Jens“ oder „Doto“ einfallen, damit es nicht zu offensichtlich wird, dass nur Sie dahinter stecken (als Doto schreiben Sie genau das gleiche wie in Ihrem Schmierartikel. Aber alles nur Zufall, gelle?)
Und selbst wenn nicht, ist es eine Person, die die gleiche Gossensprache wie Sie drauf hat. Zu solchen Zustimmern kann man nur gratulieren.
Und dann noch als Jens in der dritten Person über sich sprechen. Ts, Ts.
Leider habe ich das erst bemerkt, dass Sie dahinter stecken als ich Ihren Klarnamen kannte. Man muss also seine Peinlichkeit nicht so offen gegenüber anderen zeigen. Wenigstens das sollten Sie sich und anderen ersparen.
Versuchen Sie außerdem nie wieder, unter welchem Pseudonick auch immer, bei mir auf Ihre extremistische Schundseite aufmerksam zu machen, auf der man wiederum zur extremistischen Webseite von Pierre Vogel und Konsorten der Salafisten gelangt. Sie sind wahrlich ein Extremist par excellence.
Es wird nicht klar, was die westlichen Regierungen und westlichen Kirchen erreichen wollen, indem sie vor der Verfolgung der Christen in muslimischen Ländern ihre Augen verschließen.
Am Sonntag Abend (9.Oktober) versuchten ägyptische Kopten eine friedliche Mahnwache vor dem Gebäude des ägyptischen Staatsfernsehens in Kairo abzuhalten. Diese tausend Christen vertreten die alte rund acht Millionen starke christliche Gemeinde Ägyptens, die schon vor der Gründung des Islams dort mehrere Jahrhunderte existiert hatte. Sie versammelten sich in Kairo, um zu protestieren: Gegen die jüngste Verbrennung von zwei Kirchen durch einen islamischen Mob, und gegen die vom Staat unterstützte und rapide eskalierende Gewaltausübung muslimischer Gruppen an Christen. Das geschah seit dem Sturz des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak.
Nach koptischen Quellen wurden die Demonstranten am Sonntagabend von islamischen Angreifern bedrängt, die bald vom Militär unterstützt wurden. Dabei wurden zwischen neunzehn und vierzig Kopten von Soldaten und muslimischen Angreifern getötet. Sie wurden von Militärfahrzeugen überfahren, geschlagen, erschossen, und durch die Straßen von Kairo geschleift.
Das staatliche Fernsehen berichtete am Sonntagabend nur, dass drei Soldaten getötet worden seien. Laut al-Ahram Online haben die Militärs die Studios von al-Hurra TV am Sonntag Abend angegriffen, um die Berichterstattung über die Angriffe des Militärs auf die Kopten zu verhindern.
Offenbar gelang der Versuch, die Berichterstattung über die Geschehnisse zu verhindern. Die Nachrichten vom Montag gaben wenig Hinweise auf die Identität der Toten und Verletzten. Das, was tatsächlich passiert ist in Kairo am Sonntagabend, wurde verschwiegen.
Im Zusammenhang mit diesen Spannungen sprach der libanesische, katholisch-maronitische Patriarch Bechara Rai vor zwei Wochen eine Warnung aus. Während seines offiziellen Besuchs in Paris warnte Rai den französischen Präsident Nicolas Sarkozy, dass der Sturz des Assad-Regimes in Syrien eine Katastrophe für die Christen in Syrien und in der gesamten Region bedeuten könnten. Derzeit wird die vom Westen unterstützte syrische Opposition von der Muslimbruderschaft dominiert. Rai verwies darauf, dass der Sturz von Präsident Baschar al-Assad zu einem Bürgerkrieg und der Errichtung eines islamischen Regimes führen könnte.
Seit dem Sturz des irakischen Baath-Regimes von Saddam Hussein durch die von den USA angeführte Allianz 2003 hat sich dort ein blutiger Dschihad, geschürt von iranischen und syrischen Interessengruppen, gegen die christliche Bevölkerung formiert. In diesem Monat jährt sich das Massaker des vergangenen Jahres an 58 christlichen Gläubigen in einer katholischen Kirche in Bagdad. Vor einem Jahrzehnt gab es 800 000 Christen im Irak. Heute sind es noch 150 000.
Unter dem Schah von Persien konnten iranische Christen mehr oder weniger frei ihre Religion ausüben. Jedoch heute sind sie den Launen der islamischen Herren ausgesetzt, die kein anderes Gesetz als die Vorherrschaft des Islam kennen.
Nennen wir das Schicksal von Yousef Nadarkhani, einem evangelisch-protestantischen Prediger, der vor zwei Jahren verhaftet und wegen ‘Apostasie’* und der Weigerung, seinem christlichen Glauben abzuschwören, zum Tode verurteilt wurde. Es gibt kein Gesetz gegen Apostasie im Iran, aber egal. Ayatollah Khomeini war gegen Apostasie. Und so funktioniert das islamische Recht.
Als Nadarkhanis Geschichte im Westen publik wurde, änderten die Iraner ihren Kurs. Jetzt haben sie angeblich die Anklage auf Apostasie aufgegeben und verurteilten Nadarkhani wegen Vergewaltigung zum Tode. Die Tatsache, dass er nie wegen Vergewaltung verdächtigt oder angeklagt worden war, ist eine „unbedeutende“ Nebensache.
Palästinensische Christen haben in ähnlicher Weise unter ihren demokratisch gewählten Regierungen gelitten. Als die Palästinensische Autonomiebehörde im Jahr 1994 gegründet wurde, machten die Christen 80 % der Bevölkerung Bethlehems aus. Heute sind es weniger als 20%.
Seit die Hamas Gaza im Jahr 2007 „befreite“, ist die Minderheit des dort seit der Antike existierenden Christentums fortwährend Ziel von Angriffen. Die nur 3000 Mitglieder der christlichen Gemeinde von Gaza mußten mit ansehen, wie ihre Kirchen, Klöster, Buchhandlungen und Bibliotheken durch Hamas-Mitglieder und deren Verbündete verbrannt wurden. Ihre Mitglieder wurden getötet und angegriffen. Während die Hamas vorgibt, die Christen von Gaza zu schützen, wurde niemand für antichristliche Gewalt belangt.
So wie die Juden der islamischen Welt mit Gewalt aus ihren uralten Gemeinden durch die arabischen Herrscher vertrieben worden sind, seit der Gründung des Staates Israel, so wurden dort auch Christen verfolgt und aus ihren Häusern vertrieben. Populisten des islamistischen und arabischen Regimes stützen sich auf die islamische Vorherrschaft und auf den arabisch-rassistischen Chauvinismus gegen Christen. Entsprechend die Parolen an die Untertanen. Diese Aufrufe haben weiter zur Dezimierung der christlichen Bevölkerungen in der arabischen und islamischen Welt geführt.
Bei der Unabhängigkeit des Libanons von Frankreich 1946 bestand die Mehrheit der Libanesen aus Christen. Heute sind es weniger als 30%. In der Türkei ist die christliche Bevölkerung von zwei Millionen am Ende des Ersten Weltkrieges auf weniger als 100 000 geschrumpft. In Syrien machten zum Zeitpunkt der Unabhängigkeit Christen fast die Hälfte der Bevölkerung aus. Heute sind noch 4% der Syrer Christen. In Jordanien waren vor einem halben Jahrhundert 18% der Bevölkerung Christen. Heute sind es noch 2%.
Christen wird das Ausüben ihrer Religion in Saudi-Arabien verboten. In Pakistan wird die christliche Bevölkerung systematisch durch vom Regime unterstützte islamische Gruppen zerstört: Kirchen werden niedergebrannt, Konversionen erzwungen; Vergewaltigungen, Morde, Entführungen und juristische Verfolgungen von Christen sind in Pakistan an der Tagesordnung.
Traurigerweise für die Christen der islamischen Welt wird ihre Sache weder von den westlichen Regierungen noch von den Christen im Westen verteidigt. Anstatt die französische Unterstützung der syrischen Opposition und die Aussage ihrer Führer auf Religionsfreiheit für Alle in einem Nach-Assad-Syrien zu hinterfragen, reagierte das französische Außenministerium mit Ärger auf Patriarch Rais Warnung, was wohl Syriens Christen blühen wird, wenn Präsident Bashar Assad und sein Regime gestürzt werden. Das Außenministerium veröffentlichte eine Erklärung, in der es sich „überrascht und enttäuscht“ von Rais Aussage zeigte.
Die Obama-Regierung reagierte noch weniger freundlich. Rai reist gerade durch die USA und Lateinamerika auf einer dreiwöchigen Besuchs-Tour zu ausgewanderten maronitischen Gemeinden. Die Existenz dieser Gemeinden ist eine direkte Folge der arabischen und islamischen Verfolgungen der libanesischen maronitischen Christen. Rais Besuch in den USA sollte mit einem Besuch in Washington und dem Treffen von hochrangigen Regierungsvertretern beginnen, unter anderem mit Präsident Barack Obama. Jedoch nach seiner Aussage in Paris wurden alle geplanten Treffen mit ihm abgesagt. Anstatt die Gefahren, auf die Rai aufmerksam gemacht hatte, in Augenschein zu nehmen und den Einfluss der USA einzusetzen, um Christen, Kurden und andere Minderheiten in einem Nach-Assad-Syrien zu stärken, beschloss die Regierung Obama, Rai für Überbringung der Botschaft abzustrafen.
Abgesehen von manchen Protestanten der Evangelikalen sind die meisten westlichen Kirchen ähnlich uninteressiert an der Verteidigung der Rechte ihrer Glaubensgenossen in der islamischen Welt. Die meisten protestantischen Kirchen, angefangen mit der anglikanischen Kirche und ihren US- und internationalen Niederlassungen, die Methodisten, Baptisten, Mennoniten und andere Kirchen, haben keine nachhaltigen Anstrengungen zum Schutz oder zur Verteidigung der Rechte der Christen in der muslimischen Welt organisiert.
Statt dessen haben in den vergangenen zehn Jahren diese Kirchen und die damit verbundenen internationalen Gremien wiederholt das einzige Land im Nahen Osten, in dem die christliche Bevölkerung in den vergangenen sechzig Jahren zugenommen hat, angegriffen: Israel.
Benedikt XVI, der seit fünf Jahren Papst ist, ließ den Vatikan in seiner Regensburger Rede den Fehdehandschuh aufnehmen, indem er die islamische Welt aufforderte, mit Vernunft und Toleranz den anderen Religionen zu begegnen. Jetzt jedoch hat der Vatikan diese grundsätzliche Haltung aufgegeben. Ein echter Diskurs auf Augenhöhe wurde ersetzt durch Zugeständnisse gegenüber dem Islam, im Namen wirtschaftlicher Interessen. Im vergangenen Jahr schenkte Benedikt auf einer Synode über die Christen im Nahen Osten der Verfolgung von Christen durch islamische und populistische Kräfte und Regime keine Aufmerksamkeit. Statt dessen wurde explizit Israel kritisiert.
Die Reichweite des Vatikans erstreckt sich nun bis zum Iran, seitdem er einen Vertreter zu Ahmadinedschads Vorgaukelei einer Art Anti-Terror-Konferenz entsandt hat. Wie Giulio Meotti in dieser Woche in ‘Ynetnews’ schrieb, verließen alle EU-Botschafter während Präsident Ahmadinedschads den Holocaust leugnender Rede den Saal, so wie bei der zweiten Durban-Konferenz der UN in Genf im Jahr 2009; nur der Vatikan-Botschafter blieb sitzen. Somit hat der Vatikan die Anführer der Muslimbruderschaft in Europa und dem Nahen Osten umarmt.
Es ist unklar, was die westlichen Regierungen und die westlichen Kirchen denken und was sie damit erreichen, indem sie sich gegenüber Verfolgung und Dezimierung der christlichen Gemeinschaften in der muslimischen Welt blindstellen. Die Ereignisse am Sonntag in Ägypten und die anderen täglich stattfindenden Angriffe von Muslimen gegen Christen in der ganzen Region zeigen, dass dieses Verhalten niemanden besänftigen kann.
Aber klar ist, dass sie ernten, was sie säen.
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*Worterklärung: Apostasie bezeichnet die Abkehr von einer Religion durch einen förmlichen Akt (beispielsweise durch Kirchenaustritt oder Übertritt zu einem anderen Bekenntnis, Konversion).
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Mit freundlicher Genehmigung von Caroline B. Glick. Übersetzung: A.mOr
…Gilad Shalit, Muammar alGaddafi. Oder kurz: Abrakadabra
Von A.mor
Vor zwei Tagen war dieses großartige Ereignis: Gilad Shalit wurde aus den Händen seiner Entführer entlassen. Deutlich sah man diesem abgemagerten Jungen mit den Augenringen an, mit seinen fahrigen Bewegungen und den unsicheren Blicken, daß er keine leichte Zeit hinter sich hat.
Das ägyptische Staats-Fernsehen aber ließ es sich nicht nehmen, diesen noch nicht ganz entlassenen Jungen, entgegen der Abmachungen mit Israel, noch vorzuführen. Israel, was hätte es tun sollen? Das Abkommen platzen lassen, wegen dieser Provokation?
In einer Art Persiflage des Grauens auf das westliche Fernsehen wird Gilad befragt …
Man sieht dem Jungen deutlich an, daß es ihn überfordert und viel Kraft kostet, um Haltung zu bewahren, aber, trotz allem, das schafft er, tapfer hält er durch, die Ägypter können ihn in Ausnutzung ihres unfairen Vorteil über die „Straße des Fernsehens“ schleifen und vorführen, aber dieser junge Mann zeigt Haltung, er läßt sich nicht erniedrigen!
Als Jude, als Israeli, als freier Mann kann man nur stolz sein auf diesen jungen Mann!
Was folgt, es ist schon jetzt Geschichte, und das Schönste an alledem für mich: man sieht ihn lächeln, schwach aber frei. Gilad, willkommen zuhause: ein ganzes Volk freut sich mit Dir!
Nun, das ist die eine Seite der Bilder, ein Mann von 19 Jahren, der in Ausübung seiner Pflicht die Grenzen des Staates Israel zu schützen vor fünf Jahren von Hamaskämpfern entführt wurde und erleben mußte, wie alle seine Kameraden dabei ermordet wurden.
Die andere Seite sind 1027 rechtskräftig verurteilte Verbrecher, an die 300 davon wegen Mordes und Mehrfachmordes überführt, etliche Drahtzieher zum Mord dazu, Vergewaltiger, Sadisten, und auch wohl ein Anteil von Menschen, deren Vergehen verhältnismäßig gering ist demgegenüber, die aber trotzdem nach Rechtslage aller westlichen Staaten zurecht Freiheitsstrafen verbüßten, hätten sollen…
Es sind wohlgenährte, braungebrannte Menschen mit breiten Grinsen, selbstbewußten lauthalsen Lachen, gesunde Zähne strahlen einem entgegen, man meint, man habe Leute vor sich, die man zu einem „wellness-Training“ verdonnert hätte, als Araber menschen wie Gilad, aber ansonsten in jeder Hinsicht das Gegenteil. Und ohne Reue, ohne Scham brüllen sie heraus, was ihr weiterer Plan für’s Leben sein wird: „Juden morden!“
Verurteilte Verbrecher, Mörder, Vergewaltiger, Folterer, Sadisten, usw, im Westen nennt man sie „Widerstandskämpfer“ oder „Freiheitskämpfer“.
Meine Großeltern haben Seite an Seite mit anderen als Partisaner gegen solche „Freiheitskämpfer“ Widerstand geleistet, eigentlich haben sie nur um ihr nacktes Überleben gekämpft, und diese „Freiheitskämpfer“, die von unseren Großeltern bekämpft wurden, trugen Uniformen, auf ihren Krägen fanden sich die Zeichen SS, wie karikierte, kleine Blitze, auf ihren Mützen war ein Totenkopf angebracht. Sie hatten Waffen, sie lächelten während sie mordeten.
Das war der „Freiheitskampf“ der Deutschen Wehrmacht unter der Diktion der Nationalsozialisten, das sogenannte Dritte Reich, von 1933-1945, der „Freiheitskampf“ dieser Leute dauerte rund 12 Jahre und ging als „Zweiter Weltkrieg“ in die Geschichte ein.
Zwölf Jahre „Freiheitskampf“ kosteten ungefähr 60 Millionen Menschen das Leben, alleine ein Zehntel davon, 6 Millionen, waren Juden, die gezielt ermordet wurden aus nur dem einen Grund: sie waren Juden, und die Nazis wollten ihren Tod. Sie wollten „frei“ von Juden sein.
So erging es auch den Roma, Sinti, und weiteren.
Deutsche Wehrmacht, SS, Gestapo, judenfrei nannte sich der „Freiheitskampf“ zu jenen Zeiten.
Von den sechs Millionen ermordeten Juden sind die meisten auf ganz besondere Weise „befreit“ worden, sie wurden nicht nur „befreit“ von ihrem Leben, sie wurden sogar von ihren toten Leibern „befreit“, Rauch und Asche über den Vernichtungslagern, der ganze Rest von Millionen Menschen, freier kann man wirklich nicht mehr sein.
Und heute sehe ich wieder Bilder, ein Video, in dem offenbar ein blutüberströmter Gaddafi (ja, der Gaddafi!) zu sehen ist inmitten von aufgebrachten Menschen.
„Mich laust der Affe!“, dachte ich, die Männer, die den Gaddafi da herumstoßen wie ein Menschpüppchen, sie haben wir doch gerade vor zwei Tagen aus den israelischen Gefängnissen flanieren sehen, wohlgenährt, mit breitem Lachen und ihren Anrufen an Allah, ihrem Kriegsgott!
Und ihren Rufen: „Tod den Juden!“
Ja, und Gaddafi halten sie auch für einen Juden, die Gaddafi-Karikaturen verraten es.
Diese Leute erscheinen voller Ekstase, rufen laut ihren Kriegsgott und stoßen dies „Püppchen Mensch“, dies menschliche Bündel, herum, einst war er, noch nicht lang ist’s her, der „König der Könige“ von Afrika (!!), nun nur noch ein blutüberströmter Mann in der Gewalt der Leute, die erst vorgestern aus israelischen Gefängnissen befreit wurden, so erscheint es mir.
Daß libysche Waffen, auch deutscher Bauart, inzwischen längst den genau umgekehrten Weg genommen haben, damit man sie auf Israeli abfeuern kann, das gibt dem Ganzen noch eine besondere Würze dieser „Nato-Aktion“.
Man hört Schüsse, knapp darauf sieht man Gaddafi in der nächsten Filmsequenz zusammengesackt, es ist aber nicht sichtbar, was der Grund dafür ist. Waren es wirklich die Schüsse, die ihn in den Tod sacken ließen (und ja, es scheint so), oder ist er nur aufgrund von Schwäche oder aber Schlägen, Tritten zusammengesackt?
Das konnte man diesem Video nicht eindeutig entnehmen.
Man konnte auch nicht glasklar sehen, ob dieser Mann tatsächlich Gaddafi war, aber -Hölle!- der sah verdammt danach aus, kein Zweifel!
Allerorten in den Nachrichten ist nun zu vernehmen, Gaddafi sei tot, nur man wisse nicht so genau, wie er umkam…
Wie dem auch sei, einer der reichsten Männer dieser ganzen, verdammten Erde ist nicht mehr, wo ist sein Reichtum hin, und was wird nun von dem Öl, diesem Riesenvorrat des Landstrichs genannt Libyen?
Die Nato, die so freundlich war auszuhelfen, die garantiert die Macht war, der Gaddafi dann nichts mehr entgegensetzen konnte, sie wird es nicht umsonst getan haben.
Noch vor wenigen Monaten war man (!)beste Freunde(!), und nun, wie’s aussieht, hat man den Gaddafi wie eine schäbige Altmetall-Dose auf der Straße erschossen.
Aber Geld und Öl kann man wohl nicht erschießen, man kann es jedoch, nun, wie heißt das in „Banker-Sprache“ (?): „verspekulieren“, oder „verspielen“ oder „wirtschaftsverkriseln“?
Eines ist sicher, das Geld ist nicht weg, nur weil es weg erscheint.
Ein Lehrer, der zum Hobby Zauberer war, erklärte mir eines: lenke die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf die rechte Hand, mit der linken kannst du dann zaubern.
Abrakadabra: Geld weg. Ups! Olé, Bravo, ihr Applaus bitte!
Nun ist Gilad Shalit nach über 5 Jahren Gefangenschaft durch die Hamasbande frei.
Der „Gefangenenaustausch“ einer gegen über 1000 Terroristen hat viele Gemüter gespalten. Denn es kamen unter anderem Massenmörder oder Palästinenser, die an Attentaten beteiligt waren, frei.
Ich kann mich sehr gut in die Familien, die durch diese Typen Angehörige verloren haben, und diesen Deal ablehnen, gut hinein versetzen. Ich wüsste nicht, wie ich reagieren würde. Israel macht sich natürlich erpressbar und dass die Hamas immer wieder versucht, israelische Soldaten zu entführen, die bisher – Gott sei Dank – verhindert wurden, ist kein Geheimnis. Die Hamas spricht offen darüber.
Andererseits freue ich mich natürlich für Gilad, dass er das Martyrium hinter sich hat.
Wie es ihm wirklich geht, werden wir nie genau wissen, aber dass Isolation Menschen fast psychisch zerstört, ist bekannt. Ob er jemals wieder ein „normales“ Leben leben wird, wissen wir auch nicht.
Wer die Bilder gesehen hat, hat auch gesehen, dass es ihm nicht gut geht. Nicht nur offensichtlich durch seine extreme Abmagerung.
Ich hoffe, dass er gute Psychologen haben wird und dass man ihm die Zeit gibt, die er benötigt.
Mich hat selten ein Thema gefühlsmäßig so gespalten wie dieses. Ich wüsste nicht wie ich entschieden hätte und bin sehr froh, dass ich nie vor so einer Entscheidung stehen werde. Ich beneide keinen israelischen Politiker um deren Job.
Heute abend beginnt Jom Kippur, der wichtigste und höchste Feiertag im Judentum. Das erkennt man schon daran, dass wir selbst am Schabbes Jom Kippur begehen und fasten.
Jom Kippur wird auch als der Schabbat der Schabbatot bezeichnet.
Jom Kippur ist ein sehr anstrengender Tag, fasten und dann fast den ganzen Tag in der Synagoge verbringen, ist nicht einfach.
Vor einiger Zeit habe ich das erste Mal an einer Stolpersteinverlegung teilgenommen. Ein Bewohner des Hauses, in dem die ermordeten Juden gelebt haben, hatte aus eigener Initiative die Verlegung finanziert.
Die Namen der ermordeten Juden und Jüdinnen, die dort gewohnt haben, könnt ihr hier nachlesen.
Das jüngste Opfer war 14 Jahre alt und wurde, wie seine Eltern, in Auschwitz ermordet.
Gestern habe ich mal wieder in meinen Büchern herumgestöbert.
Unter anderem fand ich ein Buch mit dem Titel Weltreligion Islam, was ich mir mal vor Jahren über die bpb besorgte habe, aber nie gelesen hatte.
Dort schreibt ein Autor Namens Johannes L. Kuppe einen Artikel, der sich mit dem Verhältnis zwischen Islam und Judentum beschäftigt.
Unter anderem schreibt er:
[…] Wie hier von Terroristen Grundregeln der eigenen Lehre missbraucht werden, so missbrauchen jüdische Fundamentalisten das alttestamentarische [sic) „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, das immer eine ausdrückliche Begrenzung im Falle von (zugelassener) Vergeltung fordert. Der Feind darf nur in dem Maße beschädigt werden, wie er selbst geschädigt hat: Wer eine Hand abschlägt, dem darf nur die Hand, und nicht der Arm, abgeschlagen werden. Die gegenwärtig durchgeführten Vergeltungsaktionen der israelischen Armee in den palästinensischen Autonomiegebieten sind maßlose Überdehnungen, ja Missachtungen von Thora und Talmud. […]
Wer auch nur ein wenig Ahnung hat, wird verstehen, dass es mir bei diesem Abschnitt die Sprache verschlug. Abgesehen von der typischen antiisraelischen Propaganda, ist es unerträglich, dass sich ein Autor zu einem Thema äußert, von dem er offensichtlich nicht den blassesten Schimmer hat und das wird dann von der Bundeszentrale für politische Bildung beworben und vertrieben. Wie ist es möglich, dass sich jemand mit dem Judentum beschäftigt, Juden vorwirft gegen die Thora und den Talmud zu verstoßen, der nicht einmal recherchiert hat, was „„Auge für Auge, Zahn für Zahn“ im Judentum bedeutet und zu so einem maßlos unverschämten und lügenhaften Fazit kommt? Es ist kein großer Akt auch nur im Internet zu recherchieren, um zu erfahren, dass
es sich „Auge für Auge, Zahn für Zahn“ ausschließlich um Entschädigung handelt und ganz sicher nicht jemanden die Hand abzuschlagen, der einem anderen die Hand abgeschlagen hat.
Ich frage mich dann natürlich auch wie sehr ich solchen Autoren Glauben schenken kann, wenn sie sich über den Islam ähnlich falsch und verleumderisch äußern? Ich muss ja davon ausgehen, dass dort genauso gravierende Fehler auftauchen. Gibt es keine Lektoren, die sich mit den Inhalten der Autoren beschäftigen und diese bei Fehlern darauf hinweisen?
Ich habe es noch nie in meinem Leben getan, dieses Mal tat ich es: Ich habe das Buch dorthin entsorgt wo es hingehört.
Werbung für die Bundeszentrale für politische Bildung sind Bücher mit diesen antisemitischen Äußerungen ganz sicher nicht.
Antijüdisches Klischee
Viele Menschen erklären die Politik Israels gegen die Palästinenser mit typisch jüdischer Rachsucht – und sitzen damit einem christlich inspirierten Vorurteil auf. Denn in der Thora ist „Auge für Auge“ zu lesen, nie „Auge um Auge“. Ein Essay zur Klärung einer Differenz
von DAVID BOLLAG
Eines der hartnäckigsten antijüdischen Vorurteile drückt sich in den Worten „Auge um Auge“ aus. Mit dieser angeblich aus der Thora stammenden Formel wird Juden bis heute vorgeworfen, Rache sei das Prinzip ihres Verständnisses von Gerechtigkeit, ihr Gott sei – im Unterschied zum „christlichen“ Gott – ein grausamer und rachsüchtiger Gott und Frieden mit dem Volk und Staat Israel deshalb niemals möglich.
Die Übersetzung „ajin tachat ajin“ (21:24) als „Auge um Auge“ ist vollkommen falsch. Sie widerspricht dem jüdischen Verständnis der Thora und ist meistens Ausdruck einer antisemitischen Grundeinstellung. Sie widerspiegelt häufig das Rechtsverständnis und die Rachsüchtigkeit der Person, welche die Thora falsch versteht und verurteilt. [...]
Antisemitismus ist ein Mangel an Kultur und Menschlichkeit, etwas, was im Gegensatz zu Theorie und Wissenschaft steht. Davon hat sich jeder überzeugt, der Gelegenheit hatte, mit einem Antisemiten eine jener hoffnungslosen Diskussionen zu führen, die immer dem Versuch ähneln, einem Tier das Sprechen beizubringen.
Leszek Kołakowski
Was sind Extremisten?
Religiöse Menschen wissen dass Gott sie beschützt, Extremisten meinen Gott beschützen zu müssen.
B.T. SSahnhedrin 92
Mit einem einsichtslosen Menschen soll man kein Mitleid haben.
Albert Einstein
“Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“